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Corporate Responsibility Bericht 2018

Energieeffizienz

Unsere Netzinfrastruktur bildet die Grundlage für unsere Produkte und Dienste. Zugleich verursacht der Betrieb der Netze den größten Teil unseres Energieverbrauchs und damit auch unserer Scope-2-Emissionen img. Dies wird auch in Zukunft so sein, da der weitere Ausbau der Netze mit höheren Bandbreiten img und Übertragungsgeschwindigkeiten zu einem höheren Energieverbrauch führen wird. Zentraler Bestandteil unseres Klimaschutzziels ist es daher, die Energieeffizienz im Netzbetrieb zu erhöhen. Im Bereich unserer Netze ersetzen wir unter anderem alte Technik durch neue, energieeffizientere, beispielsweise mit der Umstellung auf IP im Festnetz. Im Bereich unserer Rechenzentren bündeln wir den Datenverkehr in wenigen, besonders effizienten Rechenzentren. Informationen, wie der Netzausbau und die dadurch möglichen Dienstleistungen unseren Kunden dabei helfen, ihre Emissionen zu reduzieren, finden Sie im Kapitel „Kunden und Produkte“.

So betreiben wir energieeffiziente Netze

In Europa und den USA betreiben wir eigene Fest- beziehungsweise Mobilfunknetze. Der größte Anteil unseres Energiebedarfs geht auf den Betrieb dieser Netzinfrastruktur zurück. Im Interesse unserer Kunden steigern wir laufend die Kapazität und Leistung unserer Netze, um wachsende Datenmengen zu bewältigen und die Geschwindigkeit und Qualität der Datenübertragung zu verbessern. Gleichzeitig steigt dadurch jedoch auch der Energiebedarf. Um diesen zu reduzieren, verfolgen wir drei Ansätze:

  • Wir modernisieren unsere Netzinfrastruktur: Dazu stellen wir unter anderem auf IP-Technologie um und bauen nicht mehr benötigte Technik ab.
  • Wir optimieren die Bereitstellung und Umwandlung von Energie mithilfe von technischen Innovationen.
  • Wir nutzen energieeffizientere Technik, nicht nur für unsere Netze, sondern auch zur Beleuchtung, Überwachung und vor allem Kühlung unserer Anlagen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei unser interner Energiedienstleister Power & Air Solutions, der Energie bezieht und sie für die deutschen Konzerngesellschaften in Netzverfügbarkeit umwandelt. Das Energiemanagement der Power & Air Solutions ist seit 2013 nach ISO 50001 img zertifiziert.

Messung und Steuerung des Energiebedarfs
Um unsere Fortschritte konzernweit zu messen, haben wir zwei Key Performance Indikatoren (KPIs) etabliert: Sie setzen unseren Energieverbrauch (ESG KPI img Energy Intensity) beziehungsweise unseren CO2-Fußabdruck (ESG KPI Carbon Intensity) ins Verhältnis zum transportierten Datenvolumen. Mit dem Datenvolumen als Bezugsgröße stellen wir eine direkte Verknüpfung zur Leistungsfähigkeit und Nutzung unserer Netze her. In den nächsten Jahren rechnen wir mit einer positiven Entwicklung der beiden KPIs.

Eine weitere wichtige Kennzahl zur Steuerung unserer Klimaschutzmaßnahmen ist der jährlich erhobene „Power Usage Effectiveness img (PUE img)“-Wert. Unsere modernen Rechenzentren wie München oder Biere sind für einen PUE-Wert von 1,36 angelegt und damit deutlich effizienter als der Durchschnitt deutscher Rechenzentren, die bei etwa 1,8 liegen. Den PUE-Wert für den Betrieb unseres Festnetzes in Deutschland wollen wir bis 2020 auf 1,4 senken. Auch für diesen Wert prognostizieren wir in den nächsten Jahren einen weiteren Rückgang. So können wir den durch wachsende Datenmengen und neue Leistungsmerkmale zunehmenden Energiebedarf der Anlagen zum Teil kompensieren.

Andreas Kröhling

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Andreas Kröhling

Mehr Kapazität für unser energieeffizientes Rechenzentrum

Unser Rechenzentrum in Biere (bei Magdeburg) wurde 2014 in Betrieb genommen und zählt zu den effizientesten Rechenzentren weltweit. Da die Nachfrage nach Cloud-Diensten „Made in Germany“ weltweit steigt, haben wir es in den vergangenen zwei Jahren um 150 Prozent erweitert. Die Erweiterung wurde im Mai 2018 erfolgreich in Betrieb genommen.

Wie bereits für den ersten Bauabschnitt wurde auch für die Erweiterung eine LEED-Zertifizierung (Leadership in Energy and Environmental Design) in Gold beantragt. 2018 wurde die Zertifizierung auch für den zweiten Bauabschnitt vergeben – eine Auszeichnung, die nur sehr wenige Rechenzentren weltweit erhalten.

Biere setzt Maßstäbe

Messbarer Erfolg: Weniger CO2-Verbrauch in Rechenzentren

Bei dem Betrieb und der Planung unserer Rechenzentren (RZ) verfolgen wir das Ziel, unsere CO2-Emissionen zu reduzieren. Wir gehen dabei in zwei Stufen vor: Zunächst steht die Optimierung des Energieverbrauchs der einzelnen RZ-Standorte im Vordergrund, anschließend die übergeordnete Verbesserung von Prozessen über die weltweite RZ-Landschaft hinweg.

Zentraler Indikator für Energieeffizienz in unseren RZ ist der sogenannte PUE-Wert (Power Usage effectiveness, PUE img). Seit 2008 konnte der durchschnittliche PUE-Wert der deutschen T-Systems-Rechenzentren von 1,85 auf 1,57 gesenkt werden. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Wert 2018 nahezu konstant (2017: 1,54). Grund hierfür ist die laufende Konsolidierung der Rechenzentren, bei der Applikationen aus weniger energieeffizienten Standorten in neue, hocheffiziente RZ überführt werden. Dadurch steigt der PUE-Wert der aufgegebenen RZ kurzzeitig an. In Summe führte dieser Prozess im Berichtsjahr zu einem nahezu konstanten PUE-Wert über alle Rechenzentren hinweg – und mittelfristig zu einer weiteren Reduzierung des Werts.

Die Rechenzentren werden energieeffizienter

Von 2013 bis 2018 lief das Programm „DC11@2018“ zur Verbesserung von Prozessen über die weltweite RZ-Landschaft hinweg. Dabei wurde die sogenannte physikalische Konsolidierung der Rechenzentren (also die Reduktion der RZ-Flächen und -Standorte) mit logischen Konsolidierungen (also der Virtualisierung img von RZ-Infrastruktur) verknüpft. Das Programm „DC11@2018“ hatte zum Ziel, weltweit Rechenzentrumskapazität in sogenannten FMO-Rechenzentren (Future Mode of Operation) mit neuester IT-Technologie zusammenzuführen. Das Konsolidierungsprogramm wurde Ende 2018 planmäßig abgeschlossen. Im Zuge der physikalischen Konsolidierung nahmen wir drei alte Rechenzentren in Deutschland vom Netz. Parallel haben wir die Klimatisierung in den bestehenden Rechenzentren in Biere und München und weiteren internationalen Rechenzentren wie zum Beispiel am Standort Barcelona in Spanien optimiert.

Mit Abschluss des Programms wurde konzernweit in allen FMO-Rechenzentren ein gemittelter PUE-Wert von 1,4 angestrebt. Ende 2018 lagen wir bei einem PUE-Wert von 1,57. Die Zielsetzung konnte demnach nicht erfüllt werden. Grund hierfür ist unter anderem das schrittweise Zurückfahren alter RZ, deren Effizienz im Zuge der Abschaltung durch eine geringere Auslastung sinkt. Dies wirkt sich negativ auf den PUE-Wert aus. Um unser Ziel zu erreichen, ist eine weitere Homogenisierung der IT-Landschaft in Verbindung mit einer optimalen Auslastung der RZ-Infrastruktur, der IT-Hardware und der auf den Systemen eingesetzten Software notwendig. Weitere Faktoren, die einen positiven Einfluss auf die PUE-Entwicklung in einem RZ haben, sind eine selektive Kühlung sowie die Erhöhung der Temperatur innerhalb des möglichen Bereichs – bei gleichzeitiger Berücksichtigung von festgelegten Grenzwerten. Aktuelle Planungen des Programms sehen für das Jahr 2020 eine kumulierte CO2-Reduktion von bis zu 51 Prozent gegenüber 2012 vor. Der PUE-Wert für die Netzinfrastruktur soll bis 2020 auf einen Wert unter 1,4 sinken.

Für unser hocheffizientes Rechenzentrum in Biere haben wir uns einen PUE-Zielwert von 1,3 gesetzt. Für die Zielerreichung sind unter anderem die Einhaltung eines vorgegebenen Temperaturbereichs, eine Auslastung der Kapazitäten von mindestens 80 Prozent und eine weitestgehend homogene IT- Landschaft notwendig. Den PUE-Zielwert konnten wir 2018 noch nicht erreichen. Grund hierfür ist, dass die Auslastung noch nicht so hoch ist, wie ursprünglich geplant. Zudem musste das RZ durch den heißen Sommer vermehrt gekühlt werden. Wie beschrieben, wurde im Zuge von „DC11@2018“ eine Konsolidierung der Rechenzentren durchgeführt. Um wegfallende Kapazitäten auffangen zu können, wurde das RZ in Biere erweitert. Die Erweiterung wurde erfolgreich im Mai 2018 fertiggestellt.

Test für energiesparende Klimatisierung in Rechenzentren

Beim Betrieb von Hochleistungsservern in Rechenzentren wird viel Wärme erzeugt. Klimatisierung spielt daher eine zentrale Rolle, um Ausfällen durch Überhitzung vorzubeugen. In Nürnberg haben wir 2016 damit begonnen, eine innovative Regelungstechnik für das Kühlsystem unserer Server zu testen. Dabei wird die Raumtemperatur an mehreren Sensoren direkt am Server erfasst. Weil die Klimageräte auf diese Weise effizienter angesteuert werden können, sank der Stromverbrauch um 15 Prozent. 2017 haben wir das Pilotprojekt fortgeführt und weitere Reduzierungen im Energieverbrauch erreicht. Aufgrund der verhältnismäßig hohen Betriebskosten wird das System derzeit nicht auf weitere Rechenzentren ausgeweitet; es wird am Standort Nürnberg jedoch weiterhin betrieben und die weitere Entwicklung beobachtet.

Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr weitere innovative Kühltechniken für unsere Standorte analysiert und bewertet. Das Ergebnis: Durch gezielte Maßnahmen können wir im Bereich der Klimatisierung mit zusätzlichen Energieeinsparungen von bis zu 50 Prozent rechnen. Im nächsten Schritt gilt es, die identifizierten Maßnahmen zu testen und anschließend in den regulären Betrieb zu überführen.

Energieeffizienz in Gebäuden

Unser Beitrag zu den SDG

Das Energiemanagement unserer Gebäude unterteilt sich in die Schwerpunkte „Heizenergie“ und „Stromverbrauch“. Für den Bereich Stromverbrauch haben wir Teilziele definiert, mit denen wir einen Beitrag dazu leisten, unser Klimaziel in Deutschland zu erreichen. Zweimal jährlich messen wir unsere Fortschritte.

Um die Teilziele zu erreichen, verfolgen wir zwei Ansätze: Zum einen reduzieren wir unsere Bürofläche im Rahmen von Personalabbaumaßnahmen und optimieren die Flächenauslastung durch neue Bürokonzepte. Darüber hinaus ermitteln wir Handlungsbedarf für Energieeinsparungen, indem wir ähnliche Gebäude anhand von Kennzahlen wie „Kilowattstunden pro Quadratmeter“, „Energieverbrauch um Mitternacht“ oder „Spitzenlast“ miteinander vergleichen. Auf diese Weise können Gebäude identifiziert werden, die überdurchschnittlich hohe Verbrauchswerte aufweisen. 

Das Energiemanagementsystem der Power & Air Solutions, die Energie für die deutschen Konzerngesellschaften bezieht, ist nach der internationalen Norm ISO 50001 img zertifiziert.

Heizung und Warmwasser
Im Jahr 2018 nutzten wir deutschlandweit circa 478 GWh an Wärmeenergie, die vorwiegend durch die Verbrennung von Gas und Heizöl erzeugt wird oder aus Fernwärme stammt. Der Bedarf ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Um unseren Verbrauch weiter zu senken, ermitteln wir regelmäßig den Instandsetzungsbedarf unserer Immobilien und führen Wirtschaftlichkeitsanalysen durch. Im Rahmen des verfügbaren Budgets konzentrieren wir uns auf die notwendigen und besonders wirtschaftlichen Maßnahmen, unter anderem:

  • Optimierung der Heizzentralen
  • Heizungssanierung aufgrund der Energieeinsparverordnung
  • Erneuerung der Heizanlagen und Pumpen mithilfe der Brennwerttechnik
  • Wärmerückgewinnung aus der Abwärme von Rechenzentren
  • Einsatz von Blockheizkraftwerken

Um den Verbrauch an Wärmeenergie in unseren Netzknoten img zu reduzieren, haben wir die Einschalttemperatur der Heizung gesenkt. Darüber hinaus wollen wir in Zukunft die Wettervorhersage bei der Regelung unserer Anlagen berücksichtigen. Hier ist ein Pilotprojekt bereits beauftragt. Weiter planen wir ein Pilotprojekt, bei dem sogenannte HTC-Technik in unseren Heizanlagen zum Einsatz kommt. Hierbei wird durch den Einsatz von Keramik im Brennraum ein Effizienzgewinn ermöglicht.

Elektrizität
Den größten Anteil am Stromverbrauch unserer Gebäude haben die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Beleuchtung und die Haustechnik mit Pumpen, Lüftung, Kältetechnik und Aufzügen. Die Schwerpunkte unserer Einsparmaßnahmen setzen wir in folgenden Bereichen:

  • Einsatz von LED-Beleuchtung und Bewegungsmeldern
  • Einsatz moderner Pumpen und Ventilatoren
  • Ausschalten von Haustechnik außerhalb der Nutzungszeiten

Energie- und Klimaschutzprojekte in Griechenland

Energiemanagement-System
Für die OTE Gruppe hat das strategische Ziel einer sinnvollen und nachhaltigen Energienutzung höchste Priorität. Dieses Ziel soll in allen Bereichen und an allen wichtigen Unternehmensstandorten (Büros, Call Center, Rechenzentren und Netze) durch verbesserte Energieeffizienz umgesetzt werden. Dies ist unser Beitrag im globalen Kampf gegen den Klimawandel.

Aus diesem Grund wurde 2016 das Energiemanagement-System gemäß dem ISO-Standard 50001 entwickelt und zertifiziert. Anfangs kam das System in einer begrenzten Zahl kritischer Einrichtungen zum Einsatz. Danach wurde es allmählich ausgeweitet und schließlich im letzten Jahr in neun Gebäudekomplexen (darunter Technik- und Bürogebäude, Rechenzentren, Callcenter und die Zentrale der OTE Gruppe) sowie 12 Mobilfunk-Basisstationen implementiert. Die bisherigen Resultate sind viel versprechend. So wurden in Gebäuden Energieeinsparungen von mehr als 4 Prozent und in den Basisstationen von mehr als 15 Prozent verzeichnet.

Im letzten Jahr wurden auch umfassende Energie-Audits img durchgeführt, und die Pläne der OTE Gruppe sehen eine zukünftige Zertifizierung zahlreicher zusätzlicher Einrichtungen gemäß ISO 50001 img vor.

Observatorium für Klimawandel
Die OTE Group unterstützt das Forschungsprojekt PANhellenisches GEophysikalisches Observatorium von Antikythera (PANGEA), eine bahnbrechende Initiative des Nationalobservatoriums in Athen. Die Ziele des PANGEA-Projekts betreffen den Klimawandel und dessen Verbindung mit Unwettern und Naturkatastrophen in Griechenland und in der östlichen Mittelmeerregion. Die Insel Antikythera im Südwesten Griechenlands wird als nationales Zentrum für die kontinuierliche Überwachung wesentlicher Klimavariablen (Essential Climate Variables, ECV) dienen. Die OTE Gruppe stellt Telekommunikationseinrichtungen und -dienste sowie Räumlichkeiten auf Antikythera bereit, in denen wissenschaftliche Instrumente und Forschungsvorrichtungen untergebracht werden können.

Ctrl Shift Save the Climate – Informations- und Kommunikationstechnologie als Partner beim Klimaschutz
Gemeinsam mit dem MEDITERRANEAN SOS Netz (MedSOS) hat COSOMOTE ein bahnbrechendes Bildungsprogramm mit dem Titel „Ctrl Shift Save the Climate – Informations- und Kommunikationstechnologie als Partner beim Klimaschutz“ ins Leben gerufen.

Ziel des Programms ist es, Kinder und Jugendliche in Grund- und Sekundarschulen sowie ihre Lehrkräfte dafür zu sensibilisieren, wie mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT img) Energieeinsparungen erzielt und die Auswirkungen des Klimawandels begrenzt und gelenkt werden können.

Im Schuljahr 2017/2018 nahmen über 1 500 Schüler an diesem Programm teil.

Energiestrategie T-Mobile USA

Wir bei T-Mobile USA sind davon überzeugt, dass wir durch unser Bekenntnis zur ausschließlichen Nutzung erneuerbarer Energiequellen und durch die Ausfallsicherheit unserer Netze sowie unseren Mut zur Innovation nicht nur unseren eigenen wirtschaftlichen Erfolg fördern, sondern auch einen entscheidenden Beitrag zur weltweiten Nachhaltigkeit leisten.

Bei den beiden wichtigsten Energiekennzahlen, Energy Intensity und Carbon Intensity, wurden 2018 deutliche Verbesserungen im Unternehmen verzeichnet:

  • Der KPI img „Energy Intensity“ für Energieintensität ging von 422 auf 355 MWh pro Terabyte zurück.  
  • Der KPI „Carbon Intensity“ für CO2-Intensität ging von 170 auf 106 t CO2 pro Terabyte zurück. 

Diese Verbesserungen waren in erster Linie darauf zurückzuführen, dass sich der Energieverbrauch trotz einer Zunahme des Datenverkehrs um 34 Prozent lediglich um 13 Prozent erhöhte. Dank der Effizienz unserer technischen Einrichtungen konnte das größere Verkehrsaufkommen ohne entsprechende Steigerung des Energieverbrauchs bewältigt werden.

Engagement für erneuerbare Energien: 2017 verpflichtete sich T-Mobile USA zur Umsetzung des branchenweit führenden Ziels, bis zum Jahr 2021 zur ausschließlichen Nutzung erneuerbarer Energiequellen überzugehen und damit dem Klimawandel den Kampf anzusagen. Das Unternehmen betrachtet dies als eine wichtige Chance, nicht nur den Status quo in Frage zu stellen, sondern sich auch großes wirtschaftliches Erfolgspotenzial zu eröffnen und die Führungsposition in der Branche zu sichern.

Seit dem letzten Jahr hat T-Mobile USA seine Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energie weiter ausgedehnt und wird über das Solomon Forks Wind Project in Kansas ab Juli 2019 zusätzlich 160 MW saubere Energie produzieren. Damit wird sich unsere jährliche Stromerzeugung auf etwa 625 GWh belaufen und die Kapazität, die wir durch unser bahnbrechendes „Red Dirt“-Windprojekt in Oklahoma bereitstellen, verdoppeln.

Insgesamt wurde bei Red Dirt Wind Power und beim Solomon Forks Wind Project die Erzeugung von 320 MW Energie in Auftrag gegeben. Diese Clean-Energy-Verträge mit einer Laufzeit von 12 bzw. 15 Jahren werden die CO2-Emissionen von T-Mobile in unseren Shops, Call Centern und im Netzbetrieb in den USA reduzieren.

In einem weiteren wichtigen Schritt hat T-Mobile USA außerdem dafür gesorgt, dass die Unternehmenszentrale in Bellevue im Bundesstaat Washington mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben wird, indem wir dem Programm „Green Direct“ des örtlichen Energieversorgungsunternehmens Puget Sound Energy beigetreten sind.

Energieeffizienzprojekte: Das Energieteam bei T-Mobile USA erforscht und entwickelt innovative Methoden zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Drosselung des Energieverbrauchs im gesamten Unternehmen. Hier einige Beispiele für Maßnahmen zur Optimierung des Netzbetriebs:

  • In unseren Rechenzentren wurden eine Reihe von effizienzsteigernden Verbesserungen vorgenommen:
    • Einbau von Kaltgangeinhausungen img und Umprogrammierung von Systemen zur vermehrten Nutzung „kostenloser Energie“
    • Upgrade mechanischer und elektrischer Anlagen zur Nutzung effizienterer Technik und Architektur 
    • Einbau von Warmgangeinhausungen mit optimierten Bodenfliesen für ein verbessertes Umluftmanagement
  • Installation von „ENERGY STAR“-zertifizierter LED-Beleuchtung in rund500 neuen Shops. Ebenso haben wir die Beleuchtung im gesamten gewerblichen Immobilienportfolio von T-Mobile nachgerüstet. Die Upgrades erfolgten in Call Centern, Vermittlungsstellen, regionalen Geschäftsstellen und in der Unternehmenszentrale von T-Mobile.
  • T-Mobile USA hat zahlreiche Pilotversuche und kleinere Projekte im ganzen Unternehmen durchgeführt, bei denen Vermittlungsstellen, Basisstationen, Shops und Call Center mit energiesparender Technik ausgestattet wurden.
  • Durch Einführung effizienterer Technologien hat das Unternehmen die Wärme- und Kühlanforderungen seiner Mobilfunkeinrichtungen reduziert.

Umweltfreundliche Rechenzentren in Österreich

Der Betrieb von Rechenzentren ist sehr energieintensiv. T-Systems Austria legt deshalb großen Wert darauf, seine Rechenzentren so umweltfreundlich wie möglich zu betreiben. Dank „Mitigation“ sind die Rechenzentren in Gmünd, Linz und Wien vollständig klimaneutral. „Mitigation“ bedeutet, mögliche Folgen der Klimaerwärmung abzumildern, indem das zur Energieerzeugung für den Betrieb von Ressourcen emittierte CO2 vollständig von den Ressourcen absorbiert wird.

T-Systems Austria engagiert sich auch aktiv für eine Senkung des Energieverbrauchs. In unseren Serverschränken kommt eine effiziente Wärme/Kälte-Technik zur Anwendung, bei der durch optimierte Temperaturregulierung Energieeinsparungen erzielt werden. 2017 konnte das Unternehmen seinen Gesamtenergieverbrauch um 389 522 kWh reduzieren. Das entspricht im Jahresvergleich einer Einsparung von 63 Prozent. In diesem Jahr werden wir die erforderlichen Upgrades in unserem Rechenzentrum vornehmen, um Tier III- Zertifizierung gemäß EN50600-Standard zu erhalten.

Auch bei den verwendeten Feuerlöschern achtet T-Systems Austria auf Umweltschutzkriterien. Im Rechenzentrum in Wien gibt es 168 Feuerlöscher, die mit einer Mischung aus Stickstoff, Argon und Kohlendioxid gefüllt sind. Das Löschmittel ist unschädlich für Menschen, hinterlässt keine Rückstände und ist zu 100 Prozent umweltneutral.

Energiespar-Initiativen bei T-Systems Mexico

T-Systems Mexico führt gegenwärtig eine Reihe von Energiesparmaßnahmen in seinen Geschäftsgebäuden durch. Dazu gehört der Umstieg von Leuchtstoffröhren auf LED-Lampen, der Einbau von Bewegungssensoren sowie die Überwachung der Klimaanlagen in allen Büros. Auf diese Weise konnte das Unternehmen 2018 9,2 Prozent mehr Energie einsparen als 2017. Außerdem machten wir von energiesparenden Technologien wie Photovoltaikzellen Gebrauch. Damit konnte der Gesamtenergieverbrauch aller Gebäude um 15 Prozent gesenkt werden.

Bürogebäude und Rechenzentren bei T-Systems Netherlands werden umweltfreundlicher

Seit 2016 wird das Bürogebäude von T-Systems Netherlands in Vianen zu hundert Prozent mit Ökostrom versorgt. 2019 wird das Unternehmen aus seinem Bürogebäude in Vianen nach Utrecht umziehen. Das dortige Gebäude verfügt über das Energiezertifikat A. In den Geschäftsstellen in Heerlen und Den Haag ist das nicht möglich, weil es noch andere Mieter im Gebäude gibt und der Gebäudeeigner eine andere Strategie verfolgt.

2017 und 2018 konzentrierte sich T-Systems Netherlands auf die Flächeneffizienz in seinen Bürogebäuden und wird als Resultat seinen Flächenbedarf erheblich reduzieren können:

  • in Den Haag bis Ende 2018 um 50 Prozent und
  • in Vianen bis Ende 2019 um 40 Prozent (Umzug nach Utrecht)
  • in Heerlen bis Ende 2019 um 65 Prozent
  • in Heerlen bis Ende 2020 um weitere 35 Prozent (Auszug)

Bei den Rechenzentren des Unternehmens konnten wir 2018 den Energieverbrauch deutlich reduzieren. 2018 wurde im Vergleich zu 2017 21 Prozent weniger Energie verbraucht, was eine weitere Verbesserung im Vergleich zu den Vorjahren darstellte: 2017 wurde im Vergleich zu 2016 28 Prozent weniger Energie verbraucht, und 2016 im Vergleich zu 2015 13 Prozent weniger. Dies gelang durch Modernisierungsmaßnahmen (Lifecycle-Management), Außerbetriebnahme veralteter Geräte und die Konsolidierung der Rechenzentren.