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Corporate Responsibility Bericht 2018

CO2-Emissionen

Die Nachfrage nach schnelleren, flächendeckend verfügbaren Datendiensten steigt rasant. Deshalb bauen wir unsere Infrastruktur weiter aus und erhöhen die Geschwindigkeit der Datenübertragung. Trotz stetig steigender Datenmengen und des voranschreitenden Netzausbaus schaffen wir es aufgrund unserer Bemühungen zur Verbesserung der Energieeffizienz – zum Beispiel beim Umbau der Netzinfrastruktur –, die hier entstehenden Emissionen weitgehend zu kompensieren beziehungsweise stabil zu halten. Durch die steigenden Datenvolumina steigt die Auslastung der Netze, was zu einer Verbesserung der Energieeffizienz führt. Emissionssenkungen erreichen wir im Wesentlichen durch CO2-ärmeren Strom und Herkunftsnachweise. Weitere Schwerpunkte sind die Verbesserung der Energieeffizienz beim Betrieb unserer Gebäude, die Reduzierung von Geschäftsreisen und Optimierung unserer Geschäfts- und Dienstfahrzeugflotte in Deutschland. Sie ist mit knapp 23 500 Fahrzeugen in Deutschland eine der größten in Europa.

So schützen wir das Klima

„Wir übernehmen Verantwortung für eine klimafreundliche Gesellschaft“: So lautet ein wichtiges Handlungsfeld unserer CR-Strategie. Unser 2013 beschlossenes konzernweites Klimaschutzziel zahlt darauf ein. Wir wollen unsere CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber 2008 um 20 Prozent senken. Die Berechnung der Emissionen für unser Klimaziel erfolgt entsprechend der marktbasierten Methode des Greenhouse Gas (GHG) Protocol. Um unser Ziel zu erreichen, haben wir verschiedene Maßnahmen definiert und Messinstrumente entwickelt. Auf dem Weg zur Erreichung unseres Klimaziels bewegen wir uns auf dem für 2018 prognostizierten Niveau. 

Für die Zeit nach 2020 haben wir ein neues wissenschaftsbasiertes Klimaziel erarbeitet.

So messen wir unsere Fortschritte
Mit verschiedenen Kennzahlen (Key Performance Indikatoren, KPI img) messen wir unseren Beitrag zum Klimaschutz und machen damit die Fortschritte in der Umsetzung unserer Klimastrategie für unsere Stakeholder img transparent. Die KPI Carbon Intensity und Energy Intensity setzen dabei unsere CO2-Emissionen beziehungsweise unseren Energieverbrauch zu dem transportierten Datenvolumen in Beziehung. Zusammen mit dem Datenvolumen als Bezugsgröße wird eine direkte Verknüpfung zur Leistungsfähigkeit unserer Netze hergestellt. Auch die KPI Enablement-Faktor, PUE und Erneuerbare Energien dienen der Steuerung und Transparenz im Thema Klimaschutz.


ESG KPI „Energy Intensity" Konzern DT in Deutschland

  Daten durch Pricewaterhouse Coopers (PwC) geprüft. Daten beruhen teilweise auf Schätzungen, Annahmen und Hochrechnungen. 2017 betrug der Wert des KPI 142 kWh/Terabyte. Er ist somit um 22 Prozent gesunken.

ESG KPI „Carbon Intensity“ Konzern DT in Deutschland

  Daten durch PwC geprüft. Daten beruhen teilweise auf Schätzungen, Annahmen und Hochrechnungen. 2017 betrug der Wert des KPI 56 kg CO2/Terabyte. Er ist somit um 54 Prozent gesunken.

Direkte und indirekte Emissionen
Konzernweit messen wir unsere Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Grundlage des international anerkannten GHG-Protokolls. Dieser Standard unterscheidet drei Kategorien von CO2-Emissionen (Scope 1, 2 und 3). Scope-1- und Scope-2-Emissionen img verwenden wir als Basis für die Berechnung unseres ESG KPI Carbon Intensity. Alle CO2-Emissionen schlüsseln wir detailliert im Kapitel Kennzahlen auf.

Scope 3 Emissionen“ Konzern DT in Deutschland

Andreas Kröhling

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Andreas Kröhling

Scope-3-Emissionen: Baustein für ein neues Klimaziel

Indirekte Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette – sogenannte Scope-3-Emissionen img – machen den größten Teil unserer Gesamtemissionen aus. Die Erfassung dieser Emissionen ist daher für einen glaubwürdigen Klimaschutz notwendig, um auf Unternehmens- und Produktebene gezielt Maßnahmen zu ergreifen, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern.

CO2e-Emissionen (Scope 1-3)

Interaktive Grafik

  • 52 %
  • 2 %
  • 12 %
  • 34 %
  • Emissionen aus vorgelagerten Aktivitäten

    Scope 3

    8 776 kt CO2e
     

    Transportdienst­leistungen, erworbene Produkte und Dienstleistungen, Kapitalgüter, Produktionsabfälle, Energie- und Kraftstoffvorketten, Geschäftsreisen und Weg zur Arbeit.

    Emissionen aus den eigenen Aktivitäten der Telekom

    Scope 1

    277 kt CO2e
     
    Betrieb der Anlagen, Gebäude und Fahrzeuge der Deutschen Telekom.
    Emissionen aus eingekaufter Energie

    Scope 2

    2 077 kt CO2e
     
    Erzeugung der von der Deutschen Telekom eingekauften Mengen Strom- und Fernwärme.
    Emissionen aus nachgelagerten Aktivitäten

    Scope 3

    5 659 kt CO2e
     
    Transport verkaufter Produkte zum Kunden, Nutzung verkaufter und vermieteter Produkte sowie Entsorgung und Verwertung verkaufter Produkte.
Für mehr Informationen klicken Sie bitte auf die Prozent-Werte.

  Daten durch PwC geprüft. Detaillierte Prüfkommentare siehe „DT Group in Germany“ und „T-Mobile USA“. Werte für 2016 wurden nachträglich angepasst.

Seit 2016 legen wir konzernweit die Scope-3-Emissionen offen. 2018 betrugen diese rund 14,4 Millionen Tonnen CO2e. Sie lagen damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Auch in Deutschland lagen die Emissionen mit etwa 5,7 Millionen Tonnen CO2e auf Vorjahresniveau. Die meisten Emissionen entfielen auf den Einkauf (insbesondere von Endgeräten und Netztechnologie) sowie auf die Nutzung unserer Produkte und Dienstleistungen für (verkaufte oder vermietete) Fest- und Mobiltelefone, Router und Media Receiver, sowie für Produkte wie Laptops oder Fernsehgeräte, die unsere Kunden nutzen, um von unseren Dienstleistungen zu profitieren. Ebenfalls bedeutsam sind die Emissionen aus der Herstellung sowie dem Transport von Technologie für den Aufbau unserer Netze.

2018 haben wir die Methode zur Berechnung der Scope-3-Emissionen angepasst. Um eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten sicherzustellen, haben wir auch die Daten für 2017 mit dieser Methode neu berechnet.

Überblick Scope-3-Emissionen (t CO2e)
Landesgesellschaft 20161) 20172) 2018 Jahresvergleich (2017/2018)

Deutschland (inkl. T-Systems)

4 860 747

5 664 571

5 698 724

 

Ungarn

 565 804

436 463

470 090

 

Kroatien

 313 982

256 846

207 131

 

Slowakei

 263 246

215 655

190 230

 

Griechenland

 1 239 494

963 630

1 156 680

 

Rumänien

 498 445

403 794

312 653

 

Österreich

 116 802

124 952

172 127

 

Tschechien

 185 775

183 248

113 912

 

Niederlande

 190 656

184 267

204 051

 

Polen

 362 078

463 699

448 032

 

Albanien

erst seit 2017 erfasst

3 416

7 366

 

Mazedonien

erst seit 2017 erfasst

93 757

95 048

 

Montenegro

erst seit 2017 erfasst

30 112

34 900

 

USA

4 217 941

5 118 509

5 156 652

 

T-Systems (ohne Dtl.)

erst seit 2017 erfasst

207 039

166 709

 
Summe

12 819 969

14 349 959

14 435 047

 

1)Durch Korrekturen für das Jahr 2016 ergaben sich teilweise Anpassungen gegenüber dem Vorjahresbericht.

2)Der Anstieg 2017 resultierte aus der erstmaligen Erfassung der Landesgesellschaften in Albanien, Mazedonien und Montenegro sowie der T-Systems-Einheiten, was zum Anstieg des Konzernwerts um 27 Prozent gegenüber 2016 beigetragen hat.

Aufgrund des großen Anteils an Emissionen in unserer Lieferkette haben wir die Verantwortung, klimaschonendes Handeln unserer Lieferanten zu belohnen und damit auch unsere Scope-3-Emissionen zu verringern. Bereits seit 2016 legen wir im Rahmen des „Supplier Engagement Rating“ des CDP img (ehemals „Carbon Disclosure Project“) unsere Aktivitäten bei der Lieferanteneinbindung offen. Das Rating bewertet, wie gut es Unternehmen gelingt, das Thema Klimaschutz in ihre Lieferkette zu integrieren. 2018 haben wir uns gegenüber dem Vorjahr wieder verbessert und wie 2016 ein „A“ erreicht. Damit sind wir im Supplier Enagement Leader Board. Ein wichtiger Schritt dorthin war die Berechnung von sogenannten lieferantenspezifischen Emissionsintensitäten auf der Basis der Antwort der Lieferanten zum CDP Supply Chain Program. Dabei werden die Gesamtemissionen des Lieferanten (Scope 1 und 2 sowie Scope 3 aus der vorgelagerten Lieferkette) in Gramm ins Verhältnis zum Gesamtumsatz des Lieferanten gesetzt. Da wir unser Einkaufsvolumen beim Lieferanten kennen, können wir mithilfe der Emissionsintensität auch unseren Anteil an den Emissionen des Lieferanten errechnen. Dabei sind wir allerdings auf vollständige und valide Angaben unserer Zulieferer angewiesen.

Pendelaufkommen bei Beschäftigten
Im Berichtsjahr haben wir eine konzernweite Befragung zum Thema Pendelaufkommen durchgeführt, an der sich über 71 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt haben. Wir konnten im Berichtsjahr eine Reduzierung der Emissionen aus dem Pendelverkehr von 762 000 im Jahr 2017 auf 538 000 Tonnen CO2e verzeichnen. Eine tiefergehende Analyse und ein Vergleich zu anderen Unternehmen sollen uns 2019 helfen zu verstehen, wie wir diese Emissionen in Zukunft unter Beachtung der Mobilitätsbedürfnisse unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern reduzieren können.

Andreas Kröhling

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Andreas Kröhling

Enablement-Faktor: Kunden sparen CO2

Unsere Produkte und Dienste verbinden nicht nur Menschen, sie befähigen sie auch dazu, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. Neben unserem eigenen CO2-Fußabdruck errechnen wir ebenfalls die positiven CO2-Effekte, die auf Kundenseite durch die Nutzung unserer Produkte und Lösungen ermöglicht werden. Beide Größen setzen wir mit dem sogenannten Enablement-Faktor miteinander in Beziehung, um unsere Gesamtleistung im Klimaschutz zu bewerten. Mit der Messung des Enablement-Faktors haben wir 2014 in einem Pilotprojekt begonnen. 2018 haben wir das Einsparpotenzial für 15 verschiedene Produkte untersucht. Mit „Park and Joy“ und „Comfort Charge“ werden in Zukunft zwei weitere Services mit in die Berechnung einfließen.

Ein Beispiel für die durch unsere Produkte ermöglichten Einsparungen ist das „Cloud Computing“: Unsere Kunden können ihre CO2-Emissionen reduzieren, indem sie unsere Cloud-Angebote nutzen und ihre bestehende Infrastruktur in unsere effizienten Rechenzentren auslagern. Bessere Server, energieeffizientere Rechenzentren und eine höhere Auslastung der Infrastruktur können dabei zu Einsparungen in der Größenordnung von bis zu 80 Prozent des Energieverbrauchs und der damit verbundenen Emissionen führen. Ein weiteres Beispiel aus dem Berichtszeitraum ist die neue App imgPark and Joy“. Sie hilft unseren Kunden schnell und einfach Parkplätze zu finden. In den Boden eingelassene Sensoren melden freie Parkplätze mittels NarrowBand-Internet of Things (NB-IoT) an die App und damit an den Nutzer. Dies verringert die Zeit für die Parkplatzsuche – und reduziert damit den Ausstoß unnötiger Emissionen. Auch diese vermiedenen Emissionen fließen in Zukunft in die Berechnung des Enablement-Faktors mit ein. Unsere Kunden können den Service bereits in rund 30 Städten in Anspruch nehmen. Die App ist kostenlos.

2018 lagen die bei unseren deutschen Kunden ermöglichten positiven CO2-Effekte um 85 Prozent höher als unsere eigenen CO2-Emissionen (Enablement-Faktor von 1,85 zu 1). Die positiven CO2-Effekte, die auf Kundenseite durch die Nutzung unserer Produkte und Lösungen ermöglicht werden, betrugen im Berichtsjahr 12,1 Millionen Tonnen. Die hier eingesparten Emissionen sind geringer ausgefallen als im Vorjahr (2017: 12,8 Millionen Tonnen CO2e), was jedoch mit geringeren Emissionen (Scopes 1 bis 3) auf Unternehmensseite einhergeht. Den größten Anteil der emissionsmindernden Produkte hat die von uns angebotene Möglichkeit zu Nutzung von Videokonferenzen. Alleine dadurch konnten rund 3 Millionen Tonnen CO2e vermieden werden.

Bei den verwendeten Fallbeispielen und in der Methodik legen wir stets eine eher konservative Betrachtung zugrunde. Dies gilt gleichermaßen für die ermöglichten Emissionsminderungen bei unseren Kunden wie auch für unsere Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette. So berücksichtigen wir bei unserem eigenen CO2-Fußabdruck alle Emissionsstufen – neben den Emissionen aus dem eigenen Energieverbrauch (Scope 1 und 2) auch die Scope-3-Emissionen, die bei unseren Lieferanten und Kunden anfallen. Letzteres beinhaltet sogar den Stromverbrauch der Fernseher unserer Kunden für die Nutzung unserer Triple-Play-Angebote.

Über 9 000 Tonnen CO2 kompensiert

Die Vermeidung von Treibhausgasen hat für uns höchste Priorität. CO2-Emissionen, die wir weder vermeiden noch reduzieren können, können über Investitionen in zertifizierte Klimaschutzprojekte in Ergänzung zu unserem verstärkten Engagement in erneuerbare Energien kompensiert werden.

Im Berichtsjahr 2018 hat die Telekom Deutschland Treibhausgasemissionen im Umfang von knapp 9 169 Tonnen CO2 ausgeglichen. Kompensiert wurden unter anderem Emissionen, die in Verbindung mit unseren Veranstaltungen (An- und Abreise der Teilnehmer, Raumnutzung etc.) oder mit bestimmten Produkten und Dienstleistungen (z. B. Betrieb von Telefon- oder Webkonferenzen) entstanden sind. Wie wir die Emissionen von Veranstaltungen kompensieren, ist in unserer Event Policy festgelegt.

Unsere Strategie für klimaschonende Mobilität

Unser Beitrag zu den SDG

Um unser Flottenmanagement klimaschonend auszurichten, verfolgen wir eine Strategie, die auf drei Säulen ruht:

  • Richtig dimensionieren („Rightsize“): Auswahl angemessen dimensionierter, energieeffizienter und schadstoffarmer Fahrzeuge. Mit der Green Car Policy img haben wir zudem Anreize für Fahrer von Geschäftsfahrzeugen geschaffen, verstärkt kleinere, verbrauchsoptimierte Fahrzeuge zu wählen.
  • Wirtschaftlich gestalten („Economize“): Förderung einer kraftstoffsparenden und damit emissionsarmen Fahrweise durch Fahrertrainings.
  • Ersetzen („Substitute“): Erprobung, Pilotierung und Einsatz alternativer Mobilitätskonzepte.

Bis 2020 wollen wir die durchschnittlichen CO2-Emissionen aller neu angeschafften Pkw (Geschäfts- und Dienstfahrzeuge) in Deutschland auf 95 g CO2/km senken. Dafür wollen wir die Anzahl an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben steigern. Bereits seit Längerem setzen wir punktuell Erdgas- und Elektrofahrzeuge ein. Dabei favorisieren wir derzeit vor allem den Erdgasantrieb, insbesondere im Bereiche der Service-Fahrzeuge. Zusätzlich treiben wir die Nutzung von Elektroantrieben im Service-Einsatz in definierten Pilotprojekten und Nutzungsszenarien voran. Aus wirtschaftlichen Gründen werden in den nächsten Jahren auch weiterhin effiziente Dieselfahrzeuge zum Einsatz kommen. Benzinfahrzeuge sind nur bei geringen Fahrleistungen eine Alternative, da sie sowohl in Bezug auf die CO2-Emissionen als auch unter Kostengesichtspunkten schlechter abschneiden als Dieselfahrzeuge.

Alternative Erdgas: Neue Tankkarte für Erdgastankstellen
Unser Flottenmanagement prüft grundsätzlich, ob an einem Standort Erdgastankstellen verfügbar sind, und bietet dann entsprechende Fahrzeuge an. Um möglichst viele der rund 860 Erdgastankstellen in Deutschland nutzen zu können, wurde im Berichtsjahr eine neue Tankkarte für den Kraftstoff „Compressed Natural Gas“ (CNG) ins Portfolio aufgenommen. 2018 ist der Bestand an CNG-Fahrzeugen auf 60 Fahrzeuge gestiegen, rund 140 Fahrzeuge befinden sich noch im Bestellprozess und werden zeitnah eingesteuert. Der Schwerpunkt liegt im Bereich Service-Fahrzeuge. Dies ist bedingt durch die aktuell am Markt verfügbaren Modelle. Wegen der Effizienz- und Umweltvorteile des Kraftstoffs CNG werden wir das Thema Erdgasfahrzeuge weiter forcieren. Hier sehen wir noch sehr viel Potenzial als Übergangslösung hin zur Elektromobilität.

Elektro: Pilotprojekte, Fahrzeugtests und Ausbau der Ladeinfrastruktur
Um die Vorteile der Elektromobilität mittelfristig bestmöglich nutzen zu können, stellen wir bereits seit 2014 im Rahmen von Pilotprojekten und für bestimmte Einsatzszenarien Elektrofahrzeuge bereit. Darüber hinaus wurden 2018 mit verschiedenen Service-Einheiten bundesweit Elektrofahrzeuge getestet. Ziel der Tests war es, die Tauglichkeit für unterschiedliche Einsatzszenarien zu erproben. Im Ergebnis sind Elektrofahrzeuge grundsätzlich für planbare Tätigkeiten einsetzbar, sofern Ladeinfrastruktur vorhanden ist und der Radius der Fahrten nicht mehr als 100 Kilometer beträgt.

Auf Basis dieser Erfahrungen werden wir ab Mitte 2019 mit weiteren namenhaften Unternehmen am Förderprojekt „Erneuerbar mobil“ teilnehmen. Im Zuge dessen haben wir uns zur Beschaffung von insgesamt 110 Elektrofahrzeugen sowie Ladepunkten verpflichtet. Die Einsteuerung der Fahrzeuge soll deutschlandweit erfolgen. Der größte Teil ist als Service-Fahrzeuge geplant, es sind aber auch elektrische Mietfahrzeuge und ein E-Shuttle vorgesehen.

Seit Anfang 2018 wird der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge von dem neugegründeten Unternehmen Comfort Charge vorangetrieben. Dies wird durch die Aufrüstung der vorhandenen Telekommunikationsinfrastruktur zu einem bundesweiten E-Ladenetz umgesetzt. Weitere Informationen finden sich im Kundenkapitel.

Breite Auswahl an Mobilitätsformen
Wir unterstützen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Klimaschutz, indem wir ihnen zum Beispiel vergünstigte Fahrkarten für den öffentlichen Regional- und Nahverkehr anbieten. Leider ist die Nachfrage bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier seit rund drei Jahren rückläufig, sodass weniger Jobtickets ausgegeben werden. Außerdem setzen wir auf weitere zeitgemäße Formen der Mobilität. Dazu gehören unser seit zehn Jahren bestehender Shuttle-Service, Leihfahrräder für den innerstädtischen Verkehr und Mietfahrzeuge. Mitte 2018 wurden die ersten drei Telekom-Standorte mit Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Mitarbeiterfahrzeuge ausgestattet. Die Standorte in Darmstadt, Frankfurt, Düsseldorf, Berlin und Hamburg folgen zu Beginn des Jahres 2019.

Ressourcenschonend unterwegs: E-Bikes, Shuttles, Leihräder
Als ressourcenschonende und gesundheitsfördernde Alternative bieten wir unseren Mitarbeitern in Deutschland bereits seit 2015 die Möglichkeit, im Rahmen der Gehaltsumwandlung ein Fahrrad oder E-Bike zu erwerben. Dabei kann mit Unterstützung von Telekom MobilitySolutions für drei Jahre ein Fahrrad über den Arbeitgeber geleast werden. Die monatliche Rate wird vom Bruttoentgelt gezahlt. Das neue Angebot hat sich vom Start weg großer Beliebtheit erfreut. Bis Ende 2018 nutzten bereits über 5 100 Kolleginnen und Kollegen diese Möglichkeit – ein Plus von 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit 2018 haben Beschäftigte zudem die Option auf ein zweites Fahrrad im Rahmen der Gehaltsumwandlung.

Um auch bei Geschäftsreisen unsere CO2-Emissionen zu senken, bieten wir Shuttle-Services zwischen verschiedenen Standorten an, zum Beispiel zum Flughafen Köln/Bonn oder zum ICE-Bahnhof Siegburg. 2018 nutzten rund 125 000 Fahrgäste den Service. Die Buchung erfolgt für die Mitarbeiter komfortabel per App img oder im Intranet.

Für die dienstliche Nutzung bei innerstädtischen Terminen haben unsere Beschäftigten außerdem die Möglichkeit, an mittlerweile über 30 Telekom-Standorten in Deutschland insgesamt 240 Leihräder auszuleihen, teilweise auch E-Bikes. Zusätzlich haben wir als Mobilitätslösung für studentische Aushilfskräfte im Service in fünf Städten weitere 50 Fahrräder ausgeliefert.

Klimaschutz bei Magyar Telekom

Magyar Telekom weiterhin 100 % klimaneutral
Magyar Telekom blieb im vergangenen Jahr erneut vollständig klimaneutral und knüpfte somit an seine Erfolge aus den vergangenen drei Jahren an. Damit überrundete Magyar Telekom in dieser Hinsicht die größten Telekommunikationsunternehmen der Welt. Dieser Erfolg basiert auf dem Einkauf von 100 Prozent erneuerbarer Energie für die ungarischen Tochtergesellschaften, der Verbesserung der Energieeffizienz sowie auf CO2-Kompensation und Energieeinsparungen. 2018 erwarben wir CO2-Zertifikate, mit denen 30 000 Tonnen CO2 kompensiert wurden.

Magyar Telekom verpflichtete sich im letzten Jahr im Rahmen der Initiative „Science Based Targets“, ein wissenschaftsbasiertes Klimaziel festzulegen.
Kommunales Solarenergieprojekt für Mitarbeiter

Kommunales Solarenergieprojekt für Mitarbeiter
2018 wurde ein neues Solarenergieprojekt für Mitarbeiter eingeführt. Die Beschäftigten konnten Solarpanels mieten, die dann auf den Dächern unserer Ausbildungseinrichtungen installiert wurden. Als Dank für ihren Einsatz und Beitrag zu unseren Klimaschutzmaßnahmen erhielten sie Vergünstigungen, wie z. B. ein neues HBO GO-Abonnement für ein Jahr oder ein Elektroauto für das Wochenende.

Stop Wasting – Start Caring!
Um die schädlichen Umweltauswirkungen eines verschwenderischen Umgangs mit Ressourcen zu reduzieren,

  • achtet Magyar Telekom darauf, dass ungenutzte Geräte im Unternehmen einer Nutzung zugeführt werden oder an Mitarbeiter oder externe Partner verkauft bzw.vermietet oder gespendet werden;
  • hat Magyar Telekom an weiteren Standorten die Abfalltrennung eingeführt;
  • verbessert Magyar Telekom die Effektivität technischer Einrichtungen durch den Upgrade bestehender Verträge, die regelmäßige Erneuerung von Sammelstellen und durch entsprechende Kommunikation.

Hauptziel des Unternehmens ist es, seine betrieblichen Abläufe mit einem Mindestmaß an Umweltbeeinflussung durchzuführen. Magyar Telekom achtet dabei besonders auf die Modernisierung, Reparatur und Wiederverwendung seiner Netztechnik. Die Wiederverwendungsrate für Endeinrichtungen beim Kunden beträgt 48 Prozent.

Magyar Telekom halten alle geltenden gesetzlichen Vorschriften ein und informieren unsere Kunden auf unseren Websites über die verschiedenen Möglichkeiten der Entsorgung von Altgeräten und verbrauchten Batterien. Das Volumen dieser Abfälle war rückläufig, obwohl wir Kunden die Möglichkeit geben, zurückgenommene Altgeräte auszutauschen und einen Preisnachlass für neue Geräte zu erhalten.

Magyar Telekom verkauft ausschließlich Produkte, die von der Europäischen Union als energieeffizient zertifiziert sind. Sie erfüllen auch die Umweltstandards gemäß geltendem ungarischem Recht. Herstellererklärungen mit detaillierten Angaben zu Nutzungsdauer, Wiederverwendung, Recycling, verwendeten Materialien und Reparaturmöglichkeiten sind in allen unseren Geschäften erhältlich. Alle von uns erworbenen Netzeinrichtungen müssen unsere hohen Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllen.

Förderung der Nutzung von Elektroautos in den Niederlanden

Um den CO2-Ausstoß seiner Fahrzeugflotte zu reduzieren, führte T-Systems Netherlands im Mai 2014 ein Leasing-Angebot für Elektrofahrzeuge ein. Ladestationen wurden in den Parkbereichen eingerichtet, um ein Laden während der Bürozeiten zu ermöglichen. Auch an unserem neuen Geschäftsstandort in Utrecht wird es eine Ladestation geben.

Elektro- und Hybridfahrzeuge tragen zur Verringerung der CO2-Emissionen bei (siehe Tabelle unten). Nicht nur die Umwelt profitiert von den geringeren CO2-Emissionen – die Fahrer kommen auch in den Genuss von Steuervergünstigungen. Angesichts dieser Vorteile erfreuen sich diese Fahrzeugtypen in den Niederlanden großer Beliebtheit. Dies spiegelt sich auch darin wider, dass Ende 2018 der Anteil der umweltfreundlichen Fahrzeuge an unserer Fahrzeugflotte bei 24,5 Prozent lag. 2019 werden die Steuersätze für Hybridautos angehoben, was sich negativ auf den Anteil auswirken wird.

Fahrzeugtyp CO2-Ausstoß %
Elektrofahrzeug 0 g CO2 2,4
Hybridfahrzeug 36-88 g CO2 14,2
Erdgasfahrzeug  88 g CO2 3,8
Gesamt   20,4