Telekom Logo
  • Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2018
Corporate Responsibility Bericht 2018

Erfolgsfaktor Unternehmenskultur

Birgit Bohle
Birgit Bohle, Personalvorstand und Arbeitsdirektorin der Deutschen Telekom AG


Frau Bohle, Sie haben am 1. Januar 2019 die Aufgaben des Personalvorstands bei der Telekom übernommen. Ihr Karriereweg hat Sie zuvor über McKinsey zur Deutschen Bahn geführt, wo Sie erfolgreich die Rolle der Vorstandsvorsitzenden der DB Fernverkehr AG ausgefüllt haben. Was hat Sie bewogen, zur Telekom zu wechseln?

Die Menschen machen den Unterschied, ob ein Unternehmen nachhaltig erfolgreich ist. Es hat mir immer Freude bereitet, Menschen zu führen, zu leiten und zu motivieren – und so den Geschäftserfolg zu beeinflussen. In meiner neuen Funktion als Personalvorstand bin ich für alle Aufgaben rund um das Personal zuständig – und leiste so mit meinem Team einen wichtigen Beitrag für die Fähigkeiten, die Effizienz und die Motivation aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese neue Herausforderung hat mich gereizt. Und die vielen beeindruckenden Menschen, die ich in den letzten Monaten bei der Telekom kennenlernen durfte, bestätigen meine Entscheidung.

Zudem ist die Telekommunikationsbranche derzeit eine der spannendsten Branchen. Und die Telekom ist der führende Spieler in Europa – wir bauen die digitale Infrastruktur der Zukunft. Unsere innovativen Lösungen verändern unser Leben und die Gesellschaft. Das war für mich ein wichtiger Grund, zur Telekom zu wechseln. Was mir zudem gefällt, ist, dass die Telekom diese Veränderungen verantwortungsvoll gestaltet. Und deshalb freue ich mich auch darauf, diesen Anspruch gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen von Corporate Responsibility weiter zu gestalten.

Kunden- und Mitarbeiterorientierung sind für Sie entscheidende Erfolgsfaktoren. Welchen ersten Eindruck haben Sie diesbezüglich von der Telekom?

Ich sehe, dass in vielen Bereichen bei der Telekom ein echter Aufbruchsgeist herrscht, den man sonst vielleicht eher in einem jüngeren Unternehmen vermuten würde. Hier passiert wirklich viel – unter anderem im Bereich digitaler Arbeitsformen bis hin zu neuen, agilen Methoden. Das sind gute Voraussetzungen, wenn es darum geht, Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen, innovative Produkte zu entwickeln und einen super Service zu bieten. Natürlich dauert es in einem großen Unternehmen seine Zeit, bis neue Entwicklungen ihren Weg in das gesamte Unternehmen finden, das ist klar. Und man muss sich auch immer wieder ganz genau anschauen, was funktioniert und was nicht. Aber ich habe hier in den ersten Monaten schon ganz viel Spannendes gesehen. Ich freue mich sehr darauf, diese Wege mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam zu gestalten.

Welche Rolle spielt das Thema Vielfalt für Sie in diesem Zusammenhang?

Es gibt eine Vielzahl von Studien, die zeigen, dass vielfältige Teams erfolgreicher sind. Vielfalt umfasst da für mich nicht nur das Geschlecht, sondern beispielsweise auch das Alter, den fachlichen Hintergrund und die Nationalität beziehungsweise den Kulturkreis. Durch den Blick über den eigenen Tellerrand entstehen neue Ideen und bessere Ergebnisse.

Kurz nach Ihrem Einstieg bei der Telekom haben Sie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebeten, ihre Gedanken und Wünsche rund um die Unternehmenskultur zu teilen. Was ist die Idee hinter diesem Aufruf?

Welche Kultur ein Unternehmen hat, entscheidet über seinen Erfolg. Die Frage ist, welche Kultur passt zu den künftigen Geschäfts- und Marktentwicklungen? Was motiviert die Menschen? Gehen sie gerne zur Arbeit, fühlen sie sich wertgeschätzt, werden Leistungen anerkannt? Wie wollen wir zusammenarbeiten? Gerade zu Beginn meiner Tätigkeit ist es wichtig, erst einmal „Bestand aufzunehmen“.

Das Feedback ist sehr gut. Wir haben eine starke Kultur und viele unserer Kolleginnen und Kollegen identifizieren sich mit unserem Unternehmen und unserer Marke. Das müssen wir weiter stärken. Und natürlich sehen wir auch Stellschrauben, an denen wir arbeiten müssen, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Das Wichtigste für mich ist: Die Unternehmenskultur darf nicht nur auf dem Papier stehen, sondern muss spürbar gelebt werden.

Die Deutsche Telekom engagiert sich in vielerlei Hinsicht für Gesellschaft und Umwelt. Sehen Sie für 2019 besondere Schwerpunkte, die Sie angehen wollen?

Unser gesellschaftliches Engagement ist in der Tat sehr breit. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern international. Schon seit mehreren Jahren unterstützen wir etwa in Polen Kinder mit körperlichen Behinderungen durch die Kampagne „Hilfe nach Kilometern“. In Rumänien hingegen engagieren wir uns unter anderem für die Förderung des Breiten- und Leistungssports. Schwerpunkt werden nach wie vor Themen sein, die einen unmittelbaren Bezug zu unserem Kerngeschäft haben. Hier ist insbesondere der Klimaschutz zu nennen. Die Digitalisierung führt dazu, dass der Energieverbrauch des Netzes steigt. Deshalb setzen wir uns ehrgeizige Ziele, damit die CO2-Belastung durch unsere Infrastruktur trotz wachsender Datenmengen sinkt. Bereits Ende 2021 wollen wir unseren konzernweiten Stromverbrauch auf 100 Prozent erneuerbare Energien umstellen. Zudem fördern wir die Entwicklung von Produkten und Lösungen, die dank Digitalisierung den Energieverbrauch in anderen Bereichen senken, so zum Beispiel mit unseren Smart-City-Projekten.

Ein weiteres Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, ist Bildung. Als Treiber der Digitalisierung stehen wir in der Verantwortung, dafür Sorge zu tragen, dass Menschen an der Digitalisierung teilhaben und sie zu ihrem Vorteil nutzen können. Dazu gehört eben nicht nur Netzausbau, Datenschutz und Datensicherheit, sondern auch die Förderung von Medienkompetenz und digitalen Fähigkeiten. Das gilt nicht nur für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Lehren und Lernen mit digitalen Medien muss integraler Bestandteil der Schulentwicklung werden, um erfolgreich zu sein. Gemeinsam mit der Telekom Stiftung engagieren wir uns hier im Rahmen des Forum Bildung Digitalisierung auch gezielt an Schulen. Und auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist dies ein besonderes Anliegen. Im Mitarbeiterprojekt „IT@school“ bieten Kolleginnen und Kollegen ehrenamtlich beispielsweise Programmierkurse in Schulen an.