Telekom Logo
  • Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2017
Corporate Responsibility Bericht 2017

Klimaschutz

Hier findet sich eine Auswahl relevanter Inhalte aus dem CR-Bericht 2017. Mehr Informationen befinden sich in den Kapiteln Kunden & ProdukteKlima & Umwelt und Lieferanten. 

Analyse der Nachhaltigkeitsvorteile unserer Produkte fortgesetzt

Ein Baustein unserer integrierten Klimastrategie ist es, die Nachhaltigkeitsvorteile unseres Produktportfolios zu untersuchen. Zusammen mit externen Experten haben wir 2014 begonnen, unser Portfolio anhand von Nachhaltigkeitsaspekten zu analysieren. Das Ergebnis stellen wir mit dem ESG KPI img „Anteil Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug“ dar. Es zeigt: 2017 haben wir bereits 40 Prozent unseres Umsatzes mit solchen Produkten erzielt (ohne T-Mobile USA).

40% des DT Produkt- und Service-Portfolios stiften einen nachhaltigen Benefit

Beispiele für solche Nachhaltigkeitsvorteile sind: reduzierte CO2-Emissionen dank virtueller Meetings anstelle von Geschäftsreisen, eine verbesserte medizinische Versorgung durch E-Health-Lösungen und Ressourcenschonung, indem physische Endgeräte durch digitale Lösungen ersetzt werden (etwa Telefonie über den Laptop anstatt des Festnetz-Telefons).

Insgesamt haben wir bislang 17 Produktgruppen detailliert auf ihren Nachhaltigkeitsbeitrag und die daraus abgeleiteten Geschäftspotenziale untersucht (Stand Ende 2017). Für eine Auswahl dieser Produkte haben wir die Vorteile im Hinblick auf alle drei Säulen der Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial und ökonomisch) grafisch aufbereitet:

Bisher gibt es noch kein branchenweit etabliertes System, das Kunden Nachhaltigkeitsinformationen zu ICT-Produkten und -Dienstleistungen liefert. Mit der Analyse unserer Produkte haben wir uns auf den Weg gemacht, dies zu tun – also herauszufinden, welche Nachhaltigkeitsbeiträge unsere Produkte überhaupt leisten können. In Zukunft werden wir unsere Kunden verstärkt über diese Nachhaltigkeitsvorteile informieren und uns so auch gegenüber dem Wettbewerb positionieren.

Heinz-Gerd Peters

Sie haben Fragen zu diesem Thema?
Fragen Sie unseren Experten:

Heinz-Gerd Peters

Auszeichnungen für Führungsrolle im Klimaschutz

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2017: Die Deutsche Telekom AG ist Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen. Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2017: Die Deutsche Telekom AG ist Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen.
Für unser ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement haben wir im Dezember 2017 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen. Auch unser Engagement für den Klimaschutz, wie zum Beispiel der Betrieb von energieeffizienten Netzen oder die Bereitstellung von Produkten, die unseren Kunden dabei helfen, CO2 einzusparen, trugen zu dieser Auszeichnung bei.
Erneute Aufnahme in das CDP-Ranking Erneute Aufnahme in das CDP-Ranking
2017 haben wir zum zweiten Mal in Folge für das internationale Klimaschutzranking, dem CDP-Ranking, für die A-Liste qualifiziert. Das CDP img würdigt Unternehmen, die besonders transparent und umfassend über ihre CO2-Emissionen berichten. Seit 2014 berichten wir im Rahmen des CDP konzernweit unseren Scope-1- und Scope-2-Emissionen img sowie Scope-3-Emissionen img aus unserer Geschäftstätigkeit in Deutschland und aus fast allen internationalen Gesellschaften.
Deutscher CSR-Preis 2017 - Finalist Deutscher CSR-Preis 2017 - Finalist
Der Deutsche CSR-Preis wird jährlich vom Deutschen CSR-Forum verliehen und würdigt herausragende Leistungen im Bereich CSR (Corporate Social Responsibility) und damit gesellschaftliches Engagement von Unternehmen. Im Jahr 2017 waren wir Finalist in der Kategorie „CO2-Vermeidung als Beitrag zum Klimaschutz“.

Scope-3-Emissionen erfasst

Indirekte Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette – sogenannte Scope-3-Emissionen img – machen den größten Teil unserer Gesamtemissionen aus. Die Erfassung dieser Emissionen erlaubt uns, auf Unternehmens- und Produktebene gezielt Maßnahmen zu ergreifen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Seit 2016 legen wir konzernweit die Scope-3-Emissionen vollständig offen. In Deutschland betrugen diese im Jahr 2017 6 013 202 Tonnen CO2-Äquivalente, ca. 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Gründe für den Anstieg sind gestiegene Investitionen in den Netzausbau und die positive Geschäftsentwicklung: Steigende Kundenzahlen, sowie der Verkauf von höherwertigen Dienstleistungen (insbesondere Triple Play img) führten zu höheren CO2-Emissionen bei der Nutzung unserer Dienste. Im Konzernwert für Deutschland sind 2017 außerdem auch die Emissionen von T-Systems einberechnet.

Den größten Anteil der Scope-3-Emissionen macht die Nutzung der von uns verkauften und vermieteten Endprodukte sowie der Energieverbrauch der zur Nutzung unserer Dienstleistungen verwendeten Geräte aus – sowohl in Deutschland, als auch konzernweit. Ebenfalls bedeutsam sind die Emissionen aus dem Einkauf von Technologie für den Aufbau unserer Netze sowie aus dem Einkauf von Endgeräten und anderen Waren und Dienstleistungen.

CO2e-Emissionen (Scope 1-3)

Interaktive Grafik

  • 48%
  • 1%
  • 16%
  • 35%
  • Emissionen aus vorgelagerten Aktivitäten

    Scope 3

    9 418 kt CO2e

    Transportdienst­leistungen, erworbene Produkte und Dienstleistungen, Kapitalgüter, Produktionsabfälle, Energie- und Kraftstoffvorketten, Geschäftsreisen und Weg zur Arbeit.

    Emissionen aus den eigenen Aktivitäten der Telekom

    Scope 1

    284 kt CO2e
    Betrieb der Anlagen, Gebäude und Fahrzeuge der Deutschen Telekom.
    Emissionen aus eingekaufter Energie

    Scope 2

    3 114 kt CO2e
    Erzeugung der von der Deutschen Telekom eingekauften Mengen Strom- und Fernwärme.
    Emissionen aus nachgelagerten Aktivitäten

    Scope 3

    6 889 kt CO2e
    Transport verkaufter Produkte zum Kunden, Nutzung verkaufter und vermieteter Produkte sowie Entsorgung und Verwertung verkaufter Produkte.
Für mehr Informationen klicken Sie bitte auf die Prozent-Werte.

2017 erfassten wir neben den Landesgesellschaften Albanien, Mazedonien und Montenegro erstmalig auch die Scope-3-Emissionen der T-Systems Einheiten, was ebenfalls zum Anstieg des Konzernwerts um 27% gegenüber 2016 beigetragen hat. Die Werte der USA, sowie von wenigen europäischen Ländern aus 2016 wurden aufgrund von Neuberechnungen beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen nach oben korrigiert.

Überblick Scope-3-Emissionen (t CO2e)
Landesgesellschaft 2016 2017 Jahresvergleich
Deutschland (inkl. T-Systems) 4 879 850 6 013 202
 
Ungarn  572 533 672 046
 
Kroatien  320 386 363 383
 
Slowakei  265 095 327 906
 
Griechenland  1 243 149 1 049 535
 
Rumänien  500 539 660 381
 
Österreich  116 802 141 762
 
Tschechien  185 787 226 466
 
Niederlande  190 656 211 694
 
Polen  362 078 572 403
 
Albanien   7 507 2017 erstmalig erfasst
Mazedonien   33 028 2017 erstmalig erfasst
Montenegro   20 535 2017 erstmalig erfasst
USA 4 217 941 5 768 480
 
T-Systems (ohne Dtl.)   239 195 2017 erstmalig erfasst
Summe 12 854 817 16 307 523
 
Andreas Kröhling

Sie haben Fragen zu diesem Thema?
Fragen Sie unseren Experten:

Andreas Kröhling

Messbarer Erfolg: Weniger CO2-Verbrauch in Rechenzentren

Auch bei dem Betrieb und der Planung unserer Rechenzentren (RZ) verfolgen wir das Ziel, unsere CO2-Emissionen zu reduzieren. Wir gehen dabei in zwei Stufen vor: Zunächst steht die Optimierung des Energieverbrauchs der einzelnen RZ-Standorte im Vordergrund, anschließend die übergeordnete Verbesserung von Prozessen über die weltweite RZ-Landschaft hinweg.

Zentraler Indikator für Effizienzsteigerung in unseren RZ ist der sogenannte PUE-Wert. Zwischen 2008 und 2017 konnte der durchschnittliche PUE-Wert der deutschen T-Systems-Rechenzentren von 1,85 auf 1,54 gesenkt werden. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Wert 2017 konstant. Grund hierfür ist die laufende Konsolidierung der Rechenzentren, bei der Applikationen aus weniger energieeffizienten Standorten in neue, hocheffiziente RZ überführt werden. Dadurch steigt der PUE-Wert der aufgegebenen RZ kurzzeitig an. In Summe führte dieser Prozess im Berichtsjahr zu einem konstanten PUE-Wert über alle Rechenzentren hinweg.

Die Rechenzentren werden energieeffizienter

Seit 2013 läuft das Programm „DC11@2018“ zur Verbesserung von Prozessen über die weltweite RZ-Landschaft hinweg. Dabei wird die sogenannte physikalische Konsolidierung der Rechenzentren (also die Reduktion der RZ-Flächen und -Standorte) mit logischen Konsolidierungen (also der Virtualisierung img von RZ-Infrastruktur) verknüpft. Das Programm „DC11@2018“ hat zum Ziel, weltweit Rechenzentrumskapazität in sogenannten FMO-Rechenzentren (Future Mode of Operation) mit neuester IT-Technologie zusammenzuführen. Auch 2017 blieben wir mit dem Programm im Zeitplan. Im Zuge der physikalischen Konsolidierung nahmen wir drei alte Rechenzentren in Deutschland vom Netz. Parallel haben wir die Klimatisierung in den bestehenden Rechenzentren in Biere und München weiter optimiert.

Nach Abschluss des Programms Ende 2018/Anfang 2019 wird konzernweit in allen FMO-Rechenzentren ein gemittelter PUE-Wert von 1,4 angestrebt. Ende 2017 lagen wir bereits bei einem PUE-Wert von 1,51. Voraussetzung für die Zielerfüllung ist eine homogene IT-Landschaft in Verbindung mit einer optimalen Auslastung der RZ-Infrastruktur, der IT-Hardware und der auf den Systemen eingesetzten Software. Aktuelle Planungen des Programms sehen für das Jahr 2020 eine kumulierte CO2-Reduktion von bis zu 51 Prozent gegenüber 2012 vor.

Für unser hocheffizientes Rechenzentrum in Biere haben wir uns einen PUE-Zielwert von 1,3 gesetzt. Für die Zielerreichung sind unter anderem die Einhaltung eines vorgegebenen Temperaturniveaus und eine Auslastung der Kapazitäten von mindestens 80 Prozent notwendig. Den PUE-Zielwert konnten wir 2017 noch nicht erreichen.

Blockheizkraftwerke sparen CO2-Emissionen

Zusätzlich zum konventionellen Strombezug aus dem Netz setzen wir Blockheizkraftwerke (BHKW) ein. Im Jahr 2017 nahmen wir ein neues BHKW-Modul am Standort Berlin in Betrieb. Der Großteil unserer nun insgesamt 32 Anlagen in Deutschland (Stand Ende 2017) versorgt unsere Netzknotenpunkte mit Energie: Die BHKW wandeln die eingesetzte Energie aus Gas in Nutzenergie (Strom und Wärme) um. Mit der Abwärme beheizen wir direkt vor Ort unsere Bürogebäude. Dadurch erreichen die Kraftwerke einen Gesamtnutzungsgrad von bis zu 90 Prozent. Im Vergleich dazu liegt der Gesamtnutzungsgrad von konventionell erzeugtem Strom aus dem allgemeinen deutschen Stromnetz nur bei rund 40 Prozent. So können wir durch den Einsatz von BHKW die CO2-Emissionen unseres Netzbetriebs verringern.

Nachhaltiges Stadtteilkonzept
In Berlin führt eine Nahwärmeleitung von unserem BHKW zu einer benachbarten Schule. Mit der Abwärme des Kraftwerks konnte 2017 der Heizbedarf der Schule und ihrer Turnhalle vollständig gedeckt werden. Dies hilft den CO2-Ausstoß um bis zu 700 Tonnen im Jahr zu reduzieren.

Nach Sanierung sparen BHKW zusätzlich Ressourcen
Im Oktober 2017 haben wir die Sanierung von zwei BHKW-Anlagen abgeschlossen. In beiden Anlagen wird nun mithilfe einer Absorptionskältemaschine die Abwärme in Kälte umgewandelt und für die Kühlung von Netzknoten img genutzt. Um dort den Wasserverbrauch für die Klimatisierung weiter zu reduzieren, wurden zusätzlich umweltfreundliche Trockenkühler errichtet. Die Folge: Den für den Betrieb der Anlagen notwendigen Einsatz von Wasser und Chemikalien können wir fortan deutlich reduzieren.

Unsere Strategie für klimaschonende Mobilität

Um unser Flottenmanagement klimaschonend auszurichten, verfolgen wir eine Strategie, die auf drei Säulen beruht:

Unser Beitrag zu den SDG

  • Richtig dimensionieren („Rightsize“): Auswahl angemessen dimensionierter, energieeffizienter und schadstoffarmer Fahrzeuge. Durch die Einführung der Green Car Policy haben wir zudem Anreize für Fahrer von Geschäftsfahrzeugen geschaffen, verstärkt kleinere, verbrauchsoptimierte Fahrzeuge zu wählen.
  • Wirtschaftlich gestalten („Economize“): Förderung einer kraftstoffsparenden und damit emissionsarmen Fahrweise durch Fahrertrainings.
  • Ersetzen („Substitute“): Pilotierung und Erprobung alternativer Mobilitätskonzepte.

Bis 2020 wollen wir die durchschnittlichen CO2-Emissionen aller neu angeschafften Pkws (Geschäfts- und Dienstfahrzeuge) in Deutschland auf 95 g CO2/km senken.

Alternative Antriebe in unserer Flotte
Durch die Anschaffung von Fahrzeugen mit alternativen Antriebs- beziehungsweise Kraftstoffsystemen können wir die CO2-Emissionen unserer Flotte weiter verringern. Bereits seit Längerem setzen wir hierfür punktuell Erdgas- und Elektrofahrzeuge ein. Kurz- und mittelfristig werden wir den Anteil alternativer Antriebe in der Flotte deutlich erhöhen. Im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Flotte werden wir in Zusammenarbeit mit den Einheiten gezielt Erdgas- oder Elektrofahrzeuge einsetzen, wo Nutzung und Einsatzprofile dies zulassen.

Breite Auswahl an Mobilitätsformen
Darüber hinaus unterstützen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Klimaschutz, indem wir ihnen zum Beispiel vergünstigte Fahrkarten für den öffentlichen Regional- und Nahverkehr anbieten. Außerdem setzen wir auf weitere zeitgemäße Formen der Mobilität. Dazu gehören unser seit zehn Jahren bestehender Shuttle-Service an verschiedenen Standorten, Leihfahrräder für den innerstädtischen Verkehr und Mietfahrzeuge. Unsere Mitarbeiter profitieren zudem von der Möglichkeit, attraktive Fahrradmodelle und E-Bikes über ein Gehaltsumwandlungsmodell erwerben zu können.

ESG KPI „Carbon Intensity“ Deutsche Telekom Konzern

Seit 2016 berichten wir den ESG KPI img „Carbon Intensity“. Anders als der in den Vorjahren genutzte ESG KPI „CO2-Emissionen“ setzt dieser die CO2-Emissionen ins Verhältnis zum bewältigten Datenvolumen. Mit dem Datenvolumen als Bezugsgröße wird eine direkte Verknüpfung zur Leistungsfähigkeit unserer Netze hergestellt. Der KPI wird für Deutsche Telekom Konzern EU sowie T-Mobile US erfasst.

ESG KPI „Carbon Intensity“ Deutsche Telekom Konzern

  Daten durch PwC geprüft. Detaillierte Prüfkommentare siehe „Konzern DT in Deutschland“.

Im Zähler des ESG KPI wird der gesamte CO2-Ausstoß aller Energieträger – Treibstoff, Gas, Fernwärme und Strom – berücksichtigt. Das Datenvolumen setzt sich zusammen aus dem transportierten IP-Datenvolumen (u. a. IP-Telefonie, Internet, IP-TV). 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

Der ESG KPI img „Carbon Intensity“ ist relevant für den GRI-Indikator GRI 305-4 (Intensität der THG-Emissionen). Die Angabe ist relevant für die EFFAS-Kennzahl E02-01 (Treibhausgasemissionen Scope 1-3). Sie ist weiterhin relevant für das Kriterium 13 (Klimarelevante Emissionen und Ziele) des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Sie dient außerdem unserer Berichterstattung im Sinne der Global Compact-Prinzipien 7 (Vorsorgeprinzip) und 8 (verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt).