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Corporate Responsibility Bericht 2017

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender, Bonn, Deutschland
Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender, Bonn, Deutschland

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2017 ging mit einem echten Höhepunkt für die Deutsche Telekom zu Ende: Im Dezember haben wir für unser ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten. Ich freue mich, dass mit dieser Auszeichnung nicht nur unsere langjährige Arbeit anerkannt wird – sondern auch, wie wir die Chancen der Digitalisierung für eine bessere Zukunft nutzen.

Dieser positive Jahresabschluss war für mich wichtig. Denn wenn man das Jahr Revue passieren lässt, gab es 2017 erneut auch viel Anlass zur Sorge: anhaltende kriegerische Auseinandersetzungen, die Menschen dazu zwingen, aus ihrer Heimat zu fliehen. Eine politische Rhetorik, die Konflikte verschärft, anstatt sie zu entspannen. Ein aufkeimender Nationalismus, der auf Spaltung setzt und nicht auf Kooperation. Und fatale Ignoranz gegenüber den Folgen des Klimawandels, die droht, mühsam erarbeitete Fortschritte der letzten Jahre zunichtezumachen.

Doch wer angesichts dessen resigniert die Hände in den Schoß legt, zieht die falschen Schlüsse. Ich bin überzeugt: Eine klare Haltung war selten so wichtig wie heute. Das gilt nicht nur für jeden Einzelnen, sondern gerade auch für uns als Unternehmen. Die Werte, für die die Deutsche Telekom steht, gilt es zu verteidigen. Wir sind ein europäisches Unternehmen und glauben an die europäische Vision vom gemeinsamen Wohlstand und von sozialer Sicherheit. Unser Markenmotto heißt nicht umsonst: Life is for sharing. Wir wollen Gemeinschaft durch Digitalisierung ermöglichen in Europa und darüber hinaus. Und: Wir stehen für Optimismus. Denn um der nächsten Generation eine lebenswerte Welt zu hinterlassen, müssen wir der Zukunft mutig und neugierig entgegengehen.

Der stärkste Antrieb dafür ist die Digitalisierung. Sie ermöglicht Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel, in der Medizin und im Bildungswesen, schafft lebenswertere Städte und bringt neue Produkte für einen nachhaltigeren Alltag hervor. Die Rolle der Telekom dabei? Wir sind „Enabler“, also Ermöglicher: So wollen wir unseren Beitrag leisten, damit die Digitalisierung ihr volles Potenzial für eine nachhaltigere Entwicklung entfalten kann.

Die Basis legen wir mit unseren Investitionen: Pro Jahr investieren wir allein in Deutschland mehr alsMilliarden Euro, insbesondere in den Ausbau unserer Netze. Mit 45 000 Kilometern betreiben wir bereits heute das größte Glasfasernetz Deutschlands. Unsere Verantwortung endet aber nicht damit, allein den technischen Zugang bereitzustellen. Der Schlüssel zu einer gleichberechtigten Teilhabe aller an der Wissens- und Informationsgesellschaft heißt Medienkompetenz – gerade heute, in Zeiten von Fake News, Filterblasen, Cybermobbing img oder Hasskommentaren. Deshalb liegt hier ein Schwerpunkt unseres gesellschaftlichen Engagements.

Bei allem Optimismus dürfen wir nicht die Augen davor verschließen, dass manche Menschen negative Folgen der Digitalisierung fürchten. Deshalb setzen wir uns intensiv mit der Frage auseinander, was unternehmerische Verantwortung im digitalen Zeitalter bedeutet. Innerhalb unseres Konzerns heißt das vor allem, dass wir unsere Mitarbeiter stärken, mit den Veränderungen umzugehen, unsere Qualifizierungen neu ausrichten und lebenslanges Lernen fördern. Darüber hinaus wollen wir Impulse für die gesellschaftliche Debatte setzen: über unser Konzernportal „Digitale Verantwortung“ und gemeinsam mit Partnern in der Unternehmensinitiative „Charta digitale Vernetzung“. Nicht zuletzt gilt es, durch konsequenten Einsatz für Datensicherheit und Datenschutz das Vertrauen der Nutzer zu stärken.  

Brücken in eine nachhaltige Zukunft zu bauen, ist für mich eine Frage der Grundsätze. Deshalb möchte ich unser Bekenntnis zu den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen und zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex noch einmal ausdrücklich betonen.

Ihr
Tim Höttges