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Corporate Responsibility Bericht 2017

Mobilfunk und Gesundheit (EMF)

Elektromagnetische Felder (EMF img) sind ein wesentlicher Baustein unserer vernetzten Welt – auch wenn wir sie nicht direkt wahrnehmen können. Ihre gesundheitlichen Auswirkungen werden immer wieder diskutiert. Im Mobilfunk ist es von grundlegender Bedeutung, sicherzustellen, dass von den verwendeten EMF keine Belastung für Mensch oder Umwelt ausgeht.

Die Wirkung elektromagnetischer Felder wurde in den letzten Jahrzehnten durch zahlreiche wissenschaftliche Studien gründlich erforscht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung und gab zuletzt im Oktober 2014 hierzu eine Stellungnahme ab. Darin kommt sie zum Schluss, dass die geltenden Grenzwerte für elektromagnetische Felder die sichere Nutzung des Mobilfunks gewährleisten, aber weiterer Forschungsbedarf besteht.

Die Telekom hat sich zu einer aktiven Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Forschung zu Mobilfunk und Gesundheit verpflichtet und informiert auf der Konzernwebsite ausführlich über den aktuellen Stand der Technik und der wissenschaftlichen Risikobewertung durch Expertengremien. So haben wir etwa eine Broschüre mit dem Titel „Fakten zu Mobilfunk und Gesundheit“ veröffentlicht und 2017 überarbeitet. Das Dokument ist auf unserer Konzernwebsite verfügbar.

So setzen wir uns für sicheren Mobilfunk ein

Wir wollen unsere Mobilfunk-Infrastruktur, unsere Produkte sowie die zugrunde liegenden Prozesse so ressourceneffizient, sicher und gesundheitsverträglich wie möglich gestalten. In Deutschland liefern hierfür insbesondere die freiwillige Selbstverpflichtung der Mobilfunk-Betreiber sowie die Verbändevereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden den Rahmen. Die Umsetzung der freiwilligen Selbstverpflichtung wird alle zwei Jahre von externen Gutachtern überprüft. Zuletzt übergaben wir der Bundesregierung 2016 das Mobilfunk-Gutachten. Außerdem unterstützen wir in Kooperation mit Telefónica das Informationsportal www.informationszentrum-mobilfunk.de.

Unser Beitrag zu den SDG

Eine übergeordnete Rolle spielt unsere 2004 verabschiedete, konzernweit gültige EMF-Policy. Diese beinhaltet einheitliche Mindestanforderungen für den Bereich Mobilfunk und Gesundheit, die weit über die jeweiligen nationalen gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Mit ihr geben wir unseren Landesgesellschaften einen verbindlichen Rahmen vor, um einen konzernweit einheitlichen, verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema „Mobilfunk und Gesundheit“ sicherzustellen. Sämtliche Landesgesellschaften haben die EMF-Policy formell anerkannt und die geforderten Maßnahmen weitestgehend umgesetzt.

Mit der EMF-Policy verpflichten wir uns zu folgenden Maßnahmenpaketen:

EMF-Policy

Transparenz
Information
Partizipation
Wissens­förderung
und Partnerschaft
Transparenz

Wir setzen uns für Offenheit in allen Belangen des Mobilfunks ein. Sämtliche relevanten Informationen über unsere Mobilfunkanlagen in Deutschland sind öffentlich zugänglich, beispielsweise über die EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur.

Information

Wir stellen verständliche Verbraucherinformationen bereit und betreiben eine sachliche und fundierte Informationspolitik. Auf der Konzernwebsite bieten wir Interessierten aktuelle Informationen an. Außerdem klären wir unsere Kunden in den Produktinformationen über die SAR-Werte der Geräte auf. Informationen hierzu sind außerdem in vielen unserer Shops, über unsere kostenlose Umwelt-Hotline oder per Mail erhältlich.

Partizipation

Baim Netzausbau setzen wir auf enge Zusammenarbeit und einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten, zum Beispiel mit Kommunen. Es ist unser Ziel, einvernehmliche Lösungen zu finden und tragfähige Kompromisse auszuhandeln. Wichtige Voraussetzungen hierfür sind ein fairer Umgang mit kritischen Argumenten und Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen.

Wissens­förderung und Partnerschaft

Unsere Leitlinien verlangen zielgerichtete Forschungsförderung, fachliche Exzellenz, Transparenz, Objektivität und Verständlichkeit

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Die Umsetzung der EMF-Policy wird kontinuierlich geprüft. Die Ergebnisse nutzen wir, um einzelne Aspekte zu verbessern und gemeinsam in verschiedenen Arbeitsgruppen wie unserem „EMF img Core Team“ oder der „EMF Technical Working Group“ Lösungen zu erarbeiten.

Cornelia Szyszkowitz

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Cornelia Szyszkowitz

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Evaluation und Umsetzung der EMF-Policy

Wir wollen unsere EMF-Policy im gesamten Konzern lückenlos umsetzen. Hierbei unterstützen wir die Landesgesellschaften mit spezifischen Arbeitsinstrumenten. Beispielsweise haben wir einheitliche Grundsätze für die Forschungsförderung formuliert und diese auf der Telekom-Website veröffentlicht. Die Landesgesellschaften berücksichtigen diese Grundsätze bei ihren eigenen Förderprogrammen. Darüber hinaus setzen wir bewusst auf die Eigeninitiative der Landesgesellschaften und ermutigen sie, ihre Maßnahmen stetig weiter zu verbessern, auch wenn sie die EMF-Policy bereits vollständig implementiert haben. Dabei spielt der Dialog zwischen den Telekom-Landesgesellschaften und anderen Netzbetreibern sowie Verbrauchern, Politikern und der Wissenschaft eine zentrale Rolle.

Regelmäßige Überprüfungen zeigen uns, dass in allen Handlungsfeldern an der Umsetzung der EMF-Policy gearbeitet wird. Zugleich arbeiten wir daran, landesspezifische Aktivitäten weiter zu entwickeln:

2016 haben wir „Small Cells“ eingeführt, eine innovative und leistungsstarke Mobilfunk-Technologie. Small Cells, zu Deutsch Kleinzellen, ergänzen unser Mobilfunknetz mit zusätzlichen Kapazitäten an Orten mit hohem Verkehrsaufkommen. Dabei weisen Small Cells grundsätzlich weniger starke elektromagnetische Felder auf als herkömmliche Makrozellen, wie sie in den Mobilfunknetzen verwendet werden. Aufgrund der geringen Entfernung kann die Sendeleistung des Mobiltelefons mithilfe der Small Cells reduziert werden. Da gerade die Sendeleistung des Handys in vielen Fällen die dominante Quelle elektromagnetischer Felder in der unmittelbaren Umgebung ist, führt ihre Reduzierung besonders wirkungsvoll zu einer Verringerung der persönlichen Belastung. 2017 haben wir in Zusammenarbeit mit der TU Ilmenau die RWTH Aachen mit einer Studie beauftragt. Darin sollten praxisnahe Verfahren erarbeitet werden, um die Einwirkung von Small Cells auf Mensch und Umwelt zu bewerten. Die Ergebnisse wurden im Oktober 2017 in einem Workshop mit Vertretern von wissenschaftlichen Instituten und zuständigen Behörden diskutiert.

Bereits seit 2016 führt die Landeshauptstadt München gemeinsam mit der Deutschen Telekom ein vom Münchner Stadtrat beschlossenes Pilotprojekt für den Aufbau innovativer Small Cells durch. Im Zuge des Projekts wurden Small-Cells-Standorte vermessen und die Ergebnisse der Stadt München im Juli 2017 vorgestellt.

In Österreich gibt das BürgerInnen Forum Mobilkommunikation allen interessierten Bürgern die Möglichkeit, Experten online und direkt Fragen zum Mobilfunk zu stellen. Das Forum ist eine Initiative des Forums Mobilkommunikation (FMK). Mit der Zeit hat es sich zu einer Wissensplattform weiterentwickelt, auf der sich Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um die Themen „Mobilfunk-Technik“ und „Mobilfunk & Gesundheit“ finden.

Cornelia Szyszkowitz

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