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Corporate Responsibility Bericht 2017

Cyber Security

Kriminelle Hacker professionalisieren sich mit rasender Geschwindigkeit. Von den Schäden betroffen sind Privatnutzer ebenso wie öffentliche Stellen, Unternehmen oder das Militär. Schwachstellen in Computersystemen werden oft bereits nach wenigen Stunden vollautomatisch ausgenutzt.

Als verantwortungsvoller ICT-Anbieter stellen wir uns dieser Entwicklung entschieden entgegen. Es gehört zu unserem Geschäftsmodell, unseren Kunden ein hohes Maß an Sicherheit zu gewähren und die Daten und Infrastrukturen unserer Nutzer konsequent vor unerlaubtem Zugriff zu schützen.

So schützen wir uns und unsere Kunden

Auf Basis unserer Konzernstrategie treiben wir unser Geschäft mit Security-Produkten und -Dienstleistungen in Europa voran. 2016 haben wir dazu konzernweit alle Sicherheitsbereiche unter einem Dach gebündelt und so die Kapazitäten erweitert, um Cyberangriffe nicht nur frühzeitig zu erkennen, sondern auch schnell Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Anfang 2017 hat unsere Einheit Telekom Security den Betrieb aufgenommen. Sie bearbeitet Themen der internen Sicherheit und entwickelt Sicherheitslösungen für Privat- und Geschäftskunden. So können wir noch besser unseren Kunden passende Security-Lösungen über die gesamte Wertschöpfung anbieten: von der Produktentwicklung über sichere und leistungsfähige Netze und Hochsicherheitsrechenzentren bis zu Anwendungen und individueller Beratung.

Zur Abwehr von Angriffen entwickeln wir laufend neue Verfahren. Dazu haben wir bereits 2014 ein eigenes Cyber Defense Center in Bonn eingerichtet. Dort analysieren wir Verhaltensmuster im Netz und erarbeiten Verteidigungsstrategien. Im Oktober 2017 haben wir das Zentrum zum integrierten Cyber Defense und Security Operation Center (SOC) ausgebaut. Das neue Abwehrzentrum ist eines der größten und modernsten Europas: Nahezu vollautomatisiert analysiert es jeden Tag eine Milliarde sicherheitsrelevanter Daten aus rund000 Datenquellen. Außerdem bearbeitet die Cyberabwehr täglich etwa000 Anfragen, filtert circa000 Viren und Schadsoftwares heraus und untersucht im Schnitt 10 Millionen bei uns eingehende E-Mails auf Spam. So schützen wir unsere Infrastruktur – und somit auch die Daten unserer Kunden. Im neuen SOC in Bonn und den angeschlossenen nationalen und internationalen Standorten arbeiten rund 200 Sicherheitsexperten rund um die Uhr.

Die Maßnahmen, die wir gegen Cyberangriffe auf unsere eigene Infrastruktur ergreifen, bieten wir auch anderen Unternehmen an: Mehr als 30 deutsche DAX- und mittelständische Unternehmen nutzen unsere Leistungen bereits für ihren eigenen Schutz.

Neue Gefahren erfordern neue Lösungen
Aus technologischen Neuentwicklungen können sich auch Gefahren ergeben. Deshalb entwickeln wir gezielt Maßnahmen, um mögliche neue Sicherheitsrisiken abzuwenden – etwa im Zusammenhang mit Drohnen. Gemeinsam mit unserem Partner Dedrone haben wir das Magenta Drohnenschutzschild entwickelt. Auf dem „Drone Detection Day 2017“ haben wir das Drohnenschutzschild zusammen mit der Deutschen Flugsicherung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Kooperationen im Dienste der Sicherheit
Cyber Security ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Um die Zusammenarbeit in der digitalen Gefahrenabwehr weiter zu verbessern, veranstalten wir zusammen mit der Münchner Sicherheitskonferenz regelmäßig den Cyber Security Summit, zuletzt im Juni 2017. Zum zweiten Mal haben wir 2017 außerdem den Fachkongress Magenta Security ausgerichtet.

Weltweit arbeiten wir zudem mit Forschungseinrichtungen, Industriepartnern, Initiativen, Standardisierungsgremien, öffentlichen Institutionen und anderen Internet-Dienstleistern zusammen. Gemeinsam wollen wir der Cyberkriminalität entgegentreten und die Internet-Sicherheit verbessern. Beispielsweise kooperieren wir bundesweit mit dem Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) und auf EU-Ebene mit der Europäischen Agentur für Netzwerk- und Informationssicherheit (ENISA).

Über unsere vielfältigen Datenschutzaktivitäten berichten wir tagesaktuell auf unserer Konzernwebsite unter Datenschutz und Datensicherheit.

Fortschritte

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Cyber Security Summit

Gemeinsam mit der Münchner Sicherheitskonferenz haben wir im Juni 2017 zum fünften Mal den Cyber Security Summit (CSS) ausgerichtet. Veranstaltungsort war Tel Aviv. Israel ist eines der führenden Länder im Bereich der Cybersicherheit.

Auf dem CSS tauschten sich etwa 150 hochrangige internationale Politiker, Top-Manager und Wissenschaftler über die größten Herausforderungen der Cybersicherheit aus und gaben Impulse für Lösungsansätze. Die Weiterentwicklung internationaler Cyberstrategien wurde dabei ebenso diskutiert wie Konzepte zum Schutz kritischer Infrastrukturen in einer vernetzten Welt.

Fachkongress Magenta Security

Wie schütze ich mich und mein Unternehmen richtig vor Cyberangriffen? Was sind die neusten Security-Trends und Lösungen? Wie hoch ist das Risiko, dass Wahlen in Deutschland gehackt werden? Fragen wie diese standen im Mittelpunkt des Magenta-Security-Kongresses, der am 20. und 21. Juni 2017 in München stattfand. Dort informierte die Deutsche Telekom bereits zum zweiten Mal gemeinsam mit Experten der Security-Branche, nationalen und internationalen Partnern sowie Kunden über aktuelle Entwicklungen im Bereich Cybersicherheit.

IT-Schutzschild zur Drohnenabwehr

Drohnen können viele Prozesse einfacher und effizienter machen – etwa in der Film- und Vermessungstechnik oder der Logistik. Die technischen Möglichkeiten von Drohnen lassen sich jedoch auch für illegale und kriminelle Zwecke missbrauchen. Seit Ende 2016 bieten wir unseren Kunden mit dem Magenta Drohnenschutzschild eine IT-Lösung, die sie vor der zunehmenden Gefahr durch private Drohnen schützt. Geschäftskunden mit kritischen Infrastrukturen, Rechenzentren, Stadien und Behörden können damit ihr Gelände gegen ferngesteuerte Flugobjekte absichern und so Spionage, Schmuggel und Vandalismus vorbeugen.

Um das Magenta Drohnenschutzschild zu entwickeln, haben wir zunächst die weltweit führenden Systeme zum Aufspüren und Abwehren von Drohnen intensiv getestet. Die besten Technologien haben wir anschließend zusammen mit unserem Partner Dedrone in einem integrierten Angebot gebündelt. Der von Dedrone entwickelte „DroneTracker“, der in einer speziellen Telekom-Version Teil des Magenta Drohnenschutzschilds ist, spürt Drohnen mithilfe verschiedener Sensoren wie Videokameras, Frequenzscannern und Mikrofonen auf. Zusätzlich unterstützen wir unsere Kunden dabei, der Gefahr durch Drohnen durch organisatorische Maßnahmen zu begegnen und gegebenenfalls auch elektronische Störmaßnahmen einzusetzen. Für den Einsatz elektronischer Störmittel sind Genehmigungen der zuständigen Behörden erforderlich.

„Drone Detection Day“ 2017
Auf dem „Drone Detection Day“ im Juli 2017 im hessischen Langen haben wir gemeinsam mit der Deutschen Flugsicherung auf die Herausforderungen der zunehmenden Drohnennutzung aufmerksam gemacht. Außerdem wurde das Magenta Drohnenschutzschild der Öffentlichkeit vorgestellt: Das Schutzschild erkannte zuverlässig unterschiedliche Drohnentypen, die verschiedene Gefährdungsszenarien simulierten, und warnte vor ihnen.