Telekom Logo
  • Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2017
Corporate Responsibility Bericht 2017

Nachhaltige Produkte und Dienste

Mit unseren Produkten, Diensten und Aktivitäten können wir zur Bewältigung ökologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen – dies zeigt ein Abgleich mit den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nationen. Denn Informations- und Telekommunikationstechnologie (ICT) ermöglicht Industrie, Dienstleistern und Verbrauchern nachhaltiger zu werden. Ein Beispiel: Laut der GeSI SMARTer2030-Studie können im Jahr 2030 durch gezielten Einsatz von ICT 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit vermieden werden Zugleich birgt sie enormes Marktpotenzial: Die Studie schätzt, dass bis 2030 durch ICT-gestützte Services zusätzliche Umsätze in Höhe von etwa 6,5 Billionen US Dollar generiert werden.

 Nachhaltigkeit bedeutet aber nicht nur Klimaschutz, sondern hat in Bezug auf ICT auch andere Dimensionen: So kann Technologie beispielsweise einen Beitrag dazu leisten, den Verbrauch von Ressourcen zu reduzieren. Im Rahmen von „Smart City“-Projekten, also der Digitalisierung von Städten, kann sie dafür sorgen, dass der Verkehr besser und somit schadstoffärmer fließt oder reduziert wird, etwa durch Apps zur Parkplatzsuche und lässt Straßenbeleuchtungen ressourcenschonender arbeiten.

ICT kann jedoch noch mehr: Sie ist auch die Voraussetzung für nachhaltigeres Wirtschaften. In unserem aktuellen Konsummodell werden Produkte nach der Nutzung meist weggeworfen. So gehen wertvolle Rohstoffe verloren, während Müllberge wachsen. Einen vielversprechenden Lösungsansatz bietet die Idee der Kreislaufwirtschaft. Dabei gelangen Rohstoffe durch Recycling wieder in den Produktionsprozess. Einen Schritt weiter geht die Idee der „Shared Economy“. Sie besagt: teilen statt besitzen. Dadurch reduziert sich die Zahl an Gebrauchsgegenständen pro Kopf. Außerdem kann durch Reparieren von Gegenständen deren Lebensdauer verlängert werden. Beides spart wertvolle Ressourcen. Viele Shared-Economy-Konzepte wie Car-Sharing oder Stadträder wären ohne digitale Vernetzung gar nicht möglich.

 
  • Die Menschheit verbraucht Ressourcen von 1,5 Erden. Wie lange geht das noch gut?

    In der Tat: Wir Menschen leben über unsere Verhältnisse und sprengen sozusagen damit unseren Kreditrahmen. Alle natürlichen Ressourcen, die ab August verbraucht werden, kann unsere Erde in diesem Jahr nicht mehr natürlich regenerieren. Dass das auf Dauer nicht gutgehen kann, liegt also auf der Hand. Wir alle kennen Probleme wie Überfischung der Meere, Abholzung der Wälder oder immer größere Abfallberge oder aber auch die Zunahme von CO2 in der Atmosphäre – und damit natürlich auch einhergehend die Naturkatastrophen, die uns immer mehr heimsuchen.

    Die derzeitige Art zu wirtschaften geht also nicht nur zulasten zukünftiger Generationen, sondern aktuell auch zulasten von Menschen in ärmeren Ländern. Wir müssen uns also wirklich etwas einfallen lassen. Wenn wir alle, die Menschheit, auf Dauer einen guten Lebensstil führen wollen, müssen wir weg von der Wegwerfgesellschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft.

  • Was bedeutet Kreislaufwirtschaft und wie kann sie helfen?

    In der Kreislaufwirtschaft sollen die eingesetzten Rohstoffe über den Lebenszyklus einer Ware oder eines Produkts hinaus wieder vollständig in den Produktionsprozess zurückgelangen. Das ist jetzt eine sehr theoretische Erläuterung. Was heißt das denn nun wirklich genau? Kreislaufwirtschaft hat sehr viele verschiedene Facetten. Eine davon ist unter anderem die Wiederverwertung. Also ein Produkt soll nicht gleich weggeschmissen werden, soll einfach länger gebraucht werden und wiederverwertet werden. Recycling ist ein anderes Thema oder reparieren, und wieder einsetzen ist ein Thema oder auch einfach die längere Nutzungsdauer. All das sind wichtige Faktoren einer Kreislaufwirtschaft.

  • Haben Sie vielleicht ein Beispiel dazu?

    Handys: Millionen gebrauchte Handys liegen bei uns in den Schubladen in Deutschland alleine. Und das ist ein nicht unerheblicher Rohstoffschatz. Die wertvollsten Rohstoffe dabei sind Gold, Silber und Kupfer und diese können durch fachgerechtes Recycling aus dem Handy wieder zurückgewonnen werden. Die anderen Materialien werden beim Recyclingprozess zur Energieerzeugung verbrannt und das nennt man übrigens „thermische Verwertung“. Also: Alte Handys gehören nicht in den Hausmüll, das ist schon seit über zehn Jahren verboten. Für die Umwelt ist es also besser, Handys, wie wir das übrigens auch von den Batterien kennen, getrennt zu sammeln. Und: Alle Handys können in allen Telekom-Shops in Deutschland und über unsere Online-Portale wie das Handysammelcenter zurückgegeben werden. Circa 15 Prozent aller Handys, die von der Telekom in Deutschland gesammelt werden, werden nach einer professionellen Datenlöschung – das ist auch ein ganz wichtiges Thema – als Second-Hand-Handys dann auch wieder zurück in den Markt gebracht. Also das heißt: Die Nutzungsdauer von Geräten wird somit verlängert.

    Und: Auf der anderen Seite werden wertvolle Rohstoffe in die Wertschöpfungskette zurückgeführt, und das sind genau die Prinzipien und die Funktionsweise der Kreislaufwirtschaft.

  • Welche Rolle spielt Digitalisierung in diesem Zusammenhang?

    Digitalisierung ist ein wirklich großer Hebel, um Ressourcen zu schonen. Beispiel Urlaubsfotos: Nicht mehr auf der einen Festplatte speichern, sondern in der MagentaCLOUD. Dann braucht man keine Festplatte mehr. Wenn man keine Festplatte mehr braucht, werden keine Rohstoffe verbraucht. Der Stromverbrauch wird reduziert, und es entsteht natürlich infolge auch kein Müll. „Dematerialisierung“ ist hier das große Schlagwort.

  • Aber auch in der Cloud müssen die Daten doch irgendwo gespeichert werden?

    Absolut richtig. Nur können wir das viel effektiver als unsere Kunden. In unseren hoch sicheren und energieeffizienten Rechenzentren wird aufgrund der besseren Auslastung auf der einen Seite weniger Hardware und auf der anderen Seite weniger Energie benötigt. Im Vergleich zum Betrieb einer eigenen Infrastruktur beim Kunden sinkt der Energieverbrauch um bis zu 80 Prozent, ein weiteres Beispiel für Ressourcenschonung im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

  • Was können wir noch tun?

    Vier von fünf Dingen, die wir besitzen, nutzen wir tatsächlich im Schnitt nur ein einziges Mal im Monat oder vielleicht sogar auch weniger. Oder wie oft nutzen Sie beispielsweise Ihre Bohrmaschine? Die kostet nicht nur viel, sie verbraucht auch wertvolle Ressourcen, und dabei brauchen wir sie fast nie oder auch nur selten. Viel effizienter ist es doch, diese Maschine dann mit anderen zu teilen. So zum Beispiel sind Sharing-Plattformen diejenigen, die dies ermöglichen und die gleichzeitig dafür sorgen, dass Ressourcen nicht doppelt und dreifach irgendwo zu Hause rumliegen, sondern durch Sharing können wir einen großen Beitrag zur Schonung von Ressourcen leisten.

  • Welche Rolle spielt die Telekom hierbei?

    Zum einen: Unser Netz macht viele dieser Lösungen überhaupt erst möglich. Zum anderen: Unsere Produkte und Dienste wie Videoconferencing, Cloud-Anwendungen oder Smart-Home-Lösungen ermöglichen unseren Kunden wiederum einen nachhaltigen und klimaschonenden Konsum. Zum anderen wollen wir aber auch als Unternehmen einen Beitrag leisten und unseren eigenen ökologischen Fußabdruck verkleinern. Wir tun das in vielerlei Hinsicht, zum Beispiel wenn es um Energieeinsatz und Stromsparen geht. Wir investieren in effiziente Netztechnologien, ersetzen alte Technik durch neue energieeffizientere Technologie und verbessern das Energiemanagement unserer Gebäude. Oder aber auch: Wir reduzieren unsere Dienstwagenflotte, wenn es um die CO2-Obergrenzen geht.

    Das sind jetzt nur einige Beispiele. Fakt ist, dass wir nur als Gesellschaft gemeinsam eine Chance haben, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Das heißt also im Schulterschluss: Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Jeder muss hier seinen Beitrag leisten, und mit dieser App wollen wir gerne das komplexe Thema „Kreislaufwirtschaft“ leicht verständlich und nachvollziehbar machen, und wir geben natürlich auch einige Tipps, wie man besser und nachhaltiger handeln kann.

Als Telekommunikationsunternehmen tun wir auch etwas dafür, den Ressourcenverbrauch von ICT-Produkten zu verringern: In unserem Mietmodell für Router und Media Receiver werden gekündigte Geräte aufbereitet und können wiederverwendet werden. Auf diese Weise wird die Nutzungszeit ausgeweitet. Und mit unserem Handy-Rücknahme-Programm sorgen wir dafür, dass die wertvollen Rohstoffe wieder in die Wertschöpfungskette gelangen. Dank Lösungen wie Cloud Computing können unsere Kunden außerdem auf eigene Server verzichten und so Ressourcen sparen.

Darüber hinaus trägt ICT dazu bei, die Stromversorgungsnetze zu stabilisieren, Arbeitsabläufe zu vereinfachen oder die medizinische Versorgung weiter zu verbessern.

Als moderner Technologiekonzern wollen wir die Entwicklung von Produkten und Diensten mit Nachhaltigkeitsbeitrag mitprägen. Deshalb bieten wir unseren Privat- und Geschäftskunden ein stetig wachsendes Angebot an nachhaltigen Produkten und innovativen ICT-Lösungen.

So entwickeln wir nachhaltige Produkte und Dienste

Wir wollen das Nachhaltigkeitspotenzial von ICT systematisch nutzen. Unser Fokus liegt dabei auf den Wachstumsfeldern Machine2Machine-Kommunikation, Smart Cities, Smart Home img und E-Health. Nachhaltige Produkte sind auch ein wichtiger Pfeiler unserer integrierten Klimastrategie.

Unser Beitrag zu den SDG

Das Management des Themas „nachhaltige Produkte“ erfordert konsequente Maßnahmen in allen Stufen der Wertschöpfungskette. Deshalb setzen wir bereits im Einkauf an: So setzen wir uns dafür ein, dass in der Lieferkette Nachhaltigkeitskriterien eingehalten werden. Wir streben an, unsere Produkte mit anerkannten Umweltzeichen wie dem Blauen Engel oder dem TÜV-Umweltzeichen „Certified Green Product“ auszeichnen zu lassen. Die strengen Anforderungen der Siegel geben uns Hinweise, wie wir unsere Produkte weiter verbessern können. Außerdem helfen uns die Umweltzeichen dabei, unsere Kunden über Nachhaltigkeitsvorteile zu informieren. Am Ende des Lebenszyklus von Produkten tragen wir dazu bei, dass diese weiter genutzt oder fachgerecht recycelt werden. So führen wir beispielsweise regelmäßig Handy-Rücknahme-Kampagnen durch.

Nachhaltige Lösungen für heute und morgen
Mit unseren Diensten tragen wir dazu bei, dass immer mehr Arbeits- und Geschäftsabläufe digitalisiert und damit vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden können. Beispiele dafür sind Angebote im Bereich Cloud Computing img, die unseren Kunden erlauben, auf eigene Server und Speichermedien zu verzichten. Darüber hinaus möchten wir möglichst vielen Menschen die Chance bieten, an der Informationsgesellschaft teilzuhaben und die damit verbundenen Möglichkeiten zu nutzen. So erleichtern wir beispielsweise Menschen mit altersbedingten oder körperlichen Einschränkungen den Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln. Dazu entwickeln wir Produkte und Dienste, die ihren Bedürfnissen entsprechen, und arbeiten kontinuierlich daran, sie nutzerfreundlicher zu machen. Zusätzlich bietet die Telekom konzernweit verschiedene Sozialtarife an, die einkommensschwachen Kunden und Menschen mit Behinderungen ermöglichen, zu günstigen Konditionen zu telefonieren und zu surfen.

Bei der Entwicklung von neuen, nachhaltigen ICT-Lösungen kooperieren wir auch mit verschiedenen Partnern und tauschen uns mit unseren Stakeholdern aus.

Bei allem, was wir tun, denken wir auch einen Schritt weiter. Die Entwicklung neuer Lösungen streben wir dabei in erster Linie durch Innovationskooperationen an. Darüber hinaus investieren wir in umfassende Forschung, zum Beispiel im Bereich „Machine2Machine Communication“. 2017 flossen im gesamten Konzern 57,7 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Zusätzlich engagieren wir uns in der Finanzierung von Lehrstühlen, kooperieren mit Universitäten und unterstützen innovative Geschäftsideen mit unserem Start-up-Inkubator hub:raum.

Fortschritte messbar gemacht
Unsere Fortschritte messen wir mithilfe von verschiedenen Kennzahlen. Beispielsweise ermitteln wir mit dem ESG KPI img „Anteil Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug“ den Umsatzanteil, den wir mit Produkten und Diensten erwirtschaften, die basierend auf einer Nutzen-Risiko-Analyse als nachhaltige Produkte klassifiziert sind. Das Ergebnis: Im Jahr 2017 erwirtschafteten wir 40 Prozent unseres Gesamtumsatzes in Deutschland und Europa mit solchen Produkten. Für bestimmte Bereiche wie E-Health oder Smart Home img haben wir zudem Erfolgsziele, zum Beispiel Umsatzziele, als internes Kontrollinstrument definiert. Mit dem ESG KPI Rücknahme Mobilgeräte messen wir die Wirkung unserer Rücknahmekampagnen.

Heinz-Gerd Peters

Sie haben Fragen zu diesem Thema?
Fragen Sie unseren Experten:

Heinz-Gerd Peters

Fortschritte

Alle ausklappen

Analyse der Nachhaltigkeitsvorteile unserer Produkte fortgesetzt

Ein Baustein unserer integrierten Klimastrategie ist es, die Nachhaltigkeitsvorteile unseres Produktportfolios zu untersuchen. Zusammen mit externen Experten haben wir 2014 begonnen, unser Portfolio anhand von Nachhaltigkeitsaspekten zu analysieren. Das Ergebnis stellen wir mit dem ESG KPI img „Anteil Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug“ dar. Es zeigt: 2017 haben wir bereits 40 Prozent unseres Umsatzes mit solchen Produkten erzielt (ohne T-Mobile USA).

40% des DT Produkt- und Service-Portfolios stiften einen nachhaltigen Benefit

Beispiele für solche Nachhaltigkeitsvorteile sind: reduzierte CO2-Emissionen dank virtueller Meetings anstelle von Geschäftsreisen, eine verbesserte medizinische Versorgung durch E-Health-Lösungen und Ressourcenschonung, indem physische Endgeräte durch digitale Lösungen ersetzt werden (etwa Telefonie über den Laptop anstatt des Festnetz-Telefons).

Insgesamt haben wir bislang 17 Produktgruppen detailliert auf ihren Nachhaltigkeitsbeitrag und die daraus abgeleiteten Geschäftspotenziale untersucht (Stand Ende 2017). Für eine Auswahl dieser Produkte haben wir die Vorteile im Hinblick auf alle drei Säulen der Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial und ökonomisch) grafisch aufbereitet:

Bisher gibt es noch kein branchenweit etabliertes System, das Kunden Nachhaltigkeitsinformationen zu ICT-Produkten und -Dienstleistungen liefert. Mit der Analyse unserer Produkte haben wir uns auf den Weg gemacht, dies zu tun – also herauszufinden, welche Nachhaltigkeitsbeiträge unsere Produkte überhaupt leisten können. In Zukunft werden wir unsere Kunden verstärkt über diese Nachhaltigkeitsvorteile informieren und uns so auch gegenüber dem Wettbewerb positionieren.

Heinz-Gerd Peters

Sie haben Fragen zu diesem Thema?
Fragen Sie unseren Experten:

Heinz-Gerd Peters

Pilotprojekt zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung unserer Produkte

Studien wie GeSI SMARTer2030 belegen, dass Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT img) einen wirksamen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten kann. Viele unserer Produkte bieten neben einem ökonomischen Mehrwert auch soziale und ökologische Vorteile. Diesen Mehrwert zu beziffern und somit messbar zu machen ist eine Herausforderung, da sich insbesondere viele soziale Vorteile unserer Produkte nur indirekt ergeben. Wir stellen uns dieser Aufgabe und erproben dazu unterschiedliche Ansätze: Neben des Aufbaus eines nachhaltigen Produktportfolios beteiligen wir uns seit 2015 auch am branchenweiten Pilotprojekt Sustainability Assessment Framework (kurz SASF) der Global e-Sustainability Initiative img. Ziel ist es, ein Instrument zu entwickeln, mit dem eine Vielzahl von ICT-Produkten und -Diensten anhand ihrer Nachhaltigkeitsleistung bewertet werden können. Die Ergebnisse sollen auch dazu dienen, Nachhaltigkeitsrisiken in der Wertschöpfungskette zu identifizieren. Die Bewertungskriterien des SASF beschränken sich nicht nur auf Umweltaspekte, sondern beinhalten auch soziale Kriterien wie die Einhaltung von Menschenrechten oder Kundenanforderungen wie Kostentransparenz und Datenschutz. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz setzt das SASF neue Maßstäbe für die Produktbewertung in der ICT-Branche.

Wir haben SASF von Anfang an mitentwickelt und waren 2016 an der Pilotstudie – einem ersten Praxistest – beteiligt. Im Jahr 2017 haben wir damit begonnen zu prüfen, ob und wie SASF in unsere Managementprozesse integriert werden kann. 2018 setzen wir diese Prüfung fort. Daneben prüfen und bewerten wir aber auch andere Ansätze zur Bewertung von Nachhaltigkeitsvorteilen unserer Produkte und Dienste.

M2M-Kommunikation: Chancen der Digitalisierung

Maschinen und Produkte werden immer intelligenter: Autos kommunizieren mit der Werkstatt, Container mit dem Logistikdienstleister. Die Technologie, die diese Entwicklungen möglich macht, heißt „Machine2Machine Communication“, kurz M2M. Bis zum Jahr 2020 soll die Anzahl der M2M-Verbindungen weltweit auf 2,5 Milliarden steigen. Für uns ist „Machine2Machine Communication“ ein wichtiges Wachstumsfeld.

Unser Beitrag zu den SDG

Mit M2M können Prozesse verschiedener Endgeräte, Fahrzeuge oder ganzer Industrieanlagen optimal aufeinander abgestimmt werden. Dies erhöht die industrielle Produktivität, sorgt für eine effiziente Logistik und hilft so nicht zuletzt auch dabei, Energie zu sparen und Ressourcen zu schonen.

Mit unserem Engagement in der Machine2Machine-Kommunikation unterstützen wir auch die Initiative „Industrie 4.0“ der deutschen Bundesregierung. Ziel ist der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Technologiestandorts Deutschland.

Neue Funktechnologie ermöglicht innovative Anwendungen
Unsere Netze schaffen die Grundlage für zahlreiche M2M-Anwendungen, denn Mobilfunk-Technik gehört zum wichtigsten Übertragungsweg jeder M2M-Verbindung. Dabei gewinnt die Funktechnologie „NarrowBand-Internet of Things“ (NB-IoT) zunehmend an Bedeutung. Im Gegensatz zu Breitbandanwendungen, bei denen große Datenmengen übertragen werden können, ist die Narrowband-Technologie (dt. Schmalband) speziell darauf ausgerichtet, sehr kleine Datenpakete zuverlässig zu übertragen. NB-IoT zeichnet sich durch einen niedrigen Energiebedarf und eine hohe Reichweite aus. Sie ermöglicht es, Geräte kostengünstig zu vernetzen. Beispielsweise ist die Technologie für Anwendungen in der Logistik sehr gut geeignet. Bei der Nachverfolgung von Transportcontainern etwa ist es ausreichend, ihren aktuellen Standort etwa einmal stündlich zu melden. Dabei müssen jeweils nur sehr geringe Informationsmengen in kleinen Datenpaketen übertragen werden – und das nicht zwingend in Echtzeit. Und sogar zum Schutz der Biodiversität kommt NB-IoT zum Einsatz: in einer Technik, mit der Imker ihre Bienen schützen können.

Wir waren federführend an der Entwicklung eines einheitlichen NB-IoT-Standards beteiligt und treiben den Ausbau kontinuierlich voran: Mittlerweile ist NB-IoT in über 600 Orten in Deutschland verfügbar. Mehr als 200 unserer Geschäftskunden aus unterschiedlichen Branchen nutzen die Technologie (Stand Ende 2017). Auch bei der Einführung von NB-IoT in Europa und Nordamerika sind wir führend: Bereits in sieben europäischen Märkten sowie in den USA sind wir mit der Technologie aktiv. Bis Ende 2018 soll unser Schmalband-Netz in den USA und in vielen europäischen Märkten landesweit verfügbar sein.

Der Hafen der Zukunft
2017 haben wir unsere Beteiligung an dem Pilotprojekt „smartPORT logistics (SPL)“ für den Hamburger Hafen fortgesetzt. Ziel des Projekts ist es, den Verkehrsfluss der Lkw-Transporte im Hamburger Hafen und in seiner Umgebung zu verbessern. Hierzu werden alle relevanten Verkehrs- und Infrastrukturdaten erfasst und in Echtzeit analysiert. Die Ergebnisse dienen dazu, die Verkehrsteilnehmer zum Beispiel über Wartezeiten, alternative Routen oder freie Parkplätze zu informieren. Das Projekt wird zunehmend in den kommerziellen Betrieb überführt.

EU-Projekt AEOLIX: Eine Plattform für effizientere und klimafreundlichere Logistikketten
Der Hamburger Hafen ist auch Teil des EU-Projekts AEOLIX. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer neuen ICT-Plattform. Sie soll zahlreiche, bisher isolierte Einzelsysteme in der Logistik EU-weit vernetzen. Parallel dazu werden praxisrelevante Dienste entwickelt und in elf europäischen Testzonen erprobt. T-Systems ist an der Testzone 1 „Intermodale Logistik im Transportkorridor Hamburg – Frankfurt“ beteiligt. In dieser wird beispielsweise eine Smartphone-App img getestet, die Lkw-Fahrer bei einer ökologischen Fahrweise unterstützt. In den laufenden Kundenprojekten MAN Telematics und Schmitz CargoBull Telematics sowie weiteren neuen Projekten (z.B. AEOLIX) konnten durch Nutzung der Analyse von Fahrprofilen und ecodrive-Funktionen Einsparungen in Höhe von 958 230 Tonnen CO2 erreicht werden. Das Projekt läuft noch bis 2019.

AUTOPILOT – autonome Fahrservices für mehr Effizienz
Das EU-Projekt AUTOPILOT hat das Ziel, sogenannte Autopilot-Dienste am Markt zu erproben. Dazu gehören zum Beispiel selbstfahrende Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr, autonom parkende Autos oder Echtzeit-Car-Sharing. Solche Lösungen sind besonders effizient und schonen die Umwelt: Im Vergleich zu konventionellen Fahrweisen fallen dabei schätzungsweise rund 10 Prozent weniger CO2-Emissionen an. Das Projekt läuft von 2017 bis 2019. Danach sollen die Services in den regulären Betrieb übernommen werden. T-Systems ist Projektpartner von AUTOPILOT und unterstützt Analysen zur Machbarkeit und Markteinführung der neuen Dienste.

Connected Car: Mit vernetzten Fahrzeugen Staus vermeiden
Bereits seit 2013 entwickelt und betreibt T-Systems weltweit die Connected-Car-Plattform von Daimler (Daimler Vehicle Backend). Die Plattform bildet die technische Grundlage des Dienstes „Live Traffic“, der Autofahrern Verkehrsinformationen in Echtzeit bereitstellt. So hilft er dabei, Staus zu umgehen. Mit „Live Traffic“ lassen sich pro Fahrzeug etwa 30 Prozent der Staus vermeiden. Dadurch verbrauchten die rundMillionen im Berichtszeitraum mit Live Traffic ausgestatteten Fahrzeuge circa 6,2 Millionen Liter weniger Sprit. Das entspricht einer CO2-Ersparnis von rund 15 000 Tonnen.

Telekom und Fraunhofer IML eröffnen die Telekom Open IoT Labs

Die Deutsche Telekom und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund gründen die „Telekom Open IoT Labs“. Bis zu sechs Wissenschaftler des Fraunhofer IML und drei IoT-Experten der Telekom werden gemeinsam Internet-of-Things- (IoT-)Lösungen entwickeln, testen und zur Marktreife bringen. Ziel dabei ist es, Prozesse in der Fertigungsindustrie sowie der Logistik- und Luftfahrtbranche zu optimieren. Die Labs sind offen für weitere interessierte Unternehmen, die gemeinsam mit Telekom und Fraunhofer anwendungsspezifische IoT-Prototypen entwickeln möchten. Mit den Telekom Open IoT Labs wird das bestehende Netzwerk aus Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Telekom um eine industrielle IoT-Komponente erweitert.

Prototypen für ganzheitliche IoT-Lösungen
Im ersten Schritt gilt es gemeinsam mit interessierten Unternehmen den Bedarf an IoT-Lösungen zu identifizieren, danach die Anwendungen zu definieren und sie anschließend zu erstellen. Dafür wird das Team aus den Bestandteilen Hardware, Software und Konnektivität Prototypen entwickeln und zusammenbauen. Im Fokus stehen Lösungen für den späteren Einsatz im Massenmarkt. So wurde beispielsweise gemeinsam mit Würth Industrie Service der Prototyp eines Service-Buttons für den Bereich C-Teile-Management entwickelt. So optimiert der Service-Button beispielsweise den Nachbestellprozess von sogenannten ‚C-Teilen‘ wie Schrauben, Muttern und Scheiben und nutzt dafür die Technik NarrowBand IoT (NB-IoT).

NB-IoT als Wegbereiter
Das Telekom-Fraunhofer-Team wird sich zunächst auf Lösungen im Bereich der Funktechnologie NB-IoT konzentrieren. Diese Technologie eignet sich perfekt für IoT-Anwendungen beispielsweise in der Logistik. In der Logistikbranche mit ihrem starken Digitalisierungsdrang, gibt eine Reihe von Geschäftsprozessen, in denen die Unternehmen kurzfristig einen hohen Mehrwert durch den Einsatz von IoT-Lösungen erzielen können. Unter anderem brauchen die Logistiker mehr Transparenz in der Lieferkette, um den innerbetrieblichen Materialfluss sowie den Transport von Gütern über Wasser, Schiene und Straße gezielter steuern zu können.

Die Deutsche Telekom bietet NB-IoT schon in ganz Deutschland kommerziell an. Das gleiche gilt für die Niederlande, die ebenfalls über ein flächendeckendes NB-IoT Netz verfügen. In weiteren europäischen Märkten wie Österreich, Tschechien, Griechenland, Ungarn, Polen und der Slowakei baut die Telekom die vorhandene Versorgung auf weitere Städte aus.

Smart Cities: Innovative Lösungen für intelligente urbane Räume

Ein Großteil der weltweiten CO2-Emissionen entsteht in Städten – ein Effekt, den die zunehmende Urbanisierung noch verstärkt. Gleichzeitig können Städte aber auch Treiber und Ausgangspunkt einer nachhaltigen Entwicklung sein. Die Deutsche Telekom will mit innovativen Lösungen die nachhaltige Transformation von Städten mitgestalten. Beispiele sind intelligente, stromsparende Straßenlaternen oder vernetzte Abfallcontainer, die ihren Füllstand messen und den Stadtwerken melden. Um diese Ansätze zu bündeln, haben wir 2017 ein europäisches Smart Solutions Center (ESC) mit Sitz in Budapest eröffnet. Das ESC berät Städte zur Verwendung europäischer Fördermittel und entwickelt Smart-City-Lösungen und -Plattformen. Darüber hinaus beteiligen wir uns international an zahlreichen Projekten zu diesem Thema. Bereits in 18 Städten in zehn europäischen Ländern haben wir Smart-City-Lösungen installiert.

Unser Beitrag zu den SDG

„mySMARTLife“ in Hamburg
Die Stadt Hamburg hat 2016 gemeinsam mit den Städten Nantes und Helsinki den Zuschlag für das EU-Leuchtturmprojekt „mySMARTLife“ erhalten. Bis 2021 werden zahlreiche Maßnahmen realisiert, die die Transformation zur „Smart City“ einleiten sollen.

Kernthemen dieser Leuchtturmprojekte sind der vermehrte Einsatz von erneuerbaren Energien, klimafreundliches Wohnen sowie klimaschonende Mobilität. Beispielsweise soll im Projektgebiet Hamburg-Bergedorf der Einsatz von Elektrofahrzeugen gefördert werden. Auch intelligente Straßenlaternen kommen zum Einsatz. Alle Projekte werden durch eine aktive Bürgerbeteiligung begleitet. Hinter dem Hamburger Projektantrag stehen insgesamt 14 Partner, darunter neben uns auch der Bezirk Bergedorf, die HafenCity Universität, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Stromnetz Hamburg, die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein und Volkswagen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizon2020“ der Europäischen Union. Die Projektergebnisse werden mit anderen Leuchtturmprojekten in der EU verglichen. Außerdem wird geprüft, welche Maßnahmen in den Folgestädten des Projekts „mySMARTLife“ – Varna (Bulgarien), Bydgoszcz (Polen), Rijeka (Kroatien) und Palencia (Spanien) – übernommen werden können.

Startschuss für Smart City Bonn
Mit Bonn kam im Berichtszeitraum eine weitere Partnerstadt für ein Smart-City-Projekt hinzu. Im November 2017 haben wir damit begonnen, Straßenlaternen und Abfallcontainer mit intelligenten Sensoren zu vernetzen und die Luftqualität zu messen.

Die Straßenlaternen sind nun dimmbar und werden mithilfe von Bewegungsmeldern automatisch heller, wenn sich Fußgänger nähern. Außerdem erhalten die Stadtwerke eine Meldung, wenn eine Birne beschädigt ist oder ausgetauscht werden muss. Die Technik spart bis zu 60 Prozent der Betriebskosten für Straßenlaternen. Zusätzlich messen wir in einigen Wertstoffcontainern mit installierten Sensoren den Füllstand. Der städtische Abfallbetrieb muss dann erst ausrücken, wenn die Container tatsächlich voll sind. Ein weiterer Sensor misst in der Innenstadt die Luftqualität. Auch die dazugehörige Software zur Auswertung stellen wir zur Verfügung.

Park and Joy – Digitales Parkmanagement
Staus verhindern und CO2-Emissionen reduzieren – diese Aufgaben stellen Städte und Kommunen vor große Herausforderungen. Abhilfe können digitale Anwendungen schaffen. Sie bieten die Möglichkeit, mit geringem Administrationsaufwand einen besseren Verkehrsfluss und geringere Schadstoffemissionen zu erreichen. Ein Beispiel ist die App img Park and Joy, die wir im Oktober 2017 in Hamburg eingeführt haben. Bereits 100 Stellplätze sind dort nun mit Sensoren ausgestattet. Bis zu 11 000 sollen es Ende 2019 im gesamten innerstädtischen Bereich der Hansestadt sein. Auf diese Weise kann die App Autofahrern freie Parkplätze direkt anzeigen und sie dorthin navigieren. Außerdem können Nutzer ihren Parkschein direkt über die Anwendung bezahlen. Park and Joy kann in den App-Stores kostenlos heruntergeladen werden. Für 2018 planen Bonn, Duisburg, Dortmund, Darmstadt und Moers die Einführung von Park and Joy.

Hackathon: Ideenwettbewerb zum Leben in der Stadt
Ideen für eine lebenswerte Stadt der Zukunft in die Praxis umsetzen – darum ging es uns beim „Hackathon: Smart Public Life“ im Herbst 2017 in Bonn. 220 Entwickler, Designer und Konzeptentwickler aus zehn Nationen nahmen in kleinen Teams an dem Wettbewerb teil, darunter Profis und Neulinge. Ihre Aufgabe: innerhalb von 24 Stunden eine eigene Programm-Idee umsetzen, die das Potenzial des Internet of Things für eine lebenswerte, smarte Stadt der Zukunft nutzt. Der Hackathon bot die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Die besten Teams bekamen die Chance, ihre Projektidee später im Telekom-Inkubator weiterzuentwickeln.

Navigationshilfe für Sehbehinderte in Tschechien
Als gesellschaftlich verantwortliches Unternehmen hat es sich T-Mobile Czech Republic zum Ziel gesetzt, Menschen mit Sehbehinderungen zu unterstützen. Zusammen mit der Technischen Universität Tschechien haben wir eine besondere Navigationshilfe für Blinde entwickelt. Globale Navigationssatellitensysteme (GNSS) in Kombination mit Mobilfunkdatennetzen bilden die Grundlage für eine der modernsten Orientierungshilfen für sehbehinderte Menschen. T-Mobile Czech Republic unterstützt die Entwicklung dieser Navigationslösung durch Bereitstellung von 3G- und 4G-Konnektivität, SIM-Karten und Modems. Der neu entwickelte Navigations-Stick für Blinde wird mit einem Smartphone und mit der Navigationszentrale verbunden. Mithilfe einer 2G- bis 4G-App lassen sich über den Service Navigationsdaten, Sprache und Bilder übertragen. Innerhalb von Gebäuden, wo GNSS nicht funktioniert, kann eine Kamera zur Orientierung genutzt werden. Eine Testphase wurde 2017 abgeschlossen. Nach Überarbeitung des Designs und diversen Verbesserungen liegt nun der Prototyp der nächsten Generation der Navigationshilfe vor. Der neue, verbesserte Stick geht 2018 in die Testphase. Die Einführung des Produkts ist für Ende des Jahres geplant.

Smart Cities in Kroatien
Im Mai 2017 installierte Hrvatski Telekom die ersten digitalen Telefonzellen in der kroatischen Stadt Zadar.Sie sollen Einwohnern und den immer zahlreicher werdenden Touristen Informationen über den Ort zur Verfügung stellen und gleichzeitig ein vielfältiges Angebot an ICT-Dienstleistungen der nächsten Generation bieten. Diese von der kroatischen Postbank umgesetzte Lösung ermöglicht auch sichere Zahlungstransaktionen mit Kredit- und Debitkarten.

Für Einwohner und Besucher hat die Stadt Rijeka in Zusammenarbeit mit Ericsson Nikola Tesla, Hrvatski Telekom, Smart RI, Autotrolej und Rijeka promet zwei intelligente Bushaltestellen eingerichtet. Diese „Smart Stops“ bieten ein breites Angebot an Funktionen für eine effizientere und angenehmere Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Sie stellen für die Smart Citys der Zukunft weltweit einen bedeutenden technischen Durchbruch dar.

In Zusammenarbeit mit seinem Partnerunternehmen EcoMobile startete Hrvatski Telekom ein Pilotprojekt für die intelligente elektronische Überwachung der städtischen Abfallentsorgung in Velika Gorica. Dieses System wird zur Optimierung bei den städtischen Entsorgungsbetrieben (Municipal Centre VG Goričanka) beitragen und mit Einsparungen für die Einwohner verbunden sein.

Smart Cities in Rumänien
2016 brachten wir unser erstes integriertes Smart-City-Projekt in Bukarest auf den Weg. Über eine IoT-Plattform werden dabei vier Technologien kombiniert: Smart Parking, WLAN-Konnektivität, urbane Sicherheit und Smart Lighting.

Vor kurzem nahm Telekom Romania ein zweites Smart-City-Projekt in Constanța und ein drittes in Piatra Neamț in Angriff. Die Lösungen sind Teil des Konzepts „Smart Street“ und befassen sich mit den typischen Aufgabenbereichen von Stadtverwaltungen wie effizienter Beleuchtung, öffentlicher Sicherheit, Internetzugang, effizientem Parkraummanagement und Ladestationen für Elektroautos. Sie ermöglichen es den Kommunen darüber hinaus, ihren Einwohnern in Echtzeit wichtige Informationen zukommen zu lassen und Umweltfaktoren wie Luftqualität zu überwachen.

Ein Parkplatz in Constanta mit 50 Stellplätzen wurde mit Sensoren ausgestattet, die Fahrer in Echtzeit über verfügbare Parkmöglichkeiten informieren. Außerdem lässt sich der Auslastungsgrad überwachen, und Kommunen können anhand der statistischen Werte fundierte Entscheidungen über etwaige Parkplatzerweiterungen treffen.

Das Pilotprojekt in Piatra Neamt sieht die Einführung mehrerer innovativer Komponenten vor, darunter ein intelligente Solar-Parkbank, die als Ladestation und Internet-Hotspot für die mobilen Endgeräte von Besuchern fungiert. Wie in Constanta wurde auch hier eine Smart-Lighting-Lösung installiert, deren Lichtleistung je nach vordefinierten Rahmenbedingungen reduziert werden kann und damit zur Senkung des Energieverbrauchs beiträgt. Das Projekt umfasste zudem die Bereitstellung einer Ladestation, an der zwei Elektroautos gleichzeitig aufgeladen werden können.

 

Einführung innovativer nachhaltiger Produkte und Dienste in Griechenland

2017 brachte OTE verschiedene Produkte und Dienste auf den Markt, mit denen die Kunden selbst nachhaltiger leben können. Der Gruppe gelang darüber hinaus die Durchführung einiger wichtiger Projekte, die demselben Ziel dienten. Im Folgenden eine Auswahl:

Smart-City-Anwendungen: Die OTE Gruppe erweiterte im letzten Jahr ihr Portfolio an Smart City Anwendungen, um Städten und Gemeinden die vielen Vorteile intelligenter Technologien zu eröffnen. Dazu gehörten Anwendungen für Parkplatzsuche, Straßenbeleuchtung, Überwachung der Luftqualität, Abfallmanagement und Energiemanagement für Gebäude. In den nächsten zwei Jahren wird die OTE Gruppe außerdem ihr Schmalband-IoT-Netz ausbauen, um 95 Prozent der Bevölkerung abzudecken. Dies wird die Nutzung von Smart-City-Anwendungen weiter steigern. 

Chalkida ist die erste Stadt in Griechenland, in der eine Reihe von intelligenten Pilotsystemen für Smart Parking, Smart Lighting, Luftqualität- und Abfallmanagement sowie eine integrierte Smart-City-Plattform installiert wurden. Diese Anwendungen erleichtern Autofahrern die Parkplatzsuche, tragen zur Entzerrung des Verkehrs bei und reduzieren damit auch den Energieverbrauch der Stadt. Sie liefern darüber hinaus nützliche Informationen über die Luftqualität und optimieren die Abfallentsorgung. Das Projekt wurde 2017 durchgeführt.

2017 war COSMOTE einer der ersten Betreiber Europas, der die Technologie für das schmalbandige Internet der Dinge (NB-IoT) implementiert hat, und zwar in der Stadt Patras. Im Rahmen dieses Pionierprojekts für Griechenland wurden an ausgewählten Standorten im Stadtzentrum von Patras Lösungen für Smart Parking, Smart Lighting und Luftqualitätsüberwachung installiert.

GRNET: Dank der ICT-Lösungen (Rechenzentrum und Cloud-Infrastruktur), die die OTE Gruppe dem griechischen Forschungs- und Technologienetzwerk (GRNET) bereitstellte, konnten die 31 vernetzten Krankenhäuser ihre Patienten effizienter versorgen und ihre Betriebskosten senken.  Das Projekt kommt auch der Forschung allgemein zugute, weil es kontrollierten anonymen Zugang zu großen Mengen von Bildgebungsdaten für medizinische Forschungszwecke ermöglicht.

Energiemanagement: Der Energiemanagement-Service von COSMOTE wurde in mehreren Gebäuden der Gemeinden Patras und Agios Dimitrios implementiert und beinhaltet die Fernüberwachung des dortigen Energieverbrauchs in Echtzeit.  Dieser Service soll dem Umweltschutz zugute kommen, die städtische Lebensqualität verbessern und Betriebskosten reduzieren.

Es wird geschätzt, dass sich die jährlichen Energieeinsparungen nach Installation des Services in fünf Gebäuden der Gemeinde Agios Dimitrios auf etwa 66 MWh und die Reduktion des CO2-Ausstoßes auf etwa 55 Tonnen belaufen werden. 

e-Fuel Management Service: Der Service e-Fuel Management ist eine 2017 von COSMOTE eingeführte integrierte Lösung, mit der der Kraftstoffverbrauch in Unternehmensfahrzeugen überwacht und so die Betriebskosten gesenkt werden können.

Digitales Gesundheitswesen: Chancen für bessere medizinische Versorgung

Eine einheitliche Telehealth-Plattform ermöglicht Gesundheitsdienstleistern einen fallübergreifenden und standardisierten Datenaustausch. Telemedizinische Assistenzsysteme können Patienten und deren Angehörige im Alltag unterstützen, Entfernungen zu medizinischem Personal überwinden helfen und die Versorgungsprozesse optimieren. Wir gestalten das digitale Gesundheitswesen in zahlreichen Projekten mit:

Unser Beitrag zu den SDG

  • Als Projektpartner sind wir beispielsweise an der Entwicklung einer Lösung zur Beratung bei Antibiotikatherapien des Klinikums St. Georg in Leipzig beteiligt. Ziel ist vor allem der schnelle und sichere Datenaustausch zwischen Ärzten, Patienten und Krankenkassen. Das Land Sachsen hat das Projekt Anfang 2017 mit über 1,2 Millionen Euro gefördert. Es läuft zunächst bis Mitte 2019.
  • Das „Telemedizinische Netzwerk Psychotraumatologie Sachsen“ soll die integrierte Behandlungskette bei Traumafolgestörungen nachhaltig verbessern und durch E-Mental-Health Interventionen flankieren. Telematische Kommunikation und Interoperabilität sollen frühzeitig und vor allem passgenau Beratung und Therapie unterstützen. Ziel ist es, Betroffenen niedrigschwelligen und ortsunabhängigen Zugang zum Behandlungsnetzwerk zu ermöglichen, Fachwissen flächendeckend verfügbar zu machen sowie eine institutionsübergreifende Dokumentation und Koordinierung des Versorgungsprozesses zu garantieren. Die EU und das Land Sachsen fördern das bis Mitte 2020 laufende innovative Projekt mit 1,4 Millionen Euro.

Schneller Einstieg ins Smart-Home-Geschäft

Wir möchten es Unternehmen – etwa aus den Bereichen Telekommunikation oder Energie – leicht machen, ihr Kerngeschäft um ein Smart-Home-Angebot zu erweitern. Zu diesem Zweck haben wir ein spezielles White-Label-Portfolio entwickelt. Es vereint unsere offene und sichere Smart-Home-Plattform QIVICON, Smart-Home-Gateways, Apps, Geräte und Services. Auf dieser Basis können Unternehmen Smart-Home-Lösungen für ihre Kunden anbieten. Außerdem haben Geschäftskunden die Option, unsere „White Label App“ unter ihrer eigenen Marke anzubieten und sie individuell anzupassen. Mit der App img können Endkunden die Geräte in ihrem vernetzten Zuhause leicht und bequem steuern.

Unser Beitrag zu den SDG

QIVICON – unsere Plattform für ein smartes Zuhause
Ein Smart Home img kann seinen Bewohnern auf vielfältige Weise das Leben erleichtern: Es ermöglicht ihnen, verschiedene Geräte auch von unterwegs zu steuern und zu überwachen – von Sicherheitstechnik und Hausgeräten bis hin zur Unterhaltungselektronik. Die Herausforderung hierbei: Die Smart-Home-Lösung eines Anbieters ist oft nicht kompatibel mit den Funktionen und Geräten anderer Hersteller. Deshalb haben wir gemeinsam die offene, herstellerübergreifende Smart-Home-Plattform QIVICON entwickelt. Damit haben Verbraucher die Möglichkeit, Geräte unterschiedlicher Unternehmen individuell zu kombinieren. Mehr als 40 Partnerunternehmen und Marken beteiligen sich bereits daran.

2017 kamen unter anderem Lösungen mit Volkswagen und der ERGO Versicherung hinzu. Volkswagen-Besitzer können ihr smartes Zuhause direkt über das Infotainment-System ihres Fahrzeugs steuern. Und über den ERGO-Notfallservice werden in einem Notfall wie etwa einem Wasserrohrbruch notwendige Maßnahmen automatisch eingeleitet, sollte der Kunde auf die Benachrichtigung des Systems nicht reagieren.

Im Berichtszeitraum konnten wir zudem die Anzahl der Geräte weiter erhöhen, die mit der Plattform kompatibel sind. Mit Produkten der Unternehmen Centralite und Sengled haben Endkunden zukünftig mehr Auswahl in den Bereichen Sicherheit und Beleuchtung. Schon jetzt können unsere Kunden aus mehr als 200 verschiedenen Smart-Home-Geräten wählen.

Sicherheit und Datenschutz bei QIVICON
Die gesamte Kommunikation der QIVICON Home Base, die über das Internet mit Servern verbunden ist, ist verschlüsselt. Alle auf QIVICON bezogenen Nutzerdaten werden ausschließlich auf unseren Servern in Deutschland gespeichert. Sämtliche Geräte der Marken, die über QIVICON gesteuert werden, verwenden für Funkverbindungen die neuesten Sicherheitsfunktionen.

Im Berichtszeitraum haben wir die Smart-Home-Lösung nach ISO 9001 zertifizieren lassen – der am weitesten verbreiteten und bedeutendsten Qualitätsmanagement-Norm. Darüber hinaus haben wir zum dritten Mal das unabhängige Testinstitut AV-TEST GmbH beauftragt zu prüfen, wie sicher die Smart-Home-Plattform QIVICON und die Magenta SmartHome-App sind. Erneut lautete das Urteil: sehr guter Schutz.

Offene Plattform
Als Mitglied der Eclipse Foundation, einer der größten internationalen Open-Source-Gemeinschaften, öffnen wir die QIVICON-Plattform für Entwickler und Start-ups. Sie sollen die Plattform dafür nutzen können, eigene innovative Ideen im Bereich Smart Home zu entwickeln.

Auszeichnung als bestes Smart-Home-Netzwerk
Im Rahmen des Broadband World Forums 2017 erhielten wir die Auszeichnung „Best Smart Home Network“. Mit diesem Award werden die Smart Home Ende-zu-Ende-Lösung und die Hardware-Integration geehrt: Seit September haben 200 000 Kunden ein kostenloses Upgrade ihres Speedport Smart Routers erhalten. Durch die Integration der Smart-Home-Funktionalitäten in den Router können sie ihre eigenen vier Wände in ein intelligentes Zuhause verwandeln. Außerdem ist kein eigenes Gerät mehr erforderlich, was zur Ressourceneinsparung beiträgt.

Ressourcen sparen durch Cloud Computing

Mit Cloud Computing img können unsere Kunden auf eigene Server und Speichermedien verzichten. Dies ist zumeist ressourcen- und energieeffizienter als der Betrieb einer eigenen Infrastruktur außerhalb der „Wolke“: Denn in unseren Rechenzentren werden aufgrund der besseren Auslastung weniger Hardware und bis zu 80 Prozent weniger Energie benötigt. Zudem arbeiten wir kontinuierlich daran, die Effizienz unserer Rechenzentren noch weiter zu verbessern.

Die Cloud für den öffentlichen Dienst
Für Unternehmen, die ihre Systeme auf Cloud-Lösungen umstellen wollen, bietet T-Systems das Programm „The Cloudifier“ an. Dafür analysieren wir die bestehende IT-Landschaft des Kunden und untersuchen, welche Anwendungen in die Cloud gebracht werden können. Darauf aufbauend haben wir 2017 den Cloudifier4Public entwickelt – einen Service, mit dem T-Systems maßgeschneiderte Cloud-Strategien für die öffentliche Hand in Deutschland konzipiert und realisiert. Dabei orientiert sich die Beratung an den Zielen und Besonderheiten der deutschen Verwaltung. Denn hier gelten für den Aufbau von Cloud-Architekturen klare Rahmenbedingungen bezüglich Datenschutz und Informationssicherheit, Wahrung der hoheitlichen Aufgaben sowie Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Mieten statt kaufen

Wir wollen sicherstellen, dass Router und Media Receiver nach einem Austausch nicht einfach in den Müll wandern. Deshalb setzen wir auf das Modell „Mieten statt kaufen“. Unsere Mietservices schonen Ressourcen, reduzieren den Elektronikabfall und vermeiden so auch CO2-Emissionen. Bei einer Kündigung werden die Geräte zurückgegeben. Anschließen werden sie entweder aufbereitet und in den Mietkreislauf zurückgeführt oder fachgerecht recycelt. Den Rückgabeprozess haben wir durch die Einführung eines Retourenportals vereinfacht. So kann der Kunde seine Retouren über das Online-Portal selbst verwalten. Wir bewerben unseren Mietservice aktiv und erfolgreich unter anderem in den Telekom Shops, im Internet, Kundenservice und über Produktflyer. Das Angebot wurde von unseren Kunden sehr gut angenommen: Bis Ende 2017 ist die Anzahl der Nutzer des Mietservice auf rund 9,5 Millionen angestiegen.

Anzahl der Nutzer des Mietservice von Routern und Mediareceivern

Produktzertifizierungen: Nachweislich nachhaltig

Nachhaltige Produkte sind für uns ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Damit unsere Kunden über die Nachhaltigkeitsvorteile unserer Produkte informiert sind, setzen wir auf anerkannte Umweltzeichen, in Deutschland etwa auf den Blauen Engel. Ein Großteil der Festnetz-Telefone und einige Media Receiver tragen den Blauen Engel. 2017 haben auch der Media Receiver Entry und der Media Receiver 201 den Blauen Engel erhalten. Die mit diesem Umweltzeichen zertifizierten Endgeräte enthalten auch Informationen für die Kunden, wie man die Produkte energieeffizient nutzen kann. Neben dem Blauen Engel nutzen wir außerdem verstärkt das TÜV Green Product Label. Dieses sieht neben ökologischen Kriterien auch eine Überprüfung der Arbeitsbedingungen in Fertigungsbetrieben vor. Eine Reihe unserer Router wie der Speedport Neo sind bereits mit dem TÜV Green Product Label zertifiziert.

Die Siegel dienen dabei nicht nur als Information für unsere Kunden. Ihre strengen Anforderungen geben uns auch Hinweise, wie wir unsere Produkte weiter verbessern können.

Cornelia Szyszkowitz

Sie haben Fragen zu diesem Thema?
Fragen Sie unseren Experten:

Cornelia Szyszkowitz

Fairphone 2 bei T-Mobile Austria

T-Mobile Austria ist einer der ersten Mobilfunkanbieter weltweit und der einzige in Österreich, der das Fairphone 2, das erste nachhaltig und fair produzierte Smartphone, in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag anbietet. Das Unternehmen hat dieses Produkt seit Anfang 2016 im Angebot und gibt Neu- und Bestandskunden die Möglichkeit, sich bei der Auswahl ihrer Smartphones für Nachhaltigkeit zu entscheiden. Damit unterstützt T-Mobile Austria das niederländische Unternehmen Fairphone aktiv bei seinem Vorhaben, das Bewusstsein der Menschen für faire Elektronik zu schärfen und die Industrie zu einem verantwortungsvolleren Handeln zu motivieren. Fairphone konzentriert sich auf vier Kernherausforderungen: den Bergbau am Anfang der Wertschöpfungskette sowie das Design, die Produktion und den Lebenszyklus der Produkte nachhaltiger und transparenter zu gestalten. Hierfür arbeitet das Unternehmen mit Initiativen zur Beschaffung von Zinn und Tantal aus konfliktfreien Minen in der Demokratischen Republik Kongo zusammen und bezieht konfliktfreies Wolfram aus Ruanda. Außerdem hat es die erste Pilot-Lieferkette für Fairtrade-Gold in Smartphones erfolgreich etabliert und das Produktdesign des Fairphone 2 durch einen modularen Aufbau auf Langlebigkeit ausgelegt. Um eine dauerhafte Nutzung des Produkts zu erleichtern, können Ersatzteile für das Fairphone 2 auch über T-Mobile Austria bezogen werden.

Maßnahmen zur Rückgabe von Mobilgeräten in Deutschland

Die Recycling- und Weiternutzungsquote für elektronische Kleingeräte ist in Deutschland zu niedrig. Zu viele gebrauchte Handys, Smartphones und Tablets liegen in Schubladen oder werden illegal im Hausmüll entsorgt. Sie sollten jedoch neu aufbereitet und weiterverwendet oder dem fachgerechten Recycling zugeführt werden. So können wertvolle Ressourcen eingespart werden. Schon seit 2003 bieten wir dafür verschiedene Abgabemöglichkeiten an. Kunden können seit 2013 ihre gebrauchten hochwertigen Handys und Smartphones in den Telekom Shops ankaufen lassen. Für den Gegenwert des Geräts erhalten sie einen Gutschein, der im Telekom Shop beim Kauf eines neuen Geräts eingelöst werden kann, oder der Betrag wird auf das Kundenkonto überwiesen. Über ein 2016 geschaffenes Ankaufportal für Geschäftskunden können diese ihre gebrauchten Handys und Smartphones einsenden. Nachdem der Wert ermittelt wurde, kann dieser ausbezahlt oder an gemeinnützige Organisationen gespendet werden. Gemeinsam mit dem Unternehmen Teqcycle Solutions betreiben wir zudem das Online-Portal Handysammelcenter. Behörden, Vereine und andere Organisationen haben die Möglichkeit, über das Portal Sammelaktionen zu starten, bei denen gebrauchte Handys und Smartphones gespendet werden. Die Website bietet eine Übersicht über diese Partner und die durchgeführten Sammelaktionen. Im Berichtszeitraum fanden solche Aktionen in Bayern und Nordrhein-Westfalen statt. Mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und Pro Wildlife e.V. haben wir 2017 außerdem zwei neue Kooperationspartner gewonnen. Ende des Jahres spendeten wir die Erlöse aus dem Recycling und der Weiternutzung gesammelter Geräte an die Deutsche Umwelthilfe e.V.

Unser Beitrag zu den SDG

2017 haben wir zusammen mit dem Radiosender Antenne Unna einen Handy-Sammel-Wettbewerb zwischen den Gemeinden der Region veranstaltet. Zwei Monate lang begleitete der Sender die verschiedenen Sammelaktionen und kürte am Ende eine Siegerkommune. Mit dem Wettbewerb wollten wir das Bewusstsein der Hörer für einen schonenden Umgang mit Ressourcen stärken. Die Erlöse aus der Vermarktung und dem Recycling kamen der Hilfsaktion Lichtblicke e.V. zugute.

2017 nahmen wir deutschlandweit genau 149 336 gebrauchte Mobiltelefone und Smartphones zurück und führten diese einer Weiterverwendung oder dem fachgerechten Recycling zu. Bei der Handy-Rücknahme setzen wir einen Datenlöschprozess ein, der von der DEKRA zertifiziert ist und hohe Datenschutzanforderungen erfüllt. Defekte Handys oder Geräte, bei denen die zertifizierte Datenlöschung zu aufwendig wäre, recyceln wir mit modernen Verfahren fach- und umweltgerecht im Telekom Recycling Center in Goslar. Bis zu 100 Prozent der Materialien lassen sich danach ein weiteres Mal verwenden – als recycelte Metalle oder zur Energieerzeugung.

Das Verhältnis zwischen in den Markt gebrachten und zurückgenommenen Mobiltelefonen bilden wir mit unserem ESG KPI img Rücknahme Mobilgeräte ab. Im Jahr 2017 wurden konzernweit (ohne T-Mobile US, AMC, Maktel, Crnogorski) ca. 308 000 Mobilgeräte zurückgenommen.

Unterstützung verschiedener Sammelaktionen
Wie in den Vorjahren haben wir auch 2017 die Kampagne „Die Handyaktion“ verschiedener kirchlicher Akteure in Baden-Württemberg unterstützt. Diesmal haben die Partner der Aktion gemeinsam mit der Deutschen Rohstoffagentur und dem Umweltministerium Baden-Württemberg verstärkt Maßnahmen im Bildungsbereich durchgeführt. So haben sie den „Handy-Rohstoffkoffer“ für Schulklassen neu aufgelegt. Er enthält verschiedene Mineralien, die in Handys verbaut sind. Mit begleitenden Lernmaterialien können Lehrer ihre Schüler darüber aufklären, welche Bedeutung die Rohstoffe in Smartphones haben.

Die Rücknahmekampagne "Verantwortung und Nachhaltigkeit. Mach mit!" im Saarland, die wir bereits 2014 unterstützt haben, wurde aufgrund des anhaltenden Interesses bis Ende 2018 verlängert. Wir sind weiterhin Kooperationspartner der Kampagne, die unter anderem spezielle Unterrichtsangebote zum Thema Handy-Rücknahme und Ressourceneffizienz umfasst. Einen weiteren Schwerpunkt bilden gemeinsame Handy-Sammel-Aktionen mit saarländischen Unternehmen und Institutionen.

Cornelia Szyszkowitz

Sie haben Fragen zu diesem Thema?
Fragen Sie unseren Experten:

Cornelia Szyszkowitz

Handy-Recycling bei T-Mobile USA

Das Handy-Recyclingprogramm von T-Mobile USA ermöglicht es Kunden, durch ökologisch verträgliche Geräteentsorgung zum Umwelt- und Gesundheitsschutz beizutragen. Damit wird auch der bedarfsgerechte Zugang zu hochwertigen wiederverwendbaren und aufbereiteten Geräten verbessert und die Schonung unserer knappen natürlichen Ressourcen gefördert.

Alle Mobilfunkkunden können ihre ausgedienten Handys, Akkus, Zubehörartikel, Tablet- oder Netbook-Computer unabhängig von Marke, Modell oder Hersteller an jedem Standort von T-Mobile USA zum kostenlosen Recycling abgeben. T-Mobile USA motiviert seine Kunden im Rahmen der Programme „JUMP!“ und „Mobilize“ durch attraktive Preisnachlässe für die neuesten Geräte, ihre gebrauchten Handys und Zubehörartikel abzugeben. Die eingetauschten Geräte werden ausnahmslos wiederverwendet, aufbereitet oder recycelt.

2017 sponserte T-Mobile eine besondere Recyclingkampagne während der Weihnachtsfeiertage, um Kunden anzuregen, ihre Altgeräte bei T-Mobile abzugeben. T-Mobile spendete dann den Recyclingwert aller dieser Geräte in Höhe von insgesamt000 000 US-Dollar an die Organisationen Feeding America und Team Rubicon, um deren Not- und Katastrophen-Hilfsinitiativen zu unterstützen.

Seit T-Mobile USA im Jahr 2008 das Recyclingprogramm eingeführt hat, sind über 14,4 Millionen Geräte wiederverwendet oder weiterverkauft worden. 87 Prozent der zurückgenommenen Geräte werden wiederverwendet oder weiterverkauft. Der Rest wird dem umweltverträglichen Recycling durch zertifizierte Dienstleister zugeführt.

2017 sammelte T-Mobile USA130 582 gebrauchte Handys.

Handy-Recyclingprojekt an Grundschulen in Kroatien

Seit vielen Jahren ist die internationale ökologisch orientierte Grundschule in Sisak ein „Leuchtturm“ ihrer Gemeinde, weil ihre Schüler alte Mobiltelefone einsammeln und dafür sorgen, dass sie ordnungsgemäß entsorgt werden. Hrvatski Telekom arbeitet schon seit langem proaktiv mit kroatischen Schulen zusammen und unterstützt diese dabei, Schülern möglichst früh die Bedeutung von Abfalltrennung, Recycling und korrekter Abfallentsorgung zu vermitteln. HT zeigt Schülern, wie Elektroschrott und insbesondere die in Mobiltelefonen und Zubehörgeräten enthaltene Elektronik sachgerecht entsorgt wird. Dieses Projekt dient dem ganzen Unternehmen als Inspiration, weil es Schülern hilft, im Hinblick auf Umweltschutz und Abfallentsorgung eine verantwortliche Haltung zu entwickeln.

2017 setzte HT seine Zusammenarbeit mit der Grundschule in Sisak fort und verlieh allen Schülern, die beim Sammeln alter Mobiltelefone mitgemacht hatten, anlässlich des Weltumwelttags einen Preis. In diesem Jahr sammelten die Schüler 180 Altgeräte, die HT zur vorschriftsmäßigen Entsorgung an entsprechende Fachbetriebe weiterleitete. Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren hat HT im Rahmen dieses Projekts und anderer ähnlicher Umweltschutzprojekte und -initiativen insgesamt 137 000 alte Mobiltelefone gesammelt und umweltfreundlich entsorgt.

Barrierefreie Produkte und Dienste

Die Telekom möchte Menschen mit Einschränkungen den Zugang zur Informations- und Wissensgesellschaft erleichtern. Unsere Sozialtarife bieten wir nicht nur einkommensschwachen Personen an, sondern stellen sie auch gehörlosen oder sehbehinderten Menschen zur Verfügung. Außerdem unterstützen wir sie mit speziell angepassten Produkten und Lösungen.

Unser Beitrag zu den SDG

Service für hörgeschädigte Menschen
Bereits 2003 haben wir in Deutschland eine Hotline („Deaf Hotline“) für gehörlose und schwerhörige Kunden eingerichtet. Aktuell wenden sich täglich bis zu 50 Menschen an die Hotline, um sich beispielsweise zum Anschluss ihres DSL-Routers oder zu speziellen Handy-Tarifen beraten zu lassen. Die Mitarbeiter der Deaf Hotline sind mit sogenannten Live-Berater-Arbeitsplätzen ausgestattet, die unter anderem über HD-Kameras verfügen. Kunde und Live-Berater sehen sich über einen videobasierten Live-Chat und können in Gebärdensprache miteinander kommunizieren. Auf die Deaf-Hotline wird seit 2017 auch explizit als Möglichkeit zur Abstimmung von Terminen mit Technikern hingewiesen.

Für gehörlose Kunden beziehungsweise Mitglieder des Deutschen Gehörlosenbundes e.V. betreiben wir außerdem eine spezielle Online-Vertriebsseite. Dort bieten wir vergünstigte Mobilfunk- und Festnetz-Angebote an, die genau auf die Bedürfnisse gehörloser Menschen zugeschnitten sind. Über die Website können Kunden die gewünschten Tarife direkt buchen, Kontakt mit den Mitarbeitern der Deaf-Hotline aufnehmen oder sich zur neuen Austausch- und Informationsplattform „Deaf-Café“ in der Telekom-hilft-Community weiterleiten lassen. Das Deaf-Café bietet einen geschützten Raum, um in Gruppen und Foren mit anderen Gehörlosen zu diskutieren oder Fragen zu Telekom-Angeboten zu stellen.

Engagement für Hörgeschädigte in der Slowakei
Etwa ein Prozent der slowakischen Bevölkerung ist hörgeschädigt. Für diese Menschen entwickelt Slovak Telekom umfassende Programme und Aktivitäten, die ihnen bei der Bewältigung alltäglicher Herausforderungen helfen. Unsere Hilfe gilt auch Familien mit hörgeschädigten Kindern. Wir wollen die öffentliche Aufmerksamkeit stärker auf die speziellen Bedürfnisse von Hörgeschädigten lenken.

Ein Portal, in dem sich betroffene Eltern austauschen und wichtige Informationen finden können, wird seit 2015 von Slovak Telekom betrieben. Es hilft hörenden Eltern hörgeschädigter Kinder, ihren Kindern die richtigen Impulse zu geben und ihre Entwicklung zu fördern. 2017 wurde das Portal um viele neue Inhalte erweitert. Tausende von Interessenten nutzten das Angebot. Es gibt inzwischen eine große Gruppe von regelmäßigen Besuchern.

Engagement for the hearing-impaired

Als Telekommunikationsbetreiber bieten wir Hörgeschädigten umfassende Unterstützung an und stellen für sie ein attraktives mobiles Datenangebot bereit. 2017 führte die Telekom einen „Mobile Internet L“-Spezialtarif für Gehörlose ein, der einen Preisnachlass von über 95 Prozent vorsieht. Jeder Kunde, der von der zuständigen Behörde für Arbeit, Soziales und Familie als hörgeschädigt anerkannt ist, kann diesen Tarif für sich in Anspruch nehmen.

Seit 2013 bietet die Telekom einen speziellen Mobilfunktarif für Hörgeschädigte an: unbegrenzte SMS sowie 2 GB Datenvolumen für das Smartphone und 20 Freiminuten für Verbindungen in alle Netze zu einem Monatspreis von 12 Euro.

Engagement for the hearing-impaired

Start-up-Förderung: Ideen Raum geben

hub:raum Start-up-Inkubator
Seit 2012 betreiben wir unter dem Namen hub:raum einen eigenen Start-up-Inkubator in Berlin, Krakau und Tel Aviv. Auf diese Weise erhalten wir direkten Einblick in die innovativen Ideen von Start-ups. Im Gegenzug bieten wir Zugang zu unserem Technologie-Know-how und unseren Kunden. Zudem leisten wir Unterstützung beim Unternehmensaufbau. Erfahrene Unternehmensgründer und Experten der Telekom stehen den Start-ups in unterschiedlichen Programmen als Mentoren zur Seite. Zudem bietet hub:raum ausgewählten Jungunternehmen Startfinanzierungen (Seed-Funding) in Höhe von bis zu 300 000 Euro. Im Berichtszeitraum haben wir sechs Investments in junge Unternehmen getätigt. Alle interessierten Start-ups können sich auf der hub:raum-Website für eine Zusammenarbeit oder Startfinanzierung bewerben. Seit 2017 arbeitet hub:raum intensiv mit dem Bereich „Partnering und Business Development“ der Telekom zusammen, der für Geschäftskooperationen zuständig ist. Mit hub:raum fördern wir auch viele neue Ideen für mehr Nachhaltigkeit.

Unser Beitrag zu den SDG

hub:raum-Programm für die blitzschnelle Datenübertragung mit 5G
Der kommende Mobilfunk-Standard 5G verspricht mehr als nur schnelleres Internet. Für viele Branchen ergeben sich mit dieser Technologie ganz neue Möglichkeiten. Ein entscheidender Vorteil sind sogenannte Low-Latency-Interaktionen. Sie ermöglichen sehr geringe Datenübertragungszeiten. Das könnte künftig zum Beispiel die Arbeit von Ersthelfern an Unfallstellen erleichtern, indem es ihnen ermöglicht, in Echtzeit Daten mit Fachärzten in Krankenhäusern auszutauschen. 2017 hat hub:raum ein Prototyp-Programm gestartet, um die Entwicklung solcher innovativen 5G-fähigen Anwendungsfälle in Europa zu fördern. Seit Oktober 2017 können sich Unternehmen als Partner für das Projekt bewerben. Auch mit Testumgebungen in Krakau und Berlin unterstützt hub:raum gute Ideen für die Nutzung des neuen Mobilfunk-Standards.

App img in die Lücke: Der eParkomat
2017 hat hub:raum in das tschechische Start-up eParkomat investiert. Das junge Unternehmen betreibt eine App zur digitalen Parkplatzsuche. Mithilfe eines Algorithmus berechnet die Anwendung in Echtzeit, wie viele freie Parkplätze am Straßenrand etwa verfügbar sind. Nutzer können sich die freien Parkplätze auf einer Karte anzeigen und sich direkt dorthin lotsen lassen. Das hat auch Vorteile für die Umwelt: Wenn Autofahrer schneller einen Parkplatz finden, reduzieren sich das Verkehrsaufkommen und die CO2-Emissionen in Städten. 2017 hat eParkomat in Prag ein Pilotprojekt mit über 25 000 öffentlichen Parkplätzen erfolgreich abgeschlossen. Dank der Investition von hub:raum kann das Unternehmen voraussichtlich 2018 in andere Städte expandieren.

Mobile Handy-Reparatur mit Reparando
Geht ein Handy oder Smartphone kaputt, ist schnelle Hilfe gefragt. Das Start-up Reparando führt notwendige Reparaturen direkt beim Kunden zu Hause oder im Büro durch. Mitte 2015 gegründet, ist das Stuttgarter Start-up schon zu über 10 000 Reparaturen ausgerückt und bietet seinen Service in 20 deutschen Städten an. Seit 2017 unterstützt hub:raum das Unternehmen. Reparaturservices wie die von Reparando verlängern die Lebensdauer von Smartphones und helfen so, Ressourcen einzusparen.

Starthilfe für interne „Gründer“
Seit 2011 ermöglichen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit dem internen Innovationsprogramm „UQBATE“, eigene Konzepte für neue Dienste und Geschäftsfelder innerhalb der Deutschen Telekom zu entwickeln. Sie können ihre Überlegungen auf der UQBATE-Plattform interessierten Kollegen vorstellen, Teams bilden und ihre Ideen gemeinsam Schritt für Schritt in marktreife Produkte überführen. Auch 2017 wurden wieder einige spannende Ideen vorgestellt. Dazu gehörte „BeOn Track“, ein besonders langlebiges Gerät zur Lokalisierung von Personen. Um jemanden zu orten, verwendet „BeOn Track“ nicht das GPS-Signal, sondern eine neue Technologie mit einer sehr viel längeren Batterielaufzeit. Vermisste Demenzkranke könnten so beispielsweise schnell lokalisiert und wiedergefunden werden. Der Tracker lässt sich in eine Kette oder ein Armband verbauen und funktioniert bis zu zehn Jahre lang.

Gründerprogramm unterstützt regionale Start-ups in Tschechien

2017 wurde das Gründerprogramm „Take-offs“ von T-Mobile Czech Republic zum siebten Mal durchgeführt. Das Programm bietet finanzielle Unterstützung, langfristige professionelle Beratung und Know-how für regionale Start-ups an. Dabei sollen künftige Unternehmer gefördert werden, die mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind, beispielsweise Menschen aus Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit, Frauen im Erziehungsurlaub, Senioren oder Behinderte sowie Studenten ohne Arbeitserfahrung.

Von den 437 angemeldeten Projekten gingen 40 als regionale Gewinner hervor. Sie wurden von einer Expertenjury bei neun regionalen Workshops bekannt gegeben, die kostenlos für alle Interessierten angeboten wurden und an denen 550 Personen teilnahmen. Alle regionalen Gewinner erhalten Unterstützung von Experten aus den Bereichen Marketing, Kommunikation und Finanzen sowie eine kräftige Finanzspritze in Höhe von700 Euro.

Die Öffentlichkeit war eingeladen, aus den 40 regionalen Gewinnern den Gesamtsieger des Wettbewerbs zu küren. Mehr als 14 000 Menschen beteiligten sich an der Online-Abstimmung und wählten Petr Šmíd und sein Projekt „Hoblhome“ (Küchenprodukte aus Holz) zum Publikumsgewinner. Er erhielt ein Preisgeld in Höhe 5 500 Euro. Eine Expertenjury wählte außerdem den nationalen Gewinner. In diesem Jahr war es Dagmar Dušková mit ihrem Projekt  „Damilk“ (Käseherstellung im Familienbetrieb). Sie erhielt Preise im Wert von insgesamt 25 900 Euro.

Das Gründerprogramm erfreute sich auch in diesem Jahr wieder beachtlicher Medienpräsenz. Die Sieger wurden zur Vorstellung ihrer Projekte in Fernsehen und Radio sowie in verschiedenen Print- und Online-Medien eingeladen.