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Corporate Responsibility Bericht 2017

Kreislaufwirtschaft

In vielen Bereichen kann die Digitalisierung helfen, wertvolle Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen. Ein Beispiel ist die Dematerialisierung img: Wer Daten zum Beispiel in einer Cloud speichert, benötigt keine eigene Festplatte mehr. Der Verzicht auf eine Festplatte spart Rohstoffe, reduziert den Stromverbrauch und vermeidet Müll.

Auch der Ansatz „Teilen statt besitzen“ trägt wesentlich zur Ressourcenschonung bei. Zahlreiche „Shared Economy“-Angebote wie das Car-Sharing werden durch die Digitalisierung erst möglich. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, entsprechende Konzepte mit unserem Know-how zu unterstützen und mit entsprechenden Angeboten voranzutreiben.

Ein weiterer Lösungsansatz ist der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen. Ziel ist es, diese über den Lebenszyklus eines Produkts hinaus wieder vollständig in den Produktionsprozess zurückzuführen. Altgeräte nehmen wir deshalb zurück und führen Wertstoffe einem fachgerechten Recycling zu.

So sparen wir Ressourcen und schützen die Umwelt

Mit unserem Managementsystem für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz („Health, Safety and Environment“, HSE img) verpflichten wir uns, unsere Leistungen in diesen Bereichen kontinuierlich zu verbessern. Es beruht auf den internationalen Standards OHSAS 18001 für Arbeits- und Gesundheitsschutz und ISO 14001 für Umweltmanagement.

Als Dienstleistungsunternehmen haben wir einen deutlich geringeren Ressourceneinsatz als produzierende Unternehmen. Der Ressourcenverbrauch für die Herstellung und Nutzung unserer Produkte findet in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen statt – bei unseren Lieferanten und Kunden. Innerhalb unserer Wertschöpfungskette setzen wir uns für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ein. Das heißt, wir fördern den verantwortungsvollen Rohstoffeinsatz bei unseren Lieferanten und die Wiederverwendung von Materialien bei unseren Kunden. So unterstützen wir in verschiedenen Ländern Handy-Sammel-Aktionen, um wertvolle Ressourcen zurückzugewinnen. Dazu haben wir den ESG KPI img Rücknahme Mobilgeräte etabliert, der die Anzahl in Umlauf gebrachter Mobiltelefone (ohne TMUS) ins Verhältnis zur Anzahl zurückgenommener Altgeräte setzt.

Unser Abfallaufkommen erfassen wir regelmäßig konzernweit. Mit unserem „Internationalen Rahmen für das Abfallmanagement“ stellen wir einheitliche Grundsätze für alle unsere Landesgesellschaften sicher. Auf dieser Basis müssen sie in eigener Verantwortung messbare Ziele festlegen und deren Umsetzung überwachen. Dieses Vorgehen sowie der Verzicht auf quantitative Vorgaben machen es möglich, flexibel auf landes- und unternehmensspezifische Rahmenbedingungen einzugehen.

Auch an unseren Arbeitsplätzen steht Ressourceneffizienz im Vordergrund. Wir verwenden Recyclingpapier, setzen auf den Einsatz energieeffizienter Multifunktionsdrucker und fördern den Einkauf umweltschonenden Büromaterials. Um den Papierverbrauch im Konzern zu senken, bitten wir unsere Mitarbeiter, auf die postalische Gehaltsabrechnung zu verzichten und stattdessen ein „De-Mail-Postfach“ zu nutzen. Rund 20 Prozent der Beschäftigten verzichten bereits auf den Postversand.

Fortschritte

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Abfallvermeidung und Recycling

Unser Abfallmanagement ist konzernweit nach einheitlichen Prinzipien organisiert. Die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Landesgesellschaften. Auf Konzernebene haben wir kein Ziel zur Reduktion von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen vorgegeben. Vielmehr entwickeln die Landesgesellschaften auf Basis unseres 2013 verabschiedeten „Internationalen Rahmens für das Abfallmanagement“ eigene Abfallstrategien beziehungsweise aktualisieren ihre bereits bestehenden Strategien. Dafür setzen sie sich auch entsprechende Ziele: Im Vordergrund steht dabei die Reduktion gefährlicher Abfälle, wie zum Beispiel Bleibatterien.

Unser Beitrag zu den SDG

Anforderungen an ein konzernweites Kupferkabelrecycling
Kupferkabel waren jahrzehntelang Hauptbestandteil der Telefonleitungen. Sie werden im Rahmen des Glasfaserausbaus teilweise ersetzt. 2016 haben wir deshalb eine konzernweit verbindliche Richtlinie mit Anforderungen an das Recycling von Kupferkabeln eingeführt. Die Richtlinie unterstützt die Landesgesellschaften bei der Wiederverwertung und Entsorgung von Altkabeln.
 

 

 

Methoden zur Wiedergewinnung von Tantal aus Elektroschrott erprobt

Unser Beitrag zu den SDG

Mit der Umstellung auf IP img Technologie und dem Abbau analoger Infrastruktur werden wir in den nächsten Jahren tonnenweise alte Elektronik demontieren. Unser Ziel ist es, wertvolle Metalle wie Gold oder Tantal aus dem anfallenden Elektroschrott zurückzugewinnen. Jedoch gibt es bislang nicht für alle Metalle geeignete Recycling-Methoden. Das in Kondensatoren verarbeitete Tantal wird aus Coltan-Erz gewonnen. Dieses gilt als Konfliktrohstoff. Daher führen wir seit 2013 ein Projekt mit dem bifa Umweltinstitut durch. Das Ziel: die optimale Methode für die Demontage („Entstückung“) und das Recycling von Tantal-Kondensatoren zu entwickeln. Zur Entstückung der Tantal-Kondensatoren wurden unterschiedliche manuelle und automatisierte Methoden erprobt. Auf Basis der Ergebnisse haben wir im Jahr 2016 ein automatisiertes Verfahren ausgewählt: Die Entstückung der Platine erfolgt hierbei mithilfe einer thermischen Behandlung. Um die Methode in den regulären Betrieb zu überführen, ist eine ausreichend hohe Menge an Elektroschrott erforderlich. Diese konnten wir 2017 noch nicht bereitstellen. Wir planen diese Methode ab 2018 einzusetzen.

Verkauf und Wiederverwendung elektrischer und elektronischer Geräte in Spanien

Seit 2012 gibt T-Systems Iberia nicht mehr benötigte elektrische und elektronische Geräte an Kapema ab, ein Unternehmen, das diese Geräte neu aufbereitet und weiterverkauft. Mitarbeiter von T-Systems werden dabei vorrangig behandelt. Durch diese Initiative konnte der Umfang der elektrischen und elektronischen Abfälle drastisch reduziert werden. Im letzten Jahr wurden 543 Laptops und 96 Desktops verkauft, was eine Reduktion der Geräteemissionen um beachtliche 2844 kg ermöglichte.

COSMOTE bietet aufbereitete Geräte an

Die OTE Gruppe hält sich an die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft. Dies gilt auch für ihre Wertschöpfungskette.

Seit September 2013 enthalten Verträge für Festnetz-, Internet- und TV-Dienste Mietoptionen für kostenlos bereitgestellte Geräte (vorausgesetzt der Kunde entscheidet sich, die erforderlichen Geräte von COSMOTE bereitstellen zu lassen). Damit soll die Nutzungsdauer der den Kunden von COSMOTE und dem GERMANOS-Einzelhandelsnetz bereitgestellten Geräte verlängert und eine ordnungsgemäße Entsorgung von Endgeräten sichergestellt werden. Gemäß den Vertragsbedingungen ist der Gerätebetrieb während der Vertragslaufzeit des Kunden von einer Garantie abgedeckt. Der Kunde muss das Gerät nach Ablauf des Vertrags zurückgeben. Zurückgegebene Geräte werden eingehend überprüft, gegebenenfalls repariert und dann voll funktionsfähig wieder in Umlauf gebracht. COSMOTE arbeitet mit lizenzierten Entsorgungsunternehmen zusammen und führt diesen die Altgeräte für das Recycling zu.

Dabei werden Rohstoffverbrauch und Abfallerzeugung reduziert, die wirtschaftliche Verwertbarkeit der eingesetzten Rohstoffe wird so lange wie möglich aufrechterhalten, und der Kunde erhält hochwertige Dienste zu geringeren Kosten.

Die wichtigsten Zahlen für 2017:

  • Alle neuen Verträge (Privat- und Geschäftskunden) umfassten kostenlose Mietoptionen für Endeinrichtungen.
  • Von 147 897 überprüften Geräten wurden 115 239 neu aufbereitet und wieder in Umlauf gebracht.
  • Im Zeitraum von 2013 bis 2017 wurden  259 092 Geräte recycelt.