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Corporate Responsibility Bericht 2017

CO2-Emissionen

Die Nachfrage nach schnelleren, flächendeckend verfügbaren Datendiensten steigt rasant. Deshalb bauen wir unsere Infrastruktur weiter aus und erhöhen die Geschwindigkeit der Datenübertragung. Trotz stetig steigender Datenmengen schaffen wir es aufgrund unserer Bemühungen zur Verbesserung der Energieeffizenz – zum Beispiel beim Umbau der Netzinfrastruktur –, den Energieverbrauch konstant zu halten. Weitere Schwerpunkte sind der Betrieb unserer Gebäude, die Reduzierung von Geschäftsreisen und Optimierung unserer Geschäfts- und Dienstfahrzeugflotte in Deutschland. Sie ist mit knapp 24 000 Fahrzeugen in Deutschland eine der größten in Europa.

So schützen wir das Klima

„Wir übernehmen Verantwortung für eine klimafreundliche Gesellschaft“: So lautet ein wichtiges Handlungsfeld unserer CR-Strategie. Unser 2013 beschlossenes konzernweites Klimaschutzziel zahlt darauf ein. Wir wollen unsere CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber 2008 um 20 Prozent senken (ohne T-Mobile US). Um dies zu erreichen, haben wir verschiedene Maßnahmen definiert und Messinstrumente entwickelt.

Neue Methode zur Berechnung unseres Klimaziels
Steigender Datenverkehr und der damit verbundene Netzausbau stellen uns vor große Herausforderungen: Wir benötigen mehr Leistung und Rechenzentren, wollen dabei aber gleichzeitig unsere Energieverbräuche und CO2-Emissionen reduzieren. Dieser Herausforderung stellen wir uns und halten weiterhin an unserem ambitionierten Klimaziel fest. Wir konzentrieren unsere Aktivitäten zur Reduzierung der Emissionen auf Bereiche mit besonders hohem Energieverbrauch, vor allem auf unsere Netze und Rechenzentren. So konnten wir trotz steigender Datenmengen den Ausstoß der Emissionen (ohne T-Mobile USA) in den vergangenen Jahren leicht reduzieren. Darüber hinaus setzen wir verstärkt auf erneuerbare Energien. Zertifikate für erneuerbare Energien wurden bisher nicht bei der Berechnung unseres Klimaziels berücksichtigt. Im Rahmen unseres jährlichen Klimaziel-Monitorings haben wir die Methodik zur Emissionsberechnung für unser Klimaziel geprüft und überarbeitet. Entsprechend der Rahmenbedingungen des Greenhouse Gas (GHG) Protocols haben wir bereits seit 2015 unsere Emissionen mit Hilfe der marktbasierten Methode berechnet. Diese Berechnungsmethode wenden wir nun auch auf unser Klimaziel an. Das bedeutet, dass auch der Einkauf von Strom aus erneuerbaren Energien durch Zertifikate oder von Strom aus emissionsärmeren Quellen berücksichtigt werden kann. Konsequenterweise haben wir daher auch die Baseline 2008 um den zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Anteil erneuerbarer Energien angepasst. Diese reduziert sich nun von bisher 2 602 431 Tonnen CO2 auf 1 481 400 Tonnen CO2. Auch das Klimaziel verändert sich daher auf der Basis von 2008 auf 1 185 120 Tonnen CO2 in 2020. Dies entspricht auch weiterhin einer Reduktion von -20 %. Wir bewegen uns mit dieser Berechnungsmethode auf dem für 2017 prognostizierten Niveau. 

So messen wir unsere Fortschritte
Mit verschiedenen Kennzahlen (Key Performance Indikatoren, KPI img) messen wir unseren Beitrag zum Klimaschutz und machen damit die Fortschritte in der Umsetzung unserer Klimastrategie für unsere Stakeholder img transparent. Die KPI Carbon Intensity und Energy Intensity setzen dabei unsere CO2-Emissionen bzw. unseren Energieverbrauch mit dem transportierten Datenvolumen in Beziehung. Zusammen mit dem Datenvolumen als Bezugsgröße wird eine direkte Verknüpfung zur Leistungsfähigkeit unserer Netze hergestellt. Auch die KPI Enablement Faktor, PUE und Erneuerbare Energien dienen der Steuerung und Transparenz im Thema Klimaschutz.


ESG KPI „Energy Intensity" Konzern DT in Deutschland

   Daten durch PwC geprüft. Daten beruhen teilweise auf Schätzungen, Annahmen und Hochrechnungen. In 2017 wurde die Berechnungsmethode angepasst. Werte sind mit den Vorjahreswerten nicht direkt vergleichbar.

ESG KPI „Carbon Intensity“ Konzern DT in Deutschland

  Daten durch PwC geprüft. Daten beruhen teilweise auf Schätzungen, Annahmen und Hochrechnungen. In 2017 wurde die Berechnungsmethode angepasst. Werte sind mit den Vorjahreswerten nicht direkt vergleichbar.

Direkte und indirekte Emissionen
Konzernweit messen wir unsere Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Grundlage des international anerkannten GHG-Protokolls. Dieser Standard unterscheidet drei Kategorien von CO2-Emissionen (Scope 1, 2 und 3). Scope-1 und Scope-2-Emissionen img verwenden wir als Basis für die Berechnung unseres ESG KPI Carbon Intensity. Alle CO2-Emissionen schlüsseln wir detailliert im Kapitel Kennzahlen auf.

Andreas Kröhling

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Andreas Kröhling

Fortschritte

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Scope-3-Emissionen erfasst

Indirekte Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette – sogenannte Scope-3-Emissionen img – machen den größten Teil unserer Gesamtemissionen aus. Die Erfassung dieser Emissionen erlaubt uns, auf Unternehmens- und Produktebene gezielt Maßnahmen zu ergreifen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Seit 2016 legen wir konzernweit die Scope-3-Emissionen vollständig offen. In Deutschland betrugen diese im Jahr 2017 6 013 202 Tonnen CO2-Äquivalente, ca. 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Gründe für den Anstieg sind gestiegene Investitionen in den Netzausbau und die positive Geschäftsentwicklung: Steigende Kundenzahlen, sowie der Verkauf von höherwertigen Dienstleistungen (insbesondere Triple Play img) führten zu höheren CO2-Emissionen bei der Nutzung unserer Dienste. Im Konzernwert für Deutschland sind 2017 außerdem auch die Emissionen von T-Systems einberechnet.

Den größten Anteil der Scope-3-Emissionen macht die Nutzung der von uns verkauften und vermieteten Endprodukte sowie der Energieverbrauch der zur Nutzung unserer Dienstleistungen verwendeten Geräte aus – sowohl in Deutschland, als auch konzernweit. Ebenfalls bedeutsam sind die Emissionen aus dem Einkauf von Technologie für den Aufbau unserer Netze sowie aus dem Einkauf von Endgeräten und anderen Waren und Dienstleistungen.

CO2e-Emissionen (Scope 1-3)

Interaktive Grafik

  • 48%
  • 1%
  • 16%
  • 35%
  • Emissionen aus vorgelagerten Aktivitäten

    Scope 3

    9 418 kt CO2e

    Transportdienst­leistungen, erworbene Produkte und Dienstleistungen, Kapitalgüter, Produktionsabfälle, Energie- und Kraftstoffvorketten, Geschäftsreisen und Weg zur Arbeit.

    Emissionen aus den eigenen Aktivitäten der Telekom

    Scope 1

    284 kt CO2e
    Betrieb der Anlagen, Gebäude und Fahrzeuge der Deutschen Telekom.
    Emissionen aus eingekaufter Energie

    Scope 2

    3 114 kt CO2e
    Erzeugung der von der Deutschen Telekom eingekauften Mengen Strom- und Fernwärme.
    Emissionen aus nachgelagerten Aktivitäten

    Scope 3

    6 889 kt CO2e
    Transport verkaufter Produkte zum Kunden, Nutzung verkaufter und vermieteter Produkte sowie Entsorgung und Verwertung verkaufter Produkte.
Für mehr Informationen klicken Sie bitte auf die Prozent-Werte.

2017 erfassten wir neben den Landesgesellschaften Albanien, Mazedonien und Montenegro erstmalig auch die Scope-3-Emissionen der T-Systems Einheiten, was ebenfalls zum Anstieg des Konzernwerts um 27% gegenüber 2016 beigetragen hat. Die Werte der USA, sowie von wenigen europäischen Ländern aus 2016 wurden aufgrund von Neuberechnungen beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen nach oben korrigiert.

Überblick Scope-3-Emissionen (t CO2e)
Landesgesellschaft 2016 2017 Jahresvergleich
Deutschland (inkl. T-Systems) 4 879 850 6 013 202
 
Ungarn  572 533 672 046
 
Kroatien  320 386 363 383
 
Slowakei  265 095 327 906
 
Griechenland  1 243 149 1 049 535
 
Rumänien  500 539 660 381
 
Österreich  116 802 141 762
 
Tschechien  185 787 226 466
 
Niederlande  190 656 211 694
 
Polen  362 078 572 403
 
Albanien   7 507 2017 erstmalig erfasst
Mazedonien   33 028 2017 erstmalig erfasst
Montenegro   20 535 2017 erstmalig erfasst
USA 4 217 941 5 768 480
 
T-Systems (ohne Dtl.)   239 195 2017 erstmalig erfasst
Summe 12 854 817 16 307 523
 
Andreas Kröhling

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Enablement Faktor: Kunden sparen CO2

Unsere Produkte und Dienste verbinden nicht nur Menschen, sie befähigen sie auch dazu, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. Neben unserem eigenen CO2-Fußabdruck errechnen wir ebenfalls die positiven CO2-Effekte, die auf Kundenseite durch die Nutzung unserer Produkte und Lösungen ermöglicht werden. Beide Größen setzen wir mit dem sogenannten Enablement-Faktor miteinander in Beziehung, um unsere Gesamtleistung im Klimaschutz zu bewerten. Mit der Messung des Enablement-Faktors haben wir 2014 in einem Pilotprojekt begonnen. 2017 haben wir das Einsparpotenzial für 15 verschiedene Produkte untersucht. Dabei wurden die Themen „Ride Sharing“ und „Accommodation Sharing“ erstmalig betrachtet. Ein weiteres Beispiel für die durch unsere Produkte ermöglichten Einsparungen ist das Thema „Cloud Computing“: Unsere Kunden können ihre CO2-Emissionen reduzieren, indem sie unsere Cloud-Angebote nutzen und ihre bestehende Infrastruktur in unsere effizienten Rechenzentren auslagern. Bessere Server, energieeffizientere Rechenzentren und eine höhere Auslastung der Infrastruktur können dabei zu Einsparungen in der Größenordnung von bis zu 80% des Energieverbrauchs und der damit verbunden Emissionen führen.

Das Ergebnis: In Deutschland waren die bei unseren Kunden ermöglichten positiven CO2-Effekte um 71 % höher als unsere eigenen CO2-Emissionen (Enablement Factor von 1,71 zu 1). Die positiven CO2-Effekte, die auf Kundenseite durch die Nutzung unserer Produkte und Lösungen ermöglicht werden, stiegen im Berichtsjahr von 8,6 auf 12,8 Millionen Tonnen. Wesentliche Treiber waren drei im Vorjahr noch nicht berichteten Kategorien (Audio Conferencing, Ride Sharing und Accommodation Sharing, sowie eine starke Zunahme der Nutzung unser emissionsmindernden Produkte und Dienstleistungen.

ESG KPI Enablement Faktor: Ermöglichte CO2 -Emissions-Einsparungen durch Nutzung von DT Produkten und Services

In ganz Europa (inkl. Deutschland) waren die bei unseren Kunden ermöglichten positiven CO2-Effekte höher im Vorjahr; der Faktor hat den Wert 1,21 zu 1 (2016: 0,95).

ESG KPI Enablement Faktor: Ermöglichte CO2-Emissions-Einsparungen durch Nutzung von DT Produkten und Services

Bei den verwendeten Fallbeispielen und in der Methodik legen wir stets eine eher konservative Betrachtung zugrunde. Dies gilt gleichermaßen für die ermöglichten Emissionsminderungen bei unseren Kunden wie auch für unsere Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette. So berücksichtigen wir bei unserem eigenen CO2-Fußabdruck alle Emissionsstufen – neben den Emissionen aus dem eigenen Energieverbrauch (Scope 1 und 2) auch die Scope 3 Emissionen, die bei unseren Lieferanten und Kunden anfallen. Letzteres beinhaltet sogar den Stromverbrauch der Fernseher unserer Kunden für die Nutzung unserer Triple Play img Angebote.

Blockheizkraftwerke sparen CO2-Emissionen

Zusätzlich zum konventionellen Strombezug aus dem Netz setzen wir Blockheizkraftwerke (BHKW) ein. Im Jahr 2017 nahmen wir ein neues BHKW-Modul am Standort Berlin in Betrieb. Der Großteil unserer nun insgesamt 32 Anlagen in Deutschland (Stand Ende 2017) versorgt unsere Netzknotenpunkte mit Energie: Die BHKW wandeln die eingesetzte Energie aus Gas in Nutzenergie (Strom und Wärme) um. Mit der Abwärme beheizen wir direkt vor Ort unsere Bürogebäude. Dadurch erreichen die Kraftwerke einen Gesamtnutzungsgrad von bis zu 90 Prozent. Im Vergleich dazu liegt der Gesamtnutzungsgrad von konventionell erzeugtem Strom aus dem allgemeinen deutschen Stromnetz nur bei rund 40 Prozent. So können wir durch den Einsatz von BHKW die CO2-Emissionen unseres Netzbetriebs verringern.

Nachhaltiges Stadtteilkonzept
In Berlin führt eine Nahwärmeleitung von unserem BHKW zu einer benachbarten Schule. Mit der Abwärme des Kraftwerks konnte 2017 der Heizbedarf der Schule und ihrer Turnhalle vollständig gedeckt werden. Dies hilft den CO2-Ausstoß um bis zu 700 Tonnen im Jahr zu reduzieren.

Nach Sanierung sparen BHKW zusätzlich Ressourcen
Im Oktober 2017 haben wir die Sanierung von zwei BHKW-Anlagen abgeschlossen. In beiden Anlagen wird nun mithilfe einer Absorptionskältemaschine die Abwärme in Kälte umgewandelt und für die Kühlung von Netzknoten img genutzt. Um dort den Wasserverbrauch für die Klimatisierung weiter zu reduzieren, wurden zusätzlich umweltfreundliche Trockenkühler errichtet. Die Folge: Den für den Betrieb der Anlagen notwendigen Einsatz von Wasser und Chemikalien können wir fortan deutlich reduzieren.

Knapp 9 000 Tonnen CO2 kompensiert

Die Vermeidung von Treibhausgasen hat für uns höchste Priorität. CO2-Emissionen, die wir weder vermeiden noch reduzieren können, können über Investitionen in zertifizierte Klimaschutzprojekte in Ergänzung zu unserem verstärkten Engagement in erneuerbare Energien kompensiert werden.

Im Berichtsjahr 2017 hat die Telekom Deutschland Treibhausgasemissionen im Umfang von weiteren971 Tonnen CO2 ausgeglichen. Kompensiert wurden unter anderem Emissionen, die in Verbindung mit unseren Veranstaltungen (An- und Abreise der Teilnehmer, Raumnutzung etc.) oder mit bestimmten Produkten und Dienstleistungen (z.B. Betrieb von Telefon- oder Webkonferenzen) entstanden sind. Wie wir die Emissionen von Veranstaltungen kompensieren, ist in unserer Event Policy festgelegt.

Unsere Strategie für klimaschonende Mobilität

Um unser Flottenmanagement klimaschonend auszurichten, verfolgen wir eine Strategie, die auf drei Säulen beruht:

Unser Beitrag zu den SDG

  • Richtig dimensionieren („Rightsize“): Auswahl angemessen dimensionierter, energieeffizienter und schadstoffarmer Fahrzeuge. Durch die Einführung der Green Car Policy haben wir zudem Anreize für Fahrer von Geschäftsfahrzeugen geschaffen, verstärkt kleinere, verbrauchsoptimierte Fahrzeuge zu wählen.
  • Wirtschaftlich gestalten („Economize“): Förderung einer kraftstoffsparenden und damit emissionsarmen Fahrweise durch Fahrertrainings.
  • Ersetzen („Substitute“): Pilotierung und Erprobung alternativer Mobilitätskonzepte.

Bis 2020 wollen wir die durchschnittlichen CO2-Emissionen aller neu angeschafften Pkws (Geschäfts- und Dienstfahrzeuge) in Deutschland auf 95 g CO2/km senken.

Alternative Antriebe in unserer Flotte
Durch die Anschaffung von Fahrzeugen mit alternativen Antriebs- beziehungsweise Kraftstoffsystemen können wir die CO2-Emissionen unserer Flotte weiter verringern. Bereits seit Längerem setzen wir hierfür punktuell Erdgas- und Elektrofahrzeuge ein. Kurz- und mittelfristig werden wir den Anteil alternativer Antriebe in der Flotte deutlich erhöhen. Im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Flotte werden wir in Zusammenarbeit mit den Einheiten gezielt Erdgas- oder Elektrofahrzeuge einsetzen, wo Nutzung und Einsatzprofile dies zulassen.

Breite Auswahl an Mobilitätsformen
Darüber hinaus unterstützen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Klimaschutz, indem wir ihnen zum Beispiel vergünstigte Fahrkarten für den öffentlichen Regional- und Nahverkehr anbieten. Außerdem setzen wir auf weitere zeitgemäße Formen der Mobilität. Dazu gehören unser seit zehn Jahren bestehender Shuttle-Service an verschiedenen Standorten, Leihfahrräder für den innerstädtischen Verkehr und Mietfahrzeuge. Unsere Mitarbeiter profitieren zudem von der Möglichkeit, attraktive Fahrradmodelle und E-Bikes über ein Gehaltsumwandlungsmodell erwerben zu können.

Ressourcenschonend unterwegs: E-Bikes, Shuttles, Leihräder

Als ressourcenschonende und gesundheitsfördernde Alternative bieten wir unseren Mitarbeitern in Deutschland bereits seit 2015 die Möglichkeit, im Rahmen der Gehaltsumwandlung ein Fahrrad oder E-Bike zu erwerben. Dabei kann mit Unterstützung von Telekom MobilitySolutions für drei Jahre ein Fahrrad über den Arbeitgeber geleast werden. Die monatliche Rate wird vom Bruttoentgelt gezahlt. Das neue Angebot hat sich vom Start weg großer Beliebtheit erfreut. Bis Ende 2017 nutzten bereits rund400 Kolleginnen und Kollegen diese Möglichkeit – ein deutliches Plus von 160 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Um auch bei Geschäftsreisen unsere CO2-Emissionen zu senken, bieten wir Shuttle-Services zwischen verschiedenen Standorten an, zum Beispiel zum Flughafen Köln/Bonn oder zum ICE-Bahnhof Siegburg. 2017 nutzten rund 120 000 Fahrgäste den Service. Die Buchung erfolgt für die Mitarbeiter komfortabel per App img oder im Intranet.

Für die dienstliche Nutzung bei innerstädtischen Terminen haben unsere Beschäftigten außerdem die Möglichkeit, an mittlerweile über 30 Telekom-Standorten in Deutschland Leihräder auszuleihen.

Mit E-Bikes schneller beim Kunden
2017 haben wir einen Pilottest für unseren Außendienst gestartet: Statt mit einem Pkw sind einige unserer Service-Techniker testweise mit elektronisch unterstützten Lastenrädern unterwegs. Wir erhoffen uns damit, in Großstädten schneller beim Kunden zu sein und unsere Termintreue weiter verbessern zu können. Derzeit sind sechs Lastenräder in Hannover, Düsseldorf und Duisburg im Einsatz. Darüber hinaus haben wir ein ähnliches Projekt in Stuttgart gestartet: Hier erproben wir den Einsatz von Rollern für den Außendienst.

Elektrofahrzeuge im Einsatz

Für den breiten Einsatz von Elektroautos in unserer Flotte bestehen weiterhin einige Hürden: Eingeschränkte Reichweiten, mangelhafte Lade-Infrastruktur und hohe Anschaffungskosten machen die Fahrzeuge für viele Nutzungsszenarien unattraktiv. Insbesondere im Bereich der Service-Fahrzeuge fehlt es an passenden Modellen. Positiv ist jedoch, dass wir durch die Umweltprämie des Bundes die Kosten für Elektrofahrzeuge im Flottenbetrieb etwas senken konnten. Dennoch konnten wir unsere bisherigen Elektrofahrzeugprojekte nur realisieren, da Ladestellen an unseren Standorten mit Unterstützung von Projektpartnern errichtet wurden. Um das Potenzial der Elektromobilität mittelfristig bestmöglich nutzen zu können, beteiligen wir uns weiter an ausgewählten Pilotprojekten zur Elektromobilität:

  • Am Standort Bonn bieten wir vier Elektro-Mietfahrzeuge der neuen Generation an. Diese Fahrzeuge können von Mitarbeitern für Dienstreisen kostenfrei genutzt werden.
  • Bei der Deutschen Telekom Technischer Service sind aktuell drei Service-Elektrofahrzeuge im Einsatz. Weitere Elektro-Service-Fahrzeuge fahren wir in Stuttgart und München.
  • In unserer Vorstandsflotte setzen wir zwei Elektrofahrzeuge als Chauffeurfahrzeug für Fahrten im Großraum Köln/Bonn sowie Berlin ein. Entsprechende Ladestellen wurden vor Ort errichtet.
  • Seit Sommer 2014 bieten wir schrittweise einzelne ausgewählte Hybridfahrzeuge sowie in ausgewählten Regionen auch Elektrofahrzeuge als Geschäftswagen an.

Magyar Telekom weiterhin 100% klimaneutral

Der Konzern Magyar Telekom blieb das ganze Jahr 2017 vollständig klimaneutral und knüpfte somit an seine Erfolge aus den vergangenen zwei Jahren an. Damit überrundete Magyar Telekom in dieser Hinsicht die größten Telekommunikationsunternehmen der Welt. Dieser Erfolg basiert auf dem Einkauf von 100 Prozent erneuerbarer Energie, der Verbesserung der Energieeffizienz sowie auf CO2-Kompensation und Energieeinsparungen. Der Konzern hat einen durchschnittlichen Emissionswert für die eigene Fahrzeugflotte festgelegt und belohnt dessen Einhaltung. Mitarbeiter mit Fahrzeugen, deren Emissionswerte über den Bezugswerten liegen, zahlen einen Malus, der zur CO2-Kompensation verwendet wird. 2017 erwarben wir CO2-Zertifikate, mit denen 25 000 Tonnen CO2 kompensiert wurden. 

Förderung der Nutzung von Elektroautos in den Niederlanden

Um den CO2-Ausstoß seiner Fahrzeugflotte zu reduzieren, führte T-Systems Netherlands im Mai 2014 ein Leasing-Angebot für Elektrofahrzeuge ein. Ladestationen wurden in den Parkbereichen eingerichtet, um ein Laden während der Bürozeiten zu ermöglichen.

Elektro- und Hybridfahrzeuge tragen zur Verringerung der CO2-Emissionen bei (siehe Tabelle unten). Nicht nur die Umwelt profitiert von den geringeren CO2-Emissionen – die Fahrer kommen auch in den Genuss von Steuervergünstigungen. Angesichts dieser Vorteile erfreuen sich diese Fahrzeugtypen in den Niederlanden großer Beliebtheit. Dies spiegelt sich auch darin wider, dass Ende 2017 der Anteil der umweltfreundlichen Fahrzeuge an unserer Fahrzeugflotte bei 24,5 Prozent lag.

Fahrzeugtyp CO2-Ausstoß %
Erdgasfahrzeug 88 g CO2 3,4
Hybridfahrzeug 36-88 g CO2 19,8
Elektrofahrzeug 0 g CO2 1,3
Gesamt   24,5