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Corporate Responsibility Bericht 2017

Klimastrategie

Wir wollen negative Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit verringern. Ein wichtiger Meilenstein ist dabei unser Klimaziel: Bis 2020 sollen unsere eigenen CO2-Emissionen um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2008 sinken (ohne T-Mobile USA). Dafür investieren wir beispielsweise in energieeffiziente Netztechnologien.

Wir wollen jedoch nicht nur unseren eigenen ökologischen Fußabdruck verkleinern, sondern auch unsere Kunden dabei unterstützen, CO2 einzusparen. Wie die GeSI SMARTer2030-Studie zeigt, können Informations- und Kommunikationstechnologien Teil der Lösung im Kampf gegen den Klimawandel sein. Mit Produkten wie unseren Cloud- oder Mobilitätslösungen tragen wir dazu bei, CO2-Emissionen bei unseren Kunden zu verringern.

Unsere integrierte Klimastrategie

Unser Beitrag zu den SDG

Unsere integrierte Klimastrategie haben wir an unserer Konzernstrategie „Leading European Telco“ ausgerichtet. So stellen wir sicher, dass unsere Maßnahmen zum Klimaschutz eng mit unserem Kerngeschäft verknüpft sind. Die Klimastrategie besteht aus vier Aspekten: CO2-Emissionen, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und nachhaltige Produkte. Für jeden der Aspekte haben wir Zielsetzungen und Kennzahlen definiert.

Die vier Säulen der integrierten Klimastrategie

Wir erfassen alle direkten und indirekten Emissionen gemäß dem weltweit anerkannten Greenhouse Gas (GHG)-Protokoll. Bis 2020 sollen unsere Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2008 um 20 Prozent sinken (ohne T-Mobile USA). An diesem ehrgeizigen Klimaziel halten wir trotz der Herausforderungen durch rasant wachsenden Datenverkehr und den damit verbundenen, fortlaufenden Netzausbau fest. Um es zu erreichen, konzentrieren wir uns auf Bereiche mit besonders hohem Energieverbrauch, vor allem auf unsere Netze und Rechenzentren. Wir konnten den Ausstoß der Emissionen (ohne T-Mobile USA) in den vergangenen Jahren bereits leicht reduzieren. Für die Zielerreichung wollen wir auch den Anteil erneuerbarer Energien stärken.

CO2-Emissionen

Wir bewerten mögliche Alternativen, wie wir unseren Ökostrom-Anteil erhöhen können. Darunter fallen etwa der Kauf von Zertifikaten für Strom aus erneuerbaren Energiequellen, die Eigenerzeugung erneuerbarer Energien beispielsweise durch den Einsatz von Blockheizkraftwerken sowie die Einführung eines internen Preises für Kohlenstoff. Einige Landesgesellschaften gehen bereits mit gutem Beispiel voran: T-Mobile Austria sowie OTE in Griechenland bezogen im Jahr 2017 ihren Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Konzernweit haben wir Parameter entwickelt, mit denen wir Stromeinkäufe in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte bewerten können. Die Parameter helfen uns, unseren Energiemix transparenter zu machen und den Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen zu erhöhen.

Erneuerbare Energien

Da der Betrieb unserer Netzinfrastruktur viel Energie benötigt, investieren wir in die Modernisierung und in energieeffiziente Technologien. So stellen wir z. B. unsere Netzinfrastruktur auf IP-Technologie um; sie ist nicht nur leistungsstärker, sondern verbraucht auch weniger Strom als bestehende Technologien. Zusätzlich bündeln wir den Datenverkehr in wenigen, besonders effizienten Rechenzentren. Um unsere Fortschritte zu messen, nutzen wir zwei Key Performance Indikatoren (KPIs). Sie setzen unseren Energieverbrauch bzw. unseren CO2-Fußabdruck ins Verhältnis zum transportierten Datenvolumen.

Energieeffizienz

Viele unserer Produkte und Dienste haben Nachhaltigkeitsvorteile: Sie können beispielsweise dabei helfen, Energie und CO2 zu sparen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern oder Logistik effizienter zu gestalten. Seit 2016 erfassen wir die CO2-Emissionen, die unsere Kunden durch die Nutzung unserer Produkte einsparen können. Mit unserem ESG KPI „Enablement-Faktor“ setzen wir unsere Emissionen mit den potenziellen Einsparungen bei unseren Kunden in Beziehung, um unsere Gesamtleistung im Klimaschutz zu bewerten. Darüber hinaus erfassen wir mit dem KPI „Anteil Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug“ den Anteil nachhaltiger Produkte. Das sind solche, denen Nachhaltigkeitsvorteile zugeordnet werden können und die gleichzeitig keine signifikanten Nachhaltigkeitsrisiken beinhalten.

Nachhaltige Produkte

Kooperationen für den Klimaschutz
Ein wirksamer Klimaschutz erfordert gemeinsame Anstrengungen von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Deshalb engagieren wir uns in vielen nationalen Initiativen, zum Beispiel der Stiftung 2° in Deutschland, und in internationalen Zusammenschlüssen. Zu nennen ist hier vor allem die Global e-Sustainability Initiative img (GeSI img). GeSI verfolgt als Unternehmensverband die Vision, die Gesellschaft mithilfe von ICT-Lösungen klimaschonender und nachhaltiger zu gestalten.

Weltklimakonferenz: Spannende Debatten und moderne Infrastruktur

Im November 2017 fand unter der Präsidentschaft der Fidschi-Inseln die 23. Weltklimakonferenz in Bonn statt. Diplomaten, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt kamen auf der Konferenz der Vereinten Nationen (UN) (englisch: Conference of the Parties, COP img) zusammen. Wir beteiligten uns inhaltlich mit einer Veranstaltung sowie mit der Bereitstellung modernster Infrastruktur.

Digitalisierung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Am 14. November 2017 stand in unserer Bonner Zentrale alles im Zeichen des Klimaschutzes. Die Chancen der Digitalisierung für den Klimaschutz werden bislang unterschätzt. Um dies zu ändern, sind wir mit unseren Stakeholdern in einen Dialog zum Thema „The impact of ICT img on climate change – curse or blessing“ getreten. Gemeinsam mit unserem Partner, der Global e-Sustainability Initiative img (GeSI img), sowie zahlreichen Stakeholdern und Experten aus Politik, Zivilgesellschaft und Unternehmen diskutierten wir die Chancen und Risiken von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) für den Klimaschutz. Dazu präsentierten wir gemeinsam mit Partnern Produkte und Lösungen für ein vernetztes und damit auch nachhaltig gestaltetes Leben und Arbeiten – beispielsweise zu den Themen E-Mobilität, Smart City und Logistik.

Glasfaser img für den Klimagipfel
Für die 23. Weltklimakonferenz in Bonn stellte die Deutsche Telekom die technische Infrastruktur. Allein für die Versorgung der beiden temporären Zeltstädte haben wir jeweils über 25 Kilometer Glasfaser- und Kupferkabel verlegt – Kapazitäten, die auch für die Versorgung einer Kleinstadt ausreichen würden. Eigens installierte Antennen stellten während der gesamten Veranstaltung die geforderte Mobilfunk-Kapazität sicher. Auf diese Weise erhielt die genutzte Grünfläche in Bonn moderne, breitbandige Kommunikationstechnik, die auch künftigen Veranstaltungen zugutekommen wird.

Was eine Veranstaltung mit über 25 000 Besuchern an Infrastruktur benötigt, zeigt die folgende Netzgeschichte:

Unser Umgang mit Klimarisiken

Im Rahmen unserer integrierten Klimastrategie befassen wir uns mit den Umweltauswirkungen unseres Handelns und ermitteln mögliche Chancen und Risiken, die für uns sowie für unsere Stakeholder img bestehen.

So können sich beispielsweise extreme Wetterbedingungen infolge des Klimawandels negativ auf unsere Geschäftsprozesse auswirken und zu Störungen im Netz oder gar Netzausfällen führen. Ein ganz reales Beispiel dafür war das Sturmtief Friederike, das Anfang 2018 zum Ausfall von mehr als 600 Schaltverteilern und über 200 Mobilfunk-Stationen geführt hat. Solche Ausfälle können unter anderem die Steuerung von Rettungseinsätzen massiv beeinträchtigen, wenn nicht gar unmöglich machen. Damit wir in solchen Fällen angemessen reagieren können, definiert unsere interne Richtlinie „Group Policy on Continuity and Situation Management“ Verantwortlichkeiten, Prozesse und Maßnahmen. Sie legt außerdem den Umgang mit Notfall- und Krisensituationen, etwa einer Flut, fest. Zusätzlich berücksichtigen wir mögliche Folgen des Klimawandels bei der Planung unserer zukünftigen Geschäftstätigkeit. So bauen wir zum Beispiel unsere Netzinfrastruktur so aus, dass sie Unwettern, Temperaturveränderungen oder höheren Windgeschwindigkeiten standhält.

Der drohende Klimawandel birgt aber auch finanzielle Risiken, sei es durch die Einführung einer Abgabe für CO2-Emissionen oder erhöhte Energiekosten. Einen Beitrag zur Vorbeugung (Mitigation) leisten wir, indem wir unter anderem unsere eigene Energieeffizienz erfassen und Maßnahmen entwickeln, um diese zu verbessern. Wir arbeiten außerdem daran, unsere CO2-Emissionen sowie die unserer Kunden und Lieferanten zu verringern.

Wir informieren unseren Vorstand vierteljährlich mit dem „Group Risk Report“ über aktuelle Klimarisiken. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“ im Geschäftsbericht.

Wir helfen unseren Kunden mit innovativen Lösungen, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren (Mitigation) oder besser mit den negativen Folgen des Klimawandels umzugehen (Adaptation). Beispiele dafür sind innovative Projekte im Bereich nachhaltiger Stadtentwicklung und Mobilität oder sogenannte Echtzeitlösungen für die Landwirtschaft. Diese helfen nicht nur Emissionen zu reduzieren, sondern auch den Einsatz von Düngemitteln, Saatgut oder Maschinen zu optimieren. Eine Steigerung der Erträge kann außerdem dazu beitragen, dass sich landwirtschaftliche Nutzflächen nicht weiter ausdehnen und dadurch wertvolle Regenwaldfläche erhalten bleibt.

Auszeichnungen für Führungsrolle im Klimaschutz

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2017: Die Deutsche Telekom AG ist Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen. Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2017: Die Deutsche Telekom AG ist Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen.
Für unser ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement haben wir im Dezember 2017 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen. Auch unser Engagement für den Klimaschutz, wie zum Beispiel der Betrieb von energieeffizienten Netzen oder die Bereitstellung von Produkten, die unseren Kunden dabei helfen, CO2 einzusparen, trugen zu dieser Auszeichnung bei.
Erneute Aufnahme in das CDP-Ranking Erneute Aufnahme in das CDP-Ranking
2017 haben wir zum zweiten Mal in Folge für das internationale Klimaschutzranking, dem CDP-Ranking, für die A-Liste qualifiziert. Das CDP img würdigt Unternehmen, die besonders transparent und umfassend über ihre CO2-Emissionen berichten. Seit 2014 berichten wir im Rahmen des CDP konzernweit unseren Scope-1- und Scope-2-Emissionen img sowie Scope-3-Emissionen img aus unserer Geschäftstätigkeit in Deutschland und aus fast allen internationalen Gesellschaften.
Deutscher CSR-Preis 2017 - Finalist Deutscher CSR-Preis 2017 - Finalist
Der Deutsche CSR-Preis wird jährlich vom Deutschen CSR-Forum verliehen und würdigt herausragende Leistungen im Bereich CSR (Corporate Social Responsibility) und damit gesellschaftliches Engagement von Unternehmen. Im Jahr 2017 waren wir Finalist in der Kategorie „CO2-Vermeidung als Beitrag zum Klimaschutz“.