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Corporate Responsibility Bericht 2017

Fähigkeiten stärken

Wir wollen Menschen dazu befähigen, an der Wissens- und Informationsgesellschaft teilzuhaben und von den Chancen der Digitalisierung zu profitieren. Dafür ist nicht nur der technische Zugang zum Internet entscheidend – sondern auch, dass Menschen die digitalen Medien sicher, kompetent und eigenverantwortlich nutzen können. Deshalb informieren wir zielgruppenorientiert über Chancen und Risiken und engagieren uns dafür, digitale Kompetenzen zu stärken. Alle entsprechenden Initiativen in Deutschland, zu denen etwa „Teachtoday“ gehört, stellen wir zukünftig auf unserer Website www.medienabersicher.de vor. Die Website haben wir 2017 neu aufgesetzt und bauen sie sukzessiv aus. Unsere Aktivitäten in Deutschland im Bereich Jugendschutz sind auf einer 2017 neu gestalteten Jugendschutzseite unserer Konzernwebsite zu finden. Damit kommen wir den Transparenzanforderungen unserer internationalen Selbstverpflichtungen wie der ICT Coalition oder der Alliance to better protect minors online nach, die bessere Online-Umgebungen für Kinder und Jugendliche zum Ziel haben. Die Deutsche Telekom Stiftung hat den Stiftungszweck der Förderung digitaler Kompetenzen und unterstützt Projekte und Programme in diesem Bereich.

Fortschritte

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Teachtoday - Initiative zur sicheren und kompetenten Mediennutzung

Teachtoday unterstützt Kinder und Jugendliche, Eltern und Großeltern sowie pädagogische Fachkräfte mit alltagsnahen Tipps und Materialien zur sicheren und kompetenten Mediennutzung. Unter anderem hat Teachtoday einen Medienparcours entwickelt, der spielerisch an das Thema Mediennutzung heranführt.

Unser Beitrag zu den SDG

Alle Informationen und Materialien stehen auf Deutsch, Englisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Polnisch, Rumänisch und Ungarisch zur Verfügung. Auch auf YouTube ist Teachtoday mit einem eigenen Kanal vertreten: Dort sind kurze, eingängige Videos zur sicheren und kompetenten Internet-Nutzung, zu Datenschutz und Authentizität im Netz zu sehen.

Schülerprojekte auf „Summit for Kids“ ausgezeichnet
Auf der diesjährigen Veranstaltung des Teachtoday „Summit for Kids“ im November 2017 standen die sechs Finalistenteams des Wettbewerbs „Medien, aber sicher“ im Mittelpunkt. Sie hatten sich zuvor im öffentlichen Online-Voting für das Finale qualifiziert und anschließend ein Projekt zur Frage „Machen Medien Meinung?“ umgesetzt. Den ersten Platz belegten die Medienscouts der Heinrich-Heine-Gesamtschule in Duisburg mit einem Projekt, das sich mit dem Aufbau, der Wirkung und den Gefahren von Kettenbriefen auseinandersetzt. Medienscouts sind Schülerinnen und Schüler, die in ihrer Schule einen Beitrag zur Medienkompetenz unter Mitschülern leisten. Die Duisburger Kinder gestalteten ein eigenes Kettenbrief-Experiment, um so ihre Mitschüler aufzuklären.

Veranstaltungen unserer Partner: Unterwegs für sicheres Online-Verhalten
Mit einem eigenen Aktionstag im Haus der Geschichte in Bonn beteiligte sich Teachtoday 2017 erneut am Safer Internet Day. Der Tag stand diesmal unter dem Motto „Be the change: unite for a better Internet“. In verschiedenen Workshops konnten mehr als 60 Schulkinder lernen, digitale Medien souverän zu nutzen und eigene Meinungen und Antworten auf Probleme zu finden. Die Workshops behandelten wichtige Aspekte wie Sicherheit, Datenschutz, Nutzungszeiten von Handys oder Cybermobbing img. Auch den Medienparcours von Teachtoday durchliefen alle Teilnehmer.

Um sichere Online-Mediennutzung ging es auch auf dem von Teachtoday unterstützten Aktionstag des Pilotprojekts FSJdigital des Deutschen Roten Kreuzes. Mehr als 200 Kinder nahmen im März 2017 in Halle (Saale) daran teil. Die Grundschüler konnten an vier Stationen des Teachtoday-Medienparcours spielerisch Themen der sicheren Mediennutzung entdecken. Die Kinder erfuhren unter anderem, wie man ein starkes Passwort erstellt und seine privaten Daten schützt. Alle Stationen wurden von Freiwilligen des zweiten Jahrgangs im FSJdigital geleitet. Um die Freiwilligen auf diesen Tag vorzubereiten, erhielten sie im Vorfeld ein entsprechendes Coaching durch Teachtoday-Mitarbeiter.

Teachtoday war im März 2017 außerdem auf der Bundesjugendkonferenz „Medien 2017“ in Rostock vertreten. Dort trafen sich über 210 Medienscouts aus ganz Deutschland. Teachtoday war mit drei Angeboten vor Ort und zeigte den Medienscouts, wie sie Grundschulkinder ganz praktisch dabei unterstützen können, digitale Medien sicher und kompetent zu nutzen.

Ausgezeichnete Initiative
Auch 2017 wurde die Teachtoday-Initiative mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Wie bereits im Vorjahr erhielt Teachtoday drei „Comenius-EduMedia-Siegel“ der Gesellschaft für Pädagogik und Information: Die gesamte Initiative wurde in der Kategorie „Didaktische Multimediaprodukte“ geehrt, der Medienparcours in der Kategorie „Computerspiele mit kompetenzförderlichen Potenzialen“ und das Magazin Scroller in der Kategorie „Allgemeine Multimediaprodukte“.

Annette Reuter

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Annette Reuter

„Connected Kids“-Projekt in Österreich

Digitale Kompetenz wird zunehmend zu einer Basiskompetenz, um gleichberechtigt an allen Gesellschaftsbereichen teilhaben zu können. Mit dem Projekt „Connected Kids" will T-Mobile Austria Schülern, Eltern und Lehrern die vielfältigen Möglichkeiten des mobilen Internets für den Wissenserwerb bewusst machen. Auch soll der Einsatz digitaler Medien in den Schulen vorangebracht werden. Seit Beginn des Projekts im Jahr 2013 haben knapp 10 000 Schüler an rund 400 teilnehmenden Schulen sowie rund 500 Lehrer bereits das digitale Lernen im vernetzten Klassenzimmer erprobt. Das Thema der diesjährigen „Connected Kids“-Aktion war „Digitale Schule ist mehr als 0 und 1“. Dabei ging es u. a. um die tiefgreifenden Veränderungen, die die Digitalisierung von Schulbüchern künftig mit sich bringen wird, da sie individualisierte Lernerfahrungen ermöglicht. Bei dieser jährlichen Aktion geht es in erster Linie darum, Lehrer, Eltern und Mitarbeiter mit neuen Lernformaten vertraut zu machen, die zu der derzeitigen Transformation unserer Gesellschaft hin zu einer digitalen, automatisierten und vernetzten Gesellschaft passen.

 Mit Lernmaterial und technischer Unterstützung von T-Mobile Austria können die Schüler ausprobieren, welchen Nutzen mobile Kommunikation im Unterricht bietet.

Langfristig soll das Projekt die Schüler dazu anregen, ihr Wissen auch außerhalb der traditionellen Bildungseinrichtungen weiterzugeben.

Früh übt sich digital: Unser Kindermagazin Scroller

Das Medienmagazin Scroller der Initiative Teachtoday erschien 2017 zweimal. Das Magazin richtet sich an Kinder von neun bis zwölf Jahren und informiert zudem Eltern und pädagogische Fachkräfte mit speziellen Beilagen. Es ermutigt Kinder dazu, ihre Mediennutzung zu reflektieren und die digitale Welt selbst mitzugestalten. Scroller ist online verfügbar und als kostenfreie Druckausgabe erhältlich, die von 14 000 Abonnenten gelesen wird. Das Portal scroller.de steht in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.

Die Deutsche Telekom hat der Initiative Teachtoday 2017 kostenlose Außenwerbeflächen zur Verfügung gestellt. Auf diesen wurde Scroller in einer bundesweiten Plakatkampagne drei Monate lang an300 Standorten mit einem aufmerksamkeitsstarken Motiv beworben.

Medien, aber sicher. SCROLLER - das Medienmagazin für Kinder

Scroller wurde von der „Stiftung Lesen“ 2017 erneut zur sicheren und kompetenten Mediennutzung empfohlen. Außerdem gewann Scroller den „German Design Award 2018“ in der Kategorie „Excellent Communications Design Editorial“.

Bildung gestalten – die Deutsche Telekom Stiftung

Die Deutsche Telekom Stiftung engagiert sich für gute Bildung in der digitalen Welt und konzentriert sich dabei auf die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT img). Seit Juli 2016 bündelt sie ihre Aktivitäten in den vier Handlungsfeldern Bildungsmacher, Bildungschancen, Bildungsinnovationen und Bildungsdialog. Projekte wie die „Junior-Ingenieur-Akademie“ sind Beispiele für die erfolgreiche Arbeit der Stiftung. Seit Januar 2017 ist auch die „Ich kann was!“-Initiative offiziell in die Deutsche Telekom Stiftung integriert und dort ein Projekt des Handlungsfelds „Bildungschancen“.

Unser Beitrag zu den SDG

Handlungsfelder – Deutsche Telekom Stiftung

Forum Bildung Digitalisierung
Gemeinsam mit vier weiteren deutschen Stiftungen hat die Deutsche Telekom Stiftung 2016 das „Forum Bildung Digitalisierung“ ins Leben gerufen. Seit September 2017 erweitern zwei weitere Stiftungen den Trägerkreis des Forums. Alle in der Initiative engagierten Stiftungen sind überzeugt: Digitale Medien können dabei helfen, das Bildungssystem zu verbessern sowie Teilhabe und Chancengleichheit zu fördern. Im Rahmen ihrer Initiative wurden drei Kernthemen formuliert: „Lernen personalisieren“, „Kompetenzen entwickeln“ und „Veränderung gestalten“. Beim personalisierten Lernen sollen digitale Medien dazu genutzt werden, unterschiedlichen Zielgruppen einen individuellen Lernweg zu ermöglichen – beispielsweise Menschen mit Handicap, besonders Talentierten oder Flüchtlingen. Mit ihrem zweiten Schwerpunktthema will die Initiative Medienkompetenzen vermitteln, die für ein selbstbestimmtes Leben benötigt werden. Beim Kernthema „Veränderung gestalten“ ist das Ziel, ein pädagogisches Konzept zur Nutzung digitaler Medien in Bildungseinrichtungen und im Bildungssystem zu entwickeln.

Das Forum Bildung Digitalisierung sucht außerdem den Dialog mit unterschiedlichen Akteuren der Bildungslandschaft und entwickelt neue Ansätze zur digitalen Bildung. Auf Konferenzen, in Netzwerken und Entwicklungs-Workshops bearbeiten Experten aus Wissenschaft und Praxis die großen Fragen und Aufgaben zur digitalen Transformation von Bildungseinrichtungen. Die Werkstatt „schulentwicklung.digital“ befasst sich mit der Veränderung der Schul- und Lernkultur durch den Einsatz digitaler Medien. 38 Schulen, die digitale Medien bereits erfolgreich in den Unterricht einbinden, nehmen an der Werkstatt teil.

Die MINT-Vorlesepaten
Gemeinsam mit der Stiftung Lesen sucht die Deutsche Telekom Stiftung ehrenamtliche Vorlesepaten, die Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren für Bücher mit mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Inhalten begeistern. Insgesamt haben sich schon450 Vorlesepaten im Netzwerk registriert, darunter sechs Paten in Madrid und Málaga. Die Vorlesepaten werden über Präsenz- und Online-Formate geschult. Sie können dann auf Einrichtungen wie Kitas oder Grundschulen zugehen, um dort mit den Kindern zu arbeiten. Ende 2017 umfasste das Angebot der Deutschen Telekom Stiftung und der Stiftung Lesen knapp 100 Medien- und Aktionstipps in neun Sprachen. 2017 gab es MINT-Vorleseaktionen in Deutschland, Österreich, Rumänien, Spanien sowie den USA.

GestaltBar – die digitale Werkstatt
Um ihre Lebenswelt aktiv zu gestalten und Chancen auf einen zukunftsfähigen Beruf zu haben, müssen Jugendliche lernen, wie sie digitale Werkzeuge kompetent und kreativ nutzen können. Mit dem Projekt „GestaltBar – die digitale Werkstatt“ richtet sich die Deutsche Telekom Stiftung besonders an Hauptschüler. Ziel ist es, Jugendliche praxisnah an digitale Technologien heranzuführen und ihnen erste Einblicke in technische Berufsbilder zu geben. Auf dem Programm stehen Kurse zu Themen wie Robotik, App-Entwicklung oder 3D-Druck. Das Projekt wird zunächst an vier Pilotstandorten – Bonn, Berlin, Hamburg und Köln – umgesetzt.

Calliope Mini – Minicomputer für Grundschüler
Der Minicomputer „Calliope Mini“ hilft Grundschülern, sich altersgerecht an das Thema Programmieren heranzutasten. 2017 stellte die Calliope gGmbH die Computer Pilotschulen im Saarland und in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Die Deutsche Telekom Stiftung unterstützt das Vorhaben mit der Entwicklung und Erprobung von Lehrmaterialien und Unterrichtskonzepten. Im Rahmen des Projekts „Digitales Lernen Grundschule“ werden an sechs Universitäten Konzepte für die kreative Nutzung digitaler Technik erarbeitet.

Junior-Ingenieur-Akademien
Die Junior-Ingenieur-Akademien (JIA) wecken bei Schülern der gymnasialen Mittelstufe (ab der achten Klasse) das Interesse an technischen Berufen und ingenieurwissenschaftlichen Karrieren. Die Junior-Ingenieur-Akademie wird als Wahlpflichtfach für zwei Jahre im Lehrplan der teilnehmenden Schulen verankert und in Kooperation mit Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen durchgeführt. Das Projekt wurde erstmals 2005 umgesetzt und gibt Schülern die Möglichkeit, im Unterricht erworbene Kenntnisse praktisch anzuwenden. Seit dem Start des Projekts wächst das Schulnetzwerk stetig: 2017 wurden neun neue Junior-Ingenieur-Akademien in das Netzwerk aufgenommen, womit inzwischen bereits 88 Schulen in Deutschland eine Akademie anbieten. Schüler aus Leipziger Gymnasien konnten 2017 beispielsweise an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) an spannenden Projekten aus der Telekommunikation forschen. Eine Schülergruppe entwickelte einen kostengünstigen Roboter, der als Lernobjekt im Informatikunterricht eingesetzt werden kann.

Zum Schuljahr 2018/2019 schreibt die Deutsche Telekom Stiftung letztmals bundesweit neue Junior-Ingenieur-Akademien aus. Schulen, die das Unterrichtsmodell langfristig in ihr Lehrangebot integrieren wollen, können sich mit ihren Konzepten bei der Stiftung bewerben. Die Deutsche Telekom Stiftung unterstützt die Gewinnerschulen mit bis zu 10 000 Euro Anschubfinanzierung zur Einrichtung der Junior-Ingenieur-Akademie. Die Teilnehmer können ihre Erfahrungen auf regelmäßigen JIA-Jahrestagungen austauschen.

FundaMINT
FundaMINT ist das Stipendienprogramm der Deutschen Telekom Stiftung für Lehramtsstudierende in MINT-Fächern. Es unterstützt angehende Lehrkräfte dabei, sich auf ihre spätere Tätigkeit vorzubereiten. Pro Jahr werden bis zu 25 Stipendien für einen Zeitraum von vier Semestern vergeben. In Kooperation mit dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen wurde das Programm international ausgeweitet. Stipendiaten haben dadurch die Möglichkeit, an Schulen in Mittel-, Ost- und Südeuropa zu hospitieren, Schülerprojekte durchzuführen und an Vor- und Nachbereitungsseminaren teilzunehmen.

Fellowship Fachdidaktik MINT
2017 hat die Deutsche Telekom Stiftung zum zweiten Mal das Fellowship Fachdidaktik MINT ausgeschrieben. Jährlich werden bis zu neun Fellowships an Nachwuchswissenschaftler in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik, Technik und Sachunterricht vergeben. Die jungen Wissenschaftler können an Seminaren und Workshops zu Themen wie Berufungsverhandlungen und Doktorandenbetreuung teilnehmen und sind in das Netzwerk der Deutschen Telekom Stiftung eingebunden.

„Ich kann was!“-Initiative fördert 82 neue Projekte für digitale Kompetenz
Mit der „Ich kann was!“-Initiative vermittelt die Deutsche Telekom Stiftung jungen Menschen Schlüsselkompetenzen für selbstständiges und selbstbewusstes Handeln in der digitalen Welt. 2017 unterstützte die Initiative 82 Projekte der offenen Kinder- und Jugendhilfe, die mit ihrer Arbeit digitale Kompetenzen fördern. Die gesamte Fördersumme betrug auch 2017 wieder rund 600 000 Euro.

Kinder und Jugendliche stark zu machen und durch Kompetenzerwerb ihre Teilhabe an gesellschaftlicher Entwicklung zu ermöglichen, ist das zentrale Ziel der Initiative. Mit der Projektausschreibung wurde der inhaltliche Schwerpunkt für 2017 auf die Vermittlung medialer und digitaler Kompetenzen gelegt. Das Alter der Kinder und Jugendlichen in den geförderten Projekten wurde leicht erweitert und liegt jetzt zwischen 9 und 16 Jahren. Seit dem Start von „Ich kann was!“ vor sieben Jahren wurden bundesweit bereits rund200 Projekte mit einem Gesamtvolumen von gutMillionen Euro unterstützt.

Wie wir die MINT-Ausbildung in Deutschland fördern

Als zukunftsorientiertes Telekommunikations- und Technologieunternehmen sind wir auf top-qualifizierte Nachwuchsfachkräfte angewiesen, insbesondere aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Wir tun deshalb viel dafür, junge Menschen an diese Themen heranzuführen, sie dafür zu begeistern und die Ausbildung in MINT-Fächern zu verbessern. Ein besonderes Anliegen ist uns, den Frauenanteil in den MINT-Ausbildungen zu erhöhen. Denn wir sind davon überzeugt, dass uns Vielfalt dabei hilft, im globalen Wettbewerb mit guten Ideen und besten Produkten wettbewerbsfähig zu bleiben und unsere Position als attraktiver Arbeitgeber auszubauen. Aber junge Frauen für eine technische Ausbildung zu begeistern, ist nach wie vor schwierig. In unseren technischen, dualen Studiengängen konnten wir den Frauenanteil von 11 Prozent im Jahr 2010 auf 18 Prozent Ende 2017 steigern – das ist uns aber noch lange nicht genug.

Unser Beitrag zu den SDG

Frauen-MINT-Award international
Wir möchten mit dem Frauen-MINT-Award die Attraktivität von MINT-Fächern steigern und Frauen in MINT-Fächern fördern. Der Preis wird jährlich gemeinsam mit dem Studierendenmagazin „audimax“ und der Initiative „MINT img Zukunft schaffen“ ausgelobt. Er zeichnet Abschlussarbeiten von Absolventinnen aus, die sich mit einem der wichtigen Wachstumsfelder „Internet der Dinge“, „Künstliche Intelligenz“, „Cyber Security“ oder „Netze der Zukunft“ befassen.

2017/18 konnten sich auch internationale Absolventinnen aus der ganzen Welt bewerben. 30 internationale Abschlussarbeiten, zum Beispiel aus Finnland, Großbritannien, Indien, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Österreich, Rumänien, Russland und den USA, wurden eingereicht. Die Siegerinnen des Awards werden am 21. Juni 2018 in Bonn gekürt.

RoboNight im Saarland
Die RoboNights der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Saarbrücken führen Schülerinnen und Schüler spielerisch an die Themen Technik und Technologien heran. Bei der RoboNight im November 2017 war die Telekom nicht nur als Sponsor mit dabei, sondern auch als Aussteller mit Zukunftsthemen wie AR (Augmented Reality) und VR (Virtual Reality). Die teilnehmenden Schülerteams bekamen im Rahmen eines Wettbewerbs Aufgaben, die sie mit ihren Robotern lösen mussten. Das Siegerteam freute sich über einen Roboter-Baukasten und eine Einladung in die Telekom Design Gallery nach Bonn. Dort konnten sie erleben, was künftig mit Robotern, virtueller Realität und im vernetzten Zuhause alles möglich ist.

MINT-Projekte der Deutschen Telekom Stiftung
Auch die Deutsche Telekom Stiftung fördert mit einer Vielzahl von Projekten die MINT-Ausbildung, darunter die MINT-Vorlesepaten, „GestaltBar – die digitale Werkstatt“ für Hauptschüler, der Minicomputer „Calliope Mini“ für Grundschulen, Junior-Ingenieur-Akademien für die gymnasiale Mittelstufe, FundaMINT, ein Stipendienprogramm für Lehramtsstudierende, und schreibt jährlich das Fellowship Fachdidaktik MINT aus, das sich an Nachwuchswissenschaftler richtet.

Unser Beitrag zur Förderung von MINT-Maßnahmen in Kroatien

Als Technologieführer ist Hrvatski Telekom mit den Entwicklungstrends auf dem Arbeitsmarkt, in der Wirtschaft und im akademischen Bereich vertraut. So hat das Unternehmen ein Programm zur Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT img) ins Leben gerufen, das an Grund- und weiterführenden Schulen und auch unter den eigenen Mitarbeitern das Interesse an MINT-Berufen erhöhen soll.

Hrvatski Telekom weiß wie wichtig es ist, junge Menschen für die MINT-Fächer zu begeistern. Daher haben wir auch im letzten Jahr unsere Bemühungen in diesem Bereich weiter verstärkt.

Der Wettbewerb „Gemeinsam sind wir stärker“ (Zajedno smo jači) konzentrierte sich 2017 auf Projekte, die sich die Verbesserung der Ausbildung von Schülern, Studenten und Pädagogen sowie der Förderung sozialverantwortlicher Innovationen zum Ziel gesetzt hatten. Sieger in der Kategorie Jugendpädagogik war das Projekt „HT-Campus“, das von der Astronomischen Gesellschaft Višnjan entwickelt wurde. Der Geldpreis in der Kategorie Lehrer- und Hochschullehrerausbildung ging an das Institut für Jugendförderung und Innovation für das Projekt „Fortgeschrittene Technologien für das Internet der Dinge (IoT) an kroatischen Schulen“. Zum Spitzenreiter in der Kategorie Innovationen wurde das von der Fakultät für Maschinen- und Schiffsbau der Universität Zagreb eingereichte Projekt „Die erste kroatische Wasserstoff-Tankstelle“ erklärt.

MINT-HUB HT
Der 2016 ins Leben gerufene MINT-HUB-Inkubator von HT fördert Nachwuchskräfte in den Disziplinen der Naturwissenschaften, Technik, Informatik und Mathematik. So soll eine akademische und wirtschaftliche Gemeinschaft junger Experten geschaffen werden, die ihre beruflichen Ziele mithilfe der modernsten Technologien und gesicherter Ressourcen in Kroatien umsetzen können. Das MINT-Programm von Hrvatski Telekom ermöglicht die Einbindung in internationale Projekte, die von der Deutschen Telekom AG in Kroatien durchgeführt werden.

Hrvatski Telekom war das erste Unternehmen, das mehrere MINT-Initiativen zusammengeführt hat. So konnten Kinder und Jugendliche in zahlreiche interdisziplinäre Aktivitäten eingebunden werden, wie z. B. in den Bereichen Robotik und Astronomie. Wir arbeiten mit Hochschuldozenten aus den MINT-Fächern zusammen und geben ihren Studierenden die Möglichkeit, bei uns praktische Erfahrungen zu sammeln und fachlich betreut zu werden. Sie können sich dann um Stipendien bewerben, wodurch sich ihnen ausgezeichnete berufliche Chancen bieten. Die für die Fakultät für Elektrotechnik ausgewählten Studierenden erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von umgerechnet etwa 400 Euro.

Zu unseren weiteren Aktivitäten im Hochschulbereich gehört die Teilnahme an Business Case-Wettbewerben und Jobbörsen. Außerdem entsenden wir unsere Experten häufig an verschiedene Fakultäten, wo sie ihre praktischen Fachkenntnisse an die Studierenden weitergeben.

Im letzten Jahr wurde für Studierende der Elektrotechnik und Naturwissenschaften ein sehr erfolgreicher Workshop zum Thema maschinelles Lernen veranstaltet, der bei den Teilnehmern auf viel Zuspruch traf. 

HACK IT!
Zusammen mit hub:raum – dem Inkubator der Deutschen Telekom – haben wir den Hackathon „HACK IT!“ organisiert. Der Hackathon ist Teil einer breitangelegten Strategie, MINT-Aktivitäten in Kroatien zu fördern. Zehn Teams traten an, um innerhalb von 24 Stunden die beste Lösung im Bereich der immersiven Technologien zu finden. Der Hauptpreis für die Gewinner betrug umgerechnet etwa000 Euro. Von den 125 eingereichten Vorschlägen wurden die zehn besten ausgewählt. Diese Teams gingen dann ins Rennen, um die beste und umfassendste Lösung für die Kommunikation der Zukunft zu präsentieren. Dabei werden Virtual und Augmented Reality genauso eine Rolle spielen wie Hologramme und künstliche Intelligenz.

Das Sieger-Team „Tartle“ stellte ein interaktives Märchen für kleine Kinder vor. Die Lösung setzt Extended Reality ein, um mit Kindern über Smartphones zu kommunizieren. Sie „hört zu“ und erstellt auf der Grundlage der Schlüsselwörter für die jeweilige Umgebung virtuelle Gegenstände und Charaktere. Das Team erhält Zugang zu den hub:raum-Programmen.

Engagement in der Flüchtlingshilfe: Integration in die Arbeit, Integration in die Gesellschaft

340 Flüchtlinge waren 2017 bei der Deutschen Telekom beschäftigt – vor allem im Rahmen einer Ausbildung, als Praktikanten oder in der Pilotinitiative „Praktikum PLUS Direkteinstieg“.

Unser Beitrag zu den SDG

Das Flüchtlingsengagement der Telekom war 2015 als Task Force für Ersthilfe gestartet, etwa durch kostenloses WLAN img in Erstaufnahmeeinrichtungen, die Bereitstellung von Immobilien zum Beispiel als Flüchtlingsunterkünfte, den Einsatz von Mitarbeitern beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie die Unterstützung von privatem ehrenamtlichen Engagement der Mitarbeiter.

Von der Ersthilfe entwickelte sich das Engagement 2016 weiter zum aktuellen Projekt „Deutsche Telekom hilft Flüchtlingen“. Im Fokus steht inzwischen die Integration in den Arbeitsmarkt. Dazu bieten wir Praktikumsstellen an – der erste Schritt, um auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Allein im Jahr 2017 gab es 270 neue Stellenbesetzungen in den unterschiedlichen Programmen. Bis zu 100 Ausbildungsplätze, Einstiegsqualifizierungen und duale Bachelor- und Masterstudiengänge wurden vergeben. Für die Praktikumsvergabe wurden Bewerbertage eingeführt, bei denen es mehr um das gegenseitige Kennenlernen als um perfekte Vorerfahrungen und Zertifikate geht. Insgesamt wurden 2017 sechs Bewerbertage an verschiedenen Standorten durchführt und über diese der Großteil der über 100 Praktikumsplätze vergeben. Durch Recruitingmaßnahmen, die Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, Kommunikation über soziale Medien sowie mithilfe von ehrenamtlich Engagierten und bereits im Unternehmen tätigen Flüchtlingen konnten wir die Zahl der Bewerbungen erhöhen und das Verhältnis von Bewerbern zum Angebot von rund 2:1 auf 5:1 steigern.

Praktikum PLUS Direkteinstieg = Integration in die Arbeitswelt
Auch die Pilotinitiative „Praktikum PLUS Direkteinstieg“, eine Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit, der Deutschen Post DHL Group und Henkel, startete 2017 durch. An eine sechsmonatige Orientierungsphase schließt sich eine Anstellung für zwei Jahre an. Der Vorteil: Neben der Arbeit steht den Flüchtlingen immer noch Zeit zur Verfügung, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und sich stufenweise in die neue Arbeitsaufgabe einzufinden. Insgesamt haben wir bei der Telekom 38 Plätze vergeben. Vier der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Programm verstärken mit ihren Arabischkenntnissen den Kundendienst im Team von „Telekom hilft!“, beziehungsweise die in diesem Zusammenhang eingerichtete arabische Social Media Kommunikation.

Zitat von Christian P. Illek, Konzernvorstand Personal, Deutsche Telekom

Stipendien schaffen Chancen
Bereits 2016 haben knapp 20 Flüchtlinge ein Studium an der Telekom-eigenen Hochschule für Telekommunikation in Leipzig aufgenommen und hierfür ein Stipendium von der Deutschen Telekom erhalten. Außerdem unterstützen wir die akademische Ausbildung von nach Deutschland geflüchteten Menschen auch als Förderer des Stipendienprogramms „Welcome“ der Deutschen Universitätsstiftung. Das Programm vermittelt Studierenden aus Flüchtlingsgebieten in Deutschland unter anderem eine 1:1-Betreuung durch einen fach- und studienortnahen Hochschullehrer.

Informationen rund um Deutschland: Das Handbook Germany
Unter www.handbookgermany.de – der Weiterentwicklung unseres 2015 gestarteten Flüchtlingsportals in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt und den Neuen Deutschen Medienmachern – finden Flüchtlinge Informationen zum Leben, Lernen und Arbeiten in Deutschland. Und das nicht nur auf Deutsch, sondern unter anderem auch auf Arabisch, Englisch und Persisch. Die Deutsche Telekom unterstützt das Redaktionsteam als Technologiepartner. Handbook Germany wurde auf dem Film Festival Cologne von dem Projekt „MEDIEN UND MIGRATION NRW 2017“ in der Kategorie „Bestes Engagement einer Initiative/Institution“ ausgezeichnet.

Für ihr Engagement bei der Unterstützung von Millionen syrischer Flüchtlinge zeichnete die Mobilfunk-Industrievereinigung GSMA die Deutsche Telekom außerdem mit dem „GLOMO Award 2017“ in der Kategorie „Outstanding Contribution to the Mobile Industry“ aus.

Unterstützung für Flüchtlinge

Auszeichnungen
Gewinner von Awards, z.B. des Glomo Awards 2017 in der Kategorie „Outstanding Contribution to the Mobile Industry“
Handbook Germany: Gewinner „MEDIEN UND MIGRATION NRW 2017“ in der Kategorie „Bestes Engagement einer Initiative/Institution“ beim Film Festival Cologne
WLAN-Versorgung
Ende 2017 56 kostenlose WLAN Hotspots für Flüchtlinge in Erstaufnahmeeinrichtungen (wegen schließender Erstaufnahmeeinrichtungen erwartungsgemäß gesunken)
Immobilien
Bereitstellung von 35 Telekom-Immobilien für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Ausbildungsangebote
Angebot von bis zu 100 Ausbildungsplätzen und Stipendien, Vergabe von Plätzen in dualen Bachelor- und Masterstudiengängen
Initiative „Praktikum PLUS Direkteinstieg“
Zweijährige Anstellung von Geflüchteten nach sechsmonatiger Orientierungsphase. Initiierung der Pilotinitiative gemeinsam mit Deutsche Post DHL Group, Henkel und Bundesagentur für Arbeit.
Flüchtlingsportal
Technologiepartnerschaft für das Flüchtlingsportal „Handbook Germany“ mit Infos zum Asylverfahren sowie zum Leben und Arbeiten in Deutschland (Relaunch am 03.02.2017)
Personalvermittlung
Unterstützung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge durch über 500 Beamte der Deutschen Telekom.
Einbindung DTAG Mitarbeiter
Unterstützung der DTAG-Mitarbeiter bei ihrem sozialen Engagement in der Flüchtlingshilfe, z.B. in Kooperation mit Volunteer Vision in dem Programm e-Start. Stand Dezember 2017 unterstützten 63 Telekom Mitarbeiter als Sprachpaten einen Geflüchteten beim Erlernen der deutschen Sprache.
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Barbara Costanzo

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Barbara Costanzo

„Alle für Eine Welt – Eine Welt für Alle“: Schule trifft Entwicklungspolitik

Im Zeitraum 2017/2018 unterstützen wir den Schulwettbewerb „Alle für Eine Welt – Eine Welt für Alle“ als Wirtschaftspartner. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Lernbereich Globale Entwicklung im Unterricht aller Jahrgangsstufen zu unterstützen und Kinder und Jugendliche für Fragen der internationalen Entwicklung zu sensibilisieren und zu aktivieren. Der Wettbewerb ruft Schüler dazu auf, kreative Beiträge zu dem Thema einzureichen – etwa Texte, Fotos, Filme, Kunstwerke, Theater- oder Musikstücke, Plakate oder auch digitale Arbeiten. „Alle für Eine Welt – Eine Welt für Alle“ wird unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung von „Engagement Global“ durchgeführt.

Ans Botha Learnership in Südafrika

Als Spezialist für digitale Transformation und Technologiepartner des Olympiasiegers und 400-m-Weltrekordhalters Wayde van Niekerk unterstützt T-Systems South Africa im Rahmen des „Anna Botha Learnership“-Programms nachhaltige Beschäftigungsinitiativen für junge Südafrikaner mit Behinderungen.  Dieses Programm, das Teil der laufenden Nation-Building- und CSI-Initiative von T-Systems ist, wurde zu Ehren von Anna „Tannie Ans“ Botha eingerichtet, der Trainerin und Mentorin von Wayde van Niekerk.

T-Systems hat das „Anna Botha Learnership“-Programm zusammen mit der Wayde Dreamer Foundation als gemeinsame Initiative von T-Systems und Wayde van Niekerk ins Leben gerufen, die die Jugend Südafrikas fördern soll. Das Programm zielt spezifisch auf junge Menschen mit Behinderungen und Lernschwierigkeiten ab. Es untermauert Anna Bothas Engagement für Menschen, die aufgrund ihrer Behinderungen häufig benachteiligt werden. Für die erste Versuchsphase werden elf Kandidaten ausgewählt. Alle Kandidaten erwerben einen NQF4-Abschluss in Informations- und Kommunikationstechnologie sowie ein A+-Zertifikat, womit sie beste Voraussetzungen haben, um einen guten Arbeitsplatz im IT-Bereich zu finden.

Die Teilnehmer erhalten eine umfassende Ausbildung und absolvieren Zertifizierungsprüfungen, die sie u. a. für eine Beschäftigung in IT-Helpdesk-Centern oder im technischen Außendienst optimal qualifizieren.  Die Jobsuche ist für Menschen mit Behinderungen besonders schwierig. Dies liegt nicht etwa daran, dass es ihnen an Fähigkeiten mangelt. Vielmehr erhalten sie häufig nicht dieselben Chancen wie ihre nicht behinderten Mitbewerber.