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Corporate Responsibility Bericht 2017

Vielfalt und Chancengleichheit

Vielfalt und Chancengleichheit sind für eine stabile Gesellschaft unverzichtbar – genau wie für Unternehmen. Bei der Deutschen Telekom arbeiten Menschen aus circa 150 Nationen, Frauen und Männer, Jüngere und Ältere sowie Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und kulturellen Hintergründen sehr erfolgreich zusammen. Diese Vielfalt hilft uns, im globalen Wettbewerb um die besten Ideen und Produkte zu bestehen.

So machen wir uns für Vielfalt stark

Unser Ziel ist es, die Vielfalt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Quelle von Kreativität und Innovation zu fördern und zu nutzen. Unseren Beschäftigten bieten wir deshalb zahlreiche Möglichkeiten, sich beruflich und individuell zu entfalten – unabhängig von Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung, gesundheitlichen Voraussetzungen, ethnischer Herkunft, Religion und Kultur.

Unser Beitrag zu den SDG

Wichtige Grundlagen für unser Bekenntnis bilden unsere Diversity Policy, die Guiding Principles , die Employee Relations Policy sowie unser „Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze“. Wir sind zudem Gründungsmitglied der Charta der Vielfalt.

Ein besonderes Anliegen ist für uns die Gleichberechtigung der Geschlechter, für die wir uns seit mehr als zwei Jahrzehnten starkmachen. Ein Ziel ist es, den Frauenanteil in Fach- und Führungspositionen zu erhöhen: Wir wollen weltweit 30 Prozent der Führungspositionen im mittleren und oberen Management mit Frauen besetzen. Dazu haben wir die Initiative „Fair Share“ ins Leben gerufen. Zum 31. Dezember 2017 betrug der Anteil von Frauen im mittleren und oberen Management 25,4 Prozent unverändert zum Vorjahr, in unserem Konzernaufsichtsrat lag der Anteil bei 45 Prozent Frauen (Vorjahr: 40 Prozent).

Unser Engagement für die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt fördert ebenfalls die Vielfalt innerhalb unseres Unternehmens. Einstiegsmöglichkeiten bieten wir etwa über ein Praktikum, eine Ausbildung oder das Pilotprojekt „Praktikum PLUS Direkteinstieg“.

Bereits bei der Einstellung achten wir auf eine vielfältige Belegschaft und berücksichtigen nicht nur klassische Bildungswege. Gute Beispiele sind die Einstiegsqualifizierung für sozial- und bildungsbenachteiligte Jugendliche oder die Ausbildung beziehungsweise das Studium in Teilzeit für alleinerziehende Mütter und Väter.

Damit alle Beschäftigten ihre Fähigkeiten bestmöglich einbringen können, unterstützen wir die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben mit einem umfangreichen Work-Life-Portfolio. Dazu gehören Angebote für Kinderbetreuung und zur Unterstützung bei der Pflege von Familienangehörigen, die auch über die gesetzlichen Regelungen hinausreichen. Beispiele hierfür sind verschiedene Möglichkeiten, die Arbeitszeit zu reduzieren, Lebensarbeitszeitkonten sowie das Rückkehrrecht aus Teilzeit. Zum 31. Dezember 2017 waren deutschlandweit 13,6 Prozent der tariflichen Mitarbeiter und 20,4 Prozent der Beamten in Teilzeit beschäftigt. Beim Anteil schwerbehinderter Beschäftigter liegen wir in Deutschland stets deutlich über der gesetzlichen Quote vonProzent.

Die Rolle der Führungskräfte als Vorbild und Botschafter für Vielfalt stärken wir unter anderem im Rahmen von Multiplikatoren- und Mentorenprogrammen. Viele unserer Beschäftigten engagieren sich zu verschiedenen Facetten des Themas Vielfalt, zum Beispiel in internen Initiativen wie queerbeet, dem Netzwerk lesbischer, schwuler, bi- und transsexueller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, oder in den zahlreichen Frauennetzwerken, die sich dank des großen Engagements im Konzern etabliert haben. 2015 haben wir eine konzernweite Kampagne zu unbewussten Denkmustern ins Leben gerufen und auch 2017 fortgeführt. Mit Erklärvideos und digitalen Workshops stärken wir seitdem die Wertschätzung von Vielfalt im Konzern.

Unsere Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt werden von uns kontinuierlich auf ihre Wirksamkeit überprüft. Die Ergebnisse veröffentlichen wir intern beispielsweise im Fair-Share- oder im Work-Life-Bericht der Telekom. Den neuen gesetzlichen Anforderungen des Entgelttransparenzgesetzes entsprechen wir mit einem separaten Entgeltbericht als Anlage zum Lagebericht 2017.

Anfang 2018 ist die T-Aktie in den globalen und branchenübergreifenden Bloomberg Financial Services Gender-Equality Index (BFGEI) aufgenommen worden. Bloomberg L.P. ist ein US-amerikanischer Informationsdienstleister, dessen Service vor allem aus der Übermittlung von Finanzdaten besteht. Der Index würdigt insgesamt 104 Unternehmen, die sich für die Chancengleichheit der Geschlechter stark machen. Gleichzeitig erhalten Investoren und Organisationen über den Index aggregierte, standardisierte Daten zum Anteil von Männern und Frauen an Belegschaften, zu spezifischen Angeboten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum gesellschaftlichen Engagement für Chancengleichheit sowie zur Produkt- und Lieferantenstruktur. Die analysierten Daten beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2016.

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Anke Reger
Anke Reger
Yvonne von de Finn
Yvonne von de Finn

Fortschritte

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Fünfter Deutscher Diversity-Tag: Führungskräfte diskutieren über eine vielfältige Arbeitswelt

Die Charta der Vielfalt ist eine unabhängige Initiative der Wirtschaft, die von über600 Unternehmen und Institutionen in Deutschland getragen wird. Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Die Telekom ist Gründungsmitglied der Initiative. Wie in den Vorjahren haben wir uns auch 2017 wieder am bundesweiten Aktionstag, dem fünften Deutschen Diversity-Tag, beteiligt. Gemeinsam mit 120 Führungskräften aus den Partnerunternehmen des Rhein-Ruhr-Netzwerks haben wir uns in einer Veranstaltung zu den Themen „Arbeitswelt 2030“, „Unbewusste Vorurteile“, „Kulturelle Kompetenzen“, „Flexibles Arbeiten“ sowie über Belange der LGBTI-Gemeinschaft (= Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexed) ausgetauscht.

Aktionsplan für Inklusion zeigt erste Erfolge

Bei der Telekom waren 2017 konzernweit mehr alsProzent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schwerbehindert oder gleichgestellt. Diese im Vergleich zu privaten und öffentlichen Arbeitgebern überdurchschnittliche Quote blieb damit weiter auf einem hohen Niveau. 2016 hatten wir den Aktionsplan „Vielfalt erleben – Inklusion@DT“ ins Leben gerufen. Er trägt dazu bei, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen, und hat 2017 erste Erfolge gezeigt. Mit dem Inklusions-Award wurden erstmals gute Beispiele bei der Telekom prämiert. Seit September 2017 werden zudem die Townhall-Meetings und der HR Business Talk von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt und auf einem extra Kanal live im Unternehmen übertragen.

Programm „Karriere mit Kindern“ zum dritten Mal gestartet

Im April 2017 ging unser Mentoring-Programm „Karriere mit Kindern“ in eine neue Runde. Potenzielle Nachwuchskräfte für Fach- und Führungsebenen aus verschiedenen Geschäftsbereichen des Konzerns in Deutschland werden vor, während und nach ihrer Elternzeit jeweils von einer erfahrenen Führungskraft als Mentor oder Mentorin begleitet. Sie erwerben „im Tandem“ neue fachliche und methodische Kompetenzen und profitieren vom Austausch im Netzwerk des Programms. Im dritten Durchgang von „Karriere mit Kindern“ wurden 31 Tandems gebildet. Zudem wurde das Programm durch webbasierte Lernmodule zu verschiedenen Themen ergänzt. Über 90 Prozent der teilnehmenden Nachwuchskräfte und zwei Drittel der Führungskräfte sind weiblich. Das Programm läuft über einen Zeitraum von 22 Monaten und endet im Januar 2019.

Schulungsprogramm macht bereit für den Aufsichtsrat

In Kooperation mit der European School of Management and Technology (ESMT) haben wir 2014 als erster DAX-Konzern ein Schulungsprogramm entwickelt, das auf einen Posten im Aufsichtsrat vorbereitet. Insbesondere wollen wir Frauen ermutigen, einen Aufsichtsratsposten anzustreben. Neben Informationen zu den klassischen Aufgaben eines Aufsichtsrats werden vor allem Praxisinputs erfahrener Aufsichtsräte, Fallstudien aus dem Konzern und eine Simulation einer Aufsichtsratssitzung angeboten. Insgesamt haben wir bislang 64 potenzielle Aufsichtsrätinnen und Aufsichtsräte geschult, davon rund die Hälfte aus Landesgesellschaften außerhalb Deutschlands. Zehn Absolventinnen des Programms sind inzwischen in einen Aufsichtsrat der Telekom berufen worden.

Im Oktober 2017 fand ein weiterführender Workshop für ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Programms in Berlin statt. Dabei wurden sie zu verschiedenen Themen wie Corporate Governance, Cyber Security und Start-up-Investitionen sowie ethischen Fragestellungen geschult.

Engagement für einen höheren Frauenanteil im Management

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, weltweit einen Frauen-Anteil von 30 Prozent im mittleren und oberen Management zu erreichen. Dafür haben wir zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht: den Ausbau unseres Angebots zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben durch Elternzeitmodelle, flexible Arbeitszeiten und Kinderbetreuungsangebote, ein Mentoring-Programm für Aufsichtsratskandidatinnen, die gezielte Ansprache von weiblichen Talenten beispielsweise über die Talentplattform Talents@Telekom und unsere 2010 gestartete Initiative „Fair Share“

Unser Beitrag zu den SDG

Auf diese Weise konnten wir den Anteil von Frauen in Führungspositionen kontinuierlich steigern – von 19 Prozent im Jahr 2010 auf 25,4 Prozent zum 31. Dezember 2017. Im Konzernaufsichtsrat haben wir unser Ziel ebenso wie die seit dem 1. Januar 2016 in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Geschlechterquote mit 45 Prozent bereits übererfüllt. Unsere Frauenquote, die wir bis zum Ende des Jahres 2020 erreichen wollen, bezieht sich auch auf die beiden Ebenen unterhalb des Vorstands und die Geschäftsführungen der Landesgesellschaften sowie auf die internen Aufsichtsräte in Deutschland. Damit gehen wir deutlich über die seit 2015 geltenden gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland hinaus.

Förderung der “Every Woman in Technology Awards” in Großbritannien

T-Systems Limited ging 2013 eine Partnerschaft mit „Everywoman“ ein und ist seither aktives Mitglied dieses Netzwerks. "Everywoman" ist ein Verband, der sich seit seiner Gründung im Jahr 1999 die Förderung von Frauen in der Wirtschaft auf die Fahnen geschrieben hat.  In Zusammenarbeit mit Unternehmen soll ein Netzwerk von Frauen mit Führungsqualitäten aufgebaut werden, die an einer Karriere im Management interessiert sind und auch andere Frauen bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung unterstützen wollen.

2017 nahmen wir ein Rebranding unserer eigenen „Everywoman“-Community vor, die jetzt als „Diversi-T“ bezeichnet wird. Sie soll in umfassenderem Maße sicherstellen, dass T-Systems ein wirklich integratives Umfeld bietet, in dem jede Form von Vielfalt begrüßt und gefördert wird.  Ziel ist es, Mitarbeiter miteinander zu vernetzen und durch Gelegenheiten zum internen und externen Networking weiter zu motivieren. Bei unternehmensinternen Webinaren, zweimonatlichen Treffen und einer Jahresveranstaltung können sich die Teilnehmer untereinander austauschen und von anderen Technologie-Unternehmen lernen, die führend im Bereich Diversity sind. 

Zur Unterstützung der Diversi-T-Initiative absolvierten die Geschäftsleitung sowie alle Führungskräfte im Bereich Personal ein Training zum Thema unbewusste Denkmuster und deren Einfluss auf Personalrekrutierung, persönliche Entwicklung und andere Kernprozesse.  Ein besonders positives Ergebnis dieses Trainings war, dass Fragen wie Diversity und Vorurteile jetzt offener diskutiert werden können.

Die Überleitung des „Everywoman“-Programms in Diversi-T bedeutet nicht, dass wir uns nicht mehr aktiv für das Schließen der Gender-Lücke in der ICT-Branche einsetzen. Das Gegenteil ist der Fall. Wir nehmen zur Förderung unserer Marke und unserer umfassenden Kundenbeziehungen jährlich an der „Everywoman in Technology“-Preisverleihung teil und werden dabei von einigen unserer Kunden begleitet. Diese Auszeichnungen spielen eine äußerst wichtige Rolle, denn sie zeigen Vorbilder, die junge Frauen und Mädchen mit ihren Geschichten und Leistungen überzeugen können, dass auch sie in einem IT-Beruf Chancen haben.  In diesem Sinne sponsert T-Systems auch den „Rising Star“-Preis für Frauen unter 26, die im Technologie-Sektor tätig sind.  Christoph Rode, Geschäftsführer von T-Systems Limited, ist Mitglied der Jury und verleiht die Auszeichnung persönlich bei der Abendveranstaltung.

T-Systems betrachtet das Programm „Diversi-T“ als wichtigen Teil seiner Strategie und wird es auch 2018 fortführen.