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Corporate Responsibility Bericht 2016

Medienkompetenz

Hier findet sich eine Auswahl relevanter Inhalte aus dem CR-Bericht 2016. Mehr Informationen befinden sich in dem Kapitel Gesellschaft.

Teachtoday – Initiative zur sicheren und kompetenten Mediennutzung

Unser Beitrag zu den SDGs

Teachtoday ist unsere Initiative für eine sichere und kompetente Mediennutzung. Sie unterstützt Kinder und Jugendliche, Eltern und Großeltern sowie pädagogische Fachkräfte mit alltagsnahen Tipps und Materialien. Unsere Homepage teachtoday.de steht auf Deutsch, Englisch, Rumänisch, Polnisch und Kroatisch zur Verfügung.

Auf dem Teachtoday Summit for Kids im November 2016 haben etwa 150 Kinder zum Thema Datenschutz diskutiert und nahmen an aktionsreichen Workshops teil. Höhepunkt der Veranstaltung war die Preisverleihung des Wettbewerbs „Medien, aber sicher!“. Die Jury zeichnete insgesamt acht Projekte aus, darunter den länderübergreifenden Medienworkshop „Das ist unser Netz! – To jest nasza siec!“ der Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V. In dem Workshop setzten sich deutsche und polnische Jugendliche mit der eigenen Mediennutzung auseinander.

Der Teachtoday-Medienparcours war 2016 erneut auf Deutschland-Tour. Ziel des Parcours ist es, Kinder zwischen neun und zwölf Jahren für eine sichere Mediennutzung zu sensibilisieren. Unter anderem war der Parcours beim Kinderfilm-Festival Schlingel in Chemnitz zu Gast. Teachtoday ist Partner des Festivals mit über 18 000 Besuchern und mehr als 150 aktuellen Kinder- und Jugendfilmen aus aller Welt.

Unser Medienmagazin Scroller erschien 2016 gleich zweimal. Die Schwerpunktthemen lauteten „soziale Netzwerke“ und „Datenschutz“. Das Magazin richtet sich an Kinder von neun bis zwölf Jahren und informiert zudem Eltern und pädagogische Fachkräfte mit speziellen Beilagen. Scroller ist online verfügbar und als kostenfreie Druckausgabe erhältlich. Es ermutigt Kinder dazu, ihre Mediennutzung zu reflektieren und die digitale Welt selbst mitzugestalten. Das Portal scroller.de steht in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Zudem haben wir im Oktober 2016 eine erste interaktive Ausgabe auf Deutsch und Arabisch veröffentlicht.

Auch auf dem Nationalen IT-Gipfel 2016 in Saarbrücken war die digitale Bildung ein Schwerpunktthema. Eine zentrale Fragestellung war die sichere und kompetente Mediennutzung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Teachtoday sprach in diesem Rahmen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Deren Credo für die Zukunft der digitalen Bildung: gezielte Medienerziehung für alle und viel miteinander sprechen. Auch den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, interviewte Teachtoday zur Digitalisierung der Gesellschaft, zur Relevanz von Datenschutz und darüber, wie junge Menschen zu mündigen Internet-Nutzern werden können.

2016 wurde die Teachtoday-Initiative mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Bei den Fox Awards, einer Auszeichnung für nachweisbar effiziente Lösungen in Marketing und Kommunikation, wurden wir viermal geehrt. Unser Kommunikationskonzept erhielt den „Fox Award Gold“, unsere visuelle Umsetzung den „Fox Visuals Gold“. Das Medienmagazin Scroller wurde mit dem „Fox Award Silber“ und dem „Fox Visuals Silber“ ausgezeichnet. Außerdem erhielt Teachtoday 2016 drei „Comenius-EduMedia“-Siegel der Gesellschaft für Pädagogik und Information: Die gesamte Initiative wurde in der Kategorie „Didaktische Multimediaprodukte“ geehrt, der Medienparcours in der Kategorie „Computerspiele mit kompetenzförderlichen Potenzialen“ und das Magazin Scroller in der Kategorie „Allgemeine Multimediaprodukte“. Scroller wird zudem von der „Stiftung Lesen“ zur sicheren und kompetenten Mediennutzung empfohlen.

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Engagement bei „Deutschland sicher im Netz“ und „BAGSO“

Unser Beitrag zu den SDGs

Der Verein Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) richtet sich seit zehn Jahren als zentrale Anlaufstelle für IT-Sicherheit und Datenschutz an Verbraucher und kleinere Unternehmen. Als Mitglied des Vereins engagieren wir uns beispielsweise für den Jugendwettbewerb myDigitalWorld und für die Workshopreihe IT-Sicherheit@Mittelstand. Wir beteiligen uns außerdem am Projekt „Digitale Nachbarschaft“, das Menschen zu ehrenamtlichen Botschaftern ausbildet, die ihr IT-Wissen an ihr Umfeld weitergeben. „Digitale Nachbarschaft“ wurde im Juni 2016 im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ausgezeichneter Ort“ geehrt. Thomas Kremer, Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance der Telekom, ist Vorsitzender des DsiN.

Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, BAGSO, fördern wir die Medienkompetenz älterer Menschen. Als Partner unterstützen wir den Goldenen Internetpreis 2016 der BAGSO. Er zeichnet Menschen ab 60 aus, die das Internet kompetent nutzen und andere dabei begleiten, in die Online-Welt einzusteigen. Als Beiratsmitglied engagieren wir uns zudem für den Digital-Kompass, ein gemeinsames Projekt von BAGSO und DsiN. Der Digital-Kompass ist eine Plattform für alle, die ältere Menschen im und ins Internet begleiten.

Innovative Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen

Technologie kann einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten. Im Berichtszeitraum haben wir deshalb die Entwicklung verschiedener digitaler Lösungen und Bildungsangebote unterstützt:

Unser Beitrag zu den SDGs

Spielen gegen das Vergessen: Die App img „Sea Hero Quest“
Die Telekom-Initiative „Game for Good“ ermöglicht mit dem mobilen Spiel „Sea Hero Quest“ die weltweit größte Grundlagenstudie in der Demenzforschung. Ziel der Studie ist es, dabei zu helfen, Anzeichen von Demenz frühzeitig zu entdecken und Aufschluss über die Wirksamkeit von Therapien an Patienten zu bekommen. Eine der ersten Auswirkungen von Demenz ist der Verlust des räumlichen Orientierungsvermögens. Dazu liegen Forschern Daten von Erkrankten vor, aber kaum Vergleichsdaten von gesunden Menschen. „Sea Hero Quest“ sammelt daher anonyme Daten über das Orientierungsverhalten der Spieler. Zusätzlich können Spieler zum Beispiel Angaben zu Alter, Geschlecht und Herkunftsland machen und so einen größeren Beitrag zur Demenzforschung leisten. Die Daten helfen den Wissenschaftlern zu verstehen, was genau sich bei einer beginnenden Demenz verschlechtert. Alle Daten werden zweimal pro Sekunde übermittelt, in unserem hochsicheren Rechenzentrum in Deutschland gespeichert und dann den Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt.

Bisher haben bereits über 2,7 Millionen Menschen „Sea Hero Quest“ gespielt und so einen Beitrag zur Demenzforschung geleistet. 13 der europäischen Landesgesellschaften haben das „Spiel gegen das Vergessen“ mit Kommunikationsmaßnahmen, Werbung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt und zu seinem Erfolg beigetragen. Erstmals gibt es nun Normdaten zur räumlichen Orientierung von gesunden Menschen aller Altersgruppen. Diese Normdaten gelten als zentraler Schritt für die Entwicklung neuer Verfahren zur frühzeitigen Diagnose von Demenz.

Freiwilliges Soziales Jahr Digital: Zweiter Jahrgang gestartet
Im Berichtszeitraum startete das Pilotprojekt „Freiwilliges Soziales Jahr Digital“ (FSJ Digital) in Halle, Sachsen-Anhalt, in das zweite Jahr. Medienaffine Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren können im FSJ Digital gemeinnützige Einrichtungen – wie Altenpflege- und Behinderteneinrichtungen, Kitas, Horte oder Kliniken – bei digitalen Projekten und bei der Anwendung neuer Medien unterstützen. Die Freiwilligen werden während ihres gesamten Dienstes medienpädagogisch begleitet. In Sachsen-Anhalt wird das Konzept in 25 Einrichtungen erprobt. Angeboten wird eine große Bandbreite img an Aktionen, vom digitalen Geschichtenerzählen bis zur Gestaltung barrierefreier Webinhalte. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert und von der Deutschen Telekom sowie der NrEins.de AG unterstützt. Nach Abschluss des zweiten Jahrgangs soll das Projekt evaluiert werden.

Sicher und schnell bei Sportunfällen reagieren – Die „GET“-App
2016 haben wir uns an der Entwicklung der GET-App beteiligt. „GET“ steht für „Gehirn Erschüttert? TestApp!“. So heißt das interaktive Tool, mit dem Sportler nach einem Sturz oder Zusammenprall testen können, ob sie von einer Gehirnerschütterung betroffen sind. Innerhalb von drei bis vier Minuten kann mit der App festgestellt werden, ob ein Verdacht auf Gehirnerschütterung vorliegt. Neben Informationen zur Gehirnerschütterung selbst können die Nutzer einen schnellen Test durchführen und die Reaktionsfähigkeit und Augenfunktion überprüfen. Herausgegeben wurde die App von der Initiative „Schütz Deinen Kopf!“ der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung.

„MyShake“-App mach Smartphones zum Erdbeben-Frühwarnsystem
Gemeinsam mit der Telekom arbeiten Forscher der US-Universität Berkeley an einem Erdbeben-Frühwarnsystem, das auf Smartphones basiert. Die Grundidee: Über einen Beschleunigungssensor des Smartphones werden Erschütterungen ausgelesen. Wenn die Daten dem Schwingungsprofil eines Erdbebens entsprechen, meldet die „MyShake“-App Zeitpunkt, Ort und gemessene Stärke der Erschütterung an die seismologische Abteilung der Berkeley-Universität zur weiteren Analyse. Ein Erdbeben wird bestätigt, wenn mindestens vier Telefone entsprechende Erschütterungen registrieren. Derzeit werden weitere „MyShake“-App-Nutzer gesucht, um auf ein dichteres Netzwerk zur Bebenermittlung zugreifen zu können. Nach einer einjährigen Testphase sollen auch Erdbebenwarnungen an die Nutzer versandt werden.

„Shared Heartbeat“
Die App Shared Heartbeat ist ein Gemeinschaftsprojekt von  Magyar Telekom und Isobar Budapest, das im April 2016 startete. Mit dieser App können Neugeborene den Herzschlag ihrer Mutter hören. Der Herzschlag der Mutter ist ein zentraler Faktor im Leben eines Säuglings, doch sobald das Baby geboren ist, wächst die Distanz. Wir wollen Menschen mithilfe von Technologie auf eine bisher unvorstellbare Weise miteinander verbinden und so natürliche Bindungen verstärken.

„Cheering Heart“
Mithilfe der App „Cheering Heart“ konnten alle Ungarn unseren Athleten und Teams bei den olympischen Spielen zujubeln und sie zu Höchstleistungen motivieren. Die Athleten erhielten ein Herz, das vibrierte und aufleuchtete, wenn jemand ihnen einen elektronischen Herzschlag schickte. Das zeigte ihnen, dass viele Menschen zu Hause in Gedanken mit ihnen verbunden waren. Der Herzschlag kann auf verschiedene Art und Weise geschickt werden: als Nachricht über #egyekvagyunk, per Button auf der Internetseite egyekvagyunk.hu oder durch eine Bewegung des Smartphones. Die Herzen wurden bei den olympischen Spielen, den paralympischen Spielen und bei anderen sportlichen Großereignissen eingesetzt. Bisher wurden mehr als  2 Mio. Herzschläge an Sportler verschickt.

Diese App ist Teil unseres Engagements in der Sportförderung. 2016 waren wir Sponsor des ungarischen Teams bei den olympischen und  paralympischen Spielen, ebenso Sponsor des Handballteams Telekom Veszprém.

Navigationshilfe für Sehbehinderte
Als Unternehmen mit sozialer Verantwortung möchte T-Mobile Czech Republic sehbehinderten Menschen helfen. Zusammen mit der Technischen Universität Tschechien haben wir eine besondere Navigationshilfe für Blinde entwickelt. Globale Navigationssatellitensysteme (GNSS) in Kombination mit Mobilfunkdatennetzen bilden die Grundlage für eine der modernsten Orientierungshilfen für sehbehinderte Menschen. T-Mobile Czech Republic unterstützt die Entwicklung dieser Navigationslösung durch Bereitstellung von 3G- und 4G-Konnektivität, SIM-Karten und Modems. Der neu entwickelte Navigations-Stick für Blinde wird mit einem Smartphone und mit der Navigationszentrale verbunden. Mithilfe einer 2G- bis 4G-App lassen sich über den Service Navigationsdaten, Sprache und Bilder übertragen. Innerhalb von Gebäuden, wo GNSS nicht funktioniert, kann eine Kamera zur Orientierung genutzt werden. Die Anwendung ist derzeit in der letzten Testphase und soll 2017 auf den Markt kommen.  Für Blinde, die eine Schulung zur Nutzung des Sticks erhalten haben, werden wir die Technik zu einem Sondertarif anbieten.

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