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Corporate Responsibility Bericht 2016

Menschenrechte

Für ein international operierendes Unternehmen wie unseren Konzern hat die Achtung der Menschenrechte einen hohen Stellenwert, zumal die ICT-Branche immer wieder wegen Missständen in ihrer Lieferkette kritisiert wird. Deshalb haben wir bei der Telekom umfangreiche Sozialstandards etabliert und setzen diese mit geeigneten Methoden um. Hierbei betrachten wir innerhalb unseres Unternehmens insbesondere die Wahrung des Rechts auf Kollektivvereinbarungen sowie die Gewährleistung von Vielfalt und Chancengleichheit. Unsere Lieferanten nehmen wir ausdrücklich mit in die Verantwortung, um die Achtung der Menschenrechte auch außerhalb unseres Konzerns zu gewährleisten.

So achten wir Menschenrechte

Die Telekom bekennt sich ausdrücklich zu den vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen 2011 verabschiedeten UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Die Prinzipien verlangen, Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte systematisch zu identifizieren und negative Folgen zu verhindern, abzumildern oder bei Bedarf wiedergutzumachen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, haben wir für den gesamten Konzern ein umfassendes Programm zur Implementierung der Leitprinzipien entwickelt und einen fortlaufenden Prozess aus mehreren ineinandergreifenden Maßnahmen und Instrumenten eingeführt (siehe Grafik).

Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht bei der Deutschen Telekom

Die Pflicht zur Achtung der Menschenrechte ist in den grundlegenden Regelwerken der Telekom, den Guiding Principles, dem Code of Conduct und der Sozialcharta, verankert. Bedeutsam sind in diesem Zusammenhang auch die Employee Relations Policy und die Diversity Policy der Telekom.

Instrumente zur Überprüfung möglicher Auswirkungen auf Menschenrechte
Wir nutzen zwei Instrumente, um die Einhaltung der Vorgaben der Sozialcharta img zu überprüfen: Zum einen erstellen wir jedes Jahr einen zentralen Sozialbericht („Social Performance Report“), an dem sich 103 vollkonsolidierte Gesellschaften der Telekom beteiligten. Dieser verzeichnet für den Zeitraum zwischen Januar 2016 und Dezember 2016 keinerlei Verstöße gegen unsere Sozialcharta. Zum anderen betreiben wir seit 2013 eine zentrale Kontaktstelle für Menschenrechte. Diese ist unter anderem unter der öffentlichen E-Mail-Adresse humanrights@telekom.de erreichbar. Weitere Eingaben erfolgten über das anonyme Hinweisgebersystem ohne Angabe der Absenderdaten. Alle Kontaktmöglichkeiten sind auf unserem Hinweisgeberportal „Tell me!“ zusammengefasst, das zur Aufklärung von Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften dient. Wir untersuchen alle Hinweise und leiten Gegenmaßnahmen ein, sofern sich die Hinweise als plausibel herausstellen. Wie wir mit den 2016 erhaltenen Mitteilungen umgegangen sind, erfahren Sie hier.

Gleichzeitig setzten wir die 2013 gestartete Integration von Menschenrechtsaspekten in die Unternehmensbewertung fort, die bei Fusionen und Akquisitionen üblich ist. Darüber hinaus führen wir nach Bedarf spezielle Begutachtungsprozesse zur Einschätzung der Arbeitgeber-Mitarbeiter-Beziehungen in den Landesgesellschaften durch, mit denen wir die Konzernrichtlinie zu Employee Relations („Employee Relations Policy“) umsetzen.

Dabei berücksichtigen wir auch die Ergebnisse des „Human Rights & Employee Relations Cockpit“ (Cockpit für Menschenrechte und Mitarbeiterbeziehungen). Mit diesem Instrument messen wir die Fortschritte der Landesgesellschaften anhand von fünf menschenrechtsbezogenen Kennzahlen:

  1. Mitarbeiterzufriedenheit (Quelle: halbjährliche Puls-Befragung)
  2. Bereitschaft, die Telekom als Arbeitgeber zu empfehlen (Quelle: halbjährliche Puls-Befragung)
  3. Gesundheitsquote (Quelle: HSE img Cockpit)
  4. Arbeitnehmerseitige Kündigungen (Quelle: HSE Cockpit)
  5. Landesspezifische Menschenrechtsrisiken (gemäß Maplecrofts „Human Rights Risk Index“)

Die Zahlen werden regelmäßig ausgewertet. Für jede Kennzahl wird die Landesgesellschaft in einer Leistungsklasse gemäß dem Ampelsystem eingeordnet: grün (Anforderungen erfüllt), gelb (Anforderungen teilweise erfüllt) und rot (Anforderungen nicht erfüllt). Anschließend werden die Ergebnisse mit den Regionalmanagern der Landesgesellschaften diskutiert und bei Bedarf Maßnahmen wie Human Rights Impact Assessments und Employee Relations Policy Reviews vereinbart.

Yvonne Hommes

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Yvonne Hommes

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Hinweise und Anfragen an die Kontaktstelle für Menschenrechte

2013 haben wir eine Kontaktstelle für Menschenrechte bei der Deutschen Telekom eingerichtet. Im Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 erhielt die Kontaktstelle zehn Hinweise mit Menschenrechtsbezug, die entweder direkt über die E-Mail-Adresse der Kontaktstelle oder über das (anonyme) Hinweisgebersystem eingingen. Nicht alle Hinweise wurden als plausibel bewertet. Die meisten Hinweise bezogen sich auf die Themen „Meinungsfreiheit“ und „Verhaltenskodex“. Eine Anfrage bezog sich auf das Thema „Umsetzung der Menschenrechtsthemen bei der Deutschen Telekom“. Konkret wurde nach den Aktivitäten und dem Konfliktmanagement gefragt. Eine Anfrage bezog sich auf das Thema „gesellschaftliche Verantwortung“. Alle Hinweise wurden selbstverständlich vertraulich behandelt.