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Corporate Responsibility Bericht 2016

CR-Strategie

Die Deutsche Telekom will führender Telekommunikationsanbieter in Europa sein. Aus dieser Konzernvision leiten sich unser Selbstverständnis als verantwortungsvolles Unternehmen (CR-Selbstverständnis) und unsere CR-Mission ab. Unsere Mission lautet:

Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen …

… in unseren Prozessen

… mit und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

… bei unseren Kunden

… in der Gesellschaft

Unsere konzernweite CR-Strategie gibt auch den Landesgesellschaften einen Handlungsrahmen für ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen vor. Zentrale Bestandteile sind unsere drei CR-Handlungsfelder:

  • Vernetztes Leben und Arbeiten – nachhaltige Lebensweise ermöglichen
  • Zugang und Teilhabe an der Informations- und Kommunikationsgesellschaft
  • Klimafreundliche Gesellschaft

Sie bilden den Rahmen für die Fokusthemen unseres Nachhaltigkeitsmanagements: Datensicherheit und Datenschutz, Digitalisierung, nachhaltige Lieferkette, Menschenrechte, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenentkopplung sowie verantwortungsvoller Arbeitgeber. Welche konkreten Ziele wir mit welchen Maßnahmen erreichen wollen, haben wir in unserem CR-Programm dargelegt. Mithilfe von Leistungsindikatoren (Key Performance Indikatoren, KPI) prüfen wir unsere Fortschritte auf diesem Weg.

Um die strategische Steuerung und die operative Umsetzung unserer CR-Strategie im gesamten Konzern eng miteinander zu verzahnen, haben wir eine integrierte Governance-Struktur  geschaffen. Die Gesamtverantwortung für Nachhaltigkeit liegt beim Vorstand der Deutschen Telekom.

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Fortschritte

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Aktuelle Organisationsstruktur

Organisationsstruktur

Der CR-Bereich Corporate Responsibility (GCR) ist ein wichtiger Treiber des Wandels in unserem Unternehmen. Organisatorisch ist er beim Personalvorstand verankert. Aufgabe von GCR ist es, die Unternehmenskultur mit Schwerpunkt auf nachhaltige Innovation und gesellschaftliche Verantwortung weiterzuentwickeln.

Eine weitere Säule unserer CR-Governance-Struktur ist das HR Leadership Team (HR LT). Dabei handelt es sich um ein Beratungs- und Beschlussgremium für den Vorstandsbereich Human Resources (HR). Es entscheidet unter anderem über konzernweite Richt- und Leitlinien, Positionierungen zu CR und die strategische Ausrichtung des CR-Bereichs. Mitglieder des HR LT sind Führungskräfte aus der Ebene unterhalb des Konzernvorstands HR.

Außerdem berät und unterstützt das CR-Board den CR-Bereich und das HR LT im CR-Management und bei der Entwicklung von Vorschlägen zur CR-Strategie.

Für die Umsetzung unserer CR-Strategie sind die CR-Manager der jeweiligen Geschäftseinheiten und Landesgesellschaften verantwortlich. Um ihre Aufgaben zu koordinieren und voneinander zu lernen, arbeiten sie im internationalen CR-Manager-Netzwerk intensiv zusammen.

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CR-Richtlinie: Internationale Einführung schreitet voran

In unserer CR-Richtlinie werden die Eckpfeiler unseres Nachhaltigkeitsmanagements für alle Konzerneinheiten formal und verbindlich festgeschrieben. Nachdem die Konzernzentrale, Telekom Deutschland und T-Systems die Richtlinie 2014 eingeführt haben, wurde die Richtlinie 2015 auch in weiteren großen europäischen Landesgesellschaften implementiert. Darunter waren unter anderem OTE in Griechenland, Magyar Telekom in Ungarn, T-HT Hvratski Telekom in Kroatien und T-Mobile Poland. 2016 folgten darüber hinaus weitere Landesgesellschaften der T-Systems.

BE SMARTER! Neue Nachhaltigkeitsstrategie 2016 - 2020 von Magyar Telekom

Nachhaltigkeit soll auch künftig ein integraler Bestandteil unseres Unternehmens sein. Daher haben wir für den Zeitraum 2016 - 2020 eine neue Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, welche die Erwartungen nachhaltiger Investoren, EU-Richtlinien, Branchen- und Unternehmenstrends, lokale Bedingungen und Verbrauchsgewohnheiten einbezieht.  Klimaschutz, Bildung und Nachhaltigkeit durch Digitalisierung bilden die Schwerpunkte unserer Strategie bis 2020.

Klimaschutz
Wir wollen unseren Kunden helfen, klimabewusster zu werden. Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, mit unseren Klimaschutzmaßnahmen Umsätze zu erzielen und gleichzeitig unsere eigenen CO2-Emissionen auf unter 100 000 Tonnen zu reduzieren. Auf diese Weise können wir unsere Maßnahmen zur Emissionsreduzierung ausweiten und unsere umweltfreundlichen Dienste ausbauen.

Bildung
Unser Ziel ist es, bis 2020 über unser Bildungsprogramm direkt oder indirekt 100 000 Menschen in Ungarn zu erreichen. Das Programm zielt sowohl auf die Öffentlichkeit als auch auf unsere Kunden ab. Wir wollen damit vor allem die digitale Lücke schließen und einem Fachkräftemangel in der Branche entgegenwirken.

Nachhaltigkeit durch Digitalisierung
Als nachhaltiges digitales Unternehmen hilft Magyar Telekom seinen Kunden, nachhaltige digitale Dienste zu nutzen. Durch nachhaltiges Marketing und andere verantwortungsvolle Maßnahmen wollen wir Menschen weiterbringen und sie begeistern. Unser Ziel ist, dass 50 Prozent der Menschen Magyar Telekom als ein nachhaltig agierendes Unternehmen wahrnehmen.

Zertifiziertes Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltsystem: Fast alle Arbeitsplätze abgedeckt

Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit in allen Geschäftsprozessen und im Alltag unserer Mitarbeiter zu verankern. Hierzu trägt unser Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagementsystem (Health, Safety and Environment, HSE img) bei, das auf den internationalen Standards OHSAS 18001 für Arbeits- und Gesundheitsschutz und ISO 14001 img für Umweltmanagement basiert.

In Deutschland erfüllen wir durch die Einhaltung der geltenden gesetzlichen Regelungen die wesentlichen Anforderungen einer Zertifizierung nach OHSAS 18001. Außerhalb Deutschlands sind 99 Prozent aller Beschäftigten an einem Arbeitsplatz mit einem zertifizierten Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagementsystem tätig. Damit haben wir unser Ziel, alle Gesellschaften im Ausland mit mehr als 50 Beschäftigten zertifizieren zu lassen, noch nicht vollständig erreicht. 2017 sind Zertifizierungen in China, Indien und Italien vorgesehen, um die 100-Prozent-Marke zu erreichen. Die Zertifizierungen weisen wir mit einem Dachzertifikat sowie darüber hinaus mit separaten Zertifikaten nach. (siehe Grafik).

Durch Zertifikate abgedeckter Mitarbeiteranteil außerhalb Deutschlands

Ein HSE-Managementsystem fordert, betriebliche Prozesse aus den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt systematisch zu planen, umzusetzen und zu verbessern. So fördert es die Gesundheit unserer Beschäftigten und wirkt sich auch positiv auf ihre Arbeitsleistung aus. Zudem hilft es uns bei Ausschreibungsprozessen für neue Projekte, bei denen potenzielle Kunden immer häufiger auch HSE-Zertifikate von ihren Lieferanten verlangen.

CR-Controlling unterstützt die Steuerung unserer Aktivitäten

Das CR-Controlling der Deutschen Telekom übernimmt eine wichtige Funktion bei der Steuerung unserer CR-Aktivitäten. Seit sieben Jahren wird das Controlling durch ein IT-basiertes Datenerfassungssystem unterstützt. Das System stellt sicher, dass ESG img (Environmental, Social und Governance)-Daten und -Kennzahlen transparent erfasst und berichtet werden können. Es unterstützt einheitliche und verbindliche Abläufe auf Konzern- und Landesebene und ermöglicht konzerninterne Vergleiche („Benchmarks“). Durch die IT-Unterstützung können wir uns auf die inhaltliche Analyse der ESG-Daten konzentrieren und frühzeitig erkennen, wie weit wir unsere CR-Ziele erreicht haben und ob wir gegebenenfalls nachsteuern müssen. 

Wir nutzen die ESG-Daten vor allem zur Berechnung unserer ESG KPI, mit denen wir unsere CR-Leistung konzernweit messen und steuern. Darüber hinaus ist das CR-Controlling auch dafür verantwortlich, weitere nachhaltigkeitsrelevante Kennzahlen zu erfassen. Diese werden im Kennzahlenkapitel sowie im interaktiven Kennzahlen-Tool des CR-Berichts veröffentlicht.

Im Jahr 2016 haben wir unsere ESG KPIs erneut überprüft und ergänzt. So berichten wir nun zwei neue Effizienz-KPIs: Die ESG KPI Energy Intensity“ und „ESG KPI Carbon Intensity“. Zusätzlich  weisen wir erstmalig den „Anteil erneuerbarer Energien“ als ESG KPI img aus. Damit können wir unsere Leistung besser beurteilen und kommen auch den steigenden externen Anforderungen an Transparenz in diesem Bereich nach.

Im vorliegenden CR-Bericht 2016 berichten wir zudem erstmals den ESG KPI „Enablement Factor“. Zudem wird der Anteil des Umsatzes mit Nachhaltigkeitsbezug, der im Vorjahr erstmals berichtet wurde, mit dem CR-Bericht 2016 in das Set der ESG KPIs aufgenommen. Darüber hinaus ergänzt in diesem Bericht eine innovative Darstellung der Gesamtemissionen der Deutschen Telekom den Kennzahlenteil. Eine interaktive Grafik illustriert die Emissionsquellen aller „Scopes“ (Scope 13) und zeigt die dazugehörigen Daten auf Konzernebene.

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Gemeinsam mehr erreichen: Internationale Kooperation

Wie sorgt ein weltweiter Konzern dafür, dass die Nachhaltigkeitsstrategie länderübergreifend gelebt wird? Bei der Telekom sind dafür die CR-Managerinnen und -Manager in den jeweiligen Geschäftsfeldern und Landesgesellschaften verantwortlich. Im CR-Manager-Netzwerk tauschen sie sich bereits seit 2008 regelmäßig in Treffen oder Online-Meetings aus und treiben gemeinsam wesentliche CR-Themen voran.

Auf dem CR-Manager-Meeting 2015 war beschlossen worden, die internationale und virtuelle Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen zu verbessern. 2016 haben wir begonnen dies umzusetzen: Arbeitsgruppen verabreden sich zu regelmäßigen Webmeetings, um die Schwerpunktthemen gemeinsam voranzutreiben. Das 16. CR-Manager-Meeting fand am 25. und 26. April 2016 in Den Haag statt. Unter dem Motto „Gemeinsam erreichen wir mehr“ diskutierten die Teilnehmer in Arbeitsgruppen unter anderem die Schwerpunktthemen „gemeinsames Krisenmanagement“ und „Umgang mit Umweltauswirkungen“. Am zweiten Tag standen die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen und der Beitrag der Deutschen Telekom zu ihrer Umsetzung im Vordergrund.

Seit Dezember 2016 bieten wir eine E-Learning-Trainingseinheit zum Thema Datenerhebung an. Damit können die CR-Manager aus den Landesgesellschaften die häufigsten Herausforderungen bei der Datensammlung und -kommentierung trainieren und wertvolle Tipps erhalten.

Unser Beitrag zu den Sustainable Development Goals der UN

Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (United Nations, UN) haben auf ihrer Generalversammlung im September 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Ziel der Agenda ist es, weltweit wirtschaftlichen Fortschritt und Wohlstand zu ermöglichen – im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und mit Rücksicht auf die ökologischen Grenzen des globalen Wirtschaftswachstums. Die Agenda gilt gleichermaßen für alle Staaten dieser Welt: Alle Entwicklungsländer, Schwellenländer und Industriestaaten müssen ihren Beitrag leisten.

Den Kern der Agenda 2030 bilden 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung: die Sustainable Development Goals (SDGs). Sie sind im Januar 2016 offiziell in Kraft getreten. Die SDGs berücksichtigen erstmals alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Soziales, Umwelt und Wirtschaft. Bei der Umsetzung der ehrgeizigen SDGs müssen alle zusammenarbeiten: Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Damit stehen auch Unternehmen in der Pflicht, konkrete Beiträge zu leisten.

Dieser Aufgabe stellen wir uns. Viele unserer Produkte, Dienste und Aktivitäten leisten einen Beitrag zur Erreichung der SDGs. So können beispielsweise unsere Kunden mit unseren Smart-Home-Lösungen ihren Energieverbrauch besser kontrollieren, steuern und reduzieren (SDG 13). Unser Breitbandausbau ermöglicht vielen Menschen den Zugang zu digitalen Bildungsmedien (SDG 4). Mit unseren Dienstleistungen im Bereich E-Health verbessern wir die medizinische Versorgung (SDG 3). Und mithilfe unserer Cloud-Lösungen können Energie und andere Ressourcen eingespart werden (SDG 13). In unserem Geschäftsbericht 2016 haben wir die Umsetzung der SDGs deutlich gemacht: Passagen unseres Lageberichts (ein Teil des Geschäftsberichts), die in Bezug auf die SDGs relevant sind, haben wir mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet. Dies greifen wir mit dem vorliegenden Corporate-Responsibility-Bericht wieder auf.

Wir haben ermittelt, welche SDGs für wichtige Stakeholder-Gruppen der Telekom wie Investoren besonders relevant sind und zu welchen SDGs wir mit unserem Geschäftsmodell einen starken Beitrag leisten. Das Ergebnis dieser Relevanzanalyse ist in der folgenden Übersicht dargestellt. 2017 werden wir diese Analyse weiterentwickeln und das Ergebnis nutzen, beispielsweise indem wir die wesentlichsten SDGs in unseren CR-Prozessen oder dem Reporting stärker berücksichtigen. Außerdem wollen wir die SDGs für die Priorisierung von Maßnahmen nutzen. Auch beim Dialog mit Kunden und Mitarbeitern können die SDGs helfen, Nachhaltigkeitsvorteile unserer Produkte, Dienste und Aktivitäten aufzuzeigen.

Um auch unseren Fortschritt messbar zu machen, haben wir 2016 im Rahmen des ESG KPI img Review einen Abgleich mit den priorisierten SDGs durchgeführt. Alle diese SDGs decken wir bereits heute durch unsere ESG KPIs oder ergänzende Indikatoren gut ab; dies wollen wir in Zukunft weiter schärfen.

Die folgende Übersicht zeigt, welchen Beitrag wir zur Umsetzung der SDGs leisten, und verweist auf konkrete Beispiele im vorliegenden CR-Bericht.


Unser Beitrag zu den Sustainable Development Goals der UN

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