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Corporate Responsibility Bericht 2016

Auditergebnisse 2016

Über das auf Konzernebene aufgesetzte und gesteuerte Auditierungsprogramm wurden 2016 insgesamt 73 Social Audits img durchgeführt – 13 davon bei direkten und 60 bei indirekten Zulieferern der Deutschen Telekom. Wie in den Vorjahren konzentrierten sich unsere Auditaktivitäten dabei auf Lieferanten in Asien, vor allem in China und einigen benachbarten Ländern wie Singapur, Malaysia, Thailand, Indien und Vietnam. Zusätzlich fanden auch in Mexiko, Brasilien und Osteuropa Social Audits img statt.

Zu den auditierten Lieferanten gehörten Produzenten aus den Bereichen IT-Hardware, ‑Software und ‑Dienstleistungen sowie Netzwerke und Endgeräte. Bei den Überprüfungen wurden weder Fälle von Korruption oder Bestechung noch kritische Verstöße gegen Compliance-Regeln oder das Recht auf intellektuelles Eigentum aufgedeckt.

Fortschritte

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Auf einen Blick: Auditergebnisse 2016

Legende: Themenbereich (Anzahl der Verstöße)
Antonio Veloso

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Antonio Veloso
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Ergebnisse im Detail

Im Fokus unserer Auditaktivitäten stehen nicht all unsere Lieferanten (über 30 000), sondern strategisch wichtige und/oder besonders risikobehaftete Lieferantengruppen. Dabei konzentrieren wir uns auf circa 200 Lieferanten, die in einem Turnus von drei Jahren regelmäßig auditiert werden sollen. Die Mehrzahl der Audits img findet im Rahmen der Joint Audit Cooperation (JAC) statt. 

Im Jahr 2016 wurden bei den Audits insgesamt 535 Verstöße gegen die Lieferantenanforderungen der Telekom aufgedeckt, darunter 17 inakzeptable Vorkommnisse. Weitere kritische Befunde – zusammen 197 Einzelfälle – zeigten sich bei 49 Lieferanten. Beispiele für inakzeptable und kritische Verstöße und eingeleitete Verbesserungsmaßnahmen veröffentlichen wir hier.

Bis Ende des Jahres 2016 wurden bereits 468 der aufgewiesenen Verstöße (davon 52 kritische) behoben. In den übrigen Fällen waren die Verbesserungsmaßnahmen noch nicht abschließend umgesetzt. Die meisten Verstöße entfielen mit 47 Prozent auf den Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Gegenüber 2015 stieg dieser Wert umProzentpunkte. Leicht angestiegen ist zudem der Anteil der Verstöße im Bereich Unternehmensethik (von 16 auf 18 Prozent). Ursache hierfür sind vor allem Mängel im CR-Management und insbesondere bei Prozeduren und Richtlinien, der Risikobewertung und ‑überwachung sowie bei Berichterstattung und Schulungen. Der Bereich Arbeitszeiten liegt mit 12 Prozent an dritter Stelle (12 Prozent 2015).

CR-Bericht des Vorjahres

Auszug an schwerwiegenden Feststellungen

Bereich   Befunde bei Lieferanten   Eingeleitete Verbesserungen Status
(Ende 2016)
Unternehmensethik   Ein Prozess zum Schutz von geistigem Eigentum oder vertraulichen Daten fehlte.   Ein Prozess zum Schutz von geistigem Eigentum und vertraulichen Daten der Lieferanten und denen ihrer Kunden wurde eingeführt. Laufend
Diskriminierung   Alle interviewten männlichen Mitarbeiter sagten aus, im Bewerbungsprozess auf Tattoos überprüft worden zu sein.   Bewerber sollen nicht mehr auf Tattoos überprüft werden. Laufend
  Im Bewerbungsprozess wurden Schwangerschaftstests durchgeführt.   Das Kriterium wurde vom Gesundheitszeugnis entfernt. Abgeschlossen
Umweltschutz   Eine Umweltgenehmigung oder eines entsprechenden Befreiungsschreibens der Ortsbehörden fehlte.   Eine Umweltgenehmigung wurde erteilt. Abgeschlossen
  Gefährlicher Abfall aus aluminiumhaltigem Schlamm wurde nicht ordnungsgemäß entsorgt.   Es soll sichergestellt werden, dass gefährlicher Abfall aus aluminiumhaltigem Schlamm über einen qualifizierten Fachbetrieb entsorgt wird. Laufend
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz   Eine effektive Feuermeldeanlage war nicht vorhanden.   Kauf und Installation einer Feuermeldeanlage. Abgeschlossen
  Notausgangsschilder waren falsch positioniert.   Die Notausgangsschilder wurden den gesetzlichen Anforderungen entsprechend positioniert. Abgeschlossen
Löhne & Leistungsentgelt   Überstunden wurden nicht erfasst, sodass nicht überprüft werden konnte, ob die Mitarbeiter den rechtmäßigen Überstundentarif erhalten.   Alle Mitarbeiter sollen den rechtlich vorgesehenen Überstundentarif erhalten. Laufend
  Aufgrund eines strukturellen Berechnungsfehlers erhalten Mitarbeiter für voll geleistete Arbeitsstunden einen unzureichenden Basislohn, wenn sie innerhalb eines Monats nicht an allen Arbeitstagen anwesend waren.   Alle Mitarbeiter sollen den gesetzlich vorgesehenen Lohn erhalten. Laufend
  Leiharbeitskräften wurde ein zu geringer Überstundenlohn gezahlt.   Es werden keine Leiharbeitskräfte mehr eingestellt.   Abgeschlossen
  Gekündigten Mitarbeitern wurde nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben, innerhalb von sieben Tagen eine finale Gehaltsabrechnung ausgezahlt.   Es wird dafür gesorgt, dass Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis endet, ihre finale Gehaltsabrechnung innerhalb von sieben Tagen erhalten. Laufend
  Mitarbeiter wurden erst nach einer zweimonatigen Probezeit durch den Arbeitgeber sozialversichert.   Die örtliche Sozialversicherungsverwaltung hat bescheinigt, dass diese Regelung rechtmäßig ist. Abgeschlossen
  Es gab keine gewerkschaftlichen Zusammenschlüsse oder keinen Betriebsrat.   Es wird ein gewerkschaftlicher Zusammenschluss oder Betriebsrat gegründet. Laufend
  Nicht alle Mitarbeiter waren vollständig sozial- und rentenversichert.   Alle Mitarbeiter werden – den gesetzlichen Vorschriften entsprechend – vollständig sozialversichert. Laufend
  Mitarbeiter mussten einen Geldbetrag als Kaution für die vom Arbeitgeber geliehene Arbeitskleidung hinterlegen.   Die Mitarbeiter müssen künftig keine Kaution für Arbeitskleidung oder Ähnliches hinterlegen. Laufend
  Teile des Lohns, die über dem Mindestlohn liegen, sowie Lohnzahlungen für Überstunden wurden in bar ausgezahlt. Die Auszahlungen wurden dokumentiert.   Die Löhne sollen regelmäßig darauf überprüft werden, ob sie ausgewogen und fair sind oder zumindest dem Existenzminimum entsprechen.   Laufend
Arbeitszeiten   Es wurden erheblich mehr Überstunden geleistet als gesetzlich erlaubt.   Es wurden Maßnahmen ergriffen, die eine schrittweise Reduzierung der Überstunden bewirken, sodass langfristig die nationalen Arbeitszeitregelungen eingehalten werden. Abgeschlossen
Kinder- und Jugendarbeit   Jugendliche Mitarbeiter haben die Kosten für die Gesundheitstests im Rahmen des Einstellungsverfahrens selbst bezahlt.   Die Kosten für die Gesundheitstests werden vom Betrieb übernommen. Laufend
  Jugendliche Mitarbeiter haben Nachtschichten und Überstunden geleistet.   Jugendliche Mitarbeiter werden künftig keine Nachtschichten oder Überstunden mehr leisten. Laufend
Disziplinarische Maßnahmen   Geldstrafen wurden als disziplinarische Maßnahmen verhängt. Mitarbeiter, die sich nicht an interne Richtlinien hielten, erhielten Lohnabzüge.   Es sollen keine Geldstrafen mehr als disziplinarische Maßnahmen verhängt werden. Laufend
  Laut interner Arbeitsanweisung und Arbeitsvertrag sind die Mitarbeiter zur Verschwiegenheit über ihr Gehalt verpflichtet. Ein Verstoß wird als schwere Verfehlung bewertet und kann zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen sowie auch die Ausübung des Rechts auf Kollektivverhandlungen erschweren.   Die in der Arbeitsanweisung festgehaltenen Gründe für das Vorliegen schwerer Verfehlungen werden geprüft und gegebenenfalls angepasst. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Verschwiegenheitspflicht bei Gehältern. Laufend