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Corporate Responsibility Bericht 2016

Mobilfunk und Gesundheit (EMF)

Elektromagnetische Felder img (EMF img) sind ein wesentlicher Baustein unserer vernetzten Welt – auch wenn wir sie nicht direkt wahrnehmen können. Ihre gesundheitlichen Auswirkungen werden immer wieder diskutiert. Für ihre Verwendung im Mobilfunk ist es von grundlegender Bedeutung, sicherzustellen, dass von ihnen keine Belastung für Mensch oder Umwelt einhergeht.

Die Wirkung elektromagnetischer Felder wurde in den letzten Jahrzehnten durch zahlreiche wissenschaftliche Studien gründlich erforscht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung und gab zuletzt im Oktober 2014 hierzu eine Stellungnahme ab. Darin kommt sie zum Schluss, dass die geltenden Grenzwerte für elektromagnetische Felder die sichere Nutzung des Mobilfunks gewährleisten, aber weiterer Forschungsbedarf besteht.

Die Telekom hat sich zu einer aktiven Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Forschung zu Mobilfunk und Gesundheit verpflichtet und informiert auf der Konzernwebsite ausführlich über den aktuellen Stand der Technik und der wissenschaftlichen Risikobewertung durch Expertengremien.

So setzen wir uns für sicheren Mobilfunk ein

Wir wollen unsere Mobilfunk-Infrastruktur, unsere Produkte sowie die zugrunde liegenden Prozesse so ressourceneffizient, sicher und gesundheitsverträglich wie möglich gestalten. In Deutschland liefern hierfür insbesondere die freiwillige Selbstverpflichtung der Mobilfunk-Betreiber sowie die Verbändevereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden den Rahmen. Die Umsetzung der freiwilligen Selbstverpflichtung wird alle zwei Jahre überprüft. Zuletzt übergaben wir der Bundesregierung 2016 das Jahresgutachten. Außerdem unterstützen wir in Kooperation mit Telefónica das Informationsportal www.informationszentrum-mobilfunk.de.

Eine übergeordnete Rolle spielt unsere 2004 verabschiedete, konzernweit gültige EMF-Policy. Diese beinhaltet einheitliche Mindestanforderungen für den Bereich Mobilfunk und Gesundheit, die weit über die jeweiligen nationalen gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Mit ihr geben wir den Landesgesellschaften einen verbindlichen Rahmen vor, um einen konzernweit einheitlichen, verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema „Mobilfunk und Gesundheit“ sicherzustellen. Sämtliche Landesgesellschaften haben die EMF-Policy formell anerkannt und die geforderten Maßnahmen weitestgehend umgesetzt.

Mit der EMF-Policy verpflichten wir uns zu folgenden Maßnahmenpaketen:

EMF-Policy

Transparenz
Information
Partizipation
Wissens­förderung
und Partnerschaft
Transparenz

Wir setzen uns für Offenheit in allen Belangen des Mobilfunks ein. Sämtliche relevanten Informationen über unsere Mobilfunkanlagen in Deutschland sind öffentlich zugänglich, beispielsweise über die EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur.

Information

Wir stellen verständliche Verbraucherinformationen bereit und betreiben eine sachliche und fundierte Informationspolitik. Auf der Konzernwebsite bieten wir Interessierten aktuelle Informationen an. Außerdem klären wir unsere Kunden in den Produktinformationen über die SAR-Werte der Geräte auf. Informationen hierzu sind außerdem in vielen unserer Shops, über unsere kostenlose Umwelt-Hotline oder per Mail erhältlich.

Partizipation

Baim Netzausbau setzen wir auf enge Zusammenarbeit und einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten, zum Beispiel mit Kommunen. Es ist unser Ziel, einvernehmliche Lösungen zu finden und tragfähige Kompromisse auszuhandeln. Wichtige Voraussetzungen hierfür sind ein fairer Umgang mit kritischen Argumenten und Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen.

Wissens­förderung und Partnerschaft

Unsere Leitlinien verlangen zielgerichtete Forschungsförderung, fachliche Exzellenz, Transparenz, Objektivität und Verständlichkeit

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Die Umsetzung der EMF-Policy wird kontinuierlich geprüft. Die Ergebnisse nutzen wir, um einzelne Aspekte zu verbessern und gemeinsam in verschiedenen Arbeitsgruppen wie unserem „EMF img Core Team“ oder der „EMF Technical Working Group“ Lösungen zu erarbeiten.

Cornelia Szyszkowitz

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Cornelia Szyszkowitz
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Fortschritte

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Evaluation und Umsetzung der EMF-Policy

Wir wollen unsere EMF-Policy im gesamten Konzern lückenlos umsetzen. Hierbei unterstützen wir die Landesgesellschaften mit spezifischen Arbeitsinstrumenten. Beispielsweise formulierten wir einheitliche Grundsätze für Forschungsförderung und veröffentlichten diese auf der Telekom-Website. Die Landesgesellschaften nutzen diese für ihre eigenen Förderprogramme. Darüber hinaus setzen wir bewusst auf die Eigeninitiative der Landesgesellschaften und ermutigen sie, ihre Maßnahmen stetig weiter zu verbessern, auch wenn sie die EMF-Policy bereits vollständig implementiert haben. Dabei spielt der Dialog zwischen den Telekom-Landesgesellschaften und anderen Netzbetreibern sowie Verbrauchern, Politikern und der Wissenschaft eine zentrale Rolle.

Regelmäßige Überprüfungen zeigen uns, dass in allen Handlungsfeldern an der Umsetzung der EMF-Policy gearbeitet wird. Zugleich arbeiten wir daran, landesspezifische Aktivitäten weiter zu entwickeln:

  • 2016 haben wir „Small Cells“ eingeführt, eine innovative und leistungsstarke Mobilfunk-Technologie. Small Cells, zu Deutsch Kleinzellen, ergänzen unser Mobilfunknetz mit zusätzlichen Kapazitäten an Orten mit hohem Verkehrsaufkommen. Dabei weisen Small Cells grundsätzlich weniger starke elektromagnetische Felder auf als herkömmliche Makrozellen, wie sie in den Mobilfunknetzen verwendet werden. Durch die Small Cells kann aufgrund der geringen Entfernung die Sendeleistung des Mobiltelefons reduziert werden. Da gerade die Sendeleistung des Handys in vielen Fällen die dominante Quelle elektromagnetischer Felder in der unmittelbaren Umgebung ist, führt ihre Reduzierung besonders wirkungsvoll zu einer Verringerung der persönlichen Befeldung. Um die Sicherheit der Technik zu gewährleisten, haben wir in Kooperation mit der RWTH Aachen eine Reihe von Projekten durchgeführt, unter anderem zur Minimierung von Immissionen img. Die Ergebnisse wurden transparent zusammen mit Stakeholdern aus Politik, Wissenschaft und Verbänden diskutiert. Die Ergebnisse fließen auch in ein 2016 gestartetes Pilotprojekt zum Aufbau von Small Cells in München ein. Das Projekt wurde vom Münchner Stadtrat beschlossen.
  • In Österreich gab das BürgerInnen Forum Mobilkommunikation allen interessierten Bürgern die Möglichkeit, direkt und online Fragen zum Mobilfunk zu stellen. Das BürgerInnen Forum ist eine Initiative des Forum Mobilkommunikation (FMK). Es soll sich mit der Zeit zu einer Wissensplattform entwickeln, auf der die wichtigsten Fragen beantwortet werden.

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