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Corporate Responsibility Bericht 2016

Weitere Umweltthemen

Wir übernehmen Verantwortung für eine klimafreundliche Gesellschaft – sei es in unserem eigenen Unternehmen, bei unseren Kunden und Zulieferern oder durch unser gesellschaftliches Engagement. Dabei konzentrieren wir uns auf die Bereiche, in denen unsere Auswirkungen besonders groß sind. Darüber hinaus widmen wir uns auch anderen Umweltthemen, zum Beispiel dem Schutz der Biodiversität oder einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser. Zwar sind in diesen Bereichen die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit gering – dennoch sind sie Bausteine unseres ganzheitlichen Umweltmanagements.

Fortschritte

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Schutz der Biodiversität

Das Artensterben schreitet weltweit voran. Die Folgen sind schwer absehbar. Eine der Hauptursachen ist der zunehmende Flächenverbrauch für Industrie, Landwirtschaft und Verkehr. Um unsere Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität wirksam steuern zu können, haben wir 2014 untersucht, wie groß der Flächenverbrauch durch unsere Geschäftstätigkeit in Deutschland ist. In die Analyse wurden auch die vorgelagerten, global verzweigten Wertschöpfungsketten einbezogen. Im Ergebnis bestätigt die Studie, dass das Thema Flächenverbrauch in Bezug auf unsere Umweltauswirkungen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle spielt.

Unsere Geschäftstätigkeit hat vorwiegend am Anfang unserer Wertschöpfungskette Auswirkungen auf die Biodiversität, in späteren Stufen sind die Auswirkungen geringer. Zusammenfassend stellt die Studie über die gesamte Wertschöpfungskette einen Flächenverbrauch von730 Quadratkilometern pro Jahr fest. Dies entspricht in etwa der doppelten Fläche von Berlin. 14 Prozent davon entfallen auf Flächen, die nach den Kriterien der gemeinnützigen Organisation Conservation International eine stark überdurchschnittliche Biodiversität aufweisen.

Im direkten Umfeld unserer Standorte haben wir den größten Einfluss auf den Erhalt und die Aufwertung artenreicher Lebensräume. Deshalb engagieren wir uns mit kompetenten Partnern für den Naturschutz vor Ort.

Renaturierung artenreicher Lebensräume
Mit Spenden aus den Erlösen der Handy-Rücknahme unterstützen wir bereits seit dem Jahr 2003 Naturschutzprojekte der Deutschen Umwelthilfe (DUH). So haben wir 2016 ein Projekt zum Artenschutz an der Weißen Elster/Altarm Bad Köstritz unterstützt – dort sollen artenreiche Lebensräume für Tiere wie Eisvogel, Pirol und Rohrweihe oder den Fischotter wieder geschaffen werden. Ebenso wurde ein weiteres Naturschutzprojekt – die Renaturierung der ehemaligen Bergbaugebiete in der Lausitz – gefördert. Mehr Informationen unter www.handysammelcenter.de.

Aktionen zur Ressourceneffizienz am Arbeitsplatz

Als Beitrag zur Ressourceneffizienz am Arbeitsplatz achten wir darauf, möglichst umweltfreundliche Büromaterialien zu verwenden. Dazu gehört beispielweise Papier mit anerkannten Umweltzeichen wie Blauer Engel oder Nordic Swan. In unserem Katalog des gesamten Bürosortiments sind 11 Prozent als nachhaltige Produkte klassifiziert. 2016 haben wir insgesamt 31 Prozent unserer Bestellungen für nachhaltige Büromaterialien getätigt.

Des Weiteren wurden an verschiedenen Telekom-Standorten in Bonn zwei Aktionen zum nachhaltigen Wiedereinsatz von Büromaterial (Frühjahrsputz und Tauschbörse) und Give-aways (Mitarbeiter-Sale) durchgeführt, die von den Mitarbeitern sehr gut angenommen wurden.

Projekt gegen Plastikmüll im Meer gestartet

2016 haben wir das Projekt „Seekuh“ von One Earth – One Ocean e.V. mit einer Spende unterstützt. Die „Seekuh“ ist das erste zertifizierte Müllsammelschiff der Welt und soll in küstennahen Regionen und Flussmündungen eingesetzt werden. Mit einem speziellen Netz kann das Schiff bis zuTonnen Müll pro Fahrt aus dem Meer fischen. Außerdem kann das Schiff Wasseranalysen vornehmen. Die „Seekuh“ wurde im Rahmen des 35. Deutschen Seeschifffahrtstags in Kiel im September 2016 vorgestellt. Nach erfolgreicher Erprobung soll das Schiff in Serie gehen.

  • Projekt „Seekuh“ von One Earth – One Ocean e.V.
  • Projekt „Seekuh“ von One Earth – One Ocean e.V.

Wasserverbrauch

Wasser ist lebensnotwendig und es wird immer knapper. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass mehr als eine Milliarde Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Als Dienstleistungsunternehmen ist unser Wasserverbrauch im Verhältnis zur Landwirtschaft oder dem produzierenden Gewerbe vergleichsweise gering. Wasser wird bei uns fast ausschließlich im Rahmen unserer Bürotätigkeit genutzt. Auch in unseren Zulieferketten spielt der Wasserverbrauch laut unseren Analysen nur eine untergeordnete Rolle. Dies betrifft insbesondere die ersten Stufen unserer Lieferkette, in denen unser Einfluss am größten ist. Daher gehört Wasser nicht zu den wesentlichen Themen unseres CR-Managements. Dennoch erfassen wir über unsere Kennzahl Wasserverbrauch unseren jährlichen Verbrauch, den wir seit 2012 konsequent reduzieren konnten.