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Corporate Responsibility Bericht 2016

Kreislaufwirtschaft

In vielen Bereichen kann die Digitalisierung helfen, wertvolle Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen. Ein Beispiel ist die Dematerialisierung img: Wer Daten zum Beispiel in einer Cloud speichert, benötigt keine eigene Festplatte mehr. Der Verzicht auf eine Festplatte spart Rohstoffe, reduziert den Stromverbrauch und vermeidet Müll.

Auch der Ansatz „Teilen statt besitzen“ trägt wesentlich zur Ressourcenschonung bei. Zahlreiche „Share Economy“-Angebote wie das Car-Sharing werden durch die Digitalisierung erst praktikabel gemacht. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, entsprechende Konzepte mit unserem Know-how zu unterstützen und voranzutreiben.

Lassen sich Produkte nicht vollständig durch Dienstleistungen ersetzen, spielt die Produktlebensdauer eine wichtige Rolle für einen effizienten Ressourceneinsatz. Mit unserem Mietmodell für Router und Media Receiver können wir beispielsweise die Lebensdauer der Geräte verlängern. Gekündigte Geräte werden aufbereitet und von neuen Kunden wiederverwendet. Schon bei der Produktentwicklung achten wir zudem auf einen effizienten Materialeinsatz, um Abfälle zu vermeiden.

Ressourcen zu sparen ist ein Teil der Lösung. Darüber hinaus wollen wir verantwortungsvoller mit Rohstoffen umgehen. Rohstoffe sollten über den Lebenszyklus eines Produkts hinaus wieder vollständig in den Produktionsprozess zurückgeführt werden. Altgeräte nehmen wir deshalb zurück und führen Wertstoffe einem fachgerechten Recycling zu.

So sparen wir Ressourcen und schützen die Umwelt

Mit unserem Managementsystem für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz („Health, Safety and Environment“, HSE img) verpflichten wir uns, unsere Leistungen in diesen Bereichen kontinuierlich zu verbessern. Es beruht auf den internationalen Standards OHSAS 18001 für Arbeits- und Gesundheitsschutz und ISO 14001 für Umweltmanagement.

Um wertvolle Ressourcen zurückzugewinnen, unterstützen wir Handy-Sammel-Aktionen. Dazu haben wir den ESG KPI img Handy-Rücknahme etabliert, der die Anzahl in Umlauf gebrachter Mobiltelefone ins Verhältnis zur Anzahl zurückgenommener Altgeräte setzt.

Unser Abfallaufkommen erfassen wir regelmäßig konzernweit. Mit unserem „Internationalen Rahmen für das Abfallmanagement“ stellen wir einheitliche Grundsätze für alle Gesellschaften der Deutschen Telekom sicher. Auf dieser Basis müssen die Landesgesellschaften in eigener Verantwortung messbare Ziele festlegen und ihre Umsetzung überwachen. Dieses Vorgehen sowie der Verzicht auf quantitative Vorgaben machen es möglich, flexibel auf landes- und unternehmensspezifische Rahmenbedingungen einzugehen.

Auch an unseren Arbeitsplätzen steht Ressourceneffizienz im Vordergrund. Wir verwenden Recyclingpapier, setzen auf den Einsatz energieeffizienter Multifunktionsdrucker und fördern den Einkauf umweltschonenden Büromaterials. Um den Papierverbrauch im Konzern zu senken, bitten wir unsere Mitarbeiter, auf die postalische Gehaltsabrechnung zu verzichten und stattdessen ein „De-Mail-Postfach“ zu nutzen. Rund 20 Prozent der Beschäftigten verzichten bereits auf den Postversand.

Fortschritte

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Abfallvermeidung und Recycling

Die Umsetzung eines nach konzernweit einheitlichen Prinzipien organisierten Abfallmanagements liegt in der Verantwortung der Landesgesellschaften. Auf Konzernebene haben wir kein Ziel zur Abfallreduktion vorgegeben. Vielmehr entwickeln die Landesgesellschaften auf Basis unseres 2013 verabschiedeten „Internationalen Rahmens für das Abfallmanagement“ eigene Abfallstrategien beziehungsweise aktualisieren ihre bereits bestehenden Strategien. Dafür legen sie auch entsprechende Ziele fest: Im Vordergrund steht dabei die Reduktion gefährlicher Abfälle, wie zum Beispiel Bleibatterien.

Anforderungen an ein konzernweites Kupferkabelrecycling
Aktuell stellt sich vor allem die Aufgabe, die Kupferkabel zu entsorgen, die über Jahrzehnte Hauptbestandteil der Telefonleitungen waren. Sie werden im Rahmen des Glasfaserausbaus teilweise ersetzt. Im Januar 2016 wurde eine konzernweit verbindliche Richtlinie mit Anforderungen an das Recycling von Kupferkabeln eingeführt. Die Richtlinie unterstützt die Landesgesellschaften bei der Wiederverwertung und Entsorgung von Altkabeln.

Methoden zur Wiedergewinnung von Tantal aus Elektroschrott erprobt

Mit der Umstellung auf IP img Technologie und dem Abbau analoger Infrastruktur werden wir in den nächsten Jahren tonnenweise alte Elektronik demontieren. Unser Ziel ist es, wertvolle Metalle wie Gold oder Tantal aus dem anfallenden Elektroschrott zurückzugewinnen. Das in Kondensatoren verarbeitete Tantal wird aus Coltan-Erz gewonnen. Dieses gilt als Konfliktrohstoff. Daher führen wir seit 2013 ein Projekt mit dem bifa Umweltinstitut durch. Das Ziel: die optimale Methode für die Demontage („Entstückung“) und das Recycling von Tantal-Kondensatoren zu entwickeln. Zur Entstückung der Tantal-Kondensatoren wurden unterschiedliche manuelle und automatisierte Methoden erprobt. Auf Basis der Ergebnisse haben wir im Jahr 2016 ein automatisiertes Verfahren ausgewählt: Die Entstückung der Platine erfolgt hierbei mithilfe einer thermischen Behandlung. Im nächsten Schritt soll die Methode in den Wirkbetrieb überführt werden.

Verkauf und Wiederverwendung elektrischer und elektronischer Geräte

Seit 2012 gibt T-Systems Iberia nicht mehr benötigte elektrische und elektronische Geräte an Kapema ab, ein Unternehmen, das diese Geräte weiterverkauft. Mitarbeiter von T-Systems werden dabei vorrangig behandelt.  Durch diese Initiative konnte der Umfang der elektrischen und elektronischen Abfälle drastisch reduziert werden. So wurden im Jahr 2016 mehr als 500 Rechner an Kapema abgegeben, was einer Einsparung von insgesamt776 kg Abfall entspricht.

T-Systems Iberia verkaufte weiterhin nicht mehr benötigte elektrische und elektronische Geräte aus den Rechenzentren an einen Lieferanten, der verpflichtet ist, geeignete Ersatzteile bei der Wartung unserer technischen Geräte einzusetzen. Dieser baut noch verwendbare Ersatzteile aus den Altgeräten aus und reduziert so die in den Rechenzentren erzeugte Abfallmenge. So lassen sich Kosteneinsparungen bei Ersatzteilen, Lagerhaltung und Abfallmanagement realisieren. 2016 wurde auf diesem Weg zum Ende des dritten Quartals eine Reduzierung der elektrischen und elektronischen Abfälle um200 kg erreicht.

4 000 Tonnen Kupferkabel zurückgewonnen

Im Jahr 2016 zog die Telekom allein in Deutschland000 Tonnen Kupferkabel aus Kabelkanalanlagen. Diese werden in zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben umweltgerecht aufbereitet. Bis zu 90 Prozent des Materials werden anschließend dem Rohstoffmarkt wieder zugeführt.

Zurückgewonnene Kupferkabel seit 2010

Abfallmanagement bei T-Mobile Netherlands

T-Mobile Netherlands sammelt Altglas, Altpapier, chemische Abfälle, Pappe und elektronische Abfälle getrennt. Dank Digitalisierung und einer umweltbewussteren Produktentwicklung konnten wir unser Altpapier und unseren Restmüll in den letzten drei Jahren um 25 Prozent reduzieren.