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Corporate Responsibility Bericht 2016

Klimastrategie

Wir wollen die Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit verringern. Ein wichtiger Meilenstein ist dabei unser Klimaziel: Bis 2020 sollen unsere eigenen absoluten CO2-Emissionen um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2008 sinken (ohne T-Mobile USA). Dafür investieren wir beispielsweise in energieeffiziente Netztechnologien.

Wir wollen jedoch nicht nur unseren eigenen ökologischen Fußabdruck verkleinern, sondern auch unsere Kunden dabei unterstützen, CO2 einzusparen. Wie die GeSI img SMARTer2030-Studie zeigt, können Informations- und Kommunikationstechnologien Teil der Lösung im Kampf gegen den Klimawandel sein. Mit Produkten wie unseren Cloud- oder Mobilitätslösungen tragen wir dazu bei, CO2-Emissionen bei unseren Kunden zu verringern. Das Angebot an solchen Lösungen bauen wir konsequent aus.

Unsere integrierte Klimastrategie

Unsere Aktivitäten im Bereich Klimaschutz haben wir in unserer integrierten Klimastrategie zusammengefasst. Dabei befassen wir uns konkret mit vier Aspekten des Klimaschutzes, die unsere Geschäftstätigkeit maßgeblich beeinflussen: CO2-Emissionen, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und nachhaltige Produkte. Für diese Aspekte haben wir sowohl Zielsetzungen als auch Kennzahlen definiert, um unseren Fortschritt fortlaufend zu überprüfen. Bewusst haben wir die integrierte Klimastrategie an unserer Konzernstrategie „Leading European Telco“ ausgerichtet und so den Klimaschutz nachhaltig in unserem Kerngeschäft verankert.

Die vier Säulen der integrierten Klimastrategie

Wir wollen unsere absoluten CO2-Emissionen konzernweit senken: Bis 2020 sollen unsere Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2008 um 20 Prozent sinken (ohne T-Mobile US). Dafür erfassen wir alle direkten und indirekten Emissionen gemäß dem weltweit anerkannten GHG-Protokoll. Im Vergleich zu 2008 konnten wir bis 2016 unsere Emissionen bereits absolut um fünf Prozent senken*. In Deutschland konnten wir im gleichen Zeitraum eine Reduktion von 6,5 Prozent erreichen. Maßgebliche Treiber der bisher erreichten Reduzierung sind moderne Gebäudetechnologien und Arbeitsplatzkonzepte sowie eine effiziente Fahrzeugflotte und der Ersatz von Geschäftsreisen durch Audio- und Videokonferenzen. Erste Hochrechnungen im Rahmen unseres Klimazielmonitorings 2016 zeigen, dass der Breitbandausbau in Deutschland unsere CO2 Emissionen unvorhersehbar beeinflusst und die Emissionen über die in 2013 geplanten Werte steigen. Sobald wir das Klimazielmonitoring abgeschlossen haben, werden wir die genauen Auswirkungen kennen und diese sowie etwaige Maßnahmen Ende des Jahres mit dem Konzernvorstand diskutieren. Die Ergebnisse werden wir im nächsten CR-Bericht darstellen.

* Nur Daten für Deutschland sind durch PwC geprüft.

CO2-Emissionen

Wir bewerten mögliche Alternativen zur Erhöhung unseres Anteils an Ökostrom (z.B. Kauf von Zertifikaten für Strom aus erneuerbaren Energiequellen, Eigenerzeugung erneuerbarer Energien, Einführung eines Carbon Prices). Einige Landesgesellschaften gehen hier bereits mit gutem Beispiel voran: Magyar Telekom in Ungarn, T-Mobile Niederlande sowie OTE in Griechenland bezogen in 2016 ihren Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Konzernweit haben wir auch Parameter entwickelt, mit denen wir Stromeinkäufe in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte bewerten können. Die Parameter helfen uns, unseren Energiemix transparenter zu machen und den Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen zu erhöhen. So lag unser Anteil an Strom aus erneuerbaren Quellen 2016 konzernweit im Durchschnitt ca. zehn Prozentpunkte* über dem nationalen Strommix in den jeweiligen Ländern.

* Bei der Errechnung des Anteils erneuerbarer Energien am Strombezug wird der Landesmix zu Grunde gelegt, da keine Daten zum Anteil erneuerbarer Energien am Residualmix verfügbar sind. Der Anteil erneuerbarer Energien am Residualmix ist meistens niedriger als am Landesmix. Für Deutschland wird die gezahlte EEG-Umlage bei der Berechnung des Anteils an erneuerbaren Energien berücksichtigt.

Erneuerbare Energien

Wegen des rasant wachsenden Datenverkehrs erweitern wir laufend die Kapazität und Leistung unserer Fest- und Mobilfunknetze. Da der Betrieb der Netze viel Energie benötigt, investieren wir in die Modernisierung und in energieeffiziente Technologien. Zur Fortschrittsmessung pilotierten wir 2016 zwei neue Key Performance Indikatoren (KPIs): Sie setzen unseren Energieverbrauch bzw. unseren CO2-Fußabdruck ins Verhältnis zum transportierten Datenvolumen.

Energieeffizienz

Viele unserer Produkte und Dienste haben verschiedene Nachhaltigkeitsvorteile: Sie können beispielsweise dabei helfen, Energie und CO2 zu sparen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern oder Logistik effizienter und damit umweltfreundlicher zu gestalten. 2015 erzielten wir bereits 39 Prozent unseres Gesamtumsatzes mit Produkten und Diensten, denen solche Nachhaltigkeitsvorteile zugeordnet werden können und welche gleichzeitig keine signifikanten Nachhaltigkeitsrisiken beinhalten. Damit konnten wir den Anteil um zwei Prozentpunkte gegenüber 2014 steigern.

Nachhaltige Produkte

Kooperationen für den Klimaschutz
Ein wirksamer Klimaschutz erfordert gemeinsame Anstrengungen von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Deshalb engagieren wir uns in vielen nationalen Initiativen, zum Beispiel der Stiftung 2° in Deutschland, und in internationalen Zusammenschlüssen. Zu nennen ist hier vor allem die Global e-Sustainability Initiative (GeSI img). GeSI verfolgt als Unternehmensverband die Vision, die Gesellschaft mithilfe von ICT-Lösungen klimaschonender und nachhaltiger zu gestalten.