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Corporate Responsibility Bericht 2016

Expertenforum

Untenstehend finden Sie alle Inhalte, zu denen Sie unsere Experten befragen können.

Strategie

Instrumente zur politischen Interessenvertretung

Unsere Partner in den Parlamenten, Regierungen und gesellschaftlichen Organisationen müssen ihre Unabhängigkeit und Integrität wahren. Dieser Grundsatz ist im Code of Coduct der Deutschen Telekom festgeschrieben. Untersagt sind zum Beispiel Spenden an politische Institutionen, Parteien und Mandatsträger. Wichtig sind uns dagegen sachliche Kommunikation, Kompetenz, Glaubwürdigkeit und Integrität. Dadurch werden unsere Informationen von Politik und gesellschaftlichen Gruppen als authentisch und vertrauenswürdig erachtet und können Eingang in ihre Meinungsbildungsprozesse finden. In Brüssel hat sich die Deutsche Telekom im öffentlichen Transparenzregister für Lobbyisten registrieren lassen. Im Rahmen unserer Mitarbeit in Verbänden und entsprechenden Gremien fühlen wir uns selbstverständlich allen ethischen Grundsätzen und gesetzlichen Vorgaben verpflichtet.

Fabian Riewerts

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Fabian Riewerts

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Wesentlichkeitsprozess weiter verstetigt

GRI-Indikator G4-18

Jedes Jahr überprüfen wir, welche Themen für die Ausrichtung des Nachhaltigkeitsmanagements und der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Deutschen Telekom besonders wichtig sind – aus der Sicht unserer Stakeholder img wie auch aus unserer internen Unternehmensperspektive. Dabei nutzen wir die Vorjahresergebnisse als Grundlage und bewerten diese vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen.

Diesen sogenannten Wesentlichkeitsprozess setzen wir seit 2015 gemäß der Methodik der Global e-Sustainability Initiative (GeSI) um. Diese Methodik umfasst 55 Themen, die für die ICT-Branche wesentlich sind. Sie lassen sich neun Kategorien zuordnen: „digitale Inklusion“, „Mitarbeiterbeziehungen“, „Klimawandel“, „Kreislaufwirtschaft“, „Beschaffung und Fertigung“, „Kundenbeziehungen“, „freie Meinungsäußerung und Datenschutz“, „Governance und Management“ sowie „Einflüsse auf die lokale Gemeinschaft und die Umwelt“. Der Vorteil der GeSI-Methodik ist der Fokus auf unser Kerngeschäft als ICT-Dienstleister. Zudem wurden die wesentlichen Themen unternehmensübergreifend gemeinsam erarbeitet und sind daher in der Branche anerkannt.

Die Auswertung unseres Wesentlichkeitsprozesses finden Sie hier.

Wesentliche Themen aus Stakeholder-Sicht
In unserer dauerhaften Online-Umfrage können unsere Stakeholder nicht nur Themen nach ihrer Bedeutung gewichten, sondern seit 2016 auch unsere Leistung in den jeweiligen Bereichen bewerten. Die Stakeholder werden dabei gebeten, die Themen zu beurteilen, die sich aus dem internen Wesentlichkeitsprozess ergeben haben. Durch diesen fortlaufenden, aufeinander aufbauenden Prozess ist gewährleistet, dass die Ergebnisse vergleichbar sind. Um die wesentlichen Themen unserer Stakeholder zu identifizieren, haben wir die Ergebnisse der Umfrage für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 ausgewertet. Die Online-Befragung finden Sie hier. Insgesamt sind Bewertungen von 143 Personen in die Auswertung eingeflossen:

  • 53 Kunden
  • 41 Mitarbeiter bzw. potenzielle Mitarbeiter oder Arbeitnehmervertreter
  • 9 Analysten und Investoren
  • 10 Teilnehmer aus Wissenschaft, Forschung und Bildung
  • 12 NGO-Vertreter
  • 4 Lieferanten
  • 3 Regulatoren bzw. politische Entscheidungsträger
  • 11 Befragte, die sich keiner der genannten Gruppen zugehörig fühlten

Neben der Themengewichtung und Leistungsbewertung umfasst die Umfrage auch offene Fragen. Die Rückmeldungen unserer Stakeholder aus dem Berichtszeitraum finden Sie hier.

Im Rahmen der Leistungsbewertung können die Stakeholder unsere Leistung im jeweiligen Themenbereich beurteilen. Für die Top-Themen Datenschutz, Datensicherheit und Cybersicherheit bescheinigten unsere Stakeholder uns eine sehr gute Leistung. Verbesserungspotenzial sehen sie hingegen bei den Themen „nachhaltiges Produktdesign“ und „gesellschaftlich relevante Anwendung von ICT-Produkten und Dienstleistungen“.

Wesentliche Themen aus Unternehmensperspektive
Die interne Themengewichtung schreiben wir von Jahr zu Jahr fort. Dazu führen wir bei Bedarf interne Workshops durch. Zuletzt haben im November 2015 zahlreiche Experten aus verschiedenen Fachbereichen der Telekom – darunter Personal, Innovation und Kommunikation – an einem solchen Workshop teilgenommen. Darin haben sie aus den 55 Themen der GeSI-Methodik diejenigen identifiziert, die aus interner Perspektive den größten Einfluss auf fünf zentrale Werttreiber unseres Geschäftserfolgs haben (siehe unten). Diese Werttreiber entsprechen ebenfalls der GeSI-Methodik:

  • Technologie und Innovation: Steigende Ansprüche unserer Kunden an sichere und verschlüsselte Dienste führen dazu, dass beispielsweise Themen wie Datensicherheit und Cyber Security zu den bedeutendsten Treibern für Innovationen gehören.

Inaluk Schaefer

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Inaluk Schaefer

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Einleitung CR-Strategie

Die Deutsche Telekom will führender Telekommunikationsanbieter in Europa sein. Aus dieser Konzernvision leiten sich unser Selbstverständnis als verantwortungsvolles Unternehmen (CR-Selbstverständnis) und unsere CR-Mission ab. Unsere Mission lautet:

Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen …

… in unseren Prozessen

… mit und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

… bei unseren Kunden

… in der Gesellschaft

Unsere konzernweite CR-Strategie gibt auch den Landesgesellschaften einen Handlungsrahmen für ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen vor. Zentrale Bestandteile sind unsere drei CR-Handlungsfelder:

  • Vernetztes Leben und Arbeiten – nachhaltige Lebensweise ermöglichen
  • Zugang und Teilhabe an der Informations- und Kommunikationsgesellschaft
  • Klimafreundliche Gesellschaft

Sie bilden den Rahmen für die Fokusthemen unseres Nachhaltigkeitsmanagements: Datensicherheit und Datenschutz, Digitalisierung, nachhaltige Lieferkette, Menschenrechte, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenentkopplung sowie verantwortungsvoller Arbeitgeber. Welche konkreten Ziele wir mit welchen Maßnahmen erreichen wollen, haben wir in unserem CR-Programm dargelegt. Mithilfe von Leistungsindikatoren (Key Performance Indikatoren, KPI) prüfen wir unsere Fortschritte auf diesem Weg.

Um die strategische Steuerung und die operative Umsetzung unserer CR-Strategie im gesamten Konzern eng miteinander zu verzahnen, haben wir eine integrierte Governance-Struktur  geschaffen. Die Gesamtverantwortung für Nachhaltigkeit liegt beim Vorstand der Deutschen Telekom.

Melanie Kubin

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Melanie Kubin
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Aktuelle Organisationsstruktur

Organisationsstruktur

Der CR-Bereich Corporate Responsibility (GCR) ist ein wichtiger Treiber des Wandels in unserem Unternehmen. Organisatorisch ist er beim Personalvorstand verankert. Aufgabe von GCR ist es, die Unternehmenskultur mit Schwerpunkt auf nachhaltige Innovation und gesellschaftliche Verantwortung weiterzuentwickeln.

Eine weitere Säule unserer CR-Governance-Struktur ist das HR Leadership Team (HR LT). Dabei handelt es sich um ein Beratungs- und Beschlussgremium für den Vorstandsbereich Human Resources (HR). Es entscheidet unter anderem über konzernweite Richt- und Leitlinien, Positionierungen zu CR und die strategische Ausrichtung des CR-Bereichs. Mitglieder des HR LT sind Führungskräfte aus der Ebene unterhalb des Konzernvorstands HR.

Außerdem berät und unterstützt das CR-Board den CR-Bereich und das HR LT im CR-Management und bei der Entwicklung von Vorschlägen zur CR-Strategie.

Für die Umsetzung unserer CR-Strategie sind die CR-Manager der jeweiligen Geschäftseinheiten und Landesgesellschaften verantwortlich. Um ihre Aufgaben zu koordinieren und voneinander zu lernen, arbeiten sie im internationalen CR-Manager-Netzwerk intensiv zusammen.

Melanie Kubin

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Melanie Kubin
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CR-Controlling unterstützt die Steuerung unserer Aktivitäten

Das CR-Controlling der Deutschen Telekom übernimmt eine wichtige Funktion bei der Steuerung unserer CR-Aktivitäten. Seit sieben Jahren wird das Controlling durch ein IT-basiertes Datenerfassungssystem unterstützt. Das System stellt sicher, dass ESG img (Environmental, Social und Governance)-Daten und -Kennzahlen transparent erfasst und berichtet werden können. Es unterstützt einheitliche und verbindliche Abläufe auf Konzern- und Landesebene und ermöglicht konzerninterne Vergleiche („Benchmarks“). Durch die IT-Unterstützung können wir uns auf die inhaltliche Analyse der ESG-Daten konzentrieren und frühzeitig erkennen, wie weit wir unsere CR-Ziele erreicht haben und ob wir gegebenenfalls nachsteuern müssen. 

Wir nutzen die ESG-Daten vor allem zur Berechnung unserer ESG KPI, mit denen wir unsere CR-Leistung konzernweit messen und steuern. Darüber hinaus ist das CR-Controlling auch dafür verantwortlich, weitere nachhaltigkeitsrelevante Kennzahlen zu erfassen. Diese werden im Kennzahlenkapitel sowie im interaktiven Kennzahlen-Tool des CR-Berichts veröffentlicht.

Im Jahr 2016 haben wir unsere ESG KPIs erneut überprüft und ergänzt. So berichten wir nun zwei neue Effizienz-KPIs: Die ESG KPI Energy Intensity“ und „ESG KPI Carbon Intensity“. Zusätzlich  weisen wir erstmalig den „Anteil erneuerbarer Energien“ als ESG KPI img aus. Damit können wir unsere Leistung besser beurteilen und kommen auch den steigenden externen Anforderungen an Transparenz in diesem Bereich nach.

Im vorliegenden CR-Bericht 2016 berichten wir zudem erstmals den ESG KPI „Enablement Factor“. Zudem wird der Anteil des Umsatzes mit Nachhaltigkeitsbezug, der im Vorjahr erstmals berichtet wurde, mit dem CR-Bericht 2016 in das Set der ESG KPIs aufgenommen. Darüber hinaus ergänzt in diesem Bericht eine innovative Darstellung der Gesamtemissionen der Deutschen Telekom den Kennzahlenteil. Eine interaktive Grafik illustriert die Emissionsquellen aller „Scopes“ (Scope 13) und zeigt die dazugehörigen Daten auf Konzernebene.

Silke Thomas

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Silke Thomas

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ESG KPI „Nachhaltige Investments (SRI)“

Ende 2016 waren rund 20 Prozent der T-Aktien im Besitz von Investoren, die zumindest teilweise SRI-Kriterien bei Investmententscheidungen berücksichtigen. 2 Prozent der T-Aktien wurden von Investoren gehalten, die ihre Fonds vorrangig unter SRI-Gesichtspunkten managen.

Investorenkommunikation ausgebaut
Seit mehreren Jahren veröffentlichen wir wesentliche ESG KPIs der Telekom in unserem Geschäftsbericht – und geben dort auch Prognosen zu deren künftiger Entwicklung ab. Finanzmarktakteuren mit Interesse an Nachhaltigkeit bieten wir ESG-Informationen auch auf unserem Investor-Relations-Portal in der Rubrik Nachhaltiges Investment (SRI) an. Weitere fachliche Informationen finden Interessenten in den Infoboxen zum SRI-Wissen, die diesen CR-Bericht ergänzen.

Neben der Berichterstattung suchen wir auch den gezielten Dialog mit Investoren. Beispielsweise führten die Bereiche CR und Investor Relations (IR) 2016 zwei gemeinsame SRI-Roadshows durch, eine davon erstmals in den USA. Zusätzlich informierten wir interessierte Investoren in speziellen Telefonkonferenzen und beantworteten zahlreiche direkte Informationsanfragen. Hierbei deckten wir das gesamte Spektrum der ESG-Kriterien ab: von der Governance-Struktur über die Steuerung von Corporate Responsibility und Nachhaltigkeit in der Lieferkette bis hin zu Klimaschutz und unserem Engagement in der Flüchtlingshilfe.

Silke Thomas

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Silke Thomas

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ESG KPIs

Zur Steuerung unserer CR-Leistung nutzen wir 15 konzernweit gültige Kennzahlen – die ESG img Key Performance Indikatoren (ESG KPIs):

Alle Landesgesellschaften der Telekom, die sich an der CR-Datenerfassung beteiligen, sind dazu verpflichtet, die konzernweiten ESG KPIs zu erheben. Diese Landesgesellschaften repräsentieren 99 Prozent des Konzernumsatzes.

Dem ESG KPI „Identifikation Mitarbeiter mit CR-Engagement“ liegt die alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiterbefragung zugrunde. Im Frühjahr 2017 wird sie das nächste Mal durchgeführt. Für 2016 liegen keine Werte vor.

Im Jahr 2016 wurden alle ESG KPIs – wie zuletzt 2014 – im Zuge eines Reviews systematisch überprüft. Dabei haben wir analysiert, welcher Änderungsbedarf sich aus veränderten internen und externen Rahmenbedingungen ergibt. Intern wurden dabei vor allem drei Faktoren bewertet: der Bezug zum Kerngeschäft, der Beitrag zur Umsetzung unserer Strategie und die Steuerungsrelevanz – also die Frage, inwiefern die ESG KPIs weiterhin dafür geeignet sind, den Erfolg wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen zu unterstützen. Zusätzlich haben wir 2016 geprüft, inwieweit die für uns wichtigen Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen bereits durch die ESG KPIs abgedeckt sind. Falls nicht, war dies ein Argument, dafür einen neuen KPI zu definieren und in das externe Reporting aufzunehmen.

Als Folge dieses Reviews haben wir fünf neue ESG KPIs in das externe Reporting aufgenommen:

Mittelfristig soll auch der ESG KPI „Nachhaltiger Einkauf“ ergänzt werden, da das mit dem Indikator verknüpfte Ziel für das Jahr 2015 wie geplant erreicht und sogar übererfüllt wurde.

Silke Thomas

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Silke Thomas

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Aktuelle Position in Rankings und Ratings

Die „Environmental, Social und Governance (ESG img)“-Performance der Deutschen Telekom wird in sogenannten CR-Ratings bewertet. Sie bieten Investoren wichtige Anhaltspunkte für ihre Wertanlage. Wie in den Vorjahren war die T-Aktie 2016 in wichtigen Nachhaltigkeitsindizes wie dem DJSI World und im DJSI Europe Index von RobecoSAM img vertreten. Die Ratingagentur oekom zeichnete uns zudem für unsere ökologischen und sozialen Leistungen erneut als weltweit bestes Telekommunikationsunternehmen aus. Im wichtigsten internationalen Klimaschutz-Ranking des CDP img (früher Carbon Disclosure Project) haben wir uns 2016 erstmals für die A-Liste der international führenden Unternehmen qualifiziert. Das CDP würdigt Unternehmen, die besonders transparent und umfassend über ihre CO2-Emissionen berichten. Mit der Aufnahme in die A-Liste wurden wir außerdem in den STOXX Global Climate Change Leaders Index aufgenommen. Bereits das sechste Jahr in Folge werden wir außerdem im STOXX Global ESG Leaders Index geführt. Nach wie vor führten im Berichtsjahr der FTSE4Good img Index sowie der UN Global Compact img 100 Index unsere Aktie.

Silke Thomas

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Unser Beitrag zu den Sustainable Development Goals der UN

Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (United Nations, UN) haben auf ihrer Generalversammlung im September 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Ziel der Agenda ist es, weltweit wirtschaftlichen Fortschritt und Wohlstand zu ermöglichen – im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und mit Rücksicht auf die ökologischen Grenzen des globalen Wirtschaftswachstums. Die Agenda gilt gleichermaßen für alle Staaten dieser Welt: Alle Entwicklungsländer, Schwellenländer und Industriestaaten müssen ihren Beitrag leisten.

Den Kern der Agenda 2030 bilden 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung: die Sustainable Development Goals (SDGs). Sie sind im Januar 2016 offiziell in Kraft getreten. Die SDGs berücksichtigen erstmals alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Soziales, Umwelt und Wirtschaft. Bei der Umsetzung der ehrgeizigen SDGs müssen alle zusammenarbeiten: Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Damit stehen auch Unternehmen in der Pflicht, konkrete Beiträge zu leisten.

Dieser Aufgabe stellen wir uns. Viele unserer Produkte, Dienste und Aktivitäten leisten einen Beitrag zur Erreichung der SDGs. So können beispielsweise unsere Kunden mit unseren Smart-Home-Lösungen ihren Energieverbrauch besser kontrollieren, steuern und reduzieren (SDG 13). Unser Breitbandausbau ermöglicht vielen Menschen den Zugang zu digitalen Bildungsmedien (SDG 4). Mit unseren Dienstleistungen im Bereich E-Health verbessern wir die medizinische Versorgung (SDG 3). Und mithilfe unserer Cloud-Lösungen können Energie und andere Ressourcen eingespart werden (SDG 13). In unserem Geschäftsbericht 2016 haben wir die Umsetzung der SDGs deutlich gemacht: Passagen unseres Lageberichts (ein Teil des Geschäftsberichts), die in Bezug auf die SDGs relevant sind, haben wir mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet. Dies greifen wir mit dem vorliegenden Corporate-Responsibility-Bericht wieder auf.

Wir haben ermittelt, welche SDGs für wichtige Stakeholder-Gruppen der Telekom wie Investoren besonders relevant sind und zu welchen SDGs wir mit unserem Geschäftsmodell einen starken Beitrag leisten. Das Ergebnis dieser Relevanzanalyse ist in der folgenden Übersicht dargestellt. 2017 werden wir diese Analyse weiterentwickeln und das Ergebnis nutzen, beispielsweise indem wir die wesentlichsten SDGs in unseren CR-Prozessen oder dem Reporting stärker berücksichtigen. Außerdem wollen wir die SDGs für die Priorisierung von Maßnahmen nutzen. Auch beim Dialog mit Kunden und Mitarbeitern können die SDGs helfen, Nachhaltigkeitsvorteile unserer Produkte, Dienste und Aktivitäten aufzuzeigen.

Um auch unseren Fortschritt messbar zu machen, haben wir 2016 im Rahmen des ESG KPI img Review einen Abgleich mit den priorisierten SDGs durchgeführt. Alle diese SDGs decken wir bereits heute durch unsere ESG KPIs oder ergänzende Indikatoren gut ab; dies wollen wir in Zukunft weiter schärfen.

Die folgende Übersicht zeigt, welchen Beitrag wir zur Umsetzung der SDGs leisten, und verweist auf konkrete Beispiele im vorliegenden CR-Bericht.


Unser Beitrag zu den Sustainable Development Goals der UN

Silke Thomas

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Compliance

So stellen wir integres und rechtskonformes Verhalten sicher

Wir bekennen uns klar zu ethischen Grundsätzen und geltenden Rechtsnormen. Dies haben wir in unseren Guiding Principles und dem Code of Conduct verankert. Um konzernweit integres und rechtskonformes Verhalten sicherzustellen, haben wir ein sogenanntes Compliance-Management-System implementiert: Dies ist ein ganzheitlicher Ansatz, um Risiken erfolgreich zu begegnen und Regeltreue im Unternehmen sicherzustellen. Alle Aktivitäten im Rahmen des Compliance-Managements stehen im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften und unserer Konzernrichtlinie Datenschutz. Diese regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten bei der Deutschen Telekom. Die Verantwortung für das Compliance-Management-System ist auf oberster Führungsebene im Vorstandsressort Datenschutz, Recht und Compliance angesiedelt. Zudem gibt es in jedem Unternehmen der Deutschen Telekom auf Geschäftsführungs- beziehungsweise Vorstandsebene ein Mitglied, das für Compliance verantwortlich ist. Der Chief Compliance Officer der Deutschen Telekom AG ist für die konzernweite Ausgestaltung, Weiterentwicklung und Umsetzung des Compliance-Management-Systems verantwortlich. Dazu leitet er den Bereich Group Compliance. Auf der Ebene der operativen Segmente und Landesgesellschaften sind jeweils Compliance Officer (CO) benannt. Diese sind dafür verantwortlich, das Compliance-Management-System und unsere Compliance-Ziele vor Ort umzusetzen.

Ziele des Compliance-Management-Systems (CMS)
Für die Deutsche Telekom bedeutet „Compliance“, sich an Regeln zu halten und das „Richtige“ zu tun. Compliance zielt also auf integres Verhalten aller Beschäftigten ab. Im Sinne unserer fünf Leitlinien und unseres Code of Conduct ist Integrität, und damit auch Compliance, Basis aller geschäftlichen Entscheidungen und betrieblichen Handlungen. Sie definiert das Verhalten aller Beschäftigten gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Kollegen, Investoren, Managern sowie dem Umfeld der Deutschen Telekom.

Die Ziele unserer Compliance-Arbeit ergeben sich aus diesem Selbstverständnis, den geltenden Regeln und gesetzlichen Normen sowie aus unserem strategischen Ziel, führender Telekommunikationsanbieter in Europa zu sein. Konkret sollen Compliance-Verstöße sowie nicht-integre Geschäftsentscheidungen verhindert werden. Zudem soll Compliance frühzeitig und dauerhaft in die Geschäftsprozesse integriert werden. Dadurch werden Haftungsrisiken für das Unternehmen reduziert. Compliance leistet zudem einen Beitrag dazu, dass wir von Kunden als verlässlicher Partner wahrgenommen werden. Die Umsetzung unserer übergeordneten Compliance-Zielsetzung in die betriebliche Praxis erreichen wir, indem wir das Compliance-Management-System konsequent umsetzen – entlang der drei Dimensionen Vorbeugen, Erkennen und Reagieren.

Besonderer Fokus liegt auf der Vorbeugung
Jährlich führen wir konzernweit ein sogenanntes Compliance Risk Assessment durch. So identifizieren und bewerten wir unsere Compliance-Risiken und legen Schwerpunkte für geeignete Präventionsmaßnahmen fest. Diese Maßnahmen fassen wir in einem Compliance-Programm zusammen.

Wir wollen erreichen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Arbeitsalltag stets integer und rechtskonform handeln. In unserem konzernweit gültigen Code of Conduct haben wir deshalb klare Anforderungen an das Verhalten unserer Beschäftigten festgeschrieben. Dazu haben wir Compliance-relevante Konzernrichtlinien eingeführt, zum Beispiel Regelungen zu Antikorruption, zu Geschenken, Einladungen und Events sowie zum Umgang mit Beratern und Vermittlern. Eine Richtliniendatenbank unterstützt unsere Mitarbeiter dabei, geltende Vorgaben einfach zu finden und zu befolgen (konzernweite Umsetzung des Code of Conduct).

Neben regelmäßigen Compliance-Schulungen führen wir auch umfassende Antikorruptionsschulungen durch. Um darüber hinaus für Compliance zu sensibilisieren, sprechen wir gezielt Führungskräfte als Multiplikatoren an. Ihre Rückmeldungen werden sorgfältig analysiert und genutzt, um bei Bedarf zusätzliche Trainings oder andere Maßnahmen einzuleiten.

Für Fragen rund um das Thema Compliance betreiben wir zudem das „Ask me!“-Portal. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten dort zuverlässige Informationen über Gesetze, interne Richtlinien und Verhaltensgrundsätze, die für ihre tägliche Arbeit relevant sind.

Schließlich haben wir verschiedene Kommunikationsmaßnahmen zur Förderung einer „Compliance-Kultur“ im Unternehmen aufgesetzt.

Erkennen und Überwachen
Trotz bester Präventionsmaßnahmen können immer wieder Gesetzesverstöße und schwerwiegende Pflichtverletzungen im Unternehmen vorkommen. Um nicht Compliance-konformes Verhalten aufzudecken, haben wir ein Hinweisgeberportal „Tell me!“ eingerichtet. Hier können neben unseren Mitarbeitern auch Externe, zum Beispiel Geschäftspartner oder Kunden, Hinweise auf regelwidriges Verhalten abgeben (Schutz für Hinweisgeber). Die Deutsche Telekom geht den Hinweisen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten konsequent nach und sanktioniert tat- und schuldangemessen. Zur Steuerung und Überwachung haben wir einen konzernweiten Reportingprozess implementiert. Dazu lassen wir unser Compliance-Management regelmäßig intern und extern überprüfen.

Compliance im Umgang mit Geschäftspartnern und Lieferanten
Im Code of Conduct haben wir Verhaltensanforderungen an unsere Beschäftigten niedergelegt. Mit unserer Sozialcharta verpflichten wir uns unter anderem, Menschenrechte inklusive der ILO-Kernarbeitsnormen zu achten und zu fördern. Wir erwarten, dass unsere Lieferanten die dort niedergelegten Verpflichtungen, Grundsätze und Werte beachten, und wirken darauf hin, dass diese ebenfalls zur Einhaltung verpflichtet werden. Ferner erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie dies ebenso von ihren Subunternehmern verlangen. Die Corporate-Social- Responsibility- und Antikorruptionsklausel ist Bestandteil unserer Einkaufsbedingungen. Dadurch verpflichten sich die Lieferanten, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um aktive und passive Korruption zu verhindern und zu ahnden. Seit 2014 bieten wir regelmäßig E-Learning- und Präsenzschulungen zum Thema Compliance für unsere Lieferanten an und stellen ihnen auch einen Compliance-Leitfaden zur Verfügung (siehe auch GRI-Index).

Geschäftspartner wählen wir Compliance-konform aus und führen risikoorientierte Geschäftspartnerprüfungen (Compliance Business Assessments) durch. Neben Kunden und Lieferanten gehören dazu auch Berater (Consultant Policy), Vertriebsmittler, Entwicklungspartner und Joint-Venture-Partner.

Fabian Riewerts

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Fabian Riewerts

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Erneute Zertifizierung des Compliance-Managements

2016 haben wir unser Compliance-Management erneut mit dem Schwerpunkt „Antikorruption“ zertifizieren lassen. So wollen wir sicherzustellen, dass wir Risiken konsequent begegnen und wirksame Prozesse im Unternehmen etabliert haben. Zehn Gesellschaften in Deutschland standen dabei auf dem Prüfstand; 13 Gesellschaften in anderen Ländern werden 2017 folgen.

Im Fokus der Zertifizierung standen Prozesse im Einkauf, Vertrieb, Personalbereich und bei Mergers & Acquisitions sowie die Themen Events, Spenden und Sponsoring. Hier ist die potenzielle Korruptionsgefahr am größten. Die Wirtschaftsprüfer haben die Prüfung der Wirksamkeit des Compliance-Management-Systems (CMS) ohne einschränkende Feststellungen abgeschlossen. Details über die Prüfungsinhalte und geprüfte Unternehmensbereiche zu Antikorruption dokumentieren wir im Prüfbericht.

Zertifikate und Prüfurteile spielen unter anderem bei Ausschreibungen und Auftragsvergaben eine immer größere Rolle und bilden damit einen klaren Vorteil, wenn wir uns im Wettbewerb befinden. Bereits 2010 und 2013 hatten externe Wirtschaftsprüfer unser Compliance-Management-System (CMS) mit Schwerpunkt auf Antikorruption und Kartellrecht zertifiziert.

Felix Sonnet

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Felix Sonnet

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„Tell me!“-Portal: 121 Hinweise eingegangen

2016 sind über das „Tell me!“-Portal 121 Compliance-relevante Hinweise bei der Deutschen Telekom eingegangen (im Vorjahr 120 Hinweise). 14 Hinweise werden derzeit noch auf Plausibilität geprüft, 60 plausible Hinweise wurden weiterverfolgt (Stand Januar 2017). Von diesen haben sich 20 Fälle als Fehlverhalten bestätigt und wurden entsprechend geahndet. 26 Fälle befinden sich aktuell noch in der Untersuchung. Bestätigte Fälle werden konsequent, tat- und schuldangemessen sowie im Einklang mit den einschlägigen Rechtsvorschriften sanktioniert. Insgesamt bezogen sich 2016 die meisten Hinweise auf mögliche Fälle von Unterschlagung, Diebstahl und Betrug, Provisionsbetrug sowie Zielemanipulation.

Felix Sonnet

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Felix Sonnet

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Menschenrechte

Auf einen Blick: Auditergebnisse 2016

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Antonio Veloso

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Antonio Veloso
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So achten wir Menschenrechte

Die Telekom bekennt sich ausdrücklich zu den vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen 2011 verabschiedeten UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Die Prinzipien verlangen, Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte systematisch zu identifizieren und negative Folgen zu verhindern, abzumildern oder bei Bedarf wiedergutzumachen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, haben wir für den gesamten Konzern ein umfassendes Programm zur Implementierung der Leitprinzipien entwickelt und einen fortlaufenden Prozess aus mehreren ineinandergreifenden Maßnahmen und Instrumenten eingeführt (siehe Grafik).

Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht bei der Deutschen Telekom

Die Pflicht zur Achtung der Menschenrechte ist in den grundlegenden Regelwerken der Telekom, den Guiding Principles, dem Code of Conduct und der Sozialcharta, verankert. Bedeutsam sind in diesem Zusammenhang auch die Employee Relations Policy und die Diversity Policy der Telekom.

Instrumente zur Überprüfung möglicher Auswirkungen auf Menschenrechte
Wir nutzen zwei Instrumente, um die Einhaltung der Vorgaben der Sozialcharta img zu überprüfen: Zum einen erstellen wir jedes Jahr einen zentralen Sozialbericht („Social Performance Report“), an dem sich 103 vollkonsolidierte Gesellschaften der Telekom beteiligten. Dieser verzeichnet für den Zeitraum zwischen Januar 2016 und Dezember 2016 keinerlei Verstöße gegen unsere Sozialcharta. Zum anderen betreiben wir seit 2013 eine zentrale Kontaktstelle für Menschenrechte. Diese ist unter anderem unter der öffentlichen E-Mail-Adresse humanrights@telekom.de erreichbar. Weitere Eingaben erfolgten über das anonyme Hinweisgebersystem ohne Angabe der Absenderdaten. Alle Kontaktmöglichkeiten sind auf unserem Hinweisgeberportal „Tell me!“ zusammengefasst, das zur Aufklärung von Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften dient. Wir untersuchen alle Hinweise und leiten Gegenmaßnahmen ein, sofern sich die Hinweise als plausibel herausstellen. Wie wir mit den 2016 erhaltenen Mitteilungen umgegangen sind, erfahren Sie hier.

Gleichzeitig setzten wir die 2013 gestartete Integration von Menschenrechtsaspekten in die Unternehmensbewertung fort, die bei Fusionen und Akquisitionen üblich ist. Darüber hinaus führen wir nach Bedarf spezielle Begutachtungsprozesse zur Einschätzung der Arbeitgeber-Mitarbeiter-Beziehungen in den Landesgesellschaften durch, mit denen wir die Konzernrichtlinie zu Employee Relations („Employee Relations Policy“) umsetzen.

Dabei berücksichtigen wir auch die Ergebnisse des „Human Rights & Employee Relations Cockpit“ (Cockpit für Menschenrechte und Mitarbeiterbeziehungen). Mit diesem Instrument messen wir die Fortschritte der Landesgesellschaften anhand von fünf menschenrechtsbezogenen Kennzahlen:

  1. Mitarbeiterzufriedenheit (Quelle: halbjährliche Puls-Befragung)
  2. Bereitschaft, die Telekom als Arbeitgeber zu empfehlen (Quelle: halbjährliche Puls-Befragung)
  3. Gesundheitsquote (Quelle: HSE img Cockpit)
  4. Arbeitnehmerseitige Kündigungen (Quelle: HSE Cockpit)
  5. Landesspezifische Menschenrechtsrisiken (gemäß Maplecrofts „Human Rights Risk Index“)

Die Zahlen werden regelmäßig ausgewertet. Für jede Kennzahl wird die Landesgesellschaft in einer Leistungsklasse gemäß dem Ampelsystem eingeordnet: grün (Anforderungen erfüllt), gelb (Anforderungen teilweise erfüllt) und rot (Anforderungen nicht erfüllt). Anschließend werden die Ergebnisse mit den Regionalmanagern der Landesgesellschaften diskutiert und bei Bedarf Maßnahmen wie Human Rights Impact Assessments und Employee Relations Policy Reviews vereinbart.

Yvonne Hommes

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Yvonne Hommes

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Nachhaltige Produkte

Maßnahmen zur Handy-Rücknahme

Zu viele gebrauchte Handys und Smartphones liegen in Schubladen oder werden illegal im Hausmüll entsorgt. Die Recycling- und Weiternutzungsquote für elektronische Kleingeräte ist in Deutschland viel zu niedrig. Gebrauchte Handys, Smartphones und Tablets sollten jedoch neu aufbereitet und weiterverwendet oder dem fachgerechten Recycling zugeführt werden. So können wertvolle Ressourcen eingespart werden. Schon seit 2003 bieten wir dafür verschiedene Abgabemöglichkeiten an.

Kunden können seit 2013 ihre gebrauchten hochwertigen Handys und Smartphones in den Telekom Shops ankaufen lassen. Für den Gegenwert des Geräts erhalten sie einen Gutschein, der im Telekom Shop beim Kauf eines neuen Geräts eingelöst werden kann, oder der Betrag wird auf das Kundenkonto überwiesen. Über ein neu geschaffenes Ankaufportal (www.handyankaufsportal.de) für Geschäftskunden können diese ihre gebrauchten Handys und Smartphones einsenden. Nachdem der Wert ermittelt wurde, kann dieser ausbezahlt oder an die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) gespendet werden. Gemeinsam mit dem Unternehmen Teqcycle Solutions und in Kooperation mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) betreiben wir zudem das Online-Portal Handysammelcenter, das 2016 überarbeitet wurde. Die aktualisierte Website bietet eine Übersicht über unsere Partner und durchgeführte Sammelaktionen. Behörden, Vereine und andere Organisationen haben die Möglichkeit, über das Portal eigene Sammelaktionen zu starten.

2016 nahmen wir deutschlandweit 273 079 gebrauchte Mobiltelefone und Smartphones zurück und führten diese einer Weiterverwendung oder dem fachgerechten Recycling zu. Der gesamte Handy-Rücknahme-Prozess ist von der DEKRA zertifiziert und erfüllt hohe Datenschutzanforderungen. Das gemeinsame Handy-Sammel-System der Telekom Deutschland und der DUH besteht 2016 bereits im dreizehnten Jahr – insgesamt konnten über die gesamte bisherige Laufzeit mehr alsMillionen gebrauchte Geräte gesammelt werden.

Unterstützung verschiedener Sammelaktionen
Wie in den Vorjahren haben wir 2016 die Kampagne „Die Handyaktion“ verschiedener kirchlicher Akteure in Baden-Württemberg unterstützt. Die Aktion soll in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg ausgeweitet werden.

Die Rücknahmekampagne „Verantwortung und Nachhaltigkeit. Mach mit!“ im Saarland, die wir bereits 2014 unterstützt haben, wurde aufgrund des anhaltenden Interesses erneut verlängert. Im Jahr 2016 hat das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. (NES) die Tätigkeiten des Projektbüros übernommen. Wir sind weiterhin Kooperationspartner der Kampagne, die unter anderem spezielle Unterrichtsangebote zum Thema Handy-Rücknahme und Ressourceneffizienz umfasst. Die Kampagne wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung 2016 als „Werkstatt N“-Projekt ausgezeichnet. Somit gehört sie zu den 100 innovativsten Nachhaltigkeitsprojekten in Deutschland.

Fachforum auf der „Woche der Umwelt“
2016 hat die Telekom Deutschland in Kooperation mit der DUH auf der „Woche der Umwelt“ im Park von Schloss Bellevue ein Fachforum organisiert. Die Gäste hatten Gelegenheit, Fragen zur Rücknahme von Althandys und zu den Recyclingprozessen zu stellen. Die „Woche der Umwelt“ ist eine Fachmesse für innovative Umweltschutztechnologien und -projekte. Eingeladen vom Bundespräsidenten und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) nahmen rund 13 000 Besucher an der Veranstaltung teil.

Cornelia Szyszkowitz

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Cornelia Szyszkowitz

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Produktzertifizierungen: Blauer Engel für Speedphones

Nachhaltige Produkte sind für uns ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Unsere Kunden informieren wir über Umweltaspekte und Herstellungsbedingungen und geben Hinweise für eine sichere, energiesparende und bedarfsgerechte Verwendung. Außerdem informieren wir über ressourcenschonende Entsorgungswege am Ende des Produktlebens. Bei der Kommunikation mit unseren Kunden setzen wir auf bekannte Umweltzeichen.

Blauer Engel für Telekom-Produkte
95 Prozent der Festnetz-Geräte der Telekom Deutschland sind mit dem renommierten Umweltzeichen Blauer Engel zertifiziert. Alle unsere DECT-Telefone der Sinus-Serie sowie alle Telefone der Speedphone-Serie tragen das bekannte Symbol. Die Speedphones sind besonders energiesparend, strahlungsarm und verfügen über austauschbare Akkus. Über eine neue Funktion können Anwender die Sendeleistung individuell einstellen und damit Energie einsparen. Updates können direkt auf das Speedphone übertragen werden; dadurch können die Geräte sehr einfach aktuell gehalten werden, was ihre Nutzungsdauer verlängert und damit die Ökobilanz verbessert.

Seit 2016 haben wir in Österreich mit dem Fairphone 2 das erste Smartphone im Sortiment, das mit einem Blauen Engel zertifiziert ist. Es ist bei T-Mobile Austria erhältlich.

TÜV Certified Green Products
Neben dem Blauen Engel nutzen wir verstärkt das Umweltzeichen „TÜV Certified Green Product“. Dieses geht über die Kriterien des Blauen Engel hinaus, indem es unter anderem auch eine Überprüfung der Arbeitsbedingungen in Fertigungsbetrieben vorsieht. Eine Reihe unserer Router wie das Speedport Neo sind bereits mit diesem Umweltzeichen zertifiziert.

Cornelia Szyszkowitz

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Cornelia Szyszkowitz

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So entwickeln wir nachhaltige Produkte und Dienste

Wir wollen das Nachhaltigkeitspotenzial von ICT systematisch nutzen. Deshalb entwickeln wir immer mehr Produkte, die auch einen positiven Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung leisten. Unser Fokus liegt dabei auf den Wachstumsfeldern Machine2Machine-Kommunikation, Smart Home img und E-Health. Nachhaltige Produkte sind auch ein wichtiger Pfeiler unserer integrierten Klimastrategie.

Das Management des Themas „nachhaltige Produkte“ erfordert konsequente Maßnahmen in allen Stufen der Wertschöpfungskette. Da wir kein Hersteller sind, sondern unsere Produkte selbst von Lieferanten beziehen, setzen wir bereits im Einkauf an: So stellen wir sicher, dass in der Lieferkette Nachhaltigkeitskriterien eingehalten werden. Wir streben an, unsere Produkte mit anerkannten Umweltzeichen wie dem Blauen Engel oder dem TÜV-Umweltzeichen „Certified Green Product“ auszuzeichnen. Die strengen Anforderungen der Siegel geben uns Hinweise, wie wir unsere Produkte weiter verbessern können. Außerdem helfen uns die Umweltzeichen dabei, unsere Kunden über Nachhaltigkeitsvorteile zu informieren. Am Ende des Lebenszyklus von Produkten tragen wir dazu bei, dass diese weiter genutzt oder fachgerecht recycelt werden. So führen wir beispielsweise regelmäßig Handy-Rücknahme-Kampagnen durch.

Bei der Entwicklung von neuen, nachhaltigen ICT-Lösungen kooperieren wir auch mit verschiedenen Partnern und tauschen uns mit unseren Stakeholdern aus.

Fortschritte messbar gemacht
Unsere Fortschritte messen wir mithilfe von verschiedenen Kennzahlen. Beispielsweise ermitteln wir seit 2014 auch den Umsatzanteil, den wir mit Produkten und Diensten erwirtschaften, die basierend auf einer Nutzen-Risiko-Analyse als nachhaltige Produkte klassifiziert sind. Das Ergebnis: Im Jahr 2015 erwirtschafteten wir 39 Prozent unseres Gesamtumsatzes mit solchen Produkten. Für bestimmte Bereiche wie E-Health oder Smart Home haben wir zudem Erfolgsziele, zum Beispiel Umsatzziele, als internes Kontrollinstrument definiert. Mit dem ESG KPI img Handy-Rücknahmen messen wir die Wirkung unserer Rücknahmekampagnen.

Heinz-Gerd Peters

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Heinz-Gerd Peters

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Analyse der Nachhaltigkeitsvorteile unserer Produkte fortgesetzt

Ein Baustein unserer integrierten Klimastrategie ist es, die Nachhaltigkeitsvorteile unseres Produktportfolios zu untersuchen. Zusammen mit externen Experten haben wir 2014 begonnen, unser Portfolio anhand von Nachhaltigkeitsaspekten zu analysieren (Zur Analyse). Die aktuelle Analyse aus dem Jahr 2016 zeigt: Der Umsatzanteil der Produkte und Dienste, denen Nachhaltigkeitsvorteile zugeordnet werden können, wächst. 2015 haben wir bereits 39 Prozent unseres Umsatzes mit solchen Produkten erzielt, 2014 waren es noch 37 Prozent (ohne T-Mobile USA).

Beispiele für solche Nachhaltigkeitsvorteile sind: reduzierte CO2-Emissionen dank virtueller Meetings anstelle von Geschäftsreisen, eine verbesserte medizinische Versorgung durch E-Health-Lösungen oder Ressourcenschonung durch den Ersatz von physischen Endgeräten durch digitale Lösungen (zum Beispiel Telefonie über den Laptop anstatt des Festnetz-Telefons).

Insgesamt haben wir bislang 17 Produktgruppen detailliert auf ihren Nachhaltigkeitsbeitrag und die daraus abgeleiteten Geschäftspotenziale untersucht (Stand Ende 2016). Für eine Auswahl dieser Produkte haben wir die Vorteile im Hinblick auf alle drei Säulen der Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial und ökonomisch) grafisch aufbereitet:

Die Ergebnisse der Analysen nutzen wir für die Weiterentwicklung unseres nachhaltigen Produktportfolios. In Zukunft werden wir unsere Kunden verstärkt über diese Nachhaltigkeitsvorteile informieren und uns so auch gegenüber dem Wettbewerb positionieren.

Heinz-Gerd Peters

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Mobilfunk und Gesundheit

So setzen wir uns für sicheren Mobilfunk ein

Wir wollen unsere Mobilfunk-Infrastruktur, unsere Produkte sowie die zugrunde liegenden Prozesse so ressourceneffizient, sicher und gesundheitsverträglich wie möglich gestalten. In Deutschland liefern hierfür insbesondere die freiwillige Selbstverpflichtung der Mobilfunk-Betreiber sowie die Verbändevereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden den Rahmen. Die Umsetzung der freiwilligen Selbstverpflichtung wird alle zwei Jahre überprüft. Zuletzt übergaben wir der Bundesregierung 2016 das Jahresgutachten. Außerdem unterstützen wir in Kooperation mit Telefónica das Informationsportal www.informationszentrum-mobilfunk.de.

Eine übergeordnete Rolle spielt unsere 2004 verabschiedete, konzernweit gültige EMF-Policy. Diese beinhaltet einheitliche Mindestanforderungen für den Bereich Mobilfunk und Gesundheit, die weit über die jeweiligen nationalen gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Mit ihr geben wir den Landesgesellschaften einen verbindlichen Rahmen vor, um einen konzernweit einheitlichen, verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema „Mobilfunk und Gesundheit“ sicherzustellen. Sämtliche Landesgesellschaften haben die EMF-Policy formell anerkannt und die geforderten Maßnahmen weitestgehend umgesetzt.

Mit der EMF-Policy verpflichten wir uns zu folgenden Maßnahmenpaketen:

EMF-Policy

Transparenz
Information
Partizipation
Wissens­förderung
und Partnerschaft
Transparenz

Wir setzen uns für Offenheit in allen Belangen des Mobilfunks ein. Sämtliche relevanten Informationen über unsere Mobilfunkanlagen in Deutschland sind öffentlich zugänglich, beispielsweise über die EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur.

Information

Wir stellen verständliche Verbraucherinformationen bereit und betreiben eine sachliche und fundierte Informationspolitik. Auf der Konzernwebsite bieten wir Interessierten aktuelle Informationen an. Außerdem klären wir unsere Kunden in den Produktinformationen über die SAR-Werte der Geräte auf. Informationen hierzu sind außerdem in vielen unserer Shops, über unsere kostenlose Umwelt-Hotline oder per Mail erhältlich.

Partizipation

Baim Netzausbau setzen wir auf enge Zusammenarbeit und einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten, zum Beispiel mit Kommunen. Es ist unser Ziel, einvernehmliche Lösungen zu finden und tragfähige Kompromisse auszuhandeln. Wichtige Voraussetzungen hierfür sind ein fairer Umgang mit kritischen Argumenten und Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen.

Wissens­förderung und Partnerschaft

Unsere Leitlinien verlangen zielgerichtete Forschungsförderung, fachliche Exzellenz, Transparenz, Objektivität und Verständlichkeit

Für mehr Informationen klicken Sie bitte auf die Buttons

Die Umsetzung der EMF-Policy wird kontinuierlich geprüft. Die Ergebnisse nutzen wir, um einzelne Aspekte zu verbessern und gemeinsam in verschiedenen Arbeitsgruppen wie unserem „EMF img Core Team“ oder der „EMF Technical Working Group“ Lösungen zu erarbeiten.

Cornelia Szyszkowitz

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Cornelia Szyszkowitz
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Evaluation und Umsetzung der EMF-Policy

Wir wollen unsere EMF-Policy im gesamten Konzern lückenlos umsetzen. Hierbei unterstützen wir die Landesgesellschaften mit spezifischen Arbeitsinstrumenten. Beispielsweise formulierten wir einheitliche Grundsätze für Forschungsförderung und veröffentlichten diese auf der Telekom-Website. Die Landesgesellschaften nutzen diese für ihre eigenen Förderprogramme. Darüber hinaus setzen wir bewusst auf die Eigeninitiative der Landesgesellschaften und ermutigen sie, ihre Maßnahmen stetig weiter zu verbessern, auch wenn sie die EMF-Policy bereits vollständig implementiert haben. Dabei spielt der Dialog zwischen den Telekom-Landesgesellschaften und anderen Netzbetreibern sowie Verbrauchern, Politikern und der Wissenschaft eine zentrale Rolle.

Regelmäßige Überprüfungen zeigen uns, dass in allen Handlungsfeldern an der Umsetzung der EMF-Policy gearbeitet wird. Zugleich arbeiten wir daran, landesspezifische Aktivitäten weiter zu entwickeln:

  • 2016 haben wir „Small Cells“ eingeführt, eine innovative und leistungsstarke Mobilfunk-Technologie. Small Cells, zu Deutsch Kleinzellen, ergänzen unser Mobilfunknetz mit zusätzlichen Kapazitäten an Orten mit hohem Verkehrsaufkommen. Dabei weisen Small Cells grundsätzlich weniger starke elektromagnetische Felder auf als herkömmliche Makrozellen, wie sie in den Mobilfunknetzen verwendet werden. Durch die Small Cells kann aufgrund der geringen Entfernung die Sendeleistung des Mobiltelefons reduziert werden. Da gerade die Sendeleistung des Handys in vielen Fällen die dominante Quelle elektromagnetischer Felder in der unmittelbaren Umgebung ist, führt ihre Reduzierung besonders wirkungsvoll zu einer Verringerung der persönlichen Befeldung. Um die Sicherheit der Technik zu gewährleisten, haben wir in Kooperation mit der RWTH Aachen eine Reihe von Projekten durchgeführt, unter anderem zur Minimierung von Immissionen img. Die Ergebnisse wurden transparent zusammen mit Stakeholdern aus Politik, Wissenschaft und Verbänden diskutiert. Die Ergebnisse fließen auch in ein 2016 gestartetes Pilotprojekt zum Aufbau von Small Cells in München ein. Das Projekt wurde vom Münchner Stadtrat beschlossen.
  • In Österreich gab das BürgerInnen Forum Mobilkommunikation allen interessierten Bürgern die Möglichkeit, direkt und online Fragen zum Mobilfunk zu stellen. Das BürgerInnen Forum ist eine Initiative des Forum Mobilkommunikation (FMK). Es soll sich mit der Zeit zu einer Wissensplattform entwickeln, auf der die wichtigsten Fragen beantwortet werden.

Cornelia Szyszkowitz

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Cornelia Szyszkowitz

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Gesellschaftliches Engagement

Engagement in der Flüchtlingshilfe: Von der Ersthilfe zur Arbeitsmarktintegration

Seit 2015 engagieren wir uns in der Flüchtlingshilfe. Zu Beginn lag unser Fokus auf der Ersthilfe. Maßnahmen waren beispielsweise die Versorgung von Erstaufnahmeeinrichtungen mit WLAN img, die Bereitstellung von Immobilien oder die Personalvermittlung von Beamten an das Bundesamt für Migration (BAMF). Über 700 Mitarbeiter unterstützten temporär das BAMF in der Flüchtlingshilfe. Mehr als 130 Telekom-Beamte haben sich in das BAMF versetzen lassen.

Das Online-Portal refugees.telekom.de, das wir 2015 aufgebaut hatten, wurde im Berichtszeitraum gemeinsam mit Partnern weiterentwickelt. 2017 haben wir es unter dem Namen „Handbook Germany“ neu aufgesetzt. Es bietet Informationen zu Themen wie Arbeit, Bildung, Leben und Wohnen in Deutschland. handbookgermany.de holt die Flüchtlinge dort ab, wo sie kommunizieren – in den sozialen Netzwerken. Die Inhalte werden zielgerichtet und auch über Social-Media-Kanäle verbreitet. Außerdem ist die Plattform auf die Nutzung mit Smartphones ausgerichtet.

Engagement in der Flüchtlingshilfe

Auch unser übriges Engagement haben wir 2016 neu ausgerichtet. Künftig wird es sich auf die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt konzentrieren. Hierzu setzen wir das Angebot an Praktikumsplätzen zum Einstieg in das Arbeitsleben fort und fokussieren längerdauernde Angebote wie Ausbildung, Einstiegsqualifizierung und Stipendien an unserer Telekom-eigenen Hochschule. Zusätzlich entwickeln wir neue Pilotinitiativen: Dazu haben wir gemeinsam mit den Unternehmen Deutsche Post DHL Group, Henkel und der Bundesagentur für Arbeit die Initiative „Praktikum PLUS Direkteinstieg“ gegründet. Hauptzielgruppe des Programms sind Flüchtlinge mit Berufserfahrung, die keine in Deutschland anerkannte Berufsausbildung besitzen. Wir wollen ihnen helfen, ihre berufliche Perspektive zu verbessern. Zum Einstieg und zur Orientierung absolvieren sie zwei Praktika-Phasen. Anschließend stellen wir sie für zwei Jahre befristet ein. Während des gesamten Zeitraums bekommen die Flüchtlinge die Möglichkeit, Integrations- und Sprachkurse zu besuchen. Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich von Beginn an ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert und werden dabei von der Telekom unterstützt. Dieses Engagement wollen wir künftig auch darauf lenken, die neuen Kolleginnen und Kollegen beim Einstieg in das Arbeitsleben zu unterstützen.

Unterstützung für Flüchtlinge

Auszeichnungen
Gewinner von Awards, z.B. des “Queb Special Award” der Plattform careers4refugees
WLAN-Versorgung
Einrichtung von 70 kostenlosen WLAN Hotspots für Flüchtlinge in Erstaufnahmeeinrichtungen
Immobilien
Bereitstellung von über 30 DTAG-Immobilien für das BAMFa)
Integration Arbeitsmarkt
Angebot von bis zu 100 Praktika, sowie von Ausbildungsplätzen & Stipendien
Initiative „Praktikum PLUS Direkteinstieg“
Initiierung der Pilotinitiative gemeinsam mit Deutsche Post/DHL Group, Henkel und Bundesagentur für Arbeit
Flüchtlingsportal
Start der Überführung des Flüchtlingsportals „Handbook Germany“ mit Infos zum Asylverfahren sowie zum Leben und Arbeiten in Deutschland (Start des Auftritts: 03.02.2017)
Personalvermittlung
Über 500 Beamte der DTAG wurden bereits zur Unterstützung an das BAMF(a) vermittelt
Einbindung DTAG Mitarbeiter
Mitarbeiter der DTAG unterstützen Flüchtlinge in über 100 Corporate Volunteering Projekten
Für mehr Informationen klicken Sie bitte auf die Segmente.

a) Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Barbara Costanzo

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Barbara Costanzo
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Charta der digitalen Vernetzung unterzeichnet

Die Charta digitale Vernetzung ist eine unternehmens-, branchen- und verbandsübergreifende Initiative, die aus dem Nationalen IT-Gipfel hervorgegangen ist. Zu den Initiatoren gehören neben unserem Konzern weitere Unternehmen, Verbände und wissenschaftliche Institutionen. Die Charta umfasst zehn Grundsätze für die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Potenziale der digitalen Vernetzung sowie für den Umgang mit Daten, Infrastrukturen und Standards. Unternehmen, die diese Charta unterzeichnen, bekennen sich zu diesen Grundsätzen und zeigen, dass sie ihren Beitrag für eine zukunftsgerechte digitale Weiterentwicklung Deutschlands leisten wollen. Die Charta steht für ein gemeinsames Wertegerüst und Verantwortungsbewusstsein. Ziel ist es, einen Zukunftsdialog über alle gesellschaftlichen Ebenen hinweg zu führen und ein gemeinsames Verständnis für den Weg in die digitale Gesellschaft zu schaffen. Hierfür werden gemeinsam aktuelle Fragen zur digitalen Transformation aufgegriffen, Antworten erarbeitet und ein Erfahrungsaustausch zur Umsetzung einer „Corporate Digital Responsibility“ organisiert.

Barbara Costanzo

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Barbara Costanzo

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So übernehmen wir Verantwortung für unsere Gesellschaft

Mit „engagement@telekom“, unserem Corporate-Citizenship-Programm, setzen wir uns auf vielfältige Art und Weise für die Gesellschaft ein. „engagement@telekom“ beruht auf zwei Säulen:

  • Partnerschaftliches Engagement (Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen im Rahmen langfristiger Partnerschaften)
  • Corporate Volunteering img (Unterstützung unserer Mitarbeiter in ihrem gesellschaftlichen Engagement) & Corporate Giving img (unsere Spendentätigkeit)

engagement@telekom

In Zeiten des digitalen Wandels wollen wir unser gesellschaftliches Umfeld als vertrauenswürdiger Partner begleiten. Dabei bringen wir unsere Kernkompetenzen und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.

An zahlreichen Social Days bieten wir unseren Beschäftigten die Möglichkeit, sich für soziale Projekte oder im Umweltschutz zu engagieren. Beispielsweise beteiligen wir uns an der „Woche des bürgerlichen Engagements“ beim Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement. Gesellschaftliches Engagement findet oft im Rahmen unserer langjährigen Partnerschaften statt, zum Beispiel mit der Nummer gegen Kummer, der TelefonSeelsorge, der Lebenshilfe oder der DKMS Deutschen Knochenmarkspenderdatei.

Corporate Volunteering img ist außerdem ein wichtiger Bestandteil unserer Aus- und Weiterbildungsprogramme. Durch den Konzernwettbewerb „Verantwortung gewinnt!"  erfährt das Engagement unserer Auszubildenden eine besondere Wertschätzung.

Mit unseren Unternehmensspenden (Corporate Giving img) unterstützen wir weltweit die Arbeit von Hilfsorganisationen – vorzugsweise in langjährigen Partnerschaften – und leisten schnelle Hilfe in Katastrophensituationen. Unsere Konzern-Spendenrichtlinie gibt dafür den Rahmen vor. Zum Beispiel verbindet uns bereits seit 13 Jahren eine Kooperation mit der Aktion Deutschland Hilft.

Bei unserem Engagement arbeiten wir länderübergreifend eng zusammen und tauschen Erfahrungen und Best Practices aus. Unseren Erfolg messen wir mit einem Kennzahlenset:

2016 haben wir analysiert, welche Wirkung unser Engagement zur Erreichung Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) entfaltet. Das Ergebnis: Unser Corporate-Citizenship-Programm leistet einen großen Beitrag zu den SDGs,  vor allem zu den Zielen 4, 5, 10 und 17. Im Jahr 2017 wollen wir unser Corporate-Citizenship-Programm noch stärker an den SDGs ausrichten. Den Fokus legen wir dabei auf unser Kernaktivitäten (z.B. Inklusion durch Breitbandausbau und Innovation) sowie das Schwerpunktthema „Digitale Kompetenz“.

Martina Schwebe-Eckstein

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Martina Schwebe-Eckstein

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Teachtoday – Initiative zur sicheren und kompetenten Mediennutzung

Teachtoday ist unsere Initiative für eine sichere und kompetente Mediennutzung. Sie unterstützt Kinder und Jugendliche, Eltern und Großeltern sowie pädagogische Fachkräfte mit alltagsnahen Tipps und Materialien. Unsere Homepage teachtoday.de steht auf Deutsch, Englisch, Rumänisch, Polnisch und Kroatisch zur Verfügung.

Auf dem Teachtoday Summit for Kids im November 2016 haben etwa 150 Kinder zum Thema Datenschutz diskutiert und nahmen an aktionsreichen Workshops teil. Höhepunkt der Veranstaltung war die Preisverleihung des Wettbewerbs „Medien, aber sicher!“. Die Jury zeichnete insgesamt acht Projekte aus, darunter den länderübergreifenden Medienworkshop „Das ist unser Netz! – To jest nasza siec!“ der Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V. In dem Workshop setzten sich deutsche und polnische Jugendliche mit der eigenen Mediennutzung auseinander.

Der Teachtoday-Medienparcours war 2016 erneut auf Deutschland-Tour. Ziel des Parcours ist es, Kinder zwischen neun und zwölf Jahren für eine sichere Mediennutzung zu sensibilisieren. Unter anderem war der Parcours beim Kinderfilm-Festival Schlingel in Chemnitz zu Gast. Teachtoday ist Partner des Festivals mit über 18 000 Besuchern und mehr als 150 aktuellen Kinder- und Jugendfilmen aus aller Welt.

Unser Medienmagazin Scroller erschien 2016 gleich zweimal. Die Schwerpunktthemen lauteten „soziale Netzwerke“ und „Datenschutz“. Das Magazin richtet sich an Kinder von neun bis zwölf Jahren und informiert zudem Eltern und pädagogische Fachkräfte mit speziellen Beilagen. Scroller ist online verfügbar und als kostenfreie Druckausgabe erhältlich. Es ermutigt Kinder dazu, ihre Mediennutzung zu reflektieren und die digitale Welt selbst mitzugestalten. Das Portal scroller.de steht in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Zudem haben wir im Oktober 2016 eine erste interaktive Ausgabe auf Deutsch und Arabisch veröffentlicht.

Auch auf dem Nationalen IT-Gipfel 2016 in Saarbrücken war die digitale Bildung ein Schwerpunktthema. Eine zentrale Fragestellung war die sichere und kompetente Mediennutzung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Teachtoday sprach in diesem Rahmen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Deren Credo für die Zukunft der digitalen Bildung: gezielte Medienerziehung für alle und viel miteinander sprechen. Auch den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, interviewte Teachtoday zur Digitalisierung der Gesellschaft, zur Relevanz von Datenschutz und darüber, wie junge Menschen zu mündigen Internet-Nutzern werden können.

2016 wurde die Teachtoday-Initiative mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Bei den Fox Awards, einer Auszeichnung für nachweisbar effiziente Lösungen in Marketing und Kommunikation, wurden wir viermal geehrt. Unser Kommunikationskonzept erhielt den „Fox Award Gold“, unsere visuelle Umsetzung den „Fox Visuals Gold“. Das Medienmagazin Scroller wurde mit dem „Fox Award Silber“ und dem „Fox Visuals Silber“ ausgezeichnet. Außerdem erhielt Teachtoday 2016 drei „Comenius-EduMedia“-Siegel der Gesellschaft für Pädagogik und Information: Die gesamte Initiative wurde in der Kategorie „Didaktische Multimediaprodukte“ geehrt, der Medienparcours in der Kategorie „Computerspiele mit kompetenzförderlichen Potenzialen“ und das Magazin Scroller in der Kategorie „Allgemeine Multimediaprodukte“. Scroller wird zudem von der „Stiftung Lesen“ zur sicheren und kompetenten Mediennutzung empfohlen.

Martina Schwebe-Eckstein

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„Ich kann was!“-Initiative mit mehr als 200 neuen Projekten

Mit unserer „Ich kann was!“-Initiative vermitteln wir jungen Menschen Schlüsselkompetenzen für selbstständiges und selbstbewusstes Handeln. So fördern wir die Chancengleichheit innerhalb unserer Gesellschaft. Im Berichtsjahr sind mehr als 200 neue Projekte mit einem Fördervolumen von über 850 000 Euro hinzugekommen. Der Themenschwerpunkt 2016 lautete „Kompetenz kennt keine Grenzen“. Im Vordergrund stand dabei das Thema Integration. Daher wurden verstärkt Projekte gefördert, die die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördern, Anlässe für Begegnungen schaffen und in denen gemeinsame Aktivitäten zwischen Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft stattfinden. Seit dem Start von „Ich kann was!“ vor sieben Jahren wurden bundesweit bereits mehr als100 Projekte mit einem Gesamtvolumen von knappMillionen Euro unterstützt.

„Ich kann was!“ – Initiative  Förderprojekte 2009 - 2016

Im November 2016 startete in Berlin das Pilotprojekt „Medienwerkstätten“. Für sechs Monate steht dabei die Vermittlung von Medienkompetenzen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Mittelpunkt. Pädagogen aus vier Berliner Einrichtungen nehmen an Qualifizierungen teil und wenden diese anschließend in der Praxis an. In den Medienwerkstätten wird in den Themenbereichen „Making & Repair“, „Computer, Internet & Social Media“, „Film & Foto“ und „Programmieren & Robotik“ gearbeitet. Ziel des Projekts ist es, die Handlungskompetenz von Kindern und Jugendlichen in der „digitalen Welt“ zu stärken.

Seit Januar 2017 ist die „Ich kann was!“-Initiative in die Deutsche Telekom Stiftung integriert. Die Initiative wird sich daher künftig vor allem auf die Vermittlung von Medienkompetenzen konzentrieren. Ziel ist eine dauerhafte Förderung und Entwicklung der Projekte.

Martina Schwebe-Eckstein

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Martina Schwebe-Eckstein
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Innovative Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen

Technologie kann einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten. Im Berichtszeitraum haben wir deshalb die Entwicklung verschiedener digitaler Lösungen und Bildungsangebote unterstützt:

Spielen gegen das Vergessen: Die App img „Sea Hero Quest“
Die Telekom-Initiative „Game for Good“ ermöglicht mit dem mobilen Spiel „Sea Hero Quest“ die weltweit größte Grundlagenstudie in der Demenzforschung. Ziel der Studie ist es, dabei zu helfen, Anzeichen von Demenz frühzeitig zu entdecken und Aufschluss über die Wirksamkeit von Therapien an Patienten zu bekommen. Eine der ersten Auswirkungen von Demenz ist der Verlust des räumlichen Orientierungsvermögens. Dazu liegen Forschern Daten von Erkrankten vor, aber kaum Vergleichsdaten von gesunden Menschen. „Sea Hero Quest“ sammelt daher anonyme Daten über das Orientierungsverhalten der Spieler. Zusätzlich können Spieler zum Beispiel Angaben zu Alter, Geschlecht und Herkunftsland machen und so einen größeren Beitrag zur Demenzforschung leisten. Die Daten helfen den Wissenschaftlern zu verstehen, was genau sich bei einer beginnenden Demenz verschlechtert. Alle Daten werden zweimal pro Sekunde übermittelt, in unserem hochsicheren Rechenzentrum in Deutschland gespeichert und dann den Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt.

Bisher haben bereits über 2,7 Millionen Menschen „Sea Hero Quest“ gespielt und so einen Beitrag zur Demenzforschung geleistet. 13 der europäischen Landesgesellschaften haben das „Spiel gegen das Vergessen“ mit Kommunikationsmaßnahmen, Werbung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt und zu seinem Erfolg beigetragen. Erstmals gibt es nun Normdaten zur räumlichen Orientierung von gesunden Menschen aller Altersgruppen. Diese Normdaten gelten als zentraler Schritt für die Entwicklung neuer Verfahren zur frühzeitigen Diagnose von Demenz.

Freiwilliges Soziales Jahr Digital: Zweiter Jahrgang gestartet
Im Berichtszeitraum startete das Pilotprojekt „Freiwilliges Soziales Jahr Digital“ (FSJ Digital) in Halle, Sachsen-Anhalt, in das zweite Jahr. Medienaffine Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren können im FSJ Digital gemeinnützige Einrichtungen – wie Altenpflege- und Behinderteneinrichtungen, Kitas, Horte oder Kliniken – bei digitalen Projekten und bei der Anwendung neuer Medien unterstützen. Die Freiwilligen werden während ihres gesamten Dienstes medienpädagogisch begleitet. In Sachsen-Anhalt wird das Konzept in 25 Einrichtungen erprobt. Angeboten wird eine große Bandbreite img an Aktionen, vom digitalen Geschichtenerzählen bis zur Gestaltung barrierefreier Webinhalte. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert und von der Deutschen Telekom sowie der NrEins.de AG unterstützt. Nach Abschluss des zweiten Jahrgangs soll das Projekt evaluiert werden.

Sicher und schnell bei Sportunfällen reagieren – Die „GET“-App
2016 haben wir uns an der Entwicklung der GET-App beteiligt. „GET“ steht für „Gehirn Erschüttert? TestApp!“. So heißt das interaktive Tool, mit dem Sportler nach einem Sturz oder Zusammenprall testen können, ob sie von einer Gehirnerschütterung betroffen sind. Innerhalb von drei bis vier Minuten kann mit der App festgestellt werden, ob ein Verdacht auf Gehirnerschütterung vorliegt. Neben Informationen zur Gehirnerschütterung selbst können die Nutzer einen schnellen Test durchführen und die Reaktionsfähigkeit und Augenfunktion überprüfen. Herausgegeben wurde die App von der Initiative „Schütz Deinen Kopf!“ der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung.

„MyShake“-App mach Smartphones zum Erdbeben-Frühwarnsystem
Gemeinsam mit der Telekom arbeiten Forscher der US-Universität Berkeley an einem Erdbeben-Frühwarnsystem, das auf Smartphones basiert. Die Grundidee: Über einen Beschleunigungssensor des Smartphones werden Erschütterungen ausgelesen. Wenn die Daten dem Schwingungsprofil eines Erdbebens entsprechen, meldet die „MyShake“-App Zeitpunkt, Ort und gemessene Stärke der Erschütterung an die seismologische Abteilung der Berkeley-Universität zur weiteren Analyse. Ein Erdbeben wird bestätigt, wenn mindestens vier Telefone entsprechende Erschütterungen registrieren. Derzeit werden weitere „MyShake“-App-Nutzer gesucht, um auf ein dichteres Netzwerk zur Bebenermittlung zugreifen zu können. Nach einer einjährigen Testphase sollen auch Erdbebenwarnungen an die Nutzer versandt werden.

„Shared Heartbeat“
Die App Shared Heartbeat ist ein Gemeinschaftsprojekt von  Magyar Telekom und Isobar Budapest, das im April 2016 startete. Mit dieser App können Neugeborene den Herzschlag ihrer Mutter hören. Der Herzschlag der Mutter ist ein zentraler Faktor im Leben eines Säuglings, doch sobald das Baby geboren ist, wächst die Distanz. Wir wollen Menschen mithilfe von Technologie auf eine bisher unvorstellbare Weise miteinander verbinden und so natürliche Bindungen verstärken.

„Cheering Heart“
Mithilfe der App „Cheering Heart“ konnten alle Ungarn unseren Athleten und Teams bei den olympischen Spielen zujubeln und sie zu Höchstleistungen motivieren. Die Athleten erhielten ein Herz, das vibrierte und aufleuchtete, wenn jemand ihnen einen elektronischen Herzschlag schickte. Das zeigte ihnen, dass viele Menschen zu Hause in Gedanken mit ihnen verbunden waren. Der Herzschlag kann auf verschiedene Art und Weise geschickt werden: als Nachricht über #egyekvagyunk, per Button auf der Internetseite egyekvagyunk.hu oder durch eine Bewegung des Smartphones. Die Herzen wurden bei den olympischen Spielen, den paralympischen Spielen und bei anderen sportlichen Großereignissen eingesetzt. Bisher wurden mehr als  2 Mio. Herzschläge an Sportler verschickt.

Diese App ist Teil unseres Engagements in der Sportförderung. 2016 waren wir Sponsor des ungarischen Teams bei den olympischen und  paralympischen Spielen, ebenso Sponsor des Handballteams Telekom Veszprém.

Navigationshilfe für Sehbehinderte
Als Unternehmen mit sozialer Verantwortung möchte T-Mobile Czech Republic sehbehinderten Menschen helfen. Zusammen mit der Technischen Universität Tschechien haben wir eine besondere Navigationshilfe für Blinde entwickelt. Globale Navigationssatellitensysteme (GNSS) in Kombination mit Mobilfunkdatennetzen bilden die Grundlage für eine der modernsten Orientierungshilfen für sehbehinderte Menschen. T-Mobile Czech Republic unterstützt die Entwicklung dieser Navigationslösung durch Bereitstellung von 3G- und 4G-Konnektivität, SIM-Karten und Modems. Der neu entwickelte Navigations-Stick für Blinde wird mit einem Smartphone und mit der Navigationszentrale verbunden. Mithilfe einer 2G- bis 4G-App lassen sich über den Service Navigationsdaten, Sprache und Bilder übertragen. Innerhalb von Gebäuden, wo GNSS nicht funktioniert, kann eine Kamera zur Orientierung genutzt werden. Die Anwendung ist derzeit in der letzten Testphase und soll 2017 auf den Markt kommen.  Für Blinde, die eine Schulung zur Nutzung des Sticks erhalten haben, werden wir die Technik zu einem Sondertarif anbieten.

Martina Schwebe-Eckstein

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Martina Schwebe-Eckstein

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Lieferkette

Vier neue Lieferanten im Entwicklungsprogramm

Damit unsere Lieferanten unsere hohen Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen können, arbeiten wir partnerschaftlich mit ihnen zusammen – beispielsweise in unserem Entwicklungsprogramm für strategisch wichtige Lieferanten. In diesem Programm entwickeln wir gemeinsam Lösungen für Themen wie Umweltschutz, Arbeitszeitregelungen oder Gesundheitsschutz. Eine klare Win-win-Situation für unsere Lieferanten und uns, denn: Bessere Arbeitsbedingungen wirken sich positiv auf die Bindung und Motivation der Beschäftigten aus, steigern die Produktivität und verbessern die Qualität der Produkte. 2016 haben wir vier neue Lieferanten in das Programm aufgenommen; insgesamt umfasst es nun elf Zulieferer.

Lieferantenentwicklungsprogramm

Die Erfolge des Programms sind messbar. Bisher konnten beispielsweise folgende Verbesserungen bei chinesischen Lieferanten erzielt werden:

  • Bei einem unserer Lieferanten verringerte sich die Arbeitszeit von 68 auf 48 Stunden pro Woche.
  • Ein weiterer Zulieferer steigerte durch verbesserte Produktionsprozesse seine Produktivität um 12 Prozent.
  • Am Hauptstandort eines Lieferanten konnte mittels einer Analyse der Abfall um 16 Prozent reduziert werden.
  • In der nachgelagerten Lieferkette eines Zulieferers werden 16 902 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart; dies entspricht den CO2-Emissionen von etwa zehn ausgebuchten Flügen von Berlin nach New York.

Die Grafik zeigt Themenbereiche, die bei den teilnehmenden Lieferanten überprüft werden. Auf dieser Basis wird gemeinsam ein Maßnahmenplan vereinbart. Bei dessen Umsetzung unterstützen nicht nur Experten von der Telekom, sondern auch sachkundige externe Berater. Alle Aktivitäten und Ergebnisse werden dokumentiert, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu messen. Bei Bedarf werden anschließend Korrekturen vorgenommen.

Corporate Responsibility Excellence

Über eine webbasierte Umfrage haben wir im Berichtszeitraum in einem Piloten die Wirksamkeit der Korrekturmaßnahmen nach durchgeführten Social Audits img überprüft. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lieferanten konnten hierbei die Verbesserungen in neun Themenfeldern anonym bewerten. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung wurden analysiert und falls erforderlich in weitere Verbesserungsmaßnahmen überführt.

Diese Umfragemethodik planen wir in Zukunft standardmäßig zur Qualitätssicherung von eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen bei Social Audits img und bei unserem Entwicklungs-programm für Lieferanten anzuwenden.

Wir haben außerdem Trainingsinhalte für unsere Lieferanten entwickelt. Diese werden wir 2017 in ein Online-Tool überführen, mit dem die Lieferanten selbstständig arbeiten können. Wir erhoffen uns dadurch, noch mehr Lieferanten mit dem Training zu erreichen.

Antonio Veloso

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Antonio Veloso

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So machen wir unsere Lieferkette nachhaltiger

Je nach Entwicklungsstand einer Lieferantenbeziehung verwenden wir verschiedene Instrumente, um unsere Lieferkette nachhaltiger zu gestalten. Bei Ausschreibungen wird das Thema Nachhaltigkeit mit 10 Prozent gewichtet. Damit schaffen wir einen wirksamen Anreiz für Lieferanten, nachhaltigere Produkte und Dienstleistungen anzubieten.

Darüber hinaus verwenden wir einen vierstufigen Ansatz, um Risiken zu minimieren und unsere Lieferanten weiterzuentwickeln. Das Trichter-Schaubild zeigt diesen Prozess: Bei allen potenziellen Lieferanten mit einem Bestellvolumen von mehr als 100 000 Euro pro Jahr fragen wir über unser Lieferantenmanagementsystem zunächst 18 nachhaltigkeitsrelevante Aspekte ab (Stufe 1). Diese beziehen sich auf Menschenrechte, Korruption sowie Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz. Nach drei Jahren erfolgt für alle Lieferanten eine verbindliche Requalifizierung.

Risikenminimierung und Lieferantenmanagement

Strategisch relevante und/oder risikoreiche Lieferanten rufen wir in der weiteren Geschäftsbeziehung dazu auf, ausführlichere Selbstauskünfte über das Informationssystem E-TASC img (Electronics-Tool for Accountable Supply Chains powered by EcoVadis) zu geben. Experten werten diese anhand weiterer Hintergrundinformationen und gezielter Recherchen aus. Bei einigen Zulieferern mit erhöhtem CR-Risiko gehen wir noch einen Schritt weiter und führen Lieferantenprüfungen (zu den Auditergebnissen 2016) vor Ort durch (Stufe 2). Wir konzentrieren uns dabei nicht nur auf direkte Lieferanten der Telekom, sondern – soweit möglich – auch auf Zulieferer in der nachgelagerten Lieferkette. Die Effektivität dieser Audits img steigern wir, indem wir mit 13 anderen Unternehmen in der Joint Audit Cooperation (JAC) zusammenarbeiten. Durch die steigende Zahl der JAC-Mitglieder steigt auch die Schnittmenge der abgedeckten Lieferanten. So werden mehrfache Audits vermieden.

Auf Basis dieser Auskünfte und Auditergebnisse klassifizieren und bewerten wir Lieferanten nach CR-Kriterien (Stufe 3). Dies erfolgt anhand von Lieferanten-Scorecards img, die uns auf einen Blick eine Bewertung der Nachhaltigkeitsleistungen von Lieferanten sowie Vergleiche mit anderen Zulieferern ermöglichen. Alle verfügbaren nachhaltigkeitsrelevanten Informationen (aus dem Informationssystem E-TASC, eigenen Recherchen, Audits und Präqualifizierungsergebnissen) fließen in die Bewertung unserer Top-Lieferanten ein.

Werden akute Probleme festgestellt, arbeiten wir in enger Kooperation mit unseren Lieferanten daran. Die Nachhaltigkeitsleistung dieser Lieferanten verbessern wir in einem Prozess, der auf einen langfristigen und dauerhaften Fortschritt ausgelegt ist. Dies geschieht vor allem über unser Entwicklungsprogramm für Lieferanten (Stufe 4) und über Workshops zu Nachhaltigkeitsthemen. 2016 führten wir Workshops mit vier Lieferanten durch. Bei signifikanter Missachtung unserer Anforderungen starten wir einen Eskalationsprozess img, um eine schnelle Lösung gemäß den Nachhaltigkeitsstandards der Deutschen Telekom herbeizuführen. Die Ergebnisse der Lieferantenprüfungen und Abhilfemaßnahmen werden zentral erfasst.

Antonio Veloso

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Antonio Veloso

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Klimaschutz

So schützen wir das Klima

„Wir übernehmen Verantwortung für eine klimafreundliche Gesellschaft“: So lautet ein wichtiges Handlungsfeld unserer CR-Strategie. Unser 2013 beschlossenes konzernweites Klimaschutzziel zahlt darauf ein. Wir wollen unsere CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber 2008 um 20 Prozent senken (ohne T-Mobile US). Um dies zu erreichen, haben wir verschiedene Maßnahmen definiert und Messinstrumente entwickelt.

Messbare Erfolge im Klimaschutz
Mit verschiedenen Kennzahlen (Key Performance Indikatoren, KPI img) messen wir die Wirksamkeit unserer Klimaschutzmaßnahmen. Zugleich machen wir damit die Fortschritte auf dem Weg zu unserem Klimaziel für unsere Stakeholder img transparent. Seit 2016 erfassen wir zwei neue KPIs: „Carbon Intensity“ und „Energy Intensity“. Sie setzen unsere CO2-Emissionen bzw. unseren Energieverbrauch mit dem transportierten Datenvolumen in Beziehung. Perspektivisch sollen diese neuen Kennzahlen unseren bisherigen KPI „Energieverbrauch“ ersetzen, der den Energieverbrauch ins Verhältnis zum Umsatz stellt. Im Gegensatz dazu beschreiben die neuen KPI die konkrete Entwicklung der Energie- und Emissionseffizienz unseres Netzes und schärfen dadurch den Bezug zu unserem Kerngeschäft.

Direkte und indirekte Emissionen
Wir messen unsere CO2-Emissionen auf Grundlage des international anerkannten GHG-Protokolls. Dieser Standard unterscheidet drei Kategorien von CO2-Emissionen (Scope 1, 2 und 3). Scope-1- und Scope-2-Emissionen img verwenden wir, um unseren KPI „CO2-Emissionen“ zu berechnen. Seit 2013 erheben wir zudem alle relevanten Scope-3-Emissionen img unseres Deutschlandgeschäfts und seit 2015 die Emissionen verschiedener Landesgesellschaften.

Andreas Kröhling

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Andreas Kröhling

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Scope-3-Emissionen erfasst

Indirekte Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette – sogenannte Scope-3-Emissionen– machen den größten Teil unserer Gesamtemissionen aus. Die Erfassung dieser Emissionen erlaubt uns, auf Unternehmens- und Produktebene gezielt Maßnahmen zu ergreifen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern.

CO2e-Emissionen (Scope 1-3)

Interaktive Grafik

  • 44%
  • 2%
  • 21%
  • 34%
  • Emissionen aus vorgelagerten Aktivitäten

    Scope 3

    6 606 kt CO2e

    Transportdienst­leistungen, erworbene Produkte und Dienstleistungen, Kapitalgüter, Produktionsabfälle, Energie- und Kraftstoffvorketten, Geschäftsreisen und Weg zur Arbeit.

    Emissionen aus den eigenen Aktivitäten der Telekom

    Scope 1

    290 kt CO2e
    Betrieb der Anlagen, Gebäude und Fahrzeuge der Deutschen Telekom.
    Emissionen aus eingekaufter Energie

    Scope 2

    3 130 kt CO2e
    Erzeugung der von der Deutschen Telekom eingekauften Mengen Strom- und Fernwärme.
    Emissionen aus nachgelagerten Aktivitäten

    Scope 3

    5 095 kt CO2e
    Transport verkaufter Produkte zum Kunden, Nutzung verkaufter und vermieteter Produkte sowie Entsorgung und Verwertung verkaufter Produkte.
Für mehr Informationen klicken Sie bitte auf die Prozent-Werte.

Seit 2016 legen wir konzernweit die Scope-3-Emissionen img vollständig offen. In Deutschland betrugen diese 4 879 850 Tonnen CO2-Äquivalente img, ca. 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die leichte Steigerung ist u.a. auf die steigende Anzahl von Mietgeräten bei unseren Kunden sowie die höheren Investitionen in den Netzausbau zurückzuführen. Grundsätzlich lag der Schwerpunkt der Emissionen wie in den Vorjahren bei den Emissionen durch den Gebrauch von uns verkaufter oder vermieteter Endgeräte mit rund 40 Prozent Anteil. Ebenfalls bedeutsam sind die Emissionen aus dem Einkauf von Technologie für den Aufbau unserer Netze sowie aus dem Einkauf von Endgeräten sowie anderen Waren und Dienstleistungen.

Bereits seit 2015 legen wir die Emissionen unserer wesentlichen europäischen Landesgesellschaften offen. 2016 kam die amerikanische Tochter T-Mobile USA dazu. Bei den Landesgesellschaften zeigt sich eine ähnliche Verteilung der Quellen wie in Deutschland. Nur in Landesgesellschaften ohne relevantes Festnetz-Geschäft wie Österreich, Polen oder den Niederlanden liegt die Hauptquelle der Scope-3-Emissionen im Bereich der eingekauften Produkte und Dienstleistungen.

Überblick Scope-3-Emissionen (t CO2e)
Landesgesellschaft 2015 2016  Jahresvergleich
Ungarn 508 909 572 533
 
Kroatien 403 033 320 386
 
Slowakei 207 182 265 095
 
Griechenland 1 333 851 1 240 755
 
Rumänien 497 635 428 305
 
Österreich 108 236 116 802
 
Tschechien 189 951 188 179
 
Niederlande 189 836 190 656
 
Polen 326 503 361 560
 
USA 2 928 545 3 137 648
 
Summe 693 381 821 919
 
Andreas Kröhling

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Mehr Grünstrom in europäischen Landesgesellschaften

Für den Strombezug aus erneuerbaren Quellen haben wir unsere europäischen Landesgesellschaften motiviert einen Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Stromverbrauch um mindestens 10 Prozent über dem des jeweiligen nationalen Energiemixes anzustreben. In der Tat konnten wir den Anteil erneuerbarer Energien in den Landesgesellschaften weiter erhöhen. Konzernweit lagen wir Ende 2016 im Gesamtdurchschnitt bei einem Anteil erneuerbarer Energien von knapp 33 Prozent.

Im Durchschnitt lag der Anteil erneuerbarer Energien damit bei knapp 10 Prozentpunkten über dem jeweiligen Landesmix*. Hierfür können die Landesgesellschaften auch den Erwerb von Zertifikaten (Herkunftsnachweis img) für Strom aus erneuerbaren Quellen berücksichtigen. Trotz unserer Bemühungen konnten wir den angestrebten Zielwert für einige Landesgesellschaften nicht erreichen. Andere Landesgesellschaften wie Magyar Telekom, T-Mobile Niederlande sowie OTE in Griechenland gehen mit gutem Beispiel voran und decken ihren Strombedarf bereits zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien.

* Bei der Errechnung des Anteils erneuerbarer Energien am Strombezug wird der Landesmix zu Grunde gelegt, da keine Daten zum Anteil erneuerbarer Energien am Residualmix verfügbar sind. Der Anteil erneuerbarer Energien am Residualmix ist meistens niedriger als am Landesmix. Für Deutschland wird die gezahlte EEG-Umlage bei der Berechnung des Anteils an erneuerbaren Energien berücksichtigt.

Andreas Kröhling

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So betreiben wir energieeffiziente Netze

In Europa und den USA betreiben wir eigene Fest- beziehungsweise Mobilfunknetze. Der größte Anteil unseres Energiebedarfs geht auf den Betrieb der Netzinfrastruktur zurück. Im Interesse unserer Kunden steigern wir laufend die Kapazität und Leistung unserer Netze, um wachsende Datenmengen zu bewältigen und die Geschwindigkeit und Qualität der Datenübertragung zu verbessern. Gleichzeitig steigt dadurch jedoch auch der Energiebedarf. Um diesen zu reduzieren, verfolgen wir drei Ansätze:

  • Wir modernisieren unsere Netzinfrastruktur: Dazu stellen wir unter anderem auf IP-Technologie um, montieren hocheffiziente Klimageräte  und bauen nicht mehr benötigte Technik konsequent ab.
  • Wir optimieren die Bereitstellung und Umwandlung von Energie mithilfe von technischen Innovationen.
  • Wir nutzen energieeffizientere Technik zur Beleuchtung, Überwachung und vor allem Kühlung unserer Anlagen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei unser interner Energiedienstleister Power & Air Solutions, der Energie für die deutschen Konzerngesellschaften bereitstellt. Das Energiemanagement der Power & Air Solutions ist seit 2013 nach ISO 50001 zertifiziert.

Messung und Steuerung des Energiebedarfs
Eine wichtige Kennzahl zur Steuerung unserer Klimaschutzmaßnahmen ist der jährlich erhobene PUE-Wert img (Power Usage Effectiveness img). Den PUE-Wert für den Betrieb unseres Festnetzes in Deutschland wollen wir bis 2020 auf 1,4 senken. Für die nächsten Jahre prognostizieren wir einen weiteren Rückgang des Werts und sind zuversichtlich, das Ziel zu erreichen. So können wir den durch wachsende Datenmengen und neue Leistungsmerkmale zunehmenden Energiebedarf der Anlagen zum Teil kompensieren.

Forschung zu effizienten Netztechnologien
2016 konnten wir das Forschungsprojekt EARNI erfolgreich abschließen. Ziel des Projekts war es, die Netzauslastung und Energieeffizienz durch den Einsatz von sogenannter Mehrzwecktechnologie zu verbessern.

Andreas Kröhling

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Vielfalt

So machen wir uns für Vielfalt stark

Unser Ziel ist es, die Vielfalt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Quelle von Kreativität und Innovation zu fördern und zu nutzen. Unseren Beschäftigten bieten wir deshalb zahlreiche Möglichkeiten, sich beruflich und individuell zu entfalten – unabhängig von Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung, gesundheitlichen Voraussetzungen, ethnischer Herkunft, Religion und Kultur.

Den Frauenanteil in Fach- und Führungspositionen zu erhöhen, ist dabei für uns von zentraler Bedeutung. Als erstes DAX-30-Unternehmen wollen wir weltweit 30 Prozent der Führungspositionen im mittleren und oberen Management mit Frauen besetzen. Dazu haben wir die Initiative „Fair Share“ ins Leben gerufen.

Seit 2015 fördern wir mit unserer Kampagne zu unbewussten Denkmustern die Wertschätzung von Vielfalt im Konzern. Mit Erklärvideos und praxisorientierten Workshops zeigen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welchen Einfluss unbewusste Vorurteile auf unser Denken, Fühlen und Handeln haben und wie diese überwunden werden können. Allein 2016 haben wir in Deutschland mehr als 90 Workshops als Präsenz- oder Online-Veranstaltungen durchgeführt. Die Rolle der Führungskräfte als Vorbild und Botschafter für Vielfalt stärken wir unter anderem im Rahmen von Multiplikatoren- und Mentorenprogrammen. Viele unserer Beschäftigten engagieren sich zu verschiedenen Facetten des Themas Vielfalt, zum Beispiel in internen Initiativen wie queerbeet, dem Netzwerk lesbischer, schwuler, bi- und transsexueller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, oder in den zahlreichen Frauennetzwerken, die sich dank des großen Engagements im Konzern etabliert haben. Wichtige Grundlagen für unsere Maßnahmen bilden unsere Diversity Policy, die Guiding Principles sowie unsere Employee Relations Policy und die Sozialcharta der Telekom. Wir sind zudem Gründungsmitglied der Charta der Vielfalt. Weitere Informationen für Investoren und Ratingagenturen finden sich hier.

Bereits bei der Einstellung achten wir auf eine vielfältige Belegschaft und berücksichtigen nicht nur klassische Bildungswege. Gute Beispiele sind die Einstiegsqualifizierung für sozial- und bildungsbenachteiligte Jugendliche oder die Ausbildung beziehungsweise das Studium in Teilzeit für alleinerziehende Mütter und Väter.

Damit alle Beschäftigten ihre Fähigkeiten bestmöglich einbringen können, unterstützen wir die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben mit einem umfangreichen Work-Life-Portfolio. Dazu gehören Angebote für Kinderbetreuung und zur Unterstützung bei der Pflege von Familienangehörigen, die auch über die gesetzlichen Regelungen hinausreichen. Beispiele hierfür sind verschiedene Möglichkeiten, die Arbeitszeit zu reduzieren, sowie das Rückkehrrecht aus Teilzeit. Alle Beschäftigten können jederzeit wieder zu ihrer vollen Wochenarbeitszeit zurückkehren. Zusätzlich haben wir im Jahr 2016 Lebensarbeitszeitkonten eingeführt, mit denen unsere Mitarbeiter unter anderem eine befristete Auszeit nehmen können.

Unsere Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt werden von uns kontinuierlich auf ihre Wirksamkeit überprüft. Die Ergebnisse veröffentlichen wir beispielsweise im Fair-Share- oder im Work-Life-Bericht der Telekom. Mittlerweile können wir einen Anteil von 40 Prozent Frauen im Konzernaufsichtsrat verzeichnen. Auch der Anteil der Beschäftigten in Teilzeit steigt kontinuierlich an. Derzeit sind deutschlandweit 13,4 Prozent der tariflichen Mitarbeiter und 20,7 Prozent der Beamten in Teilzeit beschäftigt. Beim Anteil schwerbehinderter Beschäftigter liegen wir in Deutschland stets deutlich über der gesetzlichen Quote vonProzent.

Sie haben Fragen zu diesem Thema? Fragen Sie unseren Experten:

Anke Reger
Anke Reger
Yvonne von de Finn
Yvonne von de Finn

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