CR Governance

Die Telekom hat eine integrierte Governance-Struktur für CR geschaffen, um die strategische Steuerung und die operative Umsetzung im gesamten Konzern eng miteinander zu verzahnen. Die Gesamtverantwortung für CR liegt beim Vorstand der Deutschen Telekom. So stellt der Konzern sicher, dass Nachhaltigkeitsaspekte verbindlich in alle unternehmerischen Tätigkeiten integriert werden, und unterstreicht damit sein Bekenntnis zu gesellschaftlichem Engagement.

Organisationsstruktur

Als einer der Treiber der Erneuerung unseres Unternehmens ist der CR-Bereich organisatorisch in der Einheit Group Transformational Change & Corporate Responsibility (GCCR) angesiedelt. Aufgabe der beim Personalvorstand verankerten Einheit ist es, die Unternehmenskultur mit Schwerpunkt auf Innovation, Eigenverantwortung, unternehmerische Initiative („Entrepreneurship“) und gesellschaftliche Verantwortung weiterzuentwickeln.

Eine weitere Säule der CR-Governance-Struktur ist das HR Leadership Team (HR LT). Dabei handelt es sich um ein Beratungs- und Beschlussgremium für den Vorstandsbereich Human Resources (HR). Es setzt sich aus Führungskräften eine Ebene unterhalb des Konzernvorstands HR zusammen und entscheidet unter anderem über konzernweite Richt- und Leitlinien, Positionierungen zu CR und die strategische Ausrichtung des CR-Bereichs.

Der CR-Bereich und das HR LT werden im CR-Management und bei der Entwicklung von Vorschlägen zur CR-Strategie durch das CR-Board beraten und unterstützt.

Für die operative Umsetzung der CR-Strategie sind die CR-Manager der jeweiligen Geschäftseinheiten und Landesgesellschaften verantwortlich. Um ihre Aufgaben zu koordinieren und voneinander zu lernen, arbeiten sie im internationalen CR-Manager-Netzwerk intensiv zusammen.

Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit in allen Geschäftsprozessen und im Alltag unserer Mitarbeiter zu verankern. Hierzu trägt unser Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagementsystem (Health, Safety and Environment, HSE ) bei, das auf den internationalen Standards OHSAS 18001 für Arbeits- und Gesundheitsschutz und ISO 14001 für Umweltmanagement basiert. Derzeit sind konzernweit rund 72 Prozent unserer Mitarbeiter in einer Gesellschaft mit ISO 14001-Zertifizierung beschäftigt (Stand Februar 2015). Außerdem arbeiten rund zwei Drittel unserer ausländischen Beschäftigten in einem Unternehmen mit OHSAS 18001-Zertifizierung. In Deutschland erfüllen wir durch die Einhaltung der geltenden gesetzlichen Regelungen die wesentlichen Anforderungen einer Zertifizierung nach OHSAS 18001. Um möglichst viele Mitarbeiter in unser HSE -Management einzubeziehen, haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis Ende 2015 alle Gesellschaften im Ausland mit mehr als 50 Beschäftigten nach beiden Standards zertifizieren zu lassen.

Das CR-Controlling der Deutschen Telekom übernimmt bei der Steuerung unserer CR-Aktivitäten eine wichtige Funktion. Seit fünf Jahren wird es durch ein IT-basiertes Datenerfassungssystem unterstützt. Das System stellt einen transparenten Berichterstattungsprozess von ESG  (Environmental, Social und Governance) -Daten und -Kennzahlen sicher. Es unterstützt einheitliche und verbindliche Abläufe auf Konzern- und Landesebene und ermöglicht konzerninterne Vergleiche („Benchmarks“). Durch die IT-Unterstützung stehen uns mehr Kapazitäten für eine umfassende Analyse der ESG -Daten zur Verfügung. So können wir beispielsweise besser erkennen, ob wir unsere CR-Ziele erreichen. Im Berichtszeitraum nahmen zehn weitere T-Systems-Landesgesellschaften erstmals an der Erfassung der ESG -Daten teil. In einem ersten Schritt berichteten sie ihre für das Klimaschutzziel relevanten Energiedaten. Die in den ESG  KPI  „Energieverbrauch“ und „CO2-Emissionen“ abgebildeten Einheiten repräsentieren damit 99 Prozent des Konzernumsatzes.

Die Daten nutzen wir zur Berechnung unserer ESG  KPI , mit denen wir unsere CR-Leistung konzernweit messen. Im Jahr 2014 haben wir die KPI  auf ihre Tauglichkeit zur Steuerung und Kommunikation von CR-Aktivitäten überprüft und, wo nötig, angepasst. Im Zuge der Überprüfung bereiteten wir außerdem die Einführung neuer KPI  vor. Um die Steuerungsrelevanz unseres ESG  KPI  „Energieverbrauch“ zu erhöhen, wollen wir unseren Energieverbrauch im Verhältnis zum durchschnittlichen Verbrauch pro Produktgruppe („Kundenäquivalent“) abbilden. Geplant sind außerdem drei KPI  zur Wirkungsmessung des gesellschaftlichen Engagements. Sie sollen ab 2015 in unsere Berichterstattung aufgenommen werden und unseren Aufwand, die unterstützten Aktivitäten und deren Ergebnisse darstellen.

Reporting von ESG -Kennzahlen außerhalb des CR-Berichts.
Als wichtige interne Steuerungsgrößen nutzen wir die ESG  KPI  „Energieverbrauch“ und „CO2-Emissionen“ auch zur internen Berichterstattung. Diese sind Bestandteil zweier an den Gesamtvorstand adressierter Berichte: Einmal pro Quartal wird der „Management Report HR DT Group“ mit diesen beiden KPI  um wesentliche CR-Informationen ergänzt. Ab 2015 nutzen wir darüber hinaus einen jährlichen „Klimaschutzbericht“ sowie einen mehrfach im Jahr erstellten Controlling-Bericht, um den Konzernvorstand über unsere Fortschritte bei der Umsetzung des Klimaschutzziels zu informieren.

Im Rahmen der schrittweisen Zusammenführung unserer Geschäftsberichts- und CR-Berichtsprozesse haben wir auch in unserem Geschäftsbericht ESG  KPI  integriert. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel Finanzen.