Cyber Security

Hackerangriffe werden stetig professioneller, die Schäden größer. Täglich tauchen rund 100 000 neue Varianten von Schadsoftware auf, mehr als doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. Als verantwortungsvoller ICT -Anbieter stellen wir uns diesem Trend entgegen. Es gehört zu unserem Geschäftsmodell, unseren Kunden ein hohes Maß an Sicherheit zu gewähren und die Daten und Infrastrukturen unserer Nutzer konsequent vor unerlaubtem Zugriff zu schützen.

Es ist uns ein zentrales Anliegen, unsere Kunden vor Gefahren aus dem Netz zu schützen, sie zu warnen und ihnen zu helfen, wenn sie Opfer von Cyberangriffen wurden. Im Geschäftsfeld „Cyber Security“ bündeln wir unsere Kompetenzen und schaffen so die nötigen Kapazitäten, um Cyberangriffe nicht nur frühzeitig zu erkennen, sondern auch schnell Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Zudem entwickeln wir laufend neue Verfahren zur Abwehr von Angriffen. Dazu haben wir im April 2014 ein eigenes Cyber Defense Center eingerichtet, in dem wir Verhaltensmuster im Netz analysieren und Verteidigungsstrategien erarbeiten.

Kooperationen im Dienste der Sicherheit
Cyber Security ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Weltweit arbeiten wir mit Forschungseinrichtungen, Industriepartnern, öffentlichen Institutionen und anderen Internet-Dienstleistern zusammen, um der Cyberkriminalität entgegenzutreten und die Internetsicherheit zu verbessern. Beispielsweise tauschen wir uns regelmäßig mit Anti-Virus-Anbietern über neue Schadprogramme aus. In unserer Geschäftskundensparte haben wir eine Partnerschaft mit dem kalifornischen Cybersecurity-Spezialisten FireEye geschlossen. Gemeinsam bieten wir Unternehmenskunden in Europa einen ganzheitlichen Service, um Unternehmen schnell und wirkungsvoll vor IT-Spionage und Cyberattacken zu schützen.

Mit dem Ziel, die Zusammenarbeit in der digitalen Gefahrenabwehr weiter zu verbessern, veranstalten wir zusammen mit der Münchner Sicherheitskonferenz außerdem regelmäßig den Cyber Security Summit. Das dritte dieser Gipfeltreffen zwischen hochrangigen Politikern und Wirtschaftsvertretern fand im November 2014 in unserer Konzernzentrale in Bonn statt.

Im Fokus der Cyberkriminalität stehen Angriffe auf wertvolle Patente, Technologie und anderes Firmen-Know-how. Der von den Angreifern verursachte Schaden ist häufig schwer abzuschätzen. Mit unserem am 16. April 2014 in Bonn eröffneten neuen Cyber Defense Center, bündeln wir unsere Expertise und können so mögliche Cyberangriffe noch früher erkennen, abwehren und verfolgen. Die Erkenntnisse aus dem Cyber Defense Center nutzen wir nicht nur zum Schutz unserer eigenen Infrastruktur, sondern auch, um IT-Sicherheitslösungen für unsere Kunden zu entwickeln.

Herzstück des Zentrums ist ein System zur Analyse von Angriffen. Mit ihm verfolgen wir eine fokussierte Abwehrstrategie: Sie setzt weniger auf breit gestreute Prävention als vielmehr auf die gezielte Analyse von Verhaltensmustern, die auf Cyberangriffe hinweisen. So können wir die zu prüfenden Datenmengen erheblich reduzieren und schneller zu Gegenmaßnahmen übergehen. Ferner nutzen wir zur Analyse ein intelligentes Frühwarnsystem, das Schwachstellen an unterschiedlichen Geräten, die mit dem Internet verbunden sind, fingiert. Mit diesen sogenannten Honigtöpfen werden Attacken provoziert, deren Ursprung sichtbar gemacht und die Art des Angriffs dokumentiert. Derzeit betreibt die Telekom 180 dieser Honigtöpfe. Mit ihnen registrierten wir 2014 täglich mehr als eine Million Angriffe. 2012 lag die Zahl noch bei 300.000. Tagesaktuelle Zahlen hierzu sowie weitere statistische Auswertungen veröffentlichen wir auf http://www.sicherheitstacho.eu.

Das neue Zemtrum ist hervorgegangen aus unserem Telekom Cyber Emergency Response Team (CERT), das international das Management von Sicherheitsvorfällen für alle Informations- und Netzwerktechnologien der Telekom verantwortet.

Mit der Gründung des Cyber Defense Center bauen wir unsere eigene Expertise in der Cyber Security kontinuierlich aus. Hierzu haben wir für unsere eigenen Mitarbeiter ein Weiterbildungsprogramm zum „Cyber Security Professional“ geschaffen, das von der IHK Köln zertifiziert wurde.

 

Am 3. November 2014 richteten die Münchner Sicherheitskonferenz und die Deutsche Telekom zum dritten Mal ihren gemeinsamen Cyber Security Summit (CSS) aus. Zu dem Treffen, das wie in den Jahren zuvor in unserer Konzernzentrale in Bonn stattfand, erschienen rund 180 Experten und Entscheider, um über die digitale Verteidigung in einer zunehmend vernetzten Welt zu diskutieren. Neben Vertretern der Bundesregierung, der EU, der NATO und der US-Regierung beteiligten sich zahlreiche Top-Manager international führender Unternehmen an den Diskussionen.

Der CSS bot Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik Gelegenheit zum persönlichen Austausch über künftige Bedrohungen aus dem Cyberraum sowie die Weiterentwicklung der zu ihrer Abwehr nötigen Sicherheitsstrategien. Im Fokus standen die Themen: Schutz kritischer Infrastrukturen, Spannungsfeld zwischen Datenschutz und Datensicherheit sowie Aufklärungsbedarf und Vorbeugung. Außerdem wurde der CSS genutzt, um erneut Impulse für eine vernetzte digitale Gefahrenabwehr zu setzen.

Cyber Security Summit for Kids
Erstmals veranstalteten wir im Anschluss an den CSS am 4. November 2014 auch ein Spitzentreffen speziell für Kinder. Die Veranstaltung hatte das Ziel, die teilnehmenden Kinder für den Umgang mit moderner Kommunikationstechnologie fit zu machen.