Zukunftsweisende Arbeitswelt

Für das Jahr 2014 haben wir fünf Schwerpunkte für unsere Personalarbeit gesetzt, mit denen wir unser HR-Leitbild konkretisieren: die „HR Big 5“.

HR Big 1 – Total Workforce geschäftsorientiert gestalten.
Eines der wichtigsten Themen heute und auch in den nächsten Jahren ist der Wandel des Konzerns und die Anpassung an neue Geschäftsmodelle, die wir durch unsere Transformationsprogramme wesentlich unterstützen. Mit diesen Programmen passen wir den Personalbestand an die mittelfristige Geschäftsplanung an. In Wachstumsfeldern, in denen neue Arbeitsplätze entstanden sind, haben wir zudem in Deutschland unsere HR-Initiative „intern vor extern“ erfolgreich umgesetzt, mit der wir bei Stellenbesetzungsprozessen internen Bewerbern den Vorzug geben.

HR Big 2 – Führungskompetenz und Leistungsorientierung ausbauen.
Die Kompetenzen unserer Führungskräfte und die Leistungsorientierung unserer Beschäftigten sind für uns zwei wesentliche Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb. Daher haben wir unser Führungsmodell neu ausgerichtet und einheitliche, konzernweit gültige Führungsgrundsätze etabliert. Sie adressieren insbesondere die Themen Zusammenarbeit („collaborate“), Innovation („innovate“) und Leistungsförderung („empower to perform“). Diese Aktivitäten bündeln wir in unserer HR-InitiativeLead to win“.

HR Big 3 – Beschäftigungsfähigkeit der Belegschaft fördern.
Zur Umsetzung dieses strategischen Schwerpunkts tragen insbesondere folgende Initiativen bei:

„Education 3.0“ ist darauf ausgerichtet, das Know-how unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszubauen und Qualifizierung in Richtung der zukünftig stark nachgefragten Kompetenzen voranzutreiben.
Mit unseren Diversity-Maßnahmen unterstützen wir die unterschiedlichen Aspekte von Vielfalt im Konzern, von der Erhöhung der Frauenquote über die Förderung von Internationalität bis hin zu unserem ganzheitlichen „Demografie- und Work-Life-Management“.

HR Big 4 – Umsetzungsfähigkeit im Unternehmen erhöhen.
Steigende Arbeitsmengen und eine immer stärkere inhaltliche Differenzierung lassen die Anforderungen an unsere Beschäftigten stetig steigen. Wir unterstützen unsere Beschäftigten dabei, sich schnell auf veränderte Anforderungen einstellen zu können. Moderne Arbeitsplätze, Arbeitszeitmodelle und Arbeitsformen bilden hierbei den Rahmen für unser Konzept der flexiblen Arbeitswelten.

HR Big 5 HR-Produkte einfach umsetzen.
In unserem fünften Schwerpunkt geht es darum, die Effizienz unserer HR-Bereiche zu erhöhen und die HR-Produkte und -Services fortlaufend entlang der Geschäftsbedarfe auszurichten. Darüber hinaus wollen wir die für HR-Prozesse genutzte IT weiter harmonisieren, vereinfachen und integrieren.

Mit dem Konzernprogramm „Future Work“ wollen wir zukunftsweisende Arbeitswelten schaffen, die ein kommunikatives und leistungsorientiertes Arbeitsklima, Innovationsvielfalt sowie Agilität fördern. Wir wollen den Kulturwandel von der Präsenz- hin zu einer Ergebniskultur. Dieser Anspruch soll auch durch die Gestaltung von modernen Arbeitswelten unterstützt werden: Offene Büros und die Möglichkeit, sich Arbeitsplätze flexibel zu teilen („Desk-Sharing“), unterstützen die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und geben den Beschäftigten mehr Flexibilität bei der Organisation ihrer täglichen Arbeit. Nach einer im Jahr 2013 begonnenen Pilotphase beschloss der Vorstand der Deutschen Telekom im September 2014 die konzernweite Einführung von „Future Work“.

„Future Work“ bei T-Systems München
Ein erfolgreiches „Future Work“-Projekt startete im Juni 2014 bei T-Systems München. Dazu wurde am Standort Dachauer Straße eine moderne Büroumgebung mit rund 100 Desk-Sharing-Arbeitsplätzen sowie unterschiedlichen Sonderarbeitsbereichen wie Kreativinseln und Rückzugsräumen geschaffen. Bis zu 180 Beschäftigte erprobten hier gemeinsam verschiedene moderne Arbeitsformen. Die Projektteilnehmer äußerten sich durchweg zufrieden, auch die positiven Auswirkungen flexibler Arbeitsstrukturen auf die Work-Life-Balance und die Motivation wurden bestätigt. Die konzernweit anvisierte Desk-Sharing-Quote von 1 zu 1,3, das sind zehn Arbeitsplätze für 13 Beschäftigte, konnte deutlich übertroffen werden – ein gutes Signal für künftige „Future Work“-Projekte.

Die Telekom will die länder- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit in virtuellen Teams fördern und den Wissensaustausch, den Unternehmergeist und die Innovationskraft ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken. Von April bis Juni 2014 luden wir unsere Beschäftigten zum konzernweiten Massive Open Online Course (MOOC) ein. Mehr als 3 600 Beschäftigte aus 27 Ländern registrierten sich für den Kurs zum Thema „Teile deinen Unternehmergeist“, den wir in Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg durchführten. In 140 interdisziplinären, internationalen Teams wurden Ideen zu neuen Produkten und Services für künftige Kundenbedürfnisse in einer zunehmend digitalisierten Welt entwickelt; die Prototypen wurden von Teilnehmern wie auch ausgewählten Externen durch Feedback und Diskussionsbeiträge im Online-Forum bewertet. Am Ende des Kurses sind 100 innovative Ideen entstanden – von der Weiterentwicklung der alten Telefonzellen zur Ladestationen für eCars, eBikes und smart devices, über einen App - und Cloud-Übersetzungsservice für Hör- und Sprachgeschädigte bis zum digitalen Modeberater.

Das innovative Bildungsangebot dient nicht nur der persönlichen Weiterentwicklung, sondern stärkt auch eine auf Zusammenarbeit und Teilhabe ausgerichtete Unternehmenskultur. Auch die messbare Bilanz ist positiv: 72 Prozent der Teilnehmer beendeten den ersten Corporate MOOC der Telekom erfolgreich; so gut wie alle (98 Prozent) gaben an, gern erneut an einem MOOC teilnehmen zu wollen.