Klimaschonende Mobilität.

  • Durchschnittlicher CO2-Ausstoß aller Pkw-Neuwagen von 125 auf 120g CO2/km gesenkt.
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  • 23 700 Mitarbeiter nutzen Jobtickets für den Weg zur Arbeit.
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Mit rund 28 000 allein in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen (einschließlich Transportern und Kleintransportern) ist unsere Firmenflotte eine der größten Europas. Der CO2-Ausstoß des gesamten Fuhrparks entspricht etwa 10 Prozent unserer direkten und indirekten Emissionen (Scope 1 und 2 nach Greenhouse Gas Protocol) in Deutschland. Maßnahmen für eine nachhaltige, emissionsarme Mobilität leisten deshalb einen wichtigen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaschutzziele im Rahmen unseres CR-Handlungsfeldes „Klimafreundliche Gesellschaft“.

Um die Treibhausgasemissionen ihres Fuhrparks zu verringern, verfolgt die Telekom eine Dreisäulenstrategie:

  • „Rightsize“: Mit der Auswahl moderner, sparsamer Fahrzeuge streben wir eine ökologische Ausrichtung unserer Firmenflotte an. Bei der Auswahl von Service-Fahrzeugen wählte der Mobilitätsdienstleister der Telekom, die Telekom MobilitySolutions, schon in der Vergangenheit gezielt schadstoffarme Modelle aus. Dieser Aspekt wird nun auch im Bereich Geschäftsfahrzeuge stärker berücksichtigt. Die Green Car Policy  gibt hierfür den Weg vor.
  • „Econimize“: Durch spezielle Fahrtrainings schulen wir unsere Firmenwagenfahrer in einer verbrauchsmindernden und damit emissionsarmen Fahrweise.
  • „Substitute“: Mit dem Ziel, künftig schadstoffärmere Antriebssysteme einsetzen zu können, erproben wir verschiedene Mobilitätskonzepte.
Neuwagen: CO2-Emissionen auf 120 g/km gesunken.

Mithilfe der strengen Vorgaben unserer Green Car Policy  konnten wir im Berichtszeitraum weitere Erfolge auf dem Weg zu einer nachhaltigen Flotte erzielen: Dabei sank der durchschnittliche CO2-Emissionswert neuer Geschäftsfahrzeuge von 131 g/km im Jahr 2011 auf 128 g/km (bezogen auf die Normverbrauchsangaben der Hersteller). Werden die Service-Fahrzeuge in die Berechnung einbezogen, konnte der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller Pkw-Neuwagen von 125 auf 120 g/km gesenkt werden. Damit erreichen wir bereits heute die in den Klimaschutzzielen der Europäischen Union bis 2015 angestrebten Grenzwerte für Neuwagen von 120 g/km und liegen deutlich unter dem aktuellen Bundesdurchschnitt von 142 g/km CO2 (reine Herstellerdaten nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts).

CR-Bericht des Vorjahres

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Am 1. April 2010 führte die Telekom Deutschland ihre Green Car Policy  für Geschäftsfahrzeuge ein und überarbeitete damit ihre bisherige Fahrzeugbeschaffungsstrategie unter ökologischen Aspekten. Die Policy schreibt ein CO2-basiertes Auswahlverfahren für die Beschaffung neuer Geschäftsfahrzeuge vor. Darunter fallen bei der Telekom Fahrzeuge mit privater Nutzungsmöglichkeit, die Beschäftigte aufgrund ihrer Stellung oder Funktion vom Unternehmen gestellt bekommen.

Ziel ist es, dadurch und durch die Auswahl verbrauchsarmer Service-Fahrzeuge die Normemissionswerte neuer Pkws der gesamten Fahrzeugflotte bis 2015 auf durchschnittlich 110 g/km zu senken. Das entspricht einem Durchschnittsverbrauch von 4,2 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Bereits heute bietet Telekom MobilitySolutions ausschließlich Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von maximal 190 g/km an.

Um die Benutzer von Geschäftsfahrzeugen zur Auswahl verbrauchsarmer Modelle zu motivieren, wurde im Zuge der Green Car Policy  zum 1. April 2010 ein Bonus-Malus-System eingeführt. Die Beschäftigten werden an den höheren Mobilitätskosten und der höheren Umweltbelastung durch einen monetären Malus beteiligt, sollten sie sich für ein Fahrzeug mit hohem CO2-Ausstoß entscheiden. Bei der Wahl eines besonders umweltfreundlichen Fahrzeugs erhält der Benutzer einen Bonus in Relation zu den eingesparten Kraftstoffkosten. Der Erlös der Malusbeträge kommt jedes Jahr Umweltprojekten zugute.

Kritische Bewertung durch die Deutsche Umwelthilfe.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat im Jahr 2012 wie in den Jahren zuvor die CO2-Emissionen verschiedener Dienstwagenflotten in Deutschland erhoben und rote, gelbe und grüne Karten verteilt. Die Deutsche Telekom erhielt neben sechs weiteren Unternehmen trotz vorbildlicher Firmenflotte die „Gelbe Karte“. Unter den 162 untersuchten Unternehmen erhielten nur vier eine „Grüne Karte“ und 151 Unternehmen eine „Rote Karte“. Darunter fielen automatisch die 112 Unternehmen, die keine Auskunft erteilt hatten. Die Telekom liegt damit innerhalb der besten 10 Prozent. Zur Begründung wies die DUH darauf hin, dass unser Umweltengagement zwar erkennbar, aber nicht ausreichend sei. Der CO2-Ausstoß der Vorstandsflotte der Telekom von durchschnittlich 185 g/km stehe im Widerspruch zu einem klimaschonenden Fuhrpark.

Wir setzen uns mit den Beanstandungen auseinander. Wir finden sie jedoch nicht in jedem Punkt zutreffend. So haben einzelne Vorstandsmitglieder völlig auf ein Fahrzeug verzichtet. Die Emissionen der verbleibenden sechs Vorstandsfahrzeuge wurden in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Außerdem schlagen diese unter den mehr als 23 000 Pkws unserer Gesamtflotte nur geringfügig zu Buche. Es gilt jedoch bei der Wahl der Dienstfahrzeuge die Vorbildfunktion des Vorstands zu berücksichtigen. Deshalb hat sich der Vorstand freiwillig der für Geschäftsfahrzeuge in Deutschland geltenden Green Car Policy  angeschlossen.

Mit ihr fördern wir konzernweit einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, mit dem Ziel, die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neufahrzeuge in unserer Flotte bis 2015 auf 110 g/km und damit unter das Ziel der Europäischen Union von 120 g/km zu senken. Hierbei sind auch die Vorstandsfahrzeuge einbezogen.

Fahrertraining: 1 600 Mitarbeiter geschult.

Als wichtigen Hebel zur Reduktion der CO2-Emissionen bieten wir den Nutzern unserer Dienstfahrzeuge Schulungen in einer verbrauchsmindernden Fahrweise an. 2012 nahmen rund 1 600 unserer Mitarbeiter an etwa 80 Öko-Drive-Trainings teil: Wir richteten das Angebot gezielt an Beschäftigte des Technischen Außendiensts, an Auszubildende der Deutschen Telekom sowie an gehörlose Mitarbeiter.

Wir werden das Öko-Drive-Angebot auf Konzernebene auch künftig fortsetzen. Für 2013 ist der Einsatz eines kombinierten Öko- und Fahrsicherheitstrainings für technische Bereiche der Telekom in Deutschland geplant. Als festen Bestandteil der Ausbildung veranstalten wir gemeinsam mit dem ADAC und der Unfallkasse Post weiterhin Öko-Fahrsicherheitstrainings für Auszubildende des zweiten Lehrjahrs. Fortgesetzt wird auch das Angebot an gehörlose Mitarbeiter.

CR-Bericht des Vorjahres

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Die Trainings sind eine effektive Maßnahme, um den Kraftstoffverbrauch der Fahrzeugflotte zu senken, und ein wesentlicher Beitrag der Telekom MobilitySolutions zum Erreichen der Klimaschutzziele der Telekom. Eine Studie zum Fahrverhalten von rund 540 Nutzern von Geschäftswagen bei T-Systems International aus dem Jahr 2011 zeigte Einspareffekte von rund 5 Prozent.

Einsatz von alternativen Antriebssystemen.

Die Erdgasflotte des Mobilitätsdienstleisters der Telekom, Telekom MobilitySolutions, hat sich in den letzten Jahren deutlich reduziert. Auch 2012 wurden von den Herstellern keine Fahrzeuge in den benötigten Kategorien angeboten. Trotzdem betrieben wir Ende 2012 noch immer eine Flotte von 93 Erdgasfahrzeugen, die im Vergleich zu herkömmlichen Autos weniger Schadstoffe und CO2 emittieren.

Neben Erdgasantrieben testet die Telekom seit Jahren den Einsatz anderer alternativer Antriebssysteme. Im Berichtszeitraum führten wir verschiedene Projekte fort und erprobten die Verwendbarkeit der Fahrzeuge für unseren Service:

Den im Frühjahr 2011 in Nordrhein-Westfalen gestarteten Pilotversuch mit zwei Elektrofahrzeugen von Renault konnten wir im Berichtszeitraum planmäßig abschließen. Dabei zeigte sich, dass die Fahrzeuge für spezielle Einsatzzwecke wie den Einsatz in Städten und Ballungszentren im Service durchaus tauglich sind, aber als Flottenfahrzeuge zu geringe Reichweiten haben. Dies zeigte sich auch bei dem Testbetrieb eines Elektrofahrzeugs von Volkswagen an einem Telekom-Standort in Berlin. Die tägliche Fahrleistung der E-Mobile darf 120 Kilometer nicht überschreiten.

Seit 2010 beteiligt sich die Deutsche Telekom außerdem am Projekt „e-Mobility Berlin“, einem der weltweit größten Feldversuche zum Einsatz von Elektroautos. Im Rahmen dieses Projekts testet die Telekom MobilitySolutions gemeinsam mit weiteren Konzerneinheiten den Einsatz von vier Elektroautos von Smart in der Praxis. Außerdem testen wir im gleichen Zeitraum zwei Smart electric drive in einem e-Mobility-Projekt am Standort Bonn. Die Projekte werden voraussichtlich noch bis 2014 fortgeführt. Innerhalb dieser Pilotprojekte können Mitarbeiter der Telekom seit 28. Januar 2013 Elektro-Smarts bei Dienstfahrten testen. Nach Voranmeldung können sie eines der E-Mobile von der Ladesäule abholen und für kurze Fahrten nutzen. Zwei der als Mietfahrzeuge genutzten Fahrzeuge haben ihren Standort in Berlin, eines in Bonn.

Klimaschutz bei Geschäftsreisen.

In Kooperation mit der Deutschen Bahn gestalten wir die Reisetätigkeit unserer Mitarbeiter in Deutschland möglichst klima- und umweltfreundlich. Seit Februar 2010 besteht eine Vereinbarung mit der Deutschen Bahn AG, durch die alle Bahnfahrten unserer Beschäftigten klimaneutral gestellt werden. Laut Zertifikat des TÜV Süd hat die Deutsche Telekom 2012 rund 4 500 Tonnen CO2 durch Investitionen in Klimaschutzprojekte kompensiert. Seit der Einführung der Kooperation im Februar 2010 wurden insgesamt rund 13 800 Tonnen CO2 ausgeglichen.

Klimafreundlicher Arbeitsweg.

Im Berichtszeitraum nutzten durchschnittlich 23 700 Mitarbeiter der Telekom in Deutschland eine vergünstigte Monatsfahrkarte – das sogenannte Jobticket – für den Arbeitsweg. Damit stagniert erstmals die Zahl der Nutzer gegenüber dem Vorjahr. Einer repräsentativen Befragung zufolge legen unsere Mitarbeiter für ihren Arbeitsweg zweimal am Tag durchschnittlich 30 Kilometer zurück. Gegenüber der Autonutzung ergibt sich hieraus ein CO2-Einsparvolumen von jährlich etwa 11 376 Tonnen. Zu dessen Berechnung wurde davon ausgegangen, dass ein Auto durchschnittlich 120 g CO2/km, der öffentliche Personennahverkehr 80 g CO2/km ausstößt.

Ein regionales Jobticketangebot steht an vielen deutschen Telekom-Standorten insbesondere in den großen Verkehrsballungsräumen zur Verfügung. Im Berichtszeitraum haben wir einen neuen Vertrag mit dem Verkehrsverbund Ruhr-Lippe (Ballungsräume: Hamm, Lüdenscheid, Unna) geschlossen. Hierdurch konnten zusätzlich 43 Mitarbeiter in diesem Verkehrsraum ein Jobticket nutzen. Weitere neue Angebote konnten im Berichtszeitraum mangels Nachfrage unserer Mitarbeiter nicht aktiviert werden.

Künftig wollen wir ein Jobticketangebot auch in den Verkehrsbereichen der Städte Kassel, Siegen und Schwäbisch-Hall einführen. Hierbei wollen wir den Beschäftigten an unseren Standorten gegen Gebühr Parkplätze zur Verfügung stellen und mit den Einnahmen die von uns angebotenen Jobtickets bezuschussen. So fördern wir einerseits den klimaverträglichen öffentlichen Personennahverkehr durch günstigere Jobtickets und schaffen andererseits die Voraussetzung für einen Rückbau beziehungsweise eine Begrünung von Parkflächen mit entsprechendem Klimaschutzeffekt.

Klimaschonende Mobilität in Landesgesellschaften.

Ein Telekommunikationsunternehmen benötigt für Wartungs-, Kundendienst- und andere Zwecke einen großen Fuhrpark. Daher gibt es ein erhebliches Potenzial für die Einführung klimafreundlicher Lösungen, wie beispielsweise sparsame Motoren und Elektrofahrzeuge.

  • Bei Makedonski Telekom tragen Navigationssysteme in den Fahrzeugen der Unternehmensflotte dazu bei, Kraftstoff zu sparen. Im Berichtszeitraum wurden 330 Fahrzeuge des Fuhrparks der Landesgesellschaften Makedonski Telekom und T-Mobile Macedonia mit Navigationssystemen ausgestattet.
  • Die montenegrinische Landesgesellschaft Crnogorski Telekom änderte ihre Einkaufspolitik und kauft jetzt Fahrzeuge mit kleineren Motoren (1,6 anstatt 2 Liter). Indem 9 Prozent aller Fahrzeuge der Firmenflotte ausgewechselt wurden, konnte das Unternehmen den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 8,6 auf 6,8 Liter pro 100 Kilometer senken. 
  • Mit der CarSharing-Lösung „T-ePower“ wird der gemeinsame Fuhrpark von T-Systems und T-Mobile Austria effizienter genutzt. Bisher wurden die 24 Pool-Autos per E-Mail oder Outlook-Kalender reserviert, eine Ad-hoc-Miete oder Abholung außerhalb der vorgegebenen Zeiten war nicht möglich. Mit „T-ePower“ erfolgt die Reservierung der Fahrzeuge über ein Buchungsportal: Das Fahrzeug wird nicht mehr mit einem Schlüssel, sondern per Anruf geöffnet, die Autoschlüssel und Papiere werden im Kofferraum des Fahrzeugs aufbewahrt. „T-ePower“ greift nicht in die Fahrzeugelektronik ein und ist dadurch unabhängig vom Fabrikat mit allen Pkw-Modellen kompatibel. 2012 hat T-Mobile Austria darüber hinaus einen Elektro-Smart in ihren Car-Sharing-Pool von derzeit rund 220 Autos aufgenommen.
  • Im September 2012 organisierte T-Mobile Czech Republic eine Informationskampagne während der europäischen Woche der Mobilität und veranstaltete einen Wettbewerb, um den umweltfreundlichsten Fahrer des Jahres bei T-Mobile zu finden. Die Kampagne richtete sich an Mitarbeiter von T-Mobile und beschäftigte sich mit Themen wie erneuerbare Ressourcen und Handy-Recycling.
  • Makedonski Telekom rief in einer Kampagne zum umweltfreundlicheren Autofahren auf und informierte dabei über eine sparsamere Fahrweise.
  • Im US-Bundesstaat Washington fördert T-Mobile USA die Bildung von Fahrgemeinschaften und die Nutzung von Mitfahrgelegenheiten durch Mitarbeiter. Das Programm soll die Mitarbeiter außerdem ermutigen, mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß zur Arbeit zu kommen oder Telearbeit zu nutzen. Um das Umweltbewusstsein auf dem Weg zur Arbeit zu fördern, bietet das Unternehmen Mitarbeitern, die am Programm teilnehmen, einen Zuschuss von 40 bis 75 Dollar pro Monat und/oder eine kostenlose Busfahrkarte an. Etwa 1 500 Mitarbeiter von T-Mobile nehmen an diesem Programm teil.