Abfallmanagement & Entsorgung.

  • 9 000 Tonnen Kabel umweltgerecht aufbereitet und bis zu 90 Prozent wiederverwertet.
    Mehr erfahren

Im Jahr 2012 hat sich die Abfallmenge der Deutschen Telekom im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Dessen Hauptbestandteile sind Büroabfälle und abgebaute Anlagen aus unserer bundesweiten Netzinfrastruktur. Um unser Abfallmanagement ressourceneffizienter zu gestalten, haben wir 2012 die im Dezember 2011 entwickelten neuen Ansätze im internationalen Waste Management in einen Abstimmungsprozess mit den Landesgesellschaften eingebracht. Die für 2012 geplante Implementierung in die operativen Prozesse und Systeme der Konzerneinheiten wurde jedoch verschoben, da die Abstimmungen noch andauern. Wesentlicher Bestandteil des internationalen Waste Management werden allgemein verbindliche Prinzipien und Key Performance Indikatoren (KPI) sein. Darauf basierend liegt die konkrete Formulierung von Zielen und Maßnahmen in der lokalen Verantwortung der Gesellschaften.

Experten steuern systematische Erneuerung des Netzes.

Vor dem Hintergrund des laufenden Ausbaus des All-IP-Netzes ist der Abbau veralteter und nicht mehr benötigter Technik eine wichtige Maßnahme, um in den kommenden Jahren Energie und Kosten zu sparen. Bei der Telekom in Deutschland überprüft das Projekt „Retire“, welche nicht mehr benötigten Baugruppen mit vertretbarem Aufwand vom Netz genommen werden können.

Durch die Abschaltung von Anlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von 4,51 MW im Jahr 2012 werden jährlich CO2-Emissionen in Höhe von 18 213 Tonnen vermieden. Anschließend werden die wertvollen Bauteile dem Recycling zugeführt.

Unter anderem wurde 2012 die gesamte Übertragungstechnik mit Bandbreiten unterhalb von 2 Mbit/s abgeschaltet. Dies entspricht für 2012 1,05 MW (2011: 2,4 MW) an eingesparter elektrischer Leistung und einem um 3 941 Tonnen verminderten jährlichen CO2-Ausstoß. Alle rund 25 000 Netzelemente der <2Mbit-Technik  werden der Wiederverwertung zugeleitet.

Neustrukturierung des Abfallmanagements bei T-Systems Czech Republic.

Die tschechische Landesgesellschaft von T-Systems hat ihr Abfallmanagementsystem im Berichtszeitraum grundlegend umstrukturiert. Die Entsorgung von Sondermüll (zum Beispiel Leuchtstofflampen, Batterien, Chemikalien et cetera) in Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften übernimmt nun ein Entsorgungsfachbetrieb. Außerdem wurden die Verantwortlichkeiten für die Abfallentsorgung innerhalb der Landesgesellschaft klar geregelt. Danach ist an jedem Standort jeweils ein Beauftragter für das Abfallmanagement zuständig. Die Logistikabteilung des Unternehmens verantwortet die Rückgabe und das Recycling des Elektroschrotts. Die Entsorgung des Restmülls übernimmt ein Entsorgungsfachbetrieb. Alle abfallbezogenen Informationen werden in einem internen System erfasst. Im Berichtszeitraum sammelte das Unternehmen 381 Kilogramm Elektroschrott und Batterien, 30 Kilogramm Kartuschen und 2 650 Kilogramm Altpapier.

Recycling von 9 000 Tonnen Kabel.

Im Jahr 2012 zog die Telekom allein in Deutschland mehr als 9 000 Tonnen Kupferkabel aus Kabelkanalanlagen. Diese werden in zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben umweltgerecht aufbereitet. Bis zu 90 Prozent des Materials werden anschließend wiederverwertet.

Im Zuge der Netzmodernisierung hat die Telekom eine Pilotstudie durchgeführt, um Ressourceneffizienz und den Beitrag zur CO2-Minderung beim Kabelrecycling quantitativ bewerten zu können. Zur Darstellung wurden Werte zu Energieverbrauch, Klimawandel und Ressourcenverbrauch verwendet. Die im März 2013 präsentierten Ergebnisse wiesen für das Recycling im Vergleich mit der Primärerzeugung von Kupfer deutlich geringere Treibhausgasemissionen aus. Der Ressourcenverbrauch beträgt beim Kabelrecycling lediglich einen verschwindend geringen Bruchteil im Gegensatz zur Primärerzeugung.

CR-Bericht des Vorjahres

Mehr erfahren

Metalle und Kunststoffe werden beim Recycling weitestgehend in hoher Qualität in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Bei der Zerlegung der Kabel und der Rückgewinnung des Kupfers entstehen lediglich minimale Produktionsverluste. Je nach Zusammensetzung werden dabei Wiederverwertungsquoten von etwa 70 bis 90 Prozent erreicht. Die Telekom veranlasst jährliche Kontrollen der Kabelzerlegebetriebe. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir, um die Zerlegeprozesse gemeinsam mit den beauftragten Unternehmen zu optimieren und maximale Kupferausbeuten zu erzielen. Mit dem im Abfallrecht geforderten Nachweisverfahren und zusätzlichen internen Transportbegleitscheinen gewährleisten wir eine hohe Entsorgungssicherheit und lückenlose Nachverfolgbarkeit.

Recycling von Elektronikschrott.

Angesichts der rasant zunehmenden Nutzung von Handys und Smartphones stellt sich ein ernstes Problem: Wohin mit den Altgeräten? Die Landesgesellschaften der Deutschen Telekom gehen dieses wichtige Problem konzernweit an.

In Polen sammelte PTC im Rahmen der Recyclingkampagne für Handys und Batterien im Berichtszeitraum 1 119,65 Kilogramm Handys, 669,23 Kilogramm Zubehör und 940,34 Kilogramm Ladegeräte.

Slovak Telekom suchte in einem vierwöchigen Wettbewerb im November und Dezember 2012 den größten „mobilen Umweltschützer“ des Unternehmens. Die Mitarbeiter sollten vor Weihnachten zu Hause aufräumen und alte Handys an ihrem Arbeitsplatz oder in einem der Shops von Slovak Telekom abgeben. Mit einer Wiederverwertungsquote von 90 Prozent war dabei umweltfreundliches Recycling sichergestellt. Insgesamt wurden im Rahmen dieses Wettbewerbs knapp 1 000 alte Handys zurückgenommen.

T-Mobile Czech Republic nimmt an einem Projekt teil, das Kinder für Recycling und Umweltschutz sensibilisieren soll. Dazu gehört auch ein Wettbewerb für Schulen, bei dem alte Telefone eingesammelt werden. Insgesamt wurden dabei 22 782 Telefone gesammelt. Die Gewinner wurden zu einer Preisverleihung in der Zentrale von T-Mobile eingeladen, wo sie auch die alternativen Energiequellen des Unternehmens besichtigen konnten.

Recyclingprogramme bei OTE und Cosmote.

In den beiden größten Bürogebäuden des Konzerns, in denen insgesamt etwa 4 000 Mitarbeiter beschäftigt sind, wurde ein systematisches Recyclingprogramm eingeführt. Im Rahmen dieses Programms werden Büropapier, Kunststoff, Aluminium und andere Verpackungsmaterialien, Batterien sowie Elektro- und Elektronikschrott wiederverwertet.

Im Berichtszeitraum setzten beide Unternehmen ihre Programme zur Überwachung der Abfalltrennung fort. Die verschiedenen Abfallarten werden erfasst und dann über Unterauftragnehmer an Recyclingunternehmen geliefert.

Recyclingwettbewerb bei Romtelecom.

Bei einem „Batteriesammelwettbewerb“ konnten Mitarbeiter von Romtelecom Preise für das Sammeln von Altbatterien und -akkus gewinnen. Im Rahmen einer Kampagne zur Förderung des Umweltbewusstseins und der getrennten Sammlung von Elektro- und Elektronikschrott wurden 20 600 Informationsblätter in den Shops des Unternehmens verteilt und Mitteilungen auf der Website und auf Facebook gepostet. An Romtelecom-Standorten wurden Behälter für die getrennte Sammlung alter Druckerpatronen und Tonerkartuschen aufgestellt. Schließlich wurden für alle Arten der vom Unternehmen erzeugten Abfälle neue Recyclingverträge abgeschlossen.