CR-Wissen Das Archiv rund um den Corporate Responsibility Bericht der Deutschen Telekom
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Forschungsförderung zu EMF

Die Telekom unterstützt mehrere langfristige Studien und Forschungsvorhaben zum Thema EMF und Gesundheit. Grundlage ist hierfür unter anderem die fr...

Die Telekom unterstützt mehrere langfristige Studien und Forschungsvorhaben zum Thema EMF und Gesundheit. Grundlage ist hierfür unter anderem die freiwillige Selbstverpflichtung, die wir im Dezember 2001 gemeinsam mit anderen deutschen Mobilfunknetzbetreibern unterzeichneten. Mit ihr verpflichteten wir uns gegenüber der deutschen Bundesregierung, die Sicherheit, den Verbraucher-, Umwelt-, und Gesundheitsschutz sowie die Information im Zusammenhang mit dem Mobilfunk zu verbessern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung unabhängiger Forschung: Hierzu zählen neben dem Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) 2002–2008 mit einem Gesamtbudget von 17 Mio Euro (www.emf-forschungsprogramm.de) folgende Forschungsprojekte: Wir unterstützten von 2008 bis 2012 Projekte des Umweltforschungsplans der deutschen Bundesregierung im Bereich Mobilfunk und Gesundheit. Zusammen mit den anderen Netzbetreibern stellten wir hierfür insgesamt Mittel in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung. Von 2012 bis 2014 wird außerdem das Vorhaben der Bundesregierung zur Risikokommunikation im Bereich Mobilfunk und Gesundheit mit insgesamt 600 000 Euro gefördert.

Darstellungen der Projekte und ihrer Ziele sowie Zwischen- und Abschlussberichte sind online verfügbar. Alle bis jetzt geförderten und abgeschlossenen Projekte haben mit ihren Ergebnissen maßgeblich dazu beigetragen, offene Fragen zu Mobilfunk und Gesundheit zu beantworten und die Mobilfunknutzung sicherer zu gestalten.

Über das Forschungsengagement im Rahmen der Selbstverpflichtung der Mobilfunkbetreiber hinausgehend fördert die Telekom weitere Forschungsaktivitäten zum Thema Mobilfunk und Gesundheit. Auch hierbei stehen langfristige Ansätze und Partnerschaften im Mittelpunkt:

Mobi-kids
Die Telekom Deutschland unterstützt die Forschungen der Ludwig-Maximilians-Universität München zu möglichen Zusammenhängen zwischen der Häufigkeit der Handy-Nutzung und dem Auftreten von Tumoren bei jungen Menschen. Für diese sogenannte MOBI-KIDS-Studie stellen wir den Wissenschaftlern unter Beachtung der geltenden Datenschutzbestimmungen alle nötigen Daten zur Häufigkeit der Telefonnutzung durch die Studienteilnehmer bereit. Eventuell auftretende Erkrankungen können so direkt in Beziehung zur Intensität der Handy-Nutzung gesetzt werden. Dies verbessert die Forschungsmethodik und führt zu verlässlicheren Ergebnissen. An der Studie beteiligen sich Forscher aus 16 Staaten, indem sie in den Ländern vor Ort medizinische Befunde und Daten von Handy-Nutzern sammeln. Sie wird bis 2015 abgeschlossen sein und wertvolle Informationen zu einem möglichen Einfluss der Mobilfunk-Nutzung auf die Gesundheit junger Menschen liefern.

„Wissenschaftsforum EMF“
Seit 2010 trug die Telekom finanziell zum Aufbau des Anfang 2011 gegründeten „Wissenschaftsforum EMF “ (WF-EMF) bei. Außerdem fördert sie dessen aktuelle Projekte. Träger des WF-EMF ist das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das zur Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gehört. Das WF-EMF wird durch einen Beirat international anerkannter Forscher aus den Bereichen Biologie, Epidemiologie, Entscheidungsforschung, Elektrotechnik, Kommunikation sowie Soziologie und Statistik beraten. Das WF EMF ist eine Plattform für den Dialog zu kontroversen Themen in der Wissenschaft. Es will helfen, Verfahren zu entwickeln, die auch in wissenschaftlichen Kontroversen fundierte, ausgewogene und von der Gesellschaft akzeptierte Risikoabschätzungen ermöglichen. Das Forum dient zudem der Vernetzung von Wissenschaftlern sowie der Förderung von Wissenschafts-Kommunikation und Politikberatung 2012 untersuchte das WF-EMF, wie wissenschaftliche Risikobewertungen zu Mobilfunk und Gesundheit in der Bevölkerung verständlicher vermittelt werden können, und entwickelte Lösungen zur Verbesserung ihrer Kommunikation. 2013 lag der Schwerpunkt auf sozialwissenschaftlichen Untersuchungen zum Wissensmanagement und Risikokommunikation in Kommunen und bei Entscheidungsträgern. Es wurde untersucht, welche Themen zu Mobilfunk und Gesundheit bei verschiedenen Zielgruppen zentral sind, wo Informationsbedarf besteht und wie Fachwissen genutzt wird. Im Jahr 2014 startete das WF-EMF Untersuchungen zur Mobilfunkdiskussion in neuen Medien (Internet, Blogs).

Mitfinanzierung von Forschungsdatenbank
Weiterhin leistet die Deutsche Telekom finanzielle Unterstützung für den Betrieb der Datenbank des deutschen „Forschungszentrums für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit“ (FEMU) der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Das FEMU sammelt alle veröffentlichten wissenschaftlichen Studien zum Thema Mobilfunk und Gesundheit und stellt diese der Öffentlichkeit zur Verfügung. Über www.emf-portal.de können Interessierte unentgeltlich darauf zugreifen. Die Datenbank umfasst bereits über 19 000 wissenschaftliche Beiträge und wird unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen.

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