CR-Wissen Das Archiv rund um den Corporate Responsibility Bericht der Deutschen Telekom
Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Kunden & Produkte

Nachhaltige ICT-Lösungen

Smart Metering

Als Smart Meter werden intelligente Messgeräte für den Verbrauch von Strom, Wasser, Gas oder Wärme bezeichnet, die beim Endverbraucher installiert...

Als Smart Meter werden intelligente Messgeräte für den Verbrauch von Strom, Wasser, Gas oder Wärme bezeichnet, die beim Endverbraucher installiert sind. Zusammen mit einem Smart Meter Gateway ermöglichen sie als so genanntes intelligentes Messsystem unter anderem die Messung und Speicherung der Verbrauchsdaten innerhalb definierter Verbrauchszeiträume und die Kommunikation dieser Daten nahezu in Echtzeit an den Energieversorger und seine Kunden.

In Deutschland wurde 2011 im Rahmen der Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes festgeschrieben, dass bei Kunden mit einem Verbrauch von mehr als 6 000 kWh pro Jahr intelligente Messsysteme installiert sein müssen. Darüber hinaus sollen gemäß der Kosten-Nutzen-Analyse der Bundesregierung bis 2022 rund 12 Millionen intelligente Messsysteme in Deutschland installiert sein. Durch die zeitnahe Darstellung der Verbrauchsdaten können Kunden dann ihren Stromverbrauch besser steuern und reduzieren. Ein Beispiel: Der Verbraucher kann via Internet auf seinem Smart Meter ablesen, dass sein Stromverbrauch zu gerade diesem Zeitpunkt deutlich höher ist als gewöhnlich – dies kann zum Beispiel ein Hinweis darauf sein, dass eine Kühlschranktür nicht richtig geschlossen ist oder ein Fenster bei eingeschalteter Heizung offen steht. 

Auch den Versorgern liefern intelligente Messsysteme wertvolle Verbrauchsdaten, um die Netzspannung an den tatsächlichen Verbrauch anzupassen und dezentrale Energiequellen bei Bedarf zuzuschalten. Sie sind daher auch aus diesem Grund ein wichtiger Baustein zur Versorgungssicherheit.  

Die Daten aus der Verbrauchsmessung werden von der Telekom aufbereitet und unter Beachtung hoher Datensicherheits- und Datenschutzanforderungen über eine Smart-Metering-Plattform an den jeweiligen Energieversorger übertragen. Die automatische Messung und Übermittlung der Verbrauchsdaten per Smart Metering weist gegenüber dem manuellen Ablesen ein deutlich geringeres Fehlerpotenzial auf. Sie ist zudem weniger aufwendig und deutlich schneller. Mit der Anbindung von mehr als 100 Zählertypen von rund 20 verschiedenen Herstellern ist die Smart-Metering-Plattform der Telekom technologisch sehr ausgereift sowie effizient und kostengünstig. Glossareintrag Smart Metering:Als Smart Meter werden intelligente Messgeräte bspw. für Strom oder Wasser bezeichnet, die in der Industrie oder beim Kunden installiert sind. Sie zeigen dem jeweiligen Anschlussnutzer den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit an.

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Handy-Rücknahme

In Deutschlands Schubladen lagern mehr als 105 Millionen gebrauchte Handys, die nicht mehr funktionieren oder durch neuere Modelle ersetzt wurden. Die...

In Deutschlands Schubladen lagern mehr als 105 Millionen gebrauchte Handys, die nicht mehr funktionieren oder durch neuere Modelle ersetzt wurden. Diese enthalten Schadstoffe, die nicht in die Umwelt gelangen sollten, sowie wertvolle Metalle. Bis zu 100 Prozent der in einem Mobiltelefon eingesetzten Materialien lassen sich ein weiteres Mal verwenden: Wertstoffe wie Gold, Silber oder Kupfer können in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden, aus den weiteren Materialien lässt sich Energie erzeugen.

Bereits seit 2003 engagiert sich die Telekom Deutschland gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe für die Sammlung und Weiterverwendung beziehungsweise das umweltgerechte Recycling von gebrauchten Handys. Seitdem hat die Deutsche Telekom mehr als 1,6 Millionen Althandys ressourcenschonend weiterverwendet oder recycelt. Der CR KPI „Handy-Rücknahme“ misst den Erfolg unserer Aktionen und wird im CR-Bericht im Kapitel Kennzahlen dargestellt.

Der Rücknahmeprozess
Der Handy-Rücknahmeprozess wurde in Zusammenarbeit mit der „Deutschen Umwelthilfe e.V.“ gestaltet. Alle gesammelten Geräte transportieren wir kontrolliert und sicher zu unserem Telekom Recycling-Center. Dort wird jedes Gerät elektronisch erfasst und bewertet, ob sich das Gerät dem Recycling oder einer Weiternutzung zuführen lässt. Rund 10 Prozent der gesammelten Geräte sind voll funktionsfähig und eignen sich zu einer weiteren Verwendung. Von diesen Handys und Smartphones werden alle Daten der vorherigen Nutzer sorgfältig gelöscht. Danach werden sie in Europa und Asien verkauft und weitergenutzt. Die meisten gesammelten Handys sind jedoch defekt oder Geräte, bei denen die Datenlöschung zu aufwendig wäre. Diese werden durch das Telekom Recycling-Center in Europa mit modernen Verfahren fach- und umweltgerecht recycelt.

Aus den Erlösen der Handy-Rücknahme spendet die Telekom Deutschland an den gemeinnützigen Umweltverband Deutsche Umwelthilfe e.V., mit dem wir seit über einem Jahrzehnt kooperieren. Aus den Spenden förderte die Deutsche Umwelthilfe bisher mehr als 770 Umwelt- und Naturschutzprojekte.

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Cloud-Dienste

ICT-Anbieter wie die Deutsche Telekom bieten ihren Kunden die Möglichkeit, ihre Computeranwendungen und andere ICT-Leistungen wie die Datenspeicherun...

ICT-Anbieter wie die Deutsche Telekom bieten ihren Kunden die Möglichkeit, ihre Computeranwendungen und andere ICT-Leistungen wie die Datenspeicherung aus Cloud-Rechenzentren zu beziehen. Cloud-Dienste basieren auf dem Prinzip des Cloud Computings (Glossar) und werden seit 2005 weltweit von T-Systems angeboten. Die Auslagerung vieler Daten der Kunden bringt erhöhte Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit mit sich. Diese werden von T-Systems stets den strengen deutschen Vorschriften entsprechend umgesetzt. Cloud Computing ist ressourcen- und energieeffizienter als der Betrieb vieler ICT-Prozesse außerhalb der „Wolke“: Der Kunde kann auf eigene Hardware verzichten, während seine Dienste in einem Rechenzentrum abgewickelt werden. Dessen Kapazitäten sind in der Regel besser ausgelastet als vergleichbare ICT im Haus des Kunden; für ihren Betrieb und ihre Klimatisierung wird daher deutlich weniger Strom benötigt. Cloud-basierte Lösungen können außerdem CO2-intensive Aktivitäten überflüssig machen. Ein gutes Beispiel hierfür sind Cloud-basierte Videokonferenzen anstelle von Geschäftsreisen. Auch unsere Privatkunden sind längst in der Cloud unterwegs. Mit dem Mediencenter und MyPhonebook können sie eigene Dokumente, Videos, Kontaktdaten und vieles mehr in der Cloud speichern und dann von überall und jederzeit auf diese Dateien zugreifen. Das funktioniert mit jedem internetfähigen Endgerät wie Smartphone oder Computer.

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Design Principles der Deutschen Telekom

Bei der Entwicklung neuer Produkte kommen seit Ende 2009 die verbindlichen Designrichtlinien (Design Principles) der Deutschen Telekom zur Anwendung....

Bei der Entwicklung neuer Produkte kommen seit Ende 2009 die verbindlichen Designrichtlinien (Design Principles) der Deutschen Telekom zur Anwendung. Diese befinden sich in Übereinstimmung mit der Konzernstrategie. In ihnen wurden neben gestalterischen auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt und in den Leitlinien für nachhaltiges Produktdesign (Sustainability Guideline for Product Design) konkretisiert. Mit ihnen gewährleisten wir, dass Nachhaltigkeit in die Entwicklung unserer Produkte integriert wird. Zugleich bilden die Designrichtlinien die Grundlage für unsere Gestaltungsrichtlinien („Experience Style Guide“). Sie gewährleisten, dass der Kunde unsere Produkte und Dienstleistungen einheitlich als diejenigen der Telekom erlebt. Auch sie stehen im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Deutschen Telekom. 

Auf einen Blick: Die Design Principles der Deutschen Telekom.

  1. Handle verantwortungsvoll. Denke global.
  2. Analysiere und kreiere ein Bild der Zukunft. Gestalte ihm entgegen.
  3. Schaffe Momente, die verbinden.
  4. Unterstütze durch den Tag.
  5. Starte mit der Emotion.
  6. Fokussiere auf den Kernnutzen.
  7. Interpretiere Gelerntes neu.
  8. Gestalte stimmig.
  9. Gestalte mit Leidenschaft und Liebe zum Detail.
  10. Erzeuge Verlangen im ersten Moment.
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Deaf-Hotline/Gehörlosen-Hotline

Es gehört zur Verantwortung der Deutschen Telekom, Menschen mit Behinderungen einen möglichst barrierefreien Zugang zu ihren Angeboten zu bieten. Be...

Es gehört zur Verantwortung der Deutschen Telekom, Menschen mit Behinderungen einen möglichst barrierefreien Zugang zu ihren Angeboten zu bieten. Bereits 2003 haben wir in Deutschland eine Hotline speziell für gehörlose und schwerhörige Kunden eingerichtet. Sie können ihre Anfragen dort per E-Mail, Fax, Post oder Bildtelefon an speziell geschulte Mitarbeiter richten. Diese beherrschen nicht nur die Gebärdensprache. Sie kennen auch die Probleme, die Menschen mit Hörschädigung eventuell mit technischer Ausstattung oder zum Beispiel Einstellungen am Handy haben. Darüber hinaus hat T-Mobile im Jahr 2002 eine Rahmenvereinbarung über Sonderkonditionen mit dem Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. für seine Mitglieder abgeschlossen. Dazu gehört beispielsweise ein spezieller Tarif für Personen, die das Handy ausschließlich zum Versenden von Nachrichten benutzen.

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Richtlinien für Endgeräteverpackungen

In der deutschlandweit gültigen Richtlinie für Endgeräteverpackungen der Telekom sind wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte verankert. Sie fordert bei...

In der deutschlandweit gültigen Richtlinie für Endgeräteverpackungen der Telekom sind wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte verankert. Sie fordert beispielsweise, dass die Verpackungsgröße auf ein Minimum reduziert und ausschließlich umweltfreundliches Material verwendet wird. Einschließlich der Kunststoffe müssen alle verwendeten Materialien voll recyclingfähig sein. Papier und Kartonagen sollen zudem den Anforderungen des Forest Stewardship Council® entsprechen und chlorfrei gebleicht, sowie verwendete Druckfarben auf Basis pflanzlicher Öle hergestellt sein.

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SmartSenior

Eine wachsende Anzahl älterer Menschen wünscht sich, bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden leben zu können. Der zentrale Forschungs- und I...

Eine wachsende Anzahl älterer Menschen wünscht sich, bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden leben zu können. Der zentrale Forschungs- und Innovationsbereich Telekom Innovation Laboratories (T-Labs) entwickelte im Rahmen des Verbundprojekts „SmartSenior“ von 2009 bis 2012 verschiedene Lösungen, um ihnen dieses Bedürfnis zu erfüllen.

Koordiniert von den T-Labs untersuchten 28 Partner aus Forschung und Industrie, wie ältere Menschen durch die intelligente Vernetzung unterschiedlicher technischer Komponenten im Wohnumfeld und unterwegs unterstützt werden können – vom Fernseher über Smartphone und Haustechnik bis zum Auto. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt ging es darum, integrierte, sichere und komfortable Lösungen zu entwickeln. Über einheitliche intuitive Benutzeroberflächen sollten diese auch von Menschen mit geistigen und körperlichen Einschränkungen gut bedient werden können. Im Rahmen des Projekts entwickelten die T-Labs eine Verbindung zwischen Heimnetz und Internet („Home Gateway“), um älteren Menschen den Zugang zu sogenannten altersgerechten Assistenzsystemen für ein gesundes und unabhängiges Leben (AAL-Diensten) zu erleichtern. Bisher getrennte Funktionen wie die Steuerung der Haustechnik, Not- oder Service-Ruffunktionen oder Internet-Zugang stehen damit über eine einheitliche Infrastruktur unkompliziert zur Verfügung.

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Smart Grid

Das je nach Wetter und Sonnenstand stark schwankende Angebot von Wind- und Solarenergie stellt die Energieversorger vor große Herausforderungen: Denn...

Das je nach Wetter und Sonnenstand stark schwankende Angebot von Wind- und Solarenergie stellt die Energieversorger vor große Herausforderungen: Denn die Spannung im Netz muss stabil bleiben, um Stromausfälle zu vermeiden. Zudem produzieren immer mehr private Haushalte selbst Strom, etwa mit kleinen Blockheizkraftwerken oder Photovoltaikanlagen. Um das schwankende Energieangebot mit dem Verbrauch im Gleichgewicht zu halten, müssen die Energieflüsse mithilfe moderner ICT intelligent gesteuert  werden. Es bedarf also eines „intelligenten“ Stromnetzes (Smart Grid).

Damit ein Smart Grid funktioniert, sind Millionen von Daten in Echtzeit notwendig, die darüber Aufschluss geben, wann und wo wie viel Strom gebraucht und produziert wird. Außerdem müssen laufend Tarifinformationen übermittelt werden, um Anreize für eine flexible Stromnachfrage zu schaffen und so Lastspitzen und Lasttäler auszugleichen. Durch intelligente, vernetzte Verbrauchszähler, sogenannte Smart Meter, wird die dafür notwendige Transparenz bereitgestellt. Gemeinsam mit Stadtwerken und den großen Energieversorgern führen wir verschiedene Projekte im Bereich Smart Metering und Smart Grid durch.

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DECT-Telefone mit blauem Engel zertifiziert

Um die Nachhaltigkeitseigenschaften unserer Produkte zu optimieren und diese Fortschritte auch für unsere Kunden sichtbar zu machen, setzen wir auf e...

Um die Nachhaltigkeitseigenschaften unserer Produkte zu optimieren und diese Fortschritte auch für unsere Kunden sichtbar zu machen, setzen wir auf entsprechende Zertifizierungen durch unabhängige Umweltkennzeichnungen. Alle unsere DECT-Telefone der Sinus-Serie tragen seit 2013 das renommierte Umweltzeichen Blauer Engel [Link: telekom.de/der-blaue-engel]. Dank energieeffizienter Schaltnetzteile verbrauchen sie mindestens 60 Prozent weniger Energie als DECT-Telefone mit konventionellen Schaltnetzteilen. Zusätzlich kann der Kunde die Reichweite und somit die Intensität der elektromagnetischen Felder selbst einstellen. Die Telefone verfügen außerdem über austauschbare Akkus, in den Kunststoffbestandteilen werden keine kritischen Stoffe verwendet.

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Fairphone-Studie

Im Dezember 2013 brachte ein in Amsterdam neu gegründetes gemeinnütziges Unternehmen mit dem Fairphone ein viel diskutiertes Smartphone auf den Mark...

Im Dezember 2013 brachte ein in Amsterdam neu gegründetes gemeinnütziges Unternehmen mit dem Fairphone ein viel diskutiertes Smartphone auf den Markt. Mit ihm sollen wesentliche soziale und ökologische Probleme in der Wertschöpfungskette der Geräte angegangen und „faire“ Produktionsbedingungen geschaffen werden. Um die Initiative zu unterstützen und dabei die Anforderungen verschiedener Stakeholder an ein möglichst faires und nachhaltiges Smartphone einzubeziehen, gaben wir gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) eine Studie in Auftrag. Darin wurden Vertreter von 16 Expertenorganisationen, darunter Greenpeace und das Umweltbundesamt, über ihre fachliche Einschätzung zur Nachhaltigkeit des Fairphone 1.0 befragt. Untersucht wurden die Aspekte

  • konfliktfreier Rohstoffbezug,
  • intelligentes und nachhaltiges Design,
  • faire Produktionsbedingungen,
  • werthaltige Materialien beziehungsweise Recycling sowie
  • Transparenz.

Im Juni 2014 stellte die DUH die Ergebnisse der Öffentlichkeit vor. Darin wird das Fairphone als transparente und richtungsweisende Initiative beurteilt. Zugleich wird eingeräumt, dass bei der Komplexität des Produkts 100-prozentige Fairness nicht sofort möglich ist. Auf den Beschaffungsmärkten müssten in größerem Maßstab fairere Strukturen geschaffen werden. Dies sei nur durch die Zusammenarbeit vieler Akteure aus Wirtschaft und Politik sowie Nichtregierungsorganisationen möglich.

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