CR-Wissen Das Archiv rund um den Corporate Responsibility Bericht der Deutschen Telekom
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EMF

EMF-Policy

Unsere internationalen Richtlinien zu Mobilfunk und Gesundheit (EMF-Policy) stellen die Basis für einen verantwortungsvollen Umgang mit der mobilen K...

Unsere internationalen Richtlinien zu Mobilfunk und Gesundheit (EMF-Policy) stellen die Basis für einen verantwortungsvollen Umgang mit der mobilen Kommunikationstechnik dar. Seit 2004 verpflichten wir uns mit ihr zu Transparenz, Information, und Partizipationsangeboten gegenüber Kunden, Bürgern, Kommunen und anderen Stakeholdern. Die EMF-Policy sieht außerdem vor, unabhängige Forschung finanziell zu unterstützen, damit auch zukünftige Mobilfunktechniken sicher angewendet werden können. Die Richtlinien zu Mobilfunk und Gesundheit sind in unseren Landesgesellschaften entsprechend der jeweiligen nationalen Gegebenheiten und gesellschaftlichen Bedürfnissen umgesetzt worden.

Transparenz
Die Telekom setzt zur Förderung der Transparenz im Bereich Mobilfunk und Gesundheit drei Schwerpunkte, die sich in drei Empfehlungen der EMF-Policy wiederfinden:

  • Die Mobilfunk-Gesellschaften der Telekom sind angehalten, die Zuständigkeiten bei Anfragen zu Technik, Sicherheit und Gesundheit intern zu klären und entsprechende Prozesse zu deren Beantwortung zu etablieren.
  • Die öffentliche Zugänglichkeit der Informationen über vorhandene elektromagnetische Felder soll gefördert werden. Hierzu gehört beispielsweise die Durchführung von EMF-Messkampagnen oder die Unterstützung nationaler EMF-Datenbanken.
  • Der Nachweis über die Einhaltung der Grenzwerte der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICNIRP) ist für jede einzelne Mobilfunk-Antenne auf Anfrage zur Verfügung zu stellen.

Information
Die EMF-Policy der Telekom verlangt von unseren Mobilfunk-Landesgesellschaften, Informationen über Technik, Sicherheit, Forschung und Gesundheit im Mobilfunk aktiv bereitzustellen. Außerdem sollen sie die öffentliche Kommunikation in diesen Themenfeldern fördern. Um die Kommunikation zu verbessern, engagieren sich die Landesgesellschaften in zahlreichen nationalen Betreiberinitiativen. Neben Aufklärungsmaßnahmen und Verbraucherinformationen nimmt auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter als Multiplikatoren einen hohen Stellenwert ein.

Partizipation
Die Mobilfunkgesellschaften der Deutschen Telekom arbeiten eng mit den Kommunen zusammen. So werden diese in einem konstruktiven Dialog frühzeitig über Ausbaupläne informiert und in die Standortwahl mit einbezogen. Es ist unser Ziel, bei der Suche nach Standorten für Basisstationen eine möglichst einvernehmliche Lösung mit den Kommunen zu finden. Wissenschaftsförderung & Partnerschaft.Wie die Einführung des neuen Mobilfunk-Standards LTE zeigt, entwickelt sich die Technik ständig weiter. Auch die Wissenschaft stellt laufend neue Fragen und entwickelt neue Forschungsmethoden. Aus Sicht der Deutschen Telekom ist daher weitere Forschung sinnvoll und wichtig. In der EMF Policy sind deshalb auch Empfehlungen für den Umgang mit Wissenschaft und Forschung verankert:

Als führender Mobilfunknetz-Betreiber ist die Telekom gehalten, die unabhängige wissenschaftliche Erforschung möglicher Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf die Gesundheit zu fördern und unabhängige Forschungsprogramme zu unterstützen.

Die Festlegung von Grenzwerten für elektromagnetische Felder muss auf gesicherten Forschungsergebnissen beruhen. Diese sollten ständig überprüft werden.

Die Telekom unterstützt mehrere langfristige Studien und Forschungsvorhaben zu EMF und Gesundheit. Beispielsweise fördert sie im Rahmen der Mobilfunkselbstverpflichtung Forschungsprojekte des BMU (www.emf-forschungsprogramm.de). Darüber hinaus engagiert sie sich für die MOBIKIDS-Studie, indem sie den Wissenschaftlern alle notwendigen Daten zur Mobilfunknutzung der Studienteilnehmer zur Verfügung stellt (www.mbkds.net). Weiterhin unterstützt sie kontinuierlich das Wissenschaftsforum EMF (WF EMF): Das WF EMF ist eine Plattform für den Dialog zu kontroversen Themen in der Wissenschaft. Ihr Ziel ist es, neue Wege zur Sicherung von Integrität und Qualität der Forschung zu finden sowie Handlungsempfehlungen zur verständlichen Kommunikation der Wissenschaft zu entwickeln (www.wf-emf.org/de).

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Freiwillige Selbstverpflichtung der Mobilfunk-Betreiber

Die Telekom weiß, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheit des Mobilfunks Grundlage für ihren Geschäftserfolg ist. Deshalb sucht sie d...

Die Telekom weiß, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheit des Mobilfunks Grundlage für ihren Geschäftserfolg ist. Deshalb sucht sie den Dialog mit interessierten Bürgern und bezieht die Kommunen beim Ausbau der Mobilfunknetze mit ein. Die Telekom Deutschland hat sich 2001 im Verbund mit den übrigen Mobilfunk-Betreibern des Landes gegenüber der Bundesregierung freiwillig zu vertrauensbildenden Maßnahmen beim Ausbau der Mobilfunknetze verpflichtet. Wesentliche Ziele der Selbstverpflichtung bestehen darin, die Kommunikation bei der Standortfindung zu verbessern und die Kommunen hierbei stärker einzubeziehen, die Verbraucherinformation zu intensivieren, unabhängige Forschung zu fördern und die Transparenz über tatsächliche EMF-Emissionen zu erhöhen. Alle im Rahmen der Selbstverpflichtung geforderten Maßnahmenpakete werden kontinuierlich weiter umgesetzt und verbessert: Sicherstellung der Beteiligung der Kommunen bei der Standortwahl neuer Basisstationen im Rahmen der Verbändevereinbarung und Umsetzung einer Klärungsstelle zur Vermittlung bei Konflikten, verständliche Verbraucherinformationen zu Handys und Smartphones – insbesondere zum SAR-WERT mobiler Endgeräte, finanzielle Förderung des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms und der nachfolgenden Projekte im Rahmen des Umweltforschungsplans des Bundesumweltministeriums.

Aufbau einer EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur, Umsetzung eines automatischen EMF-Monitoring-Systems und Unterstützung von MesskampagnenZentraler Bestandteil der Selbstverpflichtung ist die regelmäßige, unabhängige Prüfung der zugesagten Maßnahmen durch ein Gutachterkonsortium. Alle zwei Jahre werden die Resultate der Prüfung der Bundesregierung vorgestellt. Die Gutachten der vergangenen Jahre belegen den Erfolg der bisherigen Maßnahmen zur Umsetzung der Selbstverpflichtung. Sie trugen demnach wesentlich zur Verringerung der Konflikte um Mobilfunk-Standorte und zur Verbesserung der Akzeptanz der Mobilfunk-Technologie in der Gesellschaft bei.

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Forschungsförderung zu EMF

Die Telekom unterstützt mehrere langfristige Studien und Forschungsvorhaben zum Thema EMF und Gesundheit. Grundlage ist hierfür unter anderem die fr...

Die Telekom unterstützt mehrere langfristige Studien und Forschungsvorhaben zum Thema EMF und Gesundheit. Grundlage ist hierfür unter anderem die freiwillige Selbstverpflichtung, die wir im Dezember 2001 gemeinsam mit anderen deutschen Mobilfunknetzbetreibern unterzeichneten. Mit ihr verpflichteten wir uns gegenüber der deutschen Bundesregierung, die Sicherheit, den Verbraucher-, Umwelt-, und Gesundheitsschutz sowie die Information im Zusammenhang mit dem Mobilfunk zu verbessern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung unabhängiger Forschung: Hierzu zählen neben dem Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) 2002–2008 mit einem Gesamtbudget von 17 Mio Euro (www.emf-forschungsprogramm.de) folgende Forschungsprojekte: Wir unterstützten von 2008 bis 2012 Projekte des Umweltforschungsplans der deutschen Bundesregierung im Bereich Mobilfunk und Gesundheit. Zusammen mit den anderen Netzbetreibern stellten wir hierfür insgesamt Mittel in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung. Von 2012 bis 2014 wird außerdem das Vorhaben der Bundesregierung zur Risikokommunikation im Bereich Mobilfunk und Gesundheit mit insgesamt 600 000 Euro gefördert.

Darstellungen der Projekte und ihrer Ziele sowie Zwischen- und Abschlussberichte sind online verfügbar. Alle bis jetzt geförderten und abgeschlossenen Projekte haben mit ihren Ergebnissen maßgeblich dazu beigetragen, offene Fragen zu Mobilfunk und Gesundheit zu beantworten und die Mobilfunknutzung sicherer zu gestalten.

Über das Forschungsengagement im Rahmen der Selbstverpflichtung der Mobilfunkbetreiber hinausgehend fördert die Telekom weitere Forschungsaktivitäten zum Thema Mobilfunk und Gesundheit. Auch hierbei stehen langfristige Ansätze und Partnerschaften im Mittelpunkt:

Mobi-kids
Die Telekom Deutschland unterstützt die Forschungen der Ludwig-Maximilians-Universität München zu möglichen Zusammenhängen zwischen der Häufigkeit der Handy-Nutzung und dem Auftreten von Tumoren bei jungen Menschen. Für diese sogenannte MOBI-KIDS-Studie stellen wir den Wissenschaftlern unter Beachtung der geltenden Datenschutzbestimmungen alle nötigen Daten zur Häufigkeit der Telefonnutzung durch die Studienteilnehmer bereit. Eventuell auftretende Erkrankungen können so direkt in Beziehung zur Intensität der Handy-Nutzung gesetzt werden. Dies verbessert die Forschungsmethodik und führt zu verlässlicheren Ergebnissen. An der Studie beteiligen sich Forscher aus 16 Staaten, indem sie in den Ländern vor Ort medizinische Befunde und Daten von Handy-Nutzern sammeln. Sie wird bis 2015 abgeschlossen sein und wertvolle Informationen zu einem möglichen Einfluss der Mobilfunk-Nutzung auf die Gesundheit junger Menschen liefern.

„Wissenschaftsforum EMF“
Seit 2010 trug die Telekom finanziell zum Aufbau des Anfang 2011 gegründeten „Wissenschaftsforum EMF “ (WF-EMF) bei. Außerdem fördert sie dessen aktuelle Projekte. Träger des WF-EMF ist das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das zur Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gehört. Das WF-EMF wird durch einen Beirat international anerkannter Forscher aus den Bereichen Biologie, Epidemiologie, Entscheidungsforschung, Elektrotechnik, Kommunikation sowie Soziologie und Statistik beraten. Das WF EMF ist eine Plattform für den Dialog zu kontroversen Themen in der Wissenschaft. Es will helfen, Verfahren zu entwickeln, die auch in wissenschaftlichen Kontroversen fundierte, ausgewogene und von der Gesellschaft akzeptierte Risikoabschätzungen ermöglichen. Das Forum dient zudem der Vernetzung von Wissenschaftlern sowie der Förderung von Wissenschafts-Kommunikation und Politikberatung 2012 untersuchte das WF-EMF, wie wissenschaftliche Risikobewertungen zu Mobilfunk und Gesundheit in der Bevölkerung verständlicher vermittelt werden können, und entwickelte Lösungen zur Verbesserung ihrer Kommunikation. 2013 lag der Schwerpunkt auf sozialwissenschaftlichen Untersuchungen zum Wissensmanagement und Risikokommunikation in Kommunen und bei Entscheidungsträgern. Es wurde untersucht, welche Themen zu Mobilfunk und Gesundheit bei verschiedenen Zielgruppen zentral sind, wo Informationsbedarf besteht und wie Fachwissen genutzt wird. Im Jahr 2014 startete das WF-EMF Untersuchungen zur Mobilfunkdiskussion in neuen Medien (Internet, Blogs).

Mitfinanzierung von Forschungsdatenbank
Weiterhin leistet die Deutsche Telekom finanzielle Unterstützung für den Betrieb der Datenbank des deutschen „Forschungszentrums für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit“ (FEMU) der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Das FEMU sammelt alle veröffentlichten wissenschaftlichen Studien zum Thema Mobilfunk und Gesundheit und stellt diese der Öffentlichkeit zur Verfügung. Über www.emf-portal.de können Interessierte unentgeltlich darauf zugreifen. Die Datenbank umfasst bereits über 19 000 wissenschaftliche Beiträge und wird unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen.

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