Nachhaltiges Investment

SRI-Anlageprodukte bestehen aus Wertpapieren von Unternehmen, die einer Überprüfung nach Kriterien in den Bereichen Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG img) standhalten. Die Nachfrageentwicklung der T-Aktie img in dieser Anlagekategorie dient uns als Indikator, um unsere Nachhaltigkeitsleistung zu beurteilen.

Mit dem ESG KPI „Nachhaltiges Investment (SRI)“ messen wir, wie die Finanzmärkte unsere CR-Aktivitäten wahrnehmen.

Das Konzept der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) findet bei Investor*innen weiterhin Beachtung. Um unter anderem Auswirkungen unserer Tätigkeit auf die SDGs zu bewerten, haben wir einen Prozess zur Wirkungsmessung von Projekten, Produkten und Maßnahmen eingeführt.

Claudia Kurpiers

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Claudia Kurpiers

Die T-Aktie in Nachhaltigkeitsratings und -indizes KPI

Im Rahmen unserer CR-Strategie beteiligen wir uns seit vielen Jahren erfolgreich an ESG-Ratings, die wir anhand von Reputation, Relevanz und Unabhängigkeit auswählen. Wird unser gesellschaftliches und ökologisches Engagement durch die Ratingagenturen gut bewertet, wird die T-Aktie img in entsprechenden Nachhaltigkeitsindizes img am Finanzmarkt gelistet.

2021 war die T-Aktie erneut in wichtigen Nachhaltigkeitsindizes gelistet, darunter die renommierten DJSI img World und DJSI Europe von S&P CSA. Nach wie vor führten auch der FTSE4Good Index img (im zehnten Jahr in Folge) sowie der UN Global Compact 100 Index unsere Aktie. Auch in den Euronext Indizes sind wir gelistet.

Eine Auswahl weiterer Listings der T-Aktie findet sich in der unten stehenden Tabelle.

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Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

  • Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken 

ESG KPI „Nachhaltiges Investment (SRI)“ KPI

Der ESG KPI img „Nachhaltiges Investment” gibt den Anteil von Aktien der Deutschen Telekom AG an, der von Investoren gehalten wird, deren Anlagestrategie vorrangig oder zumindest teilweise auch ökologische, soziale und Governance-Kriterien berücksichtigt („SRI img Investment“).

Und unser Einsatz für mehr Nachhaltigkeit zahlt sich aus: Zum Stichtag 30. September 2021 waren rund 12 Prozent der T-Aktien im Besitz von Investoren, die zumindest teilweise auch ökologische, soziale und Governance-Kriterien berücksichtigen; 10 Prozent wurden von Investoren gehalten, die ihre Fonds img vorrangig unter SRI-Gesichtspunkten managen.

Unser Ambitionsniveau: KPI steigern

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

  • Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken 

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 1 (Strategie)
  • Kriterium 7 (Kontrolle)

Nachhaltige Kapitalanlagen & Anleihen

Unser Beitrag zu den SDG

In den vergangenen Jahren haben Nachhaltigkeitskriterien bei der Kapitalanlage politisch und wirtschaftlich stetig an Bedeutung gewonnen. Auch wir wollen unsere Kapitalanlage immer nachhaltiger gestalten – sowohl für Geld, das wir als Investorin anlegen, als auch für Anleihen img, um Fremdkapital für Investitionen aufzunehmen. Dazu evaluiert unsere Arbeitsgruppe „Sustainable Finance“ in enger Absprache mit den Konzernbereichen Corporate Responsibility und Treasury (Finanzmanagement) regelmäßig nachhaltige und attraktive Finanzierungsmodelle.

Nachhaltige Kapitalanlage mit dem Telekom-Pensionsfonds img und DT Trust
Die Vermögen des Telekom-Pensionsfonds legen wir so an, dass sie unseren Nachhaltigkeitsgrundsätzen entsprechen. Bei der Auswahl dieser Kapitalanlagen berücksichtigen wir – neben finanziellen Gesichtspunkten – seit 2013 ökologische und soziale Grundsätze sowie Leitlinien für eine gute Unternehmensführung. Dazu gehören:

  • Gezieltes Engagement für die Sustainable Development Goals (SDGs) über unsere Mitspracherechte als Aktionärin
  • Grundsätzlicher Ausschluss aller Investitionen in Unternehmen, die sogenannte kontroverse Waffen (zum Beispiel Antipersonenminen, Streumunition, Nuklearwaffen, biologische oder chemische Waffen) produzieren oder damit handeln
  • Ausschluss von Investments in Unternehmen, die wiederholt gegen die UN-Global-Compact-Prinzipien verstoßen haben

Wir verfolgen einen „Best in Class“-Ansatz und konzentrieren uns somit auf Investments in Unternehmen mit branchenweit besten Nachhaltigkeitsleistungen. Dabei ist es unser Ziel, attraktive Renditeerwartungen und nachhaltige Wertorientierung miteinander zu vereinbaren.
Für diese Bemühungen wurde die nachhaltige Anlagestrategie des Telekom-Pensionsfonds auch von Expert*innen gewürdigt: Wir haben bei den „Institutional Assets Awards 2020 & 2021“ des Fachverlags der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der Kategorie „Equity Strategy“ gewonnen. Der Award zeichnet erfolgreiche Anlagestrategien aus, die besonders schlüssig umgesetzt werden.

Seit 2019 richtet sich auch die Kapitalanlage der Deutschen Telekom („DT Trust“) nach ökologischen und sozialen Standards. Der DT Trust orientiert sich dabei an den Kriterien des Staatlichen Pensionsfonds von Norwegen („Norges“). Unter anderem schließen wir damit Firmen aus, die Menschenrechte verletzen, bestimmte Waffen produzieren oder deren Kerngeschäft als umweltschädlich angesehen wird.

Nachhaltige Anleihen
Im März 2021 hat unser Vorstand ein Rahmenwerk für nachhaltigkeitsbezogene Anleihen – das „Sustainability-Linked Bond Framework“ – verabschiedet. Damit haben wir ein Finanzierungsinstrument geschaffen, mit dem wir künftig Investor*innen die Möglichkeit bieten werden, unser Engagement zur Bekämpfung des Klimawandels zu unterstützen. Die Zinshöhe der Anleihen, die unter das Rahmenwerk fallen, ist an die Erreichung der hinterlegten Klimaziele gebunden. Erreichen wir unsere Ziele nicht, verpflichten wir uns höhere Zinsen zu zahlen.

EU-Taxonomie: Entsprechung 2021

Die EU-Taxonomie-Verordnung ist das Ergebnis einer bedeutenden und zukunftsweisenden europäischen Regulierungsinitiative. Ziel ist es, Investitionsströme aus dem Finanzsektor an Unternehmen zu fördern, die sich mit ökologisch nachhaltigen Aktivitäten beschäftigen. Die Taxonomie soll der EU helfen, den europäischen Green Deal umzusetzen und dabei ein gemeinsames Verständnis der ökologischen Nachhaltigkeit von Aktivitäten und Investitionen zu schaffen. Weiterhin verpflichtet die Verordnung Unternehmen zur Berichterstattung über diese Wirtschaftstätigkeiten. Für Unternehmen, die von der CSR-Richtlinie betroffen sind, ergeben sich daraus für das Berichtsjahr 2021 neue Berichtspflichten zu ihren taxonomierelevanten ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten.

Sechs Umweltziele 
In der EU-Gesetzgebung wurden Mitte 2021 die ersten Taxonomie-Umweltziele „Klimaschutz“ („Climate Change Mitigation“) und „Anpassung an den Klimawandel“ („Climate Change Adaptation“) mit Kriterien hinterlegt. Die weiteren Taxonomie-Umweltziele lauten „Nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen“, „Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft“, „Vermeidung von Verschmutzung“ und „Schutz von Ökosystemen und Biodiversität“.

Um unter die Taxonomie zu fallen, muss eine Wirtschaftsaktivität einen wesentlichen Beitrag zu einem dieser sechs Umweltziele leisten und darf zugleich keinen negativen Einfluss auf eines der anderen Ziele haben („Do no significant harm“). Das Unternehmen muss zudem soziale Mindestanforderungen erfüllen. Die folgende Grafik fasst die Taxonomie-Anforderungen zusammen:

Anforderungen der Taxonomie

Wesentlicher Beitrag
Vermeidung
negativer Auswirkungen
Einhaltung von Mindest-
anforderungen

Wesentlich beitragen
zu mindestens einem der sechs Umweltziele der EU-Taxonomie:

  1. Klimaschutz
  2. Anpassung an den Klimawandel
  3. Nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen
  4. Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft
  5. Vermeidung von Verschmutzung
  6. Schutz von Ökosystemen und Biodiversität

Vermeidung negativer Auswirkungen
Eine Aktivität kann nur dann als Beitrag zu einem der sechs Ziele gewertet werden, wenn sie keine anderen erheblich negativen Umweltauswirkungen mit sich bringt („Do no significant harm“-Prinzip).

Einhaltung von Mindestanforderungen
Die Mindestanforderungen („Minimum Safeguards“) sind soziale Anforderungen in Übereinstimmung mit

  • den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen,
  • den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte,
  • den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)
  • sowie weiteren Anforderungen der europäischen Gesetzgebung.
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Umsetzung bei der Deutschen Telekom 
Für die Deutsche Telekom als Unternehmen der Informations- und Telekommunikationsbranche sind von den in der EU-Taxonomie img derzeit aufgeführten Wirtschaftsaktivitäten die folgenden zwei wesentlich:

Eine vollständige Darstellung der Wirtschaftsaktivitäten, die bisher Bestandteil der EU-Taxonomie sind, findet sich im EU-Compass.

Die KPIs der EU-Taxonomie sind hierbei für die zwei bisher veröffentlichten Umweltziele anwendbar: „Klimaschutz“ und „Anpassung an den Klimawandel“. Wir ordnen sie dem Ziel „Klimaschutz“ zu.

In der unten stehenden Tabelle zeigen wir die Taxonomie-Fähigkeit unserer Wirtschaftsaktivitäten für dieses Berichtsjahr, jeweils mit absoluten Werten sowie mit ihrem prozentualen Anteil an Gesamtumsatz, Investitions- und Betriebsausgaben des Konzerns. 

Die für die Berechnung auf Basis der Vorgaben der EU-Taxonomie relevanten Gesamtwerte des Konzerns liegen im Berichtsjahr für den Umsatz bei 108,8 Milliarden Euro, für die Investitionsausgaben bei 35,7 Milliarden Euro und für die Betriebsausgaben bei 0,5 Milliarden Euro. Dabei entspricht die Definition des Umsatzes aus der EU-Taxonomie den Umsatzerlösen des Konzerns. Die relevanten Investitionsausgaben wurden auf Basis der Konzernbilanz ermittelt und ergeben sich aus der Summe der folgenden wesentlichen Posten: Zugänge und Veränderungen im Konsolidierungskreis von Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) sowie Nutzungsrechte. Die Angaben zu den Investitionsausgaben sind nicht Bestandteil eines Capex-Plans gemäß den Vorschriften der EU-Taxonomie. Die Definition der EU-Taxonomie für die Ermittlung der relevanten Betriebsausgaben umfasst Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur sowie andere direkte Aufwendungen im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Sachanlagen, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Da wir unsere Rechenzentren als Anlagevermögen bilanzieren, fallen in diesem Zusammenhang keine direkten Aufwendungen an. Die ausgewiesenen Angaben zu den Investitions- und Betriebsausgaben sind direkt dem Betrieb von Rechenzentren entsprechend der Wirtschaftstätigkeit 8.1. beziehungsweise dem Bereitstellen von ICT-Lösungen entsprechend der Wirtschaftstätigkeit 8.2. auf Produktgruppenebene zugeordnet. 

Die aggregierte Betrachtung der Taxonomie-Fähigkeit beider Wirtschaftsaktivitäten ergibt im Berichtsjahr sehr niedrige Anteile für Umsatz (1,8 %), Investitionsausgaben (0,1 %) und Betriebsausgaben (2,1 %).

KPI img der EU-Taxonomie – Taxonomie-Fähigkeit („Eligibility“) der Wirtschaftsaktivitäten des Konzerns Deutsche Telekom  

Konzern Deutsche Telekom 2021            
    Umsatz Investitionsausgaben Betriebsausgaben
    in Mio. € in % in Mio. € in % in Mio. € in %
Relevante Gesamtwerte des Konzerns   108 794 100,0 35 665 100,0 473 100,0
davon: taxonomiefähig 8.1. Datenverarbeitung und Hosting 160 1,1 14 0,0 0 0,0
8.2. Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen 836 0,8 17 0,1 10 2,1
Summe 996 1,8 31 0,1 10 2,1
davon: nicht-taxonomiefähig 106 798 98,2 35 634 99,9 463 97,9
 

 

Silke Thomas

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Silke Thomas

 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 201-2 (Wirtschaftliche Leistung)

Branchensicht und Ausblick EU-Taxonomie

Weiterentwicklung
Die EU-Taxonomie img umfasst derzeit noch keine Kriterien mit Bezug zur Wirtschaftsaktivität „Bereitstellung und Betrieb einer Netzwerk-Infrastruktur für Telekommunikation“. Der wesentliche Teil unseres Geschäftsmodells ist folglich bisher nicht von der Taxonomie erfasst. Daher können wir unser Kerngeschäft derzeit nicht als taxonomiefähig („eligible“) darstellen. Es fehlen zudem geeignete EU-Taxonomie-Kriterien, mit denen wir unsere Leistungen im Klimaschutz als taxonomiekonform („aligned“) darstellen könnten. In verschiedenen Wirtschafts- und Branchenverbänden engagieren wir uns deshalb für die Aufnahme relevanter und angemessener Kriterien zur Abbildung unserer Kernaktivitäten in der EU-Taxonomie. Unter anderem haben wir die Leitung der Arbeitsgruppe „Sustainable Finance“ im europäischen Telekommunikationsverband ETNO (European Telecommunications Network Operators’ Association) übernommen und vertreten die ICT-Branche in der „EU Platform on Sustainable Finance“. Außerdem engagieren wir uns beim European Roundtable (ERT), auf nationaler Ebene bei econsense sowie in vielen weiteren Organisationen und Stakeholder-Dialogen zum Thema EU-Taxonomie. Unsere Position haben wir in verschiedenen Positionspapieren erläutert, wie beispielsweise hier mit ETNO.

Die Telekommunikationsbranche ist ein essenzieller Baustein des EU Green Deal. IT-Lösungen und Produkte, die auf unserem Netzwerk laufen, unterstützen Unternehmen und Privatpersonen dabei, CO2-Emissionen zu reduzieren. Dazu gehören zum Beispiel Web- und Videokonferenzen oder auch „smarte“ Lösungen wie Smart Cities oder Smart Buildings. Solche Services unterstützen die Energieeffizienz und CO2-Reduktion. Aus diesem Grund glauben wir, dass es für die Realisierung der Klima- und Energieziele der Europäischen Union entscheidend ist, der Bedeutung der Telekommunikationsnetzwerke bei der Weiterentwicklung der Taxonomie gerecht zu werden. 

Die EU-Taxonomie adressiert auch Wirtschaftsaktivitäten, die zum Beispiel für unser Flotten- und Gebäudemanagement relevant sind, jedoch außerhalb des Kerngeschäfts der Deutschen Telekom liegen. Dazu gehören unter anderem die Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten, von Ladestationen für Elektrofahrzeuge, von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamt-Energieeffizienz von Gebäuden und von Technologien für erneuerbare Energien. Diese Aktivitäten betreffen vorrangig unsere Investitionsausgaben sowie unsere Betriebsausgaben. Ob die damit verbundenen Umsätze der Hersteller dieser Leistungen taxonomiekonform sind, wird erst Anfang 2023 in den veröffentlichten Berichten unserer Geschäftspartner erkennbar werden. Bis dahin können wir keine Investitions- und Betriebsausgaben, die sich auf den Erwerb von Produkten aus taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten beziehen, als taxonomiefähig ausweisen. 

In der oben stehenden Tabelle zeigen wir die Taxonomie-Fähigkeit unserer Wirtschaftsaktivitäten für dieses Berichtsjahr, jeweils mit absoluten Werten sowie mit ihrem prozentualen Anteil an Gesamtumsatz, Investitions- und Betriebsausgaben des Konzerns. Ab dem Berichtsjahr 2022 werden wir auch berichten, welche Summe und welcher Anteil unserer Wirtschaftsaktivitäten taxonomiekonform ist. Im Folgenden erläutern wir unseren Ansatz zu den beiden derzeit für uns relevanten Wirtschaftsaktivitäten.

Soziale Mindestanforderungen
Für die im Berichtsjahr 2022 anstehende Überprüfung unserer Tätigkeiten auf Taxonomie-Konformität müssen die oben dargestellten sozialen Mindeststandards erfüllt sein. Als verantwortungsbewusstes Unternehmen bekennen wir uns ausdrücklich zu den vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen 2011 verabschiedeten UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte („Ruggie-Principles“). Die Verpflichtung zur Achtung der Menschenrechte ist in unseren grundlegenden Regelwerken verankert – in unseren Unternehmensleitlinien sowie in unserer Grundsatzerklärung „Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze“, die jeweils vom Vorstand verabschiedet wurden. Darin bekennen wir uns zu den Leitlinien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO img) sowie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD img) sowie zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und zum Global Compact der Vereinten Nationen. Hierüber berichten wir transparent im Abschnitt „Menschenrechte“.

Silke Thomas

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Taxonomie-Aktivität 8.1.: Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten

Die Wirtschaftsaktivität „Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten“ umfasst „Speicherung, Manipulation, Verwaltung, Bewegung, Kontrolle, Anzeige, Vermittlung, Austausch, Übertragung oder Verarbeitung von Daten über Rechenzentren, einschließlich Edge-Computing“ und bezieht sich auf den gleichlautenden Wirtschaftszweig J.63.1.1. im europäischen Branchenverzeichnis. Innerhalb unserer konzernweiten Geschäftsaktivitäten deckt das Systemgeschäft (T-Systems) diesen Wirtschaftszweig ab. Für die Bewertung der Taxonomie-Fähigkeit betrachten wir das weltweite Geschäft von T-Systems, inklusive solcher Rechenzentren, die von anderen Unternehmen betrieben werden und in denen wir Kapazitäten anmieten („3rd party“). Der taxonomiefähige Umsatz lässt sich mittels eines geeigneten Schlüssels transparent und eindeutig spezifischen Rechenzentren zuordnen. Dafür nutzen wir den jeweiligen Anteil eines Rechenzentrums an der Gesamtzahl der Server-IDs von T-Systems. Investitions- und Betriebsausgaben können unter Nutzung der jeweiligen IT-Systeme konkret für alle Rechenzentren ermittelt werden. Die Auswertung ergibt, dass ein großer Anteil des Umsatzes unseres Systemgeschäfts taxonomiefähig ist. Doppelzählungen im Sinne der EU-Taxonomie img werden vermieden, indem die Cloud-Lösungen von T-Systems nicht hier, sondern ausschließlich unter den Wirtschaftsaktivitäten für „Datenbasierte Lösungen“ erfasst und berichtet werden.

Bezogen auf die relevanten Gesamtwerte des Konzerns liegt die Taxonomie-Fähigkeit unserer Geschäftsaktivitäten für Datenverarbeitung und Hosting bei 1,1 Prozent (Umsatz). Auf die Darstellung der zu dieser Wirtschaftsaktivität zugeordneten Betriebs- und Investitionsausgaben verzichten wir an dieser Stelle aus Wesentlichkeitsgründen. Um die Taxonomie-Fähigkeit auch aus Segmentsicht bereitzustellen, stellen wir die Kennzahlen in Ergänzung auch bezogen auf das Systemgeschäft dar. Der taxonomiefähige Anteil liegt hier nach gleicher Ermittlungslogik und bezogen auf den Außenumsatz des Segments bei 36,6 Prozent und bezogen auf die Investitionsausgaben bei 4,2 Prozent.

Silke Thomas

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Silke Thomas

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 201-2 (Wirtschaftliche Leistung)

Taxonomie-Aktivität 8.2.: Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen

Die Definition der Wirtschaftsaktivität „Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen“ wenden wir auf solche Lösungen und Produkte im Konzern an, die „vorwiegend zur Bereitstellung von Daten und Analysen zur Ermöglichung der Senkung der Treibhausgasemissionen bestimmt sind“, also ein klares Potenzial zur Einsparung von CO2-Emissionen auf Nutzerseite haben. Dabei orientieren wir uns an den wichtigsten Hebeln des etablierten ESG KPI „Enablement Factor“ sowie an weiteren Lösungen mit klarem CO2-Einsparungspotenzial auf Nutzerseite im Rahmen des ESG KPIs „Anteil Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug“ und des Labels #GreenMagenta. Innerhalb unserer konzernweiten Geschäftsaktivitäten gehören dazu vor allem folgende Dienstleistungen: Web- und Videokonferenzen, Workplace- und Cloud-Lösungen sowie Connected Car. Diese Lösungen bieten wir vorrangig im operativen Segment Deutschland img, in den wesentlichen Tochtergesellschaften im operativen Segment Europa sowie im operativen Segment Systemgeschäft an. Für die Bewertung der Taxonomie-Fähigkeit konzentrieren wir uns daher auf die dazugehörigen Gesellschaften. 
Doppelzählungen im Sinne der EU-Taxonomie img werden vermieden, indem Cloud-Lösungen von T-Systems nur hier und nicht unter den Wirtschaftsaktivitäten für „Datenverarbeitung und Hosting“ berichtet werden.

Resultierend aus der sehr spezifischen Auswahl von Wirtschaftsaktivitäten für dieses Taxonomie-Umweltziel ergibt sich nur ein geringer taxonomiefähiger Anteil von Umsatz (0,8 %) und Betriebsausgaben (2,1 %) für den Konzern Deutsche Telekom. Da die Investitionsausgaben, die dieser eng definierten Wirtschaftsaktivität zugeordnet werden können, für das Geschäftsmodell wenig Aussagekraft haben und sehr gering ausfallen, verzichten wir an dieser Stelle aus Wesentlichkeitsgründen auf eine nähere Beschreibung der Investitionen.

Silke Thomas

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Silke Thomas

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 201-2 (Wirtschaftliche Leistung)

Investorenkommunikation

Wir beobachten, dass Anleger*innen in ihre Investmentstrategien verstärkt SRI-Ansätze einbeziehen. Zudem erkundigen sich Investor*innen, Analyst*innen und Ratingagenturen zunehmend nach unseren CR-Aktivitäten. Um diesen Nachfragen zu entsprechen, nutzen wir verschiedene Formate – sowohl in der Berichterstattung als auch im direkten Dialog.

Zum einen veröffentlichen wir jährlich den vorliegenden Corporate-Responsibility-Bericht sowie eine nichtfinanzielle Erklärung im Geschäftsbericht. Außerdem bieten wir ESG-Informationen für Finanzmarktakteur*innen auf unserer Unternehmenswebsite in der Rubrik „Verantwortung“, in unserem Investor-Relations-Portal in der Rubrik „Nachhaltigkeit“ sowie soziale Kennzahlen im HR-Factbook an.

Wir suchen den persönlichen Dialog mit Investor*innen und führen mit sogenannten SRI-Roadshows regelmäßig nationale und internationale Infoveranstaltungen durch. Zudem nehmen wir immer wieder an SRI-Konferenzen oder -Tagungen teil und präsentieren auf Nachfrage unsere CR-Strategie als Best Practice. Darüber hinaus informieren wir interessierte Investor*innen in Telefonkonferenzen und beantworten zahlreiche direkte Anfragen. Auch in diesem Jahr haben wir unsere Investorendialoge – wie beispielsweise unsere SRI-Roadshows – aufgrund der Corona-Pandemie virtuell durchgeführt. 

Claudia Kurpiers

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Claudia Kurpiers

 

Steuern

Die Konzernsteuerabteilung ist dafür verantwortlich, dass der Konzern Deutsche Telekom national wie international die Steuern zahlt, die nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften geschuldet werden. Dies gilt einerseits für die Ertragsteuern des Konzerns, die zudem regelmäßig im Rahmen der IFRS-Finanzberichterstattung img zu erläutern sind; andererseits für Umsatz- oder Lohnsteuern, die für Kund*innen beziehungsweise Arbeitnehmer*innen des Konzerns abgeführt werden.

Die Konzernsteuerabteilung sorgt zudem dafür, dass die Unternehmensgruppe innerhalb der jeweils geltenden in- und ausländischen steuergesetzlichen Rahmenbedingungen steuereffizient aufgestellt ist (Vermeidung unnötiger Steuerlasten, die gesetzlich nicht zwingend sind). Maßgeblich ist hierbei eine nachhaltige Steuereffizienz der Unternehmensgruppe; und für eine solche ist aus Sicht der Konzernsteuerabteilung unerlässlich, transparent und vertrauensvoll mit den lokalen Finanzbehörden zusammenzuarbeiten, zum Beispiel im Rahmen von betriebswirtschaftlich ratsamen Unternehmensreorganisationen.

Darüber hinaus hat die Konzernsteuerabteilung den Anspruch, möglichst umfassend zum Erfolg des operativen Geschäfts der Deutschen Telekom beizutragen, zum Beispiel indem sie neue Geschäftsmodelle oder innovative technische Entwicklungen eng begleitet. Besonders konzentriert sie sich hierbei darauf, etwaige steuerrechtliche Zweifelsfragen umgehend zu klären und außerdem praxistaugliche Lösungswege zur Erfüllung der jeweiligen steuerlichen Anforderungen aufzuzeigen.

Die Steuerstrategie (inkl. Steuer-Policy) – Tax Compliance, Sustainable Tax Efficiency, Tax as Valued Business Partner – wurde vom Vorstand der Deutschen Telekom beschlossen.

Ausführliche Informationen zur Arbeit der Konzernsteuerabteilung, zu ihren Grundsätzen und ihrem Ansatz zum verantwortungsvollen Umgang mit Steuern können Sie in dem weiterführenden Dokument „Steuerstrategie“ nachlesen.

Weiterführende Informationen in Bezug auf Steuern der Deutschen Telekom
Zusätzliche Informationen im Hinblick auf unsere Steuern, beispielsweise zur länderbezogenen Berichterstattung und zur ergänzenden Erläuterung von Steuerquoten, finden Sie in den Dokumenten „Country-by-Country Report 2020“ und „Cash Tax Rate Reconciliation 2021“.

Wir beteiligen uns zudem an weiteren Initiativen, die einen ganzheitlichen Ansatz entwickeln sollen, um aussagekräftige Informationen in Bezug auf Steuern durch Unternehmen und Unternehmensgruppen zu ermitteln und zu veröffentlichen. Es geht darum, die verschiedenen Beiträge zur Finanzierung öffentlicher Gemeinwesen, die im Zusammenhang mit Unternehmen und Unternehmenstätigkeiten geleistet werden beziehungsweise entstehen, umfassend und differenziert darzustellen. In diesem Rahmen stellen wir bereits seit einigen Jahren für die wesentlichen europäischen Landesgesellschaften im Bereich Telekommunikation die sogenannte Total Tax Contribution fest. Dieser Ansatz und die entsprechenden Informationen für unseren Konzern sind im Dokument zur Total Tax Contribution näher beschrieben. Wir beabsichtigen, die entsprechenden Informationen auch für die kommenden Jahre zu ermitteln und zu veröffentlichen sowie auf weitere Landesgesellschaften auszuweiten.
 

 

 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 207-1 (Steuern)
  • GRI 207-2 (Steuern)

Forschung und Entwicklung

Als zukunftsorientiertes Telekommunikationsunternehmen unterstützen und beteiligen wir uns an aktueller Forschung. Wir kooperieren mit verschiedenen Hochschulen. Beispielsweise haben wir an der CODE University of Applied Sciences in Berlin einen Lehrstuhl für Software Engineering mit dem Schwerpunkt „Blockchain“ eingerichtet. Wir investieren in unterschiedliche Forschungsbereiche, etwa zum Thema „Internet of Things“ (IoT, Internet der Dinge img). 2021 flossen im Konzern 33 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung.

Wir fördern junge, innovative Geschäftsideen: In unserem Technologie-Inkubator hubraum profitieren Start-ups von unserer Erfahrung, bekommen Finanzierungshilfen und erlangen Zugang zu exklusiven Technologien. Die jungen Unternehmen bringen wir mit relevanten Geschäftseinheiten im Konzern zusammen, um innovative Technologien und neue Geschäftsmodelle zu testen und am Markt einzuführen. Im Jahr 2021 hat unser Inkubator mit etwa 100 Start-ups zusammengearbeitet.

Mit dem 5G Sustainability Award machen wir deutlich, dass sich die Wirtschaft und die Start-up-Szene für eine nachhaltige Welt einsetzen. Ausgezeichnet werden Projekte mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit von 5G-Netzen, zum Beispiel aus den Bereichen intelligente Infrastruktur und KI-gesteuertes (KI = Künstliche Intelligenz) Energiemanagement.

Mit einer Studie zu KI-Start-ups in Deutschland aus dem Berichtsjahr zeigen hubraum und der Bundesverband Deutsche Startups, wo die Potenziale des deutschen KI-Ökosystems liegen. Zu den Kernergebnissen der Analyse gehört, dass junge KI-Unternehmen enorm ambitioniert sind, es jedoch an Wachstumsimpulsen und Ressourcen fehlt. Gleichzeitig weist die Studie darauf hin, dass Frauen im KI-Sektor unterrepräsentiert sind und sich dies mit Blick auf partizipative sowie vorurteilsfreie KI ändern muss – denn je vielfältiger die Entwickler*innen hinter den Algorithmen, desto wertneutraler die von ihnen gestaltete KI. Hierbei gibt die Studie einen positiven Ausblick: 81 Prozent der KI-Start-ups sind überzeugt, dass ethische Fragen bei der Entwicklung der Technologie berücksichtigt werden müssen. Hier erfahren Sie mehr zu aktuellen hubraum-Projekten.

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