Unser Ansatz für energieeffiziente Netze

In Europa und den USA betreiben wir eigene Fest- beziehungsweise Mobilfunknetze. Der Betrieb dieser Netzinfrastruktur macht den größten Anteil unseres Energiebedarfs aus. Um wachsende Datenmengen zu bewältigen sowie die Geschwindigkeit und Qualität der Datenübertragung zu verbessern, steigern wir laufend die Kapazität und Leistung unserer Netze. Damit unser Energieverbrauch deutlich weniger wächst als die transportierten Datenmengen, verfolgen wir verschiedene Ansätze:

  • Wir modernisieren unsere Netzinfrastruktur: Dazu stellen wir unter anderem das Festnetz auf IP-Technologie um und bauen nicht mehr benötigte Technik, wie Antennen für das 3G-Netz, ab. Die Abschaltung des 3G-Netzes wurde in Deutschland am 30. Juni 2021 umgesetzt.
  • Das Thema „Energieeffizienz“ haben wir bei der Auswahl von neuen Technologien bereits in der Architektur- und Designphase durch Spezifikationen und Vorgaben fest verankert.
  • Für unsere Netze nutzen wir energieeffizientere Technik. Dies gilt darüber hinaus ebenso für die Beleuchtung, Überwachung und vor allem Kühlung unserer Anlagen.
  • Das Energiemanagement unseres internen Energiedienstleisters Power & Air Solutions ist seit 2013 nach ISO 50001 img zertifiziert.
  • Wir optimieren die Energieeffizienz der gesamten Versorgungskette aller Standorte der Telekom Technik – und verkleinern dadurch unseren CO2-Fußabdruck.
  • Wir treiben den Ausbau von Photovoltaik an unseren Telekom-Standorten voran. Dabei legen wir den Fokus auf den Einsatz von Stromspeichern und eines intelligenten Lastmanagements. Power & Air Solutions erprobt innovative Technologien wie den Einsatz von Brennstoffzellen, die Energiegewinnung aus Abwärme über Gasturbinen und Eisspeicher zur Unterstützung der mechanisch erzeugten Kälte.
  • Im Rahmen unseres Energiemanagements in Deutschland reduzieren wir zudem den Energiebedarf unserer Gebäude. Wir überwachen fortlaufend die Verbrauchswerte und ermitteln auf Basis dieser Daten Potenziale zur Effizienzsteigerung.
  • Im Jahr 2020 haben wir eine konzernweit geltende Energie-Guideline veröffentlicht. Sie hilft den Landesgesellschaften, unsere Klimastrategie umzusetzen. Die Guideline stellt ausgewählte Maßnahmen sowie Lösungsvorschläge für mehr Energieeffizienz zusammen: zum Beispiel betriebliche Energiesparfunktionen, optimiertes Energiemanagement, die Stilllegung von Altanlagen und/oder die Verwendung energieeffizienterer Technologien. Im Berichtsjahr haben wir die praktische Umsetzung der Energie-Guideline in Anwendungsfällen einzelner Projekte geprüft und konnten bereits deutliche positive Effekte beobachten.

Bis 2024 möchten wir unseren Energieverbrauch stabilisieren. Um dieses Ziel trotz stark wachsendem Datenvolumen und Netzausbau zu erreichen, wollen wir unsere Energieeffizienz – das Verhältnis von Datenvolumen im Netz und dafür aufgewendeten Strom – verdoppeln. Im konzernweiten Technologie-Innovationsprojekt erforschen und entwickeln wir daher neue Ansätze für einen energieeffizienten und nachhaltigen Netzbetrieb. Dabei nehmen wir die Bereiche Energietransport, -verfügbarkeit und -effizienz in den Blick: So wollen wir den Energieverbrauch im Mobilfunkbetrieb reduzieren und Lösungen für energieautonome Mobilfunkstandorte entwickeln. Die Ergebnisse nutzen wir zur Förderung von Energieeffizienz- und Energiesparmaßnahmen in Deutschland und Europa. Beispielsweise konnten einige europäische Landesgesellschaften ihren Energieverbrauch bereits durch Netzwerk-Modernisierungen senken.

Die Lösungen aus unserer konzernweiten Innovationsarbeit wenden wir außerdem im 2018 gegründeten Projekt „PLASMA“ an: Ziel ist es, unseren Stromverbrauch und damit auch unsere Stromkosten deutschlandweit langfristig zu senken. Dazu führen wir verschiedene Optimierungsmaßnahmen durch. Zum Beispiel tauschen wir alte Gleichrichteranlagen in unseren Betriebsstellen nach und nach durch energieeffizientere aus. Im Jahr 2021 haben wir unser Projektziel erreicht und den Energieverbrauch der Telekom Deutschland um 274 GWh pro Jahr reduziert. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von rund 68 000 Vier-Personen-Haushalten. 

Seit 2020 sind wir Mitglied der Solar Impulse Foundation (SIF) 1000+ Solutions Alliance. Ziel der SIF ist es, mehr als 1 000 Lösungen zu identifizieren, die Umweltproblemen begegnen – besonders infolge des Klimawandels. Für die Deutsche Telekom steht die Entwicklung von Technologien für die ICT-Branche im Fokus, die sich positiv auswirken auf die Reduzierung von CO2-Emissionen, das Energiemanagement und die Energieeffizienz sowie das Sammeln und Recyceln digitaler Geräte. Zudem unterstützt die SIF nicht nur die Entwicklung solcher Lösungen, sondern zertifiziert diese auch. Im Jahr 2020 zeichnete sie eine von der Telekom in Deutschland mit ihrem Partner Cloud&Heat eingesetzte Lösung zur Kühlung von Servern durch ein innovatives Wasserkühlsystem aus.

Heinz-Gerd Peters

Sie haben Fragen zu diesem Thema?
Fragen Sie unseren Experten:

Heinz-Gerd Peters

ESG KPI „Energy Intensity“ DT Konzern KPI

Seit 2016 berichten wir der ESG KPI img „Energy Intensity“. Anders als der in den Vorjahren genutzte ESG KPI „Energieverbrauch“ setzt dieser den Energieverbrauch ins Verhältnis zum bewältigten Datenvolumen. Mit dem Datenvolumen als Bezugsgröße wird eine direkte Verknüpfung zur Leistungsfähigkeit unserer Netze hergestellt. 

Unser Ambitionsniveau: KPI senken

ESG KPI „Energy Intensity“ Deutsche Telekom Konzern

  Daten durch PwC geprüft. Daten beruhen teilweise auf Schätzungen, Annahmen und Hochrechnungen.

Im Zähler des ESG KPI wird der gesamte Energieverbrauch aller Energieträger – Treibstoff, Gas, Fernwärme und Strom – berücksichtigt. Das Datenvolumen setzt sich zusammen aus dem transportierten IP-Datenvolumen (u. a. IP-Telefonie, Internet, IP-TV). 

a) Der Wert für 2019 wurde gegenüber der Veröffentlichung des Vorjahres korrigiert. Die nachträgliche Korrektur resultiert aus Nachmeldungen für den Erdgasverbrauch bei Magyar Telekom Hungary und T-Mobile Austria.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 302-3 (Energie)

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

  • Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 12 (Ressourcenmanagement)

Global Compact

  • Prinzip 7 (Unterstützung eines vorsorgenden Ansatzes im Umgang mit Umweltproblemen)

European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS)

  • E01-01 (Gesamter Energieverbrauch)

ESG KPI „Energy Intensity“ DT Konzern in Deutschland KPI

Seit 2016 berichten wir den ESG KPI img „Energy Intensity“. Anders als der in den Vorjahren genutzte ESG KPI „Energieverbrauch“ setzt dieser den Energieverbrauch ins Verhältnis zum bewältigten Datenvolumen. Mit dem Datenvolumen als Bezugsgröße wird eine direkte Verknüpfung zur Leistungsfähigkeit unserer Netze hergestellt. 

ESG KPI „Energy Intensity“ Konzern DT in Deutschland

   Daten durch PwC geprüft. Daten beruhen teilweise auf Schätzungen, Annahmen und Hochrechnungen.

Im Zähler des ESG KPI wird der gesamte Energieverbrauch aller Energieträger – Treibstoff, Gas, Fernwärme und Strom – berücksichtigt. Das Datenvolumen setzt sich zusammen aus dem transportierten IP-Datenvolumen (u. a. IP-Telefonie, Internet, IP-TV). 

   

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 302-3 (Energie)

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

  • Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 12 (Ressourcenmanagement)

Global Compact

  • Prinzip 7 (Unterstützung eines vorsorgenden Ansatzes im Umgang mit Umweltproblemen)
  • Prinzip 8 (Ergreifen von Initiativen für ein größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt)

European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS)

  • E01-01 (Gesamter Energieverbrauch)

Gesamt-Energieverbrauch KPI

Der Gesamtenergieverbrauch ist gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent gestiegen. Der leichte Anstieg resultiert aus einem höheren Stromverbrauch durch Netzausbau und wachsendem Datenvolumen.

Daten durch PwC geprüft. Daten beruhen teilweise auf Schätzungen, Annahmen und Hochrechnungen. Daten stammen teilweise von externen Dienstleistern.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 302-1 (Energie)

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

  • Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • Code TC-TL-130a.1 (Ökologischer Fußabdruck des Betriebs)

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 11 (Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen)

European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS)

  • E01-01 (Gesamter Energieverbrauch)

 

ESG KPI „PUE“ – weniger CO2-Verbrauch in Rechenzentren KPI

Die CO2-Emissionen unserer Rechenzentren (RZ) reduzieren wir, indem wir den Energieverbrauch der einzelnen RZ-Standorte optimieren und Prozesse verbessern. Ein Indikator für die Effizienzsteigerung unserer Rechenzentren ist der „Power Usage Effectiveness (PUE img)“-Wert, den wir nach der Methode der RZ-Norm EN50600 ermitteln. Nach ihr müssen sämtliche Energieverbräuche der Rechenzentren – und nicht nur die zum Betrieb der Server – in die Wertermittlung einfließen. Der PUE-Wert ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen der verbrauchten elektrischen Gesamtenergie des RZ und der elektrischen Energieaufnahme der IT.

Der durchschnittliche globale PUE-Wert unserer T‑Systems Rechenzentren lag 2021 bei 1,58. Für unsere Rechenzentren in Deutschland konnte ein Rückgang von 1,85 im Jahr 2008 auf 1,49 im Jahr 2021 erreicht werden; dieser Wert liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt aller Rechenzentren in Deutschland, der bei etwa 1,8 liegt. Unser effizientestes, hochverfügbares Rechenzentrum hat einen PUE-Wert von 1,3. So können wir den, durch die wachsenden Datenmengen und die neuen Leistungsmerkmale zunehmenden Energiebedarf der IT-Anlagen zum Teil kompensieren.

Die Rechenzentren werden energieeffizienter
Im Programm „DC11@2018“ haben wir bis Ende 2018 weltweit Rechenzentrumskapazität in sogenannten FMO-Rechenzentren (Future Mode of Operation) mit neuester IT-Technologie zusammengeführt und so die Energieeffizienz verbessert. Dabei wurde die physikalische Konsolidierung der Rechenzentren (die Reduktion der RZ-Flächen und -Standorte) mit logischen Konsolidierungen (der Virtualisierung img von IT-Infrastruktur) verknüpft. Im Zuge der physikalischen Konsolidierung nahmen wir mehrere alte Rechenzentren in Deutschland vom Netz.

2019 starteten wir das Nachfolgeprogramm „Data-Center-Next“. Unser Ziel ist es, die IT-Landschaft weiter zu homogenisieren, zu virtualisieren und die Auslastung der Rechenzentrumsinfrastruktur dem IT-Bedarf entsprechend zu optimieren. Im Programm „Data-Center-Next“ werden effizienzsteigernde Optionen genutzt, wie selektive Kühlung einzelner Bereiche und Erhöhung der Temperatur innerhalb des möglichen Bereichs – bei gleichzeitiger Berücksichtigung von festgelegten Grenzwerten. So wollen wir durchgängige Effizienzsteigerungen erreichen.

Ein Großteil unserer hochverfügbaren, modernen internen FMO-Twin-Core-Rechenzentren war bereits zum Jahresende 2020 im „EU Code of Conduct on Data Centre Energy Efficiency“ (EU CoC) gelistet. Damit erfüllen wir jetzt schon in hohem Maße ein voraussichtlich zukünftiges Kriterium der neuen europäischen Regulierung für nachhaltiges Wirtschaften (EU-Taxonomie). Parallel arbeiten wir daran, die Energieeffizienz in allen Rechenzentren weiter zu optimieren.

Die Rechenzentren werden energieeffizienter

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • Code TC-TL-130a.1 (Ökologischer Fußabdruck des Betriebs)

Erfüllung des EU-Kodex für Energieeffizienz in Rechenzentren

Die Europäische Union (EU) hat 2008 den Verhaltenskodex „EU Code of Conduct on Data Centre Energy Efficiency“ eingeführt. Ziel ist es, Betreiber und Eigentümer von Rechenzentren (RZ) zu motivieren, den Energieverbrauch und damit die negativen Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Energieversorgungssicherheit zu reduzieren. Unternehmen können sich dieser freiwilligen Initiative anschließen. T-Systems nimmt seit 2014 an dieser Initiative teil. Die dazugehörige Seite der EU-Kommission bietet transparente, weiterführende Informationen zur Teilnahme einzelner Rechenzentren.

Aktuell betreiben wir in Europa an acht sogenannten FMO-Twin-Core-Standorten insgesamt 16 – acht intern und acht extern – FMO-Twin-Core-Rechenzentren sowie vier lokale kundenspezifische RZ. Im Jahr 2021 sind sechs unserer acht internen europäischen FMO-Twin-Core-Rechenzentren sowie ein externes FMO-Twin-Core-Rechenzentren bei dem „EU Code of Conduct“ gelistet. Mit der Teilnahme am „EU Code of Conduct“ erfüllt T-Systems ein voraussichtlich wichtiges Kriterium zur Erreichung der Taxonomiekonformität der neuen Regulierungsinitiative für nachhaltige Geschäftsaktivitäten (EU-Taxonomie img). Mehr zu unserem Engagement im Rahmen der EU-Taxonomie erfahren Sie hier.

Mehr... Alle News