Abfallmanagement und Recycling KPI

Unser Beitrag zu den SDG

Wir gehen sorgsam mit Ressourcen um – und dementsprechend auch mit Abfällen. Unser Abfallmanagement ist konzernweit nach dem „Internationalen Rahmen für das Abfallmanagement“ einheitlich organisiert. Auf dieser Grundlage legen die Landesgesellschaften eigenverantwortlich messbare Ziele fest und überwachen deren Umsetzung. Dies ermöglicht ihnen, flexibel auf landes- und unternehmensspezifische Rahmenbedingungen einzugehen. 

Unser Ziel ist es, so viele Abfälle wie möglich zu recyceln. Im Berichtsjahr haben die europäischen Landesgesellschaften ein gemeinsames Ziel festgelegt: Bis 2024 sollen keine anfallenden elektronischen Abfälle oder zurückgenommenen Geräte, wie beispielsweise Smartphones, Router oder Laptops, auf der Mülldeponie landen, sondern wie in Deutschland fachgerecht entsorgt oder recycelt werden. 2021 haben wir unser konzernweites Kennzahlenset zum Abfallmanagement weiterentwickelt und neben dem Abfallaufkommen auch Zahlen zur Verwertung der technischen und gefährlichen Abfälle erhoben.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 306-1 (Abfall)
  • GRI 306-2 (Abfall)
  • GRI 306-4 (Abfall)
  • GRI 306-5 (Abfall)

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • Code TC-TL-440a.1 (Management von Produkten am Ende der Gebrauchsdauer)

Abfallaufkommen (inklusive E-Waste) KPI

Als Teil unseres Abfallmanagements bilden wir unser Abfallaufkommen transparent ab. Im Berichtsjahr haben wir unser Kennzahlenset zum technischen Abfall erweitert, sodass erstmalig zwischen elektronischem Abfall (E-Waste), Kabelabfall und sonstigem technischem Abfall differenziert werden kann. Für die Reduktion von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen haben wir kein konzernweites Ziel vorgegeben. Vielmehr orientieren sich die Landesgesellschaften an unserem 2013 verabschiedeten „Internationalen Rahmen für das Abfallmanagement“; auf dieser Basis entwickeln beziehungsweise aktualisieren sie ihre eigenen Abfallstrategien. Dafür setzen sie sich auch entsprechende Ziele: Im Vordergrund steht dabei, gefährliche Abfälle – zum Beispiel Bleibatterien – zu reduzieren.

Die konzernweite Abfallmenge ist gegenüber 2020 um 10 Prozent angestiegen. Die Steigerung ist auf eine geänderte Berechnungsmethodik bei T-Mobile US zurückzuführen. Die Abfallmenge ohne T-Mobile US ist um rund 28 Prozent gesunken. In unserem interaktiven Kennzahlentool zum Gesellschaftsvergleich stellen wir detaillierte Informationen zu den Kennzahlen der Einzelgesellschaften bereit.

Abfallaufkommen Deutsche Telekom Konzern

Abfallaufkommen ohne T-Mobile US

Zurückgewonnene Kupferkabel
Jahrzehntelang bestanden die Telefonleitungen größtenteils aus Kupferkabeln. Durch den Glasfaserausbau werden sie nun teilweise ersetzt. 2016 haben wir deshalb eine konzernweit verbindliche Richtlinie eingeführt: Sie unterstützt die Landesgesellschaften bei der Wiederverwertung und Entsorgung von Altkabeln und enthält auch Anforderungen an das Recycling von Kupferkabeln.

Im Jahr 2021 hat die Telekom allein in Deutschland über 3 171 Tonnen Kupferkabel aus Kabelkanalanlagen gezogen. Zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe bereiten sie umweltgerecht auf. Anschließend werden bis zu 90 Prozent des Materials wieder dem Rohstoffmarkt zugeführt.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 306-1 (Abfall)
  • GRI 306-3 (Abfall)

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • Code TC-TL-440a.1 (Management von Produkten am Ende der Gebrauchsdauer)

Global Compact

  • Prinzip 7 (Unterstützung eines vorsorgenden Ansatzes im Umgang mit Umweltproblemen)

Papierloses und -vermeidendes Arbeiten

Der Betrieb eines großen Unternehmens wie der Deutschen Telekom geht mit einem hohen Papierverbrauch einher. Seit einigen Jahren reduzieren wir diesen Papierverbrauch schrittweise. Mit dem Projekt „Paperless Office“ (papierloses Büro) wollen wir bis 2025 möglichst vollständig auf Papier verzichten.

Angesichts der enormen Menge von aktuell rund 3 200 Tonnen Papierverbrauch allein an unseren deutschen Standorten und einer Vielzahl von Prozessen, die Papier benötigen, ist die weitestgehend papierlose Telekom ein sehr ambitioniertes Ziel. 

Print-on-Demand beispielsweise – das Drucken nach Bedarf und auf Abruf – hat viele Vorteile: Kurzanleitungen werden auftragsbezogen in einer speziell dafür vorgesehenen Anlage gedruckt und müssen nicht vorproduziert, transportiert und gelagert werden. Änderungen in Informationsblättern für unsere Kund*innen können kurzfristig umgesetzt werden und es sammeln sich keine großen Mengen an veralteten Dokumenten an, die vernichtet werden müssen. Im Berichtsjahr haben wir das Projekt ausgeweitet: Print-on-Demand ist jetzt für die Kurzanleitungen aller Tarife in Deutschland (MagentaZuhause, MagentaTV, Geschäftskunden- und Hybrid-Tarife) verfügbar. Darüber hinaus haben wir überprüft, ob sich auch weitere Materialien – die etwa eine Broschüre oder eine SIM-Karte enthalten – für Print-on-Demand eignen. Nicht alle Materialien, wie die SIM-Karten für unsere Hybrid-Tarife, lassen sich bisher in den Prozess integrieren. Seit März 2021 sind die Print-on-Demand-Anleitungen mit unserem Label #GreenMagenta gekennzeichnet. 

Um unseren Verbrauch darüber hinaus weiter zu minimieren, haben wir 2021 in Deutschland weitere Maßnahmen umgesetzt – und damit rund 275 Tonnen Papier eingespart:

  • Die Korrespondenz mit unseren Millionen Kund*innen ist einer der größten Hebel zur Papiereinsparung. Dank Online-Rechnungen und zunehmend digitaler Kommunikation haben wir 2021 rund sechs Millionen Sendungen weniger verschickt als 2020 – das entspricht 100 Tonnen Papier.
  • Ein Teil unserer Lieferscheine steht nun digital zur Verfügung. Durch diese Umstellung umfassen die Papierscheine nur noch eine statt zwei Seiten – womit wir jährlich sieben Tonnen Papier einsparen.
  • Pandemiebedingt arbeiteten mehr Beschäftigte mobil von zu Hause aus; so wurden an den betrieblichen Arbeitsplätzen weniger Unterlagen ausgedruckt. Daneben haben Sensibilisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen zu weiteren Einsparungen beim Drucken geführt – insgesamt 46 Tonnen im Jahr 2021. Auch weichen Flipcharts, Notizbücher und Co. zunehmend digitalen Alternativen.
  • Nach dem erfolgreichen Start eines Pilotprojekts zur Druckreduktion in der Telekom-Zentrale in Bonn soll bald ein weiterer Standort folgen. Mit Blick auf die Zukunft wollen wir die Druckerflotte der Telekom an allen Standorten deutlich verringern.
  • Über unsere „Mitarbeiter-App“ werden Personal- und Abrechnungsprozesse – wie z. B. Reisekostenabrechnungen – digital und papierlos abgewickelt.
  • Auch rund um unsere Shops konnten wir viel Papier einsparen: So hat sich die Papiermenge bei unserem „Mehr Magenta“-Magazin im Vergleich zum Vorjahr um rund 32 Tonnen reduziert. Durch den Verzicht auf Papiertüten haben wir weitere 5 Tonnen Papier eingespart.
  • Ebenso reduzierte sich die Papiermenge aus dem Flyerversand an deutschlandweite Haushalte um rund 90 Tonnen.
  • Bis wir unser Ziel erreichen, nutzen wir zertifiziertes Papier aus nachhaltigen Quellen. Zudem sind derzeit über 50 Prozent der Artikel unseres Bürosortiments nachhaltig zertifiziert. Bis 2025 wollen wir alle Produkte, für die es eine zertifizierte Alternative gibt, umstellen.

Als nächster Schritt ist eine engere Vernetzung mit den Landesgesellschaften geplant. Auch diese können bereits vielfältige Erfolge vorweisen

  • Slovak Telekom: Dank mehr Online-Rechnungen werden rund 10 Tonnen Papier pro Monat eingespart. Daneben verzichtet die slowakische Landesgesellschaft in den Shops auf Papierflyer und Kund*innen können Verträge komplett digital abschließen.
  • Kroatien: Seit 2021 erhalten auch Geschäftskund*innen von Hrvatski Telekom Online-Rechnungen, wodurch noch weniger Papier verwendet wird.
  • Magenta Telekom in Österreich: Auch hier erhalten Kund*innen auf Wunsch ihre monatlichen Rechnungen online – im Jahr 2021 wurden so 91 Millionen Seiten Papier eingespart. Zudem spendet Magenta für jeden Wechsel auf digitale Rechnungen 3 Euro für Aufforstungsprojekte der Stadt Wien.
  • T-Systems in Brasilien: 90 Prozent der Kund*innen erhalten ihre Rechnungen online; auch Lieferantenverträge werden durch digitale Signaturen papierlos abgewickelt.
  • T-Mobile Polska: Für jede zweite Seite eingespartes Papier durch die Umstellung auf Online-Rechnungen bei Geschäftskund*innen pflanzt T-Mobile Polska einen Baum.
  • T-Mobile US: In den USA steigt die Quote digitaler Alternativen zu Rechnungen und Flyern ebenfalls weiter an. Zudem wurden die Drucker in den Bürogebäuden reduziert, um Ressourcen zu sparen.
  • Griechenland/OTE: Mit der „MyNet.Go“-App img können die Mitarbeitenden unter anderem papierlose Urlaubsanträge stellen.
  • DT IT Solutions Russia: Zur Förderung des „Paperless Office“ wurden Personalprozesse und -dokumente digitalisiert sowie digitale Signaturen eingeführt. 
  • DTSE: Mit dem Projekt „Let‘s go paperless“ wird der Papierverbrauch reduziert und so viele Prozesse wie möglich werden digitalisiert. Eine Digitalisierungs-Community bietet Tipps und Anregungen sowie Workshops und digitale Tools an, um Papier zu sparen und die Anzahl der Drucker zu reduzieren.
Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 306-2 (Abfall)

Nachhaltige Produktverpackung KPI

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Verpackungsmaterial zu reduzieren und stellen unsere Produktverpackungen auf nachhaltige Alternativen um: So sollen ab Mitte 2022 alle neu auf den Markt kommenden Telekom-gebrandeten Produkte in Deutschland und Europa nachhaltig verpackt sein. Für die Umstellung haben wir entsprechende Nachhaltigkeitskriterien entwickelt und in einer Verpackungsrichtlinie festgehalten. Unter anderem wollen wir recycelbare und biologisch abbaubare Materialien, soweit möglich Altpapier und nur ungiftige Etiketten sowie Aufdrucke (z. B. aus Sojatinte) verwenden. Die Verpackungsrichtlinie ist Teil unserer konzernweit gültigen (mit Ausnahme von T-Mobile US) „Standard Design Specifications“, in denen auch nachhaltige Anforderungen an Produktbestandteile und Design enthalten sind. Alle Produkthersteller müssen diese Kriterien bei der Entwicklung von Telekom-Geräten erfüllen. 2021 waren bereits circa 1,4 Millionen neue Telekom-gebrandete Produkte, die in Deutschland verkauft oder vermietet wurden, entsprechend unserer Kriterien nachhaltig verpackt.

Für unsere Produkte verwenden wir unter anderem PaperFoam, eine biobasierte und biologisch abbaubare Alternative zu herkömmlichen Verpackungsmaterialien. PaperFoam ist ungiftig, papierrecycelbar und verringert den CO2-Fußabdruck im Vergleich zu anderen Materialien um bis zu 85 Prozent. In Deutschland ist seit 2021 der Speedport Smart 4 Router damit verpackt. Dieser hat außerdem ein Gehäuse aus 95 Prozent recyceltem Kunststoff.

Auch bei nicht Telekom-gebrandeten Geräten, die wir von Drittanbietern beziehen, setzen wir auf nachhaltige Produktverpackungen: Bis Ende 2022 sollen Smartphones von Drittanbietern, die wir in Europa vertreiben, eine nachhaltige Verpackung haben. Im Zuge unserer Qualitätsprüfungen untersuchen wir derzeit die Nachhaltigkeit der bestehenden Verpackungen. Werden unsere Nachhaltigkeitsstandards nicht eingehalten, suchen wir den Dialog mit den Herstellern. Einige Hersteller erfüllen unsere Anforderungen bislang noch nicht vollständig, haben aber vielversprechende Pläne für nachhaltige Verpackungen vorgestellt. Im Jahr 2021 waren rund zwei Drittel aller durch die Deutsche Telekom verkauften Smartphones in der EU nachhaltig verpackt.

Erstmalig berichten wir in diesem Jahr konzernweite Kennzahlen zu nachhaltig verpackten Geräten und differenzieren dabei zwischen nachhaltig verpackten eigenen Festnetzgeräten sowie nachhaltig verpackten Mobilfunkgeräten (z. B. mobile Router, Smartphones und Tablets). 2021 betrug der Anteil der nachhaltig verpackten Mobilfunkgeräte konzernweit 0,01 Prozent. Der Anteil der eigenen nachhaltig verpackten Festnetzgeräte lag bei 13 Prozent.

Darüber hinaus wollen wir auch die Logistik nachhaltiger gestalten und beispielsweise Versandverpackungen optimieren. Hierbei verzichten wir insbesondere auf Plastik. Eine umfassende Analyse zeigte: 2021 haben wir in Deutschland mehr als 60 000 Quadratmeter Plastikfolie eingespart. Das entspricht über acht Fußballfeldern. Durch bedarfsgerechte Produktion von Verpackungen verwendeten wir zudem bereits 80 Prozent weniger Papier. Seit wir 2020 eine Pappschrott-/Zerkleinerungsmaschine eingeführt haben, können wir pro Jahr weitere 50 Tonnen an zusätzlichem Papier als Füllmaterial sparen. Um noch mehr Optimierungspotenziale auszuschöpfen, sind wir im Dialog mit den Landesgesellschaften außerhalb Deutschlands und erarbeiten gemeinsam innovative Konzepte.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 301-3 (Materialien)
  • GRI 306-2 (Abfall)

Rücknahme von Mobilgeräten

Die europäischen Landesgesellschaften (ausgenommen Deutschland) haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2024 eine Million alte Mobilgeräte einzusammeln und durch Wiederaufbereitung oder Recycling in den Kreislauf zurückzuführen. Auch in Deutschland engagieren wir uns über die gesetzlichen Anforderungen hinaus dafür, gebrauchte Handys zu sammeln – so wurden seit 2003 über 3,3 Millionen Geräte zurückgenommen. 

Im Rahmen unseres nachhaltigen Smartphone-Kreislaufs können Altgeräte über den Handy-Ankauf „Trade MyMobile“ an die Telekom verkauft werden. Die gebrauchten Mobilgeräte werden – wenn sie sich für die Aufbereitung und Weiternutzung eignen – zertifiziert erneuert. Unter „ReUse MyMobile“ werden sie in den Kreislauf zurückgeführt und wieder verkauft. Durch die Weiternutzung wird ihre Ökobilanz deutlich verbessert. Mit „Insure MyMobile“ bieten wir zudem eine Handy-Versicherung für neue und wiederaufbereitete Smartphones. 

Geschäftskund*innen können das Handyankaufsportal zur Rückgabe von Smartphones und Tablets nutzen. Damit bieten wir auch für Unternehmen einen kompletten Handykreislauf an.

Gebrauchte Mobilgeräte können in Deutschland – ohne Akkus – per Post an uns geschickt oder in eine Telekom-Sammelbox eingeworfen werden. Insgesamt wurden im Jahr 2021 von der Telekom in Deutschland rund 203 000 gebrauchte Handys und Smartphones zurückgenommen oder angekauft. Über das Online-Portal kann sich jede*r für die Handy-Sammlung engagieren und eine kostenlose Sammelbox bestellen. Auch bei diesen Geräten wird überprüft, ob sie weitergenutzt werden können. Geräte, die sich nicht mehr für eine Wiederaufbereitung eignen, werden in spezialisierten Betrieben in Deutschland umwelt- und fachgerecht recycelt. Die so gewonnenen metallischen Rohstoffe werden ebenfalls in den Kreislauf zurückgeführt und wiederverwendet. 

Im Berichtsjahr haben wir eine breit angelegte Handy-Sammelaktion mit dem Radiosender WDR 2 durchgeführt. Im Aktionszeitraum im Oktober 2021 wurde im Radio intensiv über Nachhaltigkeit, Handy-Rückgabe und „Urban Mining“ berichtet. Insgesamt haben wir rund 5 000 Geräte von den WDR-Hörer*innen erhalten. Die Erlöse kommen humanitären Projekten in Ländern zugute, in denen Gold, Kupfer oder Silber auch für die Produktion von Smartphones abgebaut werden. Alle gesammelten Geräte transportieren wir kontrolliert und sicher zum Telekom Recycling Center. Dort wird jedes Handy elektronisch erfasst und in einer Datenbank bewertet. Etwa 10 bis 15 Prozent von ihnen können weiterverwendet werden. Von diesen Handys und Smartphones werden alle Daten der vorherigen Nutzer*innen sorgfältig gelöscht. Defekte Handys oder Geräte, bei denen die zertifizierte Datenlöschung zu aufwendig wäre, werden durch das Telekom Recycling Center in Deutschland fach- und umweltgerecht recycelt. Von den Materialien werden bis zu 100 Prozent ein weiteres Mal verwendet – als recycelte Metalle oder zur Energieerzeugung.

Bei unseren Sammelprozessen kooperieren wir mit dem Rücknahmespezialisten Teqcycle. Gemeinsam setzen wir auf sichere Lösungen, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen: bei der Sammlung und dem Transport der gebrauchten Geräte sowie bei der Löschung von Daten. Hohe Sicherheitsstandards im Datenschutz halten wir ein – der gesamte Rückholprozess ist in Bezug auf den Datenschutz von der Prüfgesellschaft DEKRA zertifiziert. Das gemeinsame Rücknahmesystem der Telekom in Deutschland und Teqcycle über das Handysammelcenter ist außerdem mit dem staatlichen Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet.

Mit den Erlösen aus der Vermarktung und dem Recycling unterstützen wir Projekte im Natur- und Umweltschutz sowie soziale Projekte der Kooperationspartner des Handysammelcenters.

Cornelia Szyszkowitz

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Cornelia Szyszkowitz

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 301-3 (Materialien)
  • GRI 306-1 (Abfall)
  • GRI 306-2 (Abfall)

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • Code TC-TL-440a.1 (Management von Produkten am Ende der Gebrauchsdauer)

Global Compact

  • Prinzip 7 (Unterstützung eines vorsorgenden Ansatzes im Umgang mit Umweltproblemen)

ESG KPI „Rücknahme Mobilgeräte“ (inklusive Mobiltelefone) KPI

Wir berichten den ESG KPI „Rücknahme Mobilgeräte“ mit der Bezugsgröße „Anzahl in Umlauf gebrachter mobile Endgeräte“. So lässt sich der Anteil der zurückgenommenen mobilen Endgeräte an der Anzahl der in den Markt gebrachten Endgeräte abbilden. Eine ökologisch wünschenswerte, längere Verwendung der Geräte wirkt sich damit positiv auf den Wert des KPI aus.

Der ESG KPI „Rücknahme Mobilgeräte“ lag im Jahr 2021 für den Konzern (ohne T-Mobile US und DTSE Einheiten) bei 3,7 Prozent. Von jährlich 100 in Umlauf gebrachten Geräten nehmen wir also rund 3,7 durch Sammelaktionen wieder zurück. Im Jahr 2021 haben wir unsere Datenerfassung erweitert und weisen neben der Rücknahme von Mobilgeräten zusätzlich auch die Rücknahme von Mobiltelefonen aus. Der KPI zur Rücknahme von Mobiltelefonen lag 2021 bei 3,9 Prozent.

Unser Ambitionsniveau: KPI steigern

Im Jahr 2021 wurden konzernweit über 12 Millionen Mobiltelefone zurückgenommen – rund 11,6 Millionen allein von T-Mobile US. Der KPI liegt damit für T-Mobile US bei 33 Prozent und der Konzernwert inklusive T-Mobile US bei 27 Prozent. Ziel der Handy-Rücknahme ist es, alten Handys ein zweites Leben zu geben oder sie gegebenenfalls ordnungsgemäß zu recyceln und die dort enthaltenen wertvollen Rohstoffe zu sichern. Dadurch konnten seit 2003 in Deutschland schon über 3,3 Millionen gebrauchte Geräte ressourcenschonend wiederverwendet oder recycelt werden. Auf diese Weise konnten wir dazu beitragen, die Ökobilanz von Mobilgeräten zu verbessern.

Die Erfassung der zurückgenommenen Endgeräte erfolgt in Kilogramm oder über die Stückzahl. Bei der Erhebung in Kilogramm wird ein konzerneinheitlicher Umrechnungsfaktor von 7,25 Stück pro Kilogramm zugrunde gelegt, sofern kein landesspezifischer Umrechnungsfaktor vorliegt. Die in den Markt gebrachten mobilen Endgeräte umfassen Smartphones, Simple Phones, Tablets und mobile Festnetz-Geräte. Aus Gründen der Datenqualität werden Stückzahlen aus dem Einkauf berichtet.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 301-3 (Materialien)
  • GRI 306-1 (Abfall)

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • TC-TL-440a.1 (Management von Produkten am Ende der Gebrauchsdauer)

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 7 (Regeln und Prozesse)
  • Kriterium 10 (Innovations- und Produktmanagement)
  • Kriterium 11 (Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen)
  • Kriterium 12 (Ressourcenmanagement)

European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS)

  • E14-01 (Recyclingquote)

ESG KPI „Rücknahme CPEs“ (Festnetz) KPI

Vor dem Hintergrund unserer Kreislaufstrategie setzen wir uns auch für die Wiederaufbereitung und das fachgerechte Recycling von CPEs (Customer Premises Equipment) ein. Zu CPEs zählen Modems, Router, Repeater und TV-Receiver. Ziel der Rücknahme ist es, alten Geräten ein zweites Leben zu geben oder sie gegebenenfalls ordnungsgemäß zu recyceln und die enthaltenen wertvollen Rohstoffe zu sichern.

2021 berichten wir erstmalig den ESG KPI img „Rücknahme CPEs“ und die Anzahl generalüberholter CPEs. Im Jahr 2021 wurden konzernweit mehr als 3 Millionen CPEs zurückgenommen und 18 Prozent davon generalüberholt.

Unser Ziel ist es, den Prozess der Rücknahme und Aufbereitung weiter zu optimieren und ein 100-prozentig nachhaltiges Management der gesammelten CPEs zu erreichen. Das bedeutet, dass alle in den europäischen Landesgesellschaften zurückgenommenen CPEs entweder aufgearbeitet, für eine zukünftige Aufarbeitung gelagert oder recycelt werden. Mit der Umsetzung entsprechender Maßnahmen beginnen wir im Jahr 2022.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 301-3 (Materialien)
  • GRI 306-1 (Abfall)

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

  • Code TC-TL-440a.1 (Management von Produkten am Ende der Gebrauchsdauer)
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