Unser Ansatz zum Schutz der Menschenrechte

Unser Beitrag zu den SDG

Die Telekom bekennt sich ausdrücklich zu den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die 2011 vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) verabschiedet wurden. Die Prinzipien verlangen, dass wir die Auswirkungen unserer eigenen Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte systematisch identifizieren und negative Folgen verhindern, abmildern und bei Bedarf wiedergutmachen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, haben wir für den gesamten Konzern ein umfassendes Programm entwickelt: In einem fortlaufenden Prozess aus mehreren ineinandergreifenden Maßnahmen und Instrumenten setzen wir die UN-Leitprinzipien um (siehe Grafik).

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Grundsatzerklärung zu Menschenrechten

In mehreren grundlegenden Regelwerken verpflichten wir uns zur Achtung der Menschenrechte, der Persönlichkeitsrechte und der Meinungsfreiheit – und zur Wahrung des Rechts auf Kollektivvereinbarungen sowie zur Gewährleistung von Vielfalt und Chancengleichheit:

Umgang mit Beschwerden zu möglichen Menschenrechtsverletzungen

Über das anonyme Hinweisgeberportal „Tell me!“ und unsere seit 2013 bestehende Kontaktstelle für Menschenrechte nehmen wir Beschwerden über mögliche Menschenrechtsverletzungen entgegen. Die Kontaktstelle ist unter der öffentlichen E-Mail-Adresse humanrights@telekom.de erreichbar. Eine vollständige Übersicht der Kontaktmöglichkeiten findet sich außerdem auf dem „Tell me!“-Portal. Wir untersuchen alle Hinweise. Sofern sie sich als plausibel herausstellen, leiten wir Gegenmaßnahmen ein. Wie wir mit den 2021 erhaltenen Mitteilungen umgegangen sind, erfahren Sie hier. Zudem berücksichtigen wir Menschenrechtsaspekte seit 2013 auch bei Unternehmensbewertungen, die bei Fusionen und Akquisitionen üblich sind.

Menschenrechtsrisiko- und Auswirkungsanalyse

Zur Überprüfung möglicher Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte erstellen wir jedes Jahr einen zentralen Menschenrechts- und Sozialbericht (Human Rights & Social Performance Report). Darin erklärten 2021 alle 111 befragten Landesgesellschaften, dass sie die Prinzipien der Grundsatzerklärung „Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze“ einhalten. Zusätzlich haben wir für das Jahr 2021 fünf Joint Ventures befragt. Für 2021 verzeichnet der Bericht keinerlei Verstöße.

Menschenrechte und Mitarbeiterbeziehungen in den Landesgesellschaften

Bei Bedarf führen wir spezielle Begutachtungsprozesse zur Einschätzung der Arbeitgeber-Mitarbeiter-Beziehungen in den Landesgesellschaften durch. Auf diese Weise kontrollieren wir die Umsetzung der Konzernrichtlinie zu Mitarbeiterbeziehungen („Employee Relations Policy“). Dabei berücksichtigen wir auch die Ergebnisse des Cockpits für Menschenrechte und Mitarbeiterbeziehungen („Human Rights & Employee Relations Cockpit“). Mit diesem Cockpit messen wir die Fortschritte der Landesgesellschaften anhand von fünf menschenrechtsbezogenen Kennzahlen:

  • Mitarbeiterzufriedenheit (Quelle: halbjährliche Pulsbefragung)
  • Bereitschaft, die Telekom als Arbeitgeberin zu empfehlen (Quelle: halbjährliche Pulsbefragung)
  • Gesundheitsquote (Quelle: HSE-Cockpit – „Health, Safety, Environment“-Cockpit)
  • Arbeitnehmerseitige Kündigungen (Quelle: HSE-Cockpit)
  • Landesspezifische Menschenrechtsrisiken (gemäß „Human Rights Risk Index“ von Maplecroft)

Für jede Kennzahl stufen wir die jeweilige Landesgesellschaft nach einem Ampelsystem ein. Anschließend werden die Ergebnisse mit den Regionalmanager*innen der Landesgesellschaft diskutiert; bei Bedarf werden Maßnahmen vereinbart – wie „Human Rights Impact Assessments“ (Verfahren, die unter anderem tatsächliche und potenzielle Auswirkungen unternehmerischen Handelns auf die Menschenrechte abschätzen) oder „Employee Relations Policy Reviews“ (Überprüfung der Einhaltung der Konzernrichtlinie zur Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung).

Wirksamkeitskontrolle der Menschenrechte in der Lieferkette

Unsere Lieferanten nehmen wir ausdrücklich mit in die Verantwortung, um die Achtung der Menschenrechte auch in unserem Einflussbereich außerhalb des Telekom-Konzerns zu gewährleisten. Dazu haben wir ergänzend zu unserer nachhaltigen Einkaufsstrategie ein Lieferantenmanagement etabliert. Es soll die Nachhaltigkeitsleistung in unserer Lieferkette verbessern und dabei auch die Einhaltung von Menschenrechten gewährleisten. Dazu gehören unter anderem Auditierungen unserer Lieferanten. Detaillierte Ergebnisse unseres konzernweiten Auditierungsprogramms können hier eingesehen werden.

Bewusstseinsschärfung, Training, Stakeholder-Engagement & Netzwerke

Um die Wahrung der Menschenrechte gemäß unseren Leitlinien und unserem Menschenrechtskodex zu gewährleisten, bieten wir weltweit allen Beschäftigten entsprechende Online-Trainings an. Diese umfassen auch Themen wie sexuelle Belästigung, Meinungsfreiheit und „Corporate Digital Responsibility“ (unternehmerische digitale Verantwortung). Wir informieren zudem mit internen Kommunikationskampagnen über wichtige Aspekte des Themas Menschenrechte, etwa zum Aspekt Antidiskriminierung.

Darüber hinaus arbeiten wir in zahlreichen Netzwerken wie dem Global Compact oder econsense mit. Gemeinsam mit anderen Unternehmen, der Politik und der Zivilgesellschaft können wir auf bestehende Missstände aufmerksam machen und Lösungen vorantreiben.


Die Kommunikation zu unseren Aktivitäten haben wir im Jahr 2021 intensiviert.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 412-1 (Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte)

 

Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze

Bei der Deutschen Telekom ist der Schutz der Menschenrechte fest verankert. 2017 haben wir unsere Sozialcharta img überarbeitet und zu der Grundsatzerklärung „Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze“ weiterentwickelt. Diese wurde im gleichen Jahr vom Vorstand verabschiedet. Damit haben wir unser Bekenntnis zu den Zielen des „Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte“ der Bundesregierung aus dem Jahr 2016 bekräftigt. 

Mit der Grundsatzerklärung bekennen wir uns darüber hinaus zu

  • den Leitlinien und der Grundsatzerklärung für multinationale Unternehmen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO img),
  • der Konvention der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD img),
  • der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie
  • den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und dem Global Compact der Vereinten Nationen sowie zum
  • UN-Verhaltenskodex gegen LGBTQI*-Diskriminierung für Unternehmen.

Auch in unseren Geschäftsgrundsätzen, unserem Lieferantenkodex, den KI-Leitlinien und in unserem Manifest „Neues Arbeiten“ bekennen wir uns im Rahmen unserer Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte. Wir befürworten zudem das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz in Deutschland.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Compact

  • Prinzip 1 (Unterstützung und Respektierung der internationalen Menschenrechte)

Hinweise und Anfragen zum Thema Menschenrechte

Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 erhielten wir über unsere Kontaktstelle für Menschenrecht oder über das Hinweisgebersystem „Tell me!“ sieben Hinweise mit Menschenrechtsbezug.

  • Die Anfragen und Hinweise bezogen sich auf Themen wie sexuelle Belästigung, Mobbing und Führungsverhalten.
  • Des Weiteren erhielten wir einige Spenden- und Unterstützungsanfragen, die wir an die verantwortlichen Kolleg*innen weiterleiteten.
  • Alle Hinweise wurden selbstverständlich vertraulich behandelt.
Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 406-1 (Gleichbehandlung)

Menschenrechte und Social Performance Report KPI

Die Telekom bekennt sich ausdrücklich zu den vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen 2011 verabschiedeten UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und hat die Prinzipien im „Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze“ verankert.

Social Performance Report
Um mögliche Auswirkungen auf die Menschenrechte zu überprüfen, betreiben wir seit 2013 eine zentrale Kontaktstelle für Menschenrechte und erstellen jedes Jahr einen Sozialbericht („Social Performance Report“). 2021 erklärten darin alle befragten 111 Gesellschaften, dass sie die Grundsätze und Prinzipien des „Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze“ einhalten. Zusätzlich haben wir für das Jahr 2021 fünf Joint Ventures befragt. Für den Zeitraum Januar bis Dezember 2021 verzeichnet der Bericht wiederholt keinerlei Verstöße.

Hinweisportal
Hinweisgeberportal „Tell me!“: 7 Hinweise mit Menschenrechtsbezug im Jahr 2021.

Assessments & Review

  • Ein „Human Rights Risk Assessment“ wurde im Jahr 2020 durchgeführt (Identifizierung weiterer konzernweiter Herausforderungen im Bereich der Menschenrechte, die u. a. Anpassungen an einzelne Richtlinien und Kommunikationsmaßnahmen notwendig machen. Hier haben wir beispielsweise im Jahr 2021 eine Menschenrechts-Arbeitsgruppe gegründet und eine vertiefende Betrachtung des Einkaufsprozesses durchgeführt): Konzernzentrale
  • Ein „Employee Relations Policy“ Review im Jahr 2021: OTE in Griechenland

Zur Messung der menschenrechtlichen Auswirkungen wird außerdem das  Human Rights & Employee Relations Policy Cockpit genutzt. Dafür werden bei den Landesgesellschaften fünf menschenrechtliche Kennzahlen erhoben und gemäß des Ampelsystems ausgewertet. 

  Daten durch PwC geprüft. 

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 406-1 (Gleichbehandlung)
  • GRI 412-1 (Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte)

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 17 (Menschenrechte)

Global Compact

  • Prinzip 1 (Unterstützung und Respektierung der internationalen Menschenrechte)
  • Prinzip 2 (Keine Beteiligung des Unternehmens an Menschenrechtsverletzungen)

European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS)

  • S07-02 (Prozentsätze aller Einrichtungen, die nach SA 8000 zertifiziert sind)
Mandy Linß

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Mandy Linß
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