Unser Ansatz für gesellschaftliche Verantwortung

Im Fokus: Digitale Teilhabe vorantreiben
Auf dem Weg in die digitale Gesellschaft setzen wir als Deutsche Telekom unsere Energie dafür ein, dass alle #DABEI sind. Deshalb arbeiten wir im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements daran, digitale Teilhabe zu ermöglichen.

Das Internet bietet vielfältige Chancen für Bildung, Arbeit, Vernetzung und Kultur. In einer chancengerechten Gesellschaft haben alle Zugang zu der notwendigen Technologie und digitalen Angeboten – und zwar unabhängig von Alter, Behinderung, Bildung, Einkommen oder Wohnort. Entscheidungen gegen digitale Teilhabe sollten bewusst getroffen werden können – und nicht zum Beispiel aufgrund mangelnder finanzieller Möglichkeiten oder aufgrund von mangelndem Wissen.

Wir glauben, dass vor allem drei Faktoren entscheidend sind, damit alle Menschen gleichberechtigt an der digitalen Gesellschaft teilhaben können: technischer Zugang zu schnellen Netzen („Access“), Tarife und Endgeräte, die allen Menschen Teilhabe auf Basis ihrer finanziellen Situation ermöglichen („Affordability“), und die Fähigkeit und Motivation zum kompetenten Umgang mit digitalen Medien („Ability“).

  • Access/Technischer Zugang: Um den technischen Zugang zu ermöglichen, bauen wir unser Netz stetig aus. Dabei kooperieren wir auch mit anderen Partnern – insbesondere in entlegenen Gebieten. Darüber hinaus treiben wir die Entwicklung von Technik und Produkten für verschiedene Zielgruppen voran: Beispielsweise basiert die „nora“-Notruf-App img für Notrufe per Klick – insbesondere für Menschen mit Hör- oder Sprachbeeinträchtigung – auf einem Patent der Deutschen Telekom.  
  • Affordability/Bezahlbarkeit: Wir bieten unterschiedliche Tarife für jedes Budget an, einen Sozialtarif sowie reduzierte Grundgebühren – beispielsweise für Schulen. Auf diese Weise versuchen wir, den digitalen Zugang so zu gestalten, dass er für alle bezahlbar ist.
  • Ability/Kompetenter Umgang mit digitalen Medien: Wir unterstützen Menschen dabei, sich im Netz souverän zu bewegen und nach demokratischen Spielregeln zusammenzuleben. Beispielhaft hierfür ist unsere seit 2020 laufende Kampagne #DABEI – Gegen Hass im Netz

Im Sinne unseres #DABEI-Versprechens stehen wir also nicht nur für den Zugang zum Netz, sondern machen uns auch für Vielfalt, Toleranz und Freude an zwischenmenschlicher Interaktion stark. Denn digitale Teilhabe erfordert aus unserer Sicht auch die Fähigkeit, gut mit den digitalen Medien umgehen zu können sowie die Bereitschaft zu verantwortlichem Handeln im Netz. Damit wird auch der enge Bezug unseres gesellschaftlichen Engagements zu unserem Kerngeschäft deutlich. So können wir unser Know-how als Telekommunikationsanbieterin bestmöglich zum Wohl der Gesellschaft einsetzen. Auch für unsere Positionierung als attraktive Arbeitgeberin spielt unser Engagement für chancengerechte und faire digitale Teilhabe eine wichtige Rolle.

Mit „Verantwortung leben“ haben wir nachhaltiges Wirtschaften explizit in unserer Konzernstrategie verankert. Dies umfasst: digitale Teilhabe ermöglichen, Veränderungsbereitschaft steigern, unsere Klimaziele einhalten.

Ehrenamtliches Engagement, finanzielle Förderung und internationale Vernetzung
Im Zuge unseres gesellschaftlichen Engagements setzen wir nicht nur eigene Projekte und Initiativen um, sondern fördern auch das ehrenamtliche Engagement unserer Mitarbeitenden: zum Beispiel indem wir Vereine finanziell unterstützen, in denen unsere Beschäftigten aktiv sind. Auch stellen wir sie frei, damit sie – wie im Sommer 2021 in den deutschen Flutgebieten – ehrenamtlich tätig werden können.

Darüber hinaus leisten wir finanzielle Unterstützung, beispielsweise engagieren wir uns mit Spenden oder Kooperationen mit gemeinnützigen Organisationen, die sich für ein besseres Zusammenleben und gegen Ausgrenzung einsetzen.

Wir arbeiten mit den Landesgesellschaften länderübergreifend eng zusammen und tauschen Erfahrungen und Best Practices aus. Zentral initiierte Initiativen werden den Ländern zur regionalen, eigenverantwortlichen Umsetzung angeboten.

Eine wichtige Rolle spielt auch die enge Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Akteuren wie NGOs, Vereinen und Initiativen. Dieser Austausch über Länder- und Organisationsgrenzen hinweg ist uns wichtig, unter anderem auch um einander Impulse zu geben und neue Ideen zu entwickeln.

Erfolgsmessung
Die Wirkung unseres gesellschaftlichen Engagements messen wir konzernweit mit einem Set aus ESG img KPIs. Bis 2020 fokussierten sich diese KPIs auf Medienkompetenz, einen Aspekt der digitalen Teilhabe. 2021 haben wir alle Aspekte der digitalen Teilhabe, die zentraler Anspruch der CR- und Unternehmensstrategie ist, in unseren KPIs verankert:

  • Der ESG KPI „Community Contribution“ bildet unser finanziell, personell und in Sachmitteln geleistetes gesellschaftliches Engagement ab.
  • Der ESG KPI „Beneficiaries – Focus topics“ gibt die Anzahl der Personen an, die von unserem Engagement zu digitaler Teilhabe und klima- und ressourcenschonender Gesellschaft profitierten. 
  • Der ESG KPI „Reach“ gibt die Anzahl der Personen und Medienkontakte an, die wir mit unserer Kommunikation zu digitaler Teilhabe sowie klima- und ressourcenschonender Gesellschaft erreicht haben. 

Mit unseren Maßnahmen orientieren wir uns auch an den Sustainable Development Goals img (SDGs) der Vereinten Nationen. Mit welchen Aktivitäten wir uns für die SDGs engagieren, zeigen wir in einer Übersicht.

Förderung von Medien- und Demokratiekompetenz

Die COVID-19-Pandemie hat uns vor Augen geführt, wie wichtig das Internet in unserem Alltag geworden ist: Das Netz ist während eines Lockdowns für viele die einzige Möglichkeit, mit Freund*innen oder der Familie zu kommunizieren. Es ermöglicht zudem, von zu Hause zu arbeiten, am Schulunterricht teilzunehmen oder einzukaufen. Doch die digitale Kommunikation hat auch Schattenseiten: Gerade in unsicheren Zeiten verbreiten sich Fake News und Verschwörungstheorien noch stärker und immer mehr Menschen sind von Hass und Ausgrenzung betroffen.

Medienkompetenz ist für uns der Schlüssel für einen sicheren und kompetenten Umgang mit digitalen Medien. Medienkompetenz allein reicht jedoch nicht aus, um in der digitalen Welt gut und respektvoll zusammenleben zu können. Deshalb ist Medienkompetenz für uns untrennbar mit Demokratiekompetenz verbunden. Mit vielfältigen Projekten und Initiativen setzen wir uns für Meinungsbildung und Vertrauen sowie gegen Ausgrenzung und Hass im Netz ein.

Teachtoday
Unsere Initiative „Teachtoday“ unterstützt Kinder und Jugendliche, Eltern und Großeltern sowie pädagogische Fachkräfte mit alltagsnahen Tipps und Materialien zur sicheren und kompetenten Mediennutzung. Das Angebot steht auf www.teachtoday.de und in sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Polnisch, Rumänisch und Ungarisch) zur Verfügung. Im Berichtsjahr stand das Thema „Gaming – wo der Spaß aufhört“ im Fokus unserer Kampagne #DABEI – Gegen Hass im Netz. Entsprechend haben wir den Schwerpunkt auch für die Zielgruppe von „Teachtoday“ auf Gaming gelegt.

Dem digitalen Lernen kommt eine besondere Rolle zu, denn die digitale Schule und Fernunterricht, das sogenannte Remote Learning, gehören immer stärker zum Alltag von Schüler*innen. Die 2020 veröffentlichte, ständig erweiterte digitale Toolbox auf „Teachtoday“ haben wir im Rahmen unserer „Gaming – wo der Spaß aufhört“-Initiative im Jahr 2021 um themenspezifische Workshops und weitere Angebote ergänzt. Die Toolbox richtet sich mit über 120 Formaten – etwa Projektideen, Video-Tutorials und spannenden Quizzes – an Erwachsene, die mit Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 16 Jahren in der Schule, in Lerngruppen oder im privaten Umfeld Kontakt haben.

Auch auf YouTube ist „Teachtoday“ mit einem eigenen Kanal vertreten: Dort sind kurze, eingängige Videos zur sicheren und kompetenten Internet-Nutzung, aber auch ganze Workshops beispielsweise zum Einsatz der Toolbox zu sehen.

SCROLLER
Das digitale Kindermagazin „SCROLLER“ vermittelt Kindern von neun bis zwölf Jahren Medienkompetenz auf Augenhöhe. Als neues interaktives Webformat ist das Magazin nicht nur immer auf dem aktuellen Stand, es eignet sich auch besonders gut zum eigenständigen Lesen und Lernen ebenso wie für Übungen in Gruppen. Über das Zusatzangebot SCROLLER EDU+, das direkt mit den Themen im Magazin verknüpft ist, können Pädagog*innen auf Hintergrundinfos und Lernmaterialien für den analogen und digitalen Unterricht zugreifen. Passend zu unserem Fokusthema „Gaming – wo der Spaß aufhört“ haben wir den inhaltlichen Schwerpunkt im Berichtsjahr auch für die Zielgruppe von „SCROLLER“ auf Gaming gelegt – für die Neun- bis Zwölfjährigen unter dem Titel „So bleibt es beim Spielspaß“.

Das mit dem „Stiftung Lesen Siegel“ und dem „German Design Award“ ausgezeichnete Kindermedienmagazin wurde zuletzt 2020 neben „Teachtoday“ mit der bedeutendsten europäischen Auszeichnung für digitale Bildungsmedien, der „Comenius-Medaille“, prämiert.

#DABEI-Geschichten
Unsere Initiative #DABEI-Geschichten setzt sich praxisnah mit gesellschaftlich relevanten Aspekten der Digitalisierung auseinander und überführt sie in Module, die Multiplikator*innen in Workshops nutzen können. Angesprochen werden Menschen vom jungen Erwachsenen- bis ins Seniorenalter. Die Initiative zeigt Möglichkeiten zur Partizipation und zum verantwortungsvollen Handeln im Netz auf und regt damit zur kritischen Auseinandersetzung an.

Das Besondere ist, dass die Multiplikator*innen keine Expert*innen im jeweiligen Thema sein müssen: Für alle Workshops stellen wir Präsentationsmaterial, Leitfäden für die Moderator*innen sowie Hintergrundinformationen zur Verfügung. Die Workshops sind entsprechend leicht umsetzbar. Damit leistet die Initiative einen Beitrag zu unserem Anspruch, dass alle #DABEI sein und an den Chancen der Digitalisierung partizipieren können. Bei der Entwicklung der Inhalte werden didaktische Formate verwendet und in Form von innovativen Modulen umgesetzt. Die Module liegen auf Deutsch, Englisch und in Einfacher Sprache vor und werden für unterschiedliche Längen von Workshops angeboten.

In den #DABEI-Geschichten finden sich verschiedene Module zu den Schwerpunktthemen Gaming und Zivilcourage sowie weiteren Themen der digitalen Welt: zum Beispiel digitale Freundschaft, Leben in der Stadt der Zukunft und Datenschutz beziehungsweise -sicherheit.

Digitale Kompetenzen fördern
Zusammen mit Apple laden wir Teenager*innen und Lehrende im Rahmen der EU Code Week ein, in die Welt der App-Entwicklung einzutauchen. In Workshops und Mitmach-Veranstaltungen lernen die Teilnehmenden eine App-Idee zu entwickeln und umzusetzen. 2021 fand die von der Europäischen Kommission unterstütze Code Week vom 9. bis 24. Oktober 2021 zum neunten Mal statt.

Wir kooperieren mit verschiedenen Hochschulen, um aktuelle Forschung zu unterstützen und digitale Kompetenzen voranzutreiben. Beispielsweise finanzieren wir über die Telekom Laboratories (T-Labs img) mehrere Stiftungsprofessuren an der TU Berlin, die sich der Lehre von digitalen Themen widmen. An der CODE University of Applied Sciences in Berlin haben wir einen Lehrstuhl für Software Engineering mit dem Schwerpunkt „Blockchain“ eingerichtet.

Die Startupnight ist eine der größten jährlichen Veranstaltungen in Europa, bei der sich Start-ups vernetzen und ihre Ideen und Geschäftsmodelle Unternehmen, Investor*innen und potenziellen Kund*innen vorstellen können. Die Startupnight ist eine Initiative der Deutschen Telekom und wird maßgeblich von hubraum, dem Tech-Inkubator der Deutschen Telekom, vorangetrieben. Außerdem bietet hubraum mit „on air“ ein virtuelles Event an. Jeden Monat diskutieren wir mit Branchenexpert*innen, Start-ups und Investor*innen über ein innovatives, technologiebezogenes Thema. Im Rahmen unseres TechBoost-Programms unterstützen wir Start-ups insbesondere bei der Finanzierung, bieten Experten-Know-how sowie Zugang zu unseren technischen Ressourcen und Kund*innen.

DIGITAL@School
Im Rahmen der konzernweiten Initiative „DIGITAL@School“ unterstützen wir Kinder dabei, das digitale Zeitalter aktiv und selbstbestimmt mitzugestalten. Rund 500 Mitarbeitende engagieren sich ehrenamtlich in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen sowie in verschiedenen Formaten vor Ort und virtuell. Sie führen Kinder zielgruppengerecht an die MINT-Fächer (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und Programmiersprachen heran. Darüber hinaus vermitteln sie Kompetenzen für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Dafür hat die Initiative Ende 2021 das #GoodMagenta-Label erhalten. Die Initiative ist im Jahr 2017 als „IT@School“ gestartet, konzernweit gewachsen und wurde Ende 2021 in „DIGITAL@School“ umbenannt.

Senior*innen digital gut aufgestellt
Damit unabhängig von ihrem Alter alle #DABEI sein können, bieten wir spezielle Technik und Produkte für Senior*innen an. So erleichtern große Tasteneinstellungen, Notrufknöpfe und übersichtliche Displays älteren Menschen den Umgang mit digitalen Technologien. Darüber hinaus setzen wir uns gemeinsam mit der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V.) dafür ein, die Medienkompetenz von Senior*innen zu fördern, und unterstützten als Partnerin im Jahr 2021 erneut den Goldenen Internetpreis. Der Preis zeichnet Engagierte, Initiativen und Kommunen aus, die Menschen im Alter für das Internet begeistern und sie unterstützen. Im Berichtsjahr haben wir den Sonderpreis „Respektvoll – aktiv für einen fairen Umgang im Netz!“ ausgelobt. Die Gewinner wurden beim Deutschen Seniorentag, der pandemiebedingt online stattfand, ausgezeichnet.

Zudem engagieren wir uns als Beiratsmitglied beim Digital-Kompass, einem gemeinsamen Projekt der BAGSO und dem Verein DsiN (Deutschland sicher im Netz e.V.). Mit Materialien und digitalen Stammtischen richtet es sich an Internet-Lots*innen, die ältere Menschen im Internet begleiten.

Mit der Deutschen Seniorenliga haben wir den Ratgeber „Digital dabei sein – Keine Frage des Alters“ herausgegeben. Die Broschüre behandelt leicht verständlich unterschiedliche Themen, etwa: Wie richtet man einen schnellen und sicheren Internet- beziehungsweise WLAN-Anschluss ein? Welche Tarife kann ich auswählen? Wie sorge ich für Datensicherheit? Außerdem informiert der Ratgeber, wo man Unterstützung – beispielsweise durch Lernangebote – und Tipps zur digitalen Mediennutzung oder zu Service-Leistungen erhält.

Annette Reuter

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Annette Reuter

Einsatz gegen Hass im Netz

Unsere im Sommer 2020 gestartete Kampagne #DABEI – Gegen Hass im Netz haben wir 2021 fortgeführt. Mit ihr wollen wir ein Zeichen setzen und uns für ein Internet starkmachen, in dem alle die Chancen der digitalen Welt nutzen können, ohne Angst vor Ausgrenzung oder Hass haben zu müssen. Zudem unterstützen wir Initiativen, die sich gezielt gegen Ausgrenzung stellen. Aktuell kooperieren wir mit 44 Initiativen und NGOs, die sich für unser Ziel, die Demokratie und ein Zusammenleben in Vielfalt zu stärken, einsetzen. Mit unseren eigenen Maßnahmen rund um digitale Zivilcourage fordern wir zudem die Gesellschaft auf, uns in diesem Engagement zu unterstützen.

Um unseren Anspruch „bei uns ist kein Platz für Ausgrenzung und Rassismus“ auch innerhalb unseres Unternehmens zu erfüllen, haben wir bereits 2020 ein internes Netzwerk gegründet. Vertreter*innen aus unterschiedlichen Bereichen wie „Interne Kommunikation“, „Bedrohungsmanagement“, „Compliance“ oder „Menschenrechte“ arbeiten zusammen und gewährleisten, dass Präventionsmaßnahmen umgesetzt sowie potenzielle Vorfälle im Unternehmen ernst genommen und transparent nachverfolgt werden. Zudem sorgen wir dafür, dass im Sinne der von Ausgrenzung Betroffenen stets eine zügige Lösung gefunden wird.

Für unsere Mitarbeitenden haben wir verschiedene Workshops zum Thema „Hass im Netz“ durchgeführt – unter anderem für Auszubildende und dual Studierende aufgrund von Corona-Maßnahmen als digitale Schulungen. Auch Schüler*innen im digitalen Praktikum, das wir bundesweit als einziges Unternehmen im Jahr 2021 eingeführt haben, konnten an unseren Workshops teilnehmen. Dabei haben wir die Themen digitale Demokratie, Zivilcourage und Rassismus aufgegriffen.

Gegen Hass im Gaming
Im Fokus unserer Kampagne #DABEI – Gegen Hass im Netz stand im Berichtsjahr das Thema „Gaming – wo der Spaß aufhört“. Wir gingen dabei unter anderem folgenden Fragen auf den Grund:

  • Was wird schon getan, um demokratische, faire und gemeinschaftliche Spielregeln im Gaming zu fördern – und was kann jede*r selbst tun?
  • Wie können Zivilcourage und konstruktive Dialoge im Internet und auf Gaming-Plattformen funktionieren?
  • Wie kann Diversität im Gaming, frei von Vorurteilen und Diskriminierung, gefördert werden?

Im Anschluss haben wir gemeinsam mit der esports player foundation didaktisches Material für unterschiedliche Altersgruppen erstellt. Mit den zielgruppenspezifischen Angeboten ermutigen wir Eltern, pädagogische Fachkräfte sowie Gamer*innen Haltung zu zeigen.

Gemeinsam mit der eSports-Organisation SK Gaming und der esports player foundation haben wir die Initiative #equalesports für mehr Diversität in eSports und Gaming gestartet. Ziel ist es, Frauen bei der Teilhabe am Spitzen- und Breitensport zu unterstützen. Beim Equal eSports Festival in unserer Berliner Repräsentanz ging es im Herbst 2021 drei Tage lang um die Themen Diversity, eSports und Gaming. Wir organisierten unter anderem Elternworkshops und Podiumsdiskussionen.

Darüber hinaus bewarben wir die Kommunikation und Einführung von Counterspeech-Elementen im Gaming – beispielsweise durch kritische oder humoristische Bild- beziehungsweise Videoformate wie Memes oder GIFs. Gemeinsam mit der esports player foundation haben wir eine Auswahl solcher Memes und GIFs entwickelt, die es Spieler*innen ermöglichen, sich schnell und einfach in Chats und sozialen Netzwerken gegen Hate Speech und Hass im Gaming zu positionieren. Im Zuge einer weiteren Kampagne haben sich eSports-Spitzensportler*innen in Social-Media-Videos gegen digitale Diskriminierung und toxisches Verhalten im Gaming positioniert.

Digital Crime – Wenn Worte zur Waffe werden
Um neue Zielgruppen zu erreichen, haben wir 2021 die sechsteilige Podcast-Serie „Digital Crime – Wenn Worte zur Waffe werden“ auf allen bekannten Podcast-Kanälen veröffentlicht. In jeder Folge kommt eine Person zu Wort, die Hass in der digitalen Welt erlebt hat und über ihre Erfahrung berichtet. Expert*innen ordnen die Vorfälle ein und kommentieren – wie bei einem True-Crime-Podcast üblich – aus rechtlicher Sicht. In der ersten Folge spricht Jay, der auch die Hauptfigur unseres Spots zur Kampagne „#DABEI – Gegen Hass im Netz“ ist, über sexuelle Selbstbestimmung und Hate Speech. In weiteren Folgen werden Themen wie Hass in der Lokalpolitik, im Gaming und gegen Frauen thematisiert. In der Folge „Wenn Kunden zum Hater werden“ geht es um unseren eigenen Kundenservice.

Seit Beginn der Kampagne „#DABEI – Gegen Hass im Netz“ im zweiten Quartal 2020 haben wir 720 Millionen Medienkontakte erzielt und etwa 3,85 Millionen Menschen direkt oder über Multiplikator*innen (zum Beispiel mit Workshops) erreicht.

Digitalisierung an Schulen

Seit 20 Jahren bieten wir im Rahmen der Initiative „Telekom@School“ allen allgemein- und berufsbildenden Schulen in Deutschland entgeltfreie Breitbandanschlüsse mit einer Geschwindigkeit von 16 Mbit/s img an. Dieses Angebot nutzten im Herbst 2021 mehr als 19 000 Schulen. Über000 weitere Schulen nahmen das entgeltpflichtige, von uns geförderte Angebot mit höheren Bandbreiten img wahr. Um den Zugang zu modernen Informationstechnologien weiter zu verbessern, haben wir 2020 rund 17 000 Schulen angeschrieben: Mit einem Upgrade von ADSL img auf VDSL img konnten sie ihre Internet-Geschwindigkeit ohne größeren technischen Aufwand auf bis zu 250 Mbit/s erhöhen – bis August 2021 entgeltfrei. Rund 16 Prozent der angeschriebenen Schulen haben von dem Upgrade Gebrauch gemacht. Im Berichtsjahr haben wir unser Engagement für vernetzte Schulen weiter intensiviert und unter anderem 100 Schulen für ein Jahr kostenlos den Digitalen Schul-Service (DSS) angeboten, um sie von technischen Support- und Service-Aufgaben zu entlasten.

Seit 2020 können Schulträger eine Bildungs-Flatrate nutzen: Für einen geringen monatlichen Betrag erhalten Schüler*innen unbegrenztes Datenvolumen für den Abruf von Bildungsinhalten. Gleichzeitig können sie bedürftige Schüler*innen zum Beispiel mit Tablets oder Laptops, die beispielsweise vom Digitalpakt der Bundesregierung gefördert werden, ausstatten. Das gibt Kindern und Jugendlichen unabhängig vom Elternhaus die Chance, den Umgang mit digitalen Medien zu erlernen. Unser Engagement für Schulen bündeln wir bei unserer Konzernbeauftragten für Bildung.

Mit einem umfangreichen digitalen Bildungspaket unterstützen wir Schulen in Deutschland gemeinsam mit Microsoft seit Anfang 2021 beim digitalen Arbeiten. Das Paket umfasst Laptops oder Tablets sowie spezielle Bildungslizenzen für „Microsoft MS365“-Software. Ein Expertenteam der Telekom – das eigens von Microsoft zertifiziert ist – übernimmt den Service und hilft, die Geräte einzurichten. Schulen können das Paket kostenlos und unverbindlich testen.

In den USA setzt sich T-Mobile für die Vernetzung von Schulen und Schüler*innen ein. Mehr als 50 Millionen US-amerikanische Schüler*innen waren aufgrund der COVID-19-Pandemie unerwartet auf Fernunterricht angewiesen. Daher wurde die 2020 gestartete Initiative „Project 10Million“ auch im Berichtsjahr fortgesetzt. In mehreren Hundert US-Schulbezirken konnten sich Schüler*innen dank der Initiative kostenlos mit ihren Schulen verbinden. Im Jahr 2021 hat T-Mobile US gemeinsam mit Schulbezirken, außerschulischen Programmen und lokalen Behörden landesweit 1,2 Millionen Schüler*innen einen erschwinglichen Internet-Zugang geboten. 

Auch andere Landesgesellschaften, zum Beispiel in den Niederlanden und in der Slowakei, setzten sich im Berichtsjahr erneut für die digitale Teilhabe von Schüler*innen ein. Sie spendeten technisches Equipment an Schulen, um eine digitale Ausbildung zu ermöglichen. Weitere Informationen zum internationalen Engagement der Telekom finden Sie in den Profilen der Landesgesellschaften.

Engagement der Telekom Stiftung

Die Deutsche Telekom Stiftung engagiert sich mit zahlreichen Programmen und Projekten für eine bessere Bildung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Sie unterstützt Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren dabei, innerhalb und außerhalb der Schule eigenverantwortlich zu lernen und so wichtige Kompetenzen für den Bildungs- und Lebensweg zu erwerben. Neben fachlichen MINT-Fähigkeiten gehören dazu auch kritisches Denken, Urteilsvermögen, Kreativität sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit. Die Stiftung tut dies aus der Überzeugung, dass ein modernes Bildungssystem junge Menschen auf global relevante Entwicklungen wie Digitalisierung, Klimawandel, Elektromobilität oder den Verlust von Biodiversität bestmöglich vorbereiten muss. 

ESG KPIs „Community Contribution“, „Beneficiaries – Focus topics” und „Reach” KPI

Zur Wirkungsmessung des gesellschaftlichen Engagements berichten wir ein Set von drei ESG KPIs: „Community Contribution“, „Beneficiaries – Focus topics“ und „Reach“. Wir orientieren uns dabei an der Methodik des Business for Societal Impact (B4SI) mit den Aspekten „Input“ (Aufwand/Engagement), „Output“ (Resultate) sowie „Impact“ (Veränderung). Während sich die KPIs der Telekom im Jahr 2020 thematisch auf Medienkompetenz konzentrierten, haben wir den Hauptfokus 2021 auf die digitale Teilhabe gelegt – denn sie ist der zentrale Anspruch in unserer CR- und Unternehmensstrategie.

Community Contribution
Der ESG KPI „Community Contribution“ bildet das finanziell, personell und in Sachmitteln geleistete Engagement der Telekom ab. Der „Input“ (Aufwand/Engagement) wurde von 2017 bis 2020 unter Bezeichnung „Community Investment“ kommuniziert. 2021 wurde der KPI angepasst und der Fokus wurde geschärft.

Unser Ambitionsniveau: KPI steigern

Im Jahr 2021 haben wir uns mit 88 Prozent unseres Engagements auf den Bereich „Digitale Teilhabe“ fokussiert. 12 Prozent haben auf anderen Themen, wie „Klima- und ressourcenschonende Gesellschaft“ oder „Katastrophenschutz“ eingezahlt.

Neben dem längerfristigen Engagement in unseren Fokusthemen „Digitale Teilhabe“ und „Klima- und ressourcenschonende Gesellschaft“ (Gesellschaftliche Investitionen), leisten wir außerdem einen Beitrag durch wohltätige Spenden und gesellschaftliches Sponsoring (z. B. von kulturellen Veranstaltungen).


Zur Ermittlung des personell geleisteten Engagements ziehen wir die Freiwilligenstunden unserer Mitarbeitenden im Rahmen unseres Corporate Volunteerings heran. Im Jahr 2021 haben wir die Berechnungsgrundlage angepasst und erheben neben den Freiwilligenstunden, die während der Arbeitszeit geleistet wurden, auch die Freiwilligenstunden, die anderweitig durch das Unternehmen unterstützt werden (z. B. durch Räumlichkeiten, Versicherungen oder Spenden). Im Jahr 2021 haben wir 137 746 Freiwilligenstunden geleistet.

Zusätzlich leisten wir mit dem ESG KPI „Community Contribution“ einen wichtigen Beitrag zu den Sustainable Development Goals. 2021 haben rund 274 Millionen Euro unserer Community Contributions zu digitaler Teilhabe und damit auch zur Erreichung des SDG 4 (die Förderung von hochwertiger Bildung) beigetragen.

Beneficiaries – Focus topics
Der ESG KPI „Beneficiaries – Focus topics“ zeigt die Anzahl der Personen an, die von unserem Engagement zur digitalen Teilhabe sowie klima- und ressourcenschonenden Gesellschaft profitierten (z. B. Medienkompetenz-Schulungen, Breitbandanbindung von Schulen und TelefonSeelsorge). Im Jahr 2021 haben 28 Millionen Menschen von Maßnahmen profitiert. Anders als in den Jahren 2017 bis 2020 wurden im Berichtsjahr nur noch Beneficiaries in den Fokusthemen „Digitale Teilhabe“ und „Klima- und ressourcenschonende Gesellschaft“ berücksichtigt. Neben den direkten Beneficiaries, fallen auch indirekte Beneficiaries nach einem festen Schlüssel in die Betrachtung, wenn es sich beispielsweise um ein Multiplikatorenkonzept handelt oder ein vergünstigter Anschluss von mehreren Personen genutzt wird.

Unser Ambitionsniveau: KPI steigern

Der ESG KPI „Medienkompetenz“ („Media Literacy“) wird seit 2021 durch die Neustrukturierung unseres Kennzahlen-Sets zur Wirkungsmessung des gesellschaftlichen Engagements nicht mehr erhoben.

Reach
Der ESG KPI „Reach“ gibt die Anzahl der Personen und Medienkontakte an, die wir mit unserer Kommunikation zu digitaler Teilhabe und klima- und ressourcenschonender Gesellschaft erreicht haben – und die somit auf die Themen und unsere Aktivitäten aufmerksam geworden sind. Zum Jahresende 2021 erreichte dieser KPI einen Wert von 968 Millionen Personen und Medienkontakten.

Unser Ambitionsniveau: KPI steigern


Eine Übersicht zu unseren wichtigsten Initiativen zur digitalen Teilhabe auf Projektebene finden Sie hier.

Unsere Investitionen in den Netzausbau tragen einen wichtigen Teil dazu bei, dass weiten Teilen der Gesellschaft der Zugriff auf schnelles Internet möglich ist. Das Investitionsvolumen für unsere gesamte Netzinfrastruktur konzernweit lag 2021 bei rund 18 Milliarden Euro (davon rund 4,1 Milliarden Euro in Deutschland) und wir versorgen bereits über 98 Prozent der Bevölkerung der europäischen Länder, in denen die Landesgesellschaften tätig sind, mit LTE. Zudem betreiben wir mit mehr als 650 000 Kilometern das größte Glasfasernetz Deutschlands und forcieren den Ausbau einer großflächigen NB-IoT-Infrastruktur für die Städte der Zukunft.

engagement@telekom KPI

Unser Beitrag zu den SDG

Mit unseren Corporate-Volunteering-Angeboten unterstützen wir das gesellschaftliche Engagement unserer Mitarbeitenden. Mit ihrem Einsatz leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, erweitern ihre eigenen Perspektiven und stärken ihre Sozialkompetenz. Dies wirkt sich wiederum positiv auf den Teamzusammenhalt im Unternehmen aus.

Unser Corporate-Citizenship-Programm „engagement@telekom“ verfolgt drei Ziele: das bestehende Engagement unserer Mitarbeitenden fördern, Impulse für neues Engagement geben und Raum für Vernetzung schaffen. Um diese Ziele zu erreichen, bieten wir Gelegenheiten, sich ehrenamtlich zu engagieren: Beispielsweise gibt es an zahlreichen Social Days die Möglichkeit, für die Gesellschaft aktiv zu werden. Im Jahr 2021 haben unsere Mitarbeitenden über 137 000 Freiwilligenstunden geleistet.

Ein Schwerpunkt von „engagement@telekom“ liegt auf Projekten zur Förderung der Medienkompetenz. Mit solchen Projekten helfen unsere Beschäftigten Menschen dabei, digitale Phänomene besser zu verstehen – und ermöglichen die Teilhabe an der digitalen Welt. Ein Beispiel ist die konzernweite Initiative „DIGITAL@School“ (bis Ende 2021 unter dem Namen „IT@School“). Die engagierten Mitarbeitenden führen Kinder in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zielgruppengerecht an die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) heran und führen unter anderem Programmier-Workshops durch. Darüber hinaus vermitteln sie Kompetenzen für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.

Aber auch das Thema Umwelt hat im Rahmen von „engagement@telekom“ eine große Bedeutung. Unter anderem haben Mitarbeitende unserer Green-Pioneers-Initiative Aktivitäten zum Beispiel zur Reduktion von CO2-Emissionen gestartet, die auf unsere Konzernziele im Bereich Nachhaltigkeit einzahlen. Außerdem waren Mitarbeitende erneut ehrenamtlich bei der jährlichen Spendengala „Ein Herz für Kinder“ und zusätzlich bei der SAT.1-Spendenhotline zugunsten der Opfer des Juli-Hochwassers aktiv.

Gemeinsames Engagement mit Partnern

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den gesellschaftlichen Dialog zu digitaler Verantwortung voranzutreiben. Dazu engagieren wir uns in verschiedenen Bündnissen und Partnerschaften wie etwa der „Corporate Digital Responsibility“-Initiative des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Im April 2021 haben wir den Kodex der Initiative unterzeichnet und bekennen uns damit zur Einhaltung konkreter Prinzipien. 2022 werden wir zudem ein eigenes „Corporate Digital Responsibility“-Rahmenwerk veröffentlichen.

Bereits 2014 haben wir die Charta der digitalen Vernetzung unterzeichnet. Mit unserem Engagement in ihrem Trägerverein unterstreichen wir zusätzlich unseren Einsatz für die verantwortungsvolle Gestaltung der digitalen Gesellschaft.

Mit vielen Organisationen, Vereinen und Initiativen, mit denen wir im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements zusammenarbeiten, verbinden uns langjährige Partnerschaften. Um Menschen und Organisationen in Zeiten von Corona zu unterstützen, haben wir im Berichtsjahr erneut eng mit ihnen zusammengearbeitet und gemeinsame Aktivitäten gestartet. „Unser Platz für eure Hilfe“ war dabei die reichweitenstärkste Aktion: So haben wir unsere eigenen Werbeplätze in Radio und TV fünf Partnerorganisationen zur Verfügung gestellt, darunter „W.a.d.E. – Wege aus der Einsamkeit“, „Nummer gegen Kummer“ und „Labdoo“. Zudem haben wir in gemeinsamen Spots über die Hilfsangebote der Organisationen in der Corona-Situation informiert. Mit der Aktion haben wir rund 200 Millionen Medienkontakte erreicht.

Gemeinsam mit unserem langjährigen Partner „Aktion Deutschland Hilft“ haben wir eine Spendengala zugunsten der Flutopfer 2021 unterstützt. Wir haben nicht nur selbst eine Million Euro gespendet, sondern auch die technische Infrastruktur für die TV-Gala sowie 2 000 ehrenamtliche Mitarbeitende bereitgestellt, um die Spenden entgegenzunehmen.

Weitere Partnerschaften bestehen zum Beispiel mit

Im Rahmen unserer Kampagne #DABEI – Gegen Hass im Netz spielt neben der Aufforderung an die Gesellschaft, Haltung zu zeigen, auch die Unterstützung von Betroffenen eine wichtige Rolle. Dazu sind wir weitere Partnerschaften eingegangen. Einige dieser Organisationen haben wir in unserem Spot rund um „Worte dürfen nicht zur Waffe werden“ – der von vielen Millionen Menschen wahrgenommen wurde – vorgestellt. Weitere Partner stellten wir in unserem Themenspecial vor.

Um Kinder und Jugendliche im Internet zu schützen, fördern wir verschiedene Initiativen und Programme. Zum Beispiel engagieren wir uns als Mitglied des Vereins fragFINN, der speziell für Sechs- bis Zwölfjährige einen geschützten Surfraum bietet. Eine Suchmaschine auf fragFINN.de und eine zugehörige Browser-App img findet nur für Kinder geeignete, von Medienpädagog*innen redaktionell geprüfte Internet-Seiten. Daneben unterstützen wir JusProg e.V., einen gemeinnützigen Verein, der Kinder und Jugendliche besser im Netz schützen will. Das kostenfrei download- und nutzbare JusProg-Jugendschutzprogramm filtert nicht altersgerechte Inhalte aus dem Internet heraus.

Finanzielles Engagement und Sponsoring

In Deutschland engagieren wir uns in den Feldern Sport, Kultur und Soziales. Auch die Landesgesellschaften engagieren sich in diesen Bereichen. Neben finanziellen Zuwendungen unterstützen wir Künstler*innen, Sportler*innen, Veranstalter*innen und Vereine auch bei Kommunikation und Vermarktung. Unsere Sponsoring-Richtlinie gibt den Rahmen für Sponsoring-Aktivitäten vor. Dabei spielt auch das regionale Engagement an unseren Standorten eine wichtige Rolle. Beispiele für unser Engagement sind:

  • Musiksponsoring
  • Sportförderung im Leistungssport mit Partnern wie dem Deutschen Fußball-Bund, dem FC Bayern München, den Telekom Baskets Bonn sowie der Deutschen Sporthilfe, der DFB-Stiftung Sepp Herberger und dem Deutschen Behindertensportverband
  • Sportförderung im Breitensport
  • Sponsoring von sozialen Aktivitäten im Zuge von Kooperationen

Weitere Informationen zum Sponsoring-Engagement der Deutschen Telekom AG finden Sie hier.

Corporate Giving
Mit unseren Unternehmensspenden (Corporate Giving img) unterstützen wir die Arbeit von Hilfsorganisationen – vorzugsweise in langjährigen Partnerschaften – und leisten schnelle Hilfe in Katastrophensituationen. Unsere Konzern-Spendenrichtlinie gibt dafür den Rahmen vor.

Unser Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Die Coronavirus-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig Digitalisierung für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen ist: Arbeitsplätze wurden ins Homeoffice verlegt, Internet-Shopping und kontaktloses Bezahlen reduzieren die Ansteckungsgefahr, Ärzt*innen bieten Videosprechstunden an, Kontaktverfolgungs-Apps helfen, die Pandemie einzudämmen, digitale Impfnachweise öffnen Türen – und die Welt trifft sich im Video-Chat.

Auch für uns hatte die Eindämmung der Corona-Pandemie weiterhin Priorität. Wir setzen uns dafür ein, dass auch in Krisenzeiten alle #DABEI sein können. Unsere Milliardeninvestitionen in die Netzinfrastruktur zahlen sich in der Pandemie aus: Unsere Netze sind stabil und liefen auch 2021 ohne große Ausfälle. Zudem haben wir mit zahlreichen weiteren Aktivitäten unseren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie geleistet. Ausführliche Informationen zu unseren Maßnahmen in Deutschland finden Sie auch in unserem Corona-Special

Infektionsketten durchbrechen mit der Corona-Warn-App
Im Auftrag der deutschen Bundesregierung haben wir gemeinsam mit SAP die Corona-Warn-App entwickelt und 2021 mit zusätzlichen Service-Features ausgestattet. Mit der App img können bereits seit dem Vorjahr europaweit Infektionsketten nachverfolgt und schneller unterbrochen werden. So ist sie eine sinnvolle digitale Ergänzung zu den Verhaltensregeln. Wir entwickeln die App kontinuierlich weiter: Im Berichtsjahr wurden zum Beispiel das digitale Impfzertifikat der EU und eine Check-in-Funktion – etwa für den Besuch im Café – integriert. Außerdem gibt es seitdem umfassende Info-Features, beispielsweise über Inzidenzwerte. Bis Ende 2021 hatte die App über 39,5 Millionen Downloads.

Eine smarte Lösung zur Vermeidung von Corona-Lockdowns ist das von T-Systems entwickelte Enterprise Protection System (EPS). Es kann sowohl in Produktions- oder Logistikbereichen als auch bei Veranstaltungen eingesetzt werden. Die innovative Technologielösung ermöglicht eine frühzeitige Kontaktverfolgung und hilft, Infektionsketten zu unterbrechen. Das EPS verwendet dazu intelligente Wearables img, beispielsweise in Form von Armbändern, um die Einhaltung von Mindestabständen sicherzustellen und um Infektionen zu vermeiden. Diese warnen die Mitarbeitenden optisch und akustisch, wenn Sicherheitsabstände unterschritten werden. Durch die datenschutzkonforme Rückverfolgung von Risikobegegnungen können Kontakte von infizierten Mitarbeitenden schnell identifiziert und so Infektionsketten unterbrochen werden.

Impf- und Nachweisprozesse durch digitale Lösungen verbessern
Mithilfe smarter Ausstattungen, beispielsweise zum Zutrittsmanagement oder zur Impfplatzbelegung, und passender IT-Infrastruktur haben wir den Aufbau von Impfzentren in Deutschland unterstützt und Impfprozesse vereinfacht – und damit zur Umsetzung der nationalen Impfstrategie beigetragen.

Besucher*innen beispielsweise von Geschäftsräumen, Hotels und Veranstaltungen müssen vor dem Betreten einen Nachweis vorzeigen, dass sie genesen, geimpft beziehungsweise getestet sind. Damit Restaurantbetreiber*innen und Co. die verschiedenen digitalen COVID-Zertifikate möglichst schnell und mit geringem personellen und logistischen Aufwand prüfen können, bietet T-Systems seit Ende 2021 den „Validation Service“ an. Wir integrieren die Lösung passend in die IT-Systeme unserer Kund*innen und gestalten die Zugangsprozesse damit nicht nur benutzerfreundlich und sicher, sondern auch anonymisiert (DSGVO-konform).

Homeoffice ermöglichen
Im Jahr 2021 haben in Deutschland weiterhin Millionen von Menschen von zu Hause gearbeitet. Um auch im Homeoffice effizient arbeiten und trotz Distanz in Verbindung bleiben zu können, bieten wir unseren Unternehmenskunden sichere Lösungen an. Mit unserem Homeoffice-Konfigurator helfen wir zum Beispiel kleineren und mittleren Unternehmen, individuelle Lösungen für das Arbeiten von zu Hause zu gestalten. Unser „Digital Schutzpaket Business“ sorgt zugleich für Sicherheit bei sensiblen Kundendaten.

Das Arbeiten von zu Hause bietet Chancen, aber auch besondere Herausforderungen: Der Homeoffice-Ratgeber der Telekom unterstützt Unternehmen und ihre Mitarbeitenden, mit diesen umzugehen. In kurzen Videos geben unsere Expert*innen hilfreiche Tipps und erklären zum Beispiel, wie der Homeoffice-Alltag effektiv und gesund gestaltet werden kann.

Mitarbeitende schützen
Bei der Telekom in Deutschland sind wir mit umfassenden Homeoffice-Regelungen, Hygienekonzepten und weiteren Unterstützungsmaßnahmen wie kostenlosen Schnelltests unserer Verantwortung als Arbeitgeberin nachgekommen. Für unsere Mitarbeitenden in den Telekom Shops sowie im Außendienst, die nicht von zu Hause arbeiten können, haben wir besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Zudem haben wir auch im Jahr 2021 viele Kurse unseres umfangreichen Gesundheitsprogramms digital angeboten; die „My Health Journey“ – ein im Jahr 2020 gestartetes Programm zur mentalen Gesundheit – haben wir fortgeführt. Seit Juni 2020 bietet der Betriebsärztliche Dienst (BAD) Corona-Schutzimpfungen für Mitarbeitende und deren Angehörige an. Die Aktion fand bundesweit an 87 Standorten statt – 18 davon waren exklusive Telekom-Standorte. 24 200 Telekom-Beschäftigte nutzten das interne Impfangebot und ließen sich durch die Betriebsärzt*innen gegen COVID-19 impfen. 2 700 Beschäftigte erhielten im Dezember die Dritt-Impfung (die sogenannte Booster-Impfung). Das Impfangebot haben wir auch im ersten Quartal des Jahres 2022 fortgesetzt.

Schulen fördern und Distance Learning ermöglichen
Wir setzen uns auch für die Digitalisierung der Schulen in Deutschland ein: nicht nur mit der Glasfaseranbindung, sondern auch mit einem vielfältigen Portfolio. Unsere umfangreichen Medienkompetenz-Angebote wie „Teachtoday“ oder „SCROLLER“ bieten zudem Lernenden und Eltern informative Inhalte.

Für den reibungslosen Ablauf des digitalen Unterrichts braucht es mehr als die technische Ausstattung. Die Technik muss auch eingerichtet und betrieben werden. Daher bieten wir 100 Schulen seit Februar 2021 im Rahmen der Aktion „Digital School Service“ ein Jahr kostenlos einen Support-Service an. Inbegriffen sind Soforthilfe und Anwendungsunterstützung bei Apps, Tools und Plattformen für den digitalen Unterricht sowie das Homeschooling.

Darüber hinaus bieten wir Schulen gemeinsam mit Microsoft seit Anfang 2021 ein umfangreiches digitales Bildungspaket: Das Paket umfasst Laptops, Tablets und Lizenzen für „Microsoft MS365“-Software. Der Service für den unkomplizierten Einsatz im digitalen Schulalltag ist ebenfalls enthalten. Das modular aufgebaute Angebot können Schulen kostenlos und unverbindlich testen.

Kostenlose Unterhaltung
Um die Zeit zu Hause zu erleichtern, haben wir unser kostenloses Unterhaltungs- und Kulturangebot ausgebaut: Auf unserer Streaming-Plattform MagentaMusik 360 übertrugen wir zahlreiche Konzerte und brachten so die Musik zu den Menschen nach Hause. Die meisten Konzerte stehen wenige Tage nach dem Live-Event für bis zu zwölf Monate auf Abruf bereit.

Verlässlicher Partner in der Krise
Zudem haben wir mit vielfältigen weiteren Maßnahmen einen Beitrag dazu geleistet, die Folgen der Corona-Krise für die Gesellschaft zu lindern: Dazu gehören unter anderem die kostenlose Bereitstellung von zusätzlichem Datenvolumen oder die Einrichtung einer Hotline während der Lockdowns, die das Portal zur Nachbarschaftshilfe von nebenan.de unterstützt. Zusätzlich spendeten wir einen Betrag in Höhe von 1 Million Euro an Hilfsorganisationen, die in der Pandemie in vielfältiger Weise Hilfe leisten.

Im Berichtsjahr unterstützten wir mit der zweitägigen Digital X Kölns Unternehmen der Gastro- und Hotelbranche, die durch Corona besonders schwer betroffen sind: Dafür lud die Digitalisierungsmesse ihre Gäste coronakonform nicht nur in große Veranstaltungssäle, sondern auch in Kölner Restaurants, Kneipen und Cafés ein – und konnte mehr als 20 000 Teilnehmende begrüßen. 300 globale Unternehmen präsentierten ihre Lösungen für digitale Transformation und wirtschaftliche wie soziale Nachhaltigkeit: vom autonom fahrenden Stadt-Shuttle bis zum 3D-Scanner für die Erstellung von Avataren. Die Digital X wurde international ausgezeichnet: Sie gewann den Gesamtsieg und zweimal Gold im renommierten Wettbewerb der Best Event Awards World (BEA World).

Unser Platz für eure Hilfe“ – unter diesem Titel haben wir ab Ende April 2021 unsere Werbeplätze eine Woche lang gemeinnützigen Organisationen wie der „Nummer gegen Kummer“, „Aktion Deutschland Hilft“ oder „Labdoo“ zur Verfügung gestellt – denn besonders während der Pandemie sind viele Menschen auf deren Angebote angewiesen. Auf insgesamt 1 000 Werbeplätzen in TV, Zeitungen und Online-Medien sowie im Radio und auf Außenflächen haben die Organisationen über ihre Hilfsangebote in der Corona-Situation informiert. Unsere Aktion war erfolgreich: Rund 200 Millionen Medienkontakte haben wir mit der Aktion erreicht. Und dies hat sich direkt bei den Organisationen ausgewirkt: 15 Prozent Zuwachs an Beratungsvolumen konnte die Organisation „Nummer gegen Kummer“ im Vergleich zum Zeitraum vor dem Aktionsstart verbuchen. Durch 550 zugesagte IT-Spenden an „Labdoo“ kann bis zu 8 250 Kindern digitale Bildung ermöglicht werden. Auch bei „Crew Nation“ hat sich die Werbung bemerkbar gemacht: Die Anzahl von Förderanträgen von Mitarbeitenden aus der Eventbrache hat sich in den Tagen nach der Aktion mehr als verdreifacht. Zudem sind viele Senior*innen auf die Schulungsangebote des Vereins „Wege aus der Einsamkeit“ aufmerksam geworden und möchten diese nutzen. Für „Aktion Deutschland Hilft“ war die Initiative eine entscheidende Unterstützung für die Corona-Nothilfemaßnahmen des Bündnisses.

Beispiele für internationales Engagement
Bei T-Mobile US war besonders die Initiative „Project 10Million“ bedeutend – denn mehr als 50 Millionen US-amerikanische Schüler*innen waren aufgrund der COVID-19-Pandemie auf Fernunterricht angewiesen. In mehreren Hundert US-Schulbezirken konnten sich Schüler*innen dank der Initiative kostenlos mit ihren Schulen verbinden. Im Jahr 2021 hat T-Mobile US gemeinsam mit Schulbezirken, außerschulischen Programmen und lokalen Behörden landesweit 1,2 Millionen jungen Menschen einen Internet-Zugang geboten. Im Oakland Unified School District (OUSD) konnte die Verbindungsrate der Schüler*innen von 12 auf 98 Prozent gesteigert werden.

T-Mobile in Tschechien hat ihre Unterstützung für durch die Pandemie benachteiligte Menschen auch im Jahr 2021 fortgesetzt. 500 Familien wurden mit Laptops, Modems und kostenlosen Internet-Zugängen ausgestattet. Außerdem wurden rund 200 Tablets an Einrichtungen für ältere Menschen verliehen. T-Mobile Czech Republic unterstützte darüber hinaus das Mentoring-Programm „DoToho!“, das von der Pandemie betroffenen kleinen und mittleren Unternehmen hilft. Neben finanzieller Unterstützung stellte die Landesgesellschaft Fachwissen bereit: T-Mobile-Mitarbeitende fungierten als Mentor*innen und als Ausbilder*innen bei 124 Unternehmen, für die alle Inhalte kostenlos waren.

Auch Hrvatski Telekom führte 2021 ihr Engagement fort und stellte weiteren 16 Pflegeheimen in Kroatien Tablets und kostenloses Internet bereit. Im Rahmen des Programms „Generation Together“ wurde älteren Menschen der Umgang mit digitalen Medien nähergebracht, um während der Pandemie mit Freund*innen und Familie in Kontakt zu bleiben. Weiter hat die kroatische Telekom ein gemeinsames Projekt mit dem Tech-Entwickler Smart Sense gestartet: In drei Grundschulen und fünf Kindergärten in der Stadt Dubrovnik messen spezielle Geräte die Luftqualität der Räumlichkeiten in Echtzeit. Sie können den CO2-Gehalt, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit messen und sind mit NB-IoT-Technologie verbunden. Bei veränderter Qualität erhalten Lehr- und Erziehungskräfte rechtzeitig ein Audio- und Lichtsignal und können die Räume lüften – für ein sicheres sowie gesundes Lern- und Erziehungsumfeld für die Kinder.

Slovak Telekom unterstützte Gesundheitsfachkräfte, Lehrkräfte und Studierende mit mobilen Daten, technischer Ausrüstung sowie finanziellen Mitteln. Insbesondere im ersten Quartal des Berichtsjahres war die Slowakei schwer von der Pandemie betroffen – was besonders in den Krankenhäusern zu spüren war. Daher hat Slovak Telekom sechs Monate lang unbegrenztes Datenvolumen für Beschäftigte des Gesundheitswesens zur Verfügung gestellt, die durch ihren persönlichen Einsatz in der Pandemie besonders stark belastet waren. Parallel machte eine Kampagne auf die wichtige Arbeit und Aufopferung der Mitarbeitenden aufmerksam.

Viele Landesgesellschaften haben ihren Mitarbeitenden weiterhin das Arbeiten von zu Hause aus angeboten und Reisetätigkeiten reduziert, um sie zu schützen. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie können Sie den Profilen der Landesgesellschaften entnehmen.

Nothilfe im Katastrophenfall

Extreme Hitzeperioden, starke Niederschläge oder Dürren – laut dem sechsten Bericht des Weltklimarats (IPCC) werden Ereignisse wie diese durch den Klimawandel weiter zunehmen. In den Ländern, in denen wir vertreten sind, haben wir im Jahr 2021 Regionen unterstützt, die von Naturkatastrophen betroffen waren.

Europa: Flutkatastrophe
Starke Regenfälle führten im Juli 2021 unter anderem in Deutschland, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg zu einer Naturkatastrophe in extremem Ausmaß. Europaweit starben rund 220 Menschen. Besonders stark betroffen waren Gebiete in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen in Deutschland. Durch die massive Zerstörung von Städten und Dörfern verloren viele Bewohner*innen ihr Zuhause. Auch die Telekommunikationsinfrastruktur wurde stark beschädigt. Allein im Mobilfunknetz der Telekom sind 300 Standorte direkt nach dem Unwetter ausgefallen. Gerade in einer solchen Notsituation ist Kommunikation jedoch wichtig – um Hilfe zu organisieren, sich zu vernetzen und Freund*innen oder Familie zu informieren. Beispielsweise mit folgenden Maßnahmen haben wir uns engagiert, um die Situation in den Katastrophengebieten zu verbessern:

  • Verbindung wiederherstellen
    Tag und Nacht haben unsere Techniker*innen gearbeitet, um die zerstörte Mobilfunk- und Festnetz-Versorgung schnell zu überbrücken. Nach einer Woche war das Mobilfunknetz wieder zu 100 Prozent hergestellt, beim Festnetz waren nach zwei Monaten 90 Prozent repariert. In den besonders stark betroffenen Regionen stellen wir die alten Kupferanschlüsse nicht wieder her, sondern bauen neue Glasfasernetze direkt bis in die Häuser auf. Betroffenen Kund*innen stellen wir zwölf Monate lang LTE- oder Hybrid-Router kostenlos zur Verfügung. Beide Produkte bieten Telefonie und Surfen bei unbegrenztem Datenvolumen. Solange der Festnetz-Anschluss nicht betriebsfähig ist, erhalten Kund*innen keine Rechnung über die gestörten Anschlüsse. Zudem gibt es ein vereinfachtes Sonderkündigungsrecht, wenn die Immobilie über längere Zeit nicht nutz- oder bewohnbar ist.
  • Schnelle Hilfe vor Ort 
    Um den betroffenen Menschen möglichst schnell und unkompliziert zu helfen, haben unsere Einsatzkräfte und Freiwillige insgesamt rund 13 000 Powerbanks, Notfallhandys mit SIM-Karten, Internet-Schnellstarterpakete, Router und anderes technisches Equipment zu den Menschen in die Hochwasserregionen gebracht. Unseren Mobilfunk-Kund*innen stellten wir für 60 Tage kostenloses, unlimitiertes Datenvolumen zur Verfügung. Für Helfer*innen vor Ort verteilten wir zusätzlich Datenvoucher. Um vor Ort direkt und schnell helfen zu können, haben wir in unterschiedlichen Regionen „Telekom Shop“-Container sowie mobile Service-Stationen eingerichtet.
  • Spenden für Betroffene
    Am 24. Juli 2021 fand eine bundesweite Spendengala des Fernsehsenders SAT.1 und des Hilfsorganisationsbündnisses „Aktion Deutschland Hilft“ für die Opfer der Flutkatastrophe statt. Rund 2 000 unserer Mitarbeitenden haben ehrenamtlich an der Hotline die Spenden der TV-Zuschauenden aufgenommen. Neben der Betreuung der Spendenhotline haben wir das Bündnis mit einer Geldspende in Höhe von 1 Million Euro unterstützt. Auch Preisgelder des Telekom Team Award – bei dem Teamleistungen der Deutschen Telekom ausgezeichnet werden – wurden gespendet: Die Mitarbeitenden aus zwei prämierten Teams ließen ihren Gesamtbetrag von 40 000 Euro den Betroffenen der Flutkatastrophe zukommen.
  • Unterstützung für unsere Mitarbeitenden
    Hilfe erhielten auch Mitarbeitende, die persönlich von den Extremereignissen der Hochwasserkatastrophe betroffen waren. Unter anderem erhielten sie finanzielle Hilfe durch die Stiftung „Betreuungswerk Post Postbank Telekom“ und den Telekom Sozialfonds. Zudem konnten sie sowie ehrenamtliche Helfer*innen bis zu fünf Tage bezahlten Sonderurlaub erhalten. Betroffene Mitarbeitende konnten daneben die Beratung von den psychosozialen Expert*innen der „SPRECHZEIT“ – einer Hotline unseres Gesundheitsangebots – in Anspruch nehmen. 

USA: Hurrikan Ida
In Louisiana, im Südosten der Vereinigten Staaten, hat der Hurrikan Ida Ende August 2021 schwere Schäden angerichtet. Unsere Teams von der Landesgesellschaft T-Mobile US leisteten vor Ort Hilfe, indem sie Lade- und Endgeräte verteilten. Betroffene Personen bekamen zudem die Möglichkeit für unlimitierte, kostenlose Telefongespräche und SMS sowie Datenvolumen.

Zur Vorbereitung auf Katastrophenfälle verfolgt T-Mobile US einen umfassenden Ansatz. Dabei arbeitet die Landesgesellschaft eng mit nationalen Meteorolog*innen zusammen und überwacht Anzeichen für klimabedingte Notfälle. Die Netzreaktionsteams sind rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr in Bereitschaft, um in Notfällen schnell handeln zu können.

Tschechien: Tornado
Ende Juni 2021 führte im Südosten Tschechiens ein Tornado zu Toten und vielen Verletzten, es gab Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur. T-Mobile Czech Republic hat Therapeut*innen und humanitären Helfer*innen mit kostenlosen Services und Telefonen für ihre Arbeit ausgestattet. Betroffene konnten außerdem gratis Anrufe tätigen, SMS verschicken und Daten nutzen. Um den Menschen vor Ort zu helfen, haben die Landesgesellschaft und ihre Mitarbeitenden darüber hinaus insgesamt über 250 000 Euro an die Hilfsorganisation ADRA und die VIA Stiftung gespendet.

Nordmazedonien: Waldbrände
Im Jahr 2021 war Nordmazedonien von schweren Waldbränden betroffen. Makedonski Telekom konnte dank Nothilfemaßnahmen dafür sorgen, dass die Bürger*innen am Netz blieben. In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz ließ die Landesgesellschaft Betroffenen außerdem Spenden zukommen. 

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