Unser Ansatz für Ausbildung und Entwicklung

Unser Beitrag zu den SDG

Unseren Mitarbeitenden bieten wir ein breites Spektrum individueller Aus- und Weiterbildungs- sowie Entwicklungsmaßnahmen an. Wichtige Grundlagen hierfür sind in der Konzernrichtlinie zu Mitarbeiterbeziehungen (Employee Relations Policy) und in unseren Leitlinien (Guiding Principles) festgehalten. Für viele Bereiche der Telekom wurden zudem konkrete Vereinbarungen mit den Sozialpartnern zum Thema Weiterbildung getroffen. Die Weiterbildung unserer Mitarbeitenden macht sich bezahlt: 2021 konnten wir 50,75 Prozent unserer offenen Positionen mit internen Kandidat*innen besetzen.

Ausbildung für die Fachkräfte von morgen
Wir ermöglichen vielen jungen Menschen einen Einstieg in die Arbeitswelt: Mit einem umfassenden technischen und kaufmännischen Ausbildungsangebot qualifizieren wir unsere Fachkräfte von morgen. 2021 stellten wir in Deutschland 2 150 Ausbildungsplätze bereit, davon 1 450 Plätze für eine berufliche Ausbildung, 675 Studienplätze für duale Bachelor- und bis zu 25 Plätze für duale Masterstudierende. Damit gehören wir zu den bundesweit größten Ausbildungsunternehmen und bilden deutlich über unseren Eigenbedarf hinaus aus. Bereits in der Ausbildung legen wir den Grundstein für digitale Kompetenzen und ermöglichen so einen nahtlosen Übergang in die digitale Arbeitswelt.

Lebenslanges Lernen fördern
Wir fördern lebenslanges Lernen und begleiten unsere Mitarbeitenden auf ihrem individuellen Lernweg. Dazu verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über die bestehenden und die künftig benötigten Kompetenzen unserer Beschäftigten. Auf dieser Grundlage bieten wir ihnen maßgeschneiderte Bildungs- und Entwicklungsprogramme an. Dazu gehören auch Auslandsaufenthalte oder ein Studium neben dem Beruf: Mit „Bologna@Telekom“ ermöglichen wir berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge. Seit der Einführung vor mehr als zehn Jahren haben insgesamt über 2 000 Beschäftigte in Deutschland das Angebot wahrgenommen.

Bildung@telekom

… nimmt gesamte Bildungskette von Ausbildung- Studium- Weiterbildung in den Blick
Informelles Lernen im Prozess der Arbeit

  • Dualer Bachelor
  • Duale Ausbildung
  • Einstiegsqualifizierung

Berufliche
Erstausbildung

  • Start up!
  • Dualer Master
  • Abschlussarbeiten
  • Studienpraktikum/Flexikum

Angebote für
Studierende/
Absolvent*innen

  • Youlearn
  • Berufsbegleitender Master
  • Berufsbegleitender Bachelor

(Akademische)
Weiterbildung

  • Talent Development
  • Expert Development
  • Leadership Development

Angebote für
Professionals

Weiterbildung: Eigenverantwortlich und digital lernen
Seit 2019 verfolgen wir mit der Initiative „youlearn“ das Ziel, die Telekom zu einer lernenden Organisation weiterzuentwickeln. Dabei bieten wir unseren Beschäftigten weltweit (ausgenommen T-Mobile US) die Möglichkeit, ihre Weiterbildung mithilfe von digitalen Lernangeboten weitgehend selbst zu steuern und das Lernen zu einem integralen Teil des Berufsalltags zu machen. „youlearn“ fordert Beschäftigte zum Beispiel mit einer „Learning Challenge“ dazu auf, bei freiwilligen, informellen Lernherausforderungen mitzumachen. Im Oktober 2021 fand der zweite konzernweite „youlearn day“ statt. Nach den bereits sehr guten Erfahrungen mit dem digitalen Lernevent im Jahr 2020 konnten wir uns diesmal noch steigern: 5 000 Teilnehmende – 300 mehr als im Vorjahr – aus 30 Ländern tauchten in rund 40 digitale Lern-Sessions ein. Sie informierten sich über Zukunftsthemen wie Data Analytics, Cyber Security und Software-Development und tauschten sich mit Expert*innen aus.

Insbesondere durch die im Jahr 2019 eingeführte Lernplattform Percipio haben wir unsere digitalen Bildungsangebote global (mit Ausnahme von T-Mobile US) weiter ausgebaut. Neben einer Desktop-Lösung besteht über die Percipio-App img die Möglichkeit, jederzeit und überall auf die Inhalte zuzugreifen. Sie bietet eine Vielzahl an Kursen, Videos, Büchern oder Hörbüchern zu Themen wie Führung, Technik und Entwicklung oder digitale Transformation und vermittelt die Lerninhalte auf unterhaltsame Weise. Die Inhalte werden in 18 Sprachen – synchronisiert oder mit Untertiteln – angeboten. Im Jahr 2021 waren rund 180 000 Beschäftigte der Telekom auf dieser Plattform registriert. Über Percipio können unsere Mitarbeitenden auch auf die Schulungsunterlagen von Coursera – dem weltweit größten Anbieter von Online-Kursen auf Hochschulniveau – zugreifen. Die Kurse zu Themen wie Big Data, Cyber Security, Cloud oder Künstliche Intelligenz werden von einem Netzwerk von rund 200 Universitäten zur Verfügung gestellt. Daneben haben wir im Berichtsjahr unser Angebot in Deutschland um die Formate des digitalen Lernanbieters „Bildungsinnovator“ ergänzt und damit den digitalen Lernanteil weiter ausgebaut.

Ein weiteres Beispiel für selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Lernen ist die 2018 gestartete und mittlerweile bei der Telekom erfolgreich etablierte Mitarbeiterinitiative „Lernen von Experten“ (LEX): Dabei geben Fachleute aus dem Konzern ihr Wissen über verschiedene Wege an ihre Kolleg*innen weiter. Mit 20 500 aktiven Mitgliedern (Stand: 31.12.2021) ist LEX unsere am stärksten wachsende Community. Besonders beliebt sind die digitalen 30- bis 60-minütigen LEX-Sessions. Ende 2021 standen über 5 000 solcher Inhalte bereit. Seit dem Start im Jahr 2018 haben etwa 260 000 Mitarbeitende an den LEX-Sessions teilgenommen.

Weltweit investierten unsere Mitarbeitenden 2021 fast 4 Millionen Lernstunden in ihre eigene Qualifizierung. Insgesamt wurden 2021 rund 3,5 Millionen Lernstunden digital absolviert – 2019 waren es erst 1,8 Millionen. 2021 waren 83 Prozent der konzernweit buchbaren Trainings digital verfügbar. Dieses umfangreiche digitale Weiterbildungsangebot hat uns in der Corona-Pandemie sehr geholfen, die Weiterbildung der Beschäftigten trotz Homeoffice und fehlender Präsenzangebote sicherzustellen.

Führungskompetenzen im digitalen Zeitalter stärken
Auch bei unseren Führungskräfte-Entwicklungsprogrammen setzen wir zunehmend virtuelle Lösungen ein. Damit fördern wir die Fähigkeit zur virtuellen Personalführung. Im Jahr 2021 haben wir bei der Telekom in Deutschland sowie in den Landesgesellschaften der T-Systems den neuen Performance-Development-Ansatz „WeGrow“ eingeführt – er ersetzt unseren bisherigen Performance- und Entwicklungsprozess „Lead to Win“. Mit dem neuen Prozess wollen wir das Engagement jedes Beschäftigten durch regelmäßiges Feedback steigern, Klarheit über Aufgaben und erwartete Ergebnisse schaffen sowie das Vertrauensverhältnis zwischen Führungskraft und Mitarbeiter*in stärken. Darüber hinaus ermöglicht der neue Ansatz eine engere Verzahnung mit weiteren HR-Prozessen wie dem Kompetenzmanagement, dem Talentmanagement oder der Nachfolgeplanung und trägt dazu bei, die Geschäftsziele zu erreichen. Des Weiteren setzen wir deutschlandweit das Entwicklungsgespräch „Compass“ für tariflich Beschäftigte sowie Beamt*innen ein, um Rückmeldung über Leistung und Kompetenzen zu geben und Talente zu identifizieren.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 404-1 (Aus- und Weiterbildung)
  • GRI 404-2 (Aus- und Weiterbildung)

Neue Lernkonzepte bei T-Systems

Im Berichtsjahr wurde die konzernweite, 2020 gestartete Initiative „youlearn“ auch bei T-Systems fortgeführt: Im Fokus stand dabei die unternehmensweite Qualifizierungsoffensive „Digitize!“. Ihr misst die Geschäftsführung höchste strategische Priorität für die nächsten Jahre bei. „Digitize!“ enthält mehrere Qualifizierungsprogramme, um den Mitarbeitenden zukunftsrelevante Technologiekompetenzen zu vermitteln, die sie für die Umsetzung der digitalen Transformation bei ihren Kund*innen benötigen. Dazu gehören unter anderem digitale Fortbildungen zu Themen wie „Künstliche Intelligenz (KI)“ und „Big Data“ oder die berufsbegleitenden Programme „Digital Engineer“, „Data Scientist“, „Digital Consultant“ und „Digital Expert of Tomorrow“ in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen. Die Programme richten sich an Einsteiger*innen („Explorer Level“), Erfahrene mit soliden Tech-Kenntnissen („From Good to Great“) und Digitalisierungs-Vordenker („Thought Leadership“). Wo möglich, werden sie international angeboten, umfassen einen hohen virtuellen Anteil und bilden eine Mischung aus Self-Learning-Angeboten und Schulungen vor Ort. Alle diese Maßnahmen zur Umschulung beziehungsweise zum Ausbau der eigenen Qualifikationen werden zentral gesteuert, finden aber in enger Kooperation mit den Geschäftseinheiten (Bereiche, Abteilungen, Expertenteams) statt. Ziel dabei ist es, T-Systems mehr und mehr zu einer selbstlernenden Organisation zu entwickeln. Daher werden selbstorganisierte Initiativen der Einheiten im Bereich „Learning & Development“ zentral begrüßt und unterstützt.

Weiterbildungsinitiative zum Cyber Security Professional

Expert*innen für IT-Sicherheit sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt weiterhin rar. Deshalb haben wir 2014 die zweieinhalbjährige berufsbegleitende Weiterbildung zum Cyber Security Professional (IHK) entwickelt. Die Fortbildung ist in die regulären Arbeitsprozesse integriert und wird durch fachliche und überfachliche Module in unterschiedlichen Formaten (Präsenzschulungen, E-Learning img, Blended Learning) ergänzt. Nach erfolgreicher Prüfung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer erhalten die Teilnehmenden ein IHK-Zertifikat als Cyber Security Professional. Die im Rahmen der Weiterbildung erworbenen Kompetenzen können in Bachelor- und Masterstudiengängen als Studienleistung angerechnet werden.

Die Weiterbildung entwickeln wir kontinuierlich weiter und berücksichtigen dabei aktuelle und künftige IT-Sicherheitsanforderungen. So haben wir im Berichtsjahr das Modul „Netzsicherheit“ aktualisiert. Bereits 2020 hatten wir neue fachliche Module in den Bereichen Kryptografie sowie Web- und Applikationssicherheit entwickelt und eingesetzt. Ebenfalls im Jahr zuvor nahmen wir das Thema „Mentale Gesundheit“ auf Wunsch von Teilnehmenden und Fachbetrieben mit einem entsprechenden Workshop in das Programm auf.

Trotz der anhaltenden COVID-19-Pandemie haben wir das Programm auch 2021 in vollem Umfang durchgeführt. Die Kontaktbeschränkungen führten lediglich dazu, dass einzelne Präsenzveranstaltungen virtuell umgesetzt werden mussten.

Aufgrund der Nachfrage auch bei anderen Unternehmen und Behörden haben wir bereits 2018 die Weiterbildung auch für Mitarbeitende anderer Unternehmen geöffnet. Der achte Jahrgang startete 2021 pandemiebedingt in digitaler Form mit 18 Teilnehmenden, von denen einer bei einer externen Organisation beschäftigt ist. Darüber hinaus verteilen sich die Teilnehmenden auf die Deutsche Telekom Security GmbH mit elf Beschäftigten, die Deutsche Telekom IT GmbH mit fünf Beschäftigten und die T-Systems International GmbH mit einem Beschäftigten.

Unser Fazit nach bisher acht teilnehmenden Jahrgängen ist positiv: Fünf Jahrgänge schlossen die Weiterbildung bis Juni 2021 vollständig ab und sind entsprechend zertifiziert – darunter im Berichtsjahr auch die ersten Mitarbeitenden der externen Unternehmen. Das Durchschnittsalter der Absolvent*innen lag bei circa 25 Jahren. Mit 1,8 Prozent war die Abbruchquote unter den Teilnehmenden bisher sehr gering. Insgesamt zählen wir inzwischen in acht Jahrgängen 115 Programmteilnehmende. Alle 50 internen Absolvent*innen der Jahrgänge von 2014 bis 2018 wurden bei der Telekom weiterbeschäftigt. Nur zwei Absolvent*innen entschieden sich, das Unternehmen zu verlassen, davon kehrte einer nach einem Jahr zurück.

Weiterbildung Telekom Training KPI

Die Deutsche Telekom bietet ihren Mitarbeitenden eine ganze Reihe von Weiterbildungsmaßnahmen, mit denen sie ihre Kompetenzen weiterentwickeln und auffrischen können. 

Im Jahr 2021 haben wir über unser globales Learning Management System (LMS) 43 772 Lernangebote bereitgestellt – 83 Prozent der Angebote waren digital verfügbar. Unsere Mitarbeitenden in Deutschland und den europäischen Landesgesellschaften investierten im Schnitt 4,6 Arbeitstage in ihre Weiterbildung, 4,1 Tage davon digital. Die digitale Lernquote ist im Berichtsjahr auf 89 Prozent gestiegen (2020: 69 Prozent).

Weiterführende Informationen finden Sie im HR Factbook.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 404-1 (Aus- und Weiterbildung)
  • GRI 404-2 (Aus- und Weiterbildung)

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 16 (Qualifizierung)

European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS)

  • S02-02 (Durchschnittliche Ausgaben für Weiterbildung pro VZÄ pro Jahr)

Internationale Entwicklungs- und Führungskräfteprogramme KPI

Ziel der internationalen Entwicklungs- und Führungskräfteprogramme ist es, Potenzial- und Leistungsträger*innen im Konzern zu etablieren, zu binden und zu positionieren. Im Fokus der Programme stehen die Entwicklung der kommenden Führungskräftegeneration und deren Unterstützung bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen. Gleichzeitig sollen die Programme das Zugehörigkeitsgefühl steigern, den Wissensaustausch stärken und die Eigenverantwortung fördern. 

Der Global Talent Pool wurde im Juni 2020 für Neuzugänge geschlossen. Es wurde ein überarbeiteter globaler Ansatz „Talent Hub“ entwickelt, der im Jahr 2021 eingeführt wurde.

Im Jahr 2021 hat sich das Konzept der levelUP! Plattform verändert, von einem linearen Programm hin zu einem Leadership HUB mit zahlreichen Angeboten für Führungskräfte. Im Jahr 2022 wird levelUP! allen Führungskräften des Konzerns, auch nicht-leitenden Angestellten, jederzeit, von überall und von jedem Gerät aus zugänglich sein. Inhaltlich fokussiert sich levelUP! auf die folgenden Lernbereiche: Führung in Zeiten der Transformation, Führung von hybriden Teams und Leading Digital Telco. Das eigene Wissen in diesen Bereichen zu erweitern, hilft den Führungskräften der Deutschen Telekom ein neues Arsenal an wertvollen Tools und Skills aufzubauen, durch Reflektion den persönlichen Führungsstil zu verbessern und die eigene digitale Kompetenz auszubauen.

Bereits 2020 mussten wir levelUP!NextGeneration COVID-19 bedingt rein digital durchführen. Auch 2021 haben wir das Programm zur Sicherheit aller Beteiligten rein digital angeboten. Weltweit durchliefen 500 Mitarbeitende aus 18 Ländern dieses 4-monatige Entwicklungsprogramm, welches sich an motivierte Mitarbeitende richtet und sich durch die Vermittlung von innovativen, sowie inspirierenden und greifbaren Führungsthemen und Fähigkeiten auszeichnet.

 
Weiterführende Informationen finden Sie im HR Factbook

Auszubildende und Berufsfelder Konzern DT in Deutschland KPI

2021 waren insgesamt knapp 6 000 Nachwuchskräfte für eine Ausbildung oder ein duales Studium eingestellt, wovon 26 Prozent Frauen waren.

Weiterführende Informationen finden Sie im HR Factbook.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 404-1 (Aus- und Weiterbildung)

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

  • Kriterium 15 (Chancengerechtigkeit)

Mitarbeitergewinnung Konzern DT in Deutschland KPI

Knapp 800 neue Mitarbeitende hat die Deutsche Telekom 2021 in Deutschland vom externen Arbeitsmarkt eingestellt. Darüber hinaus haben wir erneut rund 1 100 interne Nachwuchskräfte nach Abschluss ihrer Berufsausbildung oder ihres dualen Studiums in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernommen.

   

Weiterführende Informationen finden Sie im HR Factbook.

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