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Corporate Responsibility Bericht 2021

In weniger als 50 Tagen programmiert: Deutsche Telekom und SAP entwickeln Corona-Warn-App

  • Bis Ende 2021 über 39,5 Millionen Downloads
  • Bisher größtes Open-Source-Projekt der Bundesregierung
  • Die „ideale App“ für Deutschland

Corona-Warn-App
Die deutsche IT-Branche hat geliefert: Nach nur 50 Tagen war die Corona-Warn-App img der Bundesregierung startklar und steht seit dem Abend des 15. Juni 2020 sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store zum Download bereit. Seitdem ist sie bereits über 39 Millionen Mal heruntergeladen worden. Die App entstand in enger Zusammenarbeit von SAP und Deutsche Telekom sowie weiteren Partnern und wurde im Open-Source-Modus entwickelt. Dabei konnte der Status des im Aufbau befindlichen Programmcodes auf der Entwicklungsplattform GitHub fortlaufend von Expert*innen verfolgt werden. Dank dieser Transparenz war jede Codezeile für die Öffentlichkeit einsehbar. Über die gesamte App-Entwicklung hinweg nahmen mehr als 109 000 Einzelbesucher*innen in den Code Einsicht, und es kamen rund250 Beiträge von Mitgliedern der Community und des Projektteams. Mehr Transparenz bei einem Softwareprojekt von solch zentraler Bedeutung ist kaum möglich. Die Corona-Warn-App ist das größte je in Deutschland im Auftrag der Bundesregierung umgesetzte Open-Source-Projekt.

Der neu geschaffene Bereich „Digital Solutions“ von T-Systems bei der Deutschen Telekom sowie SAP hat mit der App den Prozess für eine erfolgreiche Unterbrechung der Infektionskette im Hinblick auf die COVID-19-Pandemie digitalisiert: von einer möglichen Infizierung bis hin zur Warnung etwaiger Kontaktpersonen, vom Smartphone bis ins Labor. Das Nutzererlebnis hinsichtlich Bedienung, Datenschutz und Hotlineanbindung stand dabei stets im Mittelpunkt der Entwicklung. Die von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Corona-Warn-App ist eine der ersten europäischen Apps, die auf den aktuellen Spezifikationen des von Apple und Google bereitgestellten Exposure Notification Frameworks basiert. Somit können die Nutzer*innen von Android-Smartphones und iPhones die App passiv im Hintergrund ihres Geräts laufen lassen und gleichzeitig ihre Lieblingsapps weiter nutzen. 

Wir entwickeln die App kontinuierlich weiter. So wurden im vergangenen Jahr das digitale Impfzertifikat der EU und eine Anmeldefunktion, beispielsweise für Restaurantbesuche, integriert. Darüber hinaus bietet die App umfassende Informationen, u. a. über Inzidenzwerte.

Hohe Standards für Datenschutz und -sicherheit
Vor allem im Hinblick auf Datenschutz und -sicherheit gab es eine sehr enge Zusammenarbeit mit den entscheidenden öffentlichen Institutionen wie dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem Bundesdatenschutzbeauftragten (BfDI). Die App fordert von den Nutzer*innen keinerlei persönliche Daten an. Informationen wie Name, Alter, Anschrift benötigt die Corona-Warn-App nicht, sie erfasst auch keinen Nutzerstandort. Weitergegeben werden ausschließlich zufällig generierte Codes, wenn sich zwei Smartphones über einen bestimmten Zeitraum relativ nahekommen. Die Codes der jeweiligen Begegnungen sind nur auf den Smartphones der Besitzer*innen selbst gespeichert. Welches Gerät sich hinter diesem Code verbirgt, ist nicht feststellbar, da der Code verschlüsselt ist. Nach Einschätzung des BSI befindet sich die Qualität des Source-Codes auf einem hohen Niveau. Das Entwickler-Team habe sich an allgemein anerkannten „Best Practices“ der Software-Architektur, des Programmierstils und der Software-Sicherheit orientiert. Alle vom BSI im Rahmen des Open-Source-Entwicklungsprozesses festgestellten kritischen Schwachstellen seien zeitnah behoben worden.

Die „ideale App“ für Deutschland
Dezentral, freiwillig und ohne Identifizierbarkeit der Nutzer*innen – das sind laut dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen die wichtigsten Wünsche der Deutschen an eine Corona-Tracing-App. Die im Auftrag der Bundesregierung von Telekom und SAP entwickelte Corona-Warn-App entspricht diesen Erwartungen. Beide Unternehmen haben gemeinschaftlich eine digitale Lösung für den Wunsch der Bevölkerung nach Sicherung der Privatsphäre im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie gefunden.

Weitere Informationen finden sich hier.