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Corporate Responsibility Bericht 2021

Papierloses und -vermeidendes Arbeiten

Der Betrieb eines großen Unternehmens wie der Deutschen Telekom geht mit einem hohen Papierverbrauch einher. Seit einigen Jahren reduzieren wir diesen Papierverbrauch schrittweise. Mit dem Projekt „Paperless Office“ (papierloses Büro) wollen wir bis 2025 möglichst vollständig auf Papier verzichten.

Angesichts der enormen Menge von aktuell rund 3 200 Tonnen Papierverbrauch allein an unseren deutschen Standorten und einer Vielzahl von Prozessen, die Papier benötigen, ist die weitestgehend papierlose Telekom ein sehr ambitioniertes Ziel. 

Print-on-Demand beispielsweise – das Drucken nach Bedarf und auf Abruf – hat viele Vorteile: Kurzanleitungen werden auftragsbezogen in einer speziell dafür vorgesehenen Anlage gedruckt und müssen nicht vorproduziert, transportiert und gelagert werden. Änderungen in Informationsblättern für unsere Kund*innen können kurzfristig umgesetzt werden und es sammeln sich keine großen Mengen an veralteten Dokumenten an, die vernichtet werden müssen. Im Berichtsjahr haben wir das Projekt ausgeweitet: Print-on-Demand ist jetzt für die Kurzanleitungen aller Tarife in Deutschland (MagentaZuhause, MagentaTV, Geschäftskunden- und Hybrid-Tarife) verfügbar. Darüber hinaus haben wir überprüft, ob sich auch weitere Materialien – die etwa eine Broschüre oder eine SIM-Karte enthalten – für Print-on-Demand eignen. Nicht alle Materialien, wie die SIM-Karten für unsere Hybrid-Tarife, lassen sich bisher in den Prozess integrieren. Seit März 2021 sind die Print-on-Demand-Anleitungen mit unserem Label #GreenMagenta gekennzeichnet. 

Um unseren Verbrauch darüber hinaus weiter zu minimieren, haben wir 2021 in Deutschland weitere Maßnahmen umgesetzt – und damit rund 275 Tonnen Papier eingespart:

  • Die Korrespondenz mit unseren Millionen Kund*innen ist einer der größten Hebel zur Papiereinsparung. Dank Online-Rechnungen und zunehmend digitaler Kommunikation haben wir 2021 rund sechs Millionen Sendungen weniger verschickt als 2020 – das entspricht 100 Tonnen Papier.
  • Ein Teil unserer Lieferscheine steht nun digital zur Verfügung. Durch diese Umstellung umfassen die Papierscheine nur noch eine statt zwei Seiten – womit wir jährlich sieben Tonnen Papier einsparen.
  • Pandemiebedingt arbeiteten mehr Beschäftigte mobil von zu Hause aus; so wurden an den betrieblichen Arbeitsplätzen weniger Unterlagen ausgedruckt. Daneben haben Sensibilisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen zu weiteren Einsparungen beim Drucken geführt – insgesamt 46 Tonnen im Jahr 2021. Auch weichen Flipcharts, Notizbücher und Co. zunehmend digitalen Alternativen.
  • Nach dem erfolgreichen Start eines Pilotprojekts zur Druckreduktion in der Telekom-Zentrale in Bonn soll bald ein weiterer Standort folgen. Mit Blick auf die Zukunft wollen wir die Druckerflotte der Telekom an allen Standorten deutlich verringern.
  • Über unsere „Mitarbeiter-App“ werden Personal- und Abrechnungsprozesse – wie z. B. Reisekostenabrechnungen – digital und papierlos abgewickelt.
  • Auch rund um unsere Shops konnten wir viel Papier einsparen: So hat sich die Papiermenge bei unserem „Mehr Magenta“-Magazin im Vergleich zum Vorjahr um rund 32 Tonnen reduziert. Durch den Verzicht auf Papiertüten haben wir weitere 5 Tonnen Papier eingespart.
  • Ebenso reduzierte sich die Papiermenge aus dem Flyerversand an deutschlandweite Haushalte um rund 90 Tonnen.
  • Bis wir unser Ziel erreichen, nutzen wir zertifiziertes Papier aus nachhaltigen Quellen. Zudem sind derzeit über 50 Prozent der Artikel unseres Bürosortiments nachhaltig zertifiziert. Bis 2025 wollen wir alle Produkte, für die es eine zertifizierte Alternative gibt, umstellen.

Als nächster Schritt ist eine engere Vernetzung mit den Landesgesellschaften geplant. Auch diese können bereits vielfältige Erfolge vorweisen

  • Slovak Telekom: Dank mehr Online-Rechnungen werden rund 10 Tonnen Papier pro Monat eingespart. Daneben verzichtet die slowakische Landesgesellschaft in den Shops auf Papierflyer und Kund*innen können Verträge komplett digital abschließen.
  • Kroatien: Seit 2021 erhalten auch Geschäftskund*innen von Hrvatski Telekom Online-Rechnungen, wodurch noch weniger Papier verwendet wird.
  • Magenta Telekom in Österreich: Auch hier erhalten Kund*innen auf Wunsch ihre monatlichen Rechnungen online – im Jahr 2021 wurden so 91 Millionen Seiten Papier eingespart. Zudem spendet Magenta für jeden Wechsel auf digitale Rechnungen 3 Euro für Aufforstungsprojekte der Stadt Wien.
  • T-Systems in Brasilien: 90 Prozent der Kund*innen erhalten ihre Rechnungen online; auch Lieferantenverträge werden durch digitale Signaturen papierlos abgewickelt.
  • T-Mobile Polska: Für jede zweite Seite eingespartes Papier durch die Umstellung auf Online-Rechnungen bei Geschäftskund*innen pflanzt T-Mobile Polska einen Baum.
  • T-Mobile US: In den USA steigt die Quote digitaler Alternativen zu Rechnungen und Flyern ebenfalls weiter an. Zudem wurden die Drucker in den Bürogebäuden reduziert, um Ressourcen zu sparen.
  • Griechenland/OTE: Mit der „MyNet.Go“-App img können die Mitarbeitenden unter anderem papierlose Urlaubsanträge stellen.
  • DT IT Solutions Russia: Zur Förderung des „Paperless Office“ wurden Personalprozesse und -dokumente digitalisiert sowie digitale Signaturen eingeführt. 
  • DTSE: Mit dem Projekt „Let‘s go paperless“ wird der Papierverbrauch reduziert und so viele Prozesse wie möglich werden digitalisiert. Eine Digitalisierungs-Community bietet Tipps und Anregungen sowie Workshops und digitale Tools an, um Papier zu sparen und die Anzahl der Drucker zu reduzieren.
Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

 

Global Reporting Initiative (GRI)

  • GRI 306-2 (Abfall)