Magyar
Telekom Nyrt.

Tibor Rékasi
CEO, Magyar Telekom Nyrt.

Im Jahr 2021 hat Magyar Telekom seine neue, fünfte Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt. Während wir die Hauptziele auf der Basis unserer bisherigen Strategie definiert haben, wurden unsere von der Science-Based Targets Initiative 2019 genehmigten Ziele beibehalten. Wir haben die Nachhaltigkeitsziele der Deutschen Telekom, die SDGs, die globalen Trends sowie die Situation im Land berücksichtigt, einbezogen und analysiert. Wir wissen, dass der Welt ein großer Wandel bevorsteht, bei dem Nachhaltigkeit und Digitalisierung maßgebend sein werden. Daher haben wir langfristige Ziele bis 2030 definiert, die wir kontinuierlich überwachen und bei Bedarf an neue Trends anpassen.

Wir machen Digitalisierung zu einem Katalysator für die Entwicklung von Individuen, Familien, Unternehmen sowie für den Umweltschutz und bleiben damit das führende Unternehmen in Ungarn, das sich der Nachhaltigkeit verschrieben hat. Neben der uneingeschränkten Befolgung der Vorgaben für Nachhaltigkeit widmen wir uns drei weiteren strategischen Top-Prioritäten: Digitalisierung, Klimaschutz und Diversität.

So können wir als Unternehmen dem Klimawandel begegnen: Wir halten unsere direkten und indirekten Emissionen (Scope 1 und 2) bei Netto-Null (Scope 1 und 2) – durch eine Verringerung um 84 Prozent (gegenüber 2015) – und verringern den Teil der Emissionen unserer Lieferanten und Kund*innen, der uns zuzuschreiben ist (Scope 3) um 30 Prozent (gegenüber 2017).

Da wir ICT-Dienste für Klimaschutzlösungen bereitstellen, befähigen wir unsere Kund*innen, Maßnahmen einzuleiten und bei der Verringerung ihrer Emissionen die Initiative zu ergreifen. Zudem verpflichten wir uns, bis 2030 mindestens die Hälfte unseres Umsatzes aus Diensten zu generieren, die den Klimaschutz unterstützen.

Ein Schwerpunkt unserer Nachhaltigkeitsstrategie 20212030 liegt auf digitaler Inklusion. Der Konzern Magyar Telekom arbeitet an der Digitalisierung des Landes, um 100 Prozent unserer Kund*innen den Einstieg in die Gigabit-Welt zu ermöglichen.

Neben der der Ermöglichung dieses Zugangs ist es gleichermaßen wichtig, den Menschen Bildung in den entsprechenden Bereichen zu vermitteln. Daher helfen wir sechs Millionen Menschen, sich bis 2030 verantwortungsvolle Medienkompetenz anzueignen. Wir setzen Programme auf, die ältere Mitmenschen, Familien – mit einem besonderen Fokus auf Kindern – sowie Menschen mit Behinderungen einbeziehen. Wir unterstützen zudem die Digitalisierung des ungarischen Mittelstands.

Ein weiteres gesellschaftliches Ziel im Rahmen der Digitalisierung ist die Schaffung eines uneingeschränkt inklusiven Arbeitsumfeldes. In diesem Zusammenhang bieten wir unseren Kund*innen 100-prozentige Barrierefreiheit und unseren Kolleg*innen eine sichere, inklusive Umgebung.

 

Auf einen Blick: Die wichtigsten Fakten

Märkte, Geschäftsfelder und Marktanteile   

Magyar Telekom ist der führende ICT-Anbieter Ungarns und versorgt seine Kund*innen mit einer breiten Palette an Produkten und Dienstleistungen wie Telefon, Breitband, TV und IT. Magyar Telekom steht für hohe Qualität, Zuverlässigkeit und ein umfassendes Leistungsspektrum. Mit unseren innovativen Lösungen wollen wir Vorreiter sein und den Markt gestalten. Der Konzern Magyar Telekom ist in drei grundlegenden Geschäftsfeldern aktiv:

  • Festnetz- und Mobilfunkdienste für Privatkund*innen (Telekom)
  • Dienste für kleine und mittelständische Unternehmen (Telekom)
  • ICT-Lösungen für Großkunden (T-Systems).

Dank unserer effizienten Führungsstruktur können wir innovatives Service- und Geschäftspotenzial erschließen, indem wir flexibel auf Veränderungen der Kundennachfrage und auf Herausforderungen des Marktes eingehen und modernste Spitzenprodukte und -services bereitstellen. Die Tochtergesellschaften von Magyar Telekom in Ungarn bieten unter verschiedenen Marken Content, Medien und andere nicht anschlussbasierte Dienste an. Die internationalen Tochtergesellschaften des Konzerns sind als integrierte und alternative Telekommunikationsdienstleister in den Märkten Südosteuropas tätig.

Anzahl Kund*innen  

Magyar Telekom:

  • Mobilfunk – Anzahl Kund*innen: 5 425 433
  • Festnetz – Sprachanschlüsse insgesamt: 1 343 427
  • Internet – Retail-Breitbandkunden insgesamt:298 825
  • TV – TV-Kunden insgesamt: 1 215 481
Anzahl Mitarbeitende   132 (Konzern Magyar Telekom einschließlich aller ungarischen Tochtergesellschaften und Makedonski Telekom)
Beteiligung der Deutschen Telekom AG seit   2000
Zertifiziert nach  

ISO 9001 img:2015   
ISO 14001 img:2015 
ISO 22301
ISO 27001
ISO 45001:2018  
ISO 50001 

Qualitätsgarantien

Weitere Informationen im Internet   www.telekom.hu
Eigene CR-Berichte  

Magyar Telekom hat sich verpflichtet, einen jährlichen CR-Bericht zu veröffentlichen. Die Berichte werden unter umfassender Einhaltung der GRI-Standards (GRI-Standard ab 2016) erstellt. Sie entsprechen somit den Grundsätzen der Transparenz und internationalen Vergleichbarkeit. Seit 2007 hat Magyar Telekom die internationalen Standards jedes Jahr in vollem Umfang eingehalten. Für alle Berichte ist die umfassende Einhaltung der GRI-Kriterien im Rahmen eines Independent Assurance Report festgestellt und von PricewaterhouseCoopers nach dem internationalen Standard ISAE 3000 img bescheinigt worden. Zudem enthält unser Nachhaltigkeitsbericht Daten, die teilweise die SASB-Vorgaben erfüllen.  Weitere Informationen zur Nachhaltigkeit des Unternehmens sind in den jährlichen Nachhaltigkeitsberichten zu finden.

 

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

Auszeichnungen und Preise 2021:

  • Mitglied der FTSE4Good Index img Serie und Rating als Top 1 % Performer
  • Mitglied des CECE SRI Index der Wiener Börse
  • ESG-Rating von ISS „B“ Prime 
  • Rating von MSCI: AA
  • Rating von Sustainalytics: 19,1 Geringes Risiko
  • Rating von Carbon Disclosure Project (CDP img): Klimawandel: B, Lieferkette: A.

Nachhaltigkeitsstrategie 2021-2025-2030

Wir wissen, dass der Welt eine große Transformation bevorsteht, bei der Nachhaltigkeit und Digitalisierung maßgebend sein werden. Daher haben wir langfristige Ziele bis 2030 definiert, die wir kontinuierlich überwachen und bei Bedarf an die Trends anpassen.

Unser Hauptziel: Magyar Telekom soll auch weiterhin eine führende Rolle im Bereich Nachhaltigkeit spielen – als Unternehmen und als ICT-Anbieter.

Wir tun immer mehr, um dieses Ziel umzusetzen und immer mehr Menschen in die Lage zu versetzen, es ebenfalls zu erreichen. Wir bleiben das führende Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit in Ungarn und setzen uns dafür ein, die Digitalisierung zu einem Katalysator für die Entwicklung von Menschen, Familien und Unternehmen sowie für den Umweltschutz zu machen.

Neben dem uneingeschränkten Einsatz für Nachhaltigkeit widmen wir uns drei weiteren strategischen Top-Prioritäten:

  • Digitalisierung
  • Klimaschutz
  • Diversität

Klimaschutz bei Magyar Telekom

Neue Strategie: Wir halten unsere direkten und indirekten Emissionen (Scope 1 und 2) auf Netto-Null – durch eine Verringerung um 84 Prozent (gegenüber 2015) – und verringern den Teil der Emissionen unserer Lieferanten und Kund*innen, der uns zuzuschreiben ist (Scope 3), um 30 Prozent (gegenüber 2017).

Da wir ICT-Dienste für Klimaschutzlösungen bereitstellen, befähigen wir unsere Kund*innen, Maßnahmen einzuleiten und bei der Verringerung ihrer Emissionen die Initiative zu ergreifen. Zudem verpflichten wir uns, bis 2030 mindestens die Hälfte unserer Umsätze aus Diensten zu generieren, die den Klimaschutz unterstützen.

Magyar Telekom bleibt im siebten Jahr in Folge klimaneutral
Auch im vergangenen Jahr blieb Magyar Telekom klimaneutral und setzte damit den Erfolg der vorangegangenen sechs Jahre fort. Damit überrundete Magyar Telekom in dieser Hinsicht die größten Telekommunikationsunternehmen der Welt. Dieser Erfolg basiert auf dem Einkauf von 100 Prozent erneuerbarer Energie mit Herkunftszertifikaten für die ungarischen Tochtergesellschaften, der Verbesserung der Energieeffizienz sowie auf CO2-Kompensation und Energieeinsparungen. 2021 verwendeten wir CO2-Zertifikate, mit denen 18 220 Tonnen CO2 kompensiert wurden.

Im Jahr 2020 wurde unser wissenschaftsbasiertes Klimaziel („Science Based Target“) genehmigt und im Einklang mit den 1,5°C-Zielen des Weltklimarats IPCC aktualisiert.

Kommunales Solarenergieprojekt für Mitarbeitende
Auch im letzten Jahr arbeiteten wir weiter an unserem kommunalen Solarenergieprojekt. Unsere Beschäftigten konnten Solarpanele mieten, die dann auf den Dächern unserer Ausbildungseinrichtungen installiert wurden. Als Dank für ihren Einsatz und Beitrag zu unseren Klimaschutzmaßnahmen erhielten sie Vergünstigungen, wie z. B. einen zusätzlichen Urlaubstag.

Green 1 GB
Unseren Kund*innen, die den Kampf gegen den Klimawandel für genauso wichtig halten wie wir, ermöglichen wir es seit 2019, einen klimafreundlichen Dienst zu wählen. Dabei handelt es sich um die weltweit einzigartige „ExtraNet“ Green 1 GB-Option. Entschließt sich ein Kunde oder eine Kundin für diese Daten-Zubuchoption, gewährleisten wir, dass wir genau die Energiemenge, die für die Übermittlung der Kundendaten erforderlich ist, auf umweltfreundliche Weise mit unseren Solarkraftanlagen erzeugen. 6,5 Prozent derGB-Zubuchoptionen entfielen im vergangenen Jahr auf die „grüne“ Option.

 

#GreenMagenta
Um die schädlichen Umweltauswirkungen eines verschwenderischen Umgangs mit Ressourcen zu reduzieren, 

  • achten wir darauf, dass ungenutzte Geräte im Unternehmen einer Nutzung zugeführt werden, indem wir sie an Mitarbeitende oder externe Partner verkaufen, vermieten oder spenden;
  • haben wir an weiteren Standorten die Abfalltrennung eingeführt;
  • verbessern wir die Effektivität technischer Einrichtungen durch den Upgrade bestehender Verträge, die regelmäßige Erneuerung von Sammelstellen und durch entsprechende Kommunikation.

Hauptziel des Unternehmens ist es, seine betrieblichen Abläufe mit einem Mindestmaß an Umweltbeeinflussung durchzuführen. Wir achten dabei besonders auf die Modernisierung, Reparatur und Wiederverwendung unserer Netztechnik. Die Wiederverwendungsrate für Endeinrichtungen beim Kunden beträgt 31 Prozent.

Wir halten alle geltenden gesetzlichen Vorschriften ein und informieren unsere Kund*innen auf unseren Websites über die verschiedenen Möglichkeiten der Entsorgung von Altgeräten und verbrauchten Batterien. Das Volumen dieser Abfälle war rückläufig, obwohl wir Kund*innen die Möglichkeit geben, zurückgenommene Altgeräte auszutauschen und einen Preisnachlass für neue Geräte zu erhalten.

Wie verkaufen ausschließlich Produkte, die von der Europäischen Union als energieeffizient zertifiziert sind. Sie erfüllen auch die Umweltstandards gemäß geltendem ungarischem Recht. Herstellererklärungen mit detaillierten Angaben zu Nutzungsdauer, Wiederverwendung, Recycling, verwendeten Materialien und Reparaturmöglichkeiten sind in all unseren Geschäften erhältlich. Alle von uns erworbenen Netzeinrichtungen müssen unsere hohen Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllen. 

Förderung digitaler Inklusion

Wir haben uns zur Unterstützung von sechs Millionen Menschen verpflichtet, die sich zwischen 2021 und 2030 verantwortungsvolle Medienkompetenz aneignen wollen. Wir arbeiten an der Digitalisierung des Landes, um 100 Prozent unserer Kund*innen den Einstieg in die Gigabit-Welt zu ermöglichen. Zu diesem Zweck setzen wir die folgenden Programme um:

Zudem stellen wir benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen kostenlos digitale Geräte und Prepaid-Dienste bereit. Magyar Telekom und die Stiftung „NIOK“ haben eine gemeinnützige Initiative gestartet, um Smartphones an Bedürftige zu verteilen. Viele von uns haben nicht benötigte Smartphones in der Schublade – gleichzeitig haben andere Familien nicht ein einziges funktionsfähiges Gerät. Das bringt in diesen Zeiten für viele Menschen in Ungarn erhebliche Nachteile mit sich. Diese Menschen können nicht an der digitalen Bildung teilhaben. Sie können nicht auf Informationen und medizinische Versorgung zugreifen bzw. finden noch nicht einmal einen Job. Wir haben die Situation erkannt und uns entschlossen, uns in Zusammenarbeit mit einer gemeinnützigen Organisation  solidarisch zu zeigen, indem wir den Mangel an Tools für Bedürftige angehen. Ende 2021 hat die Telekom gebrauchte Geräte im Wert von 137 000 Euro im Rahmen des „Mogildonor“-Programms bereitgestellt.

Werde Mitglied bei Generation Now!

Magyar Telekom führte 2019 ein neues, speziell für ältere Mitbürger*innen konzipiertes Programm ein, bei dem ihnen von jungen Menschen digitale Kenntnisse vermittelt werden. Wir möchten es allen Mitbürger*innen ungeachtet ihres Alters ermöglichen, sich die Vorteile der Digitalisierung zu erschließen, nicht nur indem wir ihnen Zugang zum Internet bereitstellen, sondern auch durch Förderung ihrer digitalen Kompetenzen.

Im Rahmen einer von Magyar Telekom durchgeführten repräsentativen Studie wurden die spezifischen Bedürfnisse von älteren Menschen ermittelt, die an Neuentwicklungen interessiert sind. Viele der Befragten hatten bereits einige digitale Kenntnisse: Von den über 65-Jährigen nutzten 53 Prozent das Internet regelmäßig und 35 Prozent sogar täglich. Senior*innen sind dort hauptsächlich an Nachrichten interessiert (74 Prozent) und schreiben E-Mails (67 Prozent), während 26 Prozent soziale Medien nutzen und 14 Prozent auch online einkaufen.

Die Mehrheit der Befragten war der Auffassung, dass das Leben ohne Internetkenntnisse schwieriger ist: 55 Prozent stimmten dieser Aussage uneingeschränkt zu, 28 Prozent teilweise. Nur 6 Prozent der Befragten jedoch verfügten über ausreichende Internetkenntnisse. Diejenigen, die das Internet nicht nutzen, würden gern mehr darüber erfahren, gaben aber an, dafür Hilfe zu benötigen, die sie wiederum gern von jungen Menschen annehmen würden. So wären 38 Prozent der Befragten, die das Internet nicht nutzen, gewillt, Hilfe von Teenagern anzunehmen, und sogar unter den über 80-Jährigen zeigten sich 40 Prozent unserer Initiative gegenüber offen.

Ältere Menschen dürfen sich die Vorteile der digitalen Welt nicht entgehen lassen, und wir sind uns bewusst, dass sie dafür Hilfestellung benötigen. Dabei liegt es auf der Hand, dass diese Hilfe von denjenigen kommt, die sich besonders sicher und kompetent im digitalen Umfeld bewegen: von Teenagern. Wir haben ein Programm für die Zusammenarbeit mit Schulen entwickelt, bei dem Schüler*innen die Möglichkeit erhalten, digitale Schulungskurse für ältere Mitmenschen anzubieten. In diesen Kursen machen sie die Senior*innen mit digitalen Lösungen vertraut, die diesen im Alltagsleben helfen können. Bei der Initiative „Gen NOW – inklusive Großeltern!“ kommen sich nicht nur die beiden Generationen näher, sondern sie bietet den Schüler*innen auch eine weitere Gelegenheit für das ehrenamtliche Engagement. Sie ist nicht übermäßig anspruchsvoll, aber doch von erheblichem gesellschaftlichen Wert und vermittelt den Schüler*innen ein echtes Erfolgserlebnis. Die jungen Teilnehmenden können außerdem selbst viel dazulernen, denn Kooperation ist ein entscheidender Faktor in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und trägt zur Förderung ihrer eigenen Kompetenzen bei, darunter kritisches Denken, Lösung komplexer Probleme, Kreativität und Kommunikation. Wir unterstützen die Schüler*innen durch Bereitstellung eines detaillierten Lehrplans und das Angebot von Online-Vorbereitungskursen. Die Senior*innen können mithilfe eines Quiz herausfinden, welche Lerninhalte für sie am wichtigsten sind.

Im letzten Jahr wurde das Programm aufgrund der Corona-Pandemie modifiziert. Wir führten die Schulungskurse online durch, um die Abstandsregeln einzuhalten und unsere älteren Mitbürger*innen zu schützen. Wir stellten innovative Lösungen für Live-Videochats über Viber, Messenger und Zoom bereit, sodass die Senior*innen Fragen stellen und die Schüler*innen ihr Wissen weitergeben konnten. Die Schüler*innen entwickelten darüber hinaus eingängige Online- und E-Learning-Materialien, die sie den Senior*innen über Online-Kanäle zur Verfügung stellten.  70 kurze Videos sowie bebilderte Leitfäden zu acht verschiedenen Themen wurden auf der Website des Programms veröffentlicht, um der Isolation entgegenzuwirken, unter der so viele ältere Mitbürger*innen während des Lockdowns litten. Das Programm „Gen NOW – inklusive Großeltern!“ ging landesweit am 6. November 2019 an den Start. Mittlerweile nehmen mehrere Schulen und Ruheständler*innen in 16 Städten teil. Dank der Einführung eines Online-Schulungsangebots haben jetzt noch mehr Menschen die Möglichkeit, ortsunabhängig an der Initiative teilzunehmen. Das Programm erreichte über 25 700 Ruheständler*innen.

Digitale Eltern („Being a digital parent“)

Magyar Telekom hat ein Bildungsprogramm mit dem Titel „Digitale Eltern“ in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Hintalovon“, einer Organisation zum Schutz von Kinderrechten, an den Start gebracht. Ziel der Kampagne ist es, die Aufmerksamkeit der Eltern auf die potenziellen Gefahren für ihre Kinder im Internet zu lenken und sie anzuleiten, Inhalte bewusst und sicher in den sozialen Medien zu teilen. Wir glauben fest daran, dass gut begründete Entscheidungen und bewusstes Verhalten der Eltern in vielerlei Hinsicht von Vorteil sind. Damit wird nicht nur der digitale Fußabdruck ihrer Kinder verkleinert, sondern sie erhalten auch Anleitung und Unterstützung bei der Entwicklung eines Bewusstseins für Chancen und Risiken der Internetnutzung.

Primäre Plattform der Kampagne war eine spezielle Microsite. Mit unserem Online-Fragebogen können Eltern ihr eigenes Verhalten in den sozialen Medien beurteilen und Hilfe von Fachleuten zu dem Thema erhalten. Unsere Rolle bestand darin, dem Thema Raum zu geben, wichtige Fragen anzusprechen und den gesellschaftlichen Dialog anzustoßen. Mehrere bekannte ungarische Influencer*innen, die sich für angemessenes Online-Verhalten einsetzen, haben das Anliegen unterstützt. Ihre Posts sowie die von ihnen angesprochenen Probleme haben sich als sehr effektiv dabei erwiesen,  unsere Reichweite zu vergrößern und die Menschen einzubeziehen. Neben unseren Posts haben wir das Thema auch in Instagram-Livestreams mit den Expert*innen der Stiftung „Hintalovon“ diskutiert. Das Paket an Instagram-GIFs, das speziell für das Programm entwickelt wurde und über den Suchbegriff „digitale Eltern“ abgerufen kann, erfreute sich ebenfalls großer Beliebtheit.

Das Programm erreichte über vier Millionen Menschen, und mehr als 30 000 Teilnehmende haben den Fragebogen ausgefüllt. Das Programm führte zu zahlreichen Diskussionen während der Kampagne, und dieses Interesse lässt nicht nach. Die Öffentlichkeit und die Medien sprechen das Thema seit nahezu zwei Monaten aktiv an, und wir sind in allen relevanten Medien (digital, Print, Fernsehen und Radio) präsent. Unser  GIF-Paket, das speziell für Instagram entwickelt wurde, erzielte 60 000 Klicks, und der von unseren Influencern geteilte Inhalt wurde fast 1,5 Millionen Mal aufgerufen.

Bildungsplattform „Hello Biznisz“, Digitalisierungsprogramm „D Plan“ (SOHO, SMB)

Unter dem Namen „D Plan“ startet die Telekom ein Programm auf ihrer Bildungsplattform „Hello Business“, um die digitale Entwicklung des Mittelstands zu fördern. Die Pandemie hat gezeigt, dass Digitalisierung allein keine Methode sein kann, um einfacher zum Erfolg zu gelangen. Oft kann sie aber die einzige Möglichkeit sein: Unternehmen erkennen mittlerweile, wie wichtig digitale Tools und Lösungen sind. Dennoch wissen nicht alle kleinen Unternehmen genau, wie sie diese Tools nutzen können – oder sie sträuben sich, sie überhaupt zu nutzen. Die „Hello Business D Plans“ der Telekom bieten Unternehmen eine einfache, nachvollziehbare, praktische Anleitung sowie fertige digitale Fallstudien, die auf der Programm-Website für alle Interessierten zugänglich sind.

Die digitalen Pläne für Unternehmen, oder „D Plans“, wurden entwickelt, um auf reale Kundenerwartungen zu reagieren – und auch auf reale Probleme und Aspekte, mit denen kleine Unternehmen konfrontiert werden. Sie alle wurden von der Telekom in den vergangenen Jahren überwacht. Unsere repräsentative Umfrage zeigt, dass Kund*innen seit der Pandemie höhere Erwartungen an die digitale Präsenz von Unternehmen haben, da sie ihre Geschäfte zunehmend online abwickeln. Eine transparente und zuverlässige Präsenz im Internet ist von großer Bedeutung bei der Entscheidungsfindung. Über die Suche im Internet werden Informationen zu Preisen, Kontaktinformationen und Kundenbewertungen abgerufen. Die praktischen Anleitungen sind jetzt verfügbar und sollen Unternehmen befähigen, eigenständig Digitalisierungsmaßnahmen zu ergreifen – ohne Hilfe von außen oder gar umfassende Investitionen. Die erforderlichen Maßnahmen sind in der Regel gar nicht so aufwendig.

Bei der Entwicklung des Digitalisierungsprogramms „Hello Business“ der Telekom arbeitete das Unternehmen mit Datalyze zusammen, um die entsprechenden Bereiche abzubilden – Themen, die in jüngster Zeit in den sozialen Medien das größte Interesse bei mittelständischen Unternehmen hervorgerufen haben. Die ersten fünf Bereiche, die durch die D-Plans unterstützt werden, wurden auf der Grundlage von Social-Media-Analysen identifiziert, die von Datalyze seit 2019 fortlaufend durchgeführt wurden. Die Auswahl basierte auf den Aktivitäten von über 65 000 relevanten Nutzern in den vergangenen zwei Jahren. Die diesjährigen, aktuellen Geschäftsthemen wurden auf der Basis der Aktivitäten von 35 000 Nutzern und mehr als zwölftausend Posts in sozialen Meiden und auf Websites analysiert.

Die auf diese Weise ausgewählten Themen beinhalteten den Start einer Facebook-Werbekampagne, das Verfassen erfolgreicher Werbetexte, die Positionierung im Internet, die Optimierung von Suchmaschinen und die Entwicklung sozialer Marketingstrategien. Die hinzugezogenen Expert*innen bieten Unternehmen praktische Hilfe bei diesen Themen an, indem sie Schritt für Schritt zeigen, wie sie ihr Geschäft digitalisieren können. Künftig können die verfügbaren Materialien in Abhängigkeit von der aktuellen Nachfrage erweitert werden.

Alle „Hello Business D Plans“ der Telekom basieren auf einer realen Erfolgsstory. Jedes Unternehmen kann daraus Anregungen für die eigene digitale Entwicklung ableiten. Die Beispiele umfassen bewährte Erfolgsrezepte. Die interessierten SoHos und mittelständischen Unternehmen erhalten zusätzliche Digitalisierungspläne. Diese dienen als Vorlage für einfache Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Rentabilität. Zu diesem Zweck können Lösungen anderer Unternehmen einfach nauf das eigene Unternehmen übertragen werden und so zum Lernerfolg führen.

Nachhaltigkeit durch Digitalisierung

Magyar Telekom und die Stiftung „NIOK“ haben eine gemeinnützige Initiative gestartet, um Smartphones an Bedürftige zu verteilen.

Viele von uns haben nicht benötigte Smartphones in der Schublade – gleichzeitig haben andere Familien nicht ein einziges funktionsfähiges Gerät. Das bringt in diesen Zeiten für viele Menschen in Ungarn erhebliche Nachteile mit sich.

Diese Menschen können nicht an der digitalen Bildung teilhaben. Sie können nicht auf Informationen und medizinische Versorgung zugreifen bzw. finden noch nicht einmal einen Job. Wir haben die Situation erkannt und uns entschlossen, uns in Zusammenarbeit mit einer gemeinnützigen Organisation solidarisch zu zeigen, indem wir den Mangel an Tools für Bedürftige angehen.

Ende 2021 hat die Telekom gebrauchte Geräte im Wert von 137 000 Euro im Rahmen des „Mogildonor“-Programms bereitgestellt.

Diversität und Inklusion

Die Schlüsselpunkte unserer 2021 entwickelten neuen Nachhaltigkeitsstrategie sind die Schaffung eines uneingeschränkt inklusiven Arbeitsumfeldes und die Bereitstellung eines 100%igen Zugangs zu Diensten im Jahr 2030.

Die wichtigsten Resultate und Entwicklungen 2021:

Lohngleichstellung
Als verantwortungsvolles Unternehmen sind wir uns des geschlechtsspezifischen Lohngefälles (Gender Pay Gap, GPG) in der Gesellschaft bewusst und entschlossen, es in unserem eigenen Geschäftskontext zu beseitigen. Unsere laufende Analyse zum geschlechtsspezifischen Lohngefälle ermöglicht es uns, die zugrundeliegenden Ursachen zu identifizieren. Seit 2021 ist sie integraler Bestandteil unseres Planungsprozesses om Bereich Vergütung und Sozialleistungen. Ab dem dritten Quartal 2021 werden alle HR Business Partner img geschult, um Führungskräfte bei der Verwendung von GPG-Daten im Rahmen der jährlichen Leistungsbeurteilung bzw. bei den regelmäßigen Gehaltsanpassungen zu unterstützen. 2021 haben wir uns der Kampagne „One Step Closer“ von Amnesty International angeschlossen – mit der Zusage, unser Lohngefälle zu kommunizieren. Insgesamt machte das geschlechterspezifische Lohngefälle bei Magyar Telekom Plc. 14 Prozent im Jahr 2021 aus – das entspricht einem soliden Rückgang gegenüber 18,5 Prozent im Jahr 2019.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Förderung einer diversen Unternehmenskultur mit messbaren Geschäftsvorteilen verbunden ist. Wir haben weiterhin einen stabilen Frauenanteil von 50 Prozent in der Geschäftsleitung und streben einen Frauenanteil von 35 Prozent für die gesamte Führungsebene bis 2025 an. Im vierten Quartal 2021 betrug der Frauenanteil bei uns 25,8 Prozent. Seit September 2020 haben wir unsere Quotenregelung beibehalten, unter der für alle Führungspositionen mindestens zwei qualifizierte Kandidatinnen in die engere Auswahl kommen müssen.

Elternzeitregelung und Wiedereinstieg
Ein wichtiger Schritt zur Bindung unserer Mitarbeiterinnen bestand in der Entwicklung eines neuen Elternzeit- und Wiedereinstiegsprozesses. Dieser Prozess sieht Hilfestellung bei der Vorbereitung auf die Elternzeit sowie Möglichkeiten der Kontaktpflege während der Abwesenheit und einen Wiedereinstiegsplan vor. Mitarbeitende erhalten einen Leitfaden, der sie schrittweise durch den Prozess begleitet und Informationen über Leistungsansprüche für sie und ihre Familien sowie über den offiziellen Vorbereitungsprozess auf die Elternzeit bereitstellt. Auf diese Weise können Elternzeit und der Wiedereinstieg in das Berufsleben gezielt geplant werden.

Im Frühjahr und Sommer 2021 haben wir etwa 450 Mitarbeitende in Elternzeit eingeladen, an unseren fünf B@ck to Work Café Sessions teilzunehmen. Sie bestanden aus Online-Livestreams mit den Diskussionsschwerpunkten Karriereplanung, innerbetriebliche LD-Pakete, unternehmerisches Denken, Leben in der agilen Welt, Verständnis unseres Ansatzes bei der Talententwicklung und Workshops zur Erstellung von Lebensläufen. Die Teilnehmenden konnten die Live-Streams verfolgen oder die Videos ansehen, die im Intranet verfügbar waren.

Als Unterstützer der jährlichen Gala der familienfreundlichen Unternehmen im November 2021 haben wir eine spezielle Mentoring-Auszeichnung für neu hinzugekommene familienfreundliche Unternehmen ins Leben gerufen. Die Auszeichnung ermöglicht es zwei ausgewählten Unternehmen, vertiefende Workshop-Sessions zu besuchen und Einblick in unsere familienfreundlichen Prozesse zu gewinnen, um zu erfahren, wie diese in ihren eigenen Umgebungen umgesetzt werden können.

E-Learning img zum Thema unbewusste Voreingenommenheit (Unconscious Bias)
Unser Open-Source-Trainingsmaterial zum Thema „Unconscious Bias“ in ungarischer Sprache hat vielen Unternehmen bei der Entwicklung ihrer inklusiven Kultur geholfen. Im Jahr 2021 haben wir an der Zusammenstellung von E-Learning-Materialpaketen gearbeitet. Diese werden an Unternehmen verteilt, die eine Pflichtschulung zu diesem Thema innerhalb des Unternehmens anbieten möchten.

Inklusion
Nach mehrjähriger Unterbrechung freuen wir uns, unsere Unterstützung für die Stiftung „Romaster“ wiederaufzunehmen, wo wir Unterricht und Betreuung für zwei talentierte Roma-Schüler*innen aus einem benachteiligtem Umfeld fördern.
Auch 2021 wurde uns von der Stiftung „Salva Vita“ und dem Fachbereich für Soziales des ungarischen Ministeriums für Humanressourcen das Zertifikat „behindertenfreundlicher Arbeitgeber“ verliehen; ursprünglich sollte dies 2020 erfolgen, wurde aber aufgrund der Pandemie verschoben). Fünf unserer Kolleg*innen mit Behinderungen wurden von ihren Teams benannt und erhielten die DFW-Auszeichnung für ihre beispielhafte Arbeit. Unsere D&I-Expertin erhielt ebenfalls eine DFW-Auszeichnung in Anerkennung ihrer Bemühungen, ein behindertenfreundliches Arbeitsumfeld zu schaffen.

Im Juli 2021 nahm unsere 65-köpfige Mitarbeitergruppe aus der LGBTQ+-Community erstmals in der Geschichte unseres Unternehmens an der Budapester Pride Parade teil. Wir stellten zudem in unserem Brand-Shop das T-Shirt „Magenta Pride“ vor, das schnell zu einem Bestseller wurde. Wir hatten die Ehre, die Studie „Open for Business“ vorstellen zu dürfen, bei der es um die geschäftlichen Vorteile der LGBTQ+-Inklusion geht. Im April 2021 haben wir den Prozess der Umwandlung in ein Trans-inklusives Unternehmen eingeleitet, um Transgender-Mitarbeitende während ihrer Transition zu unterstützen. Wir bieten Trainings zu dieser Inklusion für Führungskräfte an, und in Zusammenarbeit mit Vertretern von Telekom Slovakia und dem Global Diversity Team haben wir die Initiative bei der Deutschen Telekom auf Konzernebene angestoßen. Damit soll eine IT-Lösung für Transgender-Kolleg*innen entwickelt werden, damit diese die Namen ihrer Wahl in der Mitarbeiterkorrespondenz verwenden können – unabhängig von ihrem Namen in offiziellen Dokumenten.

Im Jahr 2021 haben wir das Konzept der psychologischen Sicherheit und seinen Zusammenhang mit inklusiver Führung auf Management- und Mitarbeiterebene vorgestellt. Die Wahrung eines psychologisch sicheren Raums ist inzwischen integraler Bestandteil unserer Führungskräfteschulungen zum Thema Inklusion. Bei unserer Podiumsdiskussion zum Welt-Anti-Korruptions-Tag ging es um die Frage, wie inklusive Führung, psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz und Vertrauen gegenüber Whistleblowers zu einem offeneren, innovativeren und leistungsfähigeren Unternehmen beitragen können.

Corporate Governance
Wir haben die auf DT-Konzernebene geltende, überarbeitete „Employee Relations Policy“ und die „Diversity, Equity and Inclusion Policy“ vorgestellt und umgesetzt und unseren neuen „20212025 Equal Opportunities Plan“ an den Start gebracht.

Bekämpfung von durch die COVID-19-Pandemie verursachten Gesundheits- und Sicherheitsproblemen

Seit Beginn der ersten Welle der Pandemie arbeiten etwa 80 Prozent unserer Mitarbeitenden ausschließlich im Homeoffice. Kolleg*innen, denen dies aufgrund ihrer Tätigkeiten in Bereichen wie Netzwerkeinrichtung, Störungsbehebung oder Kundendienst nicht möglich war, wurden von uns technisch so ausgestattet, dass sie ihre Aufgaben unterbrechungsfrei und unter Einhaltung aller staatlichen Gesundheits- und Sicherheitsauflagen erledigen konnten.

Berufstätigen Mitarbeitenden mit Kindern unter 14 Jahren, die keine geeignete Betreuung organisieren konnten, nachdem die Schulen geschlossen hatten, wurden zusätzliche Freistellungszeiten gewährt. Wir beschleunigten auch die Bereitstellung von Notfallhilfen sowie die Bearbeitung von Anträgen auf Gehaltsvorschuss. Anfang April 2020 übernahm Geschäftsführer Tibor Rékasi aufgrund einer Initiative und mithilfe von finanziellen Beiträgen der Führungsriege des Unternehmens persönliche Verantwortung und finanzierte die Magenta Alliance Foundation zur Unterstützung von Mitarbeitenden, die aufgrund der Corona-Krise vor großen finanziellen Problemen stehen. Die Stiftung war 2021 weiterhin tätig, und wir wurden im selben Jahr mit dem Team Award des Konzerns Deutsche Telekom ausgezeichnet. Tim Höttges verdoppelte großzügig unser Preisgeld und spendete diesen Betrag an die Stiftung.

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