T-Systems
International
GmbH 

Adel Al-Saleh
CEO, T-Systems International GmbH

Die Auswirkungen von Umweltzerstörung und steigenden Temperaturen sind bereits jetzt spürbar, und dies oft am schmerzlichsten unter den besonders benachteiligten Bevölkerungsgruppen der Welt. Wenn wir jetzt nicht konzertiert handeln, wird der Klimawandel noch mehr Instabilität und Leid verursachen. Damit sind wir nicht nur ganz klar moralisch, sondern nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom April 2021 auch gesetzlich zur Übernahme von Verantwortung verpflichtet.

Im Mai des vergangenen Jahres gab T-Systems den Beitritt zum Pakt für klimaneutrale Rechenzentren (Climate Neutral Data Centre Pact, CNDCP) bekannt, was u. a. die Zusage beinhaltet, Rechenzentren bis 2023 klimaneutral zu betreiben. Diese Selbstregulierungsinitiative umfasst eine Reihe von ehrgeizigen Zielen, u. a. in den Bereichen Energieeffizienz, Abwärmenutzung und sparsamer Wasserverbrauch. Das Motto des Pakts „Der Green Deal braucht grüne Infrastruktur“ bringt unser Engagement für den Europäischen Grünen Deal auf den Punkt. Wir sind der Überzeugung, dass unsere Services eine zentrale Rolle bei der Entkopplung von Wirtschaftsentwicklung und Emissionszunahme spielen werden.

Aber nicht nur unsere Infrastruktur wird zunehmend grüner. Unser Serviceangebot macht die ganze Volkswirtschaft umweltfreundlicher. Unsere Kund*innen können ihren Energieverbrauch durch Migration von ihrer eigenen IT-Infrastruktur zu den Cloud-Lösungen von T-Systems reduzieren. Technologien wie der digitale Zwilling lagern Prozesse aus der physischen Welt aus, tragen zum Schutz unserer Naturressourcen bei und ermöglichen eine entkarbonisierte Produktion. Die Gaia-X-Initiative legt den Grundstein für den Austausch von Nachhaltigkeitsdaten entlang der gesamten Lieferkette und ermöglicht damit fundierte umweltpolitische Entscheidungen. Angesichts der stetig anwachsenden Datenmengen in der Gesellschaft müssen aber auch unsere Rechenzentren nachhaltig sein, damit die ökologischen Vorteile der Digitalisierung wirklich zum Tragen kommen. Daher haben wir uns gemeinsam mit einigen unserer wichtigsten Partner zur Unterstützung dieser Initiative entschieden.

Die Initiative ist Teil einer umfassenderen Strategie bei der Deutschen Telekom. Seit Beginn des Berichtjahres bezieht der gesamte Konzern Energie ausschließlich aus erneuerbaren Quellen. Außerdem entwickeln wir in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut innovative umweltfreundliche Technologien für das Cloud Computing img in unserem Rechenzentrum in Biere. Nachhaltigkeit ist der Hauptschwerpunkt unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Wir streben bis 2040 über unsere gesamte Wertschöpfungskette hinweg Klimaneutralität an.

T-Systems ist es ein wichtiges Anliegen, Nachhaltigkeit auch bei Kund*innen und Partnern voranzutreiben. Unsere Mitgliedschaft im CNDCP reflektiert dies. Wir wollen unsere Nachhaltigkeitsziele nicht nur erreichen, sondern sogar noch übertreffen. Es ist der moralisch verantwortungsvolle und richtige Weg – für uns selbst und für zukünftige Generationen.

 

Auf einen Blick: Die wichtigsten Fakten

Märkte, Geschäftsfelder und Marktanteile  

Als Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom bietet T-Systems integrierte Ende-zu-Ende-Lösungen für die IT-Industrie  und treibt damit den digitalen Wandel bei Unternehmen in allen Branchen und im öffentlichen Sektor voran. 

Der systematische Ansatz umfasst vier Schwerpunkte ermöglicht: Beratung für IT-Lösungen, Einrichtung und Betrieb von Multi-Cloud-Umgebungen, Sicherheitsservices sowie Unterstützung und Entwicklung von Digitalisierungslösungen. T-Systems widmet sich den Fokusbranchen Automotive, Manufacturing, Logistik und Transport sowie dem Gesundheitswesen und dem öffentlichen Sektor. 

Innerhalb Europas belegt T-Systems Platz eins unter den IT-Dienstleistern in Deutschland und Platz zwei in der deutschsprachigen DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz). Das Unternehmen ist darüber hinaus in ausgewählten Kernmärkten und an strategischen Produktionsstandorten präsent. T-Systems zählt rund 28 000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 4,0 Milliarden Euro. Das Unternehmen hat seine Zentrale in Deutschland und ist in Europa sowie in ausgewählten Kernmärkten und strategischen Produktionsstandorten in insgesamt 20 Ländern vertreten. Weltweit tätigen Unternehmen kann T-Systems eine globale Produktions- und Lieferkette bieten.

Anzahl Kunden

  400 Geschäftskunden aus allen Branchen, viele davon DAX30-Unternehmen
Anzahl Mitarbeitende   Etwa 28 000
Beteiligung der Deutschen Telekom AG seit  

T-Systems wurde 2001 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom gegründet

Zertifiziert nach  

ISO 9001 img:2015   
ISO 14001 img:2015 
ISO 45001:2018  
ISO 50001

Weitere Informationen im Internet   www.t-systems.de

In weniger als 50 Tagen programmiert: Deutsche Telekom und SAP entwickeln Corona-Warn-App

  • Bis Ende 2021 über 39,5 Millionen Downloads
  • Bisher größtes Open-Source-Projekt der Bundesregierung
  • Die „ideale App“ für Deutschland

Corona-Warn-App
Die deutsche IT-Branche hat geliefert: Nach nur 50 Tagen war die Corona-Warn-App img der Bundesregierung startklar und steht seit dem Abend des 15. Juni 2020 sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store zum Download bereit. Seitdem ist sie bereits über 39 Millionen Mal heruntergeladen worden. Die App entstand in enger Zusammenarbeit von SAP und Deutsche Telekom sowie weiteren Partnern und wurde im Open-Source-Modus entwickelt. Dabei konnte der Status des im Aufbau befindlichen Programmcodes auf der Entwicklungsplattform GitHub fortlaufend von Expert*innen verfolgt werden. Dank dieser Transparenz war jede Codezeile für die Öffentlichkeit einsehbar. Über die gesamte App-Entwicklung hinweg nahmen mehr als 109 000 Einzelbesucher*innen in den Code Einsicht, und es kamen rund250 Beiträge von Mitgliedern der Community und des Projektteams. Mehr Transparenz bei einem Softwareprojekt von solch zentraler Bedeutung ist kaum möglich. Die Corona-Warn-App ist das größte je in Deutschland im Auftrag der Bundesregierung umgesetzte Open-Source-Projekt.

Der neu geschaffene Bereich „Digital Solutions“ von T-Systems bei der Deutschen Telekom sowie SAP hat mit der App den Prozess für eine erfolgreiche Unterbrechung der Infektionskette im Hinblick auf die COVID-19-Pandemie digitalisiert: von einer möglichen Infizierung bis hin zur Warnung etwaiger Kontaktpersonen, vom Smartphone bis ins Labor. Das Nutzererlebnis hinsichtlich Bedienung, Datenschutz und Hotlineanbindung stand dabei stets im Mittelpunkt der Entwicklung. Die von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Corona-Warn-App ist eine der ersten europäischen Apps, die auf den aktuellen Spezifikationen des von Apple und Google bereitgestellten Exposure Notification Frameworks basiert. Somit können die Nutzer*innen von Android-Smartphones und iPhones die App passiv im Hintergrund ihres Geräts laufen lassen und gleichzeitig ihre Lieblingsapps weiter nutzen. 

Wir entwickeln die App kontinuierlich weiter. So wurden im vergangenen Jahr das digitale Impfzertifikat der EU und eine Anmeldefunktion, beispielsweise für Restaurantbesuche, integriert. Darüber hinaus bietet die App umfassende Informationen, u. a. über Inzidenzwerte.

Hohe Standards für Datenschutz und -sicherheit
Vor allem im Hinblick auf Datenschutz und -sicherheit gab es eine sehr enge Zusammenarbeit mit den entscheidenden öffentlichen Institutionen wie dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem Bundesdatenschutzbeauftragten (BfDI). Die App fordert von den Nutzer*innen keinerlei persönliche Daten an. Informationen wie Name, Alter, Anschrift benötigt die Corona-Warn-App nicht, sie erfasst auch keinen Nutzerstandort. Weitergegeben werden ausschließlich zufällig generierte Codes, wenn sich zwei Smartphones über einen bestimmten Zeitraum relativ nahekommen. Die Codes der jeweiligen Begegnungen sind nur auf den Smartphones der Besitzer*innen selbst gespeichert. Welches Gerät sich hinter diesem Code verbirgt, ist nicht feststellbar, da der Code verschlüsselt ist. Nach Einschätzung des BSI befindet sich die Qualität des Source-Codes auf einem hohen Niveau. Das Entwickler-Team habe sich an allgemein anerkannten „Best Practices“ der Software-Architektur, des Programmierstils und der Software-Sicherheit orientiert. Alle vom BSI im Rahmen des Open-Source-Entwicklungsprozesses festgestellten kritischen Schwachstellen seien zeitnah behoben worden.

Die „ideale App“ für Deutschland
Dezentral, freiwillig und ohne Identifizierbarkeit der Nutzer*innen – das sind laut dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen die wichtigsten Wünsche der Deutschen an eine Corona-Tracing-App. Die im Auftrag der Bundesregierung von Telekom und SAP entwickelte Corona-Warn-App entspricht diesen Erwartungen. Beide Unternehmen haben gemeinschaftlich eine digitale Lösung für den Wunsch der Bevölkerung nach Sicherung der Privatsphäre im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie gefunden.

Weitere Informationen finden sich hier.

#GreenMagenta-Label für Lösungen von T-Systems

EcoShift-Plattform
Unternehmen wollen im Bereich der Nachhaltigkeit immer mehr Verantwortung übernehmen, und dies war noch nie so dringend notwendig wie jetzt. Die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten mit transparenten CO2-Bilanzen wird zu einem wichtigen Bestandteil strategischen Handelns im Zusammenhang mit ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen.

Dank unserer Nachhaltigkeitsplattform können Unternehmen jetzt anhand einer App img erstmalig Echtzeitdaten zum Pendelverhalten ihrer Mitarbeitenden erfassen und danach anonymisiert weiterverarbeiten. Damit lässt sich das Bewusstsein für Schadstoffemissionen auf ideale Weise stärken. Die Bewegungsdaten können eingehend analysiert werden, womit die Grundlage für konkrete Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes im Zusammenhang mit der Mitarbeitermobilität geschaffen wird. Die auf diese Weise erzielte Emissionstransparenz bewirkt eine erhebliche Sensibilisierung der Mitarbeitenden und in der Folge eine echte Reduktion des Kohlenstoffausstoßes.

Die Anbindung an Drittsysteme und die unkomplizierte Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten sind weitere Funktionsvorteile der Plattform (weitere Informationen).

SAP Cloud Services
Wer weiß genau, wie die Waren und Produkte unserer Kund*innen hergestellt und welche Ressourcen benötigt werden? Ihre SAP-Systeme! Mit SAP-Lösungen können Kund*innen den Ressourcenverbrauch entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette analysieren und optimieren. Wir verwalten die SAP-Systeme für Kund*innen auf unseren Cloud-Plattformen und unterstützen ihre Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit im Geschäftsbetrieb mit SAP-Services, die auf modernster Technologie und Energie aus 100 Prozent erneuerbaren Quellen beruhen. Informieren Sie sich näher über unsere Cloud-Lösungen für moderne SAP®-Landschaften.

Airport Collaborative Decision Making (A-CDM)
Airport Collaborative Decision Making (A-CDM) ist ein Prozess, der allen Beteiligten am Flughafen verbesserte Möglichkeiten des Informationsaustausches und der Kooperation an die Hand gibt, um die Betriebsabläufe am Airport effektiver zu gestalten und durch erhöhte Pünktlichkeit und Vorhersehbarkeit den CO2-Ausstoß und den Treibstoffverbrauch zu reduzieren. A-CDM verbessert die Kommunikation und damit die Koordination zwischen dem Flughafen, der Flugverkehrskontrolle, den Bodenabfertigungsdiensten und den Fluggesellschaften. Gleichzeitig werden Emissionen und Treibstoffverbrauch reduziert und die Umweltbelastung minimiert. Den Passagieren kommt zusätzlich zugute, dass es weniger Verspätungen gibt.

Remote Testlab
Unsere innovative Remote Testlab Lösung ermöglicht rund um die Uhr Zugriff auf Prüfeinheiten und die manuelle und automatische Prüfung realer Hardware. Unter normalen Umständen erfordert dies einen erheblichen Reise- und Ressourcenaufwand. Mit dem Remote Testlab kann von jedem beliebigen Ort der Welt auf zentralisierte Prüfeinheiten zugegriffen werden, um diese zu testen. Flugreisen sind dafür nicht mehr nötig. Entsprechend müssen auch komplexe Hardware-Prüfeinheiten nicht mehr auf dem Versandweg an Entwicklungsdienstleister geschickt werden. Zukünftig werden wir den Support, den wir heute insbesondere für den Fahrzeugentwicklungsprozess bereitstellen, durch neue Angebote für Entwickler fahrzeuginterner Software und für Systemintegratoren ergänzen.

M.A.R.S.
Altsysteme sind ein Sicherheitsrisiko und schädlich für die Umwelt. Unsere M.A.R.S.-Lösung historisiert Legacy-Datenbestände und stellt sie allen Nutzern über die Open Telekom Cloud zur Verfügung. Unsere Cloud-Server werden mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen betrieben und von unseren eigenen Sicherheitsexpert*innen gepflegt. Auf diese Weise schützen wir die Umwelt und die Daten unserer Kund*innen.

Weitere Informationen finden sich hier.

Verbesserung der Nachhaltigkeit von Rechenzentren

In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IFF entwickeln Expert*innen von T-Systems Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit beim Betrieb von Rechenzentren.

Das Langzeitziel: autarke Rechenzentren dank intelligentem Zusammenspiel von Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen, Stromspeicherung und flexiblen Stromlasten.

eMobilität

Im Rahmen unseres CR-Managements widmen wir uns auch intensiv der Mobilität. Wir wollen unsere Fahrzeugflotte nachhaltiger machen und dies insbesondere durch mehr Elektromobilität. Im Moment überarbeiten wir unsere Car Policy, in der weitere Schritte in Richtung umweltfreundlichere Mobilität festgelegt werden. Sie wird voraussichtlich im Frühjahr 2022 veröffentlicht.

Mehr... Alle News