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Corporate Responsibility Bericht 2015

Nachhaltige Produkte & Dienste

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Hier findet sich eine Auswahl relevanter Inhalte aus dem CR-Bericht 2015. Mehr Informationen befinden sich in den Kapiteln Kunden & Produkte und Klima & Umwelt.

Inhalt durch PwC geprüfticon_check

ICT img hilft Industrie, Dienstleistern und Verbrauchern nachhaltiger zu werden und birgt damit enormes Marktpotenzial für die beteiligten Akteure. Ein Beispiel: Laut SMARTer2030-Studie können im Jahr 2030 durch gezielten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit vermieden werden. Nachhaltigkeit bedeutet aber nicht nur Klimaschutz, sondern hat in Bezug auf ICT auch andere Dimensionen: So kann Technologie beispielsweise einen Beitrag dazu leisten, den Verbrauch von Ressourcen zu reduzieren, Stromversorgungsnetze zu stabilisieren, Arbeitsabläufe zu vereinfachen oder die medizinische Versorgung weiter zu verbessern.

Wir wollen die vielfältigen Nachhaltigkeitspotenziale der ICT systematisch nutzen. Dazu arbeiten wir stetig an innovativen und zukunftsweisenden Lösungen. Einen Fokus legen wir dabei unter anderem auf die Wachstumsfelder Industrie 4.0 und E-Health. Zusätzlich haben wir bereits 2014 ein Projekt gestartet, um das Nachhaltigkeitspotenzial der Produkte und Dienste in unserem aktuellen Produktportfolio zu ermitteln und Geschäftschancen zu identifizieren. Für die Entwicklung von neuen ICT-Lösungen kooperieren wir auch mit Partnern, so im Bereich der M2M-Kommunikation, und engagieren uns in internationalen Netzwerken.

Maßnahmen messbar gemacht
Die Wirkung unserer Maßnahmen machen wir mithilfe von Key Performance Indikatoren (KPI img) wie dem ESG KPI img Handy-Rücknahmen messbar. Für bestimmte Bereiche wie E-Health oder Smart Home img haben wir auch Erfolgsziele, zum Beispiel Umsatzziele, als internes Kontrollinstrument definiert.

Das Management nachhaltiger Produkte erfordert konsequente Maßnahmen in allen Stufen der Wertschöpfungskette. Deshalb haben wir bereits im Einkauf umfangreiche Prozesse etabliert, um sicherzustellen, dass Nachhaltigkeitskriterien eingehalten werden. Außerdem verwenden wir anerkannte Umweltzeichen wie den Blauen Engel oder das TÜV-Umweltzeichen „Certified Green Product“. Ihre Anforderungen zeigen uns, wie wir unsere Produkte weiter optimieren können. Außerdem helfen uns diese Siegel, unsere Kunden über Nachhaltigkeitsvorteile zu informieren. Um am Ende des Lebenszyklus unserer Produkte eine Wiederverwendung oder fachgerechte Entsorgung zu gewährleisten, richten wir uns zudem mit vielfältigen Maßnahmen und Angeboten an unsere Kunden.

Ein Baustein unserer integrierten Klimastrategie ist es, nachhaltige Aspekte von Produkten und Diensten aus unserem Portfolio zu identifizieren. Mit der Analyse haben wir gemeinsam mit externen Experten bereits 2014 begonnen. Sie ergab: 37 Prozent unseres Gesamtumsatzes in Europa erzielten wir 2014 mit Produkten und Diensten, denen Nachhaltigkeitsvorteile zugeordnet werden können (zur Analyse). Unter anderem verbessern unsere Produkte die medizinische Versorgung, erleichtern Menschen die Teilnahme an der Wissensgesellschaft oder schonen Ressourcen durch digitale Lösungen anstelle physischer Endgeräte. 2015 trieben wir das Projekt zur Identifizierung der Nachhaltigkeitsaspekte weiter voran. So wählten wir Breitbandnetz img, Cloud Computing img und Virtuelle Set-Top-Box als Pilotprodukte aus, um sie detailliert auf ihren Nachhaltigkeitsbeitrag und die daraus abgeleiteten Geschäftspotenziale zu untersuchen. Wir erkannten dabei Vorteile im Hinblick auf alle drei Säulen der Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial und ökonomisch)

Breitband-Internet
Durch unsere Breitbandnetze img können alleine in Deutschland zwischen 2012 und 2020 über 19 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Arbeitnehmer und Studenten können zu Hause arbeiten und sich den täglichen Weg ins Büro beziehungsweise zur Universität sparen. Aber auch die Wirtschaft profitiert. So steigt allein in Deutschland zwischen 2015 und 2020 das Bruttoinlandsprodukt durch die Breitbandtechnologie um 47 Milliarden Euro. Das schnelle Netz ermöglicht neue Geschäftsmodelle, schafft 162 000 Arbeitsplätze und damit zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von 10,6 Millionen Euro. Außerdem können in dem genannten Zeitraum bis zu 3,8 Millionen Krankheitstage durch die Nutzung von Breitbandtechnologie vermieden werden.


B2B Cloud-Lösungen
Mithilfe unserer Cloud-Angebote für Geschäftskunden (Business to Business, B2B) ist ein mittelständisches Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern in der Lage, pro Jahr über 21 Tonnen CO2 einzusparen und seine Stromkosten um 7 000 Euro zu senken. In Deutschland können kleine und mittlere Unternehmen so insgesamt zwischen 2015 und 2020 jährlich 300 000 Tonnen an CO2-Emissionen vermeiden.


Virtuelle Set-Top-Box
Set-Top-Boxen (STB) erweitern Fernsehgeräte um viele Sonderfunktionen und ermöglichen zum Beispiel die Nutzung unseres Entertain-Angebots. Werden diese Geräte durch unsere Virtuelle STB ersetzt, kann jeder Kunde jährlich 63 Euro einsparen, die sonst durch den Energieverbrauch der Geräte und Leihgebühren anfielen. Zusammengenommen bedeutet dies für TV-Nutzer in Deutschland jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von 146 Millionen Euro und eine CO2-Reduktion von 47 000 Tonnen. Darüber hinaus verringert die virtuelle Lösung den Ressourcenverbrauch: Rund 4 200 Tonnen an Material könnten mit ihr eingespart werden.

Die Ergebnisse der Analysen nutzen wir für die Weiterentwicklung eines nachhaltigen Produktportfolios. In Zukunft werden wir unsere Kunden zudem über diese Nachhaltigkeitsvorteile informieren und uns so auch gegenüber dem Wettbewerb positionieren.

Maschinen und Produkte werden immer intelligenter: Das Auto kommuniziert mit der Werkstatt, das Smartphone wird zur Geldbörse. Die Technologie, die diese Entwicklungen möglich macht, heißt „Machine2Machine img Communication“, kurz M2M. Bis zum Jahr 2020 soll die Anzahl der M2M-Verbindungen weltweit auf 2,5 Milliarden steigen. Auch für die Telekom ist „Machine2Machine Communication“ ein wichtiges Wachstumsfeld. Dazu gehört auch das Geschäftsfeld „Vernetztes Fahrzeug“, das sich auf intelligente Mobilitätslösungen konzentriert.

Durch eine digitale Vernetzung von Maschinen können wir unseren Kunden vielfältige Vorteile bieten: Die Arbeitsprozesse ihrer verschiedenen Geräte und Fahrzeuge oder auch ganzer Industrieanlagen werden optimal aufeinander abgestimmt. Dies erhöht die industrielle Produktivität, macht Transporte (ziel-)sicherer und hilft, Energie zu sparen sowie Ressourcen zu schonen. Unsere Netze schaffen dafür die Grundlage – denn Mobilfunk-Technik gehört zum wichtigsten Übertragungsweg einer jeden M2M-Verbindung.

Mit unserem Engagement in der Machine2Machine(M2M)-Kommunikation unterstützen wir auch die Initiative „Industrie 4.0“ der deutschen Bundesregierung. Ziel ist der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Technologiestandorts Deutschland.

M2M-Lösungen für effizientere Mobilität
Große Potenziale bietet die M2M-Kommunikation im Bereich Verkehr. Im Rahmen des Geschäftsbereichs „Connected Car“ entwickeln wir passgenaue Lösungen, um diese zu erschließen:

  • Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) im September 2015 stellten wir unter dem Motto „Secure Auto Cloud“ fahrer- und fahrzeugbezogene Echtzeitdienste vor. Unter anderem präsentierte die Deutsche Telekom die AutoApp. Mit der mobilen Anwendung können sich Fahrer positionsbezogene Verkehrsinformationen und situationsspezifische Tipps zu mehr Fahrsicherheit oder sparsamem Fahren anzeigen lassen.
     
  • In Kooperation mit T-Systems hat Daimler eine Telematik-Nachrüstlösung für Mercedes-Fahrzeuge entwickelt. Die Pilotphase wurde 2015 erfolgreich abgeschlossen. Der Marktstart des Mercedes „connect me Adapters“ ist für das Frühjahr 2016 in Europa angedacht. Mit dem Adapter können sich Kunden von überall und zu jeder Zeit mit ihrem Auto verbinden. So lassen sich beispielsweise der Tankfüllstand oder die Position des Fahrzeugs auf dem Smartphone anzeigen.
     
  • Der Fahrradhersteller BULLS, der E-Bike-Systemhersteller Brose und die Telekom präsentierten 2015 ein gemeinsam entwickeltes, vernetztes Elektrofahrrad. Der Besitzer kann sein Rad jederzeit über sein Smartphone lokalisieren. Zudem erkennt ein Bewegungssensor besonders schnelles Abbremsen und extreme Schräglagen, die auf einen Sturz hindeuten. Pausiert der Fahrer ungewöhnlich lange und reagiert auch nicht auf eine Nachricht im Display, schickt das Rad eine SMS mit Ortungsdaten an eine im Vorfeld bestimmte Person. Bei Unfällen hilft das, den Radfahrer schneller zu finden und zu versorgen. BULLS plant den Marktstart des Rads als Sondermodell für 2017.

Der Hafen der Zukunft
Im Berichtszeitraum haben wir außerdem das Pilotprojekt „smartPORT logistics (SPL)“ für den Hamburger Hafen fortgesetzt und zunehmend in den kommerziellen Betrieb überführt. Ziel des Projekts ist es, den Verkehrsfluss der Lkw-Transporte im Hamburger Hafen und in seiner Umgebung zu verbessern. Hierzu werden alle relevanten Verkehrs- und Infrastrukturdaten erfasst und in Echtzeit analysiert. Die Ergebnisse dienen dazu, die Verkehrsteilnehmer zum Beispiel über Wartezeiten, alternative Routen oder freie Parkplätze zu informieren.

Für den Umgang mit Daten für das Internet der Dinge beziehungsweise die Industrie 4.0 img haben wir im Jahr 2016 Datenschutz-Leitsätze formuliert. Die sechs Regeln legen unter anderem fest, wie die Telekom mit personenbezogenen Daten umgeht und wie die Betroffenen eingebunden werden.

Die Vernetzung von Gesundheitsdienstleistungen birgt viele Vorteile: Telemedizinische Assistenzsysteme helfen Patienten und Angehörigen im Alltag, erleichtern medizinischem Personal die Arbeit und senken Kosten. Die Telekom gestaltet in zahlreichen Pilotprojekten das digitale Gesundheitswesen mit. Ziel ist vor allem der schnelle und sichere Informationsaustausch zwischen Ärzten, Patienten und Krankenkassen:

Datenerfassung am Krankenbett
2015 hat die Deutsche Telekom im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn ein digitales Informationssystem mit 200 iPad minis installiert. Rund 150 Ärzte und 450 Pflegekräfte arbeiten per Tablet mit Befunden, Diagnosen oder Röntgenaufnahmen. So haben sie jederzeit und überall im Krankenhaus Zugriff auf notwendige Informationen und Akten und können diese direkt am Patientenbett anpassen. Auch für die Patienten entstehen Vorteile: Die digitale Dokumentation ist genauer, es entstehen keine Fehler, weil die Handschrift des Kollegen schlecht lesbar ist. Die Ärzte können zudem mit dem Tablet online einen Arzneimitteltherapie-Sicherheitscheck durchführen, um Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen.

Intelligenter Hausnotruf
Auf der Altenpflegemesse 2016 in Hannover haben wir einen neuen intelligenten Hausnotruf präsentiert. Das System arbeitet mit Sensoren, die in der Wohnung installiert werden und mit einer Software des Hausnotrufgeräts verbunden sind. Diese Software kann unterscheiden, ob sich eine Person etwa nur nach einem Gegenstand bückt oder ob sie stürzt und Hilfe benötigt. Erkennt die Software eine tatsächliche Notlage, benachrichtigt sie über ein sicheres Netz automatisch eine Hausnotrufzentrale, die rund um die Uhr besetzt ist. Über eine Freisprecheinrichtung nimmt die Zentrale Kontakt mit dem Hilfebedürftigen auf. Zusätzlich können die Helfer über ein Bild, das aus datenschutzrechtlichen Gründen grafisch verfremdet wird, einen Eindruck von der Situation vor Ort gewinnen.

Entertain for Hospitals: Unterhaltung und Informationen für Klinikpatienten
Mit Entertain for Hospitals können Krankenhäuser ihren Patienten ein umfassendes Spektrum an Unterhaltungsformaten und Informationen direkt am Krankenbett anbieten. Die Lösung funktioniert herstellerunabhängig und lässt sich in das jeweilige Krankenhausinformationssystem einbinden. So können Patienten für sie persönlich freigeschaltete Aufklärungsbögen ausfüllen, ihre Termine einsehen oder auch ihr Essen auswählen. Je nach Angebot können sie zudem zeitversetzt Fernsehen, Serien, Spielfilme und Dokumentationen abrufen, im Internet surfen, telefonieren oder Spiele nutzen. Ende 2015 waren in Deutschland bereits rund000 Betten mit Entertain for Hospitals ausgestattet.

Modellprojekt zur flächendeckenden Gesundheitsversorgung
In Ostsachsen bauen wir eine offene, barrierefreie und interdisziplinäre IT-Plattform für die medizinische Versorgung der Bevölkerung auf. Dabei kooperieren wir mit der Carus Consilium Sachsen GmbH, einer Tochter des Universitätsklinikums Dresden. Das Modellprojekt „CCS Telehealth Ostsachsen“ soll dazu beitragen, auch in ländlichen Regionen eine umfassende und wohnortnahe medizinische Versorgung der Patienten in ihrem vertrauten Wohnumfeld sicherzustellen. So ermöglicht die Plattform beispielsweise Herzpatienten, mithilfe ihres Tablets ihre Gesundheitswerte zur Kontrolle ans Dresdner Herzzentrum zu schicken. Die Daten werden von sogenannten Telenurses bearbeitet. Sie überwachen die Vitaldaten täglich und schalten im Zweifelsfall umgehend Ärzte ein.

2015 hat das Vorhaben nach zweijähriger Aufbauarbeit den Pilotbetrieb aufgenommen. Seit Juli 2015 laufen erste Beispielanwendungen wie die häusliche Betreuung von Herzinsuffizienzpatienten und die ambulante Schlaganfallnachsorge. Für den Aufbau von „CCS Telehealth Ostsachsen“ wurden unter anderem telemedizinische Arbeitsplätze eingerichtet, Tablets und IP-Telefone für Patienten angeschafft sowie hochleistungsfähige Server, Scanner und eine zentrale Datenbank installiert. Mit dem Ansatz hat das Projekt in Europa Modellcharakter. Die EU und der Freistaat Sachsen unterstützen das Projekt unter anderem deshalb mit knapp zehn Millionen Euro.

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Nachhaltige Produkte sind für uns ein wichtiger Faktor, um uns auf dem ICT-Markt zu profilieren. Von unseren Lieferanten verlangen wir deshalb die Einhaltung ökologischer und sozialer Anforderungen und prüfen deren Umsetzung. Gleichzeitig informieren wir unsere Kunden über Umweltaspekte, Herstellungsbedingungen, eine sichere, energiesparende und bedarfsgerechte Verwendung sowie ressourcenschonende Entsorgungswege am Ende des Produktlebens. Dazu setzen wir insbesondere auf renommierte Umweltzeichen.

Blauer Engel für Telekom-Produkte
95 Prozent der Festnetz-Geräte der Telekom Deutschland sind mit dem renommierten Umweltzeichen Blauer Engel zertifiziert. Bereits seit 2013 tragen alle unsere DECT-Telefone der Sinus-Serie das unabhängige Umweltzeichen. Für dieses Engagement und unsere Rolle als Vorreiter und Multiplikator für den Klimaschutz wurden wir im November 2015 im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises mit dem „Blauer Engel-Preis“ ausgezeichnet.

Im Berichtszeitraum haben wir unsere Speedphone-Serie mit dem Blauen Engel zertifizieren lassen. Die neuen IP-Telefone sind besonders energiesparend, strahlungsarm und verfügen über austauschbare Akkus. Über eine neue Funktion können Anwender die Sendeleistung individuell einstellen und damit Energie einsparen. Updates können direkt auf das Speedphone übertragen werden; dadurch können die Geräte sehr einfach aktuell gehalten werden, was ihre Nutzungsdauer verlängert und damit die Ökobilanz verbessert.

TÜV Certified Green Products
Neben dem Blauen Engel setzen wir verstärkt auf das Umweltzeichen „TÜV Certified Green Product“. Dieses geht über die Kriterien des Blauen Engel hinaus, indem es unter anderem auch eine Überprüfung der Arbeitsbedingungen in Fertigungsbetrieben vorsieht. Erste Produkte wurden bereits danach zertifiziert, darunter das Speedphone 10 und der Router W 724V.

Auch bei dem Betrieb und der Planung unserer Rechenzentren (RZ) verfolgen wir das Ziel, unsere CO2-Emissionen zu reduzieren. T-Systems geht dabei in zwei Stufen vor: Zunächst steht die Optimierung des Energieverbrauchs der einzelnen RZ-Standorte im Vordergrund, anschließend die übergeordnete Verbesserung von Prozessen über die weltweite RZ-Landschaft hinweg.

Von 2008 bis 2013 wurden insbesondere vorhandene RZ-Flächen optimiert. Beispiele dafür sind die Modernisierung der Kühlsysteme sowie der Einbau von sogenannten Kaltgangeinhausungen img, die eine gezielte, bedarfsgerechte Lenkung des kühlenden Luftstroms ermöglichen und damit auf den IT-Flächen Verluste minimieren. Auch durch die Weiterentwicklung der IT-Technik konnte deren Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Neben diesen grundlegenden technischen Optimierungen findet ein kontinuierliches „Feintuning“ an der Klimasteuerung statt. Zusammen mit einer optimalen RZ-Auslastung können so weitere positive Effizienzeffekte erzielt werden.

Der Indikator für diese Effizienzsteigerung ist der sogenannte PUE-Wert img. Zwischen 2008 und 2015 konnte der durchschnittliche PUE-Wert der deutschen T-Systems-Rechenzentren von 1,85 auf 1,63 gesenkt werden. Trotz dieser positiven Gesamtbilanz verzeichneten wir im Berichtszeitraum Schwankungen des PUE-Werts img im Jahresvergleich. Der Grund: Die Strategie der Konsolidierung der Data Center beinhaltet unter anderem den Umzug von Applikationen aus weniger energieeffizienten Rechenzentren in neue hocheffiziente Data Center. In dieser teilweise mehrjährigen Umzugsphase steigt der PUE-Wert der Rechenzentren, die aufgegeben werden, da der Grundenergiebedarf des Data Centers relativ konstant bleibt, während der Energieverbrauch der Server deutlich sinkt. So kann es in einzelnen Jahren der Konsolidierung zu einem vorübergehenden Anstieg des durchschnittlichen PUE-Werts kommen.

Die Rechenzentren werden energieeffizienter (PUE-Wert)
Der Indikator für diese Effizienzsteigerung ist der sogenannte PUE-Faktor.
Zwischen 2008 und 2015 konnte der durchschnittliche PUE-Wert der T-Systems-Rechenzentren von 1,85 auf 1,63 gesenkt werden.

Die zweite Stufe läuft seit 2013. Darin wird die sogenannte physikalische Konsolidierung von Rechenzentren (also die Reduktion der RZ-Flächen und -Standorte) mit logischen Konsolidierungen (also der Virtualisierung img von RZ-Infrastruktur) verknüpft. Das Programm „DC11@2018“ hat zum Ziel, weltweit RZ-Standorte mit neuester IT-Technologie auf wenige sogenannte FMO-Rechenzentren (Future Mode of Operation) zu konsolidieren. Nach Abschluss des Programms wird in den FMO-Rechenzentren ein gemittelter PUE-Wert von 1,4 angestrebt. Voraussetzung dafür ist eine homogene IT-Landschaft in Verbindung mit der optimalen Auslastung der RZ-Infrastruktur, der IT Hardware und der auf den Systemen eingesetzten Software. Durch die Realisierung dieser Maßnahme rechnen wir mit einer weiteren massiven Reduktion der CO2-Emissionen. Aktuelle Planungen des Programms sehen eine kumulierte CO2-Reduktion von bis zu 51 Prozent im Jahre 2020 gegenüber dem Jahr 2012 vor.

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In der Nutzung unserer Produkte können unsere Kunden maßgeblich dazu beitragen, Ressourcen zu schonen sowie Elektronikabfall und CO2-Emissionen zu vermeiden. Hierzu setzen wir auf zwei Modelle: Mietservices für Router und Media Receiver und Programme zur Handy-Rückgabe.

Wir wollen sicherstellen, dass nach dem Austausch von Routern und Media Receivern die Geräte nicht einfach in den Müll wandern. Deshalb setzen wir auf das Modell „Mieten statt kaufen“. Durch die Einführung einer zwölfmonatigen Mindestvertragslaufzeit für Router und Media Receiver werden die durchschnittlichen Nutzungszeiten verlängert und die Rücksendungen innerhalb der Mindestmietzeit reduziert. Bei einer Kündigung werden die Geräte zurückgegeben und entweder aufbereitet und in den Mietkreislauf zurückgegeben oder fachgerecht recycelt. Darüber hinaus wurde der Retourenprozess durch die Einführung eines Retourenportals vereinfacht, was sich zum einen darin äußert, dass wir den Papierbeileger einsparen, und zum anderen, dass der Kunde bedarfsgerecht seine Retouren über das Online-Retourenportal bearbeiten kann.

Wir bewerben unseren Mietservice aktiv und erfolgreich unter anderem in den Telekom Shops, im Internet, Kundenservice und über Produktflyer. Das Angebot wurde von unseren Kunden sehr gut angenommen: Bis Ende 2015 ist die Anzahl der Nutzer des Mietservice auf rund 8,2 Millionen angestiegen.

Anzahl der Nutzer des Mietservice von Routern und Media Receivern

Zu viele gebrauchte Handys und Smartphones liegen in Schubladen oder werden illegal im Hausmüll entsorgt. Die Recycling- und Weiternutzungsquote für elektronische Kleingeräte ist in Deutschland viel zu niedrig. Daher sollten gebrauchte Handys, Smartphones und Tablets entweder neu aufbereitet und weiterverwendet oder dem fachgerechten Recycling zugeführt werden. Schon seit 2003 bieten wir dafür verschiedene Abgabemöglichkeiten an.

Kunden können seit 2013 ihre gebrauchten hochwertigen Handys und Smartphones in den Telekom Shops ankaufen lassen. Der Gegenwert des Geräts wird als Gutschein beim Einkauf im Telekom Shop gutgeschrieben.

2014 haben wir gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) das Online-Portal Handysammelcenter eingerichtet. Über das Portal können Firmen gebrauchte Handys und Smartphones kostenlos, fachgerecht und sicher entsorgen lassen und erhalten einen entsprechenden Nachweis. Behörden, Vereine und andere Organisationen können über das Portal zudem eigene Sammelaktionen initiieren. So nutzen die Staatskanzlei Saarland und die Kirchen in Baden-Württemberg das Handysammelcenter für ihre Handysammel- und Bildungskampagnen.

Die Telekom Deutschland unterstützte im Berichtszeitraum die Kampagne „Die Handyaktion“ verschiedener kirchlicher Akteure in Baden-Württemberg. Die Kampagne hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Mai 2017 insgesamt 100 000 Geräte zu sammeln. Auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestags unterstützen in einer fraktionsübergreifenden Initiative weiter unsere gemeinsame Handy-Sammlung mit der Deutschen Umwelthilfe. Wie schon 2014 sammelten sie auch im Jahr 2015 ausrangierte Mobiltelefone in ihren Büros und in den Wahlkreisen ein. Im Ergebnis kamen500 Altgeräte zusammen, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.

Die Rücknahmekampagne der Staatskanzlei Saarland, die wir bereits 2014 unterstützt haben, wurde aufgrund der hohen Akzeptanz im Berichtszeitraum bis Mitte 2016 verlängert. Die Kampagne steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und umfasst unter anderem spezielle Unterrichtsangebote zum Thema Handy-Rücknahme und Ressourceneffizienz. Neben Bildungseinrichtungen können sich nun erstmals auch Verbände, Vereine oder Kommunen an der Kampagne beteiligen. Die Kampagne wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung als „Werkstatt N“-Projekt ausgezeichnet und gehört somit zu den 100 innovativsten Nachhaltigkeitsprojekten in Deutschland.

2015 nahmen wir deutschlandweit 230 751 gebrauchte Mobiltelefone und Smartphones zurück und führten diese einer Weiterverwendung oder dem fachgerechten Recycling zu. Der gesamte Handy-Rücknahme-Prozess ist von der DEKRA zertifiziert und erfüllt hohe Anforderungen bezüglich des Datenschutzes. Das gemeinsame Handy-Sammel-System der Telekom Deutschland und der DUH besteht 2015 bereits im zwölften Jahr – insgesamt konnten über die gesamte bisherige Laufzeit mehr alsMillionen gebrauchte Geräte gesammelt werden.

Unsere Stellungsnahme zur Petition" MagentaMobil Happy" finden Sie hier.

Ich interessiere mich für das Engagement der Telekom im Bereich...