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Corporate Responsibility Bericht 2015

Klimaschutz

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Hier findet sich eine Auswahl relevanter Inhalte aus dem CR-Bericht 2015. Mehr Informationen befinden sich in den Kapiteln Kunden & ProdukteKlima & Umwelt und Lieferanten. 

Ein Baustein unserer integrierten Klimastrategie ist es, nachhaltige Aspekte von Produkten und Diensten aus unserem Portfolio zu identifizieren. Mit der Analyse haben wir gemeinsam mit externen Experten bereits 2014 begonnen. Sie ergab: 37 Prozent unseres Gesamtumsatzes in Europa erzielten wir 2014 mit Produkten und Diensten, denen Nachhaltigkeitsvorteile zugeordnet werden können (zur Analyse). Unter anderem verbessern unsere Produkte die medizinische Versorgung, erleichtern Menschen die Teilnahme an der Wissensgesellschaft oder schonen Ressourcen durch digitale Lösungen anstelle physischer Endgeräte. 2015 trieben wir das Projekt zur Identifizierung der Nachhaltigkeitsaspekte weiter voran. So wählten wir Breitbandnetz img, Cloud Computing img und Virtuelle Set-Top-Box als Pilotprodukte aus, um sie detailliert auf ihren Nachhaltigkeitsbeitrag und die daraus abgeleiteten Geschäftspotenziale zu untersuchen. Wir erkannten dabei Vorteile im Hinblick auf alle drei Säulen der Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial und ökonomisch)

Breitband-Internet
Durch unsere Breitbandnetze img können alleine in Deutschland zwischen 2012 und 2020 über 19 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Arbeitnehmer und Studenten können zu Hause arbeiten und sich den täglichen Weg ins Büro beziehungsweise zur Universität sparen. Aber auch die Wirtschaft profitiert. So steigt allein in Deutschland zwischen 2015 und 2020 das Bruttoinlandsprodukt durch die Breitbandtechnologie um 47 Milliarden Euro. Das schnelle Netz ermöglicht neue Geschäftsmodelle, schafft 162 000 Arbeitsplätze und damit zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von 10,6 Millionen Euro. Außerdem können in dem genannten Zeitraum bis zu 3,8 Millionen Krankheitstage durch die Nutzung von Breitbandtechnologie vermieden werden.


B2B Cloud-Lösungen
Mithilfe unserer Cloud-Angebote für Geschäftskunden (Business to Business, B2B) ist ein mittelständisches Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern in der Lage, pro Jahr über 21 Tonnen CO2 einzusparen und seine Stromkosten um 7 000 Euro zu senken. In Deutschland können kleine und mittlere Unternehmen so insgesamt zwischen 2015 und 2020 jährlich 300 000 Tonnen an CO2-Emissionen vermeiden.


Virtuelle Set-Top-Box
Set-Top-Boxen (STB) erweitern Fernsehgeräte um viele Sonderfunktionen und ermöglichen zum Beispiel die Nutzung unseres Entertain-Angebots. Werden diese Geräte durch unsere Virtuelle STB ersetzt, kann jeder Kunde jährlich 63 Euro einsparen, die sonst durch den Energieverbrauch der Geräte und Leihgebühren anfielen. Zusammengenommen bedeutet dies für TV-Nutzer in Deutschland jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von 146 Millionen Euro und eine CO2-Reduktion von 47 000 Tonnen. Darüber hinaus verringert die virtuelle Lösung den Ressourcenverbrauch: Rund 4 200 Tonnen an Material könnten mit ihr eingespart werden.

Die Ergebnisse der Analysen nutzen wir für die Weiterentwicklung eines nachhaltigen Produktportfolios. In Zukunft werden wir unsere Kunden zudem über diese Nachhaltigkeitsvorteile informieren und uns so auch gegenüber dem Wettbewerb positionieren.

Inhalt durch PwC geprüfticon_check

Mit der integrierten Klimastrategie unterstützt die Deutsche Telekom ihre Konzernstrategie „Führender Telekommunikationsanbieter in Europa“ zu werden.

Die integrierte Klimastrategie auf vier Säulen

In den vier Bereichen der integrierten Klimastrategie CO2-Emissionen, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und nachhaltige Produkte konnten wir 2015 substanzielle Verbesserungen erzielen, die wir anhand konkreter Ziele und Kennzahlen messen.

CO2-Emissionen
Für die erste Säule, die Reduktion von CO2-Emissionen, konnten wir 2015 den bereits im Vorjahr gestarteten Monitoringprozess erfolgreich fertig aufsetzen. Die Erfassung der Scope-3-Emissionen img für alle Landesgesellschaften konnte 2015 wie geplant durchgeführt werden. Die Erhebung stellte die Weichen, um 2016 erstmals alle CO2-Emissionen gemäß dem GHG-Protokoll veröffentlichen zu können. Auch für 2016 halten wir weiterhin an unserem Klimaziel fest: Bis 2020 wollen wir unsere Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2008 um 20 Prozent in absoluten Werten senken (ohne T-Mobile US).

Erneuerbare Energien
Konzernweit streben wir weiterhin danach erneuerbare Energien stärker zu nutzen. Einige Landesgesellschaften gehen hier bereits mit gutem Beispiel voran: Magyar Telekom in Ungarn bezieht seit 2015 beispielsweise Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Ebenfalls entwickelten wir Parameter zur Nachhaltigkeitsbewertung von Stromeinkäufen in Abstimmung mit unseren Kollegen für den europäischen Stromeinkauf. Die entwickelten Parameter helfen uns, unseren Energiemix transparenter zu machen und damit verbessern zu können.

Energieeffizienz
Wir steigern laufend die Kapazität und Leistung unserer Fest- und Mobilfunknetze. Da diese konzernweit den größten Energiebedarf haben, modernisieren wir sie stetig und ergreifen Maßnahmen, um die Energieeffizienz in unseren Netzen weiter zu verbessern. Für die Erfassung unserer Fortschritte erarbeiteten wir 2015 zwei neue KPIs, die zum einen unseren Energieverbrauch und zum anderen unseren CO2-Fußabdruck mit dem transportierten Datenvolumen ins Verhältnis setzen. 2016 planen wir die Einführung dieser Kennzahlen.

Nachhaltige Produkte
Unsere Produkte und Dienste helfen unseren Kunden, Energie zu sparen, oder haben andere positive Auswirkungen auf unterschiedliche Gesellschaftsbereiche. So tragen unsere Produkte zum Beispiel in den Bereichen Gesundheit, unserer Arbeitswelt sowie Mobilität und Logistik erheblich dazu bei, CO2-Emissionen und Kosten einzusparen. Beispielsweise können viele Angestellte unserer Geschäftskunden dank Dynamic Workplace von zu Hause arbeiten. So vermeiden sie CO2-Emissionen und sparen die Zeit, die für den Weg ins Büro anfallen würde. Der Zeitgewinn kann zudem die Work-Life-Balance verbessern und sich positiv auf die Gesundheit der Angestellten auswirken. Für unsere vierte Säule, nachhaltige Produkte, möchten wir dieses Potenzial schrittweise in unserem Portfolio erfassen. 37 Prozent unseres Gesamtumsatzes erzielten wir 2014 mit Produkten und Diensten, denen Nachhaltigkeitsvorteile zugeordnet werden können. So ermöglichten Produkte der Deutschen Telekom 2014 die Ersparnis von neun Mio. Tonnen Treibhausgasen (zur Analyse). Dadurch konnten wir mehr als unsere eigenen CO2-Emissionen kompensieren.

Indirekte Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette – sogenannte Scope-3-Emissionen img – machen den größten Teil unserer Gesamtemissionen aus. Die Erfassung dieser Emissionen erlaubt uns, auf Unternehmens- und Produktebene gezielt Maßnahmen zu ergreifen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Seit 2013 erfassen wir die Scope-3-Emissionen der Telekom in Deutschland. Im Jahr 2015 betrugen diese217 367 Tonnen CO2-Äquivalente img, 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Schwerpunkt der Emissionen lag wie in den Vorjahren bei den Emissionen durch den Gebrauch von uns verkaufter oder vermieteter Endgeräte sowie durch bei Dritten erworbene Endgeräte zur Nutzung unser Telekommunikationsdienste. Der Anteil dieser Emissionen an unseren gesamten Scope-3-Emissionen macht etwa zwei Drittel aus. Ebenfalls bedeutsam sind die Emissionen aus dem Einkauf von Waren und Dienstleistungen, deren Anteil etwa bei einem Viertel liegt. Den höchsten Anstieg der Emissionen verzeichneten wir bedingt durch eine Erhöhung des Emissionsfaktors bei den Fahrten der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz. Durch den Anstieg um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht dieser Wert nunProzent der gesamten Scope-3-Emissionen.

Scope-3-Emissionen in Deutschland
* Nachträgliche Anpassung durch Ergänzung der Scope 3 Kategorie 3 „Fuel- and energy-related activities (not included in scope 1 or scope 2)“

2015 legen wir nun erstmalig auch die Emissionen weiterer Landesgesellschaften vollständig offen. Dabei zeigt sich eine ähnliche Verteilung der Quellen wie in Deutschland. Nur in Landesgesellschaften ohne relevantes Festnetz-Geschäft wie Österreich, Polen oder den Niederlanden liegt die Hauptquelle der Scope-3-Emissionen im Bereich der eingekauften Produkte und Dienstleistungen.

Überblick Scope-3-Emissionen (t CO2e)
Landesgesellschaft   2014   2015   Jahresvergleich
Ungarn   320 374   426 364  
 
Kroatien   219 105   208 842  
 
Slowakei   94 080   102 067  
 
Griechenland   601 674   713 182  
 
Rumänien   437 739   456 708  
 
Österreich   31 510   32 885  
 
Tschechien   82 915   74 940  
 
Niederlande   48 881   52 467  
 
Polen   152 892   138 200  
 
Summe   989 170   203 656  
 


Bis Ende 2016 wollen wir Scope-3-Emissionen konzernweit erfassen.

Auch bei dem Betrieb und der Planung unserer Rechenzentren (RZ) verfolgen wir das Ziel, unsere CO2-Emissionen zu reduzieren. T-Systems geht dabei in zwei Stufen vor: Zunächst steht die Optimierung des Energieverbrauchs der einzelnen RZ-Standorte im Vordergrund, anschließend die übergeordnete Verbesserung von Prozessen über die weltweite RZ-Landschaft hinweg.

Von 2008 bis 2013 wurden insbesondere vorhandene RZ-Flächen optimiert. Beispiele dafür sind die Modernisierung der Kühlsysteme sowie der Einbau von sogenannten Kaltgangeinhausungen img, die eine gezielte, bedarfsgerechte Lenkung des kühlenden Luftstroms ermöglichen und damit auf den IT-Flächen Verluste minimieren. Auch durch die Weiterentwicklung der IT-Technik konnte deren Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Neben diesen grundlegenden technischen Optimierungen findet ein kontinuierliches „Feintuning“ an der Klimasteuerung statt. Zusammen mit einer optimalen RZ-Auslastung können so weitere positive Effizienzeffekte erzielt werden.

Der Indikator für diese Effizienzsteigerung ist der sogenannte PUE-Wert img. Zwischen 2008 und 2015 konnte der durchschnittliche PUE-Wert der deutschen T-Systems-Rechenzentren von 1,85 auf 1,63 gesenkt werden. Trotz dieser positiven Gesamtbilanz verzeichneten wir im Berichtszeitraum Schwankungen des PUE-Werts img im Jahresvergleich. Der Grund: Die Strategie der Konsolidierung der Data Center beinhaltet unter anderem den Umzug von Applikationen aus weniger energieeffizienten Rechenzentren in neue hocheffiziente Data Center. In dieser teilweise mehrjährigen Umzugsphase steigt der PUE-Wert der Rechenzentren, die aufgegeben werden, da der Grundenergiebedarf des Data Centers relativ konstant bleibt, während der Energieverbrauch der Server deutlich sinkt. So kann es in einzelnen Jahren der Konsolidierung zu einem vorübergehenden Anstieg des durchschnittlichen PUE-Werts kommen.

Die Rechenzentren werden energieeffizienter (PUE-Wert)
Der Indikator für diese Effizienzsteigerung ist der sogenannte PUE-Faktor.
Zwischen 2008 und 2015 konnte der durchschnittliche PUE-Wert der T-Systems-Rechenzentren von 1,85 auf 1,63 gesenkt werden.

Die zweite Stufe läuft seit 2013. Darin wird die sogenannte physikalische Konsolidierung von Rechenzentren (also die Reduktion der RZ-Flächen und -Standorte) mit logischen Konsolidierungen (also der Virtualisierung img von RZ-Infrastruktur) verknüpft. Das Programm „DC11@2018“ hat zum Ziel, weltweit RZ-Standorte mit neuester IT-Technologie auf wenige sogenannte FMO-Rechenzentren (Future Mode of Operation) zu konsolidieren. Nach Abschluss des Programms wird in den FMO-Rechenzentren ein gemittelter PUE-Wert von 1,4 angestrebt. Voraussetzung dafür ist eine homogene IT-Landschaft in Verbindung mit der optimalen Auslastung der RZ-Infrastruktur, der IT Hardware und der auf den Systemen eingesetzten Software. Durch die Realisierung dieser Maßnahme rechnen wir mit einer weiteren massiven Reduktion der CO2-Emissionen. Aktuelle Planungen des Programms sehen eine kumulierte CO2-Reduktion von bis zu 51 Prozent im Jahre 2020 gegenüber dem Jahr 2012 vor.

Zusätzlich zum konventionellen Stromnetz setzen wir immer häufiger Blockheizkraftwerke img (BHKW img) ein. Sie versorgen unsere Netzknotenpunkte wirtschaftlich und umweltfreundlich mit Energie: Die Kraftwerke wandeln die eingesetzte Energie zu circa 90 Prozent in Nutzenergie (Strom und Wärme) um – konventionell erzeugter Strom aus dem allgemeinen deutschen Stromnetz erreicht hingegen nur rund 40 Prozent.

Durch den Einsatz von BHKW können wir die CO2-Emissionen unseres Netzbetriebs daher deutlich verringern: An insgesamt 27 Netzknotenpunkten betrieb die Power & Air Solutions img im Februar 2016 eigene BHKW. Diese erzeugen jährlich rund 7,9 GWh an elektrischer Energie. Dank des hohen Nutzungsgrads der Anlagen emittierten wir dort im Vergleich zum Bezug von Strom aus den öffentlichen Netzen im gleichen Zeitraum700 Tonnen weniger CO2.

Weitere Anlagen geplant
2015 beauftragten wir den Bau zweier Anlagen in Berlin und Frankfurt am Main. Zusätzlich haben wir untersucht, wie die Effizienz bestehender BHKW weiter gesteigert werden kann. In Folge dieser Analyse haben wir ein neues Energiekonzept für einen unserer Standorte in Berlin konzipiert, das bis Ende 2016 realisiert werden soll.

Die BHKW decken grundsätzlich den Eigenbedarf unserer Netzknotenpunkte an Strom und Heizwärme aus thermischer Energie. Um einen punktuell darüber hinausgehenden hohen Strombedarf (Lastspitze) bei intensivem Datenverkehr abzumildern, sorgen wir durch eine neuartige Steuerung für eine bessere Lastverteilung des Energiebedarfs.

Unsere Maßnahmen im Energiemanagement unserer Gebäude verfolgen stets dasselbe Ziel: unseren Bedarf an Energie zu reduzieren und damit einen Beitrag zur Erreichung unseres Klimaziels zu leisten.

Smart-Grid-Lösungen haben das Potenzial, den Energieverbrauch von Gebäuden zu optimieren und dadurch sowohl Kosten als auch CO2 zu sparen. 2015 haben wir für einen unserer Standorte in Berlin ein innovatives Energiekonzept auf Basis dieser Technologie entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei ein „Micro Smart Grid“.

Für die Energieversorgung des Standorts sind zwei BHKW img mit großem Wärmespeicher vorgesehen. Die Anlagen werden bis Ende 2016 installiert. Mit der Abwärme der BHKW soll eine benachbarte Schule samt Sporthalle beheizt werden. Insgesamt erwarten wir, durch das ganzheitliche Konzept nicht nur Kosten zu sparen, sondern auch den CO2-Ausstoß um bis zu 800 Tonnen im Jahr zu reduzieren.

Inhalt durch PwC geprüfticon_check

Wir haben unser Ziel, bis Ende 2015 die durchschnittlichen CO2-Emissionen aller neu angeschafften Pkws (Geschäfts- und Dienstfahrzeuge) auf 110 g CO2/km zu senken, erreicht. Damit unterschreiten wir die EU-Vorgabe von 120 g CO2/km. Bei der Berechnung müssen wir mangels etablierter alternativer Verfahren auf die CO2-Normwerte der Hersteller zurückgreifen. Wir sind uns bewusst, dass diese Messverfahren seit Langem in der Kritik stehen, und verfolgen die öffentliche Diskussion intensiv.

Um unser Flottenmanagement klimaschonend auszurichten, verfolgt Telekom MobilitySolutions eine auf drei Säulen beruhende Strategie:

  • Richtig dimensionieren („Rightsize“): Auswahl angemessen dimensionierter, energieeffizienter und schadstoffarmer Fahrzeuge. Durch die Einführung der Green Car Policy wurden zudem Anreize für Fahrer von Geschäftsfahrzeugen geschaffen, kleinere, verbrauchsoptimierte Fahrzeuge zu wählen.
  • Wirtschaftlich gestalten („Economize“): Förderung einer kraftstoffsparenden und damit emissionsarmen Fahrweise durch Fahrertrainings.
  • Ersetzen („Substitute“): Pilotierung und Erprobung alternativer Mobilitätskonzepte.

Durch Anschaffung von Fahrzeugen mit alternativen Antriebs- beziehungsweise Kraftstoffsystemen können wir die CO2-Emissionen unserer Flotte weiter verringern. Wir setzen hierfür bereits seit Längerem Erdgas- und Elektrofahrzeuge ein. Mittelfristig werden wir vor allem die Entwicklung der Elektromobilität weiter verfolgen und gezielt nutzen.

Erdgasfahrzeuge
Wir halten emissionsarme Erdgasantriebe grundsätzlich für einen richtigen Ansatz auf dem Weg zu einer klimaschonenden Mobilität. Die Technologie ist, insbesondere bei der Verwendung von regenerativen Rohstoffen, zum Beispiel aus Rest- und Abfallstoffen gewonnenem Biogas, eine wirksame Maßnahme, um Schadstoff- und CO2-Emissionen zu senken. Allerdings ist die großflächige Nutzbarkeit von Erdgasfahrzeugen mangels geeigneter Tankstellen immer noch stark eingeschränkt. Einschränkend wirkt auch das geringe Angebot an geeigneten Flottenfahrzeugen der Hersteller. Dennoch bieten wir Geschäftsfahrzeugnutzern weiterhin Erdgasfahrzeuge, sogar zu vergünstigten Konditionen, an. Das Malusbudget der Green Car Policy wird teils hierfür genutzt.

Darüber hinaus unterstützen wir unsere Mitarbeiter beim Klimaschutz, indem wir ihnen zum Beispiel vergünstigte Fahrkarten für den öffentlichen Regional- und Nahverkehr anbieten.

ESG KPI „CO2-Emissionen“

Der ESG KPI img „CO2-Emissionen“ stellt die Entwicklung der absoluten und relativen Emissionswerte gegenüber dem Basisjahr 2008 dar. Der Vergleichswert des Basisjahres beträgt 3 362 Tsd. t CO2.

Beim ESG KPI img „CO2-Emissionen“ waren wir für 2015 von einem leichten Rückgang – d. h. einer leichten Verbesserung – ausgegangen. Dieser entspricht der tatsächlichen Entwicklung, was auf Konzernebene v. a. auf die oben erwähnte stabile Entwicklung des Stromverbrauchs sowie die leicht sinkenden Emissionen aus Kraftstoff- und Erdgasverbrauch zurückzuführen ist.

Die Entwicklungen im Stromverbrauch sind der maßgebliche Treiber für die Entwicklung unserer CO2-Emissionen. Daher prognostizieren wir für unseren ESG KPI „CO2-Emissionen“ für 2016 und 2017 einen leicht sinkenden Verlauf.
Für die am Klimaschutzziel beteiligten Konzerneinheiten  (ohne T-Mobile US) erwarten wir für 2020, dass die CO2-Emissionen 20 Prozent unter dem Wert des Basisjahres 2008 liegen werden.

Detaillierte Kommentare zu den Kennzahlen der Einzelgesellschaften werden im interaktiven Tool zum Gesellschaftsvergleich dargestellt.

Die CO2-Emissionswerte wurden auf Basis der verschiedenen Energie- und Kraftstoffverbräuche errechnet. Dies erfolgte nach den Anforderungen des Greenhouse Gas (GHG) Protocol und unter Verwendung der Emissionsfaktoren der International Energy Agency (IEA) beziehungsweise der GHG Protocol img Calculation Tools. Der Gesamtwert setzt sich zusammen aus direkten (Scope 1) und indirekten Emissionen (Scope 2).
Da unsere CO2-Emissionen maßgeblich durch den Stromverbrauch getrieben sind, ergibt sich eine vergleichbare positive Entwicklung wie unter dem ESG KPI „Energieverbrauch“ beschrieben.

Relevant für die Abdeckung folgender Nachhaltigkeitsstandards

Mit der Fortschrittsmessung durch den ESG KPI img "CO2-Emissionen" legen wir unsere CO2-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas Protocol zusammen mit unserem selbstgesetzten CO2-Reduktionsziel offen und entsprechen so dem Kriterium 13 des deutschen Nachhaltigkeitskodex (Treibhausgasemissionen). Durch die Angabe decken wir die GRI-Indikatoren G4-EN15 (direkte THG-Emissionen), G4-EN16 (indirekte energiebezogene THG-Emissionen) und G4-EN17 (weitere indirekte THG-Emissionen) vollständig sowie die EFFAS-Kennzahl E02-01 (Treibhausgasemissionen Scope 1-3) teilweise ab. Die Angabe ist weiterhin relevant für die Kriterien 7 (Regeln und Prozesse), 11 und 12 (Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen) sowie 13 (Treibhausgasemissionen) des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Sie dient außerdem unserer Berichterstattung im Sinne der Global Compact-Prinzipien 7 (Vorsorgeprinzip) und 8 (verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt).

Ich interessiere mich für das Engagement der Telekom im Bereich...