• Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
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Corporate Responsibility Bericht 2015

Stakeholder-Management

Ein Unternehmen handelt stets in einem Spannungsfeld vielfältiger Stakeholder-Erwartungen. Für seinen geschäftlichen Erfolg ist es deshalb entscheidend, die Interessen und Anforderungen seiner Anspruchsgruppen zu kennen und, wo immer möglich und sinnvoll, zu erfüllen. Stakeholder img erwarten zudem, informiert zu werden, wie Unternehmen mit ihren Anforderungen umgehen. Die Telekom geht darüber noch hinaus, indem sie ihre Stakeholder aktiv befragt und sie in Managementprozesse einbezieht.

Der Austausch mit unseren Anspruchsgruppen hilft uns, Trends frühzeitig zu erkennen, und fördert so unsere Innovationsprozesse (aktuelle Beispiele finden Sie hier. Außerdem festigt er bestehende Allianzen und eröffnet neue Partnerschaften. Von großer Bedeutung ist dies vor allem im Hinblick auf unsere Nachhaltigkeitsziele, die sich nur gemeinsam mit Partnern aus Politik (politische Interessenvertretung), Gesellschaft, Wissenschaft und Industrie erreichen lassen.

GRI-Indikator G4-25

Wir beziehen unsere Stakeholder img systematisch in unser Unternehmenshandeln ein. Hierzu entwickelten wir 2011 unsere Strategie zur Stakeholder-Einbeziehung, um unsere verschiedenen Aktivitäten konzernweit zu steuern. Die Strategie orientiert sich an den von der NGO AccountAbility entwickelten drei AA1000-Prinzipien Wesentlichkeit, Inklusivität und Reaktivität und wurde entsprechend geprüft.

Wir unterscheiden drei Arten der Stakeholder-Einbeziehung: Information, Dialog und Partizipation. Dabei orientieren wir uns an sechs Prinzipien für den Umgang mit Stakeholdern.

Für eine erfolgreiche Ausrichtung unserer CR-Aktivitäten ermitteln wir regelmäßig, wie unsere Stakeholder diese wahrnehmen und bewerten. Hierzu nutzen wir vor allem unseren Wesentlichkeitsprozess und ein CR-Themenmonitoring.

Unsere dauerhafte Stakeholder-Umfrage (zur Umfrage) umfasst neben Themengewichtung (Ergebnisse 2015) und Leistungsbewertung auch offene Fragen. Die wesentlichen Ergebnisse aus den Rückmeldungen im Zeitraum von Januar 2015 bis März 2016 fassen wir hier zusammen.

Empfehlungen, wie die Telekom ihre unternehmerische Verantwortung noch besser wahrnehmen kann:

  • Stärkere Kundenorientierung und verbesserter Kundenservice
  • Reduktion mobilitätsbedingter CO2-Emissionen
  • Gezieltere Ausrichtung des gesellschaftlichen Engagements
  • Intensivere Einbindung der eigenen Mitarbeiter
  • Erhöhte Verfügbarkeit der angebotenen Bandbreiten
  • Erweitertes Angebot nachhaltiger Produkte, die ein nachhaltiges Konsumverhalten ermöglichen und fördern

Anforderungen an die Nachhaltigkeitseigenschaften der Telekom-Produkte:

  • Langlebigkeit
  • Energieeffizienz
  • Ressourcenschutz entlang der Wertschöpfungskette
  • Nachhaltiges Verpackungsdesign
  • Transparente Produktinformationen

Erwartungen an Prüfungen zur Einhaltung global geltender Richtlinien (zum Beispiel mit Hinblick auf Menschenrechte):

  • Strikte Überprüfung der Umsetzung der Richtlinien, sowohl im Konzern als auch in der Lieferkette (die Deutsche Telekom wird hier in einer Vorreiterrolle gesehen)
  • Konsequentes und transparentes Umgehen mit Verstößen (sowohl intern als auch extern), um Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu sichern

Vorschläge, um Nachhaltigkeit bei Beschäftigten und in der Unternehmenskultur stärker zu verankern:

  • Intensivere interne Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen, zum Beispiel im Telekom Social Network
  • Stärkere Einbeziehung der Beschäftigten, zum Beispiel durch konkrete Empfehlungen, wie sich die eigenen Verhaltensmuster nachhaltiger gestalten lassen, oder durch mehr Handlungsspielraum für die Umsetzung eigener Ideen
  • Nachhaltiges Handeln durch gezielte systematische Anreize fördern
  • Klares Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Vorleben von Verantwortung durch die Unternehmensführung
  • Mehr Stabilität im Unternehmen und Stärkung des Vertrauens in sichere Arbeitsplätze

Wünsche und Anregungen für eine bessere Berichterstattung:

  • Bessere Lesefreundlichkeit, zum Beispiel durch eine klarere Berichtsstruktur (roter Faden), übersichtlichere Grafiken, eine einfachere, lebendigere Sprache und interaktivere Elemente
  • Aktivere Vermarktung des CR-Berichts
  • Mehr Transparenz hinsichtlich nicht erreichter Ziele

Im Februar 2016 wurde unser Angebot „MagentaMobil Happy“ in den sozialen Medien diskutiert. In einer Petition an die Telekom wurden wir aufgefordert, diese Option zurückzurufen – da sie angeblich das Ansammeln von nicht mehr genutzten Smartphones unterstütze. Zu diesen Bedenken möchten wir gerne Stellung nehmen.

Warum haben wir dieses Angebot?
Wir bieten unseren Kunden Lösungen, die ihren Erwartungen entsprechen. Im Rahmen verschiedener Marktstudien wurde deutlich, dass es Kunden gibt, die stets das aktuellste Endgerät wünschen. Für diese ist dieses Angebot gedacht. Es ist davon auszugehen, dass sich Kunden diesen Wunsch auch unabhängig von unserem Telekom-Angebot erfüllen. So wie für diese Zielgruppe bieten wir auch für andere zielgruppenspezifische Verträge an: Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, bei einer Vertragsverlängerung auf ein neues Smartphone zu verzichten und dafür in einen günstigeren Tarif zu wechseln.

Was wir tun:
Wir nehmen unsere ökonomische sowie soziale Verantwortung ebenso ernst wie unsere ökologische und versuchen bei unseren Kunden ein ressourcenbewusstes Verhalten zu fördern. Beispiele hierfür sind:

  • Im Rahmen unserer Handy-Rücknahme-Aktionen sensibilisieren wir in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe e.V. seit mehr als 13 Jahren die breite Öffentlichkeit für einen schonenden Umgang mit wertvollen Rohstoffen, wie Gold, Silber, Kupfer oder Platin. Um die Sammlung von gebrauchten Handys und Smartphones zu vereinfachen, haben wir das Online-Portal „Handysammelcenter“ entwickelt. Seit Einführung der Handy-Rücknahme im Jahr 2003 hat Telekom Deutschland mehr alsMillionen Althandys ressourcenschonend weiterverwendet oder recycelt. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit unseren Partnern Teqcycle und Deutsche Umwelthilfe e.V. Der Handy-Rücknahme-Prozess ist von der DEKRA bezüglich der sicheren Datenlöschung zertifiziert. Je nach Zustand des Geräts werden die gesammelten Handys und Smartphones einer weiteren Nutzung oder dem umweltgerechten Recycling zugeführt. Aus den Erlösen spendet Telekom Deutschland an die Deutsche Umwelthilfe e.V., wodurch bereits mehr als 770 Umwelt- und Naturschutzprojekte gefördert wurden.
  • Ein weiteres unserer Angebote ist „Mieten statt kaufen“. Dieses sorgt dafür, dass die durchschnittlichen Nutzungszeiten von Routern und Media Receivern verlängert werden. Bei einer Kündigung gibt der Kunde das Gerät zurück, das dann entweder aufbereitet und in den Mietkreislauf zurückgegeben oder fachgerecht recycelt wird.

Was unsere Kunden tun können:
Entscheidet sich der Kunde für ein neues Gerät, hat er beispielsweise die Möglichkeit, sein bisher genutztes Smartphone innerhalb der Familie oder im Freundeskreis weiterzugeben und so die Nutzungsdauer zu verlängern. Die Verlängerung der Nutzungsdauer hat einen positiven Effekt auf die Ökobilanz des Endgeräts. Wer sein hochwertiges Gebrauchtgerät – egal ob Tablet oder Smartphone – nicht weiter nutzen möchte, kann dieses über den Service „Handy-Ankauf“ in jedem Telekom Shop gegen einen Gutschein eintauschen. Über ein Online-Angebot kann der Wert des Geräts vorab eingeschätzt werden. Wenn sich das Gerät nicht zur Weiternutzung eignet, kann es in jedem Telekom Shop oder bei einer öffentlich-rechtlichen Sammelstelle der Kommunen zum umweltgerechten Recycling abgegeben werden. Eine Karte der Sammelstellen finden Sie hier. Auf keinen Fall sollten Endgeräte über den Hausmüll entsorgt werden, da damit die wertvollen Rohstoffe verloren sind.


Um unsere Kunden und die breite Öffentlichkeit für ein nachhaltiges Handeln zu gewinnen, bieten wir in unserem App-Magazin „We Care“ hilfreiche Tipps und Tricks an, zum Beispiel zum grünen Surfen oder zum energiesparenden Autofahren. Die App img kann kostenlos für iOS und Android in den Stores heruntergeladen werden.

Ich interessiere mich für das Engagement der Telekom im Bereich...