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Corporate Responsibility Bericht 2015

Menschenrechte

Für ein international operierendes Unternehmen wie unseren Konzern hat die Achtung der Menschenrechte einen hohen Stellenwert, zumal die ICT-Branche immer wieder wegen Missständen in ihrer Lieferkette kritisiert wird. Deshalb haben wir bei der Telekom umfangreiche Sozialstandards etabliert und setzen diese mit geeigneten Methoden um. Hierbei betrachten wir innerhalb unseres Unternehmens insbesondere die Wahrung des Rechts auf Kollektivvereinbarungen sowie die Gewährleistung von Vielfalt und Chancengleichheit. Unsere Lieferanten nehmen wir ausdrücklich mit in die Verantwortung, um die Achtung der Menschenrechte auch außerhalb unseres Konzerns zu gewährleisten.

Ziele

  • Einhaltung der Menschenrechte im Konzern sicherstellen

Maßnahmen

  • Programm zur Menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht

Kontrolle

  • Kontaktstelle für Menschenrechte
  • Social Performance Report
  • Wirksamkeitsanalysen

Die Telekom bekennt sich ausdrücklich zu den vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen 2011 verabschiedeten UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Die Prinzipien verlangen, Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte systematisch zu identifizieren und negative Folgen zu verhindern, abzumildern oder bei Bedarf wiedergutzumachen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, haben wir für den gesamten Konzern ein umfassendes Programm zur Implementierung der Leitprinzipien entwickelt und einen fortlaufenden Prozess aus mehreren ineinandergreifenden Maßnahmen und Instrumenten eingeführt (siehe Grafik).

Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht bei der Deutschen Telekom

Die Pflicht zur Achtung der Menschenrechte ist in den grundlegenden Regelwerken der Telekom, den Guiding Principles, dem Code of Conduct und der Sozialcharta, verankert. Bedeutsam sind in diesem Zusammenhang auch die Employee Relations Policy und die Diversity Policy  der Telekom.

Instrumente zur Überprüfung möglicher Auswirkungen auf Menschenrechte
Wir nutzen zwei Instrumente, um die Einhaltung der Vorgaben der Sozialcharta img zu überprüfen: Zum einen erstellen wir jedes Jahr einen zentralen Sozialbericht („Social Performance Report“), an dem sich alle 111 vollkonsolidierten Gesellschaften der Telekom beteiligten. Dieser verzeichnet für den Zeitraum zwischen Oktober 2014 und September 2015 keinerlei Verstöße gegen unsere Sozialcharta. Zum anderen betreiben wir seit 2013 eine zentrale Kontaktstelle für Menschenrechte. Diese ist unter anderem unter der öffentlichen E-Mail-Adresse humanrights@telekom.de erreichbar. Weitere Eingaben erfolgten über das anonyme Hinweisgebersystem ohne Angabe der Absenderdaten. Alle Kontaktmöglichkeiten sind auf unserem Hinweisgeberportal „Tell me!“ zusammengefasst, das zur Aufklärung von Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften dient. Wir untersuchen alle Hinweise und leiten Gegenmaßnahmen ein, sofern sich die Hinweise als plausibel herausstellen. Wie wir mit den 2015 erhaltenen Mitteilungen umgegangen sind, erfahren Sie hier.

Gleichzeitig setzten wir die 2013 gestartete Integration von Menschenrechtsaspekten in die Unternehmensbewertung fort, die bei Fusionen und Akquisitionen üblich ist. Darüber hinaus führen wir spezielle Begutachtungsprozesse zur Einschätzung der Arbeitgeber-Mitarbeiter-Beziehungen durch, mit denen wir die Konzernrichtlinie zu Employee Relations („Employee Relations Policy“) umsetzen.

Inhalt durch PwC geprüfticon_check

Seit der Einrichtung der Kontaktstelle für Menschenrechte bei der Deutschen Telekom im Oktober 2013 wird die Kontaktstelle bei Hinweisen mit Menschenrechtsbezug in den Prozess mit eingebunden. Über verschiedene Kanäle erhielt die Kontaktstelle in dem Berichtszeitraum vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 elf Hinweise mit Menschenrechtsbezug, die entweder direkt über die E-Mail-Adresse der Kontaktstelle oder über das (anonyme) Hinweisgebersystem eingingen. Nicht alle Hinweise wurden als plausibel bewertet. Die meisten Hinweise bezogen sich auf die beiden Themen „Meinungsfreiheit“ und „Diskriminierungsverbot“. In drei Fällen wurde die Telekom um Teilnahme an Umfragen zum Thema „Business and Human Rights“ oder „ILO-Kernarbeitsnormen“ gebeten. Zwei Anfragen bezogen sich auf die Flüchtlingshilfe, insbesondere die Einrichtung von HotSpots img in Flüchtlingsunterkünften. Eine Anfrage bezog sich auf das Thema „Umsetzung von Mindestlohnvorgaben“. Alle Hinweise wurden selbstverständlich vertraulich mit dem gebotenen Respekt behandelt.

Ich interessiere mich für das Engagement der Telekom im Bereich...