• Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2015
Corporate Responsibility Bericht 2015

Ressourcenknappheit und Rohstoffgewinnung

Die Herstellung elektronischer Geräte wie Smartphones beeinträchtigt die Umwelt und verbraucht große Mengen an Wasser und Energie. Da sich die Produktionsstätten von Lieferanten und Herstellern teilweise in Regionen befinden, in denen Wasserknappheit herrscht oder die Stromversorgung der Bevölkerung unzureichend ist, spielt die Verfügbarkeit von Ressourcen dort eine größere Rolle als beispielsweise in Deutschland.

In Smartphones und anderen ICT-Produkten werden außerdem wertvolle Rohstoffe wie Metalle verarbeitet. Manche Metalle wie Tantal, Gold, Zinn oder Wolfram werden aus Erzen gewonnen, die teilweise im Osten der Demokratischen Republik Kongo unter menschenunwürdigen beziehungsweise bürgerkriegsartigen Bedingungen gefördert werden. Die Erträge dienen den dortigen Konfliktparteien unter anderem zur Finanzierung von Bürgerkriegen. Die Telekom stellt selbst keine ICT-Produkte her: Sie kauft diese von internationalen Herstellern und vertreibt sie in ihren Geschäften, bietet sie im Rahmen von Dienstleistungen an oder setzt sie in ihrer Netzinfrastruktur ein. Von unseren Lieferanten fordern wir, keinen dieser sogenannten Konfliktrohstoffe zu verwenden. Außerdem unterstützen wir Brancheninitiativen wie die Conflict-Free Sourcing Initiative, die sich für eine nachhaltigere Lieferkette einsetzen.

Ziele

  • Ressourcen schonen und verantwortungsvolle Rohstoffbeschaffung fördern

Maßnahmen

  • Coltan Statement
  • Statement on Extractives
  • Unterstützung der Conflict-Free Sourcing Initiative
  • Konfliktfreiheit als Produktanforderung an Hersteller integriert

Kontrolle

Die Telekom fordert von ihren Lieferanten, die Umwelt zu schützen und verantwortlich mit Ressourcen umzugehen. Diese Anforderungen haben wir in unserer Sozialcharta img festgehalten. Außerdem sind sie detailliert in der CR-Klausel aufgeführt, die seit 2013 fester Bestandteil unserer Allgemeinen Einkaufsbedingungen ist. Um ihnen Nachdruck zu verleihen, verlangen wir von unseren Zulieferern Selbstauskünfte und führen Lieferantenkontrollen durch  durch. Dabei prüfen wir unter anderem, ob unsere Lieferanten über ein Umweltmanagementsystem verfügen und wie sie ihren Energie- und Wasserverbrauch managen. Außerdem fragen wir sie explizit nach ihrem Abfallmanagementsystem.

Umgang mit kritischen Rohstoffen
Die Deutsche Telekom arbeitet mit Lieferanten und Brancheninitiativen zusammen, um auf eine verantwortungsvolle Rohstoffbeschaffung hinzuwirken. Sie stellt in ihren Anforderungen an ihre Lieferanten die Bedingung, dass keine Konfliktrohstoffe in von ihr gehandelten Geräten oder eingesetzter Netztechnik verarbeitet werden.

Die Deutsche Telekom hat bereits 2005 ihr „Coltan Statement“ veröffentlicht und es 2009 zum „Statement on Extractives“ erweitert. Seit 2014 nehmen wir Konfliktfreiheit auch in unsere Produktanforderungen an Hersteller auf. Damit wollen wir sicherstellen, dass sowohl unsere direkten Lieferanten als auch deren Sublieferanten die mit dem Abbau von Rohstoffen verbundenen sozialen und gesellschaftlichen Risiken minimieren. Von unseren Zulieferern erwarten wir die Berücksichtigung des Deutsche Telekom „Statement on Extractives“. Richtlinien zu Konfliktrohstoffen und deren Umsetzung sind auch integraler Bestandteil unserer Lieferantenkontrollen.

In Kooperation mit den Branchenverbänden Global e-Sustainability Initiative img und Electronic Industry Citizenship Coalition tragen wir dazu bei, die Conflict-Free Sourcing Initiative (CFSI) weiterzuentwickeln. Diese unterstützt Unternehmen dabei, Konfliktrohstoffe zu identifizieren und den Handel beziehungsweise die Produktion damit zu vermeiden.

Recyceltes Tantal hingegen gilt als konfliktfrei. Daher führt die Telekom Deutschland GmbH ein Forschungsprojekt durch, um wertvolle Metalle wie Gold oder Tantal aus nicht mehr benötigten Bauteilen der Netzinfrastruktur zurückzugewinnen.

Die Telekom unterstützt die Conflict-Free Sourcing Initiative (CFSI) seit ihrer Gründung 2008. Dabei handelt es sich um die größte Initiative der Wirtschaft für verantwortungsvolle Rohstoffbeschaffung. Ihr Ziel ist es, Konfliktrohstoffe zu identifizieren und die Förderung sowie den Handel mit ihnen zu verhindern.

Die CFSI geht auf eine seit 2008 bestehende Arbeitsgruppe der Branchenverbände Global e-Sustainability Initiative img und Electronic Industry Citizenship Coalition (Extractives Working Group) zur nachhaltigen Rohstoffgewinnung zurück. Seitdem ist die Zahl der Metallverarbeitungs- und Verhüttungsbetriebe, die sich an der CFSI beteiligen, kontinuierlich gestiegen. Insgesamt 184 dieser Betriebe sind nach dem einheitlichen Bewertungsprotokoll auditiert. Weitere 50 haben sich dazu verpflichtet, das Audit img zu absolvieren (Stand Februar 2015).

Ich interessiere mich für das Engagement der Telekom im Bereich...