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Corporate Responsibility Bericht 2015

Auditergebnisse 2015

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Über das auf Konzernebene aufgesetzte und gesteuerte Auditierungsprogramm wurden 2015 insgesamt 62 Social Audits img durchgeführt – sieben davon bei direkten und 55 bei indirekten Zulieferern der Deutschen Telekom. Wie in den Vorjahren konzentrierten sich unsere Auditaktivitäten dabei auf Lieferanten in Asien, vor allem in China und einigen benachbarten Ländern wie Singapur, Malaysia und Vietnam. Zusätzlich fanden auch in Mexiko, Großbritannien und Osteuropa Social Audits img statt.

Zu den auditierten Lieferanten gehörten Produzenten aus den Bereichen IT-Hardware, ‑Software und ‑Dienstleistungen sowie Netzwerke und Endgeräte. Bei ihrer Überprüfung wurden weder Fälle von Korruption oder Bestechung noch kritische Verstöße gegen Compliance-Regeln oder das Recht auf intellektuelles Eigentum aufgedeckt.

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Legende: Themenbereich (Anzahl der Verstöße)
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Im Fokus unserer Auditaktivitäten stehen nicht all unsere Lieferanten (über 30 000), sondern strategisch wichtige und/oder besonders risikobehaftete Lieferantengruppen. Dabei konzentrieren wir uns auf circa 200 Lieferanten, die in einem Turnus von höchstens drei Jahren regelmäßig auditiert werden. Die Mehrzahl der Audits img findet im Rahmen der Joint Audit Cooperation (JAC) statt. 

Im Jahr 2015 wurden bei den Audits insgesamt 661 Verstöße gegen die Lieferantenanforderungen der Telekom aufgedeckt, darunter 17 inakzeptable Vorkommnisse. Kritische Befunde – zusammen 197 Einzelfälle – zeigten sich bei 49 Lieferanten. Beispiele für inakzeptable und kritische Verstöße und eingeleitete Verbesserungsmaßnahmen veröffentlichen wir hier.

Bis Ende des Jahres 2015 wurden 305 der aufgewiesenen Verstöße (davon 52 kritische) behoben. In den übrigen Fällen waren die Verbesserungsmaßnahmen noch nicht abschließend umgesetzt. Die meisten Verstöße entfielen mit 44 Prozent auf den Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Gegenüber 2014 ging dieser Wert allerdings um fünf Prozentpunkte zurück. Erheblich zugenommen hat hingegen der Anteil der Verstöße im Bereich Unternehmensethik (von 6,6 auf 16 Prozent). Ursache hierfür sind vor allem Mängel im CR-Management und insbesondere bei Prozeduren und Richtlinien, der Risikobewertung und ‑überwachung sowie bei Berichterstattung und Schulungen. Diese Bereiche sind wichtig für ein verantwortungsvolles Lieferantenmanagement und erfordern daher in den kommenden Jahren deutlich mehr Aufmerksamkeit. Umweltschutz liegt mit 12 Prozent gegenüber 10 Prozent im Jahr 2014 an dritter Stelle, dahinter das Thema Arbeitsstunden mit 11 Prozent gegenüber 12,6 Prozent im Vorjahr.

CR-Bericht des Vorjahres 

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Bereich   Befunde bei Lieferanten   Eingeleitete Verbesserungen
Unternehmensethik   Fehlende Prozeduren zur Korruptionsbekämpfung;
bei den vom Lieferanten durchgeführten Risikobewertungen wurden Risiken durch Bestechung und Korruption nicht betrachtet;
es bestanden weder eine Dokumentation noch Kenntnisse im Umgang mit Konfliktmineralien
  Definition eines Verfahrens für den Umgang mit Bestechung und Korruption und dessen Integration in die Risikobewertungen; mindestens jährliche Berichterstattung über die Umsetzung der Prozedur; Schärfung des Bewusstseins für Konfliktmineralien durch interne wie externe Schulungen und Verabschiedung einer Vereinbarung zu dem Thema
Diskriminierung   Als Bewertungskriterium für Beförderungen wurde „Beweglichkeit des Körpers“ verwendet und andere Arbeiter (z.B. Menschen mit Behinderungen) wurden somit potenziell diskriminiert   Entfernung des Kriteriums aus dem Formular zur Mitarbeiterbewertung
Umweltschutz   Abwasserkennzahlen wie chemischer Sauerstoffbedarf, Zinn und Sulfide haben lokal gültige Grenzwerte überschritten;
fehlende Abwasseraufbereitung bei Schweißen und Polieren
  Errichten der nötigen Anlagen zur Abwasseraufbereitung
  Fehlende Umweltverträglichkeitsprüfungen für Bauprojekt   Durchführung vorschriftsgemäßer Umweltverträglichkeitsprüfungen
  Fehlende Überwachung und Berichterstattung zum Umgang mit Abfällen und zu deren Lagerung   Verbesserung der Berichterstattung zu Abfällen, um deren Quellen und Lagerstätten zu identifizieren
Zwangsarbeit   Ausgliederung von Verpackungsarbeiten an ausländische Arbeitskräfte, die hierfür – gegen eine interne Vorschrift des Lieferanten – einen Monatslohn als Anwerbegebühr zahlen mussten   Einführung angemessener, wirksamer Richtlinien und Prozeduren, die sicherstellen, dass jede Form von Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft oder unfreiwilliger Beschäftigung von Gefangenen (einschließlich Menschenhandel und Sklaventum) unterbunden wird
  Arbeiter ohne Arbeitsgenehmigung infolge von Auslagerungen beschäftigt;
Zeitarbeitsverträge, die nicht mit der tatsächlich geleisteten Arbeit und den Gehaltsabrechnungen übereinstimmten
  Einführung angemessener, wirksamer Richtlinien und Prozeduren, die sicherstellen, dass jede Form von Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft oder unfreiwilliger Beschäftigung von Gefangenen (einschließlich Menschenhandel und Sklaventum) unterbunden wird
  Einbehalten der Pässe von Leiharbeitern durch ihren Arbeitgeber   Gewährleistung, dass die Ausweise der Mitarbeiter bei der Einstellung durch den Auftragnehmer, Arbeitsagenten oder Arbeitgeber nicht einbehalten werden
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz   Gewöhnliche Lampen anstelle von Antiexplosionsbeleuchtung im Lager für gefährliche Abfälle   Installation wichtiger Einrichtungen und Anlagen für Inspektion, Überwachung, Explosionsschutz und weitere wichtige Sicherheitsthemen
  Lager mit großen Mengen gefährlicher Chemikalien, wie Methanol oder Alkali, im Produktionsbereich platziert; Verletzung der chinesischen Vorschriften zum sicheren Umgang mit gefährlichen Chemikalien   Überprüfung der Chemikalien und ihrer Lagerung;
Umlagern gefährlicher Stoffe in ein Chemielager der Klasse A;
separate Lagerung gefährlicher Stoffe nach verschiedenen Kategorien;
tägliche Überprüfung des Status der Chemikalien und ihrer Lagerung
  Verletzung der chinesischen Richtlinie zu Brandschutz und Prävention in Gebäuden   Anpassung der Höhe der Feuerlöscher
  Ungeeignete Ausgänge im Produktionsbereich; Blockierung einiger Notausgänge durch Produkte; Notausgangstüren nicht leicht zu öffnen   Verfügbarkeit angemessener, leicht zu öffnender und nicht blockierter Ausgänge in allen Bereichen sicherstellen (Maßnahme abgeschlossen)
  Fehlende Brandschutzlizenz für Chemielager;
keine Baugenehmigung für Produktionsgebäude
  Einholen der relevanten Genehmigungen vor Betriebsbeginn
  Fehlender Leiterschutz im Lager für gefährliche Abfälle   Anbringen der Schutzeinrichtung
  Platzierung entzündlicher Chemikalien in der Produktionsstraße ohne geeignetes Prozessmanagement; Auffangen chemischer Reste in einer Tonne für ungefährliche Abfälle, keine separate Sammlung;
Verwendung von Alkoholbehälter auch für Schmutzwasser ohne Hinweis auf die veränderte Nutzung
  Gewährleisten, dass die Vorschriften für ein sicheres Management für gefährliche Chemikalien nachweislich eingehalten werden (Maßnahme abgeschlossen)
Löhne & Gehälter   Keine adäquate Bezahlung für Überstunden an regulären Feiertagen;
Grundlohn einiger Arbeiter unterhalb des lokal gültigen Mindestlohns
  Eine den Gesetzen entsprechende Bezahlung für alle Beschäftigten
Arbeitszeiten   Überstunden überschreiten die gesetzliche und nach SA8000 vorgeschriebene Höchstdauer   Aufsetzen eines mittel- und langfristigen Maßnahmenplans, um die rechtlichen Anforderungen Schritt für Schritt umzusetzen
Ich interessiere mich für das Engagement der Telekom im Bereich...