• Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2015
Corporate Responsibility Bericht 2015

Verbraucher- und Jugendschutz

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Der Schutz ihrer Kunden hat für die Telekom höchste Priorität. Sei es die Sicherheit persönlicher Daten oder die Verbannung jugendgefährdender Inhalte aus dem Netz – die Telekom steht für hohe Standards im Verbraucher- und Jugendmedienschutz. Ein Beispiel für das hohe Sicherheitsniveau unserer Produkte ist De-Mail, unser Dienst für die rechtssichere Identifizierung der Sender und Empfänger von E-Mails. Mit der von uns mitbegründeten Brancheninitiative E-Mail made in Germany“ setzen wir zudem einen neuen Sicherheitsstandard für die Versendung privater E-Mails. Kindern und Jugendlichen wollen wir einen kompetenten Umgang mit digitalen Medien ermöglichen und sie vor ungeeigneten Inhalten schützen. Dafür stärken wir ihre Medienkompetenz konzernweit in vielfältigen Projekten und engagieren uns mit verschiedenen Maßnahmen und Partnern für die Gestaltung eines kinderfreundlichen Netzes. Unsere Haltung haben wir in zahlreichen nationalen und internationalen Selbstverpflichtungen sowie internen Verhaltenskodizes bekräftigt. Dabei gehen wir oft weit über die nationalen gesetzlichen Regelungen hinaus.

Ziele

  • Verbraucher und Jugend schützen

Maßnahmen

  • Produktentwicklungen zum Datenschutz
  • Binding Corporate Rules Privacy
  • Förderung Medienkompetenz
  • Kooperationen und Allianzen

Kontrolle

  • Jährlicher Datenschutzbericht
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Datenschutz und Datensicherheit sind für uns von großer Bedeutung. Wir haben hierfür bereits 2008 ein eigenes Vorstandsressort eingerichtet und mit der Konzernrichtlinie Datenschutz („Binding Corporate Rules Privacy“) verbindlich konzernweit geregelt, wie personenbezogene Daten innerhalb der Telekom-Gruppe erhoben, gespeichert und weiterverarbeitet werden dürfen. In einem eigenen jährlichen Bericht Datenschutz und Datensicherheit informieren wir nicht nur transparent über alle unsere Aktivitäten und Maßnahmen, sondern ziehen auch Zwischenbilanz: Was hat die Telekom erreicht? Wo sieht die Politik den größten Handlungsbedarf? Und wie beurteilen Experten den Status quo bei Datenschutz und Datensicherheit?

Unsere Produkte und Dienste bieten seit jeher ein hohes Niveau an Datenschutz und Datensicherheit. Wachsende Datenmengen erfordern besondere Vorkehrungen zum Schutz der Privatsphäre der Bürger. Bereits seit 2013 gelten für unser Handeln deshalb acht verbindliche Leitsätze für den Umgang mit Big Data – großen Mengen personenbezogener Daten. Mit einem „Zehn-Punkte-Programm für mehr Sicherheit im Netz“ haben wir im Januar 2015 außerdem konkrete Maßnahmen zum Schutz von Daten und Infrastruktur beschlossen. Im Zuge dessen haben wir neue Schutzprodukte entwickelt, darunter die Mobile Encryption App img zur Verschlüsselung der gesamten Mobilfunk-Kommunikation.

Auch in der Entwicklung unserer übrigen Produkte und Dienste spielen Datenschutz- und Sicherheitsaspekte eine wesentliche Rolle. Mithilfe des „Privacy and Security Assessment“(PSA)-Verfahrens werden unsere Systeme bei jedem Entwicklungsschritt auf ihre Sicherheit überprüft. Dies gilt für neu entwickelte Systeme ebenso wie für bestehende, die technisch oder in der Art der Datenverarbeitung angepasst werden. Außerdem dokumentieren wir mithilfe eines standardisierten Verfahrens den Datenschutz- und Datensicherheitsstatus unserer Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus. Jugendschutzkriterien fließen ebenfalls in die Entwicklung unserer Dienste und Produkte ein. In Deutschland beziehen wir bei Fragen der Planung und Gestaltung jugendschutzrelevanter Angebote unsere Jugendschutzbeauftragte ein, die Beschränkungen oder Änderungen vorschlagen kann. Wir haben uns 2013 außerdem verpflichtet, in jeder Landesgesellschaft innerhalb der EU für jugendschutzrelevante Themen einen Child Safety Officer (CSO) zu benennen. Daraufhin beriefen wir 2014 in allen unseren europäischen Märkten mindestens einen CSO. Der CSO ist zum einen zentraler Ansprechpartner für gesellschaftliche Akteure des jeweiligen EU-Markts. Zum anderen nimmt er intern eine Schlüsselrolle bei der Koordinierung jugendschutzrelevanter Themen ein. Diese Maßnahme erhöht somit das konsistente und transparente Engagement der Telekom im Bereich Jugendschutz.

Strategischer Ansatz zum Jugendmedienschutz
Unsere Strategie zum Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Nutzung digitaler Medien ruht auf drei Säulen: Wir

  • stellen attraktive und altersgerechte Angebote für Kinder bereit und geben Erziehungsberechtigten Instrumente (Filter) an die Hand, mit denen sie den Zugang Minderjähriger zu gefährdenden Inhalten unterbinden können,
  • beteiligen uns an der Bekämpfung von Kindesmissbrauch und dessen Darstellung und
  • fördern den Aufbau von Medienkompetenz im sicheren Umgang mit den Angeboten im Netz.

Darüber hinaus arbeiten wir eng mit Strafverfolgungsbehörden und NGOs sowie anderen Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen, um kinder- und jugendgefährdende Inhalte aus dem Netz zu verbannen. In Deutschland haben wir unsere Verpflichtung zum Jugendmedienschutz in entsprechenden Grundsätzen fixiert und Mindeststandards implementiert. EU-weit verpflichteten wir uns bereits 2007, die Darstellung von Kindesmissbrauch im Internet zu bekämpfen. Auf globaler Ebene sind wir seit 2008 im internationalen Verband der Mobilfunk-Anbieter GSMA, der dasselbe Ziel verfolgt. Um unser Vorgehen im Konzern besser zu koordinieren, verabschiedeten wir darüber hinaus im Oktober 2013 einen international gültigen Katalog mit verbindlichen Rahmenvorgaben für unsere Aktivitäten im Jugendmedienschutz und setzten damit in unseren Märkten neue Standards. Jede Landesgesellschaft in der EU kann die darin enthaltenen Vorgaben an die jeweiligen kulturellen Gegebenheiten und Geschäftsmodelle anpassen, weitergehende Maßnahmen beschließen und so zusätzlich eigene strategische Schwerpunkte setzen.

Da der Jugendmedienschutz eine branchenübergreifende Herausforderung darstellt, kooperieren wir mit verschiedenen Jugendschutzorganisationen und beteiligen uns an Allianzen, die das Engagement der Akteure aus der Internet- und Medienwirtschaft koordinieren. Beispielsweise wirken wir mit an der „CEO Coalition to make the Internet a better place for kids“, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Internet zu einem sichereren Ort für Kinder zu machen. Eine führende Rolle übernehmen wir außerdem in der „ICT img Coalition for the Safer Use of Connected Devices and Online Services by Children and Young People in the EU“. Mit ihr verfolgen wir einen umfassenden, auf sechs Prinzipien beruhenden branchenübergreifenden Ansatz, der ausdrücklich auch den Aufbau von Medienkompetenz einschließt.

Im Rahmen beider Allianzen kündigte die Telekom im Januar 2013 die Umsetzung eines EU-weiten, auf den Prinzipien der ICT Coalition beruhenden Maßnahmenpakets an. Die ICT Coalition publizierte im April 2014 einen Jahresbericht zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen bei allen in der ICT Coalition vertretenen Unternehmen. Der von einem unabhängigen Gutachter des Dublin Institute of Technology erstellte Report kommt zu dem Ergebnis, dass der Ansatz der Telekom zur Umsetzung der Prinzipen der ICT Coalition vorbildlich ist.

Die Telekom ist in Bezug auf den Datenschutz das vertrauenswürdigste Unternehmen der Telekommunikations- und Internet-Branche in Deutschland – zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für den Sicherheitsreport 2015. Generell wird dem Schutz der persönlichen Daten in Deutschland im internationalen Vergleich ein besonders hoher Stellenwert eingeräumt. Auf dieser Grundlage bieten wir unseren Kunden besonders sichere Rechenzentren an.

Unsere vielfältigen Datenschutzaktivitäten dokumentieren wir in unserem jährlichen Bericht Datenschutz und Datensicherheit. Die folgenden Beispiele geben einen kleinen Ausschnitt unserer Arbeit im Berichtszeitraum wieder.

Verschlüsselte E-Mails für alle
Die Telekom und das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) bieten ab Mitte 2016 mit der „Volksverschlüsselung“ eine einfache und kostenlose Möglichkeit an, E-Mails zu verschlüsseln. Die Lösung wird von der Telekom in einem Hochsicherheitsrechenzentrum betrieben. Sie soll kryptografische Methoden aus der Forschung für alle zugänglich machen. Kryptografische Schlüssel werden direkt auf dem Endgerät des Nutzers erzeugt und verbleiben ausschließlich in seiner der Hand: Sie befinden sich folglich zu keiner Zeit in den Händen des Betreibers der Infrastruktur. Zur Nutzung der Verschlüsselung genügen die Installation der Software und eine einfache, sichere Identifikation. Im ersten Schritt erfolgt die Authentifizierung über die etablierten Anmeldeverfahren der Telekom oder mithilfe des elektronischen Personalausweises. Später sind weitere Verfahren zur sicheren Identifikation geplant.

Telekom-Apps auf dem Prüfstand
Im Oktober 2015 überprüften die Datenschutz- und Datensicherheitsexperten der Telekom das Schutzniveau von 30 unternehmenseigenen Apps. Dabei lag der Fokus auf den Apps, die in den Download-Stores von Apple und Google am meisten nachgefragt sind, darunter das App-Magazin „We Care“. Unter anderem prüften sie, wie und wann die Apps die geforderten Datenschutzhinweise bereitstellen: Kann sich der Kunde bereits im Store – also noch vor dem Download der Software – ausreichend informieren? Wie detailliert sind die Datenschutzhinweise?

Die Tester waren insgesamt zufrieden mit dem Ergebnis: Vor allem für die Punkte Datensparsamkeit und Zweckbindung gab es gute Ergebnisse. Das bedeutet, dass die Apps keine persönlichen Daten der Nutzer speichern oder verwenden, die nicht für die Funktionsfähigkeit der jeweiligen App img benötigt werden. Die Tester konnten aber auch noch Verbesserungspotenzial ermitteln. Häufigster Kritikpunkt waren Schwächen bei den Datenschutzhinweisen, zum Beispiel bei der inhaltlichen Gestaltung oder der Auffindbarkeit innerhalb der App. Leider verwendeten auch noch nicht alle Apps das Privacy Icon der Telekom. Dabei handelt es sich um ein von der Telekom entwickeltes Datenschutzsymbol, das den Nutzer auf Privacy-by-Design-Funktionen hinweisen soll. Bei der Datensicherheit zeigte sich ebenfalls noch Optimierungspotenzial. Für die Schwachstellenanalyse banden die Sicherheitsexperten der Telekom das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (Fraunhofer SIT) mit ein. Diese stellten eine Prüfsoftware bereit, mit der kritische potenzielle Sicherheitslücken überprüft wurden, die von Angreifern bevorzugt genutzt werden. Die ermittelten Schwächen wurden detailliert festgehalten und behoben.

V-Datenschutzsiegel für die Telefonrechnung
Jeden Monat erstellt die Telekom allein im Privatkundensegment in Deutschland etwa 27 Millionen Telefonrechnungen. 2015 zertifizierte der TÜViT erneut die Abrechnungsprozesse bei der Telekom Deutschland. Hierbei bewerteten die Prüfer sowohl den Datenschutz als auch die IT-Sicherheit. Mit dem TÜV-Siegel bescheinigen sie der Telekom den gesetzeskonformen und sicheren Umgang mit den Daten ihrer Kunden.

Vorsicht vor gefälschten Rechnungen
Immer wieder versuchen Kriminelle, über gefälschte Telekom-Rechnungen Schadcode auf Rechnern zu verbreiten. Seit Februar 2015 versendet die Telekom ihre Online-Rechnungen mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen. Neben der persönlichen Anrede und Buchungskontonummer finden Kunden jetzt zusätzlich Straße und Hausnummer in ihrer RechnungOnline. Durch das fälschungssichere E-Mail-Siegel können Kunden authentische Online-Rechnungen der Telekom zweifelsfrei erkennen. Die hervorgehobene Darstellung in ihrem Posteingang gibt ihnen einen schnellen Überblick, ob die E-Mails tatsächlich von der Telekom stammen. Außerdem wurde eine neue Signatur eingeführt, die nicht sichtbar ist, beim E-Mail-Versand aber von den Internet-Providern ausgelesen wird. Anhand der Signatur können die Provider erkennen, ob die E-Mail von einem vertrauenswürdigen Absender stammt oder ob es sich um gefälschte E-Mails mit Telekom-Absender handelt.

Der Telekom-Sicherheitsratgeber im Netz
Informationen über Cyberkriminelle, Schadsoftware oder Phishingbetrug sind im Internet auf Tausende Webseiten verteilt. Die Website www.sicherdigital.de bündelt diese Infos und bietet den Besuchern so einen einfachen Zugang zu sicherheitsrelevanten Themen. Jugendliche, Erwachsene und Unternehmen finden nützliche Hinweise und konkrete Hilfe rund um die Themen Sicherheit und Datenschutz.

Auch die Ausgabe „Vertraulich“ unserer „We Care“-App informiert die Nutzer anschaulich darüber, wie gefährlich Hacker-Angriffe sein können und wie man sich davor schützen kann.

Beim Deutschen Sicherheitstag in Berlin im November 2015 hat die Telekom gleich drei Anerkennungen für ihre Sicherheitsmaßnahmen erhalten. Ausgezeichnet wurden die Facebook Privacy App img, das Bedrohungsmanagement und die Sicherheitspartnerschaft gegen Metalldiebstahl.

Die Jury hat entschieden: Die Telekom belegt in Deutschland in der Kategorie „Herausragender Errichter von Sicherheitstechnik“ mit ihrer Facebook Privacy App Platz eins. Die App zeigt ihrem Besitzer, wer seine persönlichen Inhalte sehen kann, wer ihn bei Facebook finden kann und wer auf seiner Chronik posten darf. Er kann seine Privatsphäre-Einstellungen mit nur einem Klick anpassen und so seine Privatsphäre besser schützen. 

Als „Herausragender Sicherheitsberater“ wurde das Bedrohungsmanagement der Telekom ausgezeichnet. Mit unserem Bedrohungsmanagement sorgen wir dafür, dass alle Mitarbeiter angst- und gewaltfrei arbeiten können. Jeder kann die Kollegen vom Bedrohungsmanagement einschalten bei plötzlichen physischen Annäherungen oder wenn sich jemand verfolgt fühlt, bei Androhung von physischer und psychischer Gewalt oder ungewöhnlichen Beobachtungen, etwa wenn andere Gewaltfantasien äußern. Zertifizierte Bedrohungsmanager haben in mehr als zwei Jahren etwa 200 Kolleginnen und Kollegen geholfen.

Weiterhin würdigte die Jury die SIPAM (Sicherheitspartnerschaft gegen Metalldiebstahl) als „Herausragende Sicherheitspartnerschaft“. Der Zusammenschluss von Verbänden und Unternehmen aus Logistik, Telekommunikation, Bergbau und Energieversorgung wurde 2012 auf Initiative der Telekom, der Deutschen Bahn, der RWE sowie des Verbands Deutscher Metallhändler gegründet. Die meisten Mitglieder betreiben kritische Infrastrukturen, die für Bevölkerung, Wirtschaft und Staat unabdingbar sind.

Als führender ICT-Anbieter unterstützen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten ein sicheres und positives Online-Erlebnis für Kinder und Jugendliche. Mit altersgerechten Websites und Inhalten bieten wir Kindern und Jugendlichen in Deutschland und anderen Ländern spannende und attraktive Inhalte im Netz an. Neben dem Angebot können sie im Internet aber auch auf andere, für sie ungeeignete Inhalte stoßen. Deshalb bieten wir Eltern Filter an, mit denen sie den Zugang zu jugendschutzgefährdenden oder entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten erschweren können. Eines der beiden Programme, die für einen Schutz vor gefährdenden Inhalten für unter 16- beziehungsweise unter 18-Jährige sorgen und hierfür von der „Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten“ (KJM) anerkannt wurden, ist unsere Kinderschutz Software. Mit ihr können Eltern (oder andere Erziehungsberechtigte) flexibel bestimmen, welche Inhalte für ihre Kinder (beziehungsweise Schützlinge) zugänglich sind.

Weiterhin haben wir in Deutschland den Kinder- und Jugendschutz-Browser „Surfgarten“ für iPhone, iPad und iPod Touch entwickelt. Sowohl unsere deutsche Kinderschutz Software als auch Surfgarten enthalten eine technische Lösung zum Erkennen der Altersklassifizierung von Websites. Auch haben wir in beide Softwarelösungen die Suchmaschine von fragFinn.de integriert.

Der Handy-Führerschein für Kinder
Auch im Mobilfunk bieten wir Lösungen an, die Kindern und Jugendlichen eine sichere Nutzung ermöglichen. Auf der IFA 2015 haben wir unseren neuen Familientarif Family Card Start vorgestellt, der vor allem für Kinder gedacht ist. In der Basisvariante der Family Card Start ist die kostenpflichtige mobile Datennutzung (nicht WLAN img) zunächst standardmäßig blockiert. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Anrufe zu kostenpflichtigen Sonderrufnummern und Mehrwertdiensten zu sperren. Zum Start des neuen Tarifs wurde im Rahmen der Kampagne mobiler Start auch unser Handy-Führerschein bei YouTube veröffentlicht. Mit dem Handy-Führerschein sollen Kinder für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone sensibilisiert werden.

Neben diesen Lösungen fördern wir auch mit unserer Initiative „Teachtoday“ eine sichere und kompetente Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen. Die Initiative unterstützt Kinder und Angehörige mit praxis- und alltagsnahen Tipps und Materialien.

Ein rigoroses Vorgehen gegen die Darstellung von Kindesmissbrauch im Internet gehört zum Selbstverständnis der Deutschen Telekom. Auf EU-Ebene verpflichteten wir uns bereits 2007 im „European Framework for Safer Mobile Use by Younger Teenagers and Children“ zu einer EU-weiten Bekämpfung der Darstellung von Kindesmissbrauch. Seit 2008 engagieren wir uns zudem im weltweiten Verbund mit Mobilfunk-Betreibern gegen die Verbreitung derartiger Inhalte.

Seit 2013 beteiligen wir uns außerdem an zwei branchenübergreifenden Zusammenschlüssen, die sich dem Kampf gegen Kindesmissbrauch im Internet verschrieben haben, der „CEO Coalition to make the Internet a better place for kids“ und der „ICT img Coalition for the Safer Use of Connected Devices and Online Services by Children and Young People in the EU“. 2014 erschien ein erster Jahresbericht der ICT Coalition. In ihm wird unser Engagement in diesem Bereich gewürdigt. Wir sind nach wie vor in beiden Bündnissen aktiv und bekennen uns uneingeschränkt zu deren Prinzipien.

Mitarbeit im Zentrum für Kinderschutz im Internet
Wie auch 2014 beteiligten wir uns im Berichtszeitraum weiterhin an der Arbeit des Zentrums für Kinderschutz im Internet (I-KiZ), eines Projekts des deutschen Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im Rahmen der Projektarbeit wurde bereits 2014 das Netzwerk gegen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern „Keine Grauzonen im Internet“ ins Leben gerufen. Das Netzwerk, das unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig steht, hat sich zum Ziel gesteckt, Darstellungen von Kindern und Jugendlichen in sexuellen Posen wirksamer zu bekämpfen und international zu ächten. Begonnen hat es seine Arbeit mit dem Aufbau eines Kompetenzzentrums zur Ausleuchtung der Grauzonen der sexuellen Ausbeutung im Internet.

T-Mobile Netherlands führt unter der Schirmherrschaft des Responsible Mobile Use Program verschiedene Maßnahmen durch:

Financial Responsibility Program
Angesichts der unterschiedlich begründeten finanziellen Schwierigkeiten vieler niederländischer Haushalte, die Mühe haben, ihre monatlichen Rechnungen zu bezahlen, hat T-Mobile Netherlands 2015 ein innovatives Programm zum Thema Umgang mit Geld aufgelegt. Das Programm verfolgt einen sehr innovativen, persönlichen Ansatz, der dem Unternehmen hilft, seine Kunden zu halten, und für die Gesellschaft etwas bewegt, indem er die Kunden bei der Überwindung der finanziellen Probleme unterstützt.
Das Programm basiert auf sechs Projekten, die durch ein fachübergreifendes Team von T-Mobile Netherlands und in Kooperation mit verschiedenen Partnern umgesetzt werden:

  1. Unterricht zum Thema Schuldenvermeidung in Schulen während der „Geldwoche“: Diese landesweite Projektwoche wird vom Finanzministerium organisiert und richtet sich vornehmlich an Grundschulen. Da 90 Prozent der Kinder ihr erstes Smartphone im Alter von elf oder zwölf Jahren geschenkt bekommen, bot T-Mobile Netherlands Unterrichtseinheiten an, in denen den Kindern erklärt wurde, wie sie hohe Kosten bei der Nutzung von Handys vermeiden und verantwortungsvoll mit dem Handy umgehen können. Es waren fast 150 Kollegen beteiligt, die diesen Gastunterricht vor über500 Kindern hielten. Dabei nutzen sie Materialien, die vom Unternehmen bereitgestellt wurden. 2016 sollen 10 000 Kinder erreicht werden.

     


     

  2. Financial Cafés 2.0: In Gemeindezentren und Bibliotheken betreibt die NGO Humanitas sogenannte Financial Cafés, bei denen Menschen mit finanziellen Problemen einfach vorbeikommen und Hilfe von ehrenamtlichen Mitarbeitern oder Sozialarbeitern in Anspruch nehmen können. In Version 2.0 stimmen sich große Unternehmen wie T-Mobile Netherlands bei der Suche nach einer Lösung ab, wie die Kunden in ihrer finanziellen Notlage trotzdem ihre Rechnungen begleichen können. Die Koordination erfolgt durch ehrenamtliche Mitarbeiter von Humanitas. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter erhalten eine Schulung zu den Inkassoverfahren von T-Mobile und können mit einem direkten Ansprechpartner im Unternehmen kommunizieren. Dieses wiederum kann seine Mahnprozesse fairer und sozial verträglicher gestalten und dadurch verbessern.
     
  3. Bündnis gegen Armut: Diese Partnerschaft von Geschäftsbanken, Versicherungen, Energieversorgern, Gerichtsvollziehern, Inkassounternehmen, Universitäten und Steuerbehörden wurde zur präventiven und aktiven Bekämpfung von Armut in niederländischen Privathaushalten ins Leben gerufen.
     
  4. Über 600 000 Menschen in den Niederlanden sind arbeitslos, darunter nicht nur Menschen über 40, sondern auch 20- bis 30-Jährige. Viele von ihnen haben Schulden und stehen vor erheblichen Problemen. Zur Teilhabe an Gesellschaft und Arbeitsmarkt ist die telefonische Erreichbarkeit jedoch enorm wichtig. T-Mobile Netherlands kooperiert mit den Kommunalverwaltungen, um an arbeitslose und verschuldete Menschen spezielle SIM-Karten zu vergeben, für die günstige Sondertarife gelten. Neben den SIM-Karten bietet T-Mobile Netherlands Bewerbertraining, Kurzpraktika, Schulungen zu Soft Skills und Workshops zur Schuldenvermeidung an.
     
  5. Ein Team von T-Mobile-Mitarbeitern wendet sich telefonisch einfühlsam an Kunden, die mit dem Mahnwesen konfrontiert sind. Statt sie zur Zahlung aufzufordern, werden die Kunden gefragt „Wie geht es Ihnen? Wir schätzen Sie als treuen Kunden. Können wir Ihnen helfen?“ Dies geschieht unter der Annahme, dass im Grunde alle Kunden zahlungswillig sind und sich auch für Menschen in finanzieller Bedrängnis stets eine passende Lösung finden lässt.
     
  6. Schuldenvermeidung durch Produktdesign: Als Telekommunikationsanbieter fühlt sich T-Mobile Netherlands dafür verantwortlich, seine Kunden vor Betrug, unerwarteten Kosten, hohen Rechnungen, Abschluss von zu teuren Verträgen und Telefonschulden zu schützen. T-Mobile Netherlands hat deshalb neue Dienste (Stel Samen Stel Bij) eingeführt, mit denen die Kunden die Nutzung ihres Vertrags jederzeit anpassen können. Mit der App img von T-Mobile haben Kunden in Echtzeit Einblick in aktuelle Kosten- und Nutzungsdaten. Bei starker Nutzung der Geräte wendet sich das Unternehmen umgehend an die betroffenen Kunden, um ihnen unerwartet hohe Rechnungen zu ersparen. Ist ein Kunde nicht erreichbar, werden die Leistungen vorübergehend ausgesetzt.

Sicherheit im Straßenverkehr
Im September 2014 starteten das niederländische Verkehrsministerium und die Organisation „Safe Traffic in the Netherlands“ die Kampagne „Keep Your Eyes on the Road“ zur sicheren Handy-Nutzung im Straßenverkehr. T-Mobile Netherlands war das erste Telekommunikationsunternehmen, das sich dieser Kampagne anschloss und sie durch Flyer in Shops und insbesondere auch in den sozialen Medien unterstützte. Eine ähnliche Initiative wurde zur Förderung des sicheren Fahrradverkehrs ins Leben gerufen, da 20 Prozent aller Fahrradunfälle in den Niederlanden durch die Nutzung sozialer Medien im Straßenverkehr verursacht werden. Die „fietsmodus-app“ aktiviert auf dem Handy einen Offline-Modus im Straßenverkehr, der ähnlich funktioniert wie der Flugzeugmodus. 2015 hat T-Mobile Netherlands diese Kampagne ausgebaut und auf die Marke T-Mobile zugeschnitten. Dazu wurden ein Promo-Film mit einem Auftritt des CEO produziert und zusätzliche Preise ausgelobt. Einer dieser Preise ist ein T-Mobile-Fahrrad. Das Ergebnis: Die Zahl der App-Nutzer hat sich mehr als verdoppelt.


De Kindertelefoon
Seit 2010 unterstützt T-Mobile das Kindersorgentelefon „De Kindertelefoon“, bei dem insbesondere Kinder und Jugendliche anonym Hilfe anfordern können. T-Mobile gibt Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, kostenlos mit dem Handy beim „Kindertelefoon“ anzurufen. Im Jahr 2015 wurde das Sorgentelefon fast 600 000 Mal genutzt.

Ich interessiere mich für das Engagement der Telekom im Bereich...