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Corporate Responsibility Bericht 2015

Mobilfunk und Gesundheit (EMF)

Elektromagnetische Felder (EMF img) sind ein wesentlicher Baustein unserer vernetzten Welt – auch wenn wir sie nicht direkt wahrnehmen können. Ihre gesundheitlichen Auswirkungen werden immer wieder diskutiert. Für ihre Verwendung im Mobilfunk ist es von grundlegender Bedeutung, sicherzustellen, dass von ihnen keine Belastung für Mensch oder Umwelt einhergeht.

Die Wirkung elektromagnetischer Felder wurde in den letzten Jahrzehnten durch zahlreiche wissenschaftliche Studien gründlich erforscht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung und gab zuletzt im Oktober 2014 hierzu eine Stellungnahme ab. Darin kommt sie zum Schluss, dass die geltenden Grenzwerte für elektromagnetische Felder die sichere Nutzung des Mobilfunks gewährleisten, aber weiterer Forschungsbedarf besteht.

Die Telekom hat sich zu einer aktiven Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Forschung zu Mobilfunk und Gesundheit verpflichtet und informiert auf der Konzernwebsite ausführlich über den aktuellen Stand der Technik und der wissenschaftlichen Risikobewertung durch Expertengremien.

Ziele

  • Schutz der Gesundheit

Maßnahmen

  • EMF-Policy
  • Freiwillige Selbstverpflichtung

Kontrolle

  • Evaluation der EMF-Policy

Unser Ziel ist es, unsere Mobilfunk-Infrastruktur und unsere neuen Produkte sowie die zugrunde liegenden Prozesse so ressourceneffizient, sicher und gesundheitsverträglich wie möglich zu gestalten und weiterzuentwickeln. In Deutschland liefern hierfür insbesondere die freiwillige Selbstverpflichtung der Mobilfunk-Betreiber sowie die Verbändevereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden den Rahmen. Die Umsetzung der freiwilligen Selbstverpflichtung wird alle zwei Jahre überprüft. Zuletzt übergab das Informationszentrum Mobilfunk e.V. der deutschen Bundesregierung hierzu im Mai 2014 ein umfassendes Gutachten. Das nächste Gutachten wird im Frühjahr 2016 der Bundesregierung übergeben. Aufgrund der Veränderungen in der deutschen Mobilfunk-Branche, die zur Reduktion der Mitgliedsunternehmen führte, wurde das Informationszentrum Mobilfunk e.V. Ende 2015 geschlossen. Die Telekom Deutschland wird aber weiterhin ihren Informationsverpflichtungen, die sie auf Basis der freiwilligen Selbstverpflichtung eingegangen ist, nachkommen, indem sie gemeinsam mit Telefónica das Informationsportal www.informationszentrum-mobilfunk.de unterstützt.

Eine übergeordnete Rolle spielt unsere 2004 verabschiedete, konzernweit gültige EMF-Policy. Diese beinhaltet einheitliche Mindestanforderungen für den Bereich Mobilfunk und Gesundheit, die weit über die jeweiligen nationalen gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Mit ihr geben wir den Landesgesellschaften einen verbindlichen Rahmen vor, um einen konzernweit einheitlichen, verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema „Mobilfunk und Gesundheit“ sicherzustellen. Sämtliche Landesgesellschaften haben die EMF-Policy formell anerkannt und die geforderten Maßnahmen weitestgehend umgesetzt.

Mit der EMF-Policy verpflichten wir uns zu folgenden Maßnahmenpaketen:

  • Transparenz: Wir setzen uns für Offenheit in allen Belangen des Mobilfunks ein. Sämtliche relevanten Informationen über unsere Mobilfunk-Anlagen in Deutschland sind öffentlich zugänglich, beispielsweise über die EMF-Datenbanken der Bundesnetzagentur.
  • Information: Wir stellen verständliche Verbraucherinformationen bereit und betreiben eine sachliche und fundierte Informationspolitik. Auf der Konzernwebsite bieten wir Interessierten aktuelle Informationen an. Außerdem klären wir unsere Kunden in den Produktinformationen über die SAR-Werte der Geräte auf. Informationen hierzu sind außerdem in vielen unserer Shops, über unsere kostenlose Umwelt-Hotline oder per E-Mail erhältlich.
  • Partizipation: Beim Netzausbau setzen wir auf enge Zusammenarbeit und einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten, zum Beispiel Kommunen. Es ist unser Ziel, einvernehmliche Lösungen zu finden und tragfähige Kompromisse auszuhandeln. Wichtige Voraussetzungen hierfür sind ein fairer Umgang mit kritischen Argumenten und die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen.
  • Wissenschaftsförderung & Partnerschaft: Unsere Leitlinien verlangen zielgerichtete Forschungsförderung, fachliche Exzellenz, Transparenz, Objektivität und Verständlichkeit.

Die Umsetzung der EMF-Policy wird quartalsweise evaluiert. Die Ergebnisse nutzen wir, um einzelne Aspekte zu verbessern und gemeinsam in verschiedenen Arbeitsgruppen wie dem „EMF img Core Team“ oder der „EMF Technical Working Group“ Lösungen zu erarbeiten.

Wir verfolgen das Ziel, die EMF-Policy konzernweit lückenlos umzusetzen. Hierbei unterstützen wir die Landesgesellschaften mit spezifischen Arbeitsinstrumenten. Beispielsweise formulierten wir einheitliche Grundsätze für Forschungsförderung und veröffentlichten diese auf der Telekom-Website. Die Landesgesellschaften werden diese für ihre Förderprogramme nutzen. Darüber hinaus setzen wir bewusst auf die Eigeninitiative der Landesgesellschaften und ermutigen sie, auch wenn sie die EMF-Policy bereits vollständig implementiert haben, ihre Maßnahmen stetig weiter zu verbessern. Hierbei spielt der Dialog zwischen den Telekom-Landesgesellschaften und anderen Netzbetreibern sowie Verbrauchern, Politikern und der Wissenschaft eine zentrale Rolle.

Regelmäßige Monitorings zeigen uns, dass in allen Handlungsfeldern an der Umsetzung der EMF-Policy gearbeitet wird. Zugleich optimieren wir bestehende landesspezifische Maßnahmen weiter:

  • Bis Jahresende 2015 führte das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) in Deutschland Messkampagnen durch, um die Bevölkerung und Stakeholder img über EMF img zu informieren. Im Oktober 2015 veröffentlichte das IZMF eine Studie zur Erfassung von Hochfrequenzimmissionen in Alltagssituationen. Das Ergebnis: Die Bevölkerung ist im Alltag nur in geringem Maße den Funkwellen von umgebenden Rundfunk- und Mobilfunk-Sendern, WLAN-Netzwerken, Mobilfunk-Endgeräten und DECT-Telefonen ausgesetzt. Das Telefonieren mit dem eigenen Mobiltelefon lässt die Werte zwar ansteigen – diese bleiben aber in Summe deutlich unter den Grenzwerten.
  • Der Bayerische Mobilfunkpakt wurde im Herbst 2015 auf der Basis der Vereinbarung aus dem Jahr 2011 unbefristet verlängert.
  • In Österreich hat das Forum Mobilkommunikation (FMK) mit dem neu geschaffenen BürgerInnen Forum Mobilkommunikation allen interessierten Bürgern die Möglichkeit gegeben, direkt und online Fragen zum Mobilfunk zu stellen. Mit der Zeit entwickelt sich das BürgerInnen Forum zu einer Wissensplattform, die mithilfe der Suchfunktion auf die wichtigsten Fragen die richtigen Antworten kennt.
Ich interessiere mich für das Engagement der Telekom im Bereich...