• Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
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Corporate Responsibility Bericht 2015

Ressourceneffizienz und Umweltschutz

Wir arbeiten intensiv daran, die Energieeffizienz unserer Netze zu verbessern. Hier sehen wir den größten Hebel, um unsere Klima- und Umweltbelastungen zu reduzieren. Darüber hinaus achten wir auf einen sparsamen Umgang mit knappen Ressourcen und zielen darauf ab, konzernweit die Abfallmengen zu reduzieren. Ergänzend sorgen wir für ein Recycling der im Abfall enthaltenen Wertstoffe wie beispielsweise Kupfer oder Blei aus Altkabeln.

Ziele

  • Ressourceneffizienz steigern

Maßnahmen

  • Managementsystem für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz
  • Internationaler Rahmen für das Abfallmanagement

Kontrolle

  • Abfallmengen
  • ESG KPI Handy-Rücknahme
  • Flächenverbrauch

Mit unserem Managementsystem für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz („Health, Safety and Environment“, HSE img) verpflichten wir uns, unsere Leistungen in diesen Bereichen kontinuierlich zu verbessern. Es beruht auf den internationalen Standards OHSAS 18001 für Arbeits- und Gesundheitsschutz und ISO 14001 img für Umweltmanagement.

Unsere Ressourceneffizienz wollen wir konzernweit steigern, indem wir kontinuierlich unser Abfallaufkommen senken und unsere Recyclingprozesse verbessern. Um wertvolle Ressourcen zurückzugewinnen, unterstützen wir auch Handy-Sammel-Aktionen. Dazu haben wir den ESG KPI img Handy-Rücknahme etabliert, der die Anzahl in Umlauf gebrachter Mobiltelefone ins Verhältnis zur Anzahl zurückgenommener Altgeräte setzt.

Unser Abfallaufkommen erfassen wir regelmäßig konzernweit. Mit unserem „Internationalen Rahmen für das Abfallmanagement“ stellen wir einheitliche Grundsätze für alle Gesellschaften der Deutschen Telekom sicher. Auf dieser Basis müssen die Landesgesellschaften in eigener Verantwortung messbare Ziele festlegen und ihre Umsetzung überwachen. Dieses Vorgehen sowie der Verzicht auf quantitative Vorgaben machen es möglich, flexibel auf landes- und unternehmensspezifische Rahmenbedingungen einzugehen.

Auch an den Arbeitsplätzen steht bei der Telekom Ressourceneffizienz im Vordergrund. Wir verwenden Recyclingpapier, setzen auf den Einsatz energieeffizienter Multifunktionsdrucker und fördern den Einkauf umweltschonenden Büromaterials. Um den Papierverbrauch im Konzern zu senken, bittet die Telekom ihre Mitarbeiter, auf die postalische Gehaltsabrechnung zu verzichten und stattdessen ein „De-Mail-Postfach“ zu nutzen. Rund 20 Prozent der Mitarbeiter verzichten bereits auf den Postversand. Um noch mehr Mitarbeiter dafür zu begeistern, wurde im Frühjahr 2016 die „Klick dich grün“-Mitarbeiterkampagne ins Leben gerufen. Unter diesem Motto engagiert sich die Telekom finanziell für ein Aufforstungsprojekt im Darmstädter Westwald.

Die Umsetzung eines nach konzernweit einheitlichen Prinzipien organisierten Abfallmanagements liegt in der Verantwortung der Landesgesellschaften. Auf Grundlage unseres 2013 verabschiedeten „Internationalen Rahmens für das Abfallmanagement“ entwickeln sie hierzu eigene Abfallstrategien beziehungsweise aktualisieren ihre bereits bestehenden Strategien und legen dafür auch entsprechende Ziele fest: Im Vordergrund steht dabei die Reduktion gefährlicher Abfälle. Eine internationale Abfrage zum Stand dieses Implementierungsprozesses ist in Planung. Damit wollen wir einen zentralen Überblick über den Stand der Strategieentwicklung und Zieldefinition gewinnen.

Anforderungen an ein konzernweites Kupferkabelrecycling
Aktuell stellt sich vor allem die Aufgabe, die Kupferkabel zu entsorgen, die über Jahrzehnte Hauptbestandteil der Telefonleitungen waren. Sie werden im Rahmen des Glasfaserausbaus teilweise ersetzt. Damit die Landesgesellschaften bei der Wiederverwertung und Entsorgung von Altkabeln unsere Erwartungen an ein verantwortungsvolles Abfallmanagement erfüllen können, benötigen sie noch Unterstützung. Unsere Abfallexperten erstellten hierzu einen Entwurf mit Anforderungen an das Recycling von Kupferkabeln und legten diesen den Landesgesellschaften zur Abstimmung vor. Daraus ist eine konzernweit verbindliche Richtlinie hervorgegangen, die im Januar 2016 eingeführt wurde.

Bis 2018 wird unser gesamtes Netz auf IP-Technologie umgestellt. Mit dem Umbau der Technik werden wir in den nächsten Jahren tonnenweise alte Elektronik demontieren. Unser Ziel ist es, wertvolle Metalle wie Gold und Tantal aus dem anfallenden Elektroschrott zurückzugewinnen.

Das in den Kondensatoren verarbeitete Tantal wird aus Coltan-Erz gewonnen. Dieses gilt als Konfliktrohstoff. Deshalb ist das Recycling eine wichtige Maßnahme, um eine konfliktfreie Herstellung von Kondensatoren zu ermöglichen.

Mit dem Ziel, die optimale Methode für Demontage („Entstückung“) und Recycling von Tantal-Kondensatoren zu entwickeln, führen wir seit 2013 ein Projekt mit dem bifa Umweltinstitut durch. In der Pilotphase fand die Entstückung der Tantal-Kondensatoren manuell statt, da chemische oder thermische Verfahren hierfür nicht geeignet sind.

2015 untersuchten wir weitere Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Entstückung von Tantal-Kondensatoren. Um den aktuellen Stand der Forschung zu den verschiedenen Methoden des Tantal-Recyclings hierbei einzubeziehen, führte die Telekom gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe ein Expertengespräch mit Vertretern verschiedener Forschungs- und Recyclingeinrichtungen durch. 2016 wollen wir ein optimales Verfahren auswählen, um dieses anschließend in den Wirkbetrieb zu überführen.

Das Recyclingprogramm zur Rücknahme von Batterien, Druckerpatronen und Handys wurde im Juni 2013 ins Leben gerufen. Ziel ist es, Recyclingmaßnahmen in den Vertriebsstellen von COSMOTE-GERMANOS auszubauen und das gesellschaftliche Umweltbewusstsein allgemein zu stärken. 2015 war das Programm in über 460 Verkaufsstellen angelaufen und es wurden ca. 50 Tonnen Batterien, Druckerpatronen und Handys gesammelt. Anlässlich des Weltumwelttages wurde in den Vertriebsstellen von COSMOTE-GERMANOS eine zweiwöchige Werbekampagne durchgeführt, bei der Kunden für die Abgabe ihrer alten Mobilgeräte einen Rabatt von bis zu 20 Euro auf ein neues Smartphone oder Tablet-Gerät erhalten haben.

Für jede Tonne an Handys, die zwischen Juni 2014 und Dezember 2015 gesammelt wurden (insgesamt 15 Tonnen), ging eine Spende von000 Euro an zwei gemeinnützige Umweltschutzorganisationen (Callisto und Philodassiki Enossi Athinon), die Bildungsprogramme für Schulen organisieren, insbesondere im Bereich des Wald- und Wildtierschutzes.

2015 hat T-Systems Iberia ein Umweltmanagementprogramm aufgelegt, das folgende Maßnahmen umfasst:

Ausweitung der ISO 14001-Zertifizierung auf den Standort Cerdanyola
Nachdem die zentralen Standorte von T-Systems Iberia in Barcelona und Madrid gemäß ISO 14001 img zertifiziert worden waren, stand die Zertifizierung des neuen Rechenzentrums in Cerdanyola auf dem Plan. Zu diesem Zweck wurden eine Lückenanalyse durchgeführt, ein auf gesetzlichen Vorgaben und anderen relevanten Aspekten beruhender Maßnahmenplan erstellt sowie Kommunikations- und Schulungsmaßnahmen aufgelegt; zudem fand ein internes Audit img statt. Nachdem das Rechenzentrum in Cerdanyola alle Anforderungen zu ISO 14001 erfüllt hatte, wurde die DEKRA mit einem externen Audit beauftragt. Aufgrund des positiven Ergebnisses gilt die ISO 14001-Zertifizierung nun auch für diesen Standort.  

Verringerung des Papierverbrauchs am Standort Cerdanyola
Schon 2014 ergab eine Wesentlichkeitsanalyse, dass eine Verringerung des Papierverbrauchs, insbesondere am Standort Cerdanyola, ein wichtiger Aspekt des Umweltmanagements im Unternehmen ist. Aufgrund der Analyse und im Hinblick auf die ISO 14001-Zertifizierung setzte T-Systems Iberia sich das Ziel, den Papierverbrauch an diesem Standort bis Ende 2015 umProzent zu senken. Die Mitarbeiter wurden durch verschiedene Kampagnen zum verantwortungsvollen Umgang mit Papier aufgerufen. Darüber hinaus richtete das Unternehmen ein Verfahren zur Kontrolle des Papierverbrauchs ein (Paper Warehouse Custody). Mit diesem Maßnahmenbündel konnte eine beeindruckende Verringerung des Papierverbrauchs um 30 Prozent erreicht werden.

Senkung des Energieverbrauchs
Zur Verringerung der durch fossile Brennstoffe bedingten CO2-Emissionen wurde der Standort von T-Systems Iberia in Barcelona (22@) im Oktober 2015 an das Fernwärme-/Fernkühlungsnetz des Betreibers Districlima angeschlossen. Districlima erzeugt mithilfe hocheffizienter Technologien Energie aus Abfällen (kommunale oder sonstige Feststoffabfälle). Herkömmlichen Einrichtungen zur Gebäudeheizung bzw. -kühlung wie Boiler oder Kühlaggregate werden dadurch überflüssig. Der Stromverbrauch ging im Oktober und November dementsprechend um 14 Prozent zurück. Der Gesamtenergieverbrauch an diesem Standort konnte 2015 umProzent gesenkt werden.

Im Jahr 2015 zog die Telekom allein in Deutschland800 Tonnen Kupferkabel aus Kabelkanalanlagen. Diese werden in zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben umweltgerecht aufbereitet. Bis zu 90 Prozent des Materials werden anschließend dem Rohstoffmarkt wieder zugeführt.

Das Artensterben schreitet weltweit voran. Die Folgen sind schwer absehbar. Eine der Hauptursachen ist der zunehmende Flächenverbrauch für Industrie, Landwirtschaft und Verkehr. Um unsere Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität wirksam steuern zu können, haben wir 2014 untersucht, wie groß der Flächenverbrauch durch unsere Geschäftstätigkeit in Deutschland ist. In die Analyse wurden auch die vorgelagerten, global verzweigten Wertschöpfungsketten einbezogen. Im Ergebnis bestätigt die Studie unsere Einschätzung, dass das Thema Flächenverbrauch in Bezug auf unsere Umweltauswirkungen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle spielt. Unsere Geschäftstätigkeit hat vorwiegend am Anfang unserer Wertschöpfungskette, in geografisch entfernten Regionen, Auswirkungen auf die Biodiversität. Unser Einfluss ist hier allerdings nur sehr gering. Dennoch versuchen wir beispielsweise über unser Lieferantenmanagement unseren Einfluss zu erhöhen. Zusammenfassend stellt die Studie über die gesamte Wertschöpfungskette einen Flächenverbrauch von730 Quadratkilometern pro Jahr fest. Dies entspricht in etwa der doppelten Fläche von Berlin. 14 Prozent davon entfallen auf Flächen, die nach den Kriterien der gemeinnützigen Organisation Conservation International eine stark überdurchschnittliche Biodiversität aufweisen.

Im direkten Umfeld unserer Standorte haben wir einen größeren Einfluss auf den Erhalt und die Aufwertung artenreicher Lebensräume. Deshalb engagieren wir uns mit kompetenten Partnern für den Naturschutz vor Ort.

Renaturierung artenreicher Lebensräume
Mit Spenden aus den Erlösen der Handy-Rücknahme unterstützen wir bereits seit dem Jahr 2000 Naturschutzprojekte der Deutschen Umwelthilfe (DUH). 2015 spendeten wir unter anderem an das Verbundprojekt „Lebendiger Rhein“: Es zeigt anhand von exemplarischen Maßnahmen, wie an der meistbefahrenen Binnenwasserstraße Europas wieder mehr Raum für Flussnatur geschaffen werden kann. Ein weiteres Projekt der DUH, das wir bereits seit mehreren Jahren unterstützen, ist der Naturschutzfonds „Lebendige Wälder“. Eine Auswahl der geförderten Projekte kann unter folgendem Link eingesehen werden: www.handysfuerdieumwelt.de.

2015 konnten wir den Anteil von 35 Prozent nachhaltiger Büromaterialien am gesamten Bestellvolumen in diesem Bereich beibehalten. Durch eine Straffung des Portfolios aufgrund Kostenoptimierungszielen betrug der Anteil von Artikeln, die besondere Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, 22 Prozent. Zu diesen Kriterien gehört beispielsweise die Zertifizierung von Papier mit dem Umweltsiegel Blauer Engel.

Ich interessiere mich für das Engagement der Telekom im Bereich...