• Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2015
Corporate Responsibility Bericht 2015

Klimaschutzstrategie

Inhalt durch PwC geprüfticon_check

Auf der internationalen Klimakonferenz in Paris im Jahr 2015 haben 195 Staaten verbindliche Klimaschutzziele vereinbart. Als Telekommunikationsunternehmen wollen wir unseren Beitrag zur Erreichung des Zwei-Grad-Ziels von Paris leisten. Schon seit Jahren setzen wir uns für eine kohlenstoffarme, nachhaltige Zukunft ein. Unsere Produkte und Dienste unterstützen unsere Kunden dabei, CO2 zu sparen – zum Beispiel kann der Verkehrsfluss im Hamburger Hafen in Echtzeit effizienter gesteuert werden oder Landwirte können Mehrfachüberfahrten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen vermeiden. Das Angebot an solchen Lösungen bauen wir konsequent aus. Darüber hinaus haben wir in unserer Klimaschutzstrategie das Ziel festgeschrieben, unsere eigenen absoluten CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2008 zu senken. Dafür investieren wir beispielsweise in effiziente Netztechnologien, verbessern das Energiemanagement unserer Gebäude und definieren für unsere Dienstwagenflotte klare CO2-Obergrenzen.

Ziele

  • Senkung der CO2-Emissionen um 20 Prozent bis 2020 (in absoluten Werten)

Maßnahmen

  • Modernisierung und Optimierung von Netzinfrastruktur und Gebäuden
  • Optimierung und Virtualisierung von Rechenzentren
  • Senkung der Kraftstoffverbräuche durch Reduzierung und Optimierung unserer Flotte

Kontrolle

  • KPI Energieverbrauch
  • KPI CO2-Emissionen
Inhalt durch PwC geprüfticon_check

„Wir übernehmen Verantwortung für eine klimafreundliche Gesellschaft“ lautet ein wichtiges Handlungsfeld unserer CR-Strategie. Mit dem 2013 beschlossenen konzernweiten Klimaschutzziel, unsere CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber 2008 um 20 Prozent zu senken (ohne T-Mobile USA), wollen wir dieser Verantwortung entsprechen. Hierzu haben wir Maßnahmen definiert und Messinstrumente entwickelt.

Messbare Erfolge im Klimaschutz
Um zu erkennen, wie unsere Klimaschutzmaßnahmen greifen, erfassen wir deren direkte Auswirkungen mit den beiden KPI img Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Sie dienen uns außerdem dazu, unsere Stakeholder img über unsere Fortschritte auf dem Weg zu unserem Klimaziel zu informieren. Darüber hinaus arbeiteten wir 2015 an neuen KPIs, die zum einen den Energieverbrauch und zum anderen die CO2-Emissionen mit dem transportierten Datenvolumen in Verbindung setzen. Die Einführung dieser Kennzahlen planen wir für 2016.

Messung direkter und indirekter Emissionen
Wir messen unsere CO2-Emissionen unter anderem auf der Grundlage des international anerkannten Standards des Greenhouse Gas (GHG) Protocol. Dieser unterscheidet drei Kategorien von CO2-Emissionen nach 1, 2 und 3. In den vergangenen Jahren haben wir die Messung der GHG Scope-1- und Scope-2-Emissionen img konzernweit etabliert. Die gemessenen Daten verwenden wir für unseren KPI CO2-Emissionen. Seit 2013 erheben wir zudem alle für unser Unternehmen relevanten Scope-3-Emissionen img unseres Deutschlandgeschäfts. 2015 haben wir erstmals auch die Scope-3-Emissionen weiterer Landesgesellschaften erfasst. Bis Ende 2016 soll ihre Erhebung auf den gesamten Konzern ausgedehnt werden.

Kooperation für Innovation und Klimaschutz
Ein wirksamer Klimaschutz erfordert gemeinsame Anstrengungen von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Um entschlossen für den Klimaschutz einzutreten, engagieren wir uns in vielen nationalen Initiativen (Stiftung 2° in Deutschland) und internationalen Zusammenschlüssen. Zu nennen ist hier vor allem die Global e-Sustainability Initiative img (GeSI img). GeSI verfolgt als Unternehmensverband die Vision, die Gesellschaft mithilfe von ICT-Lösungen klimaschonender und nachhaltiger zu gestalten.

Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien
Im Zentrum unserer Klimaschutzstrategie stehen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz unserer Netze und Infrastrukturen. Bislang berücksichtigen wir erneuerbare Energien nicht als Beitrag zur Erreichung unseres konzernweiten Klimaschutzziels. Gleichwohl lassen sich durch erneuerbare Energien CO2-Emissionen vermeiden. Sie haben daher auch für uns einen hohen Stellenwert und werden in Zukunft eine wichtige Komponente unserer integrierten Klimastrategie darstellen.

Inhalt durch PwC geprüfticon_check

Mit der integrierten Klimastrategie unterstützt die Deutsche Telekom ihre Konzernstrategie „Führender Telekommunikationsanbieter in Europa“ zu werden.

Die integrierte Klimastrategie auf vier Säulen

In den vier Bereichen der integrierten Klimastrategie CO2-Emissionen, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und nachhaltige Produkte konnten wir 2015 substanzielle Verbesserungen erzielen, die wir anhand konkreter Ziele und Kennzahlen messen.

CO2-Emissionen
Für die erste Säule, die Reduktion von CO2-Emissionen, konnten wir 2015 den bereits im Vorjahr gestarteten Monitoringprozess erfolgreich fertig aufsetzen. Die Erfassung der Scope-3-Emissionen img für alle Landesgesellschaften konnte 2015 wie geplant durchgeführt werden. Die Erhebung stellte die Weichen, um 2016 erstmals alle CO2-Emissionen gemäß dem GHG-Protokoll veröffentlichen zu können. Auch für 2016 halten wir weiterhin an unserem Klimaziel fest: Bis 2020 wollen wir unsere Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2008 um 20 Prozent in absoluten Werten senken (ohne T-Mobile US).

Erneuerbare Energien
Konzernweit streben wir weiterhin danach erneuerbare Energien stärker zu nutzen. Einige Landesgesellschaften gehen hier bereits mit gutem Beispiel voran: Magyar Telekom in Ungarn bezieht seit 2015 beispielsweise Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Ebenfalls entwickelten wir Parameter zur Nachhaltigkeitsbewertung von Stromeinkäufen in Abstimmung mit unseren Kollegen für den europäischen Stromeinkauf. Die entwickelten Parameter helfen uns, unseren Energiemix transparenter zu machen und damit verbessern zu können.

Energieeffizienz
Wir steigern laufend die Kapazität und Leistung unserer Fest- und Mobilfunknetze. Da diese konzernweit den größten Energiebedarf haben, modernisieren wir sie stetig und ergreifen Maßnahmen, um die Energieeffizienz in unseren Netzen weiter zu verbessern. Für die Erfassung unserer Fortschritte erarbeiteten wir 2015 zwei neue KPIs, die zum einen unseren Energieverbrauch und zum anderen unseren CO2-Fußabdruck mit dem transportierten Datenvolumen ins Verhältnis setzen. 2016 planen wir die Einführung dieser Kennzahlen.

Nachhaltige Produkte
Unsere Produkte und Dienste helfen unseren Kunden, Energie zu sparen, oder haben andere positive Auswirkungen auf unterschiedliche Gesellschaftsbereiche. So tragen unsere Produkte zum Beispiel in den Bereichen Gesundheit, unserer Arbeitswelt sowie Mobilität und Logistik erheblich dazu bei, CO2-Emissionen und Kosten einzusparen. Beispielsweise können viele Angestellte unserer Geschäftskunden dank Dynamic Workplace von zu Hause arbeiten. So vermeiden sie CO2-Emissionen und sparen die Zeit, die für den Weg ins Büro anfallen würde. Der Zeitgewinn kann zudem die Work-Life-Balance verbessern und sich positiv auf die Gesundheit der Angestellten auswirken. Für unsere vierte Säule, nachhaltige Produkte, möchten wir dieses Potenzial schrittweise in unserem Portfolio erfassen. 37 Prozent unseres Gesamtumsatzes erzielten wir 2014 mit Produkten und Diensten, denen Nachhaltigkeitsvorteile zugeordnet werden können. So ermöglichten Produkte der Deutschen Telekom 2014 die Ersparnis von neun Mio. Tonnen Treibhausgasen (zur Analyse). Dadurch konnten wir mehr als unsere eigenen CO2-Emissionen kompensieren.

Indirekte Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette – sogenannte Scope-3-Emissionen img – machen den größten Teil unserer Gesamtemissionen aus. Die Erfassung dieser Emissionen erlaubt uns, auf Unternehmens- und Produktebene gezielt Maßnahmen zu ergreifen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Seit 2013 erfassen wir die Scope-3-Emissionen der Telekom in Deutschland. Im Jahr 2015 betrugen diese217 367 Tonnen CO2-Äquivalente img, 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Schwerpunkt der Emissionen lag wie in den Vorjahren bei den Emissionen durch den Gebrauch von uns verkaufter oder vermieteter Endgeräte sowie durch bei Dritten erworbene Endgeräte zur Nutzung unser Telekommunikationsdienste. Der Anteil dieser Emissionen an unseren gesamten Scope-3-Emissionen macht etwa zwei Drittel aus. Ebenfalls bedeutsam sind die Emissionen aus dem Einkauf von Waren und Dienstleistungen, deren Anteil etwa bei einem Viertel liegt. Den höchsten Anstieg der Emissionen verzeichneten wir bedingt durch eine Erhöhung des Emissionsfaktors bei den Fahrten der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz. Durch den Anstieg um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht dieser Wert nunProzent der gesamten Scope-3-Emissionen.

Scope-3-Emissionen in Deutschland
* Nachträgliche Anpassung durch Ergänzung der Scope 3 Kategorie 3 „Fuel- and energy-related activities (not included in scope 1 or scope 2)“

2015 legen wir nun erstmalig auch die Emissionen weiterer Landesgesellschaften vollständig offen. Dabei zeigt sich eine ähnliche Verteilung der Quellen wie in Deutschland. Nur in Landesgesellschaften ohne relevantes Festnetz-Geschäft wie Österreich, Polen oder den Niederlanden liegt die Hauptquelle der Scope-3-Emissionen im Bereich der eingekauften Produkte und Dienstleistungen.

Überblick Scope-3-Emissionen (t CO2e)
Landesgesellschaft   2014   2015   Jahresvergleich
Ungarn   320 374   426 364  
 
Kroatien   219 105   208 842  
 
Slowakei   94 080   102 067  
 
Griechenland   601 674   713 182  
 
Rumänien   437 739   456 708  
 
Österreich   31 510   32 885  
 
Tschechien   82 915   74 940  
 
Niederlande   48 881   52 467  
 
Polen   152 892   138 200  
 
Summe   989 170   203 656  
 


Bis Ende 2016 wollen wir Scope-3-Emissionen konzernweit erfassen.

Im September 2015 fand die erste Energieplanungskonferenz statt, bei der Vertreter der Bereiche Vertrieb, betriebliches Immobilienmanagement, ausfallkritische Anlagen, Netztechnik, Einkauf und Nachhaltigkeit aus dem ganzen Unternehmen zusammenkamen.

Dieses Team will unternehmensweit die Aufmerksamkeit auf das Thema Energieeffizienz und die sich daraus ergebenden Chancen für viele Unternehmensbereiche lenken. Zu diesem Zweck bietet es den einzelnen Geschäftseinheiten Hilfestellung bei der entsprechenden Zielfestlegung und Fortschrittsüberwachung an. Das Team widmet sich außerdem kurzfristigen Projekten, wie z. B. der Beauftragung verlässlicher Lieferanten mit der Umrüstung auf LED-Lampen und Pilotversuchen für Analysesoftware. Schließlich wird das Team für einen wirksameren Einsatz von Analyse- und Messmethoden bei T-Mobile USA sorgen, um den Energieverbrauch des Unternehmens zu optimieren und Einsparmöglichkeiten zu identifizieren

Bei allen europäischen Landesgesellschaften der Telekom soll der Anteil erneuerbarer Energien an ihrem Stromverbrauch bis 2016 um mindestens 10 Prozent über dem jeweiligen nationalen Energiemix liegen – soweit die Liberalisierung des Strommarkts dies zulässt. Hierfür können sie falls nötig auch den Erwerb von Zertifikaten (sogenannten Herkunftsnachweisen) für Strom aus erneuerbaren Quellen berücksichtigen, wie dies bereits in den Niederlanden oder Griechenland geschieht. Neben T-Mobile Austria, T-Mobile Netherlands und T-Mobile Czech Republic hat auch die ungarische Magyar Telekom ihren Strombedarf 2015 erstmals zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt.

Wir setzen konzernweit verstärkt auf erneuerbare Energien: So wollen wir über die Umsetzung unseres Klimaschutzziels hinausgehend neue CO2-Einsparpotenziale erschließen. Daher haben wir 2015 auf Konzernebene damit begonnen, Nachhaltigkeitskriterien für den Stromeinkauf zu erarbeiten. Bereits im Jahr zuvor haben wir für jede Landesgesellschaft eine Bestandsaufnahme durchgeführt und weitere Nutzungsmöglichkeiten für erneuerbare Energien identifiziert. Anknüpfend an die Ergebnisse wollen wir Maßnahmen entwickeln, die den Anteil der erneuerbaren Energien konzernweit erhöhen.

Die ungarische Landesgesellschaft Magyar Telekom ist seit 2015 vollständig klimaneutral. Um den Energieverbrauch zu senken, hat das Unternehmen unter anderem seine Netze und Rechenzentren erneuert und in der Dienstwagenflotte den Anteil von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben erhöht. Zudem bezieht Magyar Telekom elektrische Energie zu 100 Prozent aus erneuerbaren Ressourcen. Das Unternehmen berücksichtigt beim Stromeinkauf sogenannte RECS-Zertifikate.

 Seit Anfang 2015 ist T-Mobile Austria erster CO2-neutraler Mobilfunkanbieter in Österreich. Das bedeutet, dass nicht nur das Netz CO2-neutral betrieben wird wie bei anderen Anbietern, sondern auch alle sonstigen Bereiche des Unternehmens – Büros, Shops, Fuhrpark – CO2-neutral sind. Ermöglicht wird dies vor allem durch CO2-freien Stromeinkauf aus regenerativen Quellen. Emissionen, die sich derzeit nicht direkt vermeiden lassen, werden durch den Erwerb von Zertifikaten gemäß international anerkanntem Standard ausgeglichen. Um die bisher unvermeidbaren Emissionen genau bewerten und weiter reduzieren zu können, erstellt das Unternehmen eine CO2-Bilanz nach dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol Standard (Scope 1-3). Diese berücksichtigt sowohl direkte als auch indirekte Emissionen beispielsweise aus den Reisetätigkeiten von Mitarbeitern.

 

Seit Anfang 2015 ist T-Mobile Austria erster CO2-neutraler Mobilfunkanbieter in Österreich. Das bedeutet, dass nicht nur das Netz CO2-neutral betrieben wird wie bei anderen Anbietern, sondern auch alle sonstigen Bereiche des Unternehmens – Büros, Shops, Fuhrpark – CO2-neutral sind. Ermöglicht wird dies vor allem durch CO2-freien Stromeinkauf aus regenerativen Quellen. Emissionen, die sich derzeit nicht direkt vermeiden lassen, werden durch den Erwerb von Zertifikaten gemäß international anerkanntem Standard ausgeglichen. Um die bisher unvermeidbaren Emissionen genau bewerten und weiter reduzieren zu können, erstellt das Unternehmen eine CO2-Bilanz nach dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol Standard (Scope 1-3). Diese berücksichtigt sowohl direkte als auch indirekte Emissionen beispielsweise aus den Reisetätigkeiten von Mitarbeitern. 

Priorität hat für uns die Vermeidung von Treibhausgasen durch beispielsweise kritische Prüfung von Mobilitätsbedarfen. An zweiter Stelle folgt die Reduktion von CO2-Emissionen durch Maßnahmen zur Senkung unseres Energieverbrauchs. Bei CO2-Emissionen, die wir weder vermeiden noch reduzieren können, besteht die Möglichkeit, diese über Investitionen in zertifizierte Klimaschutzprojekte zu kompensieren.

Von Anfang März 2015 bis Ende Februar 2016 stellte die Telekom Deutschland Treibhausgasemissionen im Umfang von 10 362 Tonnen CO2 klimaneutral. Kompensiert wurden unter anderem Emissionen, die in Verbindung mit unseren Veranstaltungen (An- und Abreise der Teilnehmer, Raumnutzung etc.) oder mit bestimmten Produkten und Dienstleistungen (z.B. Betrieb von Telefon- oder Webkonferenzen) entstanden sind. Wie wir beispielsweise die Emissionen von Veranstaltungen kompensieren, ist in unserer Event Policy festgelegt.

Ich interessiere mich für das Engagement der Telekom im Bereich...